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Wer trägt die Verantwortung?
stärken." Den gleichen Standpunkt vertritt „Sunday Dispatch", er erklärt: „Dies ist nicht unser Streit. Wir können und müssen ihm fern
vor den gefürchteten Gemeindewahlen serienweise neue Zwischenfälle. Nicht die billigen Versicherungen tschechischer Minister, nicht das famose „Nationalitätenstatut" des Herrn Dr. Hodscha, sondern diese von Tag zu Tag sich steigernden Verbrechen an den Sudetendeutschen »sind die wahre Antwort Prags auf die weiß Gott bescheidenen Karlsbader acht Punkte Henleins einerseits und auf die vorsichtig formulierten. Empfehlungen Englands und Frankreichs anderseits.
Die tschechische Regierung kann sich auch nicht mit den üblichen Phrasen auf „bedauerliche Ausschreitungen untergeordneter Organe" .hinausreden; denn gerade diese Organe, wie Polizei, Gendarmerie, die berüchtigten „Grenzler" und schimpflicherweise auch das Militär sind bei der Verübung ihrer Verbrechen durch die stillschweigende Duldung der Regierung sowie durch die unverhüllte Hetze der Prager Presse geradezu ermutigt worden. Ein einziges Mal erfolgten ein paar Versetzungen, davon eine ausgerechnet nach — Prag, was der Betreffende selbstverständlich als Beförderung ansah. Gleichzeitig läßt man von Prag durch die Presse planmäßig die frechsten Lügen über den Terror verbreiten, unter dem nicht etwa die Sudetendeutschen, sondern die ebenso bedauernswerten wie heldenhaften tschechischen „Grenzler" stehen; man dichtet den Sudetendeutschen alle die Verbrechen an, die man selbst fortgesetzt an ihnen begeht.
Dabei ist es angesichts des mehr als intimen Verhältnisses zwischen Prag und Moskau in'keiner Weise verwunderlich, daß die Ausschreitungen grundsätzlich in Gemeinschaft mit 'dem niedrigsten kommunistischen Pöbel zusammen erfolgen. Die tschechische Polizei,. selbst aufs stärkste an den blutigen Verbrechen beteiligt, erscheint auf sudetendeutsches Ansuchen überhaupt nicht oder sie geht selbst gegen die Sudetendeutschen vor und übersteigert die von dem Pöbel an ihnen begangenen Mißhandlungen selbst auf ihren Polizei- i6üros durch viehische Quälereien. So sieht es in dem gewaltsam konstruierten Versailler Tschechenstaat aus! Und in dieser Lage, bei der die Sudetendeutsche Parteileitung wenigstens das primitivste Notwehrrecht fordern muß, dürfen Prager Blätter Satze schreiben wie diesen: „Das Mast der Geduld des tschechoflowakischen Volkes im Grenzgebiet ist l voll", dürfen sie mit Kriegsgericht und Galgen
bleiben."
Das Echo in Paris.
Paris, 22. Mai. .(EP ) Die Entwicklung der schechoslowakischen Frage wird in Paris hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt betrachtet, welche Haltung England gegenüber dem Problem einneh- men werde. Obwohl die französische Presse keineswegs sicher ist, daß die von Frankreich und von England in der sudetendeutschen Frage eingenommene Haltung völlig die gleiche fei,/gibt man doch der Hoffnung Ausdruck, daß Paris und London gegenüber dieser Angelegenheit Seite an Seite stehen möchten. Viel beachtet wird eine Unterredung, die Außenminister Bonnet mit dem sowjetrusst- schen Botschafter S u r i tz gehabt hat, der sich am Quai d'Orsay danach erkundigt haben soll, „inwieweit Frankreich seinen Bündnisverpflichtungen gegenüber der Tschechoslowakei nachkommen werde, ohne deren Wirksamwerden auch Moskau • Prag keine Unterstützung zu leihen vermöge." Obwohl die französische Bevölkerung kaum irgendwelchen tiefergehenden Anteil an der sudeten
weiß, wo die Tschechoslowakei überhaupt liegt, hält die rechtsstehende „Epoque" es für zweckmäßig, zu betonen, „daß. es nicht in der Art Frankreichs liege, eingegangenen Verpflichtungen nicht nachzukommen". Düs disziplinierte Verhalten der sudetendeutschen Bevölkerung wird vom „Matin" besonders hervorgehoben.
Der französische Justizminister Paul R e y n a u d , bekannt als Anhänger eines engen Zusammengehens mit Sowjetrußland, hatte.auf.dem Schlußbankett der Alliance Fran^aife in Leeds erneut feiner Abneigung gegen die autoritär regierten Staaten Ausdruck gegeben und von notwendigen Anstrengungen der Demokratien gesprochen, um Konflikte zu verhindern. Es ist bezeichnend, daß diese Aeußerungen in Paris keineswegs allenthalben geteilt werden. So nennt der rechtsstehende „Jour" die Ausführungen des Ministers eine skandalöse Rede und fragt, mit welcher Berechtigung Reynaud sich in den Amtsbereich des Außenministers eindränge, und ob er nicht besser daran.tue, nachzuprüfen, auf welche Weise der Spekulation vorzeitig die Maßnahmen zur Abwertung des Franken bekanntgeworden seien, 'denn durch diese Indiskretionen sei es der Spekulation gelungen, Riesengewinne einzustecken.
Nach wochenlangen schweren tschechischen Ausschreitungen liegen seit Samstag vormittag die ersten sudetendeutschen Toten auf der Bahre. Mitglieder, der tschechischen Staatspolizeei haben zwei sudetendeutsche Männer, die in der Frühe des Tages friedlich auf dem Motorrad in ihren Heimatort fuhren, ahnungslos von ihrem Rade abgeknallt. Der Fall ist besonders schwer dadurch, daß die Bluttat von Organen des tschechischen Staates begangen worden ist. Stehen wir an Disziplin und Selbstbeherrschung nicht hinter den Sudetendeutschen zurück und versuchen wir so kaltblütig, wie es unter so empörenden Umständen noch möglich ist, uns mit ein paar knappen Strichen Rechenschaft über die Lage zu geben, die die Tscheche! und ihre fortgesetzte Provokationspolitik und Schreckensherrschaft heraufbeschworen hat.
Am Anfang steht jener grauenhafte 4. März 1919, an dem die Sudetendeutschen im Zusammenhang mit der Tagung'.der Wiener Nationalversammlung in friedlichen Aufmärschen ihr Selbstbestimmungsrecht nach Wkisons 14 Punkten forderten. An diesem 4. März 1919 knallte tschechische Soldateska, die sich bereits als Deserteure während des Weltkrieges einen unrühmlichen Namen gemacht hatte, einfach in die Massen der Sudentendeutschen hinein — 54 Tote, 112 Schwerverletzte und Hunderte anderer- Verwundeter lagen in ihrem Blut. Seitdem hat die planmäßige Unterdrückung der Sudetendeutschen, die sich bis zur bewußt herbeigeführten Aushungerung ganzer Gebiete steigerte, die Akt'enfchränke der Minderheitenkommission der Genfer Entente gefüllt. Die Aufzählung der tschechischen Terrorakte, Mißhandlungen, Verfassungsbrüche usw. ergeben heute eine ganze Broschüre, selbst dann, wenn man die einzelnen Gewaltakte nur im Telegrammstil aneinanderreiht. Niemals in den vergangenen 19 Jahren hat der „Völkerbund" feine satzungsmäßigen Pflichten erfüllt, es handelt sich ja nur um Deutsche.
Die tschechische Regierung hat sich darauf beschränkt, in größeren Zeitabständen leere P e r - prechungen an die, Adresse der Sudetendeutschen abzugeben. Genau so, wie man durch gewaltsame Durchsetzung des fudetendeutschen Gebietes mit tschechischen Beamten und Arbeitern eine wohlüberlegte Politik der Herausforderung mit eindeu- igen Zielen trieb, so schuf Prag jetzt unmittelbar
slowakisch-sowjetrussischen Allianz den Rücken zudeutschen Frage nimmt und, rote ein politisches ' '' v Witzblatt kürzlich scherzhaft behauptete, nicht immer
Durch die rasche Schneeschmelze und die Pegen- ist ein gestürzt. Der Schaden geht in die Mil» lle der letzten Tage sind in der Steiermark und honen. In Leoben erreichte die Mur einen Hoch
fälle der letzten Tage sind in der ......... —
Teilen Kärntens schwere Ueberschwemmun- g e n eingetreten. In der Steiermark ist das gesamte Murtal überschwemmt.. Eine Reihe von Brücken wurde weggenssen. In Graz beträgt der Wasserstand der Mur 4,20 Meter über normal. Der Straßenverkehr von Graz nach Norden ist lahmgelegt. 27 Personen sind in einem Wohnhaus ein« geschlossen und konnten noch nicht befreit werden. In Türrach im oberen Murtal stürzte ein Haus ein, wobei ein mit Rettungsarbeiten beschäftigter Mann ertrank. Auch im Rantenbach ist ein Mann ertrunken. Gauleiter und Landeshauptmann
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Auch der sonst harmlose Gurk-Fluß in Kärnten ist infolge des wolkenbruchartigen Regens zu einem reißenden Strome geworben. Die Wasser überschwemmten das ganze Tal. Durch Einsatz vyn Militär und SA. konnte die größte Gefahr gebannt werden. In Gniesau stürzte der SA.-Mann Brandes bei den Rettungsarbeiten ins Wasser und konnte nicht mehr gerettet werden. Auch in Himmelberg stürzte ein Mann in den Hochwasser führenden Tiebach und ertrank.
stand von 4,40 Meter. Don Leoben bis Judendorf und Mühltal müssen alle dem Murufer nahe Wohnstätten geräumt werden. Äuch das ßeobener Elektrizitätswerk war überflutet. So war die Stadt stundenlang ohne Licht. Die größten D e r w ü st u n- gen verursachte die Naturkatastrophe im Bezirk Mittelfeld. Neben den gemeldeten zwei Todesopfern sind leider vier weitere Todesfälle zu beklagen. In den Nachtstunden des Sonntags ist endlich das langersehnte Fallen des Wasserstand es eingetreten. Tröstlich war die opferbereite Entschlossenheit der Bevölkerung. Tausende beteiligten sich an den Rettungs- und Sicherheitsarbeiten. Feuerwehr, Wehrmacht, Polizei, Gendarmerie und vor allem die Formationen der Partei stellten sich vorbildlich in den Dienst des Rettuygs-
Jngenieur Helfrich hat sich,sofort in das Uebsr- schwemmungsgeoiet begeben und die Kreisleiter der NSDAP, aufgefordert, zusammen mit den Bezirkshauptmannschaft überall die Hilfe zu organisieren. Bür Bekleidung, Nahrungsmittel und Unterkunft der Betroffenen ist sofort gesorgt worden. Gauleiter B ü r ck e l hat den Einsatz aller Mittel zur Linderung der dringendsten Not angeordnet. Für die schwer betroffene Bevölkerung hat er 100 000 Reichsmark zur Verfügung gestellt.
Das Ueberfchwemmungsgebiet in Oststeiermark zeigt ein Bild des Grauens. Große und kleine Brucken sind in großer Zahl zerstört. (EingelneJDrte sind vom Verkehr vollständig abgeschnitten. Straßen, Wiesen, Wälder, Obstkulturen und Baulichkeiten stehen unter Wasser. Eine Reihe von Häusern
Schwere Lleberschwemmungen in Steiermark und Kärnten.
tungen über das anzustellen, was vielleicht geeignet sein könnte» aus dem tschechoslowakischen Staat ein Gebilde zu machen, das sich organisch in den Rahmen der europäischen Staatengemeinschaft einfügt, daß es sich vielmehr darum handelt, diesen Staat der Ordnung und der inneren Ausgeglichenheit unverzüglich zu schaffen. Wie soll aber der Widerspruch zu lösen sein, wenn der verantwortliche Staatsmann vor der internationalen Oesfentlichkeit Grundsätze über Selbstverwaltung der Nationalitäten verkündet, während gleichzeitig andere verantwortliche Stellen der Prager Regierung Truppen gegen d i e deutsche Volksgruppe mit scharfen Waffen vorgehen lassen.
Nach all den Zwischenfällen dieser Tage, bei denen tschechisches Militär eine sehr bedenkliche Rolle gespielt hat, ist es ohne jede äußere Veranlassung, ohne Zwang und Not zum Waffengebrauch'gegen die Sudetenoeutschen gekommen. Das alles zu einer Zeit, in der sich im sudetendeutschen Gebiet die Vorbereitung für die Gemeindewahlen vollzieht, also für eine staatspolitische Maßnahme, die die Prager Regierung selbst angeordnet hat. Diese Regierung kann sich also nicht darauf ausreden, von den Zwischenfällen im fudetendeutschen Gebiet überrascht worden zu sein, sie trägt d i e Verantwortung für Ruhe und Ordnung, für die Sicherheit und das Leben aller Staatsbürger, nicht etwa erst feit gestern, vielmehr schon feit neunzehn Jahren. Sie hat in diesen neunzehn Jahren nichts erreicht, trotz aller feierlichen Gelübde in Pittsburg, in Washington, in London, in Paris und in Versailles; sie hat in dieser Zeit im tschechoflowakischen Staat ein Nationalitätenproblem geschaffen, wie es das in dieser Form noch niemals in Europa gegeben hat. Darum ist die Verantwortung, der Prager Regierung heute so ungeheuer groß, sie kann diese Verantwortung nicht 'mehr damit beiseite schieben, daß sie Paragraphen vorbereitet, um Gegensätze auszugleichen, mit deren Verschärfung sich gleichzeitig die Exekutivorgane des tschechoslowakischen Staates abrnühen. D. S.
drohen! In dieser Lage werden scharfmacherische Gerüchte verbreitet, Jahrgänge einberufen und Truppenbewegungen in Gang gesetzt.
Als- der tschechoslowakische Ministerpräsident Dr. Hodscha am 20. Mai Oor Vertretern der tschechischen Presse Mitteilungen über das sogenannte Nationalitäten st atut machte, ahnte er vielleicht selbst noch nicht, daß die Ereignisse im sudeten- deutschen- Gebiet die Taktik der Prager Regierung als gefährlich und deshalb unmöglich hinstellen würden. Diese Taktik besteht offensichtlich darin, mit abgewogenen Redensarten die Dinge nicht an sich herankommen zu ■ lassen, vor allem aber zu vermeiden, wirklich Taten reden zu lassen. Ob die Prager Regierung überhaupt selbst weiß, wie das Nationalitätenstatut beschaffen ist, läßt sich schwer sagen, denn stünden die Grundzüge bei ihr fest, so hätten in diesen Tagen und Wochen äußerster Hochspannung. bestimmte Mitteilungen'geschehen müssen. Im sudetendeutschen Gebiet wird eine kaum noch vorstellbare Hetze gegen die deutsche Volksgruppe betrieben, eine Hetze, bei der sich gegenseitig Marxisten und Kommunisten,' die tschechischen Kampforganisationen und sogar das Militär gegenseitig den Rang abzulaufen suchen. In einer ernsten Kundgebung der Sudetendeutschen Partei wird die Prager Regierung daran erinnert, daß d i e Voraussetzung für alle Verhandlungen über ein Nationalitätenstatut wohl der Beweis dafür sein muß, daß die Regierung tatsächlich imstande ist, die Ruhe und 'Ordnung in allen Gebieten aufrecht zu erhalten.
In der Tat, daraus kommt es an, rote das auch Dr. Hodscha in seiner Rede vor der tschichischen Presse zugegeben hat. Wenn es dem tschechoslowakischen Staat nicht gelingt, das Nationalitätenproblem zu lösen, dann bildet der tschechoslowakische Staat nach den eigenen Worten Dr. Hooschas eine Gefahr für den Frieden. Die Prager Regierung ist sich also klar darüber, daß es mit dem Mundspitzen nicht mehr geht, daß gepfiffen werden muß, daß es also keinen Zweck hat, staatsphilosophische Betrach-
OVERSTOLZ, der Ur typ der Mazedonen-Zigarettejst nunmehr seit über 20 Jahren im Handel.Was das heisst,wird derjenige zu würdigen wissen, der in diesem Zeitraum das ständige Auf und Ab des deutschen Zigaretten-Marktes verfolgen konnte. Während eine Unzahl anderer Marken wieder verschwunden und längst vergessen ist, vermochte sich OVER STOLZ bis heute in führender Stellung zu behaupten.
1938
Eine neue Generation von Rauchern ist inzwischen herangewachsen. Jhr wird zwar der Name OVERSTOLZ geläufig sein, doch dürfte sie sich kaum eine Vorstellung davon machen können,wie sehr gerade diese Zigarette in den letzten zwanzig Jahren dazu beigetragen hat,die Freude am Rauchen immer vollkommener zu machen. darüber werden wir in den nächsten Anzeigen berichten.
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OVERSTOLZ
Mazedonien


