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hochwertige Milch zur Molkerei zu liefern, bamtt die Erfordernisse der Milch- und Butterversorgung in ausreichender Weise erfüllt werden könnten.

I Hungen, 21. Febr. Wenn es die hiesige Freiwillige Feuerwehr auch nicht liebt, alljährlich mehrere Festlichkeiten oder solche größe­ren Umfanges zu veranstalten, sondern in erster Linie auf gute Ausbildung der Wehr zur Ermög­lichung einer steten Einsatzbereitschaft im Falle der Gefahr, auf tadellose Instandhaltung ihres Lösch­materials und dessen Ergänzung und Vervollkomm­nung bedacht ist, so sucht sie doch alljährlich aus Anlaß ihres Stiftungsfestes gegründet wurde die Wehr am 19. Febr. 1876 auch ihren unter­stützenden, sowie den Angehörigen ihrer aktiven Mitglieder einige vergnügte Stunden zu bereiten. So auch in diesem Jahre. Ein froher Kamerad­schaftsabend im vollbesetzten Saale des Gasthofs zur Traube" führte zu einem vollen Erfolg. Der Abend erhielt eine besondere Note durch die An­wesenheit des Kreisfeuerwehrführers Bouffier, der mit Kamerad Münch von der Gailschen Frei­willigen Feuerwehr der Einladung gefolgt war. Nach einem flott gespielten Eröffnungsmarsch begrüßte der Führer der Wehr die Erschienenen, insbeson­dere die Gäste, sowie die Gemeindebehörde, und gab dann in großen Zügen ein Bild von dem Entstehen und der Entwickelung der Wehr, um dann zum Schluß des Führers und des Vater­landes zu gedenken. Ein Lustspiel sowie ein ober­bayerisches Volksstück hielten die Besucher ständig in Spannung und heiterster Stimmung. Nach kurzen Dankesworten des Kreisfeuerwehrführers folgte das Tanzvergnügen.

Kreis Alsfeld.

ch Deckenbach, 23. Februar. Witwe Louise Braun von hier kann am 24. Februar im Kreise ihrer noch lebenden 8 Kinder und 19 Enkel ihren 7 5. Geburtstag begehen.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 24. Februar.

6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk: Volksliedsingen. 10.30: Froher Klang zur Werkpause. 11.40: Hausfrau, hör zu! 11.50: Dein Groschen hilft allen. 12: Mittagskonzert. 13: Nach­richten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Ein bißchen Singsang ein bißchen Klinaklang. (Schallplatten.) 15: Was ist gut? Tapfer sein ist gut! 15.15: Für unsere Kinder: Schneemann, Schnee­bälle und andere Winterfreuden! Eine Plauder- und Spielstunde. 15.45: Allerlei vom Sport der Woche. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Schallplatten.) 19: Nach­richten. 19.10: Unterhaltungskonzert. 20.11 aus Mainz: Festsitzung für die Mainzer aus aller Welt.

Autos unter der Lupe.

Oer deutsche Forschungsrat für das Krastfahrwesen.

Auf der Internationalen Automob il- und Motorradausstellung Berlin 1938 geben zum ersten Male die Forschungs­institute des Forschungsrates für das Kraftfahrwesen einen Ueberblick über ihr Arbeitsgebiet. Betrachtet man die Entwicklung des Autos in den letzten Jahren, so gelangt man zu der Feststellung, daß grundlegende Aenderungen im Aufbau und im Antrieb der Kraftfahrzeuge nicht zu verzeichnen sind. Zwar bringt jede Autoschau eine Reihe interessanter Neuerungen, aber bei aller Bedeutung für die Weiterentwicklung der Kraftfährt sind sie doch nur folgerichtige Weiterführungen be­reits bekannter Bauweisen und Organe von Wa­gen und Motorrädern. Man kann also sagen, daß das Auto heute etwa in dem gleichen Maße wie die Nähmaschine oder der Rundfunkempfänger in seinem wesentlichen Aufbau abgeschlossen ist und seit Jahren keine umstürzenden Neuerungen mehr hervorgebracht hat.

Damit wäre also das Auto technisch vollkommen und bedürfte keiner besonderen Fürsorge der Kon­struktionsbüros, geschweige denn der Laboratorien mehr? Weit gefehlt! Jeder weiß, daß alle Auto­fabriken kostspielige Laboratorien besitzen, in denen Untersuchungen über Einzel- und Gesamt­konstruktionen von Fahrzeugen angestellt werden. Wir wissen auch, daß die bei Rennen vorgenom­menen Zerreißproben an Motorfahrzeugen der Ermittlung schwacher Konstruktionsteile und un­wirtschaftlicher Betriebsorgane dienen. Derartige Erprobungen erstreben eine ununterbrochene Wei­terentwicklung kleinster Teile eines Kraftfahrzeuges, um aus der Summe von Erfahrungen das Fahr­zeug in der Hand des Verbrauchers immer zuver­lässiger und betriebssicherer zu machen.

Diesen Tagesforschungen der Industrie gegen­über stehen die auf lange Sicht gerichteten wissen­schaftlichen und praktischen Arbeiten der im For­schungsrat zusammengeschlossenen technischen Insti­tute. 'Wenn der Forschungsrat mit seinen Arbeiten auch bisher nicht sonderlich an die Oeffentlichkeit getreten ist, so darf doch der Eingeweihte behaup­ten, daß der gewaltige Aufschwung der deutschen Kraftfahrt während der letzten fünf Jahre zu einem Teil der stillen Arbeit dieses Forschungsrates zu verdanken ist.

Heber den Umfang der Forschungsarbeiten be­richtete kürzlich Ministerialdirektor Branden­burg vom Reichs- und preußischen Verkehrs­ministerium, dessen Initiative die Einrichtung einer zielbewußten, weitschauenden Kraftfahrtforschung zu verdanken ist. Unter seinem Vorsitz vereinigen

sich die führenden Wissenschaftler der Technischen Hochschulen und Institute, soweit dort irgendwelche Fragen der Kraftfahrtechnik oder -chemie bearbeitet werden, zum Forschungsrat. So finden wir unter den Mitgliedern des Forschungsrates die Namen der Professoren Thum (Darmstadt), Opitz (Aachen), Kamm (Stuttgart), Nägel (Dresden), Prandtl (Göttingen), Schmidt (München), Ubbelohde (Berlin) und viele andere mehr. Alles Männer, die ihre Lebensarbeit in den Dienst der deutschen Kraftfahrt gestellt haben und auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung berufen sind, im Forschungsrat die deutsche Kraftfahrt zu fördern.

Wenn je für die Lösung einer großen technischen Aufgabe Gemeinschaftsarbeit geleistet wurde, so in diesem Forschungsrat der deutschen Kraftfahrt. Die zu erforschenden Fragen werden hier gemeinsam besprochen und demjenigen For­scher zur Erledigung zugewiesen, der die besten Sachkenntnisse auf diesem Gebiet besitzt und über geeignete Laboratorien verfügt. Selbstverständlich stehen die Forscher mit den Stellen der Industrie, die ihrerseits auch Untersuchungen anstellen, in enger Fühlungnahme. Aus der Summe von Auf­gaben, die sich aus den Vorschlägen der Mitglieder des Forschungsrates ergeben, entsteht das For­schungsprogramm eines Jahres. In Zwischenbe­richten verständigen sich die Beteiligten über Teil­ergebnisse ihrer Arbeiten und erstatten nach Ab­schluß einer Arbeit öffentlichen Bericht. Werden bei diesen Forschungen irgendwelche Erkenntnisse gesammelt, die von praktischem und wirtschaftlichem Nutzen zu werden versprechen, so entstehen hieraus Patente, die als Ergebnisse einer Gemeinschafts­arbeit der gesamten deutschen Kraftfahrt zur Ver­fügung stehen. Auf diese Weise sichert sich die deut­sche Forschung vor einer wirtschaftlichen Übervor­teilung durch das Ausland. Um Irrtümer über die Aufgaben des Forschungsrates auszuschließen, sei bemerkt, daß er sich nicht mit Erfindungen und Ent­wicklungsarbeiten befaßt, sondern nur weit in die Zukunft greifende Probleme von Motor und Fahr­zeug anpackt. Wer also glaubt, irgendeine wichtige Erfindung auf dem Gebiet des Kraftfahrwesens gemacht zu haben, bemühe damit nicht den For­schungsrat, sondern die berufenen Stellen.

Einige Beispiele mögen die zur Erforschung ge­stellten Probleme kennzeichnen. In das Gebiet der Baustoffe greift naturgemäß der Vierjahres­plan hinein. Darum finden wir in dieser Gruppe Untersuchungen über die Eignung von Rädern und Kupplungen aus Kunststoff (Professor Opitz, Aachen), über neue Werkstoffe für Differentialge­

triebe oder die Verwendung von Gummifedern an Motor, Getriebe und Hinterachse (Professor Thum, Darmstadt). In der Gruppe Triebwerk befaßt sich Professor Kamm, Stuttgart, mit der Schaffung von Entwicklungsgrundlagen für den mit heimischen Kraftstoffen angetriebenen Dieselmotor und der (Er­probung einfacher Einspritzorgane. Auch Unter- suchungen an einem für den Volkswagen bestimm­ten luftgekühlten Zweitaktmotor wurden beim For­schungsrat von Professor Rein sch durchgeführt. Wir wissen inzwischen, daß der Volkswagen einen Viertaktmotor erhalten wird, also auf Grund ein­gehender Forschungen dem ursprünglichen Plan gegenüber geändert wurde. Luftkühlung und'Schmie- rung, Dichtung der Kolbenringe oder Verbesserung der Schalldämpfer sind andere Forschungsfragen dieser Gruppe. v

In der dritten Gruppe wird das Fahrzeug selbst durchforscht. Welche äußere Form ist für den Schnellverkehr am günstigsten, rote können Last­züge und Omnibusse auf den Autobahnen spar- fam fahren, wie wirkt der Seitenwind auf die Steuerfähigkeit schnellfahrender Wagen (Professor

Das berühmte italienische Streichquartett

Quartette di Roma

Sonntag, 27. Februar, in der Univ.-Aula

Kluge, Darmstadt) ober was ist bei Beheizung und Lüftung von Verkehrsmitteln zu berücksichtigen? Das sind einige Aufgaben dieser Gruppe. Ganz den Kraft- und Schmier st offen wendet sich die vierte Gruppe zu. Die bekanntesten Fachleute wie Professor Schmidt (München), Professor Pott- h o f (Hannover) ober Dr. Heinze (Berlin) erfor­schen bie Eigenart ber Kraftstoffe für Vergaser- unb Dieselmotor, verfolgen ben Ablauf ber Ver­brennung im Innern ber Zylinder unb ermitteln neue Verfahren, um aus deutschem Erböl möglichst hochwertige Schmierstoffe zu erzeugen. Schließlich besteht beim Forschungsrat noch eine fünfte Gruppe, bie sich mit allen Fragen ber Bereifung be­faßt. Dieses Gebiet ist wegen der Steigerung der Verkehrsgeschwindigkeiten besonders wichtig. Darum richten sich auch Forschungen auf das Haftvermögen der Reifen, auf die Sicherung des Fahrzeuges bei plötzlichem Reifenbruch, die zweckmäßige Ausbil­dung der Profile, die Hitzebeständigkeit von Buna und manches andere mehr.

Die Ausstellung der Forschungsinstitute ist wäh­rend der Berliner Autoschau in der Halle I im engeren Rahmen der Wertstoffschau zu finden. Hier wird der Besucher erfahren, daß die Forschung Fortschritt bedeutet und die besten Sachkenner in den Dienst der Volksgemeinschaft ruft J. B. f

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