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Oie neue Reichsgrenze.

Die am 5. Oktober provisorisch festgesetzte Grenze Großdeutschlands gegen die Tscyecho-Slowakei um« faßt unzweifelhaft völkischen Boden. Die zahlreichen deutschen Dolksinseln in Der Tschecko-Slowakei sind durch tschechische Gebiete voneinander getrennt, fte waren also nicht dem geschlossenen deutschen Sprach­boden zuzurechnen. Eine Abstimmung in dlesen Gebieten würde sie nur dann zu Deutschland ge- bracht haben, wenn das Deutsche Reich bie sie um­gebenden tschechischen Gebiete ebenfalls erholten hätte. Das widerspricht aber dem nationalsoziali. stischen Grundsatz, nur deutschblutioe und keine fremden Dolksbestandteile im Deutschen Reich zu vereinigen. Nach dieser Regelung im Geiste des Selbstbestimmungsrechtes verbleiben in der Tschecho- Slowakei noch einige hunderttausend Deutsche auf Dolksinseln, für die die tschecho-slowokische Regie- rung die Atmosphäre eines fnedlichen Zusammen- lebens schaffen wird. _ re . r ,

Beginnt man die deutschen Dolksinseln von B u d w e i s aus zu betrachten, so muß man fest­stellen, daß die Industriestadt Budweis, ehemals rein deutsch, heute überwiegend tschechisch ist. Die bäuerliche Umgebung weist höhere Anteile des Deutschtums auf, die zwanzig ehemals deutschen Gemeinden haben eine deutsche Minderheit, die bis zu 40 o. H. geht. Der Verzicht auf die Abstimmung in diesem Gebiet mit stark gemischten Nationali- täten entspricht also der praktischen Vernunft. Eine zweite Dolksinsel, die aber noch ungünstigere Ver­hältnisse aufweist, befindet sich bei Neuhaus und Neubistritz, etwas besser liegen die Der- hältnisie in den Bezirken Iemnitz und F r a l n. Breite Waldgebiete geben hier einen wirksamen Schutz der Sprachgrenze. Die deutsche Volks- und Sprachinsel I g l a u ist in zahlreiche kleine Inseln zerteilt. Die Stadt Iglau selbst hat seit der letzten Volkszählung eine tschechische Mehrheit und das tschechische Mehrheitsgebiet hat die Mitte der Sprachinsel bereits durchbrochen. Im Norden dieses Gebietes haben die Tschechen oder die Deutschen, je nach den einzelnen Gemeinden, die Mehrheit, nur der Süden ist noch mehr ober weniger ge­schlossen deutsch. Das Schicksal des Brünner und des 01 mützer Deutschtums ist dem von Budweis au vergleichen. Nur vier ländliche Gemeinden in der Umgebung von Brünn besitzen noch eine deutsche Mehrheit. Die deutsche Dolksinsel bei Wi­sch a u hängt mit der Stadt Wischau anscheinend nicht zusammen und hat auch niemals zu dieser Stadt gehört, deren Gründung wahrscheinlich nicht durch Deutsche vorgenommen wurde. Die deutsche Dolksinsel selbst ist deutsches Bauernland, wie überhaupt in den deutschen Dolksinseln gerade der deutsche Bauer sich zäh gegen die Ueberfremdung wehrte und zugleich mit seiner wirtschaftlichen Tüchtigkeit ein Vorposten des Deutschtums gewesen und noch ist. Er wird sich erhalten, besonders wenn die Tschechen nunmehr aus den gegebenen Tat­sachen die Schlußfolgerungen ziehen.

Zählt man die im rein tschechischen Gebiet ver­streut lebenden Deutschen, vor allem in Brünn, Olmütz und Prag, hinzu, so ergibt sich eine Zahl von ungefähr 200 000 Deutschen, die außerhalb des Reiches bleiben würden. Es ist daher nur recht und billig, wenn auch bie im deutschen Gebiet liegenden tschechischen In­seln und Halbinseln dem Reiche angealiedert werden. Um so mehr, als es sich meist um Gebiete handelt, deren tschechische Mehrheit erst in den letzten Jahrzehnten durch die Maßnahmen der Prager Regierung geschaffen wurde, während die deutschen Sprachinseln jahrhundertealt und auf einem Boden entstanden sind, der von den Tschechen überhaupt nicht besiedelt worden war. Es handelt sich um die tschechische Insel im Brüx-Duxer Kohlenrevier und den Korridor um Hoyenstabt in Nordmähren, der sich zwischen Mährisch-Schönberg und dem Schönhengstgau ein­schiebt. Auch im Gebiet der mährischen Pforte zwi- scyen Troppau und Neutitschein sowie in Süd- mähren waren ähnliche Korrekturen nötig. Hier wird das früher deutsche Lundenburg und Mährisch-Kromau sowie das gewaltsam tschechisierte Z n a i m dem Gau Niederdonau an- gegliedert.

Nur an zwei Stellen fällt die bisherige und die neue Reichsgrenze Zusammen, Da hier auch die Volksgrenze verläuft: bei N a ch o b in Norbböhmen unb südöstlich von Wi11ingau in Südböhmen. Der westliche Punkt wirb vom Ascher Zipfel auf die Höhen westlich Taus verlegt und der nördliche Punkt östlich von Gablonz nahe der alten Reichsarenze sich befinden. Nur sechzig Kilometer wird die Breite des tschechischen Staats* körpers an seiner schmälsten Stelle zwischen dem nördlichen Punkt der Ostmark und dem südlichsten des Schönhengstgaues betragen; bis auf dreiund- dreißig Kilometer schiebt sich die Grenze an Prag heran, bis auf vierzehn Kilometer an Brünn, bet Pilsen verläuft sie in einer Entfernung von zwei Kilometer, und die Stadtgrenze von Mährisch- Ostrau fällt überhaupt mit der des Staates zu­sammen. f

KdK.-Oonaufahrten

bis zum Schwarzen Meer.

Dr. Leh über seinen Besuch in Rumänien.

Berlin, 14. Oft. (DNB.) Reichsorganisations­leiter Dr. Ley ist von feiner einwöchigen Reise durch Bulgarien und Rumänien im Sonderflug­zeug wieder in Berlin eingetroffen.

lieber seine Eindrücke erklärte Dr. Ley der Presie u. a. folgendes:Es lag nahe, nach meinem Auf­enthalt m Sofia zur Eröffnung der Wan- heraus Stellung des Internationalen Zen­tralbüros Freude und Arbeit den Wider-

General Ritter von Epp.

Oer Reichsstatthalter 70 Jahre alt.

®5 klingt fast unglaubhaft. Aber Franz Ritter von Epp, des Reiches Statthalter in Bayern, ist am 16. Oktober 1868 geboren. Gibt es etwas, was den Reichsstatthalter jung erhalten hat, so kann man nur

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sagen: eine ausgesprochene Kämpfernatur ujib ein Leben voll intensivster Arbeit für Volk und Reich. Er nahm schon 1900 bis 1901 an der Ostasien-Expe- bition teil, kämpfte als Kompaniechef 1904 bis 1905 bei der Schutztruppe in Südwestafrika gegen die Hereros, war im Kriege Kommandeur derLeiber" an den Fronten in Frankreich, Belgien, Serbien, Rumänien unb Italien und kehrte heim mit dem

Pour le mdrite unb bem bayerischen Max-Iosefs- Orden, mit dem ber persönliche Adel verbunden war. Der 51jährige führte nach dem Kriege ein Frei­korps gegen die Roten, war hervorragend an ber Befreiung Münchens von ber Räteherrschast betei­ligt, trat bann in bie Reichswehr über unb schieb im Dezember 1923 mit dem Charakter als General­leutnant aus, nachdem er am Aufbau der Reichs­wehr mit gewohnter Energie mitaewirkt hatte.

Seit zehn Jahren, seit den Reichstagswahlen von 1928, gehört Ritter von Epp bem Reichstag als Mitglied der NSDAP, für den Wahlkreis Franken an. Der hochverdiente Offizier wurde am 12. Sep­tember 1932 vom Führer zum Leiter des damals neu geschaffenen Wehrpolitischen Amtes der NSDAP, ernannt. Am 9. März 1933 wurde er Reichskommis­sar in Bayern und am 10. April b. I. konnte er auf ein halbes Jahrzehnt seiner Arbeit als Reichsstatt­halter zurückblicken, es war gerade der Tag, an dem bas befreite Oesterreich ein so einbrucksoolles Be­kenntnis für sein Deutschtum ablegte.

Aber der 70jährige trägt außer dem verantwor­tungsvollen Amt des Reichsstatthalters noch weitere Bürde. So ist er Leiter der Landesplanungsstelle und Landesplanungsgemeinschaft Bayern im Rah­men der Reichsstelle für Raumordnung, ferner ist er Landesjägermeister, Leiter des Kolonialpolitischen Amtes ber NSDAP., in welcher Eigenschaft er wie- berholt Deutschlands Kolonialforderung nachdrück­lichst unterstrichen hat und ergänzt diese Arbeit durch feine Tätigkeit als Bundesführer des Reichs­kolonialbundes. Franz von Epp ist ein Mann, der das höchste Vertrauen unseres Führers unb Reichs­kanzlers genießt. Ganz Deutschland vereinigt sich in dem Wunsch, daß dieser ausgezeichnete Soldat, Or­ganisator unb Kämpfer noch lange Jahre seinen hohen Posten im Dienste Großdeutschlands bei bester Gesundheit ausfüllen möge! B. R.

hall dieser unb der vor einem halben Jahre in Athen durchgeführten gleichartigen Ausstellung in der Hauptstadt Rumäniens zu überprüfen, da die Absicht besteht, diese Ausstellung im kommen­den Frühjahr in B u t a r e ft der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen.

Dr. Ley teilte ferner mit, daß er auch Ver- handlunaen über einen deutsch - rumäni­schen Arbeiteraustausch geführt-hat und daß eine erste Fühlungnahme erfolgt ist hinsicht­lich deutscher KdF. - Urlauberfahrten auf der Donau bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer.

Der zweite Tag seines Aufenthaltes in Rumä­nien habe ihm interessante Eindrücke verschafft, vor allem im rumänischen Erdölgebiet. Ich habe dort die OelfabrikenCreditul Minier" besichtigen können. Zu meinem großen Erstaunen und au meiner besonderen Freude war der Be- triebssührer dieser Werke über die sozialpolitischen Einrichtungen der DAF. bis ins kleinste unterrichtet. Ebenso interessant war mein Besuch in der Zentralen Führerschule der StaatsjugendWacht des Landes". Lehrer und Professoren. aus bem ganzen Lanbe machen auf dieser Schule dreiwöchige Kurse durch, die sich nicht nur auf sportliche Betätigung, fonoern auch auf die Aneignung aller im Leben brauchbaren praktischen Fähigkeiten erstrecken. Der Emp­fang beim König Carol II. auf Schloß Sinai zeigte mir, daß der König sich für die Auf­gaben und Ziele des Internationalen Zentralbüros Freude und Arbeit außerordentlich interessiert.

Der erste deutsche Botschafter in Belgien vom König empfangen.

Brüssel, 14. Ott. lDNB.) Der erste Botschas- ter Des Deutschen Reiches in Brüssel, v. Bülow-- Schwante, überreichte König Leopold III. fein Beglaubigungsschreiben. Nach überlieferten Zere­monien wurden ber Botschafter und die Botschafts­mitglieder von einem Flügeladjutanten des Königs in Drei Staatskarosfen zum königlichen Schloß ge­führt. Die Wagen wurden von einer Schwadron berittener Gendarmerie eskortiert. Vor dem Schloß hatte eine Infanterie-Kompanie als Ehrenwache Aufstellung genommen, die vom Botschafter abge- fchritten wurde. Der Botschafter überreichte hierauf Dem König fein Beglaubigsfchreiben und über­brachte dem König die herzlichen Wünsche des Füh­rers und Reichskanzlers für das Wohlergehen Des Königs und der königlichen Familie sowie für das Glück Des belgischen Volkes. Der König dankte bem Botschafter hierfür besonders und bat, dem Führer seine herzlichen Grüße zu übermitteln. Nach der Audienz statteten der Hofmarschall und der Außen­minister Svaak in Begleitung des Generalsekre­tärs des Außenministeriums bem deutschen Bot­schafter einen Besuch ab. Der Botschafter besuchte Die Präsidenten Der Kammer und des Senats und Den belgischen Ministerpräsidenten.

Kunst und Wiffenschast.

Internationaler Kongreß für Gingen unft Sprechen.

Am sechsten Tage des Frankfurter Kongres­ses für Singen und Sprechen beteiligten sich auch Angehörige der HI. und des BDM: an den Beratungen. Seit Herders Zeit, so erklärte Dr. ß e b e D e (Berlin), wird in Deutschland Die Forde­rung nach einer Sprecherziehung der deutschen Jugend erhoben. Das Reichserziehungsministerium hat endlich Die Sprechpflege als Fach in den Schul­

unterricht aufgenommen. Vorbedingung Dafür ist, wie Dr. Kallenbach (Hirschberg) unb Dr. Ge­ra t h e w o h l (München) erklärten, daß die Lehrer selbst nicht allein stimmtechnisch ausgebildet sind, sondern daß sie auch methodisch in der Sprech­erziehung unterwiesen werden. Pros. Roede - meyer (Frankfurt) zeigte ergänzend, daß Die Sprechpflege nicht der Schule allein überlassen wer­den Darf. Die Reichsjugendführung hat dies klar er­kannt und der Sprachpflege und der Sprachkunst daher ein eigenes Referat im Hauptreferat Volks­tum gewidmet. In erster Linie in Der Führerschu­lung, auch in Lagern und auf Fahrten soll nach und nach die ganze Jugend auf eine sorgfältige Sprech­pflege hingewiesen und in ihr unterwiesen werden. Neben den Stimmbildner tritt in der HI. der Fach­arzt, denn gerade die Jugendlichen im Stimmwech­sel bebürfen besonderer Betreuung. Dies gilt vor allem auch deshalb, weil ber Jugendliche schon stütz- zeitig lernen muß, Befehle zu geben. Nun ist, so er­klärte Prof, ßoebell (Münster), gewiß der Be­fehl und Ruf stimmlich nichts grundsätzlich anderes, als bie Sprache oder ber Gesang, aber ber Befehl stellt doch andere, zum Teil höhere Anforderungen.

Agnes (Straub

im Kraftwagen verunglückt und verletzt

Zwischen Erfurt und Nordhausen verun­glückte, wie bereits kurz gemeldet, in ber Nähe von Straußfurt vorgestern nachmittag die Schau­spielerin Agnes Straub mit ihrem Kraftwagen. Frau Straub, die sich auf einer Gastspielreise be­fand, steuerte ihren Kraftwagen selbst. Auf ber regennassen Straße geriet ber Wagen ins Schleu­dern, drehte sich mehrmals um sich selbst, fuhr auf einen Lastkraftwagen auf und wurde gegen einen Telegraphenmast geschleudert. Die rechte Seite des Wagens wurde dabei völlig zertrümmert. Frau Straub erlitt schwere Kopfverletzungen, eine Gehirnerschütterung unb einen Bruch des reckten Armes. Sie blieb aber bei Bewußtsein; Lebensgefahr besteht nicht. Don Den Mitfahrern erlitt Dr. von Äriegner einen Bruch des rech­ten Beines, bie Schauspielerin Ilse Siegert durch einen Glassplitter Schnittwunden an der Hand, während Grete Bie bl unb Hans-Joachim Thö- I er mann unverletzt blieben. Die Verletzten wur­den ins Erfurter Städtische Krankenhaus gebracht. Junge Musikerringen um Anerkennung

Im Rahmen Der Gaukulturwoche in Düsseldorf veranstaltete Die Reichsmusikkammer eine Kund­gebung, an der auch ber Präsibent der Reichsmusik­kammer, Professor Dr. Peter Raabe, unb der Leiter der Fachschaft Komponisten, Professor Paul G r ä n e r, teilnahmen. ßanbestulturroalter Brou * mers betonte, baß es wesentlich sei, bem Künstler immer neue Aufgaben zu stellen. So habe Gauleiter Florian sich entschlossen, seinen in diesem Jahre zum ersten Male verteilten Kunstpreis von 2500 Mark vom nächsten Jahre ab auf 10 000 Mark zu erhöhen.

Nachdem Professor G r ä n e r seine Komposition Feierliche Stunde" selbst dirigiert hatte, sprach der Präsident der Reichsmusikkammer, Professor Dr. Raabe, über bie Ausgaben ber Kammer, wobei er auch auf berufsständische Fragen der deutschen Musiker einging. Um Den Nöten ber Musiker zu steuern, bedürfe es einer durchgreifenden U m - fteHung des Publikums ber Musik gegenüber. Es sei töricht, sich immer nur an bewährte alte Musik zu halten unb sich nicht die Mühe zu machen, auch junge Musik zu hören. Denn dadurch entginge Den Hörern mancher große Genuß, unb die aufstrebenden jungen Künstler wür­den in ihrer Entwicklung behindert. Ein bemerkens­

werter Versuch, hier Wandel zu schaffen, sei in Ber­lin unternommen worben durch bie Einrichtung Der .Konzerte junger Künstle r", bei Denen nur unbekannte Künstler zu Worte kämen, sowie ber Stunde der Musik", bei ber jeweils die Werke eines namhaften unb eines noch um Anerkennung ringen­den Künstlers zu Gehör kämen. Neben der ernsten Musik müsse auch Der Unterhaltungsmusik Achtung entgegengebracht werden. Danach wandte sich Professor Raabe gegen das kritiklose fortge­setzte Abhören der Musikdarbietungen des Ruick- funks oder der Schallplattenindustrie. Man Dürfe Musik nicht nur als Geräuschkulisse für seine täg­liche Arbeit betrachten; per Nimbus der eigentlichen Musitveranstaltung, zu der man sich im festigen Kleide zusammenfinden solle, gehe dabei verloren. Es sei wünschenswert, daß mehr als bisher Die gute selbst ausgeübte Hausmusik wieder zu Ehren komme.

Der Maler Mus 70 Jahre alt.

Der bekannte Maler unb Graphiker Fibus, mit feinem bürgerlichen Namen Hugo Hoeppener, ber seit Jahren in Waltersdorf im Kreise Weber» Barnim wohnt, wurde 70 Jahre alt. Zu seinem Geburtstage sind ihm aus Den Kreisen seiner Ver­ehrer und seiner Berufskameraden zahlreiche Ehren zuteil geworden. Fibus erfreut sich geistiger unb körperlicher Frische und betätigt sich auch im kultu­rellen Leben der Bewegung. Fidus, Der in symbol­haften Bildern nordische Menschen zur Darstellung brachte, ist in weiten Kreisen Durch seine völkisch eingestellten Kunstwerke bekanntgeworden. In vielen Familien findet man das BildLichtgebet". Im Heimatmuseum von WolterSdorf befinden sich meh­rere Werke von Fidus.

Kleine politische Nachrichten.

Das amtliche französische Gesetzblatt veröffentlicht eine Verordnung, die eine strengere lieber« wachungderNachrichtensendungen poli­tischer, wirtschaftlicher und finanzieller Art bei den privaten französisch en Rundfunksendern vorsieht. Die Sender sind verpflichtet, sich in enger Fühlung mit den amtlichen französischen Sendern zu halten unb täglich den genauen Wortlaut ihrer Nach- ridjtenfenbungen ber Runbfunkverwaltung mitzu- teilen.

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Nach einer Melbung ber Agentur Stefani sind die jüdischen Börsenmakler von allen ita- lienischen Börsen ausgeschlossen wor­den. Den Kommissionären und Vertretern jüdischer Rasse, denen der Zutritt zu den italienischen Börsen gestattet war, sind die Zutrittsausweise entzogen worden.

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Der B e i von Tunis weihte in Gegenwart des französischen Postministers und des französischen Ge­neralresidenten die arabischen Sendungen des neuen Großsenders Tunis ein. Der Bei ließ ber Regierung für die Errichtung des Senders danken.

Ministervräsident S p a a k soll im Außenpolitischen Ausschuß Der belgischen Kammer erklärt haben, bie Unabhängigkeitspolitik des Landes mache es erforder­lich, daß auch die belgisch-franzöfische Grenze befestigt würde, damit man das ge­samte belgische Gebiet verteidigen könne.

Aus aller Wett.

Heber 200 Todesopfer einer Taifunkalastrophe in Sübjapan.

Ein schwerer Taifun raste über Die japanischen Küsten. Besonders schwer wurde K a g o s ch i m a, an der Südküste Japans, betroffen. Bisher wurden über 200 Personen getötet und ver­mißt.

Aufregende Banbifenjagb in Marseille.

Der Marseiller Polizei ist es gelungen, fünf Mit­glieder einer berüchtigten Bande festzunehmen, Die sich u. a. auch an Dem am 22. September auf einen Postzug unternommenen Raubüberfall betei­ligten. Bei der Durchsuchung ber Wohnung Des flüchtig gegangenen Führers der Bande, eines ge­wissen Auguste Mela, Der wegen eines bewaffneten Uederfalls auf den Flugplatz von Lyon zum Tode verurteilt worden war, stieß bie Polizei mit zwei anderen Mitgliedern Der Bande zusammen, die sich unter Melas Bett versteckt hatten. Während sich Der eine der beiden Verbrecher ohne weiteres festnehmen ließ, bahnte sich der andere mit vorgehaltener Pistole einen Weg ins Freie. Im Verlaufe einer wilden Jagd durch die Straßen von Marseille wurde der flüchtige Bandit durch einen Revolverschuß so schwer verletzt, daß man an seinem Aufkommen zweifelt.

Geheimnisvoller Mord in Warschau.

Ein rätselhafter Kriminalfall hält die polnische Hauptstadt in Spannung. Dor einigen Tagen wurde ein junger Architekt, der in der Warschauer Gesellschaft eine große Rolle spielte und als sehr wohlhabend galt, in seinem Arbeitszimmer über Den Schreibtisch gebeugt t o t aufgefunden. Das Zimmer war verschlossen und der Schlüssel nir­gend aufzufinden, die Telephonleitung durch­schnitten. Sonst wies alles auf einen Selbstmord durch Vergiftung hin, so daß ber Leichnam zur Bestattung freigegeben wurde. Eine im lebten Augenblia auf Verlangen ber Kriminalpolizei durchgeführte Sektion brachte aber ein sensationel­les Ergebnis. Es wurde festgestellt, daß ber Archi­tekt durch einen Schuß aus einem Revolven klein­sten Kalibers erschossen wurde. Die Polizei ar­beitet fieberhaft, um Das Rätsel des Mordes im verschlossenen Zimmer zu lösen.

Vrandkatasirophe in einem polnischen Dorf.

In bem Dorfe Lubikowicze in Wolhynien äscherte ein Großfeuer 150 Wohnhäuser mit zahl­reichen Wirtschaftsgebäuden ein. Durch Den Brand sind weit über 100 Familien obdachlos geworden. In den Flammen kam auch viel Vieh um.

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