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Donnerstag, U.JuU 1958
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen)
162 Zweites Blatt
Rege Bautätigkeit in Gießen
Arbeit, wobei es sich
neuen
Hausen
(Aufnahmen |4] 9leu-
ufnahmen 4 Neu- Betrievsraume Dringen, oie aua, öui uuihumu« Gießener Anzeiger.) weiterter maschineller Anlagen dienen werden.
ner,
Dorothee
worden:
Unsere Hitler-Lungen im Nassauer Land
7,10 RM.
6,65 „
6,10 „
5,60 „
5,60 „
5,35 „
blaue Sorten 6,70 RM.
6,25 „
5,70 „
5,20 „
5,20 „
4,95 „
lange gelbe Sorten
7,50 RM.
7,05 „ ।
6,50 „ '
6,00 „ ।
6,00 „ 1
5,75 „
Kirchenplatz-Lindenplatz-Schloßgasfe im Gange. Hier ist eine mächtige Baugrube ausgeschachtet, an deren Ausmaßen der Umfang des künftigen großen Quergebäudes oom Lindenplatz her zum Kirchenplatz deutlich sichtbar ist; für das kleinere Anschlußgebäude an der Schloßgasse werden bereits die Maurerarbeiten in den ersten Anfängen durchgeführt. Bei diesem Bauprojekt werden in dem Quergebäude Dierzimmerwohnungen geschaffen, während in dem Gebäude an der Schloßgasse Drei- und Zweizimmerwohnungen zur Befriedigung des Kleinwohnungsbedarfs errichtet werden. Die Volkswohnungsbauten am Leimen-
merinnen bei Kaffee und Kuchen, gemeinsamen Liedern und Gesangsvorträgen einige schöne Stunden bereitet.
Stadtmitte ist zur Zeit, als Teil der Altstadt- kauterweg sind mittlerweile sertigzestellt und ,anierun7 I des große Wahnhausbau am auch schon bezogen worden. Dort haben die b». U . , ® .. < _ i. o : -Vs hmnen Bewobner der Baracken an der
Ne b e n st e h e n d: Ein Schaubild von dem geplanten Erweiterungsbau der Brauerei Denninghoff (Von der Schottstraße au- gesehen.)
Oben: Bild links oben: Wohnhausbauten an der Fröbelftraße.
Rechts oben: Bild vom Stand der Bauarbeiten in der Schwarzlach.
Unten rechts: Umfangreiche Wohnhausbauten am Tannenweg.
Links unten: Betriebserweiterungsbau der Molkerei Grieb.
tun am besten daran, ihr Geld den vorhandenen Kreditinstituten zur Verwaltung zu übergeben.
Frühkartoffel-Erzeugerpreise vom 14. —16. Juli.
Fwd. Durch Anordnung der HV. der deutschen Kartoffelwirtschaft sind für deutsche Speise-Frühkartoffeln bisher die folgenden, zeitlich gestaffelten Er- zeugerWpreise je 50 Kilogramm netto ausschließlich Verpackung frachtfrei Empfangsstation festgesetzt
herigen Bewohner der Baracken an der K a i s e r a l l e e, gegenüber der Kaserne, eine neue und bessere Unterkunft als bisher gefunden. Die Baracken sind jetzt bis auf weniae Raume bereits vollständig frei; sie dürften wohl schon in aller Kürze niedergelegt werden, um auch an dieser Stelle weitere Wohnhausbauten zu schaffen, bet denen es sich vor allem um zeitgemäße Dreizimmerwohnungen handeln soll.
Bei den Bauten sür Betriebszwecke handelt es sich um Bauunternehmungen der Firmen G i e« ßener Brauhaus A. und W. Denninghoff und der Milchzentrale Gebrüder Grieb. In beiden Fällen ist das Ziel, mit Hilfe dieser Bauten künftighin den betrieblichen Anforderungen noch besser als bisher gewachsen zu sein. Auf dem Grundstück der Brauerei Denninghoff entsteht an der Ecke Wernerwall-Schotfftraß^ Walltor ein neues Büro- und Wohnhaus, dem sich nach dem Wernerwall zu eine Erweiterung des Hauptbaues der Brauerei zugesellt. Das jchige Büro- und Wohnhaus wird nach der Fertigstellung des neuen Baues abgerissen und der Platz für die Erweiterung des Brauereibaues mitverwandt. Ferner entsteht an Stelle des bisherigen Holzschuppens am Wernerwall ein neuer massiver Bau für Be- triebszwecke. Der Erweiterungsbau der Milch- zentrale Gebrüder Grieb geht von dem bisherigen Betriebsgebäude an der Straße am Pfarrgarten aus unter Benutzung des großen Gartengrundstücks in der Richtung nach Oswalds- garten zu. Der Erweiterungsbau wird neue größere Betriebsräume bringen, die auch zur Aufnahme er-
Aus der Gladl Gießen
Juli-Bilderbuch.
Wer in diesen Wochen durch die Straßen der Gießener Stadtviertel schreitet, kann allenthal- ~ den die erfreuliche Wahrnehmung machen, daß die Bautätigkeit überall rege im Gange ist. Im Vordergründe des Bauens steht die Errichtung zahlreicher neuer Wohngebäude, u. a. auch im Zuge der Altstadtsanierung in der Stadtmitte, außerdem sind noch einige größere Bauten für Betriebszwecke im Entstehen begriffen.
Die Wohnungs- bautätigkeit tritt zur Zeit am stärksten in der Schwarzlach und im Eichgärtengebiet zutage. Im Laufe der letzten Monate ist eine ganze Reihe neuer Häuser im Zuge der Fröbel- st r a ß e, zwischen Curt- mannstraße und Volkshalle, ^entstanden und gegenwärtig im Stadium des letzten Ausbaues begriffen. Dicht unterhalb dieses neuen Straßenteils, in der Nachbarschaft des Arbeitsdienstlagers, 1 ist im weiteren Ausbau 1 des Tannenwegs
16. 6. —19. 6.
20. 6. — 26. 6.
27. 6. — 2.7.
4.7.— 9.7.
11.7. —13. 7.
Neue Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Giehen.
Wie die Industrie- und Handelskammer Gießen uns, mitteilt, hat der Herr Reichs- und Preußifche Wirtschaftsminister mit Erlaß vom 30. Ium 193« die Herren Emil Robert Niederhausen Gießen, Dr. Adolf Noll, Gießen, Friedrich Hofmann, Grünberg, zu Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer Gießen berufen. ,
Gietzener IDocbenmarttpreile.
** Professor D r. Gustav Baader, der Ordinarius für Forstwissenschaft an der Universität Gießen, hat einen Ruf auf den freien Lehrstuhl für Forsteinrichtung und Ertragskunde an der Forstlichen Hochschule Han n. - M u n d e n erhalten.
** 30Jahre Evangelische Frauenhilfe in Gießen. Bei zahlreicher Beteiligung beging die Evangelische Frauenhilfe in Gießen die Feier ihres 30jährigen Bestehens. Nach einem FestMes- dienst in der Stadtkirche mit der Festpredigt von Propst Knodt fand in der Turnhalle am Os- waldsqarten die Nachoersammlung statt Nach der Begrüßung der etwa 400 Frauen durch Frau Becker überbrachte Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r die Glückwünsche der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde und gab dabei eine kurze Schilderung über die Gründung und Entwicklung der Gießener Evangelischen Frauenhilfe. Frau Dr. Schmidt (Darmstadt) überbrachte den Gluckwunsch des Verbandes hessischer Evangelischer Frauenhilfen Im weiteren Verlaufe der Feier wurden den Teilneh
ilhelm Lange. ''..Ernst Blum. 1 für die Bilder; rJjans Thyriot für den übrigen er: Hans Beck, feigen: Theodor ck und Verlag; Lange, K.-G, rreis M. 2,05 der Illustrierten Pf. und Sams« 15 Pf. mehr. Septembei»1937
Kirberg, 13. Juli 1938.
„Sooo weit müssen wir heute noch marschieren?" fragt Helmut den neben ihm im Straßengraben liegenden Fahrtgruppenführer und Mißt die Entfernung zwischen zwei Orten auf der Karte ab. „Ja, wir müssen seh'n, daß wir bis Mittag bajmö und st noch ein warmes Mittagessen bekommen. ,Affen aufnehmen!" Schnell wird sich wieder marschbereit gemacht; einige humpeln hintenan, sie haben Blasen an den Füßen. Ein zackiges Lied reißt alle wieder empor, und bald wird auch das tief unten im Tal liegende Quartierdorf Wbar.
Nach der Anmeldung beim Bürgermeister erhalten die Fahrtengrnppen ihre Quartierfcheine und bekommen ihr Nachtlager angewiesen Die Darfiugend, die sich unterdessen gesammelt hat, begleitet die fütlermngen in die Quartiere. Nach dem Mittagessen und einer Ruhepause folgen Sport und Spiel oder Wanderungen in die Umgebung des Dorfes. 21m Abend nach dem Essen kommen die Hessen-Nassau- Fahrer mit ihrey Quartierleuten und der Jugend des Dorfes zum Kameradschaftsabend zusammen.
*
Am Tag des deutschen Liedes" in Nassau hat die Hitler-Jugend am letzten Sonntag ihren befon- deren Teil dazu beigetragen. Die gesamte ßager. Mannschaft des Zeltlagers Muhlbachtal m Starke von 260 Mann marschierte am Abend m Nassau- Scheuen zu einer eindrucksvollen Kundgebung auf °em Marktplatz aus. Nach einer Ansprache de- Lagerleiters fangen unsere Fahrtengruppen Lieder öer9 Lagergemeinschaft, Lieder der Marschkolonne, de Treue und Liebe. Die deutsche singende Jugend
Siefen spannen. _ , ,,
Oft lauert hinter der Stille, wenn sie zur lasten- d n Schwüle geworden ist, ein Wetter und wartet tut auf den Sturm, der ihm das Einfallstor auf- r ißt Aber zwischen dem Feueratem der Blitze und d m Gebrüll des Donners rauscht der Regen und tiänft die lechzende Erde und alles, was tn ihr wurzelt und lebt. Wundervoll zu wandern nach kviem Gewitter, wenn aus allen Poren des Landes teuc Kraft und Lebensfreude dampfen und die 1 üfte verschwenderischer und stärker wehen.
Schön ist der Juli mit all seinen Sommerextasen imi) kühlen Duschen. 1 •
Brief eines Ferienkindes.
Liede Mutti!
weiße, rote runde gelbe ~ Sorten
hat schon viele Lieder, die in ihrer Gemeinschaft geboren wurden und deren Dichter selbst mitten unter ihr in der HI. wirken. ..
Steil senken sich die bewaldeten Höhen abwärts zum Talkessel, in dem der schöne Ort Nassau liegt. Hier hallten die Lieder der Jugend am Sonntagabend durch die Straßen und Gassen. Nassau und die umliegenden Dörfer sind die letzten Orte, die wir abwärts der Lahn anwandern. Und hier entwickelt sich auch alle drei Tage ein neues Bild: während Abteilungen mit Sang und Klang aus dem Lager ziehen, marschieren andere unter der Obhut des Lagerleiters zu ihrem dreitägigen Zeltlager ein. (Tn.
Don Limburg bis Nassau, ap den vielen Windungen der Lahn entlang, in den Dörfern links und rechts der Lahn, weit in das Nassauer Land hinein wandern unsere Fahrtengruppen seit dem letzten Freitag. Aus der ganzen Fahrt haben wir bis jetzt regnerisches Wetter gehabt. „Erst die Ge- sundheit" ist das oberste Gesetz auf unserer Fahrt. Durch das freundliche Entgegenkommen der Bürgermeister und der Bevölkerung haben wir jeden Abend unser warmes Essen und unser Nachtlager im Stroh.
Gießener Pimpfe gehen auf Fahrt.
Am nächsten Montag werden 840 Pimpfe des Jungbannes 116 Gießen mit einem Sonderzug von Gießen nach dem unteren Lahntal abfahren, um von dort aus auf zu gehen. Arn Montagoor- mittag findet als Auftakt für die Großfahrt des Sommers 1938 ein Appell der Fahrtteilnehmer auf dem Platze vor der Alten Klinik statt.
L ^lkig, b-, SS* wfi i)Q)uI' Mit west.
19 • Teilweise Setter
iS w ®t«b morgens ®rab '«13. 3uli( S-n-14,0 Erad
Es ist sehr schön hier. Ich habe gut sWafen und bin um W? aufgewacht. Zum Frühstück gab . e warme Brötchen, darauf schmilzt die Butter. • iLnb was für feine Milch! Es ist ein kleines Mao- tpen hier, die heißt Inge und ist jetzt meine Freun iim. Wir haben Puppenwasche gehalten, dann hielten wir mit den Puppen. Meiner ging der Arm ab, Tante Elli hat ihn aber wieder ange- väht. Zum Mittagessen gab es Spinat! Es war <ud) eine Schiffschaukel da, heute geht weg. Wir haben auch schon in der Nidda gebadet. Es ist meistens em Lehrer da. Er hat gestgt, ich wurde Mt schwimmen. Ich kann Rückenschwimmen still cufs Wasser legen, Wassertreten und Kopstprung. Luherdem kann ich Eierkopfen, Fleisch schneiden Md alles Mögliche!! Neulich waren wir m Wlck- siodt, das ist ein richtiges Hof gut und wir sahen Schweinchen, von drei Tagen alt. Suß, mcht Die (Einen hatten noch nicht tue Augen Auf, am liebsten hatte ich eins mitgenommen. Em Knecht hat eins ausgenommen, und ich dürft s hatten und strei- «Helm Ich hatte so 'ne Angst, dicke Sau wurde sich auf die Kleinen legen, denn sie stand und die kleinen drängten sich an sie, f)u trinken. Wenn eine Schweinsmutter zu wenig Zipfel hat und zu iiel Junge, müssen die ubrichen Sterben!! In diesem Stall waren lauter Nlesenfanger und eine öüche, schöner wie wir zuhause haben. Die alte Sau schlief und daß sie nichts sah, legte sie ihr emes Schlappohr über die Augen. In einem anderen Stall waren 100 Kühe! Sie wurden grad genölten. Die Knechte Hefen barfuBbenc Schemel, der nur einen Fuß^r9pn tunben Die Schäfchen unb. das Pfohlen waren l-ider auf der Weide. Aber kälbchen waren da zum streicheln. Inge und ich haben es getan. Emen cmberen Tag waren wir mit bem Auto in Hillers- b-ad). Au fein! Es war ein Hunb mit.
1000 Grüße und Küsse .
Deine dich Hebende Bitta.
Dornotizen.
Tageskalender für Donnerstag:
Gloria - Palast (Seltersweg): „Scotland Yard streift ein."
* Gießen, 14. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück, 4 bis 9 Eier, deutsche, Klasse S 13, Klaffe A 12/-, Klasse 6 12, Klasse E 11/, Klasse D 10/, Enteneier 11/ bis 12/, £au_ ben 50 bis 60 Pf., junge Hahne, ^kg, :1,15 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1,05 M^k, Wirsing, grün, 10 bis 15, Weißkraut 12 bis 15 Rotkraut 30 gelbe Rüben, das Bündel 10 bis 12, / kg 20, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Ronuschkohl 8 bis 12, Bohnen, grün, 25 bis 55, Erbsen 15 bis 25, Tomaten 30 bis 70, Zwiebeln, das Bündel 10 bis 15, / kg 15 bis 18, Rhabarber 10 bis 15, Pilze bis 50 Kartoffeln, alte, 5, 5 kg 44 Pf , 50 3,30 bts 3,90
Mark, neue, / kg 8/ bis 9 Pf., 5 kg 85 bis 90, Pfirsiche, / kg, 50 bis 60, Himbeeren 50, Sauerkirschen 50, Stachelbeeren 25 bis ^5, Johannisbeeren 35 bis 45, Erdbeeren 45 bis 65, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 30 bis 45, Einmachgurken 5 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 8, Suppengrün 5, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf.
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Lm Juli wandelt die Sonne aus dem Zeichen des ; ßftbfes in das des Löwen hinüber. Darum weht emas vom Gluthauch der Wüste durch die heißen Mwochen, vor allem durch die am 23. beginnenden । Suiöstage, über deren Morgendämmerung das fieuergeftirn des Sirius funkelt.
Sn den Gärten prangt die Rose immer noch am Wrschwenglichsten. Ost sind Zäune und Mauern iibcr chüttet von den hell- und dunkelroten Bluten- hukaden der Kletterrosen, und über den Toren ran» tc; sie Triumpfbogen. Dahinter kredenzen Baum- uni) Büsche ihre Duftkelche in allen Farben. c-,uer3 und Moosrosen, Teerosen und Zentifolien lalern wie brennende Herzen. Doch bückt man sich orn tiefer hinab zu den flammenden Grasbuscheln h r Nelken, denen die Liebe des Volksmundes den ickinen Namen Federröschen schenkte. Neben ihnen bttinnt der Phlox seine leuchtenden Fackeln zu ent- zuiiden, tänzelt aus einzelnen schwanken Stengeln L zierliche Goldmohn, der in zerbrechlichen Mütenschalen die Sonnenstrahlen auffängt, grup= lüirt sich das bunt bemalte Löwenmaul Zu üppigen Sirä'ußen, behaupten die Stiefmütterchen und Maß- lirichen voll unermüdlichen Blüteneifers noch immer bei nämlichen Platz, wie feit den ersten Fruhlings- tncchen. Ueber sie alle hinaus sind wie Pappeln Arr Wiesenblumen, die Malven aufgeschossen, die fianten Riesinnen, als ob sie mit ihren kerzen- föen Schäften ihre Blüten direkt an der Sonne e^zünden wollten. Mit einem ihrer Blatter, die ftcrten Händen mit gespreizten Fingern gleichen, Hinten sie eine ganze Kolonne Sttesmutterchen zu- dicken, so groß sind sie. Ueber jedem Blatt treibt eie runde Knospe wie ein kleiner Ball hervor und ijr net sich zu -einer vollen Rosette, die wie die Lchtglocke eines Leuchtkörpers strahlt. Blute und zatt umzirken in anmutigem Ringeltanz den Schaft b,7 mächtigen Blume und wiederholen das ent- itfenbe Licht- und Schattenspiel bis zur Spitze
Licht und Schatten sind auch überall in der Land- sco t chöne und angenehme Kontraste. Einem grell konnten Wiesenweg folgt, von Baumwipseln hm- flixaubert, eine lange Inselkette dunkler Schatten, d> der Schwüle des staubigen Fußsteigs ihre lciende Kühle entgegensetzen und zu köstlicher Rast leien. Welche Erquickung, roemt dem brennenden Pirst noch die leise Musik eines kristallenen Quells etmortet und der Atem seiner feuchten Frsiche be- rchigend die erhitzte Stirne umweht! Wahrend iier den knisternden Aehren der Weizen- und Korn- ftler die Mittagsglut flimmert mie ein wirbelnder jl ückenschwarm, greifen sich die Gräser wie frisches innen an, das man sich mit Behagen zum Lager !rählt, nachdem man in langen Zügen aus dem Lei sich gestärkt.
Wasser ist das Begehrenswerteste unter dem $ mmel des Juli. Menschen und Tiere stürzen sich rät Wonne in seine Fluten, lassen sich schwimmend versprühen und tauchen, bis kein Plätzchen am eiinzen Leibe mehr trocken und ungekuhlt bleibt, taf bem Wasser zu pabbeln und rudern, die Lunge t-irchströmt vom herben Hauch schäumenden Wogen- fnlaas, bann in einer einsamen Uferbucht bas Boot V landen und in Sanb und Sonne gebettet aben- tmerlichen Träumen nachzuhängen, gehört zu den lp.chsten Genüssen, wenn unter wolkenlosem Himmel dr Wind schlummert. Manchmal lockt der Strand, twm Lanzenwald mannshohen Schilfs bewacht, zu märchenhaften Geheimnissen stiüer, abgenegelter Ueiher unb Seen, wo bie weiße Waßerrose und be qelbe Mummel wie liebliche Undinengesichter eus der Flut getaucht in die Sonne lächeln und ihre großen Blattschirme lockend über verschwiegene
** Vom schwarzen Geldmarkt. Immer wieder hört man von Fällen, in denen Volksgenossen, die ihr Geld nicht den berufenen Kreditinstituten übergeben, sondern es selbst ausleihen, hierdurch erheblich geschädigt werden. Ein besonders gefährliches Gebiet find die Beteiligungen als stille Gesellschafter usw. an Firmen, die man nicht kennt. Kürzlich ging in Rostock ein Prozeß gegen den Inhaber eines Verkehrsunternehmens zu Ende, der es verstanden hatte, mehrere Volksgenossen um erhebliche, zwecks „Beteiligung" hergegebene Betrage zu prellen. Es kann daher jedem Volksgenossen, der Spargeld ober sonstige Rücklagen anlegen will, nur größte Vorsicht bei solchen Geschäften angeraten werben. Zumal diejenigen, die in geschäftlichen und
finanziellen Angelegenheiten weniger erfahren sind, 14. 7. — 1b. /.
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Verkäufe
Ein ffiurf
ebenfalls eine ganze Reihe neuer Wohnhäuser in der -------
durchweg um die Schaffung von Kleinwohnungen Hannett, da gerade auf diesem Gebiete des Wohnungsbedarfs stärkste Nachfrage herrscht. Der Schaffung derartiger Wohnungen dient auch das große Bauunternehmen in der Schwarzlach, über das wir schon wie-derholt berichteten. Dort werden bekanntlich rund 300 Kleinwohnungen errichtet die bis jetzt zum Teil schon unter Dach gebracht sind, während in der Hauptsache überall die Rohbauarbeiten noch im Gange sind. In diesem Baublock werden angesichts der zahlreichen Hauser, Die mehrere Straßen umfassen werden, auch einige Läden geschaffen, da man es ja hier fast mit einem kleinen Stadtviertel zu tun hat. In der


