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Nr. Itl Drittes Blatt

(Siebener Anzeiger (General-Anzeiaer für Werheffen)

5reitag,i3.MaiM8

Aus der Stadt Gießen.

Das Eichhörnchen.

In tiefer Mittagsstille liegen die Wälder um den See. Man hört keinen Voael im Gezweig, Reh und Hase haben ihre Schlupfwinkel aufgesucht. Ich gehe über das weiche Moos, damit mein Schritt die Stille nicht stört. Da liegt vor meinen Füßen ein schöner junger Steinpilz, noch ganz frisch die Bruchstelle, er kann eben erst umgesallen sein. Ich habe schon welche in meinem Körbchen und will ihn dazu tun; da fahre ich erschrocken zurück, lieber mir erschallt ein lautes, heftiges Bellen, wie von einem kleinen Hund. Auf dem Ast der Buche sitzt ein Eichhörnchen, schaut zu mir hinab und schilt wütend, daß ich seinen Pilz nehmen will. Es hat ihn eben erbeutet und wollte ihn verzehren, als es durch mich gestört wurde. Das ganze Tierchen ist lebhafteste Erregung, -bie Krallen scheuern die Rinde, und unablässig erschallt das zornige Bellen.

Nein, ich nehme ihn dir nicht, kleiner Bursche, er ist dein rechtmäßiges Eigentum. Du sollst mich nicht am jüngsten Tag verklagen müssen. Auf die Stimme der Tiere wird dann nämlich das größte Gewicht geleat.

Man sagt Dir üble Dinge nach, du kleines, quick­lebendiges Wesen. Du sollst die Vogelnester be­rauben, dich nicht einmal mit Eiern begnügen, son­dern sogar die jungen Vögel nehmen. Es erheben sich auch Stimmen zu deinen Gunsten, aber ganz unschuldig bist du nicht. Nur, wie würde es uns ergehen, wenn wir jedes Abweichen vom rechten Wege mit dem Tode bezahlen müßten. Ist es dein roter Pelz, der dich so verdächtig macht? Schon unsere Dorfuhren trauten dir Böses zu. Dein Stammvater Ratatosk kletterte am Stamm der Weltesche auf und ab und trug böse Worte und Üble Zeitung vom Drachen Niddhog an der Wurzel zum Sonnenaar, der im Wipfel horstete.

In unserer Stadt hat man die Eichhörnchen fast ausgerottet. Es gab einmal viele in den Anlagen und in den Privatgärten. Sie spielten auf dem Rasen, haschten sich im Gezweig und trieben aller­lei fröhliche Kurzweil. Da saß eins auf der Mauer bei den Himbeeren, holte sich mit einer Hand zier­lich ein Zweiglein heran und ließ sich die saftigen Früchte gut schmecken. Sie kamen auf die Fenster­bank zum Dogelfutter, ja sogar ins Zimmer. In zierlich aufrechter Haltung, den buschigen Schwanz anmutig gebogen, saß eins auf dem Nähtisch, blickte sich mit seinen blanken Augen neugierig im Zimmer um und sah auf die arbeitenden Hände der Frau, die ihre innige Freude an dem Tierchen hatte. Oft leistete es der Einsamen Gesellschaft. Dann führte es das Holzdecherchen, in dem die Meisen ihr Futter bekamen, mit beiden Händen zum Munde, legte das so entnommene Hanfkorn auf den Hand­rücken und schälte es ab. Bald hatte es auch den Körnervorrat entdeckt; er stand in einer Büchse mit übergreifendem Deckel innen auf der Fenster­bank. Schnell hatte das Eichhörnchen gelernt, den Deckel au entfernen. Einmal wurde es überrascht, als es den ganzen Vorrat stehlen wollte. Es konnte mit der großen Büchse nur leider nicht über das eiserne Dorsatzgitter am Fenster hinweg.

Eichhörnchen kann man leicht zähmen, aber man darf sie nicht in Käfige sperren, sie brauchen die Freiheit und die Weite nötiger als irgendein andres Tier. Mit den Kindern der Natur soll man behut­sam verfahren, sagt Svend Fleuron. Wer sich nicht chineinversetzen kann in Wesen und Lebensbedin­gungen eines Tieres, ihnen Rechnung trägt und Opfer dafür bringen will, der nehme es nicht in feine Obhut, es bringt ihm Leiden und Tod. K.

Aornoiizen.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 20 bis 22.15 UhrCandida". Gloria-Palast, Seltersweg:Das Mädchen von gestern nacht". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Es leuchten die Sterne". Wettbewerb HJ.-Heim Gie­ßen: 16 bis 18 Uhr Ausstellung der Entwürfe in der Volkshalle (Empore). Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.

Stadttheater Gießen.

Heute abend findet die erste Wiederholung von Candida", Mysterium von Bernard Shaw, statt. Spielleitung Wolfgang Kühne. Bühnenbild Karl Löffler. Für die Rolle des Marchbanks wurde Wolf­gang Büttner von den Städtischen Bühnen, Frank­furt a. M., verpflichtet. Die Vorstellung findet gleich­zeitig als 31. Vorstellung der Freitag-Miete statt. An­fang 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Morgenfeier am Muttertag.

NSG. Am Muttertag, 15. Mai, findet vormittags 10.15 bis 11 Uhr eine Morgenfeier über alle Reichs- fenber statt, bei der die Reichsfrauenführerin sowie Reichsminister des Innern Dr. Frick sprechen werden. Die Umrahmung der Feier liegt in Händen der Frauenwerks-Iugendgruppen.___________________

(5<mteiter Sprenger zum Reichswerbe- und Opfertag.

NSG. Anläßlich der Reichswerbe- und Opfertage für das Deutsche Iugendherbergs- werk am 14. und 15. Mai erläßt Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger nachstehenden Aufruf an die Bevölkerung des Gaues Hessen-Nassau:

3n feinem großen Rechenschaftsbericht vor dem Reichstag stellte der Führer die einzigartige Leistung des deutschen Jugendherbergswerkes als vorbildliche sozialistische Einrichtung fest.

Das Jugendherbergswerk wird heute in der gan­zen Welt als Kulturstätte der Jugend anerkannt.

Acht Millionen deutscher und ausländischer Jugend konnten allein im vergangenen Jahr mit Hilfe der Jugendherbergen die Schönheiten Deutschlands er­wandern und erleben. '

Da die Anzahl der Jugendherbergen noch nicht ausreicht, sollen durch die Reichsstraßensammlung am 14./15 IHai dem Jugendherbergswerk zum Aus­bau neue Mittel zugeführt werden.

Der Ausbau dieses Werkes verdient die Unter­stützung aller Volksgenossen.

Kraftfahrer und Radfahrer meidet den Alkohol!

Ernste Mahnung der volizeidirettion Gießen.

Mit dem Frühjahr beginnen auch wieder die Volksfeste und Vergnügungen in allen Hegenden des Reiches. Die zunehmende Motorisierung und der zu­nehmende Radfahrverkehr bringen es mit sich, daß an derartigen Veranstaltungen auch viele Kraftfahrer und Radfahrer teilnehmen.

Feiern und Feste sind mit Genuß von Alkohol ver­bunden. Niemand wird frohen Menschen das ver­wehren wollen. Den Kraftfahrern und Radfahrern aber, die solche Feste feiern, liegt eine schwere Ver­antwortung ob. Es ist erwiesen, daß schon geringe Mengen von Alkohol die Fahrsicherheit beeinträch­tigen. Kraftfahrer und Radfahrer, die in angetrun­kenem ober gar betrunkenem Zustanbe mit ihren

Fahrzeugen fahren, gefährben sich unb ihre Mit­menschen. Wenn Fahrzeugführer nicht mehr zur sicheren Führung ihres Fahrzeuges in der Lage sind, mögen sie das Fahrzeug an Ort unb Stelle lassen unb es später abholen.

Die Polizeibeamten finb angewiesen, unnachsichtlich burchzugreifen, wenn betrunkene Kraftfahrer am Steuer von Kraftfahrzeugen ober betrunkene Rad- fahrer auf Fahrrädern betroffen werben. Strenge Bestrafung, bie Entziehung bes Führerscheines, Un­tersagung ber Führung von Fahrrädern und die polizeiliche Sicherstellung der Fahrzeuge droht diesen Fahrzeugführern.

Rege Bautätigkeit.

llebersichtlicher Eisenbahnübergang am Aulweg.

Die Arbeiten zur Verbesserung der Straßenver- hältnisse im Aulweg bei dem Bahnübergang am Riegelpfad haben gute Fortschritte gemacht. Nach­dem die Stadt den Aulweg etwa von der Höhe der Heyligenstädtschen Fabrik bis an die Bahnschranke am Schiffenberger Weg gradlinig ausgerichtet hat, wurde auch durch die Reichsbahn die Verlegung der Eisenbahnschranke am Aulweg um etwa 30 Meter in Richtung nach dem Stellwerkhäuschen zu durch­geführt. Damit ist eine Gefahrenquelle für den Verkehr unb ein erheblicher Uebelftanb beseitigt worden.

Noch ist die neue Perkehrsschranke nicht dem Ver­kehr übergeben, der Kraftwagen- und Fuhrwerks­verkehr ist gesperrt und. die Fußgänger können den alten Weg am Pförtnerhaus der Oberhessischen Werkstatt vorbei, der jetzt in einen breiten Kiesweg verwandelt ist, passieren. Die bisher dem Durch­gangsverkehr dienende unbenutzte Landzunge am Durchgangsweg und beim Pförtnerhaus ist in den Vorgarten des Pförtnerhauses einbezogen worden. Wenn die Schranke fertiggestellt und dem Verkehr geöffnet fein wird, dann ist dem starken Kraft­wagenbetrieb dort eine breite, übersichtliche Durch­gangsstraße geschaffen.

Die Bürgersteige zu beiden Seiten dieses Stra­ßenstückes sind verbreitert. Der Holzzaun an der Oberhessischen Werkstätte ist näher an das ehemalige Betriebswerk herangerückt, so daß ein bequemer Fußgängersteig entstand.

Durch die ganze Umgestaltung hat der Aulweg seinen, unschönen Wegcharakter verloren, und fein Straßenbild fügt sich ansprechend in die schonen Straßenoerhältnisse dieses Häuserblocks zwischen Stephanstraße unb der oberhessischen Bahn ein.

Oie Vorarbeit

für Kirchen- und Lindenplatz.

Nachdem in diesen Tagen die Pflasterdecke am Kirchen- unb Lindenplatz abgetragen wurde, sind nun die weiteren Arbeiten zur Umgestaltung dieser Plätze in vollem Gange. Das Gaswerk hat bereits die Rohrleitungen verlegen lassen. An der Stadt­kirche sind etwa auf der Hohe des Lichtkandelabers die Einebnungsarbeiten durchgeführt. Jetzt beginnt die schwierigere Arbeit der Einebnung der ehe­maligen Grundmauern der abgerissenen Häuser. Noch stehen die Mauerreste der ehemaligen Keller, aber fleißige Hände sind emsig daran, Stein um Stein abzutragen. Von der Oberfläche ist bereits der größte Teil der Steinblöcke zur Seite geschafft wor­den. Die neue Front des zu errichtenden Platzes ist von dem Blumfchen Möbelhaus bis hinüber zum Lindenplatz abgesteckt. Wenn erst die schwierigen Erdarbeiten durchgeführt, die Plätze eingeebnet und planiert fein werden, bann wirb die Ausgestaltung der Plätze, die eine Verschönerung des Stadtbildes ber Altstadt bedeuten, schneller fortschreiten können. Zunächst sollen die Arbeiten so gefordert werden, daß die Ausrichtung der Straßenbahngeleife erfolgen kann, damit der Fußgängerverkehr keine allzu große Stockung erfährt.

BOM. Mädelgruppe 3/116

Dien st befehl!

Betr. Sammlung: Zu der Sammlung am 15. Mai treten alle Mädel um 8 Uhr bei Möser, Ecke Seltersweg-Löwengasse, an.

Betr. Führerinnenbesprechung. Die nächste Führerinnenbesprechung ist am Dienstag, 17. Mai, von 19.30 bis 20.30 Uhr auf dem Unter­gau. Erscheinen ist Pflicht.

Die Führerin ber Gruppe 3/116.

Reisende, beachtet den neuen Fahrplan

LPD. Mit bem 15. Mai tritt ber Sommerfahrplan ber Reichsbahn in Kraft, ber abgesehen von der großen Zahl neuer Züge auch sonstige entschei­dende Aenderungen aufweist, wie z. B. wesentliche Verschiebung ber im Fahrplan bestehenben Züge, Be­seitigung ber Aufenthalte bei wichtigen Fernschnell­zügen unb örtlichen Eilzügen, Wegfall bisher be- stehenber Anschlüsse usw. Es empfiehlt sich, zur Ver- meibung von Fehlfahrten unb Anschlußversäum­

nissen, besonbers an ben Tagen vom 14. auf ben 15. Mai, b. h. währenb ber Ueberleitung bes alten Fahrplans in ben neuen, befonbere Vorsicht walten zu lassen unb sich vor Antritt der Reise genau nach dem Fahrplan zu erkundigen.

Freiwillige für die Kriegsmarine.

Die Kriegsmarine stellt zur Besetzung ber Kriegs­schiffsneubauten (Schlachtschiffe, Kreuzer, Zerstörer, U-Boote) zu Beginn jedes Halbjahres Freiwillige für den Flottendienst ein. Die Dienstzeit beträgt 4%, bis 5 Jahre, für Freiwillige, die zum Unterofsizier befördert werden, 12 Jahre unb mehr.

Die Freiwilligen müssen beutsche Reichsanaehorige unb beutschblütiq, ipehrroürbig unb unbescholten, nach marineärztlichem Urteil tauglich, unverheiratet und bei (Eintritt mindestens 17 Jahre alt sein. Be­werber mit handwerklicher Vorbildung (Schlosser, Elektriker, Mechaniker, Schmiede usw.) werden be­vorzugt.

Das Einstellungsgesuch ist mit Freiwilligenschein (bei schon Gemusterten mit Wehrpaßauszug) und

selbstgeschriebenem Lebenslaus zu richten an den 2. Admiral ber Ostseestation (Einstellung) in Kiel ober an ben 2. Abmiral ber Norbseestation ((Einftets lung) in Wilhelmshaven.

Näheres enthält basMerkblatt für ben Eintritt in bie Kriegsmarine", zu beziehen burch bie Wehr« melbeämter

Noch Einstellungen bei der Motorsportschule des NSKK.

NSG. Zum 33. Lehrgang der Motorsportschuls bes NSKK. in Helsa bei Kassel, ber in ber Zeit vom 8. Juni bis 14. Juli stattfindet, können noch Män­ner eingestellt werben. Melbungen finb umgehend an NSKK.-Motorgruppe Hessen, Frankfurt a. Dh, Linbenstraße 7, zu richten.

Für ben Besuch ber Schule werben nur Männer Fugelassen, bie noch zu zweijähriger Dienstzeit bet Der Wehrmacht herangezogen werben, ober sich freie willig gemelbet haben. Es kommen in erster Linie Gemusterte und Freiwillige ber motorisierten und teilmotorisierten Truppenteile bes Heeres, der Mae rine unb ber Luftwaffe in Frage. Aber auch Män<- ner anderer Truppenteile, die bei den motorisierten Truppenteilen als Fahrer eingeteilt werben wollen (Schlosser usw.) können, soweit Plätze vorhanden^ berücksichtigt werden. Männer älterer Jahrgänge, die nur zu kurzfristigem Militärdienst herangezogen werden, sowieuntaugliche",zeitlich untaugliche" unbbedingt taugliche" und solche Männer, bis ihren Militärdienst bereits abgeleistet haben, können nicht einberufen werden. Dem Bewerbungsgesuch ist ber Musterungsausweis (Wehrpaß ober beglau­bigter Wehrpaßauszug), ober Annahmeschein bes Truppenteils beizufügen. Die Papiere werden von ber Motorgruppe nach Einsicht sofort zurückgesandt.

Die Teilnehmer an den Lehrgängen der Motor­sportschulen erhalten freie Unterkunft, Verpflegung. Heilfürsorge unb ein Taschengeld von 40 Rpf. für jeden Tag. Die Fahrkosten 3. Klasse (50 v. H. Er­mäßigung auf Grund einer von der Inspektion ber Motorsportschulen des NSKK. ausgestellten Beschei« nigurtg) werden für Hin- unb Rückfahrt erstattet. Außerbem werden Bekleidung und Ausrüstung von der Motorsportschule für die Dauer des Lehrganges gestellt. Die Beurlaubung aus einem Arbeitsoer- hältnis zu den Lehrgängen findet nach dem Ge­setz über bie Beurlaubung von Angestellten und Arbeitern für Zwecke der Leibeserziehung vom 15. Februar 1935 statt.

Nach dem 33. Lehrgang finden noch folgend« Lehrgänge statt: 34. Lehrgang vom 4. August bis 10. September, 35. Lehrgang vom 19. September bis 27. Oktober, 36. Lehrgang vom 7. November bis 16. Dezember, 37. Lehrgang vom 4. Januar bis 9. Februar 1939, 38. Lehrgang vom 16. Februar bis 25. März 1939.

Eineinhalbjähriger Konfirmanden« unterricht auch in Hessen-Nassau.

EPNH. Das Landeskirchenamt der evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen hat eine Verordnung erlassen, nach der der lV2jährige Konfirmanden« unterricht auch in unserem Kirchengebiet pflicht- mäßig eingeführt wird. Für die Ostern 1939 zur Konfirmation kommenden Kinder soll sofort mit dem Konfirmandenunterricht bei wöchentlich zwei Stun­den begonnen werden. Für die Kinder, die Ostern 1940 konfirmiert werden, soll nach den Herbstferien ein wöchentlich einftünbiger Vorkonfirmanbenunter- richt eingerichtet werden. Im Gesetz- unb Verord­nungsblatt heißt es hierzu u. a.:Der Konfirman- denunterricht ist vor allem Tauferinnerung. Dabei muß der Konfirmanbenunterricht zur bewußten Gliebfchaft ber Kirche erziehen, zu ihrer Bibel, ihrem Lieb, ihrem Gottesbienst... Diese kirchliche Unterweisung der Jugendlichen wirb einer lehrhaf­ten Prägung nicht entbehren können, wie sie vor­nehmlich in benHauptstücken" bes Katechismus ihren Niederschlag gefunden hat. Die Unterrichts­stunde wird stets echtes seelsorgerisches Gespräch sein müssen, durch das die jungen Seelen in die Ver­antwortung vor Gott gestellt und zu opferfreu­digem, aus ber Kraft Christi fließenden Einsatz in­mitten der deutschen Volksgemeinschaft befähigt werden." Mit dieser Regelung ist die Ordnung bes Konfirmanbenunterrichts auch in Nassau-Hessen den Verhältnissen im übrigen Reichsgebiet angeglichen worden.

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Samstag, ben 14. Mai 1938, 20 Uhr:

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