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gruppe Gießerei-Industrie an, er ist weiter stellver­tretender Dorsitzer des Aufsichtsrats der Boden- und Werkstoff-Forschungsgesellschaft m. b. j). Hessen-Nas­sau. 1927 wurde er in den Aufsichtsrat der Com­merz- und Privatbank, Berlin, und 1936 in den der Harpener Bergbau AG-, Dortmund, gewählt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Breuer-Werke G.m.b.H.,'Frankfurt a. M.°Höchst, betreut er auch dieses Unternehmen.

Früher war er Stadtverordneter, jetzt ist er Rats­herr der Stadt Wetzlar. Er war auch Mitglied des ehemaligen Kreistages und des früheren Rheinischen Prooinzial-Landtages. Neuerdings ist er stellver­tretender Vorsitzender des Lahn-Kanalvereins. Die Verdienste für die Öffentlichkeit und um das Ge­meinwohl fanden Anerkennung durch Verleihung des Titels eines Kommerzienrates seitens des Bayeri­schen Staatsministeriums für Handel, Industrie und Gewerbe im Jahre 1924 und des Titels eines Dok­tor-Ingenieurs ehrenhalber durch Rektor und Senat der Technischen Hochschule Darmstadt im Jahre 1927.

NS.-GemelnschastKraft durch Freude-.

Theatervorstellung.

Samstag, den 16.4.1938, 20 Uhr, Gruppe I: Land des Lächelns-

Operette von Franz Lehär.

Karten zu 1, und 1,20 RM. sind in der Ver­kaufsstelle, Seltersweg 60,Erhältlich. 2497D

IM.-Untergau 116, Gießen.

Iungmädelaufnahme und Jungmädelüberweisung.

Am 19. April findet in allen Standorten die feier­liche Aufnahme des neuen Jungmädeljahrganges statt. Die Eltern werden zu dieser Feier eingeladen. Wo möglich, wird die Feierstunde gemeinsam mit den Pimpfen durchgesührt. In Standorten, in denen keine ordentliche Lautsprecheranlage vorhanden ist, wird die Botschaft des Reichsjugendführers verlesen.

Die Ueberweisung der Jungmädel in den BDM. findet ebenfalls standortweise am 20. April statt. Die Feiersolge haben die JM.-Standortführerinnen erhalten, sie sehen sich sofort mit ihren betreffenden BDM.-Standortführerinnen in Verbindung.

Die Ausnahmefeier des Standorts Gießen findet am 19. April, um 18 Uhr, auf dem Brandplatz ge­meinsam mit den Pimpfen statt.

Besprechung

der J7N.-Gruppenführerinnen 1 bis 4/116.

Die JM.-Gruppenführerinnen 1 bis 4/116 kom­men heute, Dienstag, um 17 Uhr, zu einer wichtigen Besprechung auf die Dienststelle des Untergaues.

Besichtigung durch die Obergäuführerin anläßlich des Gruppenleistungskampfes.

Im Leistungskampf des Obergaues 13 ist die JM.-Gruppe 5/116 Lollar als beste Jungmädel­gruppe im Untergau gewertet worden. Sie ist außerdem'in die engere Wahl der obergaubesten

IM.-Gruppen gekommen. Am Mittwoch, 13. April, hat die Obergauführerin Else Riese um 18 Uhr einen Gruppenappell auf der Staufenburg angesetzt. Alle Standorte erscheinen mit Aufhebung aller Beurlaubungen in tadelloser Klust zu der von der Gruppenführerin angesetzten Zeit in Staufenberg.

Kurzschrift und Maschinenschreiben.

Von der Deutschen Arbeitsfront wird uns ge­schrieben: Die Uebungsstätten der Deutschen Arbeits­front sind Teile der örtlichen Berufserziehungswerke. Sie stellen die höchste Stufe der Kurzschrift- und Ma- schinenschreib-Uebungen dar, die in methodisch ge­ordnetem Aufbau bei den Lehrgemeinschaften für Anfänger (K I und M I) beginnen, sich in den Stufen der Fortbildungspraxis weiter ausbauen (KII und MII) und dann über die Lehrgemeinschaften für Eilschrift (KIII KV) und Maschinenschreiben (M III) zur Vereinigung der tüchtigsten und inter­essiertesten Teilnehmer dieser grundlegenden Lehr­gemeinschaften führen mit dem Ziele, die höchste Stufe in der Kurzschrift und im Maschinenschreiben zu erreichen. Das gelingt durch die gemeinsame Arbeit, durch Leistungswettbewerbe im besten Sinne, durch gegenseitigen Ansporn und kameradschaftliche Unter­stützung des Nachwuchses durch den bewährten Prak­tiker innerhalb der Uebungsstätten der DAF.

In den Uebungsstätten der DAF. sammeln sich die Volksgenossen, die 1. in der Kurzschrift und dem Maschinenschreiben vorankommen wollen, 2. schon gute Leistungen vorweisen können und diese durck praktische Uebungen noch zu steigern versuchen, und

Geschästsbeirieb an -en Oflerseienagen.

Mitteilung von der potizeidirettton Sichen.

Im Handelsgewerbe dürfen offengehalten werden: Bäckereien am 1. Feiertag von 14 bis 17 Uhr; Konditoreien von 14 bis 17 Uhr; Metzgereien für den Verkauf von Fleisch und Wurstwaren am 1. Feiertag von 8 bis 10 Uhr; Blumenhandlungen und Gärtnereien (als Handelsbetrieb) an beiden Feiertagen von 9 bis 13 Uhr; das Austragen von Blumen ist gestattet am 1. Feiertag von 9 bis 13 Uhr und am 2. Feiertag von 9 bis 16 Uhr; Friedhofsgärtnereien nur am 1. Feiertag von 8 bis 12 Uhr; Milchhandlungen jedoch nur zum Verkauf von frischer Milch und Sahne von 8 bis 11 Uhr; Speiseeis- und Kaffeewirtschaften für den Verkauf von Speiseeis über die Straße von 10 bis 19 Uhr; Verkauf von Obst, Blumen, Backwaren (Brezel, Salzstengel, Mohnstengel, Zwieback, Hartekuchen und Makronen), Süßigkeiten, Kastanien und Speise­eis auf öffentlichen Straßen und Plätzen jedoch nur von einem festen Standplatz aus von 11 bis 19 Uhr; Verkauf von Brezeln, Salzstengeln, kleinen Back­waren, Süßigkeiten, Kastanien und Blumen in Wirtschaften hausierend von 11 bis zu der für Gast­stätten gültigen Polizeistunde; Zeitungsgroßhand- lungen am 1. Feiertag von 6 bis 10 Uhr; Verkauf von Druckschriften auf öffentlichen Straßen und Plätzen und in Wirtschaften hausierend von 6 bis 23 Uhr.

In Industrie und Handwerk darf ge­arbeitet werden: Bäckereien und Konditoreien am 2. Feiertag während einer Stunde in der Zeit von 4 bis 21 Uhr zur Vorbereitung des Werktagsbe­triebes: Blumen- und Kranzbindereien am 1. Feier­tag von 8 bis 13 Uhr; in Werkstätten für Kraft­fahrzeuge dürfen Gefolgschaftsmitglieder Über acht­zehn Jahre an allen Sonn- und Feiertagen mit dem Abschleppen und Bergen beschädigter Fahrzeuge, dem Ein- und Ausfahren der Fahrzeuge und mit der Wiederherstellung deren Fahrbereitichaft unter besonderen Bedingungen, die bei der Polizeidirek­tion (Gewerbeabteilung) zu erfahren sind, beschäftigt werden; Einstellhallen für Kraftfahrzeuge Gara­gen sowie Tankstellen zur Abgabe von Betriebs­stoffen, Ersatzteilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge unbeschränkt; Photograpyengewerbe nur am ersten Feiertag von 11 bis 15 Uhr; Molkereien und Milch- großhandlungen zur Belieferung der Kundschaft mit frischer Milch und frischer Sahne von 8 bis 12.30 Uhr; Friseurgewerbe am 1. Feiertag von 8 bis 11 Uhr; Badeanstalten bis 13 Uhr.

Innerhalb der zulässigen Geschäfts- und Be­triebszeiten dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter beschäftigt werden.

3. dem Nachwuchs durch ihre Erfahrung kamerad­schaftlich zu helfen bereit sind.

Wir rufen wiederholt alle Volksgenossen, für die das Schreibgerät zum täglichen Handwerkszeug ge­hört, oder die sich diese Berufe ausgewählt haben, auf: Besucht die Lehrqemeinschaften und Aufbau­kameradschaften eurer Berufe, arbeitet an der Lei­stungssteigerung eurer beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse. Kommt in die Uebungsstätten der Deut­schen Arbeitsfront, die der Führer euch geschaffen hat. Die neuen Lehrgemeinschaften und Aufbaukame­radschaften beginnen sofort nach Ostern.

Zerienkind bringt Freude ins Haus.

NSG. Die Kinderheime für die Jugenderholungs­pflege reichen knapp aus, um die Kinder, deren Er­holungszeit unter ärztlicher Beobachtung stehen muß, aufnehmen zu können. Die Aufnahme von Jungen und Mädel, die lediglich einer vorbeugen­den Erholung bedürfen, ist daher nur in beschränk­tem Umfang möglich. Hier kann nur die opfer­bereite, einsichtige Mitarbeit des gesamten Volkes Hilfe bringen. Eine wesentliche Rolle fällt dabei der Freistellenwerbuna zur Kinderlandverschickung zu. Kinder, die in Landpflegeftellen, also einzeln in Familien untergebracht werden, sind zwar nicht krank, bedürfen aber einer Auffrischung ihrer Kräfte. Das Ferienkind der NSV., das so für Wochen in eine andere Umgebung gestellt wird, wird sich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch erholen können. Es lernt fein weites deutsches Vaterland kennen und lieben, Anregungen aller Art treten heran, die es geistig verarbeiten muß. Und vergessen wir eines

nicht: Ein Ferienkind bringt auch Freude in das Haus seiner Pflegeeltern. Darum sollte jede Familie, die es ermöglichen kann, sich der dankbaren und schönen Mühe unterziehen, für einige Wochen einem Ferienkind Erholung und Freude zu schenken.

Musikalische Abendfeier in der Zohanneskirche.

Am Karfreitag, 15. April, 20 Uhr, findet die 28. Musikalische Abendfeier statt. Im Mittelpunkt die­ses Abends stehen dieSieben Worte Christi" in der Vertonung von Heinrich Schütz, ein Werk für Solostimmen, Chor. Streichinstrumente und Orgel. Die Vortragsfolge bringt noch ein Duett von Hch. Schütz und von I. S. Bach die ArieKomm süßes Kreuz" aus der Matthäuspafsion und die großen Variationen für Orgel über den ChoralSei ge- grüßet Jesu gütig". Die Solopartien werden von E. Fleischhauer, Baß; F. Saun, Tenor; I. Adam, Alt; M. N e b e l i n g, Sopran, gesungen. Die Leitung hat Johs. N e b e l i n g.

Siebener Dochenmarktprefie.

* G i e ß e n , 12. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das StüL.5 bis 10, Eier, deutsche, vollfrisch, Klasse S 13, Klasse A 12^, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Wirsing, X- kg 15 bis 18, Weißkraut 12, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unterkohlrabi 8, Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, kg 40 bis 50, Zwiebeln 15 bis 18, Meerrettich 35 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Aepfel, ^kg 12 bis 35 Pf., Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blu­menkohl 25 bis 50 Pf., Salat 10 bis 25, Lauch 5 bis 12. Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 12 bis 15 Pf.

*

** Bestandenes Steuermanns-Exa­men. Ein Sohn unserer Stadt, Konrad Sänger (Sohn des Lokomotivführers H. Sänger, Frankfurter Straße 147), bestand an der Hamburger Steuer­mannsschule das Examen als Seesteuermann für große Fahrt mit Erfolg und Auszeichnung. Steuer­mann Sänger hatte in Gießen die Oberrealschule besucht, war dann im Bankfach tätig, sattelte aber in der Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs um, wurde noch mit 20 Jahren Schiffsjunge in der Han­delsschiffahrt (auf dem SegelschiffMerkur") und hat sich nun in feinem neuen Beruf diese aussichts­reiche Stellung erworben.

** Arbeitsjubiläen. Dieser Tage konnte der Ofenmaurer Ludwig Hahn aus Großen- Buseck in der Gießereiabteilung der Firma Bän- ninger G.m.b.H., Gießen, auf eine 25jährige Tätig- , feit zurückblicken. Wie üblich, versammelten sich wieder vormittags gegen 9 Uhr die Leiter der Firma und die Arbeitskameraden an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten Feier. Hierbei wurden Herrn Hahn durch den Betriebsführer, Herrn Karl Bänninger, besonderer Dank und Anerkennung für die in 25

Abenteuer in Paris.

Roman von Hans Hirthammer.

Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.

32. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!)

Mit Gewalt redet sie sich schließlich ein, daß alles gut gehen wird, wie es bisher gut gegangen ist. Sie weiß, daß ihr mehrere Polizisten folgen, sie fühlt die Alarmpfeife in ihrer Tasche es kann nicht schief gehen, alles wird sich verabredungsge­mäß abspielen.

Czibulka legt den Arm um ihre Hüfte, und sie muß es geschehen lassen, um ihn nicht mißtrauisch zu machen. Aber ihre Gedanken sind bei Heinz Stadler.

Was würde sein, wenn sie diese Aufgabe zu seiner Zuftiedenheit gelöst hatte? Würde er fühlen, daß sie ihn liebte? Oder würde er sie nach einigen freundlichen Worten des Dankes wieder vergessen?

Was auch kommen mochte Pawla Werzewna weiß, daß sie das Bild des geliebten Mannes nie mehr aus ihrem Herzen wird verbannen können.

Die nächste Querstraße ist schon der Boulevard Madeleine!" erläutert Czibulka, nachdem sie eine ganze Reihe von Straßen durchschritten haben. Dort ist meine Wohnung. O Liebste, wie glück­lich du mich machst!"

31.

Können Sie sich erklären, was dieser Unfug zu bedeuten hat?" Heinz Stadler deutet mit einer Kvpfwendung auf den immer stärker werdenden Aufruhr.

Paul Sacher zuckt die Schultern, aber es ist etwas in seinem Gesicht, was Heinz nicht aefallen will. Ist sein Mißtrauen von neuem erwacht, ver­mutet er etwa, daß Heinz Stadler bei dieser Sache die Hand im Spiele hat?

Während Heinz noch darüber nachdenkt, kommt ein übel aussehender Bursche ins Lokal und tritt an den Tisch.Sind Sie Herr Czibulka?"

Nein!" erwidert Sacher erstaunt.Mein Freund ist bereits weggegangen. Wollten Sie etwas von ihm?"

Nichts weiter!" sagt der Angekommene mit einem haßerfüllten Seitenblick auf Heinz Stadler. Fred Peggs schickt mich. Ich soll Ihnen sagen, daß draußen eine Anzahl Polypen herumkungern. Ihr Freund Larrings ist gerade noch durchgekom­men, nachdem er eine Strecke weit verfolgt worden war. Und Sie sollen sich vor dem angeblichen

Maquinot und vor der Dame im roten Kleid. in acht nehmen, das sind zwei Polizeispitzel. Und die Leute hier sind alle von Fred Peggs und werden Sie heraushauen, obwohl Sie sich an die Ab­machung von heute abend nicht mehr zu erinnern scheinen. Ich soll Ihnen sagen, wenn lemanö mit Fred Peggs eine Verabredung trifft, dann bleibt es dabei, und er läßt sich von Ihnen nicht zum Narren halten!"

Heinz Stadler weiß, daß nun der Augenblick des Handelns gekommen ist. Welch ein Glück, daß Pawla Werzewna mit ihrem Opfer gerade noch rechtzeitig das Lokal verlassen hat!

Paul Sacher sitzt da und bringt kein Wort her­aus. Er starrt Heinz entgeistert an.Ist das wahr?" stammelt er endlich.Sie sind also doch von der Polizei? Und das Mädchen, das mit Otto weg istT Paul Sacher scheint die Nerven vollkommen verloren zu haben.

Heinz kümmert sich nicht um ihn. Er steht lang­sam auf und mißt Peggs' Boten von oben bis unten.Warum kommt er nicht selber, Ihr mutiger Herr und Meister?" fragt er so laut, daß es auch die anderen im Lokal vernehmen können. ,^>at wohl nicht die Courage dazu, wie?"

Es ist auf einmal mäuschenstill geworden. Wie auf Befehl haben die Gäste ihre Unterhaltung ein­gestellt und blicken mit gespannten Mienen auf Heinz Stadler. Verschiedene der entfernter Sitzen­den stehen auf und kommen langsam näher.

Der Bote von Fred Peggs, der seine Leute hin­ter sich weiß, nimmt eine herausfordernde Haltung ein.Halten Sie das Maul, Sie gemeiner Lump! Wenn Fred Peggs--"

Weiter kommt er nicht mehr, denn Heinz knallt ihm eine, daß die Funken sprühen.

Das ist natürlich das Signal, und im nächsten Augenblick ist der Teufel los. Es ist, als hätte die ganze Meute etwas von Stadlers Ohrfeige mit ab­bekommen. Alles springt auf und dringt johlend und fluchend auf Heinz ein.

Der steht wie ein Baum, und auf einmal blitzt eine Pistole in seiner Rechten.

Aber bevor er sie gebrauchen kann, haben sich drei, vier, fünf Kerle auf ihn gestürzt und ihm die Waffe aus der Hand geschlagen.

Em mörderisches Ringen beginnt.

Es gelingt Heinz, dank seiner Bärenkraft, die Kerle abzuwehren, aber schon sind andere da. Heinz wirft den Haarschopf zurück, und seine Augen blitzen und seine Fäuste teilen Kinnhaken aus, soviel sie nur hergeben können.

Aber Stadlers Kräfte erlahmen allmählich

kein Wunder angesichts so vieler Gegner, die ihn unentwegt angreifen.

Schon ist er nah daran, den aussichtslosen Kampf aufzugeben, da endlich klingt das heißersehnte Signal an sein Ohr. Die Alarmpfeifen der Polizei gellen an der Drehtür auf.

Razzia!

Es ist, als feien Stadlers erschöpfte Kräfte plötz­lich erneuert worden. Mit einer wahren Wonne be­ginnt er aufs neue darauf loszuschlagen.

Als die Angreifer nun auch hinter ihrem Rücken ein wachsendes Kampfgetümmel vernehmen, wer- den sie unsicher. Eine Razzia ist eine verteufelt un­angenehme Sache, und da die meisten das eine und andere auf dem Kerbholz haben, ziehen sie es vor, von Heinz Stadler abzulassen und sich nach einer Fluchtmöglichkeit umzusehen. Und auf einmal ist die unscheinbare Hintertür, die vorhin von Czibulka und seiner Begleiterin benutzt worden war, das heiß­ersehnte Ziel der tapferen Kämpfer geworden.

Aber Heinz Stabiler hat die Gefahr sofort er­kannt. Mit ein paar verwegenen Sprüngen er- reicht er die Tür, lehnt sich gegen-die Füllung, greift sich ein solides Stuhlbein und schwingt es unternehmungslustig gegen die Anstürmenden.

Schritt um Schritt erkämpfen sich indessen die Beamten den Weg nach innen.

Tische werden umgeworfen. Stuhlbeine sausen gleich Tomahawks durch die Lust, Glühlampen zer­knallen, ein großer Wandspiegel wird im Trubel der Schlacht eingedrückt.

Bevor Heinz Stadler von der Uebermacht der Andrängenden zerquetscht wird, gelingt es ihm, auf einem neben der Tür stehenden Tisch zu springen, und nun drischt er mit seinem Stuhlbein neuerdings auf die Köpfe seiner Gegner ein.

Sie suchen seine Füße zu greifen, um ihn zu Fall zu bringen. Aber bis es ihnen gelingt, ihn vom Tisch zu zerren, kommt eine unerwartete Hilfe.

Die Tur, die Heinz mit solcher Zähigkeit ver­teidigt hat, wird aufgerissen, und eine ganze Ab­teilung Polizisten bringt mit gezückten Pistolen in den Saal ein. Sie kommen gerade noch recht, um Heinz Stadler den Fäusten des wütenden Hausens zu entreißen.

Einige Schreckschüsse tun bas ihrige, um die Meute zum Zurückweichen zu veranlassen. Die Ver­brecher, von zwei Seiten wie von einer Zange ge­faßt, werden in der Mitte, des Raumes zusammen- getrieben. Sie sehen das Aussichtslose ihrer Lage ein und ergeben sich. Trupp um Trupp wird in sicherer Bedeckung abgeführt.

Nun erft finden die Beamten Zeit, ihrem deut- scheu Kollegen die Hand zu schütteln. Der Führer

der Razzia klopft ihm kameradschaftlich auf die Schulter.Es war ein verdammtes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Sie find doch nicht zu Schaden gekommen?"

Heinz Stadler befühlt vorsichttg den Kopf.Bis auf einige Beulen und etliche blaue Flecke an ver­schiedenen Körperteilen scheine ich heil geblieben zu fein. Das habe ich allerdings den braven Leuten zu verdanken, die im letzten Augenblick fo unvermutet durch die Hintertür tarnen und mich heraushauten."

Ja, ach stand vorn am Eingang und sah gerade noch rechtzeitig, wie man Ihnen zusetzte. Da wir keine Möglichkeit hatten schnell genug zu Ihnen vorzudringen, schickte ich eine Abteilung los, um Ihnen durch die Hintertür Hilfe zu bringen. Aber sagen Sie, wo ist eigentlich die junge Dame geblieben, von der Sie uns berichteten? Sie gaben die Weisung, daß mir sie bei ihrem Weggehen im Auge behalten und ihr folgen sollten. Die Leute, die ich mit dieser Aufgabe beauftragt hatte, haben die Dame nicht gesehen."

Heinz Stadler erblaßt.Um Gottes mitten! Pamla Werzewna hat das Lokal durch die Hinter­tür verlassen, in der Begleitung Czibulkas, des An­führers der Jumelenräuber! Ich bitte Sie, lassen Sie sofort nach ihr suchen! Sie ist in der größten Gefahr!"

Der Beamte macht ein ebenso bestürztes, wie mutloses Gesicht.Suchen lassen? Ohne irgendwelche Anhaltspunkte, wo sie sein könnte? Das ist ja aus­sichtslos! Mon dieu. Sie sehen mich verzweifelt, lieber Kollege!"

Es muß etwas unternommen werden! Die junge Dame ist meine Braut. Ich beschwöre Sie, Colonel, veranlassen Sie etwas! Czibulkas Woh« nung muß ausfindig gemacht werden. Pawla be­findet sich dort in der Gewalt dieses Schurken. Sie können sich denken, was ihr droht. Ich habe sie Der* anlaht, sich dorthin zu wagen. Ich habe ihr aus­drücklich versichert, daß sie keine Angst äu haben braucht, daß die Polizei zur Stelle ist, sobald sie das Signal gibt. Ich bitte Sie nochmals, Colonel, helfen Sie mir, Pawla zu finden! Alles, was wir hier unternommen haben, wäre zwecklos, wenn es uns nicht gelingt, Pawla Werzewna aus den Klauen Czibulkas zu befreien."

Colonel Lecoque ringt verzweifelt die Hände.Es ist selbstverständlich, daß Sie über mich und meine Leute verfügen können. Wenn wir nur wüßten, wo Czibulkas Wohnung ist!... Ah, vielleicht kön­nen wir von fein epi Komplicen das Notwendige erfahren!"

(Fortsetzung folgt.)

'Besonders saftig undsättigend!

flpfelhucften

Dr. Oetkers

Mag: 500 g Apfel

25 g fiotinthen

rag: 4 em m

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Vl ftifchdwn Dc Oefafs Backsi Zikrvo»

öl Zucker. Et. Btxtöl unb der gut abgelaufene DatA ein Sieb geftridiene Quack werben miteinander ernährt Seht feuchten Quack brückt man in einem kuck aus. Jfl der Quack ju trocken, fo fügt man 2-3 Cfll milch hin ja Das mit.Badtin* gemifdite und gesiebte Mehl wird nach und nach hinjugefügl man erhält einen sehr festen Teig. Mit einem löffel den man öfter in Master taucht streicht man ihn in eine gefettete Springform. Dann werden 500 g gefchälte in flehte! geschnittene Apfel baraufgelegt unb mit 25 g gereinigten Korinthen bestreut. Man überdeckt die Apfel während des Bathens mit einem gefetteten Papier, damit sie fastig und hei! bleiben. Oadijeit: 25-35 Minuten bei guter Mittelhiye.

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125 g Quack

200 g IDeijenmehl

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