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r. 107 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Montag, 0. Mai M8

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JialiensLugen-huldiginocheinmalFührerundOuce

Eindrucksvolle Vorführungen im Forum Mussolini, eineFreilichiaufführung aus demLohen- grin" und ein prächtiges Feuerwerk bilden den festlichen Abschluß des Führerbefuches in Vom.

Aktes vonL o h e n g r i n" erklang, der riesige Raum der Szene belebte sich mit Hunderten und aber Hunderten oon Menschen in leuchtend bunten Kostümen. Unter der musikalischen Leitung von Maestro Vincence B e l l e z z a Nahm die Ausfüh­rung auch künstlerisch einen glänzenden Verlaus, zu dem vor allen auch Italiens berühmteste Soli­sten, darunter (Sina Cigna als Elsa, beitrugen. An die Ausführung schloß sich noch einmal eine Huldigung aller Teilnehmer für den Führer und den Duce, die, nachdem die Klänge der National­hymnen der beiden Staaten verklungen waren, die Tribüne verließen, um sich nach der Villa Madama zu begeben.

Feuerreaen über Rom.

Das Volk von Rom hatte zum Abschluß des Sonntag ein Feuerwerk zu sehen, das effektvoll den für die Schaulustigen an Ereignissen reichen Tag

Herzlicher Abschied von Rom.

Rom, 9. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nun hat Adolf Hitler nach unvergleichlich schönen Tagen, in denen ihm von der Bevölkerung der Hauptstadt des stolzen Imperiums immer wieder stür­mische Kundgebungen der Freund­schaft dargebracht worden waren, Rom ver­lassen, um nach Florenz, der letzten Etappe seines Staatsbesuches in Italien, zu fahren. Die Bahnstation Termini ist festlich geschmückt. Mit rotem Tuch und langen Fahnen des Dritten Reiches und des faschistischen Italiens sind die Wände ver­kleidet. Vor dem Eingang zum Königssaal haben sich der Gouverneur von Rom, Fürst Co­lonna, die Vertreter der faschistischen Partei und der Wehrmacht, die Präsidenten des Seyats und der Kammer, der königlichen Akademie oon Italien und die Spitzen der Behörden, sowie die Vertreter des Diplomatischen Korps zur Verabschiedung Adolf Hitlers versammelt.

Als der Führer nach einer letzten Triumph­fahrt durch die ewige Stadt an der Seite des Königs und Kaisers die Halle betritt, prä­sentiert die Ehrenkompanie, die das I. Grenadier- Regiment mit Fahne stellt, das Gewehr. Unter den Klängen der' Nationalhymnen schreitet der Führer ihre Front ab. Dann geht er zurück, um sich von den Vertretern des Staates, der Partei und der Behör­den zu verabschieden. Vor seinem Wagen reicht er dann dem Könia und Kaiser die Hand. Dann verabschiedet sich der Führer von Mus­solini mit herzlicben Worten.

Nur wenige Minuten noch, dann fetzt sich der

Feierliche Nekräsiigunq des deutsch-italienischen Einvernehmens.

Oie Führer beider Nationen wechseln bedeutsameTrinksprüche auf dem Festbankett

abschloß. Ein bunter Sternenreaen er- goß sich unter Donnern und Knattern über oer alten Stadt und spiegelte sich im still dahinfließenden Tiber. Auf den Plätzen und Straßen standen die Römer und versolaten das fesselnde Schauspiel, das es bald taghell werden ließ und bald eine Feuersbrunst über der Ewigen Stadt vortäuschte und dann wieder ein oon bunter Magie erfülltes Märchen aus Tau­sendundeiner Nacht an den Himmel gaukelte.

Der Führer war einer Einladuna des Duce zum Abendessen in die Villa M a o a m a gefolgt, die auf halber Höhe des Monte Mario über dem Tiber und dem Forum Mussolini liegt und einen wundervollen Blick über die Stadt Rom bietet. Von der Terrasse der Villa Madama wohnten der Führer und der Duce mit zahlreichen hohen italie­nischen und deutschen Persönlichkeiten dem Feuer­werk bei, das von hier aus besonders gut zu sehen war. Gruppen faschistischer Jugend erfreuten den Führer durch Gesang italienischer Volkslieder.

Sonderzug in Bewegung. Es ist 9.33 Uhr. Adolf Hitler steht am Fenster und dankt noch einmal für den brausenden Beifall, den ihm die Zurück­bleibenden nachsenden. Die Fahrt geht in weitem Sogen um die Hauptstadt des italienischen Im­periums, die den Führer so unvergleichlich gefeiert hat. Fünf Minuten später verläßt der Sonder­zug des Duce, der in Monte Rotondo den Zug des Führers überholen wird, damit Mussolini Adolf Hitler in Florenz begrüßen kann, die Halle. Um 9.50 Uhr verlassen auch die beiden Züge der deutschen und der italienischen Minister und der Begleitung des Führers und des Duce den Bahnhof.

*

Das Eintreffen des Führers in Florenz ist auf 14 Uhr angesetzt. Hier werden dem Führer d i e alten Parteimitglieder des Faschis­mus ihren Gruß barbringen, die seinerzeit am Marsch auf Rom teilgenommen haben. Zum ersten Mal während seines ganzen italienischen Besuches wird der Führer bei dieser Gelegenheit Leute in verwaschenen Uniformen und mit verschlissenen und zerfetzten Fahnen sehen die gleichen Uniformen und Fahnen, die seinerzeit den Marsch auf Rom mitgemacht haben und seitdem als ehrenvolle An­denken behütet und verwahrt worden sind. Die Piazza Santa Croco, wo sich das Ehrenmal der faschistischen Gefallenen befindet und wo der Füh­rer einen Kranz niederlegen wird, ist reich ge­schmückt. Antiken Vorbildern nachgebildete Dreifüße, in denen offene Feuer brennen werden, werden den Platz erleuchten.

3m Forum Mussolini.

Rom, 9. Mat. (DNB.) Am Sonntagabend traf ier Führer in Begleitung des Duce zu einer Kund­gebung der Iugendverbände der faschi- fischen Partei im Forum Mussolini ein. Die Zentralstätte der körperlichen Erziehung der italieni- hen Jugend lag in blendendem Glanz einzigartiger Lichtanlagen. Aus der Piazzala del Impero erhebt d) der 36 Meter hohe, aus einem einzigen Mar- norblod errichtete Obelisk Mussolinis, 92 große Statuen stellen die verschiedenen Arten des Sports . ud der Leibesübungen dar. Drei Meter hohe Licht­aulen, in Gruppen von sechs und sechs angeord- iet, erleuchten den Platz. 24 gewaltige Steinsäulen, ie mit goldenen Adlern gekrönt waren und zwi- chen denen auf hohen Masten Hakenkreuzbanner vehten, umsäumten das weite Rund der Sport- crena. Auf der Breitseite des Stadions vor den grü­ßen Laufhängen des Monte Mario war auf bunten Zlumenterraffen eine Freilichtbühne von 120 Meter Länge errichtet worden, die in genauer Nachbildung ien Hof und den Turm des Schlosses von Ant­werpen zeigte. Zu diesem wundervollen Bild kam rod) der Zauber einer klaren römischen Frühsom- nernacht.

Als der Führer und der Duce die Ehrentribüne les Stadions betraten, warfen mächtige Schein­werfer von 24 Säulen herab strahlendes Licht auf las weite Feld, wo die zu den Vorführungen an- etretenen Gruppen aus dem nächtlichen Dunkel eraus auftauchten. Die in Kreisen an beiden Schmalseiten aufgestellten Avantgardisten keßen Lichter aufleuchten, und ein herrlicher Reigen leuchtete nun von hier aus durch die Nacht. Die Rusik setzte aus, im gleichen Augenblick erloschen He weißen Lichter, und nun leuchtete es in der Mitte Grün, Rot und Weiß auf: Die großen Blocks ! alten sich umgruppiert und bildeten nun drei mäch­tige Hakenkreuze und die WorteHeil Hitler!". Dann wieder Dunkelheit über dem Platz, wieder ier weiße Lichterreigen an den Seiten und wieder b-ds plötzliche Aufleuchten der roten, grünen und weißen Lichter in der Mitte diesmal als zwei Mächtige Liktorenbündel und die WorteE v i v a , II Duce".

In bunter Folge zeigte dann die Jugend der Lörpersportschulen Italiens ihr hohes Können: 1200 Moschetiere der Avantgardisten führten Fecht- i£b u n g e n mit dem Dolch vor, die Jungfaschisten Zeigten' Boxkämpfe und Kämpfe mit dem Florett, die Schülerinnen der faschistischen IZrauenakademie von Orvieto tanzten einen anmut- [*oUen gymnastischen Reigen. Was etferne Disziplin aus der italienischen Jugend gemacht hat, i>ewiesen dann 7 2 0 Kadetten der Seescha­den in einem Gruppenexerzieren, dessen Stramm­heit und Exaktheit zu immer stärker werdenden Kundgebungen der Begeisterung führten, die ihren Höhepunkt fanden, als durch einfache Marschwen- i>ungen zuerst drei, dann zwölf Hakenkreuze und chließlich ein riesigesM, her Anfangsbuch- tabe des Namens des Duce, gebildet wurden. Nach- >em diese Marinezöglinge in einem gewaltigen Block in 60er-Reihen auf dem Felde aufmarschiert waren, zogen sie zum Schluß mit dem Passo Ro- nano vor dem Führer und dem Duce vorüber, um ichließlich zu einer Ehrenbezeugung noch einmal in breiter Front vor der Mitteltribüne Aufstellung zu nehmen. Wieder änderte sich das Bild. Der Platz lag einige Augenblicke lang in Dunkelheit gehüllt. Aus chr leuchtete dann, von den Avantgardisten mit roten, weißen und grünen Lichtern dargestellt, plötz­lich das Bild der italienischen Trikolore auf. Dann wieder strahlte der weite Hügel des Monte Mario im einem fahlen Licht auf und in feiner Mitte trat hell die gewaltige Bühne hervor, die nun auf ein­mal ein 'Märchenschloß war. Die Musik des zweiten

3m valozzo Venezia.

Rom, 7. Mai. (Europapreß.) Die an Ereignissen so reiche römische Woche schloß am Samstagabend ab mit einem Festbankett im Palazzo D e- n e z i a, das der Duce zu Ehren des Führers gab, und einem anschließenden Empfang. Der Duce hatte für das Bankett einen besonders stimmungsvollen Raum gewählt, den vor einiger Zeit wieder in fei­nen früheren historischen Zustand versetzten K ö - n i g s - S a a l des Palastes. Ein herrlicher Duft von Rosen lag über dem ganzen Raum, in dem an

mehreren Tischen die geladenen Gäste tafelten. Der Duce und der Führer unterhielten sich während des Banketts auf das herzlichste. Man sah im Saale klangvolle Namen des faschistischen Italiens und des neuen Deutschlands. Im Laufe dieses Banketts wurden folgende Trinksprüche zwischen dem Duce und dem Führer gewechselt.

Die Ansprache des Duce.

Führer!

Es geschieht mit der allerherzlichsten Freude, daß ich Ihnen meinen, der Regierung und des italieni­

schen Volkes Willkommengruß entbiete in dieser Stadt Rom, die Sie heute empfängt in dem doppelten Glorienschein ihrer Ueberüeferung und ihrer Macht. Ihr Besuch in Rom vollendet und besiegelt' das Einvernehmen (intesa) zwischen unseren beiden Län­dern. Dieses Einvernehmen, das wir mit festem Willen angestrebt und hartnäckig aufgebaut haben, wurzelt in Ihrer und unserer Revo­lution: es zieht seine Kraft aus der weltan­schaulichen Gemeinschaft, die unsere bei­den Völker verbindet; es hat feine historische Auf­gabe in den dauernden Interessen unserer beiden Völker.

hundert Jahre Geschichte seit Deutschland und Italien sich erhoben, um mit Revolution und mit den Waffen ihr Recht auf die nationale Einheit durchzufehen, bekunden die Parallelität dieser Grundstellung und die Solidarität dieser Interessen. Wit dem gleichen Glauben und mit dem gleichen Willen haben Deutschland und Ita­lien gekämpft, um ihre Einheit zu begründen;

sie haben gearbeitet, um sie fest und sicher zu ' machen; sie haben sich in der letzten Zeit aus der Verderbnis zerfetzender Ideologien befreit, um jenes neue Volksregime zu schassen, das

das Kennzeichen dieses Jahrhunderts ist:

Auf diesem, von der Geschichte oorgezeichneten Wege marschieren unsere Völker vereint mit loyalen Absichten und mit jenem überzeugtem Vertrauen, das seine Probe bestanden hat in den Er­eignissen dieser Jahre des Friedens und des Ein­vernehmens unter den beiden Nationen. Das faschi­stische Italien kennt nur ein einziges ethisches Ge­setz in der Freundschaft: jenes, das ich vor dem. deutschen Volk auf dem Maifeld angeführt habe. Die Zusammenarbeit zwischen dem nationalsozia­listischen Deutschland und dem faschistischen Italien hat diesem Gesetz gehorcht, sie gehorcht ihm gegen­wärtig, und sie wird ihm in der Zukunft gehorchen.

Die Voraussetzungen und die Ziele dieser Zu­sammenarbeit, die durch die Achse Berlin- Korn ihre Weihe empfängt haben wir dauernd und offen bekräftigt. Deutschland und Italien haben hinter sich die Atopien ge­lassen, denen Europa in seiner Blindheit fein Schicksal anvertraut hatte, um untereinan­der und mit anderen ein Regime zu suchen das in gleicher Weise für alle wirksa­mere Sicherheiten für Gerechtig­keit, Sicherheit und Frieden einzu­richten in der Lage fei. Dahin aber form trän nur gelangen, wenn die elementaren Rechte eines jeden Volkes auf Leben, Arbeit und Verteidigung loyal anerkannt werden und wenn das politische Gleichgewicht beruht auf der Wirklichkeit der geschichtlichen Kräfte, die es begründen und bestimmen. Dir find davon überzeugt, daß die Volker Eu­ropas auf diesem Wege jene Ruhe und jenen Frieden finden werden, die unerläßlich sind, nm die Grundlagen der europäischen Kultur zu bewahren.

Führer! Vor meinen Augen steht noch deutlich das wunderbare Bild oon Arbeit, Frieden und Kraft, das mir im vergangenen Herbst Ihr Land geboten hat, Ihr Land, von Ihnen wiederhergestellt aut der Grundlage der Tugenden, der Disziplin, des Mutes und der Hartnäckigkeit, die die Größe der Völker ausmachen. Ich habe nicht vergessen, nach werde ich vergessen den Empfang, der' mir durch Sie, durch die Behörden und durch das Volk zuteil wurde. Ihrer machtvollen Wiederaufbauarbeit gel­ten meine und des faschistischen Italiens heißesten Wünsche.

Führer! Ich hebe mein Glas auf Ihre Gesund- heit und ich trinke auf das Gedeihen der deutschen Nation, auf die unveränderliche Freundschaft zwi­schen unseren beiden Völkern."

Nach den Trinksprüchen im Palazzo Venezia erschienen der Führer und der Duce auf dem Balkon und dankten der Menge Von links- der Führer, Rudolf Heß, Himmler, S t a r a c e und der Duce. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Unser Bild zeigt faschistische Jugend auf den Stufen des Altars des Vaterlandes gegenüber dem Palazzo Venezia nach den Trinksprüchen des Duce und des Führers.

(Scherl-Lilderdienst-Hostmann-M.)

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