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loren haben, nimmt man an, daß auch die Provinz- abgeordneten des linken Flügels die Sozialistische Partei verlassen und sich einer unter der Leitung von Marceau Pivert stehenden neuen Partei anschließen werden, falls der Parteitag nicht die Nationale Union in allen ihren möglichen Formen ausdrücklich verurteilen sollte.

Die Mhrheil hinter Blum.

916er heftige Opposition

der radikalen Gruppen.

Paris, 8. Juni. (Europapreß.) Nach einer langen Nachtsitzung ist einen Tag später als vorgesehen der Sozialistische Parteitag zu Ende gegangen. Die Hal­tung zum Kabinett Daladier bleibt wie,bis­her, die parlamentarische Unterstützung der Regie­

rung wird von der sozialistischen Kammergruppe von Fall zu Fall festgesetzt werden. Aber diese Linie des Parteivorsitzenden Leon Blum war stark umstritten. Die Anhänger Zyromskis und die des ausgeschlossenen Marceau Pivert zeigten offen ihre Unzufriedenheit. Es gelang zwar Blum, die Mehr­heit hinter sich zu bringen, es gelang ihm aber nicht, die drei -einander widerstreitenden Richtungen zu versöhnen. So kam es, daß beim Schluß des Partei­tages von jeder der drei Gruppen ein eigener Schlußbericht aufgesetzt wurde. Während der von Leon Blum und dem General­sekretär der Sozialistischen Partei, Paul Faure, ein­gebrachte Schlußbericht 4843 Stimmen erhielt, ent­fielen auf den Bericht Zyromskis 1735 und auf den derRevolutionären Linken", der von dem Abgeord­neten Härard vorgelegt wurde, 1424 Stimmen. 249 Mitglieder enthielten sich der Stimme.

Oer Bürgerkrieg in Spanien.

Von Erhard Weaeli, Oberstleutnant a. O.

Auf dem Kriegsschauplatz in Spanien ist seit Mitte April, nachdem die nationalen Truppen zwi­schen dem Ebro-Delta und Torreblanca das Meer erreicht und damit die Roten der katalanischen Front von denen der anderen Fronten getrennt haben, eine Operationspause eingetreten. Daran ändern die fast täglich berichteten Kämpfe in den Provinzen Katalonien und Valencia nichts. Sie sind nur taktischer und örtlicher Natur.

Die nationale Front verläuft zur Zeit (Anfang Juni) wie folgt: Don der spanisch-französischen Pyrenäen-Grenze westlich Andorra über <Lempe- Brückenkopf bei Balaguer am Segre-Fluß östlich Lerida Ebro-Fluß von Mora bis zum Mün­dungsdelta Meeresküste bis Torreblanca. Bon hier biegt sie scharf aus südlicher in westliche Rich­tung über die Sierra de Gudar auf Teruel, dann in Richtung auf die im Besitz der Roten befind­liche Sierra" de Guaderrama el Escorial (in Hand der Roten) westliche Bbrorte von Madrid hart ostwärts Toledo, dann in etwa nord-^süd- licher Richtung bis zum Meere ostwärts Malaga. In der Luftlinie beträgt die Frontlänge etwa 1300 Kilometer, ist aber tatsächlich durch den unregel­mäßigen Frontoerlauf erheblich länger; eine Schät­zung auf 1500 bis 1600 Kilometer dürfte nicht zu weit gegriffen sein. Bei den beiderseitigen beschränk­ten Streitkräften ist es selbstverständlich ausgeschlos­sen, daß diese lange Front überall stark besetzt ist. Auß^r an dest Brennpunkten der Kämpfe, die z. Z. an der katalanischen Front und zwischen Teruel und der Küste bei Torreblanca zu suchen sind, dürften nur der Bogen um Madrid und wohl auch die Frontstrecke in der Provinz Granada in Nähe der Küste stärker besetzt sein. Im übrigen werden wir nur ganz dünne Besetzung bis herab zu Postie- rungen annehmen können.

Was die beiderseitigen Streitkräfte anlangt, so scheinen sie sich augenblicklich bezüglich Frontstärken und Ausrüstung ziemlich die Waage zu halten. Diel­leicht sind die Roten an Zahl überlegen, da sie sich aus den volkreichsten Landesteilen ergänzen und sich vor allem auf die großen und größeren Städte Madrid, Barcelona, Tarragona, Valencia, Murcia, Cartagena Alicante, Almeria und Granada als Menschenquelle stützen können, während das in der Hand der Nationalen befindliche Gebiet zwar mehr als Zweidrittel des Landes beträgt, an Bevölke­rungszahl aber wohl weniger als die Hälfte um­faßt. Inwieweit auf beiden Seiten fremdstaatliche Freiwilligen-Formationen das Zahlenverhältchs be­stimmen, läßt sich nicht sagen, da hierüber aus be­greiflichen Gründen der Schleier des Geheimnisses soweit wie möglich ausgebreitet wird. Die Aus­rüstung mit Waffen und Kriegsmaterial schwankt außerordentlich, da der Zufluß aus dem Auslande nichts gleichmäßig ist. Augenblicklich scheint die rote Seite besonders stark mit Kriegsmaterial aus dem Ausland versorgt worden ^u fein, da die großen Erfolge der nationalen Frühjahrsoffensive die auf Seite der Roten stehenden Großmächte, besonders Frankreich und Sowjetrußland, zu erheblichen Materiallieferungen an diese veranlaßt haben. Da­mit erklärt sich wohl auch in erster Linie der Still­stand der Operationen und die Tatsache, daß die Röten an der katalanischen Front mehrfach zu hef­tigen Angriffen, allerdings ohne Erfolg, geschritten sind.

Zur See ist zwar die nationale Seite erheb­lich überlegen, aber einmal genügt die an sich schwache Flotte nicht annähernd, um eine auch nur einigermaßen lückenlose Blockade der weiten Kü­stenstrecken durchzuführen, und zum anderen ist die nationale Flotte durch die Weigerung der engli­schen, französischen und sowjetrussischen Regierung, die Parteien als Kriegführende anzuerkennen, der­art gehemmt, daß sie Materialtransporte an die Roten über See nur in sehr beschränktem Maße verhindern kann.

Der Hauptvorteil auf der nationalen Seite ist in der Führung zu erblicken. Ihr gehören die tüchtigsten Generale und der beste Teil des spani­schen Offizierkorps an. Ihrem hervorragenden Obtzr- feldherrn Franco hat die rote Seite keine Per­sönlichkeit an die Seite zu stellen. Das wiegt um so schwerer, als Franco in seiner Hand die poli­tische und militärische Leitung vereinigt, während auf der roten Seite die militärische Führung sich den stark wechselnden und uneinheitlichen politischen Gewalten, die noch dazu ausländischen Einflüssen unterworfen sind; beugen muß. Daß darunter die Kriegführung der Roten leiden muß, unterliegt keinem Zweifel.

Ueberblicken wir die Kriegslage, so springt als Hauptvorteil der Nationalen ins Auge, daß durch die Besetzung der Küste vom Ebro-Delta bis Torre blanca die Roten in zwei Teile zerrissen sind, wodurch die Einheitlichkeit der Führung auf deren Seite ausgeschlossen ist. Damit ist die Aus­sicht auf den Endsieg Francos entschieden gewachsen. Ob dieser aber schon in Kürze zu erwarten ist, er­scheint doch zweifelhafter, als manche Optimisten annehmen. Der Widerstand der Roten dürfte wohl erst dann gebrochen werden, wenn 1. die Pyrenäen­grenze gegen Frankreich in ihrer ganzen Ausdeh­nung in die Hände der Nationale« fällt und damit die beiden Bahnlinien ToulousePuigcerdaBar­celona und PerpignanBarcelona sowie die Stra­ßenverbindungen über die Pyrenäen für die Land­transporte aus Frankreich fortfallen; 2. ganz Ka­talonien mit der Hauptstadt Barcelona und 3. Va­lencia von den Nationalen erobert werden. Dann dürften wohl die Roten einsehen, daß sie auch der Besitz der Hauptstadt Madrid nicht vor der end­gültigen Niederlage bewahren kann. '

Wie sind nun die Aussichten für die Erreichung dieser drei Operationsziele oder eines von ihnen? Die Gewinnung der Pyrenäengrenze bis zur Küste ist in dem Gebirgslande außerordentlich schwer. Auf der roten Seite ist auch die Gefahr erkannt, sie hält seit Mitte April mit starken Kräften das

Grenzgebirge westlich Andorra. Die Angriffe der nationalen Truppen sind hier völlig ins Stocken gekommen. Selbst wenn es Franco gelingen sollte, sich eine erheblich stärkere, bestens ausgerüstete Ge­birgstruppe zu schaffen, muß in diesem überaus schwierigen Gebirgsgelände mit lange dauernden Kämpfen gerechnet werden. Ob hier in absehbarer Zeit ein entscheidender Erfolg zu erreichen ist, er­scheint also zweifelhaft.

Der Eroberung Kataloniens mit Barcelona etwa aus der Linie Ebro-Knie 30 Kilometer nördlich Tortofa-Brückenkopf von BalaguerTremp mit Sicherung der linken Flanke durch Staffelung ge­gen die Pyrenäen, wenn diese nicht vorher in Be­sitz genommen werden können, mit allmählicher Rechtsschwenkung gegen die Linie TarragonaBar-' celona würden erhebliche Schwierigkeiten entgegen­stehen, zumal da diese Operation in etwa 150 Kilo­meter Frontbreite über das sich bis zu etwa 1200 Meter erhebende Gebirge nordwestlich Barcelona Tarragona führen würde. Der Angriff würde auch zweifellos auf die kampfkräftigsten und bestausge­rüsteten Truppen der Roten stoßen. Die Kämpfe der letzten Mai-Woche um den Brückenkopf von Ba­laguer haben gezeigt, daß die rote Partei hier stark ist. Auch fließen ihr gerade in dieses Gebiet, so lange die Pyrenäengrenze offen ist, mit Leichtigkeit Verstärkungen aus Frankreich zu, mit denen bei der Handhabung derNichteinmischungspolitik" durch Frankreich unbedingt zu rechnen ist.

Für eine Operation zur Eroberung von Valencia, das von den vordersten Teilen der nationalen Truppen nur etn^a 60 Kilometer in Luftlinie ent­fernt ist, ist Vorbedingung die Gewinnung des Ge­birgsgeländes ost- und südostwärts Teruel, da sonst die rechte Flanke der an der Küste entlang vor­stoßenden nationalen Truppen ständig bedroht rckdre. In diesem im Mte. Javalambre südostwärts Teruel bis zu 2020 Meter ansteigenden, von den Bolschewisten stark befestigten Höhengelände wird seit Wochen gekämpft. Die Nationalen machen lang­same Fortschritte, aber die Roten, die wissen, daß die Ueberwindung des Gebirges den Nationaley den Besitz von Valencia bringen kann, haben dort­hin starke Kräfte geworfen. Es bleibt demnach zwei­felhaft, ob es auch hier nur zu einem Abringen der Kräfte oder zu einer Operation der Nationalen kommen wird.

Wir sehen also, daß trotz der für die Nationalen günstigen Gesamtlage doch die Erreichung der wich­tigsten und entscheidenden Operationsziele für Franco recht schwer ist, um so schwerer als ihm sejne doch nur recht bescheidenen Kräfte und die Länge der Gesamtfront kaum gestatten dürften, an mehr a($ einer Stelle kräftig anzugreifen. Be­sonders hinderlich ist auch das im größten Teil des Kriegsgebiets gebirgige Gelände mit schlechten Lebensbedingungen für die Truppen, äußerst spär­lichen Wegeverbindungen und Unterkunftsmöglich­keiten, das andererseits für die Rotep leicht zu Der- leidigen ist. Vor einem Angriff in günstigerem Ge­lände, etwa im Abschnitt südlich Toledos oder aus der Gebirgslücke etwa 80 Kilometer nordostwärts Madrids zwischen Skguenza und Molino, der zu einer weit ausgreifenden Operation mit dem End­ziel einer völligen Abschnürung von Madrid führen könnte, müßte eine sehr umfangreiche und bei den mangelhaften Eisenbahn- und Straßenoerbindungen zeitraubende Umgruppierung der Kräfte vorgenäm- men werden. Da diese Öen' Roten zweifellos nicht verborgen bleiben würde dafür würden schon ausländische Agenten sorgen, so ist mit dem wichtigen Faktor der Ueberraschuna nicht zu rech­nen. So- scheint es also, daß der Endsieg der Natio­nalen noch in weiter Ferne steht, wenn auch schließ­lich mit Bestimmtheit darauf gehofft werden kann. Ohne die Unterstützung der Roten, offen durch Frankreich und Sowjetrußland, indirekt auch durch England, wäre ihr Widerstand sicher längst zu- sammengebrochen. Diese Mächte sind van der Schuld nicht freizusprechen, daß dem unglücklichen Lande nach bald zweijährigen Kämpfen noch immer nicht baldiger Frieden winkt.

Was die Erfahrungen betrifft, die in militärischer Hinsicht aus dem spanischen Bürgerkrieg zu ziehen

sind, so muß zunächst beachtet werden, daß diese für Großmächte nur sehr bedingt gelten können, da diese mit weit gewaltigeren Heeresmassen und dem mehrfachen von Waffen und Kriegsmaterial in den Kampf treten würden. Auch gewisse Er­scheinungen eines Bürgerkrieges, größere Rücksicht auf die nicht kriegführende Bevölkerung, wenigstens von nationaler Seite, und Schonung der Ortschaften, müssen als Abweichung von dem voraussichtlichen Verfahren in der Kriegführung feindlicher Mächte in Betracht gezogen werden. Immerhin läßt sich doch aus den Kämpfen fn Spanien manches folgern.

Zunächst ist auch hier wie in allen letzten Kriegen der verhältnismäßig baldige Uebergang vom Bewe- gungs- in den Stellungskrieg zu beobachten. Das zeigte sich bald nach Beginn des Krieges, als sich die Operationen Francos vor Madrid feftliefen und so­fort auch die anderen Fronten erstarrten. Es hat sich jetzt wieder gezeigt, als die großangelegte Offensive Francos von Zaragoza über Lerida in Richtung auf Barcelona nach glänzenden Anfangserfolgen in der Linie Tortofa Lerida Balaguer Tremp und nördlich davon in den Pyrenäen zum Stehen kam. In jedem Feldzug der Neuzeit zeigt sich immer wie­der die Wahrheit der Lehre von Clausewitz, daß die Verteidigung die stärkere Form der Kriegführung ist, die schließlich auch eine kräftige Offensive, mag sie noch so gut angelegt sein und zu großen Anfangs­erfolgen führen, lähmt und die Fronten zum Er­starren bringt. Die militärischen Fachleute, die vor einer Ueberfteigerung der Motorisierung, wie sie in manchen ausländischen Heeren sich anzubahnen scheint, warnen, werden ihre Ansicht in dem Verlauf

der Kämpfe, insbesondere auch im Einsatz bet Kampfwagen bestätigt finden. Wenn als Grund für die wenig entscheidende Wirkung der Kraftwagen deren geringe Zahl auf beiden Seiten angeführt wird, so muß anderseits auch die geringe Ausstattung mit Abwehrmitteln i n Betracht gezogen werden. Zweifellos ist der gebirgige Charakter des Kriegs­schauplatzes der Verwendung von Kampfwagen vie­lerorts hinderlich. Aber auch an weniger schwierigen Kampfabschnitten haben sie anscheinend die Entschei­dung nicht erheblich beeinflußt. Auch der Luftkrieg hat auf beiden Seiten trotz gelegentlicher Einzel- erfolge nur recht magere Ergebnisse gezeitigt, sowohl in den eigentlichen Kämpfen als auch in der Wirkung gegen die rückwärtigen Verbindungen. Daß die Zer­störung größerer Ortschaften durch die Luftwaffe nur in sehr bescheidenem Maße erfolgt ist, mag daran liegen, daß beide Parteien sich davor scheuen, im eigenen Lande den Luftkrieg gegen das Hinterland mit voller Brutalität zu führen. Die Erdabwehr ge­gen Flugzeuge hat sich sehr wirkungsvoll gezeigt, offenkundig ist sie feit dem Weltkriege außerordent­lich gesteigert worden. Die Hauptlast des Kämpfes ist auch, im spanischen Bürgerkrieg wie bisher in allen Kriegen der Infanterie zugefallen und das ist die wesentlichste Erfahrung, die wir aus diesen Kämpfen ziehen können. Es ist wohl nicht zu gewagt, daraus zu schließen, daß auch bei einem zukünftigen Kriege von Großmächten die brave Infanterie selbstverständ­lich mit stärkster Unterstützung durch die Hilfswaffen auf der Erbe und in der Luft doch schließlich in der Hauptsache um die Palme des Sieges wird ringen müssen.

Die Offensive zwischen Teruel und der Küste.

Salamanca, 8. Juni/ (DNB. Funkspruch.) Wie der nationale Heeresbericht meldet, wurde der Vormarsch an der Teruel-Front fort­gesetzt. Bisher wurden zahlreiche Höhenzüge und das Gebiet südlich der Straße Puebla de Valverde Camarena besetzt. Der Feind verlor viele Tote und Verwundete. An der C a st e l l o n - F r o n t warfen die Truppen des Generals Apanda den Feind aus feinen Stellungen längs des Flusses Monleon und besetzten die Höhen vor Adzaneta. Die Navarra- Division, die zwischen Teruel und der Küste operiert, rückte in breiter Front vor und eroberte die Orte Chodos und Benafigos. Wie der Heeresberichterstatter des nationalen Hauptquar­tiers ergänzend mitteilt, konzentrierten fid) die Operationen an der Teruel-Front hauptsächlich im Mittelteil, südlich von Vistabella. Der An­griff wurde von zwei Heeresgruppen durchgeführt, die die Flanken des Feindes angriffen. Der Vor­marsch erfolgte in einer Ausdehnung von 40 Kilo­meter. Die Ortschaft Adzaneta, vor der die Nationalen jetzt stehen, ist nur noch 25 Kilometer von Castellon entfernt. Eine im Esparraguera-Ge- birge vorrückende Kolonne steht 18 Kilometer süd­lich von der Stadt Albocacer, die von ben' Nationalen umgangen wurde upd in Gefahr steht, abgeschnitten zu werden. Der Feind erlitt große

Verluste und (eiftete schließlich kaum noch Wider­stand.

lieber den Verlaus der am Dienstag auf der ganzen 70 Kilometer breiten Front zwischen Teruel und dem Meer begonnenen nationalspanischen Offensive liegen in Paris eingehende Berichte oon Danach konnten die nationalen Truppen bis zum Dienstagabend an einzelnen Stellen der .Front bis zu 18 Kilometer vorrücken. Das eigentliche Ziel dieses Vormarsches war jedoch nicht auf Geländegewinn abgefte.üt. Es sollte vielmehr der feindliche W'i d e z st a n d s g ü r t e l durchstoßen werden. Die Truppen des Generals Da re la griffen im eigentlichen Kampfabschnitt von Teruel die starken bolschewistischen Stellungen bei Mora de Rubielos an, um bis auf die Straße TeruelSagunto vorftoßen zu können und damit ein neues Teilstück dieser Straße in natio­nalen Besitz zu bringen. Im Mittelpunkt der Front griffen Truppen des Generals Val in o, vom Bergmassiv Penagolofe heruntersteigend, die feind­lichen Schlüsselstellungen an, während auf dem linken Flügel der nationalen Angriffsfront der General A r a n d a nach Umgehung von Albocacer sich unter starkem Einsatz von Artillerie einen Weg nach dem Süden zu bahnen^ sucht.

Rom, 7. Juni. (Europapreß.) Die neuen Der- laus dem italienisch-englischen Abkommen und dem che der spam chen Bol chewisten und ihrer sran- italienilcben imh ^rnriinnamiir^n

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Frorttverbiu.f

Cd e 1 a n g e n e n , die sie also gleichsam als G e i ietn gegen einen Luftangriff benutzen.

italienischen Friedens- und Klärungswillen, um den spanischen Krieg noch stärker zu entfachen. Die jüngste bolschewistische Offensive nördlich des Ebro habe n u r mit Hilfe der großenKriegs- mate riallieferungen durchgeführt werden können, die Frankreich eiligst nach' Katalonien ge­schickt habe. Damit habe der spanische Krieg eine be­sonders blutige Form angenommen und Tausende von neueji Opfern gefordert, ohne daß der sichere Endsieg Francos verhindert werden könne. Die Rede des ehemaligen französischen Unterrichtsmini- üero ö e Monzie in Bordeaux, in der mit einem nach Frankreich orientierten autonomen Kata- loyl en geliebäugelt und Katalonien als ein fr a n- ZofifchesPröble m" bezeichnet wurde, stößt m Rom auf entschiedene Ablehnung. Man stellt die Verantwortung Frankreichs an der'Entwicklung des katalanischen Separatismus fest, erklärt aber, der Quai d'Orsay habe die Rechnung ohne Ge­ne r a l F r a n c o gemacht, der den katalanischen Separatismus ebenso besiegen werde wie den baski­schen und die nationale Einheit Spa- n i e ns auf feine Fahnen geschrieben habe. Diesem unerschütterlichen Entschluß der spanischen Nationa- len müsse man doch wohl in London und Paris früher oder später Rechnung tragen.

suche der spanischen Bolschewisten und ihrer fran­zösischen Dolksfrvntfreunde, durch Luftangriffe auf französische Ortschaften den von Moskau gewünschten europäischen Konflikt heraufzubeschwören, werden yon der italienischen Presse mit äußerster Schärfe gebrandmarkt. Die von der Pariser mar­xistischen Presse aufgestellten Behauptungen, es habe sich um nationalspanische ober gar um italienische Flugzeuge gehandelt, werden mit Entrüstung zurück­gewiesen. Jedermann fyabd, als die Nachricht von dem Bombenabwurf auf französische Dörfer be­kannt geworden fei, sofort das Gefühl gehabt, daß hier die spanischen B o l s ch e n? i ft e n sich ein? neue Verletzung des internationalen Rechts hätteck zuschulden kommen lassen, um, wie schon seinerzeit durch die Bombardierung und Versenkung neutraler Schiffs allgemeine Verwicklungen her­beizuführen, die sich zu ihren Gunslcn auswirken würden. Selbst die ernst zu nehmende Pariser Presse habe sofort erklärt, es habe sich um f o ro h t = spanische Flugzeuge gehandelt. Denn Ge­neral Franco, der auf allen Schlachtfeldern siege und auch von Europa mehr und mehr als der Vertreter des wahren Spaniens anerkannt werde, habe nicht das geringste Interesse daran, Zwischenfälle hervorzurufen. Man weist ferner darauf hin, sogar der französische Rundfunk habe mitgeteilt, die unbekannten Flugzeuge hätten sich nach dem Bombardement in Richtung auf Barcelona entfernt.

Die Lustangriffe im südfranzösischen Grenzgebiet

Italien weist auf die politischen Hintergründe hin.

Salamanca,^ Juni. (DNB.-Funkspruch.) Der nationale Sender Salamanca stellt fe'ft, der Wider­stand der Bolschewisten sei allein deshalb noch mög­lich, weil ausländische Schiffe u nun ter- brach enKriegsmaterial nach den roten Hafen brachten. Es wird betont, daß Schiffe die in feindlichen Hafen Kriegsmaterial ausladen nach internationalem Kriegsrecht als militärische Ziele gelten und daher von den nationalen Flie- gern bombardiert werden würden. Der Sender !n,U5 U^Ouelle erfahren haben, die bolsche­wistischen Machthaber hatten umdenSchutzder französischen Kriegsmarine für ihre Wa fentransporte nachgefucht. So habe Qn ^r Seite des DampfersLacorte" während des Aus- ladens im Hafen von Barcelona, bereits ein fran- Stn ninlAn d, 11er verankerte

die Roten dich «eben den ihre Waffen- und Muni- tionsladung löschenden Transportern Schiffe mit

Oaladier wieder in Paris

m>-P.'ris'7/ 3unü (Europapreß.) Der französische Ministerpräsident Daladier ist von seiner Jn- ipektionsreise in das südfranzösische Grenzgebiet am Dienstagabend wieder nach Paris zurückqekehrt Er gab der Press? keinerlei Erklärung ab E seinem Rückflug aus Perpignan hat der fran­zösische Ministerpräsident erklärt, er habe Befehl gegeben, die bereits getroffenen Sicherheits- maßnahmen an der Grenze noch zu ver- st 0.5, Grenzbeoölkerung habe Ruhe und

Kaltblütigkeit bewahrt, lieber die Herkunft der Bombenflugzeuge hüllte sich der Ministerpräsident in schweigen. Am späten Ab?nd suchte Außen- mmifter Bonnet den Ministerpräsidenten auf. -öonnet hatte auch eine Aussprache mit dem fron» zosischen Botschafter in Barcelona.

Waffentransvortschiffe sind militärische Ziele.

Eine nationalspanische Erklärung zur Lombardierung derbolschewistischenHäfen

Italien erfülle immer noch fein Versprechen, feine Freiwilligen mehr nach Spanien zu schicken' aber es habe vorausgesetzt, feine eigene Zurückhal- tung werde' auch d i e Zurückhaltung der anderen nach sich ziehen und der italienische Friedensgeist werde Allgemeingut in Europa wer­den. Statt dessen aber zögen die andern Nutzen