Britische Schiffsablösung im Mittelmeer
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Soeben verließ das 31100 Tonnen große b r itis ch e Schlachtschiff „Warspite" Portsmouth, um sich nach dem Mittelmeer zu begeben, wo es das Flaggschiff des Admirals Dudley Pound, die „B a r h a m, ablöst. Das Schiff wurde 1934 mit einem Kostenaufwand von 2 350 000 Pfund (nach heutigem Gelde etwa 30 Millionen Mark) umgebaut und ist u.a. tnit acht 38-Zentimeter-Geschützen bestückt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Athen am Vorabend der Hochzeitsfeier.
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es daher unwahrscheinlich sei, daß eine dritte Macht in dem chinesisch-japanischen Krieg intervenieren werde, und der ferner durchblicken ließ, daß Japan zur Verhinderung der weiteren Versorgung Chinas mit Kriegsmaterial an eine Besetzung Kantons und eine Blockade der südchinesischen Küste denke, diese Darlegungen, die Englands Interessen in Hongkong sehr empfindlich berühren, haben anscheinend in London die Besorgnis nicht verstärkt. Man glaubt aus Berichten über die Lage der japanischen Wirtschaft die Hoffnung schöpfen zu können, daß der Krieg in China Japans materielle Möglichkeiten bis zum äußersten anspannt, so daß es auch ohne eine Intervention der angelsächsischen Mächte und auch ohne einen noch wahrscheinlicheren Zusammenprall mit der Sowjetunion viele Jahre brauchen würde, um sich von den Anstrengungen dieses Feldzuges zu erholen. Japan als Kunde, namentlich der amerikanischen LZirtschaft, spielt bei allen Ueberlegungen über die Rrhaltung des Friedens im pazifischen Raum eine nicht unbeträchtliche Rolle, aber die A u f r ü st u ng , die Roosevelt fördert, weil er sie als Motor für die amerikanische Wirtschaft nach dem Abflauen der durch Staatsaufträge geschaffenen Konjunktur braucht, birgt ein psychologisches Gefahrenmoment in sich, das den für den Frieden sprechenden Gründen der Vernunft entgegenwirkt. Das neue Jahr wird uns vielleicht auch einer Klärung der hier angedeuteten Probleme des pazifischen Raums näher bringen.
Dr. Fr. W. Lange.
Oer soziale Friedensvertrag.
Mit beschwörenden Worten hat der französische Ministerpräsident ChFutemps die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände noch einmal aufgefordert, sich miteinander zu vertragen, wenn anders nicht die französische Sicherheit zum Teufel gehen soll. Die Gedankengänge, die der Ministerpräsident in seinem Appell entwickelt hat, klingen uns Deutschen merkwürdig vertraut In unsere Sprache übersetzt, bedeuten sie nichts anderes als die Aufforderung, jegliches Grupveninteresse dem Gesetz des Staates, dem Wohl der Volksgemeinschaft unterzuordnen. Dieses Prinzip des gesetzlich verankerten Sozialfriedens, das der Nationalsozialismus seit einigen Jahren verwirklicht hat, ist für das liberalistisch-kapitalistische Frankreich eine unerhörte Neuerung Denn hier galt bisher im wirtschaftlichen und sozialen Bereich jenes freie Spiel der Kräfte, das die staatliche Wirtschaftslenkung auf ein Mindestmaß beschränkt und das als Hauptvorzug demokratischer Verfassung gepriesen wurde. Heute steht auch Frankreich vor der Tatsache, daß diese Ideologie zusammengebrochen ist und keine praktische Bedeutung mehr haben darf, wenn nicht alles drunter und drüber gehen soll. Es ist nun die große Frage, ob der sozialpolitische Kurswechsel, den Chautemps vorgeschlagen hat, nach dem heutigen Stand der Dinge in der Dritten Republik auch durchzuführen ist. Wir Deutschen kön- ney das Vorhaben des französischen R^gierungsfüh- rers nur begrüßen, weil ein sozial befriedetes Nachbarland für Deutschland wichtiger ist als ein von revolutionärer Unruhe erfüllter Staat, der in außenpolitischen Abenteuern eine Entlastung für seine inneren Mißerfolge sucht. Aber wir müssen leider auch unserer Skepsis Ausdruck geben, ob in Frankreich die Voraussetzungen für den Abschluß eines sozialen Friedensvertrages heute bereits vorhanden sind.
Das Echo, das der Appell des französischen Ministerpräsidenten in der Pariser Presse gefunden hat, ist schon nicht sehr vielversprechend. Mit kleinlicher, eigensüchtiger und opportunistischer Kritik sieht man an der hohen Idee des Arbeitsfriedens vorbei und hat nur Augen für den eigenen Vorteil. Ja, man kann fast sagen, daß der Geist des Klassenkampfes in Frankreich heute stärker ist als je zuvor. Denn die Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, die in früheren Jahren mehr um wirtschaftliche Dinge gingen, haben neuerdings eine scharfe politische Note, seit dem Abschluß des französisch-sowjetrussischen Paktes sogar eine außenpolitische Note bekommen. Die französische Einheitsgewerkschaft CGT ist seit ihrem Zusammenschluß mit dem kommunistischen Gewerkschaftsverband im März 1936 immer mehr politisiert worden, und zwar im Sinne Moskaus. Die früher ziemlich bedeutungslosen kommunistischen GewerkschaftSdonzen besetzten innerhalb der neuen Einheitsgewerkschaft eigen Posten nach dem andern, sie' bestimmen heute fast ausschließlich die Politik der CGT. Der bekannte Iouhaux, der einst als der mächtigste Mann im französischen Sozialkampf galt und auch heute noch der Führer der CGT dem Namen nach ist, spielt in Wirklichkeit nur noch die Rolle eines Paradepferdes, das von Moskau vorgeschoben wird, um die Sowjetisierung der französischen Gewerkschaften nicht so deutlich in Erscheinung treten zu lassen. Jouhaux, der kürzlich längere Zeit in Moskau zugebracht hat, läßt seitdem eine völlig veränderte Auffassung erkennen. Er, der früher die Zweite Internationale gegen das Ueberhandnehmen des kommunistischen Einflusses noch zu verteidigen suchte, ist nunmehr einer der Haupteinpeitscher der Komintern und ihrer Politik geworden.
Dazu kommt ein weiterer Umstand, der unsere pessimistische Ansicht über die sozialen Friedensbestrebungen in Frankreich rechtfertigt. Seit dem Beginn des Volksfront-Experiments ist nämlich die Mitgliederzahl der CGT von 1,2 Millionen auf nunmehr fast 5 Millionen gestiegen, d. h. aber zugleich, daß die k o m m u n i st i s ch e Macht sich in demselben Maße verstärkt hat. Der französische Durchschnittsarbeiter, der in der CGT organisiert ist, ist zwar deshalb noch lange kein waschechter Kommunist, aber er durchschaut auch nicht das teuflische Spiel, das die roten Agitatoren mit ihm treiben. Gerade die letzten Streikunruhen haben gezeigt, daß die kommunistischen Führer die Macht, Die sie auf die kurzsichtige und gutgläubige Masse der französischen Arbeiter ausüben, rücksichtslos einzusetzen gewillt sind für die Ziele, die Moskau im Auge hat. Daß diese Ziele im schroffsten Widerspruch zu den Bemühungen des Ministerpräsidenten Chautemps stehen, braucht nicht näher erläutert zu werden. Es fällt schwer, unter diesen Umständen an einen Erfolg des Appells zu glauben, den Chautemps an das schaffende französische Volk gerichtet hat. Heinrich Evers.
Chautemps
fordert freimütige Au Sprache.
Paris, 7. Januar. (DNB.) Ministerpräsident Chautemps hat Arbeitgeber, und Arbeitnehmerverbände für Mittwoch zu einer Aussprache eingeladen. In dem Schreiben an den Arbeitgeberverband jagt .Chautemps, & pMe. daß von den
Athen, 7. Jan. (DNB.) Griechenland stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Hochzeitsfeier- lichkeiten. Prinzessin Friederike wurde bei einem Spaziergang, den sie durch das reichgeschmückte Athen mit . ihrem Verlobten und ihren Eltern unternahm, von der Bevölkerung überall herzlich begrüßt. Am Abend fand ein Essen zu Ehren der Prinzessin Friederike und ihrer Eltern statt. Nachmittags trafen neben anderen ausländischen Ehrengästen der Herzog und die Herzogin von Kent und Prinzregent Paul von Jugoslawien mit Prinzessin Olga ein. Beim Hofmarschallamt gehen die ersten Hochzeitsgeschenke aus dem Auslande ein, von Staatsoberhäuptern, Botschaftern und Gesandten sowie von den griechischen Kolonien in anderen Hauptstädten. Aus dem Inland senden zahlreiche Orga-
Arbeitgebern die ständigen Streiks, das ungesetzliche. Vorgehen und der politische Charakter vieler Ausstände stark mißbilligt werde. Er, höre aber auf der anderen Seite auch die Klagen der Arlwit- nehmerverbände wegen des Widerstandes der Arbeitgeber gegen die Erneuerung der Rahmenarbeitsoerträge und gegen die Durchführung der Schiedssprüche. Statt diese Kämpfe, die a u f K o - st en der nationalen Belange gingen, andauern zu lassen, wolle er Arbeitgeber- und Arheitnehmervertreter zu einer freimütigen, umfassenden Aussprache zusammenführen. Hierbei sollten Maßnahmen zur Verhütung und Mäßigung von Streitigkeiten, sowie Vorkehrungen für ihre rasche, gerechte und friedliche Lösung, falls sie doch ausbrechen, besprochen werden. Wenn der Arbeitgeberverband auch so denke, möge er Vertreter zu der Besprechung entsenden, zu der auch Vertreter der CGT.-Gewerkschaft und des an der Erzeugung beteiligten Mittelstandes (kleinere und mittlere industrielle und Technikerverbände) 'eingeladen sind. Eine höfliche, freimütige wechselseitige Aussprache unter Beteiligung der Regierung müßte die Möglichkeit bieten, „die Ursachen der jetzigen Gegensätze klar herauszuarbeiten und in gemeinsamer Verständigung ein neues Arbeitsrecht auszuarbeiten, daß die Vorbedingung des sozialen Friedens und des allgemeinen Wohlstandes fei."
3m Gowjet-Oorf fehlt es am Nötigsten.
Moskau, 6. Jan. (DNB.) Der ungeheure Mangel an Waren aller Art, die ' n den Kol - chos-Dörfern der Sowjetunion herrscht, ver- anlaßt die „Leningradskaja Prawda" zu einem geharnischten Angriff gegen die ländlichen Handelsorganisationen. Der Artikel beweist, daß der Sowjetbauer heute, abgesehen von dem Geldmangel, auch aus dem Grunde nichts kaufen kann, weil nichts vorhanden ist. Das Blatt sagt, daß sein Vertreter im Leningrader Bezirk 2 0 staatliche ’Dorfläben besucht habe. In 13 von ihnen gab es kein Salz, in 18 fehlte Zucker, in 16 Seife. Wurst gab es nur in 2 von 20 Läden und in der überwiegenden Mehrzahl aller Läden fehlten Streichhölzer, Konserven, Backwaren, Soda und anderes. Dafür habe man in diesen Läden m einem Jahr
1Q4H1ÜQ Üiuiißl ßßfUüUeut. Betrüger
nifationen, Städte und Dörfer Geschenke vielfältiger Art. Der griechische Ministerpräsident M e! t a j a s beging am Freitag seinen Namenstag und war Gegenstand zahlreicher Ehrungen. In der Athener Kathedrale wurde in Anwesenheit der Regierung und einer zahlreichen Menge ein feierliches Tedeum zu Ehren Metaxas abgehalten.
Unser Bild zeigt die Ankunft der Prinzessin Friederike JÖuife in Athen. Nach Begrüßung durch den König besteigt die Prinzessin das Auto. An der Seite ihres Verlobten, des Kronprinzen Paul, und ihrer Schwiegermutter hielt Friederike Luise dann durch die von Tausenden jubelnder Athener umsäumten Straßen ihren Einzug in die griechische Hauptstadt. (Aufnahme: Scherl-Bilderdienst-M.)
und Diebe säßen in den Verkaufsstellen die die festgesetzten Preise aus eigener Machtvollkommenheit um,bas Vierfache erhöhten Es gäbe auch gelegentlich Kontrollen. Aber die sogenannten Prüfer blätterten nur mit gelangweilten Gesichtern die Mappen durch, zeigten sich auf den Straßen der Dorfbevölkerung und verließen dann wieder die Stätte ihrer Tätigkeit. Das Kolchos-Dorf aber bleibe weiter ohne Warendes täglichen Bedarfs. Oie Konferenz von Budapest.
Anfang nächster Woche findet fn Budapest eine Besprechung der Außenminister bzw. Ministerpräsidenten Italiens, Oesterreichs und Ungarns statt. Zwischen Italien, Oesterreich und Ungarn besteht das in den „Römischen Protokollen" mebergelegte Dreierabkommen vom Februar 1934, das seither auch schon erweitert worden ist. Das Abkommen hat zunächst die wirtschaft- lichen Beziehungen der drei Staaten wesentlich gefördert und insbesondere die Ausfuhren Oesterreichs und Ungarns nach Jtälien kräftig in die Höhe gebracht. Aber das Abkommen hatte immer auch -eine politische Bedeutung. Es war ursprünglich eine Art Gegengewicht gegen den Balkanbund (Rumänien, Südslawien, Griechenland und Türkei). Inzwischen sind gründliche Wandlungen eingetreten. Südslawien hat eine Verständigung mit Bulgarien gesucht und auch sein Verhältnis mit Italien bereinigt. Gerade in den letzten Tagen ist R u m ä n t en nachgefolgt. Der überaus freundliche Briefwechsel zwischen Goga und Mussolini, die Anerkennung des ost'afri- kan'ischen Imperiums Italiens und die Ernennung eines rumänischen Marine-Attaches in Rom legen Zeugnis ab Inzwischen hat sich auch das Verhältnis Italiens zu Deutschland gründlich gewandelt; die Achse Berlin — Rom hat starken Bewährungsproben getrotzt und erscheint auch einem mißgünstigen Auslande immer -tärfcr als eine Wirklichkeit, die nicht zu übersehen ist. Die Reden des Führers und des Duce auf dem Berliner Maifeld finden jetzt ihr Gegenstück in der nachdrücklichen Erklärung der italienischen Presse, daß im Donauraum nichts ohne Deutschland geschehen könne. Im Zuge dieser Entwicklung ist zwischen Südslawien und Ungarn eine Fühlungnahme erfolgt, die auch die ungarische Minderheit m Südslawien umfaßt; eine ganä ähnliche Entwicklung istUngsrg
und Rumänien denkbar, besonders nachdem der neue rumänische Ministerpräsident aus seinem klaren und überzeugten Nationalismus heraus auch die Ächtung der in Rumänien lebenden Minderheiten versprochen hat. Die Gegenstände der Budapester Beratungen sind also erheblich.
7SJahre Höchster Farbwerke.
Höchst hatte am Freitag zu Ehren der aufs engste mit ihm verbundenen Farbwerke, die auf ein 75- jähriges Bestehen zurückblicken können, reichen Flaagenschmuck angelegt. Mehr als 8000 (Befolg» schaftsmitglieder des Werks Höchst der IG. Fa.rbenindustrie hieß in dec Stickstoffhalle des Werks der Betriebsführer Dr. Hermann willkommen, ebenso die Nachfahren der Gründerfamilien und die Gäste. Anläßlich des Jubiläums erhielt jedes Gefolgschaftsmitglied ein Buch über die Arbeit des Werkes und eine Erinnerungsmedaille. Weiter wurden 500 000 Mark für die Errichtung eines Feierabendhauses, Das gleichzeitig dem Betriebssport dienen soll, sowie erneut 150 000 Mark und damit insgesamt 500 000 Mark für ein Schwimmbad im Stadtteil Höchst, und schließlich jedem Gefolgschaftsmitglied eine geldliche Zuwendung gegeben. — Die Geschichte des Werks wurde von Dr. Gustav von Brüning, einem Enkel aus der Gründerfamilie, eingehend bargelegt. Die Zahl ber Arbeiter, bie bei der Gründung des Werks im Jahre 1863 sieben betrug, ist ä u f annähernd 1 0 000 angewachsen. Das Werk ist so vielgestaltig in seiner Produktion wie kaum ein anderes im Konzern.
Gauleiter Sprenger überbrachte den Höchster Farbwerken seine Glückwünsche und die Grüße des Gaues. Er erinnerte daran, baß die Betriebsführung von jeher ein gutes Herz für die sozialen Belange ihrer Gefolgschaft hatte und besonders mitarbeitete auf dem Gebiet der Werkssiedlung. Man finde auch heute in Höchst die Meister der Tat und der Menschenführung. Hier in den Höchster Farbwerken mitarbeiten zu können, müsse jedes Gefvlg- schaftsmitglieb mit Ehre und Stolz erfüllen, denn diese Arbeit sei getragen von dem Geist der sozialistischen deutschen Wirtschaft.
Die Stadt Frankfurt überreichte durch den Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs der Betriebsführung eine Ehrenurkunde. Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Walther vom Rath überbrachte den Dank der Zentralverwaltung der IG. Farbemndustrie für die wertvolle Mitarbeit der Betriebe.
Abiturientinnen und Arbeitsdienst.
Keine Zulassung zum Studium ohne Arbeitsdienst.
München, 7. Jan. (DNB.) Die Reichs- studentenführung gibt bekannt: Alle Abiturientinnen von Ostern 1938, die studieren wollen, sind verpflichtet, vor Beginn des Studiums einen 26wöchigen Arbeits- b z w. Ausgleichsdienst zu leisten. Der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend hat sich verpflichtet, sämtliche Abiturientinnen, die zu studieren beabsichtigen, am 1. April 1938 zu einer halbjährigen Arbeitsdienstzeit heranzuziehen. Die Meldung hat bis spätestens 25. Januar 1938 bei den zuständigen Bezirks- It eil en des Reichsarbeitsdienstes, Arbeitsdienst für die weibliche Jugend, zu erfolgen, und zwar unter Ausfüllung des bei der Polizeibehörde erhältlichen Anmeldeformulars, dem außer Geburtsschein, polizeilichem Führungszeugnis, polizeilicher Meldebescheinigung und zwei gleichen Lichtbildern hinzuzufügen sind: eine Bescheinigung des Schulleiters, daß die Antragstellerin zur Reifeprüfung zugelassen ist, eine Bescheinigung des Erziehungsberechtigten, daß er mit der Absicht der Antragstellerin, zu studieren, einverstanden ist. Die Einberufung ergeht von den Bezirksstellen an die Abiturientinnen direkt.
Die Papiere derjenigen Abiturientinnen, deren Arbeitsdienstuntauglichkeit sich bei der ärztlichen Untersuchung des Arbeitsdienstes herausstellt, werden durch die Bezirksleitung des Arbeitsdienstes an die Reichsstudentenführung zur Einberufung in den Ausgleichsdienst weitergegeben. Diejenigen Abiturientinnen, bei denen von vornherein feststeht, daß sie nicht arbeitsdienst- tauglich find, müssen bis zum gleichen Termin (25. Jan. 1938) dieselben Papiere und ein amtsärztliches Attest an das Referat Arbeitsund Ausgleichsdienst für Studentinnen, München, Karlstraße 16, einreichen. Die Einberufung in den Ausgleichsdienst erfolgt durch die Reichsstudenten- führung.
Ehrenurkunde der DAF.
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Für langjährige Mitarbeit in einer Betriebsgemeinschaft überreicht die Deutsche Arbeitsfront in Anerkennung der Verdienste diese Urkunde. Bei vierzig^ jähriger Betriebszugehörigkeit wird diese Urkunde vom Reichsorganisationsleiter Dr. Ley selbst unter- üeichnet, -- MesteanU der DW. = Scherl-W^l .


