Nr. 235 Erster Matt
188. Jahrgang
Keitag, 7. Oktober 1938
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Das Sudetenland huldigt zum dritten Bal seinem Vesreier
Oes Führers Fahrt durch Rordböhmen nach Friedland
ge
schwenkt, der Jubel kennt keine Grenzen.
und
Autonomie der Slowakei
Ministerpräsident Tiso bildet eine Regierung der slowakischen Einheitsfront.
schen tschechisch-slowakischen Staates
t a g e s. Für Gültigkeit von Beschlüssen der gemein
Massen nur mit Mühe zurückhalten.
Unter den
Klängen des Präsentiermarsches schritt der Führer I nach dem Muster der ehemaligen österreichisch-unga- samen tschecho-slowakischen Nationalversammlung soll v : . .. »ä x y . w f... __* .. * . f. .... f. . >...*! x .. w • • ~e~. ,.. a M» » « > « f P <1 L <.. .. » O >> . ■ a \ I <4\ t m «। ♦* S . A im X U AIX < I a 1 ■ a X «»• X a H-
die Front der Ehrenkompanie ab und begrüßte
rischen Monarchie. Die Slowaken sähen eine Lä-
jedoch nicht nur die Mehrheit aller Mitglieder der
Budapest, 6. Okt. (Europapreß.) Wie das Spätabsndblatt „Kis Ujsag" meldet, hat der Vollzugsausschuß der Slowakischen Volkspartei auf seiner Tagung in Sillein die Bildung einer slowakischen Einheitsfront unter Beteiligung der Slowakischen Volkspartei, der Slowaki-
zu Bunkern, Schützengräben, Baumsperren Drahtverhauen.
Berlin, 7.Off. (DRV.) Auf Grund des Münch- ner Abkommens und der daraufhin erfolgten Fest- skellungen des Internationalen Ausschusses werden die deutschen Truppen bis zum 10. Oktober folgende weitere Gebiete in Böhmen und Mähren besehen:
1. An der Grenze des Gaues Riederdonau: am 8. Oktober ab 12 Uhr das Gebiet umRikolsburg und zwischen 5rein und Reu-Bislrih; am 9. Oktober ab 10 Uhr das Gebiet um Znaim und Mähris ch - L r o m a u : am 10. Oktober ab 12 Uhr das Gebiet westlich Reuhaus und den Brückenkopf südlich Prehburg.
2. An der Grenze des Gaues Oberdonau und i m B ö h m e r w a l d : am 8. Oktober ab 12 Uhr das Gebiet bis zur Linie Steinbach—Böhmifch-Krumau— Winterberg—Waldmünchen, die genannten Orte eingeschlossen.
3. An der nordo st bayerischen und sächsischen Grenze: am 8.Oktober ab 12 Uhr das Gebiet um Reichenberg und Gablonz; am 9. Oktober ab 12 Uhr das Gebiet bis zur Linie Vifchofsteinih—Wacherau ostwärts Ludih—Poder- sam — Saaz — Brüx —Aussig —Auscha —Böhmifch- Leipa — Wartenberg-, am 10. Oktober ab 12 Uhr das Gebiet südwestlich Pilsen und das Gebiet bis zur Linie südlich Iechnih—Postelberg—Leitmerih— Libosch—Böhmisch-Aiche.
4. An der schlesischen Grenze: am 8. Oktober ab 12 Uhr das Gebiet um hohenelbe und Trautenau, das Braunauer Land, das Gebiet um Mährifch-Schönberg südlich Freudenthal und Troppau einschließlich des hultschlner Ländchens; am 9. Oktober ab 12 Uhr das Gebiet
gebende Gewalt des slowakischen Land-
Das Sieg-Heil des Führers auf die großdeutsche Heimat der Sudetendeutschen wird von den Friedländern wiederum mit einem ungeheuren Begeisterungssturm ausgenommen, der sich noch verstärkt, als der Führer das Rathaus verläßt, seinen Wagen besteigt und langsam die Stadt in Richtung auf Neustadt verläßt. Nun öffnet sich groß und eindrucksvoll die Landschaft des Egergebirges. Die Dörfer treten zurück. Nach all den Stunden unablässigen Jubels tritt jetzt für eine kurze Feit Stille ein. Obwohl noch immer an den Straßenkreuzungen die
und Jahrzehnfen voll Kampf und Opfer endlich erreicht werden konnte. „Die Fahne, die heute über ganz Deutschland weht", so rief er, begleitet von dem tosenden Beifall der Friedländer aus, „soll des deutschen Volkes ewige Fahne und die Ration ihr ewiger Träger sein! Das Reich der Deutschen, das wir nun endlich im nationalsozialistischen Staat aufgerichtet haben, ist für uns das Höch ft e Glück auf dieser Welt, und wir sind jederzeit zum ochst en und letzten Einsatz dafür bereit!“ Ich weiß, das Reich, das aus dem Kampf der nationalsozialistischen Bewegung entstand, wird, solange es Deutsche gibt, nimmermehr vergehen! Deutschland Sieg-Heil!
sungsmöglichkeit in der Annahme folgender Vorschläge: Die zwei Staaten würden einen gemeinsamen Staatspräsidenten, einen gemeinsamen A uhenmini st er, Landesoer teidi- gungsminister und Finanz Minister, evtl, auch einen gemeinsamen Justizminister haben. Einem gemeinsamen Parlament sollen nur die Entscheidungen über die gemeinsamen Angelegenheiten Vorbehalten sein. Hinsichtlich der Armee verlangen die Slowaken die Aufstellung von eigenen slowakischen Truppen mit slowakischen Offizieren und slowakischer Kommandosprache, nach, belgischem Muster, wobei in der Slowakei nur slowakisches Militär unter dem Kommando eines slowakischen Befehlshabers stationiert sein soll. Gemeinsame tschechoslowakische Angelegenheiten bleiben die nationale
dann vor dem Rathaus eine Reihe von alten Kämpfern der Nationalsozialistischen Partei im Sudetenland. Im Rathaus drückte der Führer Hinterbliebenen von im Kampf für ihr Deutschtum Gefallenen die Hand. Als der Führer dann mit Konrad Henlein auf dem Balkon des Rathauses hinaustrat, klang ihm der brausende Begeisterungssturm der Massen entgegen. Der Ortsleiter begrüßte den Führer. Der Bezirksleiter gedenkt Konrad Henleins, des Einigers des Sudetendeutschtums nach jahrelanger Zwietracht.
And dann sprich! der Führer von dem großen Wunder, von dem Wunder der Vereinigung des Sudelenlandes mif dem Reiche, die nach vielen, vielen Jahrhunderten
I
Verteidigung (mit der angeführten Ausnahme), das Geld-, Münz-, das Derficherungs- und Verkehrswesen, das Zollsystem, das Maß- und Gewichtsystem, die Verwaltung der früher entstandenen Staatsschulden, die Staatsmonopole und staatlichen Unternehmungen (mit Ausnahme der Wälder, Gü-
Nationaloersammlung, sondern auch die Mehrheit der in der Slowakei gewählten Mitglieder notwendig sein. Der Landtag roirb nach Preßburg einberufen. Der Vorsitzende des Landtages ernennt aus den Mitgliedern des Landtages die erste autonome Landesregierung. Die Gleichberechtigung der in der Slowakei lebenden nichtslowakischen Landesangehörigen ist ausdrücklich vorgesehen. Die autonome slowakische Regierung, deren Beziehungen zur Prager Regierung späfer geregelt werden sollten, werde sobald als möglich gebildet und aus fünf Mitgliedern bestehen, davon drei Volksparteilern, einem Natio- nalparteiler und einem Agrarier.
Die Silleiner Beschlüsse wurden unverzüglich bet Regierung in Prag mitgeteilt, die, wie man in Sil-
Menschen stehen und auf den Führer warten, um wenigstens im Vorbeifahren einen Blick von ihm zu erhaschen, so liegen doch dazwischen längere Strecken, in denen nicht die Menschen zu uns sprechen, sondern die gewaltige Stille der Landschaft. Auch diese Landschaft ist ein Zeichen dafür, wie deutsch das Land ist; denn nur deutsche Menschen gehören in eine urdeutsche Landschaft.
In der beginnenden Dunkelheit leuchten hier und dort in den Gehöften und Häusern, die die Kolonne des Führers passiert, Lichter auf. Wir sehen, daß die Bewohner ihre letzten Kerzen angezündet und sie ins Fenster gestellt haben. Dort leuchten sie nun dem Führer entgegen. Hinter den Kerzen sind Blumen aufgebaut, grüßen die Bilder des Führers und Konrad Henleins. Diese Illumination gibt einen ergreifenden Beweis für die Liebe und das Vertrauen der Sudetendeutschen zum Führer. Auch die Grenzbevölkerung im Altreich, deren Dörfer und Häuser nochmals auf kurze Strecken von dem Weg des Führers berührt wurden, zeigte die gleiche Begeisterung und den gleichen Jubel.
Noch ein Eindruck dieses Tages muß festgehalten werden, das ist der der grenzenlosen Not, die das reiche und schöne Gebiet der Sudetendeutschen bisher erleben mußte. Ueberall sehen wir stilliegende Fabriken, überall hörten wir, daß die Tschechen auch das Letzte weggeschleppt und weggestohlen haben. Aber schon kleben überall an den Straßenecken die gelben Plakate der NSV. Das Sudetendeutschtum sieht, daß der Führer nicht nur seine Truppe mit sich führt, um das wiedergewonnene Land zu schützen, sondern daß gleichzeitig mit ihm auch d i e brüderliche Hilfe des ganzen deutschen Volkes kommt und in kurzer Zeit ihrer Not ein Ende machen wird.
3m befreiten Rnniburger Land.
Löbau, 6. Okt. (DNB.) Am Donnerstagvormittag trat der Führer von Löbau in Sachsen aus die Fahrt in die II. Zone des Sudetenlandes an, die bereits am 2. und 3. Oktober von den Truppen besetzt worden ist. Auf dem Bahnhof in Löbau meldeten sich der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 3, Generaloberst von Bock, der Befehlshaber der Luftwaffengruppe 1, General der Flieger Kesselring, der Chef des Generalstabes der Heeresgruppe 3, General Felbert, und der Chef des Generalstabes des IV. Armeekorps, Generalmajor O l b r i ch t, außerdem Gauleiter Mutsch- mann, SA. - Obergruppenführer Schepmann mit einigen führenden Persönlichkeiten der Gliederungen des Gaues Sachsen beim Führer. Nach einer kurzen Besprechung im Befehlswagen des Führer- Sonderzuges begann der Führer wenige Minuten nach 9.20 Uhr die Fahrt. An Stelle des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe 4, General der Artillerie von Reichenau, nahm jetzt der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 3, Generaloberst von Bock, dessen Befehl die Truppen der II. Zone unterstehen, an der Fahrt im Wagen des Führers teil. Außerdem nahmen im Wagen des Führers Platz die militärischen Adjutanten, Oberstleutnant S ch m u n d t, und Hauptmann Engel sowie ff - Gruppenführer Schaub. In den weiteren Wagen der Kolonne der dreiachsigen, grauen Mercedes-Geländewagen folgten Reichskommissar Konrad Henlein, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, General der Artillerie Keitel, Reichsführer ff Himmler, Reichsminister Dr. Lammers, Reichsleiter Bormann, Reichspressechef Dr. Dietrich, Generalmajor Bodenschatz, Reichsbildberichterstatter Prof. Hoffmann sowie die persönlichen Adjutanten des Führers.
Don Löbau aus geht die Fahrt des Führers über Oppach zum Grenzort F u g a u , wo sudetendeutscher Boden betreten wurde. Der erste kurze Aufenthalt war in Schluckenau auf dem Marktplatz, wo sich wie in den anderen Orten Tausendevon Menschen drängten. Der Führer fuhr im Wagen stehend um das Rund des Marktplatzes, schritt die Front des Freikorps ab und trua sich dann in das Stadtbuch ein. In Rumburg sind alle Anmarsch- straßen in einen Wald von Fahnen gehüllt. Besonders reich geschmückt ist der Marktplatz. Bon den Dächern herab wallen lange Fahnentücher. Wo nur
noch einmal der tiefe Dank in einem ungeheuren Freudensturm zum Ausdruck. Fahnen werden
ein Brunnen, eine Laterne oder ein kleiner Mauervorsprung ist, alles ist voll besetzt mit Menschen. Mitten auf dem Marktplatz breitet sich über das holprige Plaster ein riesiger Teppich aus frischen Herbstblumen. Blühende Astern in allen Farben, in der Mitte das Sonnenrad, das Zeichen der Freiheit. Blumen bilden auch den Spruch: „Heil unserem Führer!" Inmitten des Blumenteppichs liegt auf einem kleinen Tischchen abfgeschlagen das Ehrenbuch der Stadt Rumburg. Kurz nach 11 Uhr fahren aus der Richtung von Schluckenau her mehrere Panzerspähwagen in die Stadt. Sie künden der Bevölkerung, daß der Führer kommt. Als dann der Kraftfahrer mit der gelben Flagge auf dem Markt hält, ist es im Augenblick still.
Unter dem Geläut der Glocken naht dann kurz nach 11 Uhr endlich der erste Wagen, in dem Adolf Hitler steht. Wie ein Schrei geht es nun über Gassen und > Straßen, schallen über das Städtchen die Ruse „Heil Hitler!" — „Heil unserem Retter!" — „Gott schütze unseren Führer!" Am Eingang zum Markt begrüßen der Bürgermeister und die Vertreter der SDP. den Führer. Als dann der Führer das Podium besteigt, dauert es wieder Minuten, ehe sich der Jubelsturm der Menschen legt. Es sei ein langer Weg zur Freiheit gewesen, so sagt er. Diese wunderbare Entwicklung möge uns zeigen, was ein unbeugsamer Wille vermag. Heute stehe das Reich im Begriff, mehr als drei Millionen Menschen sich anzuschließen. In dieser Stunde möge unser aller Gelöbnis sein, der Wille, dieses Reich zu halten, sollte nicht geringer sein, als der gewesen sei, dieses Reich aufzubauen. Von neuem brandet der Jubel auf, als der Führer dann mit erhobener Stimme sagt, unser Gelöbnis sei auch in dieser Stunde, daß jeder Fußbreit deutscher Erde, auf dem erst einmal die Flagge des Deutschen Reiches eingerammt sei, ewig deutsch bleibe. Nun schreitet der Führer auf die Angehörigen der Gefallenen aus dem Rumburger Bezirk zu. Er drückt den weinenden Frauen die Hand; den Kindern legt er die Hand auf die Wange, allen spricht er ein Wort des Trostes zu Ein Angehöriger zeigt dem Führer das Bild des Gefallenen, auf das Adolf Hitler seinen Namen schreibt.
Als er dann zum Wagen zurückschreitet, um die Weiterfahrt nach Schönlinde anzutreten, kommt
südlich und ostwärts von Trautenau, um Schildberg, um Rlährisch-Reustadt, Bärn und südlich Troppau; am 10. Oktober ab 10 Uhr bzw. 12 Uhr bas Gebiet des Adlergebirges, um Zwittau, Mährisch- Trübau, Bodenstadt und Reu-Titschein.
Oie Besetzung des Abschnittes IV. durchgeführt.
Berlin, 7. Oktober. (DRB. Funkfpruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Truppen des Generalobersten von Rundstedt sind heute (7.10.), 8 Uhr, zum Marsch über die gestern erreichte Linie wieder angetreten. Sie führen heute die Besetzung des Gebietsabschnittes IV zu Ende.
Oeutsch-tfchechische Vereinbarung über den Transport von Rückwanderern
Berlin, 6. Okt. (DNB.) Im Anschluß an die Verhandlungen der Internationalen Kommission zur Durchführung der Münchener Vereinbarungen der Großmächte vom 28. September 1938 über die Wiedervereinigung des Sudetenlandes mit Deutschland sind das Reichsverkehrsmini st erium und das tfchecho-slowakischeEifenbahn- m i nist erium in Verhandlungen über Fragen des Eisenbahnverkehrs eingetreten. Am 6. Oktober 1938 ist bereits eine Vereinbarung u n ■ terzeichnet worden, die das Verfahren bei der Rückführung von Rückwanderern aus dem tschechischen Gebiet nach dem von der deutschen Wehrmacht besetzten Sudetenland und in umgekehrter Richtung regelt. Die Verhandlungen der Eisenbahnverwaltungen dauern fort, um die Wiederaufnahme des gegenseitigen Eisenbahnverkehrs und seine reibungslose Abwicklung vorzubereiten. ,
schen Nationalpartei und des slowakischen Flügels ter, Berg- und Hüttenwerke und Bäder), schließlich der Tschecho-slowakischen Agrarpartei beschlossen. die Außenpolitik mit den dazu gehörigen Rechten Die slowakische Einheitsfront sei entschlossen, unver- der Vertragsabschlüsse, Kriegserklärung usw. Alle züglich die slowakische Autonomie zu ver-ü b r i g e n Angelegenheiten fallen unter die gesetzwirklichem und zwar in Form eines d u a l i st i -
Tmmphsahrt nach Friedland.
Immer wieder beispielloser Jubel um den Führer.
Strahlende Sonne liegt über den bewaldeten Inseln, den grünen Fluren und den mit so unendlicher Liebe geschmückten Dörfern und Städten. In vielen Ortschaften sind die Ränder des Fahrdammes kilometerweit schnurgerade mit bunten Herbstblumen eingefaßt, mit Rosen und mit Astern in allen Farben. Und hinter diesen bunten Bändern steht in Mauern die dankerfüllte Bevölkerung des Sudetenlandes, jauchzend und jubelnd. Auch noch weit draußen am Rande der Wiesen und Aecker und an den zahllosen einsamen Gehöften sind sie aur<iar= schiert. Als nächste größere Etappe ist nach Passieren der von Iubelstürmen erfüllten Ortschaften Schön- linde und Kreibitz, wo eine zerstörte Brücke zu einem Umweg nötigt, Böhmisch-Kamnitz erreicht. Mitten auf dem Platz ist der Wagen des Führers eingekeilt. Um sich schauend steht Adolf Hitler inmitten der überschäumenden Begeisterung. Fähnchen werden geschwenkt, Tücher wirbeln durch die Luft. Nun die Kamnitzer den Führer so mitten unter sich sehen, stimmen sie das Lied an, das sie 20 Jahre lang still bei sich bewahren mußten, das Lied der Deutschen: ..... Blüh' im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!" Ans Herz packende Szenen spielen sich mitten in diesem Tosen ab, wenn der Führer den andrängenden Massen seine Hand darreicht, wenn er zu diesem oder jenem Fenster hinauf grüßt, wenn er Blumensträuße von Kindern entgegennimmt und den Kleinen im Feiertagsgewand die Wangen streichelt.
Auf dem einzig freien Fleckchen des Marktplatzes von Steinschönau steht auf einem Teppich ein blumengeschmücktes Tischchen; hier liegt das goldene Buch der Stadt. Der Führer verläßt auch hier wieder den Wagen und trägt seinen Namenszug ein. Als Ehrengabe wird dem Führer ein Erzeugnis der heimischen Glasindustrie übergeben, eine wundervolle, schwere Bergkristallvose. Auf den jubelnden Empfang folgt in wenigen Minuten der jubelnde Abschied.
Auf den Höhen hinter Steinschonau öffnet sich ein prächtiger Fernblick über Hügel umkränzte Täler. Tschechische Reklameschilder, Ortsnamen und dergleichen sind ausgelöscht, um auch damit zu dokumentieren: Das Land ist deutsch! Werden wir im allgemeinen nur an die glückliche Gegenwart erinnert, so führt eine Besichtigung tschechi - fd)er Festungsanlagen unsere Gedanken in die schrecklichen Tage der jüngsten Vergangenheit zurück. Die Begleiter des Führers geleiten diesen
In der Gegend von Groß-Mergtal sieht der Führer ebenfalls die kleinen Bunker, diese die ganze Umgebung beherrschende Betonmauer für Maschinengewehrnester. Hier steht ein solcher Bunker sogar mitten im Ort.
Das jubelnde Haida und die menschenerfüllten Gassen des kleinen Grenzstädtchens Zwickau werden in langsamer Fahrt passiert. Schulkinder, Turner, schützen, Freiwillige Feuerwehr, alles ist auf- geboten, alles ist zur Stelle, um Adolf Hitler zu grüßen. Mitten unter den Fahnen der Sudetendeutschen Partei und der anderen Organisationen auch eine Fahne des deutsch-völkischen Turnerbundes, der seit Gründung um die Jahrhundertwende hier im Sudetenland die vier F des Turnerwahlspruches in Hakenkreuzform führt, und im Zeichen dieses Symbols seine vöckkisch-großdeutsche Einstellung tapfer und kompromißlos verfochten hat. Hell klingt dem Führer zum Gruß das Glöcklein der kleinen Kirche am Dorfrand entgegen. Nach einer kurzen Wegstrecke durch Altreichsgebiet über den von Zehntausenden besetzten hübschen Kurort Oybin und den Grenzort Lückendorf tritt der Führer nun über Kratzau die Fahrt zur Kundgebung in Friedland an.
der Führer spricht.
In Friedland war der weite Marktplatz vor dem Rathaus ebenso wie die Straßen der Stadt bis zum letzten Platz überfüllt von einer unübersehbaren Menschenmenge, die dicht gedrängt, Kopf an Kopf den Führer erwartete. Als sich die graue Wagenkolonne dem Marktplatz näherte, konnte das Spalier der Wehrmacht und des Freikorps die
Das Reich wird nimmermehr vergehen
Oer Führer spricht in Friedland zu begeisterten Massen.
OerBesehungsplanbis zum 10 Oktober
Auf Grund der Feststellungen der Internationalen Kommission.


