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einem

Aus der engeren Heimat

eines Moncrts erschöpft.

ZuchtbolkversteigerungderEchaszüchiermAlsseld

Das

des Umbrers, der Raffaels Lehrer wurde.

fetzendes Märchenspiel, das große Im Rahmen dieser Veranstaltung meindepflegeverein seine lung. Es interessierte, daß die

hielt der G e Hauptversamm« Finanzlage der daß die Diako-

wertvolle Preise ausgegeben. Für das beste Tier der Schau erhielt der Züchter Otto Rinn (Utphe) die Bronzene Medaille des Reichsoerbandes Deut» scher Schafzüchter. Die der Wertklasse I zu geteilten Tiere erhielten auch die 1. Preise, während die Tiere der II. und III. Wertmasse die 2. und 3. Preise bzw. Anerkennungen erhielten.

Zu der Versteigerung am Donnerstagvor» mittag waren viele Züchter, vor allem aus den nassauischen und den oberhessischen Kreisen er­schienen. Der Landesverbandsvorsitzende Philipp Schuster begrüßte die Züchter und gab bekannt, daß nicht mehr Lammdöcke, sondern natürlich aus­gewachsene Jährlingsböcke mit guten Anlagen und Leistungen zur Versteigerung zugelassen werden, die allen Bestimmungen entsprechen und angekört sein müssen. Weiterhin wies er auf das ausge­zeichnete Zuchtmaterial hin.

weltabgeschiedene Rest Klein-Wustrow und beginnt hier sofort nach alter Weise zuarbeiten". Aus der vielfältigen Ueberschneidung der Beziehungen, die er dort anknüpft, entwickelt sich die romanhafte Handlung, die den Inhalt ausmacht, die fleinbür» gerliche Welt der märkischen Provinz aufdeckt und in gefährliche Schwingungen versetzt. Die Verdienste des Drehbuches und der Regieführung (Herbert S e l p i n) liegen, wie uns scheint, nicht nur in der sehr geschickten und romanhaft spannenden Füh- ____g der Fabel, sondern in den durch die Ro- manerftndung überall durchschimmernden einfachen

der Osterwoche fand . , , ,

den Geburtstag des Führers geziemend zu

Dazu gibt es die Bavaria-Wochenschau und einen Kulturfilm mit Bildern aus Rumänien.

Hans Thyriot

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Rebelte mW dis Mitglied der MD.!

Die vom Tierzuchtbeamten Büxler (Gießen) vorgenommene Versteigerung nahm einen schlepp penden Verlauf, da das Angebot größer als die Nachfrage war. Es verblieb großer Ueberftanb. Das beste Tier der Schau wurde nicht ausgeboten, weil es für die Zucht zurückbehalten wurde.

Die Preisverleilung.

Die Bronzene Medaille des Reichsverbandes Deutscher Schafzüchter, Berlin, und den la-Preis erhielt Bock Nr. 89 und den Ic-Preis und Den- Ehrenpreis bes Landesverbandes der Schafzüchter in Hessen-Nassau der Bock Nr. 87, die dem Züchter Otto Rinn (Utphe) gehören. Für die beste Woll- leistung wurden die Stammherden (Böcke 89, 87 und 148) bes Züchters Otto Rinn (Utphe) mit dem la-Preis und dem Ehrenpreis der Reichswoll­verwertung, die der Fürstlichen Gutsver­waltung in Lich gehörigen Böcke Nr. 78, 59 und 60 mit dem Ic-Preis und dem Ehrenpreis des Landesverbandes der Schafzüchter in Hessen-Nassau ausgezeichnet.

In der I. Preisklasse erhielten die Böcke bes Züchters Otto Rinn (Utphe) folgende Preise: 1b, Id, 1k (Nr. 86, 148 und 73); die der Fürst­lichen Gutsverwaltung Lich einen le-Preis für den Bock Nr. 78.

In der II. Preisklasse erhielten die Tiere der Züchter: Otto Rinn (Utphe) die. Preise: 2d, 2e, 2g, 2i, 2j, 2k und 21 für Nr. 90, 72, 103, 160, 102, 162 und 71; bas Lehr- und Versuchs­gut Selgenhof den 2a- und den 2n-Preis für die Nr. 114 und 100; Heinrich Wicke (Rudlos) die Preise 2b, 2c, 2k und 2m auf die Nr. 107, 55, 92 und 75; die Fürstliche Gutsverwaltung in Lich den 2h-Preis auf den Bock Nr. 58.

Das war in Urbino, für dessen wissenschaftlich gebildeten Herzog er die höfisch-allegorischen Ge­mälde der Galerien zu Berlin und London entwarf, auch sie von fremder Hand, in der trüben Skala spanischen Farbgeschmacks ausgeführt. In den ver­einzelten Fällen, wo wir den Künstler selbst am Werke spüren, zeigt er auch als Kolorist eine eigene, neue Welt von Schönheit. Seine Farben sind toniger als die der Florentiner Quattrocentisten und strah­lender als die der Umbrer, noch unberührt vorn herbstlichen Reif bes 16. Jahrhunderts, in wunder­bar harmonischen Akkorden gebunden. Warum überließ er seine Werke meist untauglichen Händen? War fein Tätigkeitsfeld so groß? Wieso ist es bann nicht mehr auf uns gekommen?

Hochschulnachnchten.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher in Halle hat Professor Dr. Wilhelm Filchner in Anerkennung seiner führenden Arbeiten auf dem Gebiet bis Erdmagnetismus zu ihrem Mitglied ge­wählt.

Professor Dr. phil. Andreas Rumpf, der seit 1928 den Lehrstuhl für Archäologie an der Universität Köln innebat. ist auf die Dauer von fünf Iah» ren zum Mitgliede der Zentraldirektion des Ar­chäologischen Instituts des Deutschen Reiches in Rom ernannt worden. Professor Rumpf, der schon als Assistent an diesem Institut tätig gewesen war, hat mit Professor Wiegand an den Milet-Aus­grabungen teilgenommen und lehrte früher in Leip- ä Der ordentliche Professor Dr. jur. Hermann Haemmerle von der Handelshochschule x 5 nigsberg wird einem Ruf an die Universität Innsbruck Folge leisten und dort den Lehr- stichl für Wirtjchaftsrecht übernehmen.

Schwestemstation befriedigend ist, _ nisse, die uns seit 22 Jahren dient, im Berichtsjahr über 5000 Besuche zu machen hatte und in mehr als der Hälfte aller Familien zu pflegen hatte. Erwähnen wir bann noch, daß basDeutsche Haus zum 1. M a i deutsche Menschen in großer Zahl sah, die sich ihres Lebens freuten, so ist die lange Reihe der frohen und ernsten Veranstaltungen binnen

Heiratsschwindler."

Lichtspielhaus.

Wir brachten vor einiger Zeit einen Bericht über die Entstehung dieses Films, von dem große Teile auf einem kleinen märkischen Bahnhof gedreht wurden; manche werden sich gewiß auch bes Ro­mansDie rote Mütze" von Gertrud von Brock- Dorff entsinnen: das Drehbuch von Dr^ Fritz Wendhausen weicht, was den Kern der Fabel angeht, nur in unwesentlichen Zügen von der lite­rarischen Vorlage ab. Der Stoff war zweifellos für beide Darstellungsformen möglich und geeignet; vielleicht deutet sich in der Aenderung des Titels die Wandlung vom Roman zum Film an: die see­lischen Beziehungen der Handelnden waren dort naturgemäß ausführlicher vertieft und begründet; der Film, in seiner ebenfalls naturgemäßen Verkür­zung, erreicht da nut seinen Mitteln, wie wir glauben, das Möglichste, wirkt aber auch in eben dieser Konzentration dramatisch aktiver; der Ab­lauf vollzieht sich schneller und gegen Ende hin Schlag auf Schlag. Was den Reiz der Fabel aus­macht, ist indessen wohl nicht so sehr das an sich wesentliche Element bes reinen Kriminalstückes, auch nicht nur bie Liebesgeschichten, bie sich darin abspielen, sondern bie Verknüpfung von beiben und, mehr noch, die Verflechtung menschlicher Beziehun­gen und Schicksale auf engstem Raume, im nüch­ternen und alltäglichen Umkreise einer belanglosen Bahnstation, an der man vorbeifährt, ohne zu be­denken, daß sich da Romane und Tragikomödien ebenso gut oder so schlecht abspielen können wie an den meist sehr viel ansehnlicheren und großarti­geren Schauplätzen, welche der Film und der Ro­man dafür zu bevorzugen pflegen. Ein Mann wird noch Verbüßung feiner Strafe wegen Heiratsschwin­dels und anderer Delikte aus dem Gefängnis ent­laßen und nimmt alsbald fein altes Leben wieder auf, gelanat, einer falschen Spur folgend, in das

begehen. Den Sonntag darauf hatte unser Vor­schuß- und Kreditoerein zu seiner 66. or­dentlichen Generalversammlung eingeladen. Aus den Verhandlungen sei folgendes mitgeteilt: Die Aktiva belief sich im Jahre 1937 auf 449 091,56 Mark, die Passiva auf 446 837,75 Mark. Die Spareinlagen seit dem Ende der Inflation haben eine Höhe von 351 680,32 Mark erreicht. Die Geschäftslage unseres Geldinstituts, die ein ziemlich zutreffendes Spiegel- bild der Finanzlage des Dorfes bietet, ist nicht über­wältigend zu nennen, aber durchaus befriedigend. Der Reingewinn wurde nach Abzug einer gering­fügigen Dividende zur Hälfte der Betriebsrücklage, zur Hälfte dem Reservefonds zugeführt. Die aus- scheidenden Mitglieder des Vorstandes und des Auf­sichtsrates wurden einstimmig wiedergewählt. Waren bei dieser Tagung nur Männer zugegen ge­wesen, so bot derselbe Saal wenige Tage später ein ganz anderes Bild: Abgesehen von wenigen Kirchen­vorstehern waren Frauen in großer Zahl vereinigt: die Evangelische Frauenhilfe und der Evangelische Mädchenkranz, bie ihre Schlußfeier hielten. Der Jahresbericht wußte von gutem Wachstum zu melden. Die jungen Mädchen boten ihren Müttern ein in bie Rokokozeit Der- - Freube erregte.

Schusterjungen,pumpemilleluMeipzigerlerchen

Allerlei leckere Backwerk-Spezialitäten.

Maler der Neuzeit.

Wohl hatten im 14. und 15. Jahrhundert schon Meister wie Giotto, Fra Angelico, Botticelli und Perugino in Rom gewirkt. Sie alle setzten eine geweihte Kerze mehr auf den großen Opferaltar, ohne indes zu verkörpern, was aus der eigensten Natur der Stadt zur Geburt drängte. Jene Floren­tiner vertraten eine hochentwickelte Kunstanschauung, aber ihr kristallklares Schönheitsbild war in Rom nicht minber fremd als Die naive Empfindsamkeit

die jugendlich blühenden Gestalten jener Engel chren sinnlichen Zauber aus, aber wir sehen in ihnen vor allem Träger einer fast stürmischen inneren Bewe- gung, die mit Phantasie in den Raum hinausgreift und ihn mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse untertan macht. So vermittelt ein anderer Rest des Tribunafreskos, der im Treppenhause des Quiri- nals bewahrteAuffahrende Christus", einen vor­her unbekannten Eindruck von der Herrschaft des Geistes über den Raum.

In dem erwähnten Bilde vom Hofe Sixtus' IV. ist bie Dynamik ganz in einer unheimlichen Ruhe gespeichert. Menschen von einer Krastgeladenheit, wie sie einander auf enger Lebensbühne auszu- .fchließen pflegen, sind hier fast gedrängt versammelt. Menschen, gesund am Leibe, ja von einer gewissen animalischen Dumpfheit, dabei voll rücksichtslosen Willens, der feinere Empfindungen nicht ausschließt. Heldentum und reale Beobachtung, wie sie den niederländischen Zeitgenossen eignete, einen sich in Melozzos Schöpfergeist, der nicht nur Apostelköpfe voll apokalyptischer Schau, sondern ebenso schwache Kinder des Augenblicks bildete, deren Glanz mit dem Tagesgestirn erlosch.

gewählt. Der Ortsbauernführer bestätigte den neu zusammengesetzten Vorstand und empfahl, durch gute züchterische Arbeit der Erzeugungsschlacht zu dienen.

4- Gründ erg, 5. Mui. Bei der Betriebsfeier der Spinnerei und Weberei Heinrich Sch m i bt I. am 1. Mai konnten für 25jährige Betriebs­zugehörigkeit unb treue Dienste geehrt wer­den: Werkmeister Hermann Gerhardt, Weber Heinrich Kloß und Spulerin Elise D e u ck e r.

Langsdorf, 5. Mai. Unsere Gemeinde entbehrt bisher noch eines hinreichend geräumigen F e ft f a a I e s , in dem öffentliche Veranstaltungen aller Art stattfinden könnten. Dieser Mangel, des­sen Beseitigung eine der Aufgaben für bie Zukunft ist, hat sich in ben letzten Wochen Deutlich gezeigt,

Prillken kennen, kleine in heißem Schmalz ge­backene Teigringe, bie mit Zucker und Zimt be- streut sind. Die alte Universitätsstadt Göttingen wartet mit ihrem Göttinger Speckkuchen auf, einem feberfpulbünn ausgewalkten Brotteig, der mit dickem saurem Rahm übergossen, in einem Gemeng von feingeschnittenem, geräuchertem Speck, Zwiebeln und Kümmel gewälzt und mit feinge­schnittenen Aepfeln bestreut ist.

In Frankfurt kann man sich an dem auch schon nach anderen Städten übergesiedelten Frankfur­ter Kranz laben. In Nürnberg locken die be­kannten Nürnberger Lebkuchen, die zur Weihnachtszeit als Busserl, Springerle und unter noch anderen Namen in ganz Deutschland zu haben sind.

In Süddeutschland stößt man vielfach auf bie Hippen, ein zu Rollen gebogenes Kleinbackwerk. Schnait in Württemberg, der Geburtsort des Komponisten S i l ch e r, stellte bie Schnaiter Wibele, ein Kleinbackwerk, her, während in Freiburg i. Br. die Freiburger Brezeln das Licht der Welt erblicken, die erst bei einem Glase Bier den in ihre Knusprigkeit eingeschlossenen herrlichen Geschmack zeigen.

HermannUlbrich-Hannibal.

Don $oi 11 nach Dom.

3um 500 Geburtstage des Melozzo da SorÜ

Es gibt Wege, bie feine Lanbkarten verzeichnen, weil sie so vielfach verschlungen sind, baß ihre graphische Darstellung auf unüberwindliche Schwie­rigkeiten stößt, Pfade, die so selten beschritten wer- den, daß sie jedesmal neu zu entdecken sind. Ein solcher Weg führt von Fortt, der Provinzstadt in den italienischen Marken, nach dem ewigen Rom. In der Heimat des Duce erblickte vor 500 Jahren schon einmal ein genialer Sohn Italiens das Licht des Südens. Auch er ging als Künstler diesen Weg und wurde der erste, dem Wesen nach römische

Deutsche Wissenschaft hat vor mehr als einem halben Jahrhundert Persönlichkeit und Schaffen Melozzos, soviel überhaupt möglich, der Dämmerung entrißen- In einer großartigen Monographie stellte August S ch m a r s o w den Forlivesen in das Rom seiner Tage unb trug behutsam bas Mosaik ber Werke zu einer Gesamtvorstellung zusammen, an der sich bis heute mrr Unwesentliches geändert hat. Doch das beste Buch konnte nicht alle Rätsel um den fast legendären Meister aufhellen. Nach wie vor erahnen wir seine Größe aus Bruchstücken und Spiegelungen, glauben wir sie mehr als daß wir sie kennen, aber glauben im Sinne einer un» rung zweifelbaren Ueberzeugung. Wilhelm Loeck. Imane

Wenn in ber nächsten Zeit ber große Reisestrom einsetzt, werden die vielen, die Neues in ber Welt kennenlernen wollen, schon auf den Bahnhöfen Ge­legenheit haben, mit den Backwerk-Spezialitäten Be­kanntschaft zu machen, an denen Deutschland so reich ist und die bas Reisen verschönen. _

Zwei norddeutschen Hafenstädten, Lübeck und Kö­nigsberg, haben die Marzipanbäcker Weltruf verschafft. In den traditionellen mit naturgetreu nachgemachten Früchten verzierten Torten erneuern sie mit der Mischung von feingemahlenen Mandeln und Zucker ihre Beliebtheit bei den süßen Menschen von Jahr zu Jahr. Die Lübecker Marzipanbäcker wissen nicht nur das alte Wahrzeichen ihrer Stadt, die runden Türme des Holstentores, in süßer Auf­machung auf den Torten zu zeigen, sondern sie ver­stehen es auch, daraus süße Plastiken herzustellen.

Der bekannte pommersche Eisenbahnknotenpunkt Pasewalk, die Stadt, in der Adolf Hitler als Verwundeter läge und wo er beschloß, Politiker zu werden, wetteifert in dem Spritzkuchen mit der märkischen Stadt Eberswalde. Welcher der bei­den Sorten der Vorzug zu geben ist, ist nicht zu sagen, aber immerhin dürfte der Eberswalder Spritz­kuchen einen älteren Namen haben. Berlin ist nicht nur der Sitz der Regierung, sondern auch die Hei­mat der Berliner Schusterjungen, die je­den Morgen zu Tausenden und aber Tausenden die Backöfen verlassen, um sich als Salzkuchen auf dem Frühstückstisch einzufinden. Für die Vesperzeit liefert Berlin bie Berliner Pfannkuchen, bie keine dunkle, sondern nur eine gelbbraune Farbe hoben dürfen und ganz frisch gegessen werden müssen, um die leckere Zunge mit ihrer hohen Qualität ganz beglücken zu können. Salzwedel in der Altmark hat mit seinem Salzwedeler Baumkuchen soviel Ehre eingelegt, daß jetzt schon in allen ande­ren deutschen Stabten Salzwedeler Baumkuchen gebacken wirb.

In Norddeutschland preisen ferner die beiden Städte Bremen und Celle Backwerksspezialitäten an, unb zwar Bremen feine Bremer Klöben, auch Staben genannt, einen sehr rosinenreichen Kuchen in halbmondförmigen Stücken, und die alte Heidestadt Celle bie Celler Kringel, bie zum großen Teil aus klein gehackten, hartgekochten Eiern befteben und mit Zucker und Eiweiß überzogen sind. Westfalen präsentiert sich uns als das Land des Pumpernickels. Während einer Hungersnot um bas Jahr 1400 wurde dieses Brot zuerst in Osnabrück gebacken, und ber Turm in dieser Stabt, in dem ber erste Pumpernickelbackofen stand, heißt heute noch ber Pernickel. Im Osnabrückschen und im Münsterlanb wird auch heute noch ber Pumper­nickel am meisten gebacken, und zwar in großen, zumeist viereckigen, bis dreißig Kilogramm schweren Laiben. Der Teig bes Pumpernickels muß 16 bis 20 Stunden gären unb ebenso lange backen.

Die alte Kaiserstadt Aachen preist als ihre Spe­zialität die Aachener Printen an, ein weih­nachtliches Kleingebäck, bas man in Aachen schon seit bem Jahre 1688 bäckt. Der eigenartige Name , wirb von ber englischen Uebersetzung des Wortes drucken" print abgeleitet, nach welchem sich zur Zeit Gutenbergs auch die ersten Drucke­reienPrentereien" nannten. Die Printen werden zwar nicht gedruckt, aber ihr Teig wird in Holz­förmchen gedrückt. Wie sehr sie zur Weihnachtszeit geschätzt sind, geht Daraus hervor, daß sie in ganz modernen Vorrichtungen fabrikmäßig gebacken wer­den, wo allein eine Teigmaschine fünfundzwanzig­tausend Printen ergibt.

Aus ber Reihe ber mitteldeutschen Städte kommt Liegnitz, die alte Piastenstadt, mit ben nicht explo­dierenden Liegnitzer B o m b e n-hervor. Das ist ein manbel- unb rosinenreicher Honigkuchen, ber die Form eines Mohrenkopfes hat und zuweilen auch mit Schokolade übergossen ist. Leipzig lockt mit seinen Leipziger Lerchen. Das waren in früheren Zeiten unsere richtigen Singvogel, die in reichlicher Butter und mit gestoßenen WachoMr- beeren gebraten wurden, seit 1860 aber Gott sei Dank von ber Speisekarte verschwunden sind, da ber Tierschutzverein schon lange gegen ben Genuß

* Alsfeld, 5. Mai. Nachdem die Zentral- Schafbockversteigerung in Gießen aus seucyenpoli- zeilichen Gründen abgesagt werden mußte, führte der Landesverband der Schafzüchter in Hessen-Nassau hier in der Viehhalle eine Zuchtbock-Versteigerung durch. Zur Ver­steigerung waren 118 Jährlinge des Deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes aus oberhessischen Zuchten angemelbet.

Bereits am Mittwochnachmittag fand bie Schau und die Richtung der Böcke statt. Außer ber Ein­teilung in Wertklaßen wurden zusätzlich verschiedene

Landkreis Gießen.

# Daubringen, 5.Mai. Die NSG. »Kraft durch Freude" veranstaltete hier einen schönen Liederabend. Die Odenwälder Kinderspielschar Erlenbach gab im SaaleZum blauen Hecht" ein Konzert. Der Leiter der Spielschar, Lehrer Jo se pH, der früher in Daubringen tätig war, ließ bie Kinder schöne deutsche Volkslieder zu Gehör bringen. Dar­bietungen mit Der Hand- und Mundharmonika schufen schöne Abwechslung. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die Kinder ernteten reichen Beifall.

# Mainzlar, 5. Mai. In ben Didier- werken fanb eine Feier besonderer Art statt. 13 Jubilare der Arbeit, bie auf .eine 25- jährige Tätigkeit im Werk zurückblicken konnten, wurden geehrt. Der große Aufenthaltsraum war aus diesem Anlaß prächtig geschmückt worden. Die Belegschaft nahm fast vollzählig an ber Feier teil. Nach Dem Einbringen Der Fahnen unD Dem Ein­marsch Der Werkschar eröffnete ber Betriebsführer den Appell. Werkscharführer Reeh sprach Den Tagesspruch, Dann übermittelte ber Direktor Schroth in kurzer Ansprache den Jubilaren herzliche Glückwünsche; gleichzeitig wurde jedem ein ansehnliches Geschenk überreicht. Außerdem wurden die Jubilare Karl Dietz, Georg Bauer, Wilhelm Pfeiffer, Ludwig Pfeiffer II., Heinrich Vogel V., Johann Auer, Heinrich Kehr, sämtlich aus Mainzlar; Robert Will, Ernst Pfeiffer, Ph. Schneider aus Treis a. d. Lda.; Louis Pfeiffer, Staufenberg, und Emil P i m p e l, Allendorf a. d. Lda., noch mit Ehren­urkunden bedacht.

<£ Beuern, 5. Mai. Im Saale von Dietrich fand gestern eine Filmvorführung statt, in der umfassend Die Milchgewinnung, wie sie vorbild- lich geschehen soll, gezeigt mürbe. In interessanten Bildern rourDen Das Leben und Treiben auf dem Bauernhof, bas vorschriftsmäßige Melken (Das sog. Faustmelken), Die Euterbehandlung,. bie Kannen­reinigung usw. gezeigt. Der Leiter ber Molkerei Geilshausen sprach anschließend über die Fett­gehaltsbestimmung und empfahl im Interesse Des Fettgehalts Der Milch das gründliche Ausmelken. Ortsbauernführer Hermann ermahnte, das Ge­sehene und Das Gehörte in Die Praxis zu überneh­men. Der hiesige Ziegenzuchtverein hielt seine Generalversammlung in der Wirtschaft von Nagel ab. Im Wesentlichen beschäftigte man sich mit der Zusammensetzung Des Vorstandes, da Der 'bisherige Vorstand aus Alters» unb Gesundheits­rücksichten von seinen Pflichten entbunden zu wer­den wünschte. Zum ersten Vereinsführer wurde Jo­hann W i ß n e r, zu feinem Stellvertreter Otto Seng, zum Kassenwart Karl Stein, zum Schriftführer Karl Pötz und zu Beisitzern Karl Kaspar Sommerlab und Johann Karl Funk

als für bie verfchiebensten Anläße nur ber nicht übermäßige Saal besDeutschen Hauses" zur Ver­fügung stand. Zunächst Diente er Versammlungen unD SunDgebungen der Wahlzeit. Dann lud Die hiesige junge Musikergruppe zu einem Dorf- gemeinschaftsabenD ein, Der mit bühnen­mäßigen unb dekoratorischen Darbietungen und

----Tanz für bas junge Volk angefüllt war. In terwoche fanb Die @emeinbe sich hier ein, um

dieser Singvögel kämpfte. Die Leipziger wollten aber ihre Leipziger Lerchen als Spezialität be­halten und liefern statt der Singvögel heute unter dieser Bezeichnung ein makronenähnliches von Blätterteig umschlossenes Backwerk. Dresden lenkt die Aufmerksamkeit auf feine weit bekannten Dresdner Stollen, und Meißen ist durch Den Meißener Fummel bekannt, helfen auf­geblähten Blätterteig man in angeheitertem Zu- tanb in Scheiben schneiden soll, um zu beweisen, Daß man nüchtern ist.

In Halle lernt man das frühere Nationalgeback, Die Hallesche Wecke, kennen, ein aus zwei Wecken gebildetes kleines Brot, das man mit Butter bestrichen und mit Zucker unb Zimt bestreut genießt. Die Herrnhuter Kolonie ©nab au bei Magdeburg preist sich mit ben kleinen Gnadauer Brezeln an, ein Mürbegebäck, bas sich lange frisch erhält und in Mitteldeutschland auf vielen Bahnhöfen in spitzen Tüten verkauft wirb. In Braunschweig lernt man Die Braunschweiger

Rom Michelangelos, Berninis und Caravaggios, das seiner Inkarnation erst in ben folgenden Jahr­hunderten entgegen ging, verlangte zugleich nach leibhafteren Formen und stärkerer Begeisterung. Zu diesem Ideal erhob sich Melozzo da Forti.

Die Werke Dieses einsamen Propheten laßen sich an Den HänDen herzählen. Ja, vollständig unD als ausschließliches Werk feiner Hand ist genau genommen nur ein einziges auf uns gekommen, das sich heute in Der vatikanischen Pinakothek be­findet und Den Rovere-Papst Sixtus IV. im Kreise feiner Nepoten. von einer massiven Hallenarchitektur umgehen, Darstellt. Die übrigen erhaltenen Arbeiten sind in wenig vorteilhaftem Zustand, als Frag­mente oder in der Ausführung anderer Hände überliefert. Trohdem ist uns Melozzo Da Fortt ein Begriff; vielleicht kein so stets gegenwärtiger wie Raffael ober Correagio, aber Doch ein fester Besitz unteres kulturellen Bewußtseins. Dieser Besitz mag teilweise ein Erbe aus der Zett Der Großmütter fein, in Deren BilDunasschatz die aus der Tribuna von SS Apostoli gerettetenMusizierenden Engel" einen Platz einnahmen. Er ist aber in höherem Maße ein Ergebnis unserer eigenen Entwicklung.

Wir stehen heute anDers zu Dem Schüler des Piero della Francesca und Künder eines neuen dynamischen Ideals. Auch auf unsere Augen Üben

Lebenswirklichkeiten, in Der Sicherheit Der Milieu- schilDerung und schließlich in einer überaus treffen- ben Menschenbarstellung. Harald Paulsen gibt hier eine hoffnungslos entgleiste Existenz, die psy­chologisch ausgezeichnet ersaßt ist: einen Hochstapler und Erpresser, ber bei aller Berechnung und Ge­fühlskälte weniger brutal als geschmeibig wirkt, mit einer empfinblichen Witterung für menschliche Schwächen begabt, aus denen er Vorteile zu schla­gen hofft. Dann sieht man ein wunderbar abge­stimmtes Quartett weiblicher Charaktere: Die Körber, über Deren schauspielerische WenDigkeit unD Einfühlungskraft man immer wieDer staunen muß, in Der ungemein sicher empfunDenen Figur eines alternDen MäDchens, bas bem Schwindler rettungs­los verfallen unb ausgeliefert ist; Viktoria von B a 11 a s t o , sehr einfach und echt tm Gefühl, im Schwanken zwischen großem Glück und entsetzlicher Angst; Die Benkboff als leckere junge Witwe mit einem leichten Stich; unD Elisabeth Flicken- schilDt, in einer Hintergrunbrolle von großer Eindringlichkeit. Herr v. W i n t c r ft e i n , in sei­ner festen, ruhigen Männlichkeit, und der junge Kurt Waitzmann, Der vor kurzem inUrlaub auf Ehrenwort" auftauchte, runDen Das sehenswert einheitliche unD abgetönte Ensemble. (Tobis.)