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Samstag, den 6. August, und Sonntag, den 7. August

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Zugoslawiens Mohammedaner.

23on unserem I. M.-Berichterstatter.

Nachdruck verboten!

Sarajevo, August 1938.

Vor einiger Zeit ist in der Eareva Dschamija (Kaiser-Moschee) in Sarajevo das neue geistliche Oberhaupt aller Mohammedaner Jugoslawiens, der Reis-el-Ulema, feierlich in fein Amt ein­gewiesen worden. Er ist der Bruder des jugosla­wischen Derkehrsministers im Kabinett Stojadino- witsch, Spaho, der seinerseits als Führer der bosnischen Muselmanen eine der drei Stützen der jugoslawischen Regierungspartei, derJugoslawi­schen Radikalen Gemeinschaft", ist: die beiden an­deren Bestandteile dieser Bereinigung sind die ser­bischen Radikalen mit der Ueberlieferung aus den Zeiten des alten Pafchitfch, deren Haupt der Ministerpräsident Stojadinowitsch selbst darstellt, und die Slowenische Dolkspartei des Prälaten Koroschetz, des stellvertretenden Ministerpräsidenten und jugoslawischen Innenmini­sters. Der neue Reis-el-Ulema ist nicht, wie sonst wohl üblich, aus dem mohammedanischen Priester­gewand hervorgegangen das ist wohl Sitte, aber nicht bindende Vorschrift, sondern hat den Werde­gang eines mohammedanischen Rechtsgelehrten.

Es ist vielleicht nicht allgemein bekannt, einmal, daß in Jugoslawien eineinhalb Millionen Moham­medaner leben, womit dieser Staat eine Sonder­stellung innerhalb Europas einnimmt, zweitens, daß Jugoslawien - auf diese 11 v. H. der Gesamtbevöl­kerung einige Rücksichten nimmt, die dem Charakter des Einheitsstaates, der sonst angestrebt wirt), nicht

am Sonntag, dem 7. August

Sonntag, dem 21. August

Sonntag, dem 28. August (Schlußvorstellung)

auf der Freilichtbühne an den Eschbacher Klippen

Spielbeginn jeweils 15 Uhr

EINTRITT 50 Pfennig, zuzüglich 5 Pfennig Kulturbeitrag

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bazar. In diesen Gebieten lebten sowohl moham- medanisierte Serben und Albaner, als auch Türken als Grundbesitzer, Bauern, Handwerker usw. Die Türken sind freilich heute im Rückgang begriffen, die Agrarreform hat die großen Ländereien auf­geteilt und südslawischen Kolonisten die Ansiedlung ermöglicht. Als 1918 der Zusammenschluß der Süd­slawen erfolgte, brachten wieder Slowenien, Kroa­tien-Slawonien und Dalmatien so gut wie keine Muselmanen mit, ebensowenig die Wojwodina (Banat und Batschka), um so mehr aber Bosnien und d i e Herzegowina, wo über 0,75 Mil­lionen großenteils strenggläubig lebten. Sie sind aber, bemerkenswerterweise, keine Türken oder gar Araber und verstehen Arabisch nur, soweit es der Koran verlangt, sondern sind echte Südslawen, feit Jahrhunderten islamisiert, weil ihre Vorfahren als Sektierer (Bogomilen), den Manichäern und Albigensern verwandt, von Rom verfolgt, beim Einmarsch der Türken auf der Balkanhalbinsel frei­willig geschlossen zum Islam übergetreten sind und dadurch viele Vorrechte behielten, die sie eifersüchtig hüteten. Sie sprechen nur serbokratisch und teilen mit den orthodoxen und katholischen Südslawen viele alten Sitten und Heldenlieder.

Sarajevo ist der Schwerpunkt des südslawischen Muselmanentums geblieben. Die Diktaturregierung des Königs Alexander hatte 1929 den Posten des Reis-el-Ulema neu geschaffen, um alle Muselmanen des Königreiches zusammenzufassen und seinen Amtssitz nach Belgrad gelegt, wo kaum noch Musel­manen wohnen. Diese Maßnahme ist aber schon 1931 wieder abgeändert worden. Heute amtiert der Reis-el-Ulema inmitten seiner Gläubigen, die seine feierliche Einsetzung als Fest echt mohamme­danischer Art betrachtet haben.

statt. Hierzu laden wir alle Kameraden nebst Angehörigen, alle Kameraden der angeschlossenen Kyffhäuser-Verbände, sowie alle ehern. Soldaten, die bisher noch keinem Kyffhäuser-Verband angeschlossen sind, herzlichst ein. DIE FÜHRERSCHAFT.

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Heute morgen entschlief unerwartet unser lieber Vater, Schwieger­vater, Großvater, Onkel und Schwager

Herr Reichsbahnobersekretär i. R.

Konrad Geitz

im Alter von 77 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Aenne Gottschämmer, geb. Geitz

Dr. Karl Geitz, Schlachthofdirektor

Dr. Wilhelm Gottschämmer, Schlachthofdirektor

Mieze Geitz, geb. Borgmann

und 4 Enkelkinder.

Gießen (Liebigstraße 77), Jena. Stolberg (Rheinland), 4. August 1938.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 6. August, 11.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.

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Auskunft 5156A;

Mitgliedern der

entsprechen, aber geschichtlich bedingt sind. So ge­nießen diese Mohammedaner z. B. ein Vorrecht: in Familien-, Ehe- und Erbrecht sind sie nicht dem allgemeinen bürgerlichen Recht des Staates unterworfen, sondern bedienen sich ihres mohammedanischen Scheriatsrechtes, für das auch eigene Schulen bestehen. Ebenso ist der große Besitz der geistlichen Stiftungen des Islams einer besonderen Verwaltung unter­stellt, dem Wakuf (diese Bezeichnung ist wohl aus anderen islamischen Ländern eher bekannt). Nach mohammedanischem Eherecht kann z. B. der Mann, ohne die staatlichen Scheidungsgesetze in Anspruch zu nehmen oder von diesen gegen seinen Willen erfaßt zu werden, seine Frau entlassen, indem er ihr seinen einseitigen Beschluß durch den Kadi ins Haus schicken läßt. Solche Fälle sind freilich heute nur noch selten und werden von der Volksmeinung auch keineswegs gebilligt. Da in ganz Jugoslawien die aus der Zeit vor 1918 stammenden verschieden­artigen Rechtssysteme, das alte serbische, das monte­negrinische, das türkische, österreichische, ungarische, das besondere kroatisch-flawonische und besondere bosnisch-herzegowinische, nach und nach verein­heitlicht werden, eine Arbeit, die lange Zeit in Anspruch nimmt, fällt es nicht ins Gewicht, wenn ein Sonderrecht einstweilen weiterbesteht.

Serbien vor 1912 hatte so gut wie keine moham­medanische Bevölkerung, Montenegro nur einen kleinen Anteil in dem 1878 und 1880 gewonnenen Küstenstrich, in dem mohammedanisierte Albaner wohnten. Der Balkankrieg brachte beiden Staaten einen Zuwachs an Muselmanen: für Serbien fast ganz Mazedonien, amtlich Südserbien genannt, für Montenegro einen angrenzenden Streifen und den größeren Teil des Sandschaks von Novi -

Am Sonntag, dem 7. August 1938, findet auf der Karlsruhe ab 15 Uhr unser diesjähriges

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Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. 5129D

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Oer Rekord des alten Postboten.

Der 78jährige italienische Postbote Giuseppe Ca» ratozzolo aus der kleinen Stadt Scilla, in der Nähe der Straße von Messina, hat in einer ununter­brochenen Dienstzeit von 53 Jahren nicht weniger als 2 0 0 0 0 0 K i l o m eter z u Fuß zurückge« legt. Der alte Mann ist in seiner Vaterstadt eine außerordentlich volkstümliche Erscheinung. Seine Mitbürger erinnern sich besonders gern an seine un­ermüdlichen Dienste während des Weltkrieges, als er mit einem Lächeln, das feine persönliche Freude wiederspiegelte, den harrenden Eltern, Frauen und Bräuten die vielen Briefe ihrer Söhne und Männer aus dem Felde überbrachte, oder anderseits es nie­mals versäumte, ein tröstliches Wort zu sagen, wenn der ersehnte Brief ausblieb. Man kann sich in Scilla die Stadt kaum ohne Signor Guiseppe vorstellen, und alles hofft, noch viele Jahre den Ton seines Pfeifchens zu hören, womit er seine Freunde an die Türen lockt.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. 93.: Ernst Blum­schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i.V. Hans Thein. D A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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jffliX Am Mittwoch, 4. August 1938, * verschied plötzlich unser lang­

jähriges Ehrenmitglied, Kamerad Konrad Geitz, Liebigstraße 77 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 6. August, 11.45 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt.

Um zahlreiche Beteiligung bittet

die Führerschaft. 5148V___

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 6. August, nachmittags

4 Uhr. in Treis statt

Todes-Anzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Schwester,

Schwägerin und Tante

Elisabethe Wolf

im Alter von 46 Jahren heute mittag nach langem schweren Leiden

infolge Herzschlags zu sich in die ewige Heimat zu rufen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich Kehr VI., Metzgerei.

Treis a. d. Lda., den 4. August 1938.

Tu