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Länderkampf der Leichtathleten.
Wie es zum deutschen Siege kam.
Die deutschen Leichtathleten bewiesen am vergangenen Sonntag im Länderkampf gegen Frankreich wieder einmal ihre große Klasse. (Wir berichteten gestern kurz darüber!) Nachstehend eine kurze Uebersicht über den Kampfoerlauf:
Eingeleitet wurde der Länderkampf mit dem 10 0 - Meter - Lauf, der den ersten Doppel- crfolg für Deutschland brachte; Scheuring und Kersch verwiesen die beiden Franzosen auf die Plätze. Auch der nachfolgende 8 0 0 - M e t e r - Wettbewerb sah unsere Vertreter in Front. Harbig gewann in der sehr guten Zeit von 1:54,4 vor dem Wiener Eichberger, der mit 1:54,8 nur knapp geschlagen blieb, lieber 2 00 Meter gab es ebenfalls einen deutschen Endkampf, den Neckermann (22,3) gegen Hornberger (22,4) gewann.
Prächtig war 6er Wurf unseres Olympiasiegers im Speerwerfen, Gerhard Stock, mit 69,08 Meter; der Berliner Buesse schleuderte den Speer 64,50 Meter, womit der beste Franzose um fast zehn Meter überboten wurde. Brust an Brust kämpften Wegner und Kumpmann im 110- Meter-Hürdenlauf vor dem Ziel. Für beide Läufer wurden 14,6 Sekunden gestoppt, doch hatte Wegner seinen Landsmann um Zentimeter abge- sangen. Der gute französische Mittelstreckler Normand konnte von dem Freiburger Stadler im 15 0 0» M e ter - Lauf erst auf den letzten Metern niedergerungen werden; Böttcher eroberte mit einer Energieleistung noch den dritten Platz. Im Hoch - Sprung kamen Weinkötz und Martens zunächst gemeinsam über 1,90 Meter; der Kölner siegte dann mit 1,95 Meter. Im Stabhochsprung kam der Franzose Ramadier mit 4 Meter zum einzigen französischen Sieg. Groß war die Ueberlegenheit der Deutschen auch im Kugel st oßen; überraschend wurde Wöllke (15,67 Meter) hier von dem Münchner Lampert (15,69 Meter) um 2 Zentimeter überboten. Den 2. Platz belegte Lampert im Diskuswerfen hinter dem Weltrekordmann Schröder, der die Scheibe 47,62 Meter weit schleuderte, lieber 5 0 0 0 Meter waren die Franzosen unseren Vertretern nur auf der ersten Hälfte der Strecke ebenbürtig; dann lösten sich Syring und Ostdrtag von ihren Gegnern und siegten mit Abstand. Die 80 0 Meter brachten einen scharfen Kampf zwischen Linnhoff und dem Franzosen Joye, den der Deutsche in 48,8 mit 2/io Sekunden zu seinen Gunsten entschied. Eine sichere Sache für Lang und Leichum war der W e i t s p r u n g , doch kam auch der beste Franzose noch über die 7-Meter-Grenze. Ganz sicher hatten die Deutschen die 4X100 - Meter-Staffel in 41,6; dagegen lieferten die Franzosen über 4 X 400 Meter einen harten Kampf, den erst unser Schlußmann Robens für die Deutschen entschied.
Sieg der deutschen Fechterinnen gegen Dänemark.
Anläßlich der Jubiläumsfeierlichkeiten des Offenbacher Turnvereins und des Offenbacher Fechtklubs wurde am Samstagabend in der Turnhalle des Turno. Offenbach ein internationaler Florettkampf zwischen den deutschen und dänischen Fechterinnen abgewickelt. Die deutschen Vertreterinnen gewannen den Kampf mit 9 Siegen und 57 erhaltenen Treffern gegen 7 Siege und 64 erhaltene Treffer der Däninnen. Damit ist es den deutschen Frauen gelungen, die im Februar v. I. in Kopenhagen erlittene knappe Niederlage wettzumachen.
Fernfahrt München - Mailand.
Ein deutscher Sieg.
Der zweite Länderkampf unserer Amateur-Straßenfahrer gegen Italien anläßlich der Fernfahrt München—Mailand brachte den ersten Sieg der deutschen Mannschaft, die damit den Ehrenpreis des Duce eroberte. In der Einzelwertung wurde das Rennen erst in der letzten Sekunde für uns verloren. Der Schweinfurter Heller wurde im Sport eingeschlossen und konnte so nur den sechsten Platz belegen, so daß der italienische Etappensieger B e n e d e t t i mit ihm punktgleich werden konnte und dank seiner besseren Placierung den Ehrenpreis des Führers und Reichskanzlers gewann. Die Deutschen Heller, Richter und Jrrgang kamen in gleicher Zeit mit dem Sieger auf die nächsten Plätze.
Iahrkunst beim Bad-NauheimerTurnier
Während die Marathon-Fahrt noch im Gange ist, deren Kämpfe mit großer Spannung erwartet werden, beginnen bereits am Samstag die übrigen
Fahrwettbewerbe des Turniers. Die in diesen Wettbewerben für Ein-, Zwei-, Mehrspänner und Tandems beteiligten Gespanne stellen mit das beste Material dar, das in Deutschland zu finden ist. Allein zwei Sechserzüge, ein Fünferzug, drei Viererzüge sind gemeldet. Dazu kommen mehrere Tandems, 1*5 Zweispänner und 16 Einspänner. E. Koch (Siegen) ist mit seinen in fünf Marathon-Fahrten nach Aachen siegreichen Pferden wieder dabei. Erstmals zeigt sich in Bad-Nauheim die Heeres-Nach- schubschule Hannover mit den berühmten Gespannen: Medea, Nenner, Quast, Quitzow, Quendel und Pair. Auch die sehr hübschen Schimmel und Rappen der Fahrabteilung 24 Hannover, gefahren von Major von Reitzenstein und Major Zimmermann v. Siefart, werden antreten. Selbstverständlich fehlen die herrlichen Gespanne der benachbarten.Regimenter nicht. Die Bewerber aus Privatbesitz werden auch diesmal sich durchzusetzen verstehen. So sind Phil. Heß (Dortelweil), R. Eifer (Muschenheim), L. Nungesser (Pfungstadt) und vor allem C. Brückmann (Groß^Karben), dessen kapitale Hilde seit Jahren in ihrer Klasse nicht zu schlagen war, erneut gegen die große Gegnerschaft auf dem Plan. Mit der Marathon-Fahrt des IX. Armeekorps und diesen Gespannprüfungen bietet das Bad-Nauheimer Turnier eine umfassende Schau moderner Fahrkunst, dazu aber einen Aufmarsch leistungsfähigster Wagenpferde.
„<9>rofoer preis von Nürnberg s
Ruhmbedeckt kehrte Georg Meier, der Sieger des Großen Preises von Belgien, zurück und startete in Nürnberg beim Großen Motorradpreis zu seinem ersten Rennen. Es wurde der dritte Sieg seiner noch nicht einjährigen Laufbahn. Mit 140 st/km schraubte er den Rekord auf der neuen Bahn sehr hoch.
Im strömenden Regen wurden die ersten Läufe durchgeführt. Erst zum Schluß kam die Sonne durch,' so daß die 6,5 km lange Rundstrecke trocken wurde. Vor 16 000 Zuschauern zeigte Meier sem großes Können auf der Halblitermaschine der BMW. Von der ersten Runde an lag er in Front und erzielte in der letzten mit 145,8 st/km auch die schnellste Runde. Den zweiten Platz belegte fein Stallgefährte Krauß (München) vor dem Autounion-Fabrikfahrer Bungerz. — Harte Kümpfe gab es in den beiden kleinen Klassen. Die DKW.- Privatfahrer G a b l e n z (Karlsruhe) und Lottes (Marburg) beherrschten Die 250er Klasse; Gablenz war der Schnellere. In der 350 ccm-Klasse war Winkler auf Autounion-DKW. nicht zu schlagen. Sein gefährlichster Gegner war sein Kamerad Wünsche (Chemnitz).
FaustboN im Gau Hessen.
Auf dem Wege zur Gaumeisterschaft.
Die ersten Faustballrunden in den Kreisen des Gaues Hessen sind vorüber; sie haben allenthalben eine Sichtung der Kräfte gebracht. In den meisten Fällen tonnten- sich die führenden Mannschaften des Vorjahres wieder an die Spitze fetzen. Es verdient besonderer Erwähnung, daß der verdiente Faust- ballpionier und mehrmalige Gaumeister Tv. 184 6 Gießen, in diesem Jahre wieder bei der Sache ist und sehr wahrscheinlich ein ernstes Wort bei der Entscheidung im Gau mitreden wird.
Vor den Gauendspielen um die Gaumeisterschaft, die am 7. August in einem noch zu bestimmenden Ort des Nvrdbezirks stattfinden, werden in den Kreisgruppenspielen die Kreisgruppeu-Besten ermittelt, die allein für die Teilnahme an den Gau- fpielen in Frage kommen.
Die Kreisgruppe Friedberg-Hanau machte nun den Anfang in Friedberg mit dem Ergebnis, daß die Tgm. Friedberg als Kreisgruppensieger der Männerklasfe I für die Teilnahme an der Gau- meisterschaft berechtigt wurde. Ihre ebenbürtigen Gegner, der vorjährige Gaumeister Licht-Luft Hanau und die spielstarke Tgm. Bad Homburg blieben dabei auf der Strecke und kommen in diesem Jahre leider nicht in die Entscheidung.
In der Männer klasse II siegte Tgm. Bad Homburg über Licht-Luft Hanau 40:29 (21:15), in der Männerklasse III Tgm. Bad Homburg vor Polizei Hanau 40:26 (21:14). Bei den Frauen wurde Tgm. Friedberg kampflos Kreisgruppensieger.
Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900.
Mittelstreckler in Frankfurt a. IN. siegreich.
Bei den I. Nationalen Wettkämpfen des Fußball- sportvereins Frankfurt a. M. am vergangenen Sonntag war die Spielvereinigung 1900 durch ihre Mittelstreckler vertreten. Die 1900er rechtfertigten t>a/s in sie gesetzte Vertrauen vollkommen und war-
4:3 für Hannover! So fiel die Entscheids!
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Sechs Minuten vor Ablauf des abermals verlängerten Wiederhvlungstreffens im Berliner Olympia-Stadion konnte Hannover 96 das siegbringende vierte Tor einbringen und damit die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Unser Bild zeigt diesen dramatischen Augenblick. K l v d hatte bereits den Ball in den Händen, ließ ihn jedoch fallen, und E. Meng schoß an ihm vorbei ins Tor. Rechts: Reichsminister R u st bei der Siegerehrung seiner hannoverschen Landsleute, die sich freudestrahlend um den Siegerkranz geschart hatten. — (Schirner-Scherl-M.)
teten mit ausgezeichneten Leistungen auf. Nachstehend dis Ergebnisse:
800 Meter Klasse II: 1. Peters (Gießen 1900), 2:03,0 Min.; 2. Rönnebeck (Polizei Frankfurt), 2:05 Min.; 3. Hadwieger (Darmstadt 98), 2:05 Min. Peteks war weitaus bester Mann des Feldes und lief sein Rennen unangefochten nach Hause.
1500 Meter Klasse I: 1. Wiest (DRL. Darmstadt), 4:14,5 «Min.; 2. Kleemann (Gießen 1900), 4:21,9 Min.; 3. Michaelis (Eintracht Frankfurt), 4:22 Min. Der 1900er, der bereits ein Rennen hinter sich hatte, kam auf dieser Strecke nicht so gut zur Geltung wie sonst. Peters lief als Vierter irr-4:22,2 Minuten ein.
3 0 0 0 Meter Klaffe II: 1. Kleemann (Gießen 1900), 9:13,8 Min.; 2. Bratenaeier (FV. Sprendlingen), 9:18 Min.; 3. Schubert (Darmstadt 98), 9:18 Min. Eine ganz vorzügliche Leistung von Kleemann, der damit bewies, daß er wieder stark im Kommen ist.
10 0 0 Meter Jugend A: 1. Puhlmann (Fußballsportverein Frankfurt), 2:45,2 Minuten; 2. Deibel (Gießen 1900), 2:45,2 Min. (Brustbreite); 3. Sann (Turngemeinde Frastkenthal), 2:46,6 Min. Auch der talentierte Deibel stellte sein Können unter Beweis. Die Zeit von 2:45,2 Minuten war bis dahin in der Spielvereinigungs-Jugend noch nicht erzielt worden.
Leichtathletikmeistei-schassen des Sportkreises Gießen.
Am kommenden Sonntag bringt der Sportkreis Gießen, der die polittschen Kreise Alsfeld, Gießen, Wetzlar und Dillenburg umfaßt, seine leichtathle- ttschen Kreismeisterschaften zum Austtag. Es wird in einer Männer- und einer Fr au en kl affe gestartet. Die Ausschreibung sieht vor:
Männer: 100-, 200-, 400-, 800-, 1500- und 5000-Meter-Lauf, Hoch-, Weit-, Drei- und Stabhochsprung, Kugelstoßen, Diskus-, Speer- und Hammerwerfen. Ferner 4X100-, 4X400- und 4X1500- Meter-Staffeln.
Frauen: 100- und 200-Meter-Lauf, Hoch- und
Weitsprung, Kugelstoßen, Diskus- und SpeenverfH Ferner eine 4X 100-Meter-Stasfel.
Kämpferischer Wille besiegte die englischen Boxer.
Zz- J
Der zweite deutsch-englische Amateur-Boxländerkampf brachte einen 10:6-Sieg der Deutschen, deren Angriffsfreudigkeit sich erfolgreich gegen die ausgezeichnete englische Technik durchsetzte. Unser Bild zeigt eine Szene Des überraschendsten Kampfes des Tages, bei dem Europameister H. Nürnberg (links) den englischen Leichtgewichtler P o w e l l in der ersten Runde k. o. schlug. — (Scherl-M.)
Wirtschaft.
W20 219, Roggen R12 180 (letzte Notierung 187), R15 183 (190), R 18 187 (194), R 19 189 (196)
Bhein-Mainifche Börse.
Mittagsbörse nicht ganz einheitlich.
Frankfurt a. M., 4. Juli. Zum Wochenanfang kam das Geschäft nur langsam in Gang, da sich keine besondere Unternehmungslust zeigte, wie auch die Aufträge von außenher wider Erwarten klein blieben. Soweit hin und wieder aus den bekannten Quellen etwas Material herauskam, wurde es verhältnismäßig glatt und ohne größere Kursverände- rung ausgenommen, da andererseits kleiner Anlagebedarf vorhanden war.
Am Aktie nm ar Lt war die Entwicklung nicht ganz einheitlich, doch vorwiegend freundlich. Die durchschnittlichen Abweichungen lagen bei 0,50 bis 1 v. H. Größere Umsätze, wie sie beispielsweise im Samstagsverkehr z. T. vorlagen, erfolgten kaum. Montanwerke lagen voll behauptet, Verein. Stahl 109 (108,75), Mannesmann 0,13 v. H. ermäßigt auf 115,50. Von Maschinenwerten stiegen Eßlinger auf 107 (106) und Daimler auf 138,50 (138), hingegen Moenus 130,50 (131). Elektropapiere schwankten bis 0,40 v. H. Don den chemischen Papieren blieben Farbenindustrie gehalten mit 156,90 (157), Goldschmidt nach Pause 137 (136). Bemerkenswerte Aen- derungen verzeichneten u. a. Feldmühle Papier mit 136,75 (134,50), andererseits Deutsche Linoleum 160 (161,25) und Nordd. Lloyd nach Pause mit 76 (77,40).
Am Rentenmarkt blieb das Interesse für die Altbesitzanleihe des Reiches wach, bei größeren Umsätzen infolge von Anlagekäufen aus dem Zinstermin erreichte sie den Stand von 132,50 (132,40). Kommunal-Umschuldung waren etwas angeboten und niedriaer mit 95,80 bis 95,85 (95,92^). Reichs- schatzanweisungen bei kleinen Umsätzen wenig verändert. Sehr ruhig blieben Pfandbriefe bei unveränderten Notierungen. Stadtanleihen wiesen leichte Abweichungen auf. Von^Jndustrie-Obligationen büßten Farben-Bonbs 1 0. H. auf 125 ein. Für die Reichsaltbesitzanleihe verblieb auch späterhin etwas Nachfrage.
Die zweite Börsenstunde lag sehr ruhig, so daß das Schlußgeschäft unter leicht schwankenden Kursen von etwa 0,25 bis 0,50 0. H. sehr bald zum Erliegen kam. Die später notierten Papiere zeiaten im wesentlichen die anfangs erwähnten Abweichungen, darüber hinaus waren Scheideanstalt bei kleinstem Angebot 4 v. H. niedriger mit 236, dagegen Cement Heidelberg bei einigem Bedarf fest mit 152,50 bis 153,25 (151,50). Von Einheitswerten fliegen Deutsche Ueberfeebanf auf 113 (111).
Der Freiverkehr war sehr still und fast ohne Veränderung. Rastatter Waggon 53,50 (53), Elsass. Bad. Wolle 84 bis 85 (86).
Tagesgeld ermäßigt auf 2,50 (2,75) v. H.
Abendbörfe still.
Nach Dem stillen Geschäft im Mittagsverkehr wies auch Die Abendbörfe nur schleppendes Geschäft auf, da Aufträge kaum Vorlagen. Wenn sich auch ein freunDlicher Grundton erhielt, so wurden die Kurse doch vielfach leicht herabgesetzt. So fielen u. a. IG. Farben auf 156,25 (156,75), Bemberg auf 141 (141,50), ferner bröckelten je 0,25 v. H. gb Moenus auf 130, Deutsche Erdöl auf 133,25, Daimler auf 138,25. Montanwerte konnten sich zumeist behaupten, Buderus 117,25, Mannesmann 115,13 (115,25), Rheinstahl 142,75 (142,65), Verein. Stahl 108,90 (108,75), Otavi Minen 25,40 (25,50), Hoesch 0,25 v. H. leichter mit 115. Deutsche Linoleum glichen ihren Mittagsrückgang voll aus auf 161,50 (160), außerdem waren Licht und Kraft 0,50 v. H. höher gefragt mit 141,50 und Reichsbank um 0,25 v. H. mit 198,25. Im Angebot blieben MAN. mit 134 und AG. für Verkehr mit 137,50. Am Rentenmarkt waren Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher zu 124,50 angeboten, Farben-Bonbs wurden zu dem 1 v. H. niedrigeren Mittagskurs gefragt mit 125. Kommu- nal-Umfchuldung nannte man mit 95,85 behauptet.
frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 4. Juli. Am Getreidegroßmarkt wurde hauptsächlich die neue Getreidemarktordnung erörtert, zumal (Betreibe alter Ernte nicht umgesetzt wurde. Der Abruf für Weizenmehl hat nach der Preisermäßigung wieder stärker eingesetzt, auch für Die neue Roggenmehltype 997 war großes Kaufinteresse ^festzustellen. Don Futtermitteln finD bespnDers Mühlenabsälle sehr gesucht, im übrigen war genügend Angebot vorhanden. Am Rauhfutter- markt blieb Heu und Stroh gefragt. Heu aus neuer Ernte war erst vereinzelt angeboten. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W13 210, W 16 213, W 19 217,
Großhanbelspreife ber Mühlen ber genannten Preis- gebiete. Futtergerfte —, Futtelchafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29.10, (29.50), W 16 29.20 (29.60), W 19 29.20 (29.60), W 20 29.55 (29.95), Roggenmehl Type 997 R12 22.45, R 15 22.80, R 16 22.95, R 18 23.30, R 19 23.50, für Type 1150 ergibt sich ein Abschlag von 0,50 RM. Weizenfuttermehl 13.60. Weizenkleie W13 10.75, W16 10.90, W 18 11.00, W 19-11.10, W 20 11.20, Roggen- kleie R 12 9.95, R 15 10.15, R 16 10.25, R 18 10.40, R 19 10.50 Mühlenfestpreise ab Mühlenskatton. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erbnußkuchen —, Treber —, Trockenschnitzel —> Heu —, Stroh gestrichen.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 5. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgenbe Marktlage: Vorauftribb: 768 Kälber, 69 Hämmel, 27 Schafe, 2934 Schweine. Es kosteten Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 48, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktoerlauf: Kälber unb Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittelmäßig.
jRunbfunfprogramm
Dienstag, 5. Juli.
12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15 Kleines Konzert. 16: Nachmittagskonzert. Dazwischen: Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Alles still in süßer Ruh'. 19: Nachrichten. 19.15: Volk singt, spielt unb plaubert: Unter ber Linbe. 20: Allerhanb Kreuzköpf. Heitere Plaube- reien. 20.30: Frohe Fahrt in ben Hochwalb. 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung unb Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik.
Mittwoch, 6. Juli.
5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenlieb. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühton- zert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk- paufe. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche unb Haus. 10: Schulfunk: Die Meistersinger von Nürnberg. Ein Querschnitt. 10.30: Werks- konzert. 11.45: Volk und Wirtschaft: Die zusätzliche Gefolgschaftsversorgung. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt Der Bühne. 15: BilDerbuch Der Woche. 15.15: Rasse unD Kunst. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: FliegenDes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.15: Plitsch-Platsch — Plitsch-Platsch, huch, wie ist Das Wasser naß. 20: Militärkonzert. Klänge für Heeres- musik. 21.15: O, wie schön ist Deine Welt! LieDer und Klaviermusik Der Romantik. 22: Nachrichten. 22.15: In Erwartung Der Deutschen Schwimmeisterschaften DarmstaDt, unD „RunD um Schotten". 22.30: Bunte Musik. 24 bis 3: Nachtmusik.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten finD ohne VerbinDlichkeit
1 Der Schriftleitung.)
£>. k., 0. Eheleute können über ihr gesamtes beiderseitiges Vermögen Durch ein eigenhanDiges gemeinschaftliches Testament, welches von Anfang bis Ende selbst geschrieben und von jedem Der Erblasser Datiert unb unterschrieben werben muß, letztwillig verfügen. Eine Zuziehung von Zeugen, eine ortsgerichtliche Beglaubigung ober eine Hinterlegung bei Gericht ist zur Gültigkeit bes eigenhändigen Testaments roeber gesetzlich vorgeschrieben noch überhaupt vorgesehen. Eine Anfechtung des Testaments ist nur aus Den gesetzlich festgelegten GrünDen möglich. Besteht Die Gefahr, Daß Die KinDer aus Der Ehe Der Erblasser Den im eigenhändigen, gemeinschaftlichen Testament nie- Dergelegten letzten Willen ihrer Eltern nicht anerkennen werben, wirb zweckmäßig eine Bestimmung bes Inhalts, baß Diejenigen, Die sich gegen Den letzten Willen Der Erblasser auflehnen, auf Pflichtteil gefetzt werben, ausgenommen. Der Pflichtteil beträgt Die Hälfte Des gesetzlichen Erdteils, gleichgültig, ob ber Erblasser in erster"oDer zweiter Ehe verheiratet war.
Sprechstunden der Redaktion.
11 30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnack» mittag geschloffen.
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