Einzelbild herunterladen

Nr. 54 viertes Blatt

5./6. lHär) 1958

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

A

kJ

M >.

I #

'M SM Ä*

- r N

x

v

A

*-**«£, -< LM

LZW

. 1

to-, /

1r' '

I

2 - r

L

:< - r

W 2»

.. >-'%

Die Feuerwehr ist auch für erste Hilfeleistung eingerichtet.

Feuerwehrmänner bei der Arbeit in der Schmiede.

Leein-

es auch nicht! Denn leider gibt es auch heute

noch'

Feuer- Einzel-

Aus den Bereichen unserer städtischen wehr gäbe es noch eine Fälle interessanter

nur Verluste, sondern, was wichtiger ist: trächtigung der Bereitschaft!

Volksgenossen, die sich mutig gebärden, die Feuer­meldescheibe mutwillig einschlagen, den Alarmkaopf drücken und dann das Weite suchen. Für die Feuer­wehr bedeutet ein solches sträfliches Verhalten nicht

Man findet eine kleine, aber gut eingerichtete Schlosser - Werkstatt mit Drehbank und Bohr- maschine oor. Eine Schmiede ist da, die mit allen notwendigen Ein- richtungen versehen ist, und schließlich eine Schrei­nerei, in der einige Holz- bearbeitungs - Maschinen stehen. Mit all diesen Werkstätten ist keines­wegs beabsichtigt, dem einheimischen Handwerk Konkurrenz zu machen, vielmehr sind tue Feuer­wehrmänner in erster Li­nie damit beschäftigt, für das eigene Depot an Ar­beit auszuführen, was an Reparaturen und Erneue­rungen anfällt, darüber hinaus gibt es hin und wieder für andere städti­sche Betriebe Arbeiten in kleinerem Umsange aus­zuführen.

Ein ungewohntes Bild ist es dabei, zu sehen, daß die Feuerwehrmänner, so­weit es möglich ist, in Uniform, zum mindesten aber in der Uniformhose arbeiten. Immer also bleibt die Bereitschaft ge­wahrt. In der gleichen Se­kunde, in der die Alarm­klingel ertönt, bleibt alle Arbeit liegen, stürzt man an die Wagen, in deren unmittelbarer Nähe und in peinlicher Ordnung Helm, Jacke, Koppel, Rauchmaske usw. hängen.

Es verdient ferner er­wähnt zu werden, daß auch die Motoren der

heiten zu erzählen. Die Älarmzentrale ist ein Ka-. pitel für sich, ein komplizierter, oielverzweigter Or- gapismus, mit dessen Hilfe nicht nur die Kameraden der Berufsfeuerwehr jederzeit erreicht werden ton­nen, sondern 50 v H der aktiven Feuerwehr­männer der Freiwilligen Feuerwehren können da­mit ebenfalls alarmiert werden.

Die technischen Einrichtungen der städtischen Feuerwehr sind über alles Lob erhaben. Mit der Anschaffung des neuen Löschzugs im vergangenen Jahre wurde die Wehr auf den modernsten Stand ausgerüstet. Beide Wagen, die Motorspritze :nrooh( wie auch die Leiter, sind Wunderwerke der Technik, in denen sich alle aus praktischer Erfahrung -ge­wonnenen technischen Fortschritte vereinigen Vom universell eingerichteten Sanitätskasten für erste Hilfeleistung bis zu der 24 Meter langen stabilen und doch so empfindsamen mechanischen Leiter ist in beiden Wagen alles vereinigt, was der Feuer­wehrmann für jeglichen Fall haben muß

Bei einem Gang durch die Hallen und Räume unserer Gießener städtischen Feuerwehr, bei einer Besichtigung der Fülle der technischen Einrichtungen läßt sich unschwer der E'ndruck gewinnen, daß alles getan ist, was den Menschen stark macht 'ür den Kampf gegen wütende Naturkräite, für die Hilfe bei Unglücksfällen, für den Einsatz dann, wenn tückische Zufälle dem einzelnen Menschen oder aber der Gemeinschaft Schaden tun wollen oder Schaden getan haben. Die Feuerwehrmänner aber sehen in ihrer ständigen Bereitschaft eine Pflicht die ihnen >n Fleisch und Blut übergegangen ist und die ihnen das Gesetz des Handelns bestimmt. X'.

Wagen ständig in Bereit­schaft gehalten werden. Im Winter sind sie stets sorg­fältig und warm verkleidet, die Motoren werden

dreimal täglich in Betrieb gesetzt, laufen kurze Zeit, so daß sie immer warm gehalten sind und beim ersten Einschalten des Anlassers sofort losdonnern. Diese Maßnahme ist nicht zuletzt ausschlaggebend dafür, daß unsere städtiscye Feuerwehr in weniger denn einer Minute nach der eingegangenen Mel­dung das Depot verlassen kann. Dann pflegen wir da oder dort in den Straßen der Stadt das Klin- gelsignal oder das Martinshorn zu hören. Man stutzt. Die Feuerwehr! Wo brennt's? Feuer­wehr hat absolutes Vorfahrtsrecht! Jedes andere Fahrzeug hat der Feuerwehr Platz zu machen, und im Falle der Notwendigkeit zu halten. Manchmal aber, wenn die Feuerwehr fährt, brennt

Feuerwehrmann 24 Stunden im Dienst.

Gerätepflege sehr wichtig!

Es läßt sich nicht behaupten, daß unsere Gieße­ner städtische Feuerwehr sonderlich oft öffentlich in Erscheinung tritt. Und das ist auch ganz gut so! Denn wenn schon die Feuerwehr ausrücken muß mit ihren blanken, schmucken, modernen, schweren Wagen, dann ist in der Regel etwas Unerfreu­liches los. Dann brennt es, dann ist etwas passiert, dann muß die Feuerwehr helfen, Schaden be­kämpfen, weiteren Schaden verhüten, muß nicht nur Güter schützt, sondern vielleicht auch Menschen aus Gefahren retten.

Und eines muß die Feuerwehr noch: immer bereit (ein! Bereit zu jeglicher Stunde des Tages und der Nacht, an Werktagen und an höch­sten Feiertagen, schlechtweg zu 365X24 Stunden im Laufe eines Jahres. Die Bereitschaft der Feuer­wehr ist eine absolute! Dieses immerwährende Be­reitsein könnte für die unmittelbar Beteiligten etwas Entnervendes, Zermürbendes an sich haben, tpenn nicht die Gewohnheit hülfe und die Arbeit.

Denn praktisch ist es doch so, daß oft tagelang einfach kein Alarmruf ertönt und die Feuerwehr doch auf den Bruchteil der Minute startfertig sein muß. Diese Bereitschaft, die für unsere städtische Feuer­wehr nicht nur Notwendigkeit schlechthin, sondern ehernes Gesetz, ja, das Berufsethos ist, wäre nicht erfüllbar, wenn der.ganze Dienst nicht in eine klare feste Form gegossen, in ein System gebracht wäre. Ständig sind, jahraus, jahrein, 8 Mann im Dienst, und die Ablösung (ebenfalls 8 Mann) dienstfrei zu Hause. Der Dienst im Depot der Feuerwehr am Oswaldsgarten dauert für jedeSchicht" 24 Stun­den. Während dieser 24 Stunden halten sich die Feuerwehrmänner immer im Depot auf, so daß sie zu jeder Minute auf die Wagen springen kön­nen. Selbstverständlich sind die 24 Stunden des

Dienstes nicht ein ununterbrochenes Wachen. 8 Stun­den des Tages sind mit praktischer Arbeit ausge­füllt, die übrige Zelt ist für Freizeit und Schlaf. Deshalb besteht das Depot nicht nur aus den Hal­len für die Wagen, sondern es sind auch ein Ge­meinschaftsraum, ein großer Schlafraum, ein Wasch­raum usw. vorhanden. Der Dienst-Tag des Feuer­wehrmannes läuft also immer im Bannkreis der Alarmsirene ab!

* *

Taucht wohl bei dem oder jedem fernstehenden Volksgenossen die Frage auf, was denn nun eigent­lich in den Stunden der praktischen Arbeit ge­schieht!? Es kann schließlich nicht dauernd an Wagen und an den Geräten herumgefummelt werden, nur daß sie blitzen und auf den wenigen Minuten der Fahrt durch die Stadt einen möglichst guten Ein­druck machen! Selbstverständlich: nach jeder Brand­bekämpfung oder nach jedem irgendwelchem anderen Einsatz werden sofort nach der Rückkehr alle ge­brauchten Geräte überprüft, und wenn es Schäden oder Verschmutzungen gegeben hat, die peinliche Ordnung und Sauberkeit wiederhergestellt. Dar­über hinaus aber gibt es noch manche andere Be­schäftigungsmöglichkeit. Für die Mannschaft wäre

Der Feuerwehrmann an der Drehbank.

es seelisch kaum erträglich, nur dazusitzen und auf ein Aufflammen an der Alarmscheibe und auf das Ertönen der Alarmklingel zu warten.

Da ist es nun interessant, zu wissen, daß die Kameraden der städtischen Feuerwehr fast ausschließ­lich gelernte Handwerker sind: Autoschlosser, Schlos­ser, Elektrotechniker, Schmiede, Schreiner, Kraft­fahrer usw. Von jederSchicht" haben 3 bzw. 4 Kameraden den Führerschein,, der sie berechtigt, Kraftfahrzeuge über 5 Tonnen zu lenken!

So gehören zum Depot also auch Werkstätten.

Die Feuerwehr hat ihre eigenen Motorfachleute.

Die große Leiter wird auf ihre Betriebssicherheit geprüft.

(Aufnahmen |6|: Neuner, Gießener Anzeiger )

Abenteuer in Paris.

Vornan von Hans Hirthammer.

Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.

1.

Ich habe Angst!" sagte Gerda Bosch zu ihrem Verlobten.Natürlich wirst du mich auslachen. Jede Nacht fährt dieser Schnellzug nach Paris und kommt dort jeden Morgen fahrplanmäßig an. Eisen­bahnkatastrophen sind Gott sei Dank eine große Seltenheit und trotzdem habe ich Angst, eine ganz unerklärliche, kindische Angst Wenn es nicht zu albern wäre, würde ich dich bitten, die Reise zu verschieben."

Willy Ruland lachte übermütig auf und verstaute feine beiden Koffer im Gepäcknetz.Selbst wenn ich für deinen sonderbaren Wunsch Verständnis hätte du weißt doch, daß ich morgen pünktlich um zehn Uhr im Hotel .Esplanade' erwartet werde. Also beruhige dich schon! Ich werde ein übriges tun und dir gleich nach meiner Ankunft eine Depesche senden. Zufrieden?"

Gerda zwang sich zu einem unbekümmerten Ge­sicht.Natürlich, Willy! Ist ja auch schon wieder vorüber! Wahrscheinlich waren es bloß die Nerven! Diese ganze geheimnisvolle Geschichte, deren Schleier nicht einmal vor der eigenen Braut gelüftet werden darf wäre es ein Wunder, wenn man anfinge, Gespenster zu sehen?"

In Willys Zügen zeigte sich ein Ausdruck von Unruhe.Fange nicht wieder zu fragen an, Gerda! Wenn ich zurück bin, wirst du alles erfahren."

Ist es nicht doch gefährlich?"

Nicht im geringsten, Liebling! Aber ich glaube, es wird Zeit, daß du den Zug verläßt. Er muß jeden Augenblick abfahren."

Gerda erblaßte und suchte eine sonderbare Er­regung zu verbergen.Dann also glückliche Reise, Willy! Und kehre wohlbehalten zurück!"

Sie bot ihm den Mund, er küßte sie hastig ein letztes Händeschütteln. , .

Und keine Sorge, Gerda! In spätestens drei Tagen bin ich wieder bei dir!"

Als Gerda Bosch das Abteil verlassen hatte, trat Willy ans Fenster und öffnete es, um seiner Braut

bei der Abfahrt noch ein letztes Lebewohl zuwinken zu können.

Aber das junge Mädchen war nirgends zu sehen. Oder hallo, war das nicht eben ihr sand­farbenes Cape und ihr weißer Strohhut gewesen? Nein, nicht doch, er mußte sich getäuscht haben. Was sollte sie denn noch weiter vorn im Zug? Die Sperre lag ja am hinteren Ende des Bahnsteigs.

Willy Ruland spähte noch eine Weile nach Gerda aus und beobachtete bann, als der Zug sich in Bewegung setzte, das lebhafte Treiben auf dem Bahnsteig.

Da wurden Taschentücher geschwenkt, letzte Zu­rufe ertönten und wurden verschluckt vom Zischen der Lokomotive^ und vom anschwellenden Lärm der Räder.

Eine heranwogende Rauchwolke trieb den jungen Mann schließlich vom Fenster fort. Er zog es hoch, ließ sich an seinem Eckplatz nieder und be­gann sich in die Lektüre der Abendblätter zu vertiefen.

Er schmökerte eine Seite durch. Dann kehrten seine Gedanken noch einmal zu Gerda zurück War­um hatte sie es plötzlich so eilig gehabt? Sie hatte doch, soviel er wußte, nichts vor und hätte also ruhig draußen noch warten können, bis der Zug abgefahren war. Hm, vielleicht ein bißchen ver­stimmt, weil er ihr keinerlei Andeutung über den Zweck seiner Reise gemacht hatte'

Du lieber Himmel, er durste eben nicht! Er hatte sich verpflichtet, zu '-chweigen, und mußte diese Verpflichtung einhalten

Oh, vous excusez, rnsieur! Sie wissen vielleicht, wann trifft ein der Ssugg in Paris?"

Ein älterer Herr hatte eben das Abteil betreten und besetzte den gegenüberliegenden Platz. Er trug sich sehr gepflegt,'wenn auch nicht ganz zeitgemäß. Sein lilafarbener Anzug, der durch eine Pikeeweste seine letzte Vollendung erhielt, hätte einen Welt­mann von heute vermutlich in gelinde Bestürzung versetzt, gar nicht zu reden von dem hohen Steh­kragen mit der steifen Schmetterlingskrawatte. Aus diesem Stehkragen ragte ein runder Kopf mit kleinen, beim Sprechen behaglich zwinkernden Augen. Eine ansehnliche Glatze vervollständigte dieses Bild eines harmlosen, braven Mannes, den man mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit für einen Kaufmann aus der Provinz hatten konnte.

Der Gute schien der deutschen Sprache nicht be­sonders mächtig zu sein.Moraen früh sieben Uhr fünfunddreißig!" antwortete Willy Ruland auf französisch.

Ah, je suis heureux! Sie sprechen französisch?"

Ich war mehrere Jahre in Paris in Stellung.

Sie haben Deutschland besucht?"

Eine kleine Geschäftsreise zur Leipziger Herbst­messe! Ich bin nämlich Kaufmann. Spielwaren. Henry (Staube ist mein Name. In Toulouse kennt mich jedes Kind als den ,lieben Onkel (Slaube*. Sollte Sie Ihr Weg einmal dorthin führen, dann brauchen Sie bloß nach Onkel Claude zu fragen. Ich würde mich sehr freuen, Sie bei Gelegenheit als meinen Gast begrüßen und Ihnen unser liebes altes Toulouse einmal zeigen zu dürfen."

Dielen Dank, Monsieur! Leider wird sich kaum eine Gelegenheit finden, von Ihrer liebenswürdigen Einladung Gebrauch zu machen. Das Ziel meiner Reife führt mich nur nach Paris. Uebrigens mein Name ist Willy Ruland."

Oh, Monsieur Ruland, darf man hören, welche Geschäfte--?"

Wirklich nicht von Bedeutung!" entgegnete Willy ausweichend. Er war nicht sehr angenehm berührt von der unverhohlenen Neugierde seines Reisebegleiters und bereute fast, seine französischen Sprachkenntnisse verraten und sich so der Ge-- jchwätziakeit des Franzosen ausgeliefert zu haben.

Werden Sie den Schlafwagen benützen?" fragte er vorsichtig und in der heimlichen Hoffnung, eine zustimmende Antwort zu erhalten.

Er wurde jedoch enttäuscht.

Das wäre für mich ein überflüssiger Luxus, da. ich im fahrenden Zug doch nicht schlafen könnte. Ich vermute wohl richtig, daß es Ihnen ebenso ergeht."

Das könnte ich nicht behaupten!" lächelte Willy Ruland.Wenn ich trotzdem auf das Bett verzichte, dann geschieht es hm aus Sparsamkeits­gründen."

Der Herr in der Pikeeweste blinzelte verständnis­voll mit den Augen.Dann werden Sie wohl später in Ihrer Ecke ein Nickerchen machen wollen. Lassen Sie sich durch meine Anw-'s-'vhptt jedenfalls nicht stören!"

In der Tat, Monpeur, wenn oie es nur nicht Übelnehmen ich habe in den letzten Nächten nur wenig geschlafen."

Oh, ich bitte Sie! Ich werde mir indessen die Zeit mit Kreuzworträtseln vertreiben voraus­gesetzt, daß Sie mir gestatten, das Licht brennen zu lassen."

Aber bitte, das stört mich nicht im geringsten."

Tatsächlich zog Monsieur Claude ein dickes Heft aus der Tasche, das nichts weiter als Kreuzwort­rätsel zu enthalten schien. Als sich nach einigem Suchen ein Bleistiftstummel in der linken unteren Westentasche vorgefunden hatte, legte Herr Claude seine Stirn in nachdenkliche Falten, ein Zeichen, daß er seine anstrengende Tätigkeit zu beginnen die Absicht hatte.

Willy Ruland machte es sich bequem, so gut es eben ging, und schloß die Augen. Da er sehr müde war, schlief er nach wenigen Minuten ein.

Einem schärferen Beobachter, als es Willy Ruland war, würde vielleicht aufgefallien fein, daß Herr Henry Claude nicht das geringste Gepäck bei sich hatte. Selbst angenommen, daß Herrn Claudes Koffer im Packwagen mitgeführt wurden, so pflegt doch jemand, der von Berlin nach Paris fährt, ge­wisse Kleinigkeiten als Handgepäck bei sich zu hoben, Schokolade, Obst, vielleicht auch ein kleines Fläsch­chen Kognak oder sonst ein Getränk, falls er nicht für Alkohol schwärmt. Herr Claude aber trug nichts dergleichen mit sich außer dem bereits erwähnten Kreuzworträtselheft nebst Bleistiftstummel.

Immerhin es sei vorläufig, nichts gegen Herrn Claude gesagt. Vielleicht war es eine Marotte von ihm, ohne Gepäck zu reisen. Vielleicht war er ein Mann, der die Bequemlichkeit über alles liebte. Aber selbst solche Leute haben zum mindesten einen Regenschirm bei sich, und sei es nur zu dem Zweck, um ihn beim Aussteigen liegen zu lassen.

Herr Claude jedoch hatte nicht einmal einen Regenschirm.

2.

Die junge Dame im sandfarbenen Cape, mit dem weißen Strohhut, die Willy Ruland bei seinem Blick aus dem Fenster flüchtig erspäht hatte, war wirklich Gerda Bosch gewesen.

Sie eilte, so schnell es nur gehen wollte, zu den vorderen Wagen, wo ein verzweifelter Gepäckträger seit einer Viertelstunde auf sie wartete. Bei ihrem Anblick atmete er hörbar auf.

(Fortsetzung folgt.)