Ein Gang durch das Biohumwerk der Stadt Gießen
Mffenbeteiligung am llüer-Tag in Gießen!
wurden
(Nachdruck verboten!)
24. Fortsetzung.
es hätte feinen
das Auto. In zwanzig Minuten omoien: wji neu« öu, uD iuu 0«
Köln fein. Alles Weitere erzähle ich! kommen? Wir werden alp diesem falschen ^Usszlger
müssen wir in
fragte sie nach Stimme klang
„Na. endlich scheint der Groschen gefallen zu sein! Nun aber hurtig, Kinder! Hinten auf der Strotze wartet das Auto. In zwanzig Minuten
Oie Hausfrau schafft Rohstoffe.
Die sieben Dinge, welche die Hausfrau braucht, werden keineswegs aus dem „Nichts" geschaffen, sondern erfordern immer wieder Rohstoffe, mit denen wir nicht beliebig schalten und walten können. Man denke nur an die Stoffe, die sie zur Kleidung und im Haushalt braucht, an die vielen Metallgegenstände, mit denen sie in der Küche umzugehen hat, an das Papier, das sie vom Einkauf mit nach Hause bringt oder sich vom täglichen Zei
tunglesen anhäuft. Die überlegt wirtschaftende Hausfrau verbraucht darum nicht nur Rohstoffe, sondern stellt der Industrie einen Teil auch wieder zur Verfügung. Papier wird nicht verbrannt, sondern gesammelt, Lumpen werden nicht in den Mülleimer geworfen, sondern kommen gleich in den Lumpenbeutel. Alle Metallgegenstände, auch die kleinsten, wie Tuben und kleine Dosen, werden aufbewahrt, da sie wichtige Rohstoffe liefern. Daß Altpapier nicht wertlos ist, geht allein schon daraus hervor, daß jährlich für 1,6 Millionen RM. Altpapier aus dem Ausland bezogen werden muß. Leider wird bisher erst ein Viertel als Altpapier der Wiederverarbeitung zur Verfügung gestellt. Dreiviertel gehen jährlich vollkommen verloren. Würde alles Altpapier gesammelt werden, könnten wir auf die Einfuhr von etwa 500 000 Tonnen Holzschliff und Zellstoff im Werte von rund 15
Kiste gesessen hast."
„Fangt nicht schon wieder zu streiten an, tt)r Idioten! Seht lieber zu, daß wir zu einem Ergebnis
Zweck!"
Ruland schwieg.
„Warum muß es so sein ...?" einer Weile hilflos, und in ihrer
blieb Willy Ruland plötzlich aufhorchend stehen und bedeutete der Vorangehenden, das gleiche zu tun.
„Haben Sie nichts gehört?"
In der Tat, da waren knackende Geräusche, ferne Stimmen, ab und zu ein hallender Ruf.
„Es kommt von hinten!" flüsterte Lissy. „Wir werden verfolgt."
„Los! Laufen wir! Wir müssen gleich an der Grenze sein! Es wäre der Gipfel der Niederträchtigkeit, wenn unser Vorhaben im letzten Augenblick vereitelt würbe."
Sorgfältig jedes laute Geräusch vermeidend, glitten sie vorwärts, aber da — was war das eben?
„Ru-u-land!" scholl es deutlicher aus dem Dunkel hinter ihnen.
Gleich darauf blitzte fern der Schein einer Taschenlampe auf.
„Was soll das bedeuten?"
Ruland blieb stehen, wie in einem Bann befangen. „Das sind feine Grenzwächter, Fräulein Lissy. Wir müssen warten, es scheint etwas Besonderes geschehen zu sein."
Und bald tauchte Christian HerÄegen und hinter ihm Vater Bargent zwischen den Bäumen auf. Beide waren vollkommen außer Atem, Bargent hatte fast überhaupt keine Luft mehr, er jappte zum Gotterbarmen.
„Noch besser haben Sie nicht laufen können, verdammt noch mal! Da soll man sich nicht die Schwindsucht holen! Wenn mein Hausarzt das er. fährt, der dreht Ihnen glattweg den Hals um."
„Wollen Sie uns nicht erklären--" stotterte
Willy Ruland. „Warum verfolgen Sie uns?"
„Warum rennen Sie mitten in der Nacht mit einem jungen Mädchen durch den Wald? Vermutlich wollten Sie Blaubeeren für den Frühstückstisch sammeln, he?"
„Jeder kann machen, was er will!"
„So, glauben Sie? — Eine schöne Antwort! Und dafür rennt man sich die müden Beine aus dem Leib."
,^Ich habe Sie nicht darum gebeten!"
„Himmelbombenelement! Da könnte einem beinahe das Fluchen ankommen. Wenn Sie uns jetzt nicht sofort folgen, fliege ich allein nach Paris! Verstanden?! Wir werden ja bann sehen, wer zuerst drüben ist?"
Willy Ruland nß vor Erstaunen den Mund auf. „Was? Wie? Ich soll mit Ihnen--?"
von Maquinot ordentlich den Mund nach unseren Schätzen wässerig machen. Wenn er dann--"
Der Schauplatz dieser Unterhaltung zwischen „ehrenwerten" Männern war ein dunkles Hinter- zimmer in einer Wohnung am Boulevard Made- leine und glich in seiner halb eleganten und halb chäbigen Einrichtung dem Büro eines Winkeladvokaten. t ...... ni/1 .
Ein einziges Fenster, desien spärliches Licht den Raum auch an den hellsten Tagen nur in ein düsteres Zwielicht tauchte, mündete in einen engen, trostlosen Hinterhof. Ein schmaler Torweg führte durch das Hinterhaus auf einen verlassenen Bauplatz, der schon seit Jahren auf einen unternehmungslustigen Liebhaber wartete.
Mitten in ihrer hitzigen, aber gleichwohl nur halblaut geführten Unterhaltung wurde die Versammlung durch ein schrilles Klingelzeichen auf» geschreckt.
„Das wird Claudius fein!" sagte Töne Larrings. „Weiß der Teufel, wo er sich so lange herumgetrieben hat!" . .
„Keine Spur! Claudius wendet immer sein besonderes Signal an, zweimal kurz, einmal lang, bann wieder kurz! — Das ist Peggs! Mach auf, Paule, Mademoiselle Noiret ist nicht zu Hause!
Die genannte Dame war die Wohnungsinhaberin, eine harmlose alte Jungfer mit einer Warze am Kinn. Uebrigens hatte sie nicht die geringste Ahnung, womit ihre drei Untermieter sich ihr Brot verdienten. Das Wesentliche war ihr, daß sie punkt- lich bezahlten, und das taten sie.
Paul Sacher kam mit einem lebhaften kleinen Mann zurück, dessen besonderes Merkmal eine stark nach hinten fliehende Stirn und eine schöne, spiegel- blanke Glatze war. _ .
Ja, es war Fred Peggs, der ,große Peggs, wie ihn seine Zunftgenossen trotz seiner Heinen Gestalt zu nennen pflegten.
Peggs suchte zunächst nach einem Platz, auf dem er seinen steifen runden Hut ohne Bedenken niederlegen konnte. Dann zog er seine cremefarbenen Waschhandschuhe aus, eine feierliche und langwierige Zeremonie, an der die drei Ehrenmänner mit geziemender Bewunderung teilnahmen.
„Nun, meine Herren, wo druckt der Schuh?" begann Fred Peggs endlich zu sprechen, nachdem er Platz genommen hatte, nicht ohne zuvor seine Hosenbeine zwecks Schonung der Bügelfalte hochgezogen zu haben, was aber auch vielleicht dazu die» nen mochte, den Anblick seiner grauseidenen, sehr eleganten Socken der Umwelt nicht vorzuenthalten.
(Fortsetzung folgt.)
Abenteuer in Paris.
Vornan von Hans Hirchammer.
Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.
in Kauf nehmen."
„Und wenn er es täte ... er will Richter werden. lieber kurz oder lang würde die Ernüchterung und die Reue kommen. Rein, nein, c **/“■* *
Ihnen während der Fahrt. — Was ist mit Fräulein Bargent? Wollten Sie die etwa auch nutneh- men?"
Willy klärte den Kommissar mit em paar Worten auf. „Sie würden Fräulein Bargent und mir eine große Gefälligkeit erweisen, wenn Sie eine Möglichkeit fänden--"
Herdegen überlegte einen Augenblick. „Ra, meinetwegen! Es ist zwar eine Eigenmächtigkeit, die ich kaum verantworten kann, aber wenn es ihr gelingt, als blinder Passagier mitzukommen — ich will nichts gesehen haben."
„Wunderbar! Ader wie kommt Herr Bargent — ich dachte, er sei verhaftet worden?"
„Bin ich auch!" bekannte Bargent freimütig, während er nach seiner Tochter schielte. „Man hat mir nur einen kleinen Urlaub bewilligt. Nun komm schon, Lissy! Die paar Stunden, die wir noch beisammen sind, werden wir uns hoffentlich vertragen!"
Da der Chauffeur des Wagens ein wahres Hollentempo vorlegte, erreichten sie den Flugplatz in Köln schon einige Minuten vor der gemutmaßten Zeit
Das Flugzeug aus Berlin war bereits angekommen und stand wartend auf dem Rollfeld. Der Pilot,, in dicht schließender Ledermütze, begrüßte seinen Kollegen mit einem kräftigen Händedruck. Dann schaute er bestürzt auf die übrigen.
„Was denn, diese Leute hier wollen alle mit?
„Aber gewiß! Das werden wir alles schön verstauen! Das Mädel fliegt schwarz. Also weggucken, wenn sie einsteigt!"
„Ach du mein heiliges Schwabenland! stöhnte der Pilot. „Na, da wolle mer'sch halt rischkiere!"
25.
Paul Sacher hab bedeutsam seinen etwas dicken Zeigefinger. „Er weiß nicht, daß wir ihn durchschaut haben. Darin liegt unser großer Vorteil. -Während er glaubt, uns eine „Falle zu stellen, machen wir es gerade umgekehrt."
„Sag, was du willst, Mensch!" meinte Töne Larrings und kratzte sich bedenklich am Hals. „Mir gefällt die Geschichte nicht. Ich habe so ein mulmiges Gefühl, und das ist ein schlechtes Zeichen."
Selbstverständlich war auch Otto Czibulka anwesend und ließ seine Meinung hören. „Du bist em ewiger Miesmacher, Töne! Mich wundert, daß du damals nicht vor Angst das Knieschlottern bekamst, als du in der Friedrichstraße mit Paule aus der
Kopfschmerzen, Druck über den Augen und andere Beschwerden. Vielleicht liegt ein Sehfehler vor ? Eine Brille hilft! Augenärztl. Verordnungen finden meine ganz besond. Beachtung. »ssD a.Bahnhof Geller Lieferant auch Ihrer Krankenkasse.
reite an anderer Stelle („Die Scholle" des Gießener Anzeigers Nr. 3 vom 18. Ian. 1938) berichtet. Für Hausgärten benötigt man zur Düngung mit Bio- hum für 1 Ar (d. f. 100 qm) 75 Kilogramm, welche sich auf nicht viel weniger als 1 Raummeter stellen.
Das Biohumwerk der Stadt Gießen hat eine Tagesleistung von 250 Doppelzentner. Der vielfach von den Verbrauchern als zu hoch beanstandete Preis des Bio Hurns bildete bisher den „Stein des Anstoßes". Es ist in dieser Beziehung das Möglichste getan worden, und es ist zur Zeit unmöglich, den Preis herabzusetzen, da die Herstellungskosten, insbesondere der Preis für Torf und für die anderen Zusätze, eine weitere Herabsetzung augenblicklich nicht zulassen.
eine schmerzliche Erregung. *
„Eines Tages wird Ihnen das Leben auf diese Frage eine Antwort geben!" entgegnete er, so daß man meinen mochte, er habe schon weiß Gott welche Erfahrungen gesammelt. Und aus einer plötzlichen Eingebung heraus setzte er hinzu: „Kommen Sie mit nach Paris!"
Es stand kein Plan, fein nützlicher Zweck hinter dieser unvermittelten Einladung, aber es deuchte ihm, als würde ihre Begleitung ihm eine Hilfe fein.
Zu seiner Ueberrafthung blieb der erwartete Widerspruch aus — im Gegenteil, sie schien dieses Angebot erwartet zu haben. „Wenn es Ihnen recht ist?" sagte sie oufftehend. „Aber dann wollen wir feine Zeit mehr verlieren."
Willy folgte ihrem Beispiel. Er hatte sie verstanden: sie wollte durch den Einsatz ihrer Kräfte für den Makel sühnen, mit dem sie sich durch die Schuld des Vaters behaftet fühlte.
Sie setzten ihre Wanderung fort-, aber als sis vielleicht eine knappe Viertelstunde gegangen waren,
Weit außerhalb der Stadt Gießen, hinter dem Güterbahnhof, bei der sogenannten „Margareten« Hütte", münden die Hauptkanäle der Stadt Gießen in sechs große Klärbottiche. Jeder dieser Klärbottiche umfaßt etwa 650 Kubikmeter Abwässer. Diese Bottiche können durch Schützen geschlossen und geöffnet werden, so daß man in der Lage ist, die Klarbehälter ganz nach Bedarf zu füllen. Vor der Einmündung der Hauptkanäle in diese Klärbottiche müssen die Abwässer durch große eiserne Gitterroste, wodurch dort bereits feste, oben schwimmende Reste aufgefangen werden, da sie für die weitere Verarbeitung unbrauchbar sind. Der sich absetzende Schlamm bildet am Boden der Bottiche den .Klärschlamm", während das darüber stehende Wasser, zu 98 bis 99 v. H. gereinigt, ab gelassen werden kann. Der Klärschlamm wird durch ein Pumpwerk aus den einzelnen Klärbottichen in einen großen, luftdicht abgeschlossenen Detonsilo gepumpt, der etwa 1600 Kubikmeter Schlamm saßt. Dort findet unter Luftabschluß eine starke Zersetzung des Schlammes statt. Der Schlamm bleibt etwa acht Wochen in diesem Silo lagern, ehe er zur Verarbeitung in die Schlammgrube abgelassen wird. In diesem Silo erfährt der Schlamm eine Art „Verrottung". Durch zahlreiche chemische und bio« logische Prozesse findet unter Luftabschluß die Bildung von Gasen, in der Hauptsache des Methans, Sumpfgas, statt. Wie energisch die Zersetzung des Schlammes geht, geht allein schon aus der Tatsache hervor, daß das sich gebildete Gas für Behei- zungs- und Wärmezwecke des Biohumwerk e s Verwendung findet. Der Schlamm wird nach der Verrottung durch eine Förderschnecke in den Mischraum gehoben. Dort erfolgt der Zusatz von Torf, welcher durch das Schneckengetriebe innig und schnell gemischt wird. Desgleichen erfolgen dort die Zufätze. Das so innig gemischte Produkt, Schlamm—Tors—Zusätze, läßt ein schwarzes, gleich- mäßiges Produkt, das „Bi oh um", entstehen, das vollkommen geruchlos ist. Die Förderschnecke lagert das „Biohum" auf dem Depotplatz ab, wo es eine Art Nachgärung durchmacht, worauf das fertige Produkt zur Verfügung steht.
Der Gehalt ber für die Düngung fo wichtigen Hauptnährstoffe an Stickstoff, Kali und Phosphor- säure ist zwar nicht allzu hoch, allein die Zusammensetzung entspricht ungefähr der eines guten ; Stallmistes. Leider geht ein Teil der Stickstoffver- binbungen unroiberbringlid) verloren, benn es wird der anfänglich in gebundener Form vorliegende Stickstoff in leicht löslichen Stickstoff überführt. Dieser betrübliche Umstand muß leider mit in Kauf ge- i nommen werden, da es unmöglich ist, den gelösten • Stickstoff zu binden. Der Hauptwert des Bio - ! h u m s liegt jedoch nicht allein im Nährstoffgehalt, - sondern hauptsächlich im hohen Gehalt an Humus- ftoffen, benn ber Kohlenstoff ber zahlreichen orga-
Die in vielen Städten Deutschlands noch ungenutzten Abfälle verschiedenster Art der städtischen Kanäle werden in ber Stabt Gießen in vorbildlicher und neuzeitlicher Weise verwertet. In früheren Zeiten — und in vielen Städten auch heute noch — mußten und müssen große Flächen Landes außerhalb ber Städte zur Verfügung stehen, um die Abwässer abzulagern. Für die meisten Städte ist die Abwasferfrage noch ein Problem, und doch ist sie heute schon kein Problem mehr, jo im Gegenteil, die Verwertung der städtischen Abwässer sollte jeder Stadt zur unbedingten Pflicht gemacht werden, um alle Abfallstoffe restlos zu erfassen. Die großen Landslächen der Stadt Gießen, die ehedem für die Abwässerklaruna in Verwendung standen, werden jetzt wieder zugeschüttet, da sie überflüssig gefoorben jinb, unb bas Gelände kann nunmehr anderen, nützlicheren Zwecken zugeführt werden. Dabei ist es wohl selbstverständlich, daß es in dieser Gegend nicht nach Rosen duftete. Durch die neuzeitlichen Verwertung ber Abfälle verschwinben auch diese unangenehmen Ge- rüche zum größten Teil, wodurch die ganze Gegend hygienischer wird, ein Umstand, der sicherlich nur zu begrüßen ist.
„Ich werde ihn nie bekommen!" entgegnete sie und begann in das Dunkel hinein von Peter Langen zu sprechen, der zwar behauptet hatte, sie zu lieben, ber aber boch für sie unerreichbar sei.
Es tat ihr unendlich wohl, sich einmal aussprechen zu dürfen. Er allein wußte ja, wie es mit dem Vater stand, daß sie, durch die Bande des Blutes an ihn gefesselt, auf bas Glück verzichten muhte.
„Wir waren Schulkameraden!" sagte sie. „Unb er hat mich schon immer gerne gesehen, und ich könnte einmal seine Frau werden, wenn ich nur ja sagen wollte."
„Und wegen Ihres Vaters glauben Sie dieses Ja verweigern zu müssen? — Gestehen Sie ihm die Wahrheit — und stellen Sie ihn vor die Wahl! Wenn er Sie wirklich liebhat, wird er die Tatsachen
Von Dr. Rudolf Schreiber, Gießen.
nischen Verbindungen ist nach der Verrottung im Silo als humusartige Stoffe erhalten geblieben. Der Humus stellt den Nährboden für lebhaftes Bakterienleben im Boden dar. Besonders bei intensiver Bewirtschaftung, insbesondere aber für die Erzeugung von Gemüse, Wein und Tabak, ist bekanntlich eine größere Humuszufuhr unbedingt notwendig. Der gesteigerte Humusbedarf kann leider durch die erzeugten Mengen an Stallmist in Deutschland nicht gedeckt werden, so daß es aus diesem Grunde allein schon notwendig ist, alle zur Beschaffung von Humus brauchbaren Stoffe heranzuziehen, so daß es nur zu verständlich war, auch den Klärschlamm nutzbar zu machen.
lieber die Anwendung des Biohums wurde be-
Das Regiment, die Regimentsvereine, die NS.» Kriegsopferversorgung, der Kyfshäuser- und Soldatenbund werden alles aufbieten, um Dielen ehemaligen Angehörigen die Teilnahme zu ermöglichen und die Festtage zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden zu lassen. ‘
Auch die alte Garnison- unb Universitätsstadt Gießen wird euch würdig zu empfangen 'wissen. Die Bevölkerung Gießens wartet auf euch,
die ehemaligen Angehörigen der stolzen hessischen Regimenter!
Gleichzeitig wollen wir, nach alter Soldatenart, bte Tage benutzen zu einem neuen gewaltigen Bekenntnis für den Schöpfer Grohdeutschlands, für den Mann, dem wir durch feine gewaltige Tat die wiedererrungene deutsche Wehrfreiheit unb damit bie Auferstehung unseres stolzen Regiments verdanken, unseren Führer und Obersten Befehlshaber Adolf Hitler.
herrlein,
Oberst und Regimentskommandeur.
Dornotiren.
Tageskalender für Samstag.
Stadttheater: „Großer Bunter Abend" von KdF. um 20 Uhr. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Roman eines Schwindlers". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Mann, ber nicht nein sagen kann". — Kurzschriftvereinigung: 20 Uhr auf ber „Karlsruhe", Frühlingsfest. — VHC. Gießen: Oberhessische Kirmes. — Öberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Branb: 17 bis 18 Uhr, Kunstausstellung. — Frühjahrsmesse auf Oswalbsgarten. — Artilleristen- Kamerabschaft 1895: 20.30 Uhr, Kameradschafts- abenb im „Hessischen Hof".
Tageskalender für Sonntag.
Stabttheater: 19 bis 21.30 Uhr, „Fra Diavolo". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Roman eines Schwindlers". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Mann, ber nicht nein sagen kann". — Obst- unb Gartenbauverein Gießen: 15.30 Uhr, Vortrag im Hotel „Hopselb". — Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Branb: 11 bis 13 Uhr, Kunstausstellung. — Frühjahrsmesse auf Oswalbsgarten.
Stadttheater Gießen.
Heute, um 20 Uhr, findet im Stabttheater als Feftvorstellung für „Kraft burch Freude" ein großer Bunter Abend statt. Mitwirkende: das gesamte Personal des Stadttheaters unb bas städtische Orchester. Ende 22 Uhr._______________
ratung mit den Ratsherren der Stadt zur Verfügung gestellt worden.
Dieser zweite Stall dürfte voraussichtlich im Laufe des Juli in Benutzung genommen werden. Dann wird das EHW. die Zahl ber zur Mästung eingelegten Schweine Derboppeln, b. h. von gegenwärtig 180 auf etwa 350 Stück steinern können. Es darf im Hinblick darauf wohl Die Hoffnung gehegt werden, daß bei dieser Ausweitung des gemeinnützigen Betriebes auch diejenigen Haushaltungen, die gegenwärtig hier noch nicht in ber Mitarbeit durch Bereitstellung ihrer Küchenabfalle stehen, dann bie Küchenabfälle ben Sammelwagen des EHW. regelmäßig mitgeben werben.
Nebenbei sei noch bemerkt, baß die Kreisamtsleitung ber NSV. einen Derartigen Schweinemästereibetrieb mit etwa 150 Schweinen in B a b - Nauheim für bie Stäbte Bad-Nauheim, Friedberg unb Butzbach in Betrieb hat. Gegenwärtig wird ber Plan erwogen, eine Derartige Einrichtung mit einer allerdings kleineren Zahl von Schweinen in nächster Zeit auch in G r ü n b e r g und in L o l - l a r zu schaffen.
Gau Hessen-Nassau in der ersten Reihe.
Zu dem in ben Mauern ber Stadt Gießen vorn 18. bis 2 0. Juni stattfinbenben Regi- mentstag des Infanterie-Regiments 116 gehen bereits heute aus allen Teilen des Reichs täglich zahlreiche Anmeldungen beim IR. 116 ein. Es wird daher beim diesjährigen Regiments- Appell mit einer Massenbeteiligung zu rechnen sein.
Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hat ein Erscheinen bereits zu gesagt. Es werden ferner die sieggekrönten Fahnen des alten, ruhmreichen Regiments, die heute im Schloßmuseum in Darm« labt von Siegen künden, bie Tausende tapferer Soldaten erkämpften, neben den Fahnen der jungen nationalsozialistischen Wehrmacht zugegen sein.
Zahlreiche Sonderzüge, Kraftwagen und sonstige Beförderungsmittel werden die ehemaligen Angehörigen Unserer hessischen Regimenter nach Gießen bringen, um hier im Kreise alter und junger Kameraden und Darüber hinaus der gesamten Bevölkerung einen Regiments-Appell und gleichzeitig den 125jährigen Gründungstag des Regiments festlich begehen.
Der Regimentskommandeur, Oberst Herrlein, erläßt folgenden
Ausruf!
An alle ehemaligen Angehörigen des Infanterie- Regimenls 116, des Reserve-Jnfanterie-Regi- ments 116, des Landwehr-Jnfanterie-Regiments 116, des Infanterie-Regiments 186, der Referve- Jnfanterie-Regimenter 222 und 254, der Infanterie-Regimenter 390 und 418.
Kameraden!
Euer ruhmreicher Infanterie-Regiment 116, verbunden mit feinen Kriegsformationen, die mit gleichem Ruhm im größten aller Kriege kämpften, dem Reserve-Jnfanterie-Regiment 116, dem Land- wehr-Infanterie-Regiment 116, dem Infanterie- Regiment 186, den Reserve-Jnfanterie-Regimentem 222 und 254, den Infanterie-Regimentern 390 und 418, ruft zu einem
Negimentsappell
in den Tagen vom 18. bis 20.Juni 1938 in Gießen auf.
Arn 17. Juni 1938, dem Vortage des diesjährigen großen Regimentstreffens, find
125 Jahre
verfloßen, feit dem eigentlichen Gründungs- t a g d e s Infanterie-Regiments 116. 7 0 Jahre ist Gießen in diesem Jahre , Standort des Regiments. Tausende und aber laufende bester Söhne des deutschen Volkes haben feit Generationen in den Reihen des Regi- : mente in Krieg und Frieden gebient. Das Kriegs- i schickfal hat alle auseinandergeweht. Verschiedenen , Feldregimentern gehörten wir später an.
Run wollen wir uns wieder treffen,
- eine freudige Wiedersehens feier mit den alten und • jungen Kameraden begehen!
NSG. Im Gau Hessen-Nassau bisher rund 5200 Schweine zur Mast eingelegt, wovon etwa 1000 Tiere bereite dem Markte zum Schlachten zugeführt worden sind. 36 Mästereien sind heute in unserem Gau in Bettieb, und die Bestrebungen gehen Darauf hinaus, im laufenden Jahre bie Anzahl Der zu mäftenben Tiere mindestens zu verdoppeln, um möglichst bald das vorgesetzte Ziel einer zusätzlichen Mästung von 20 000 Schweinen zu erreichen.
Der Gau Hessen-Nassau steht in ber e r ft e n Reihe der Entwicklung des Ernahrungs- hilfswerkes, und es ist insbesondere der Aufmerksamkeit und Unterstützi'ng Des Gauleiters sowie ber verständnisvollen Mitarbeit der Bürgermeister unserer Stadtgemeinden zu verdanken, baß die NSV. das Ernährungshilfswerk überall ohne größere Schwierigkeiten einrichten konnte.
Welche enormen Leistungen in der kurzen Zeit, seit ber Einrichtung Des EHW. vollbracht wurden, mögen noch die nachstehenden Angaben erhellen: Schon heute werden täglich 44 000 Kilo Küchenabfälle ate Schweinefutter gesammelt unb verwertet. An Neubauten für Schweinemastanlagen zuzüglich ber umgebauten, bereite vorhandenen Einrichtungen wurden 12 000 Quadratmeter Boden- fläche überbaut. Die zusätzliche Erzeugung von 2000 Kilo Schweinefleisch pro Tag ist erst ein Anfang, sie deutet schon heute die Bedeutung des EHW. nach seinem vollständigen Ausbau an.


