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Iedermann sei gewarnt!

andern dem Wunsch der Masse der Rekruten ge­recht werden. Er soll sie auf andere Gedanken

Seihnachissußball der heimischen Mnnschasten

Punkiekämpfe der Bezirksklaffe.

Aus -er engeren Heimat

Kirchliche Nachrichten

Zeitung, Radio und Rekruten

diesen Dingen Re"täalicher W<mdlung als im Gemeinschaftsrnum der Knnttne Gewöhnt Eiw n Sl di- peinlich- Ausnahme zu? sich der sunge Soldat als Rekrut an das Lesezimmer Aolge"^Praktsich gesehen ^bleibt auch in den Untrer. ,»ner Einheit, ° wird er -- auch °'s Saldi-t rm richtsstunden nicht die Äeit dazu. Da- Wissen um ersten Dienstsahr und °l> .,°ltor-r Mann auf- das Geschehen muh da sein, dann ist eine kurz« er- suchen. Er muh hier die Saldatenzeltschnsten und

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bringen, leichte Musik, bunte Nachmittage und

Abende, Marschmusik soll er bringen. Bietet das

Davon steht hier nichts, wie das Fest der Freude aus dem Wintersonnenfest unserer Vorfahren sich ent­wickelt hat und wie die christliche Idee der Men- schenliebe hinzukam und Weihnachten den Sinn gab, den wir heute mit ihm verbinden, lieber etwas viel Nüchterneres haben mir zu berichten. Einfach, weil es leider dringend nötig ist, damit nicht wieder, wie so manches Jahr schon, einer großen Anzahl Volks­genossen die Freude am Fest verdorben wird. Die Feuerwehr meint, es sei nötig, darauf aufmerksam zu machen, wie man mit dem Lichterbaum umzu­gehen habe. Dennalle Jahre wieder" stellte sich heraus, daß zur Weihnachtszeit die Kurve der Zim­mer- und Hausbrände gefährlich ansteige. Und nur, weil die Menschen im Frohsinn leichtsinnig und un­achtsam wurden.

Das Gefährlichste ist ohne Zweifel, spielende Kin­der allein beim brennenden Baum au lassen. Sie haben keine Vorstellung von der Gefahr, und wie füllten sie auf den Gedanken kommen, daß ihnen vom Lichterbaum, der ihnen reine Wonne, und Glück bedeutet, Gefahr droht? Und in jedem Jahr ge­schieht das Entsetzliche, haß Kinder unter dem Weih- nachtsbaum verbrennen Nur zu recht hat die Feuer­wehr, wenn sie die Erwachsenen dafür verantwort­lich macht. Sie, und nicht das spielende Kind, sind die Brandstifter. Schade, sehr schade, daß man zur Weihnachtszeit solche harten Worte gebrauchen muß. Aber es ist notwendig, um den Leichtsinnigen das Gewissen zu schärfen.

Da ist aber noch eine Reihe anderer Ursachen weihnachtlicher Brände, von denen man reden muß,

weil man sie vermeiden kann Immer wieder fängt ein Kleid Feuer, weil der Baum falsch angezündet oder falsch ausgemacht wird, lieberlegt doch, wenn ihr ihn von oben nach unten anzündet und von un­ten nach oben ausmacht, dann kann es nicht Vor­kommen, daß das Kleid mit den brennenden Ker­zen in Berührung kommt. Oder, wenn man den Baum in der Große so wählt, daß er nicht bis zur Decke reicht, dann kann es nicht geschehen, daß ein Licht die Decke gefährdet. Und wenn man darauf achtet, daß nicht zuviel Papierschmuck den Baum Aiert und so angebracht wird, daß keine schief wer­dende Kerze es erfaßt, so kann auch dadurch kein Brandunglück entstehen.

Man sorge auch dafür, daß der Baum fest und sicher sieht. Oft genug kommt es vor, daß ein Hund oder ein spielendes Kind dem Baum zu nahe kommt, und flugs ist das Unheil da, weil er nicht feststand und umgeworfen wurde. Auch soll der Baum nicht zu lange stehen, denn er trocknet aus, und wenn man ihn dann im Ofen verbrennt, kommt es oft genug vor, daß er in der Tat explodiert. Auch da­durch ist schon manches Unglück geschehen.

Wozu wir das alles sagen? Einmal gönnen wir der armen Feuerwehr auch ihre Weihnachtsruhe. Zum anderen soll doch wohl verhütet werden, daß sich das Fest der Freude in ein solches der Trauer verwandelt. Und welche Trauer ist großer, als die über ein Unglück, das leicht zu verhüten gewesen wäre. Damit keiner sagen kann ach, hätte mich doch einer vorher darauf aufmerksam gemacht, sind diese Zeilen der rechtzeitigen Warnung geschrieben.

zur Unterhaltung eine Lesemappe mit illustrierten Zeitschriften finden.

Wohl nur auf wenigen Stuben wirb es möglich fein, einen Radioapparat zu ermieten ober zu be­schaffen. Besonders die Möglichkeit. Musik für die Freizeit in die Kaserne zu bekommen, macht einen olchen Apparat begehrenswert Gelingt die Be- chaffung eines Apparates auf den Stuben nicht, o müßte sie für das Lesezimmer möglich sein. Er oll hier keine Opern- oder schwere Musik bringen,

verstärken, ist erneut mit einem Sieg der Gastgeber zu rechnen.

TDafjcnborn- Sfetnberg gastiert in Lauterbach.

Am 2. Weihnachtsfeiertag unternimmt die erste Mannschaft vonTeutonia" Watzenborn-Steinberg eine Fahrt nach Lauterbach, um dort gegen die 1. Elf des Sportvereins Lauterbach anzutreten. Der Gastgeber führt in der dortigen Bezirksklasse die Tabelle an und wenn die Mannschaft in, unserer Gegend auch weniger bekannt fein kann, so darf aus Berichten über Spiele der Lauterbacher Elf doch geschlossen werden, daß sie einen sehr gefährlichen Gegner darstellt. Die Teutonen werben in Lauter­bach wohl schwerlich Lorbeeren ernten tonnen, aber sie sollten trotzdem nicht vorher den Mut verlieren. Man weiß, daß die Mannschaft spielen und gegen gute Gegner eine entsprechende Leistung Herausstel­len kann. Noch wird man sich an die Niederlage von 7:1 erinnern, die die Wetzlarer beim vorigen Weih­nachtsgastspiel einstecken mußten! Es ist nicht aus­geschlossen, daß die Teutonen abermals mit einer Ueberraschung aufwarten. Eine Anzahl neuer Kräfte wirkt in der Mannschaft mit. Ein Unentschieden würbe schon einen Erfolg für die Watzenborn-Stein­berger bedeuten, wichtiger aber ist, daß in ß guter- bad) guter Fußball gezeigt wirb. Die Aufstellung ber Steinberger Elf liegt noch nicht endgültig fest. Man erhofft ein ehrenvolles Abschneiden in Lauter­bach. Alle übrigen Mannschaften sind an den Feiertagen spielfrei.

VfB. Friedberg Reserve in Leihgestern.

Für den 2. Feiertag hat sich die Spieloereinigung die verstärkte Reserve des Gauligisten VfB. Fried­berg verpflichtet. Die Spiele zwischen Friedberg und Leihgestern sind schon zur Tradition geworden. Am 2. Feiertag um 14.30 Uhr werden sich beide Mannschaften wie folgt gegenüberstehen: VfB. Friedberg: Dechent; Troger, Keßler; Ebner, Gutmann, Serfinger; Roder, Müller, Eranich, Schwarz, Nau. Spieloereinigung Leihgestern: Dutenhofer; Lauxl, Brunotte; Textor, Väth, We- bemann III.; Laux I, Funk, Krick, Arnold, Lauder.

Die Gäste haben in ihrem Torwächter Dechent einen hervorragenden Mann zwischen den Pfosten stehen. In ber Verteibigung wirken zwei äußerst zuverlässige Kräfte. Die Läuferreihe ist Klasse. Im Sturm dürste wohl ber linke Flügel der stärkere sein.

Die Einheimischen müssen schon gegen diese stabile Mannschaft mit bester Besetzung antreten. Duten- Hofer hat in letzter Zeit gute Spiele gezeigt, ein Zeichen, baß eine Formverbesserung zu vermerken ist. Die Verteibigung konnte nicht stärker gestellt werben. Die Läuferreihe hat ebenfalls in den letzten Spielen gezeigt, daß sie zu kämpfen verstehen. Der Sturm, in dem der rechte Flügel ber stärkere unb auch der gefährlichere zu sein scheint, hat bas Pech, starke Gegenspieler zu haben.

Jebenfalls wird man auf dem Sportplatz an ber Rinbsmühle ein Spiel sehen, bas auf hoher Stufe stehen wird.

folgreiche Besprechung möglich. Der Sinn ist der, daß ber Rekrutenoffizier in dieser Hinsicht leiten, überwachen muß. Gelingt es, die jungen Soldaten so an bie Tagespresse heranzubringen, bann wer­ben sie von selbst auch die Dinge lesen, die ihnen persönlich Spaß machen. Dadurch, daß der Rekru­tenoffizier feine Soldaten so leitet, tritt kein Ein­griff in den ChefunterrichtPolitische Tagesfragen" ein, im Gegenteil, er unterstützt und fordert diesen. Die Forderung nach dem, was ber junge Soldat nach dieser Leitung von der Presse verlangt, ist somit in erster Lime eine knappe, klare Form ber Darstellung ber innen- unb außenpolitischen Ereig­nisse; baneben die Unterrichtung über bie Vor­gänge in seiner Garnison. Aus bem letzteren er­gibt sich bas Verlangen nach einem Lokalblatt. Die Mehrzahl ber Lokalblätter, besonbers irt mittel­großen Garnisonen, erfüllt bie Bedingung ber innen- unb außenpolitischen Orientierung.

Man wirb wohl fragen, wann ber Rekrut Zeit zu solchem Lesen hat. Zweckmäßige Zeiteinteilung ist Orunbbebingung. Der Rekrut muß lernen, jede freie Minute auszunutzen. Trotz Appell und Mittag- essen findet sich unter Mittag Zeit, in ber bie Zeitung eingesehen wirb. Die schneller auffassenben Stubenkameraden werden sich zuerst mit ihr be- schäfttgen. Aus der eigenen Rekrutenzeit weiß man, daß das Gelesene Gesprächsstoff und von den ande­ren Kameraden ber Stube am Abend schnell noch überlesen wirb.

Korporalschaftsführer unb Stubenältester sinb bie Gehilfen des Rekrutenoffiziers auch in dieser Hin­sicht. Sie müssen auf bas Lesen ber Zeitung hm- wirfen. Die tägliche Beschäftigung jebes einzelnen mit ber Tagespresse erfordert, baß jebe Stube eine Zeitung bezieht. Durch Umlage ist die Bezahlung leicht sicherzustellen.

Wirb von den Rekruten bie Tagespresse auf ber Stube gelesen, so gehört eine zusarnrnenfassenbe Wochenzeitschrift in bas Lesezimmer. Gerabe in ben ersten Wochen ber Solbatenzeit hat an Samstag- nachmtttagcn, -abenden und an Sonntagen bas Lesezimmer, der Unterhaltungsraum der Einheit, besondere Bedeutung. Hier muß ber Rekrut seine Ablenkung vom Dienstbetrieb finden; hier mehr

seine mitangeflagte Ehefrau unb ber junge Metzger erhielten 200 Mark ©elbftrafe.

Landkreis Gießen.

Wieseck, 24. Dez. Am heutigen Tage kann Frau Margarethe Kretschmar, geb. Roth, in Wieseck, Gießener Straße 138, im Kreise ihrer An­gehörigen ihren 7 3. Geburtstag feiern. Die Jubilarin erfreut sich noch bester Gesunbheit.

= Staufenberg, 23. Dez. Dieser Tage ge­lang es bem Jagbaufseher Geißler von hier, aus einem Dachsbau drei Dächse auszugraben. Wenige Tage vorher konnte der gleiche Jäger zwei Dächse erlegen.

# Saasen, 23. Dez. In unserem Dorfe be- steht bie Sitte, daß die längste Nacht des Jahres, bie Nacht vom 22. zum 23. Dezember, feierlich ver­bracht wird. In diesem Jahre wurde ber alte Brauch, der fast im Aussterben begriffen war, von neuem aufgenommen. Nach Art ber Spinnstuben versammelte sich am Abend bie Jugend, um bei Bier, Wein, Kaffee unb Kuchen einige frohe Stun­den zu verleben.

Leihgestern, 24. Dez. Seinen 83. G e - burtstag kann am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezemoer, der Grubenbeamte i. R. Johannes Diehl II., Kirchstraße 10 dahier, in guter Rüstig­keit begehen.

oo Eberstadt, 23. Dez. Verursacht durch bas starke Glatteis unb nicht zuletzt auch durch die starke Wölbung im Straßenprofil der Hauptstraße unseres Ortes, gerieten hier viele Fahrzeuge ins Schleudern und wurden dabet ver­schiedentlich erheblich beschädigt. Auch viele Rad­fahrer stürzten. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden.

<£ Birklar, 23. Dez. In unserem Dorfe fand eine Verdunkelungsübung statt. Wenige Minuten nach dem Erklingen ber Sirene lag unser Dorf in völliger Dunkelheit. SA. unb Polizei sorgten für Ordnung unb überzeugten sich von ber ordnungs­gemäßen Durchführung ber Verdunkelung.

Muschenheim , 22. De*. Heute nacht wur­den einem hiesigen Einwohner fünf Kaninchen gestohlen. Die Polizei stellte sofort Nachfor­schungen an,» konnte aber noch nichts feststellen. Bei ber heutigen Felbjagb wurden 72 Hasen, 1 Fasanenhahn und 1 Fuchs geschossen.

Das neue Gemeinschaftsleben in ber Kaserne, das Tempo unb die Beschäftigung mit einem völlig neuen Aufgaben- und Pflichtenkreis bringen für ben überwiegenden Teil der Rekruten einen Umbruch in der Tageseinteilung und somit in ber Lebens­führung. Der junge Soldat wirb vom Morgen bis ,zum Abend mit einer Vielfältigkeit von Beschäfti­gungen erfüllt. Diese VielWigkeit liegt aber, vom 'Sport in gewissen Grenzen abgesehen, in ber Ebene Des Erlernens bes Solbatenhandwerks. Die Frei­heit-Gestaltung der Rekrutenzeit wird somit eine .ganz andere als %bie bes entschwundenen Zivil­liebens. , . . .

Bei aller Sorge des Ausbilbungslettenben, nicht »ein Gleichmaß, neuen Trott einreiben zu lassen, be» ssteht bie Gefahr, bah ber junge Soldat abstumpft igegen bie Vorgänge, bie außerhalb seines Kasernen- dereichs liegen. Gerade diese Dinge aber lenken »einerseits ab, geben einen Ausgleich gegen ben Dienstbetrieb und beleben; anderseits ist ihr Wissen ainbebingt erforderlich. .

Zwei Mittel sind es in erster Linie, die die )un= qen Soldaten während ber ausgangslosen und aus- «angsbeschränkten Rekrutenzeit mit der Welt ver» Linden: die T a g e s p r e s s e und der R u n b f u n k. Was ber junge Soldat von beiben verlangt, ist wohl verschieden; verschieben nach Beruf, besonderer Neigung und Vorbildung, lieber diesen meist durch iversÖnliche Eigenart bedingten Gebieten muß klar lür alle das eine stehen: Deutschland und leine Stellung in ber Welt. Gerabe für -Soldaten ist bieses Gebiet besonders wichtig Dielen, Der Masse vielleicht, ist es eine Selbstverständlich feit sich hiermit zu beschäftigen. Aber es gibt doch manchen, ber neben ber neuen Lebensform, bie bie 'Rekrutenzeit mit sich bringt, keinen 9iaum mehr 'findet, sich mit diesen ernsten Dingen zu beschäftigen.

Hier findet der Rekrutenoffizier ein wichtiges Arbeitsgebiet. Durch kurze Hinweise, Fragen und «Erläuterungen von politischen Zusammenhängen miuß er das Interesse seiner Rekruten für das Ge­schehen in und um Deutschland wachhalten. Er muh »anregen zur eigenen Beschäftigung hiermit. Nur Kann, wenn ber junge Soldat sich selbst damit be- fschäfttgt, bringt es ihm wirklichen Gewinn. Der Wortrag burch ben Ausbilbungslettenben hat oft

Fahrlässiger Schütze verurteilt.

Der 3agbunfaU bei Oberaula.

Lpd. Marburg, 23. Dez. Der Löbliche Jagd- unfall im Walde bei Oberaula, über ben wir gestern berichteten, hat bereits seine gerichtliche Sühne gefunden. Vor' dem Amtsgericht hatte sich im Schnellverfahren ein 59jühriger Jagdgast aus Gummersbach im Rheinland wegen fahrlässiger Tötung des Gastwirts Heinrich Clever aus Gummersbach zu verantworten. Das Gericht stellte fest, daß der Angeklagte eine der weidmännischen Grundregeln bei der Treibjagd verletzt hatte. Er war nämlich ohne sein Gewehr zu entladen von einem Treiben zum anderen gegangen. Als ber Angeklagte zum sechsten Treiben angestellt wer­den sollte und unter Führung bes Jagdleiters auf bem Weg zu feinem Anstellplatz war, flüchtete plötz­lich ein Hase aus seinem Lager. Der Angeklagte machte, wie er angibt, eine rasche Wenbung nach bem Hasen, wobei ihm sein gelabenes Gewehr von der Schulter glitt. Beim Fassen des Gewehrs ent» lub sich eine Patrone, deren Schrotladung den vor ihm gehenden Clever in die Lunge traf. Das Ge­richt erkannte gegen ben fahrlässigen Schützen an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten auf eine ©elbftrafe d o n *8 0 0 Mark unb verurteilte ihn auch zu ben Kosten bes Verfahrens.

SvprozentKnochenbeilagebeim Fleisch

Lpd. Darm stabt, 23. Dez. In mehrtägiger Verhandlung hatte sich vor der Großen Straf­kammer der 58jährige Metzger Sebastian Lang wegen fortgesetzten Betrugs im Dien ft zu verantworten. Der Angeklagte war beschuldigt, als Fleischaushauer an der Städtischen Freibank in Darmstadt den Käufern zu viel Knochen zu bem verkauften Fleisch zugelegt zu haben. Zeugen be- haupteten, daß es bis z u 50 v. H. Knochen- deilagen gewesen seien. Außerdem hatte der Angeklagte, entgegen bem bestehenben Verbot, bie Knochen zum Teil von Metzgern gekauft und zu dem Fleisch ausgegeben, weswegen auch ein junger Metzger mitangeklagt war. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einemJahr Gefängnis,

Evangelische Gemeinden.

Samstag, ben 25. Dezember (1. Weihnachtstag.)

Gießen. Stablkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 17: Pfarrer Schmidt. Johanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 17: Pfarraff. Paetow. Kapelle des Allen Frieohofs. 6.30 unb 9.30: Gottesbienst. Petrus- kapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfarrer Trapp. wieseck. 10: Gottesbienst, Chorschule; 17.30: Christ- vesper, Chorschule, dabei Weihnachtsfeier ber Kin­derkirche. Albach. 12.30: Festgottesbienst, Kollekte. Steinbach. 10: Festgottesbienst, Gesangverein Germania, Kollekte. Heuchelheim. 10: Haupt- gottesbienft, Kirchenchor, Kollekte. Kirchberg. 10: Festgottesbienst, anschließend heiliges Abendmahl für bie jungen Männer und Frauen von Staufen­berg; 16: Christmette. Klein-Linden: 10: Gottes­dienst, Gemischter Chor Harmonie; 16.30: ßiturg. Christfeier des Kindergottesdienst. Wahenborn- Sleinberg. 13: Gottesdienst (Kirchenchor). Gar­benleich. 12.30: Gottesdienst. Haufen. 10: Gottes­dienst, Frauenchor; 18.30: Weihnachtsbescher-Gottes- dienst. Lich. 10: Stiftsdechant Kahn, Chorschule, Kirchenchor, Kollekte; 14: Stiftspfarrer Naumann, Kollekte; 17: Weihnachtsfeier der Kinderkirche, Stiftsdechant Kähn. Nieder-Bessingen. 10: Stifts- Pfarrer Naumann, Beichte, Abendmahl, Kollekte; 19: Aufführung einer Weihnachtskantate. Langsdorf. 11: Festaottesdienst, Kinderchor, Bläserchor; 20: Abendmahlgottesdienst. Bettenhausen. 9.30: Fest- gottesdienst; 18.30: Christfeier. Birklar 8.30: Gottesdienst mit Abendmahlsfeier, Kollekte. 2Hu- schenheim. 11: Gottesdienst mit Abendmahlsfeier, Kollekte; 18.30: Christfeier mit Kollekte. Wirberg. 10: Gottesdienst, Kollekte. Beilsberg. 10: Lese­gottesdienst; 18.30: Weihnachtsfeier. Bellershain. 13: Gottesdienst, Kollekte. Harbach. 13: Gottes­dienst, Kollekte. Hungen. 10: Gottesdienst, anschl. Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls, nach­mittags Hausabendmahle; 19: Abendgottesdienst mit Ou'mpassingen.

Evangelische Sladlmission, Loberstraße 14. Sams­tag, 25. Dezember. 8.30 Uhr Morgenandacht; 20.15: Weihnachtsfeier.

Christliche Gemeinde, Zu ben Mühlen 2. Samstag, 25. Dezember. 20.30 Uhr: Prebigt.

Baplislengemeinbe, Gartenstraße 13. Samstag, ben 25. Dezember (1. Weihnachtsfeiertag). 16 Uhr: Pre- bigt.

Neuapostolifche Gemeinden, Hänbelftraße 1, Eber- straße 13. Samstag, 25. Dezember (1. Weihnachts- feiertag). 9.30 Uhr; Gottesdienst; 16: Gottesdienst.

Programm eines Senders eine Darbietung miß* tärifchen Inhalts, so sind wir Soldaten bie dank- barsten Hörer. Der Runbfunk belehrt unb unter- .hält ben jungen Soldaten in ber Rekrutenzett am besten. ( M ,

Die Tageszeitung bringt den Vortest, daß man nachlesen kann, unb sie hilft bie Schwäche bes Ver- gessens Ober mangelhaften Auffassens zu über­winden. In ber Rekrutenzeit sinb beibe, Tages­presse unb Rabio, in besonderem Maße Lehrmittel und Unterhaltung für unsere jungen Kameraden, die geeignet sind, den Uebergang vom Zivilleben zum Soldatenberuf zu erleichtern.

Die Spiele Sinn Burg, Bissenberg gegen Lollar und Naunheim Butzbach bilden am zweiten Weihnachtsfeiertag bas Pro­gramm ber Verbandsfpiele.

Höhepunkt ist das Dillderby, das für den dritten Tabellenplatz entscheidend ist. Das Vorspiel konnte Burg knapp 2:1 für sich entscheiden. Diesmal hat Sinn die besseren Aussichten, zumal der Platzvor­teil noch hinzukommt.

Bissenberg, bas die Krise schon wieder überwun- den hat, wirb den Gästen aus Lollar, die abermals mit Ersatz antreten müssen, wenig Erfolgsmöglich- feiten überlassen.

Bei ber Begegnung Näunheim Butzbach ist nicht anzunehmen, baß ben Gästen abermals eine Ueberraschung wie in Burg möglich sein wirb.

Freundschaflskampf: 1900 Bad-Nauheim.

Die Blcm-Weißen empfangen am zweiten Weih- nachtstag den Sportverein Bad-Nauheim zum Ge- ellschaftsfpiel. Die Kurstädter, bie vor nicht allzu anger Zeit einmal zum hiesigen Bezirk gehörten, ind keine unbekannten Gäste, benn sie kommen mmer wieder einmal auf bas Gelände der Spiel» Vereinigung. Das diesmalige Spiel bietet insofern einen interessanten Vergleich, da die Gäste auch Heuer wieder auf dem besten Wege sind, die Meisterschaft zu erringen (Tabellenführer ist zur Zeit zwar Phönix Vilbel, Bad-Nauyeim steht mit Oberursel aber am relativ günstigsten) und 1900 Spitzenführer im Kreis Gießen ist. Aus der Mann­schaft der Bad-Nauheimer ragen die Senioren, ber Torwächter Nietzsche, Verteidiger Steuler, Mittel­läufer Becker, Mittelstürmer Mühlhäuser unb ber Halblinke Eyrich besonders hervor. Eyrich ist ber geistige Führer ber Mannschaft. Die anberen Spieler Will, Grieser, Becker II. ufw., bie alle bem eigenen Nachwuchs entstammen und von Eyrich herangebildet wurden, passen sich geschickt in das Mcninschaftsgefüge ein. Für die Blau-Weihen ist das Spiel von besonderer Bedeutung, da bei frühe­ren Begegnungen immer die Gäste siegreich blieben unb lediglich beim letzten Privatspiel in Bad-Nau- heim 1900 ein 2:0-Sieg glückte. Es wurde deshalb auch die beste Vertretung aufgeboten. Für die be­urlaubten Rahn und Heuler werden Schlarb und der für die Zukunft in Aussicht genommene Koch eingestellt, so daß die Mannschaft folgendes Aus­sehen hat: Schlarb, Pankok (2/116), Lippert (2/116), Erhard, Mank, Lehrmund, Schellhaas, Bergmann, Koch, Sack, Lobsack. Vielleicht gelingt es den Blau- Weißen diesmal auf eigenem Platze gegen die Leute vom Promenadenweg siegreich zu bleiben.

1900 II Bad-Nauheim II.

Vor dem Ligaspiel treffen die beiden Reserve­mannschaften zusammen. Bei der letzten Begegnung blieben die Blau-Weißen ebenfalls siegreich, unb da diesmal die in Urlaub befindlichen Soldaten die Elf der Platzbesitzer, die in ber Aufstellung Fischer, Schreyer, Schombert, Günther, Kirchner, Einhäuser, Link, Kociok, Jäger, Weiß, Rinderknecht antritt,

katholische Gemeinden.

Samstag, 25. Dezember. Hochheiliges Weihnachtsfest.

Gießen. 5 Uhr: Krippenfeier unb Christmette; 6.30, 7, 7.30, 8: hl. Messen; 9: feierliches Hoch ,nt mit Prebigt; 11.15: Singmeffe mit Predigt; 15: Vesper mit Segen; 16 bis 17: Beicht­gelegenheit. Hungen. 8: Hochamt mit Pre­bigt. Lich. 10: Hochamt mit Prebigt. Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. Grünberg. 6: Christ­mette; 9.45: Hochamt mit Predigt. Nidda. 8.15: Amt und Predigt. Schotten. 10.30: Amt und Pre­digt.

Sonntag, den 26. Dezember (2. Weihnachtstag).

Evangelische Gemeinden.

Gießen. Stablkirche. 9.30 Uhr: Prof. D. Corbier; Feier bes hl. Abendmahls; 17: Pfr. Becker: Litur­gische Feier. Fohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtols- heimer; Feier bes hl. Abendmahls; 17: Pfr. Ausfeld. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 20: Singabenb ber Luthergemeinde unter Leitung des Kirchenchors der Luthergemeinde. Pelrus- kapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp. Lukassaal, Liebigstraße 56 H. 14: Taubstummen- gottesbienst, Pfr. Bechtolsheimer. Wieseck. 10: Weihnachtsfeier ber Ev. Frauenhilfe. Albach. 12.30: Festgottesbienst; Kollekte. Steinbach. 10: Festgottesbienst; Kollekte; Kirchenchor. Heuchel­heim. 10: Hauptgottesbienst; Kollekte. Kirchberg. 10: Festgottesdienst. Klein-Linden. 10: Gottes­dienst; Kirchenchor. Wahenborn-Sleinberg. 10: Gottesdienst; Posaunenchor; 17: Weihnachtsfeier des Kindergottesdiensies. Garbenkeich. 10: Gottes­dienst; 13: Gottesdienst. Lich. 9.45: Beichte; 10: Stiftsdechant Kahn; Chorschule; Kollekte; hl. Abendmahl; 14: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. Nieder-Vessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann; Kol­lekte. Langsdorf. 11: Hauptqottesdienst; 17: Kin- bergottesbienft. Bettenhausen. 13.30: Haupt­gottesbienst. Birklar. 9.30: Gottesbienst; Kollekte. TNuschenheim. 11.30: Gottesbienst; Kollekte. Reinhardshain. 10: Gottesdienst. Göbelnrod. 13: Gottesdienst. Beilsberg. 13: Gottesdienst; Kollekte. Hungen. 20: Gottesdienst.

Montag, den 27. Dezember.

wieseck. 20 Uhr: Weihnachtsfeier der Evangelischen Frauenhilfe.

Evangelische Sladlmission, Loberstraße 14. Sonn­tag, 26. Dezember. 20.15 Uhr: Evangelisationsvor- trag. Mittwoch, 29. Dezember. 20.30: Bibelstunde.

Christliche Gemeinde, Zu ben Mühlen 2. Sonntag, 26. Dezember. 9.45 Uhr: Grbauungsftunbe; 20.30: