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187. Zahrgang

Montag, 24.Mai 1937

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Oie Heimkehr der Toten von Lakehurst.

Gauleiter Sprenger spricht am Grabe von fünf Besahungsmitgliedern desHindenburg" in Frankfurt am Main.

Lpd. Frankfurt a. M., 23. Mai. Die Leichen der fünf verunglückten Besatzungsmitglieder Kapitän Ernst Lehmann, Franz E i ch e l m a n n, Fritz F l a ck u s, Ernst Schlapp und Willy Speck waren nach der Ueberführung in die Heimat in der Kapelle des Hauptfriedhofs aufgebahrt worden, wo Gefolgschaftsmitglieder der Zeppelin-Reederei die Ehrenwache hielten. Im Schein brennender Kerzen und umgeben von Lorbeerbäumen hatten die mit der Reichsflagge bedeckten Särge nebeneinander Aufstellung gefunden. Unabsehbar war die Zahl der Kränze. An der Beisetzungsfeier nahmen die führen­den Männer der Partei und des Staates, Vertre­ter sämtlicher Wehrmachtteile, das Konsular-Korps und neben Angehörigen der Toten . zehn Über­lebende derHindenburg"-Besatzung teil. Rach einem Orgeloorspiel zuParsifal" sprach der evangelische Geistliche, Probst Trommershausen. Wieder erklang die Orgel zu einer ImprovisationWir treten zum Beten", worauf der katholische Geist­liche Prälat Stadtpfarrer Dr. Herr das Wort er­griff. Zum Schluß der Feier in der Kapelle svielte die Orgel das Lied der nationalsozialistischen Weihe­gestaltungDer Himmel grau und die Erde braun."

Von der Kapelle bis zum Grabe bildeten For­mationen der SA., SS., der HI., Werkscharen und Pimpfe ein Ehrenspalier, durch das sich der Trauer­zug bewegte, während über dem Friedhof sechs Flugzeuge mit Trauerwimpeln an den Tragflächen ihre Kreise zogen. Inzwischen war eine Ehrenfor­mation des Fliegerhorstes am Grabe aufmarschiert, wo bereits eine Abteilung der HI. mit den umflor­ten Fahnen und ein Ehrensturm der Marine-SA. Aufstellung genommen hatten. Als der Trausrzug an den Gräbern ankam, intonierte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden, die Fahnen senkten sich, und unter dumpfem Trommelwirbel wurde Sarg um Sarg in die Erde gelassen. Rach den Ge­beten der Pfarrer beider Konfessionen sprach

Gauleiter Re chsstatthatter Sprenger:

Fünf Helden deutschen Wagemuts ist nun in ihrer irdischen Lebensbahn ein Ziel gesetzt. Hoff­nungsfreudig verließen sie den Heimathafen, und so wie sie alle, dachten auch wir. Die Vorsehung war mit uns beim Aufbau, und so glaubten wir auch, daß dieses Werk, dem Schutz der Vorsehung an­heimgegeben, von Dauer sei. Die Katastrophe für die Zeppelin-Reederei traf mit gleicher Wucht die engere Heimat, ihren Heimathafen Rhein- Main, sie traf das ganze Volk, ganz Deutsch­land. Wir aber wollen uns heute daran erinnern, daß gerade der Aufstieg des Werkes des Erfinders, des unvergeßlichen Grafen Zeppelin, von Katastrophen bealeitet war. Aber je tiefer die Ham­merschläge des Schicksals ihn niederrissen, u m s o fester wurde der Wille. So wie die Ham­merschläge Stahl aus Eisen machen, so wurde der Wille des Erfinders und seiner Mitarbeiter immer härter. Und so trägt auch dieser Schicksalsschlag dazu bei, mit um so größerer Kraft das Werk des Grafen Zeppelin fortzuführen. Gerade wir hier im rhein-mainischen Gebiet, in Hessen-Nas­sau haben dazu besondere Veranlassung. Frankfurt ist mit die Heimat der Luftfahrt. Wir den­ken heute noch an den Weltprovagandaflug des Luftschiffes .Graf Zeppelin" im Jahre 1928, wo zum erft-'n Male aus deutscher Nacht heraus deutsche Kraft und deutscher Wille der Welt Kunde gaben von der Unbeuasamkeit des deutschen Volkes und seinem festen Willen, auch fenen Tiefstand zu über­winden. So haben die Luftschiffe des Grafen Zep­pelin wählend der größten Not des deutschen Vol­kes deutsch-' Kraft und deutschen Sieaesmillen >m Frieden hinausgetragen in alle Welt.

Mit Beginn der neuen Aera. als das Volk unter Adolf Hitlern seiner Gesamtheit sich zusammen­fand. wurde die Möglichkeit geschaffen mit neuer Kraft das Werk fortzusetzen. Sa suhlen wir uns jederzeit verbunden mit dem Schöpfer. s">nem Werk And all den Männern, die in treuer Gefolgschaft wicht achtend der Gefahren, sich dem Geist de^ Gra­sfen Zeppelin zur Verfügung stellen Das ist der «Geist, aus dem den deutschen Luftschiffen hier im rhein-mainischen Geriet ein Haken eine Heimat geschaffen wurde. Wenn ich zurückhenke an den ersten Augenblick als die Unglücksbotschaft bei uns eintraf, war es für mich eine innere Vflicht. zu er­klären daß mit verstärktem Einsatz un d verstärktem Willen das Werk, das wir betreuen durften, fortgesetzt wird, weil es fortgesetzt toerben muß. Der Wen ist klar, den hat uns der Führer gewiesen. Vorwärts am Aufbau auf allen Gebieten' Der Reichsminister der Luftfahrt, General- vberst Göring, hat sofort erklärt, daß es der fesbe Wille Deutschlands, der ganzen Nation 'st daß d'e deutsche Luftsch'ffahrt in noch größerem Maße als bisher ihren Weg finden und geben soll.

Die Toten haben treue Kameradschaft gehalten mit den Ueberleh-nden, über alles verbindet sie die treu» Kameradschaft mit dem aanzen deutschen Volke. Wir werden die Verpflichtung aus di eser Kameradschaft we i t e r t r a_a e n , wir werden alle zusammen eine Kameradschaft fern, und das ganze deutsche Volk wird die es herrliche Werk in die Zukunft tragen Wir sehen fie vor uns, die nun im Grabe liegen Ernst Auaust Leh­mann, den Geschäftsführer der Deutschen Zepvelm- Reederei und Luftschiff-Führer, her Jo unzah>me Fahrten gesteuert und mit festem Willen das Schiff 1 wieder in seine Heimat zurückgebracht! hat. ^an(1 : Tichelmann, Fritz Flackus, Ernst Schlapp und Willy

Speck. Die Vorsehung hat ihrem Leben ein Ende gesetzt, sie hat sie aber eingeführt in Walhall, das heißt in die Ewigkeit einer vieltausendjährigen deut­schen Geschichte, in die Ewigkeit des deutschen Vol­kes!"

Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied er­klangen, und eine Ehrensalve rollte über die Grä­ber. Der Gauleiter brachte den Toten den letzten Gruß, ihm folgten Ministerialdirigent Mühlig- Hofmann, Oberst L ö r z e r, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs, Generalmajor L e e b , der Doyen des Frankfurter Konsularkorps, der englische Generalkonsul S a l l d o n e s, der Vertreter des örtlichen Fascio und zahlreiche andere. Stundenlang zog dann die Menge in stummer Trauer an den Gräbern der tapferen Besatzungsmitglieder des LZ Hindenburg vorüber

Die Trauerseier in Friedrichshafen.

Auch Friedrichshafen stand am Sonntag im Zei­chen der Trauer um die in treuer Pflichterfüllung tödlich verunglückten Besatzungsmitglieder des LZ Hindenburg". Tausende pilgern seit dem frühen Morgen zum neuen Friedhof, um den dort aufge- dahrten Toten die letzte Ehre zu erweisen. Nach

Braunschweig, 23. Mai. (DNB) Braun­schweig beging am Sonntag die feierliche Ein­weihung der Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrer­bildung. Der braunschweigische Ministerpräsident Klagges als Bauherr der Hochschule dankte dem Bauleiter und Architekten, dem Rektor der Techni­schen Hochschule und allen Arbeitern der Stirn' und der Faust für die Errichtung des Baues. Er 'olle künftigen Geschlechtern Aufschlüsse über die Geistes­haltung und den Gestaltungswillen unserer Zeit geben. Bernhard-Rust-Hochschule solle diese Bil­dungsstätte heißen, denn mit diesem Namen sei der Kampf und der Sieg der nationalsozialistischen Be­wegung um Niedersachsen untrennbar verknüpft.

Reichsminister Rust

erinnerte noch einmal an die Jahre des Kampfes um die Macht, die auch diesem Bau das feste Fun­dament gegeben haben. Der Wille zum Kampf müsse Inhalt unseres gesamten Volkes werden, das nun in sein Kampfjahrhundert hineinmarschiert. Der Führer hat diesem Willen den völkischen Sinn ge­geben. Er zielt nicht ab auf Vernichtung oder Krieg, sondern auf die ewige Erhaltung unseres Volkes in der Welt. Es ist undenkbar und ich weise es weit von mir, daß im Dritten Reich je­mand bereit ist, Wissen zu vermitteln, ohne den Einfluß der charakterlichen Gestaltung der ihm anvertrauten Jugend zugleich in sich zu tragen. Unsere Aufgabe erfüllen wir, wenn wir sie

Dresden, 23. Mai. .(DNB.) In Rammenau (Oberlausitz) wurde am Sonntag der 17 5. G e - buttstag Johann Gottlieb Fichtes festlich begangen. Reichsstatthalter Mutschmann bezeichnete Fichte als einen der bedeutendsten Geisteshelden des deutschen Volkes. Der Reichs­statthalter unterstrich Fichtes Forderung nach einer deutschen Nationale rziehung, die erst jetzt durch den Nationalsozialismus verwirk­licht werden konnte. Dann hielt

Leichsleiter Hosenbera

die Gedenkrede, in der er u a. ausführ/e: Fichte war es vergönnt, in einer schweren Schick- kalsstunde das deutsche Volk aufzurutteln und ihm ein neues Ziel der Freiheit und nationalen Einig­keit zu letzen. Neber seine Zeit hinweg wurde der Name Fichte der Inbegriff heroischer ©eiites- kämpfe um die Freiheit des deutschen Denkens und für die Kraft einer bemühten deutschen Tat. Es ist für uns Nationalsozialisten me Freude, fest­zustellen, wie in den Zeitei, der Schande und Nie­derlage Fichte eine Kritik an den herrschenden Mächten seiner Zeit ausübte, wie sie in schärferen Worten auch von uns gegenüber den Verfalls­erscheinungen unserer Epoche nicht angewendet wurden. Im Dienste der deutschen Freiheit ist ent- scheidend für das Charakterbild Fichtes, daß er niemals nur als abstrakter Philosoph seine Er­kenntnisse niederschrieb, sondern daß alles, was er sprach und tat, aktiv angreifendes Han­deln war.

Das große Charakterethos der Persönlichkeit Fich­tes ist es, das ihn befähigte, in den Stürmen der Zeit aufrecht zu bleiben, in der Zelt eines furcht­baren Niederganges die Fahne eines kommenden Deutschland hochzuhalten und inmitten einer Er­griffenheit die Idee eines großen Deutschland zu lehren. Auch die Juden frage steht für Fichte

einem Choral sprachen der katholische und der evangelische Geistliche den Hinterbliebenen Trost zu. Graf von Brandenstein-Zeppelin bekundete dann im Namen der Familie Zeppelin den Angehörigen Mitgefühl und Mittrauer und dankte den toten Helden. Staatssekretär Wald­mann brachte den Toten einen letzten Gruß. Das ganze deutsche Volk trauere. Besonders hart habe aber dieser Schicksalsschlag Schwaben getroffen und vor allem Friedrichshafen, die Geburtsstätte der Luftschiffe.Wir bauen aber weiter, denn die Luftschiffahrt ist am meisten geehrt, wenn der Jugend dieses große Werk eichalten bleibt." Im Namen der Gauleitung der NSDAP, widmete Gaupropagandaleiter Mauer den toten Kamera­den letzte Grüße, für die Stadt Friedrichshafen Bürgermeister Bärlin, namens der Zeppelin- Stiftung Graf von Soden-Frauenhofen. Für die Besatzung sprach Kapitän von Schiller und dankte den toten Helden für ihre Treue zum Werk des Grafen Zeppelin. Nach dem ChoralEin feste Burg ist unser Gott" setzte sich bann der Trauerzug' in Bewegung. Besatzungsmitglieder des LuftschiffesGraf Zeppelin" trugen ihre toten Ka­meraden durch ein Spalier zum Ehrengrab der Stadt Friedrichshafen. Ehrensalven und das Lied vom guten Kameraden beschlossen die Trauerfeier.

nicht nur in ihrem engeren Aufgabenkreis sehen, sondern in ihrer Stellung zum gesamten Volk. Ihr Studenten an der Hochschule für Lehrerbildung sollt die Jugend des deutschen Volkes einst erziehen und lehren. Darum geht er st einmal zum Volk selbst in d'cke Lehre und erkennt das Volk in seinem Wesen. Sv wie wir die Gegenwart aus der Geschichte heraus besser verstehen, werden wir auch die Geschichte aus der Gegenwart heraus besser beurteilen lernen. Die Dinge können sich wandeln aber unsere Grundeinstellung zu den Dingen nicht, t

Ich will auch denen eine Antwort geben, die da vielleicht noch glauben, die Bewegung unter dem Hakenkreuz habe den völkischen Staat geschaffen, um die Schulen denen zu überlassen, die aus ihnen einen Tummelplatz konfessioneller G e - dankengänge machen zu können glauben. Wir widmen unsere Schulen und Hochschulen dem deut­schen Volk und s o n st niemand auf der Welt. Der deutsche Jugenderzieher und Lehrer soll nicht nur die Jugend lehren und führen, sondern er wird im deutschen Volk eine Aufgabe erhalten, deren Größe sich heute nur ahnen läßt. In enger Gemein­schaft mit den Jugendführern der HI. wird er einst die richtigen Wege finden müssen, die wir heute nur anbeuten können. Fragen werben immer sein: ehe aber bie Stubenten biefe Schule verlassen, wird ein Problem gelöst sein: Die Vorbereitungszeit des deutschen Junglehrers.

mit im Zentrum seines politischen Freiheitskampfes. Fichte sieht hier klar, das man es mit der Juben- heit als mit einer bestimmten politischen Größe zu tun hat, die, fest verbunden und über alle staatlichen Schranken hinweg, sich anschickte, auf Grund ihres nicht zu ändernden Charakters eine eigene Natio­nalpolitik zu treiben. Prophetisch erklärte Fichte: Kommt euch denn hier nicht der begreifliche Ge­danke an, baß bie Juden, welche ohne euch Bürger eines Staates sind, der fester und gewaltiger ist, als die eurigen alle, wenn ihr ihnen auch noch das Bürgerrecht in euren Staaten gebt, eure übrigen Bürger völlig unter die Füße treten werden?" Und jeder, erklärt er, solle zwar dem einzelnen hungern­den Juden helfen,aber ihnen Bürgerrechte zu geben, dazu sehe ich wenigstens kein Mittel, als das, in einer Nacht ihnen alle bie Köpfe abzufchnei- ben unb anbere aufzusetzen, in benen auch nicht eine jüdische Idee sei. Um uns vor ihnen zu schützen, da­zu sehe ich wieder kein anderes Mittel, als ihnen ihr gelobtes Land zu erobern und sie alle dahin zu schicken."

Diese Ausführungen Fichtes zeigen, daß unbe­schadet seiner weltanschaulichen Idee von der Er­ziehung des deutschen Volkes zu einem angenom­menen Weltplan er sich inmitten des kämpferischen Lebens bie Nüchternheit und Klarheit des Blickes über seine gesamte Umwelt bewahrt hat und immer den Mut aufbrachte, aus diesen Erkenntnissen her­aus auch die Konsequenz des Denkens und der Tat zu ziehen. Wenn wir Fichtes gedenken, so überprü­fen wir uns damit selber, jeder Nationalsozialist wird sich zu fragen haben, inwieweit er zu seinem Teil dazu beigetragen hat, die geistige und volitische Einheit der deutschen Nation mit verwirklichen zu helfen.

Nach der Feierstunde legte Reichsleiter Rosen­berg am Fichtedenkmal einen Kranz nieder unb nahm Gelegenheit, die zahlreich anwesenden Nach­kommen Fichtes zu begrüßen.

Weftn und Ausgaben deeSchwarzen Korps".

Äon SS.-Siurmbannsührer Weberstedt.

In diesen Tagen sind es vier Jahre, daß d i e Leib standarteAdolf Hitler" begründet wurde. Im Verfolg des weiteren Ausbaues der SS.-Verfügungstruppe entstanden bann die ak­tiven SS.-Standarten SS. 1Deutschland" und SS, 2G e r m a n i a", sowie die technischen Sturmbanne der SS. - Pionier st urmbann und der S S.- N a ch r i ch t e n st u r m. Aus den SS.-Wachmannschaften, die z. T. zur Ueberwachung der Konzentrationslager bestimmt waren, sind Hundertschaften mit dem Namen SS. - Toten - kopfverbände geworden. Für den Führer­nachwuchs sorgen bie S S. - S ch u l e n in Tölz und unb Braunschweig. Aus der SS. geht in Zukunft, seit ihr Reichsführer Himmler Chef der Deutschen Polizei geworden ist, der Ersatz.für die Polizei hervor. SS.-Führer sorgen von jetzt ab als Schu­lungsleiter für die weltanschauliche Ausrichtung der gesamten Polizei.

Fest in Blut und Boden verankert arbeitet die SS. praktisch an der Lösung der Rassenfrage. Das Rasse - und Siedlungsamt sorgt dafür, daß jeder SS.-Mann sich eine artreine Frau sucht, und daß die gesamte SS. weltanschaulich durchblutet ist. Neben dem S S. - H a u p t a m t, das an der Spitze der gesamten Organisation steht, besteht noch der Sicherheitsdienst (SD.), der die Aufgabe hat, die inneren Feinde des nationalsozialistischen Staa­tes zu überwachen. Die Exekutive dagegen ist Sache der Geheimen Staatspolizei.

Bekanntlich ist die SS. neben der SA. ein be­sonderer Teil der von Adolf Hitler geschaffenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Im Rahmen dieser Bewegung hat sie eine besondere innerpolitische Aufgabe, unb zwar zur Sicherung bes Reiches nach innen. Sie wurde vom Führer im Jahre 1925 als Schutzstaffel aufgestellt und im Januar 1929 zur größeren Organisation umgebil- bet. Allmählich wuchs sie zu einer Auslese der Besten, Tüchtigsten unb rassisch Reinsten heran. Dementsprechend wurden unb werden an die SS.- Mgnner die höchsten Anforderungen gestellt. Die Alt 6er Äuslese konzentriert sich auf bie Auswahl derjenigen, die körperlich dem nordisch-bestimmten Menschen am meisten nahekommen, wobei selbstver- stündlich Größe und rassisches Aussehen eine Rolle spielen. So vollzieht sich in der Schutzstaffel ein Aus­leseprozeß. der im Laufe der Jahre zu immer grö­ßerer Aussiebung führte.

Die SS. ist eine von besonderen germanischen Tugenden burchglühte unb getragene Organisation. Ihre Losung lautet nach bem Gebot bes Führers: Meine Ehre heißt Treue" und nach dem Satz des alten deutschen Rechts:Alle Ehre von Treue kommt". Dem SS.-Mann kann vieles verziehen werden, ober niemals Untreue. Neben der Treue steht der Gehorsam als Tugend, und zwar ein frei­williger Gehorsam, der bereit ist, jedes Opfer für den Führer unb bie Weltanschaung zu bringen unb {eben Befehl ohne Zaubern, Ueberlegung unb be- dinaungslos zu befolgen. Freiheitswille unb un­bändiger Kampfgeist erfüllen den SS.-Mann und niemals zeigt und zaubert er, sich mit dem Leben für bie Idee und ben Führer einzusetzen. In einem Büchlein, das50 Fragen unb Antworten für ben SS.-Mann" lautet, steht ber Gib des S S. - Mannes, ber ba lautet:Wir schwören bir, Adolf Hitler, als Führer und Kanzler des Deutschen Reiches Treue unb Tapferkeit. Wir geloben dir unb ben von dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in ben Tob. So wahr uns Gott helfe!"

An der Stellung ber SS. zur Reliaion ist von böswilligen Kritikern viel herumgebeutelt wor- den. Diese Frage hat einmal ber Reichsführer Himmler mit folgenden klaren Worten beant­wortet:... wir wären nicht fähig, dieses zusam­mengeschworene Korps zu fein, wenn wir nicht die Ueberzeugung unb den Glauben an einen Herr­gott hätten, ber über uns steht, ber uns und unser Vaterlanb, unser Volk und diese Erde aefchaffen und uns unseren Führer geschickt hat." Menschen mit dieser Uederzeuguna sind alles andere als Atheisten. Mit Recht muß es sich daher bie SS. verbitten, als Neuheiden verschrien zu werden, nur weil sie sich nicht für biefe ober jene Konfession ober für irgenbein Daama festlest, aber fie macht be­wußt unb absichtlich einen scharfen Strich zwilchen kirchlichem, konfessionellem und politischem, welt­anschaulichem Soldatentum.

Daß die SS.-Männer als politische Sol­daten in erster Linie bis zur höchsten Verinner­lichung und letzten Vollendung zum nationalsozia­listischen Denken und Handeln erzogen werden, ist selbstverständlich. In körperlicher Beziehung bildet die sportliche Ausbildung und Schu­lung das A und O der Gesamterziehung des Schwarzen Korps. Da bie SS eine Auslese in jeder Beziehung darstellt, muß sie auch sportlich auf höchster Höhe stehen. SS.-Reiter und SS.-Fech­ter haben gerade in letzter Zeit anerkennenswerte Höchstleistungen bei Turnieren unb Wettstreiten aufgewiesen. Sämtliche SS.-Männer müssen ebenso wie alle SS.-Fübrer das Sportabzeichen besitzen unb sich allen Bedingungen unterwerfen, lieber allem aber steht das Ehrengesetz des SS.- Mannes. Es besagt, daß jeder SS.-Mann feine Ehre mit ber Waffe zu verteidigen bas Recht und bie Pflicht hat. Nach ehrenvoller Ableistung feiner Arbeitsdienst- unb Wehrvflicht wird ihm mit 21 Jahren bie Waffe, der SS.-Dolch verliehen. Erst dann, und wenn er den Eid auf ben Führer ab­gelegt hat, wird er als vollgültiger SS.-Mann in den Orden ausgenommen.

Weihe der Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung in Braunschweig.

Fichte-Gedächtnisfeier in Rammenau.

Kine Gedenkrede Rosenbergs zum 175. Geburtsiaoe