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Aus der engeren Heimat

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Rückgratverkrümmung

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Frau Marie Erb, geb. Dörr

wurde heute früh 9.45 Uhr im 70. Lebensjahre von ihrem schweren, mit

Leiden durch einen sanften Tod erlöst

großer Geduld ertragenen

Gießen, den 19. April 1937

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Vereine

Gießen (Löberstr 10), Berlin, Ulfa, Ringelshausen, 18. April 1937

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 18 April, nachmittags 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Beileidsbesuche sind nicht im Sinne des Entschlafenen.

Meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter und Schwieger­mutter, unsere liebe Schwägerin und Tante

Men Landesregierung wurde das Feld- bi-einigungsamt Oberhessen nach Lauterbach ver­leit. Zum Leiter des Feldbereinigungsamtes Ober- hifsen wurde Vermessungsrat Tag ernannt.

Mittwoch, 21. April.

Lob und Ehr dem höchsten Gut

Die trauernden Hinterbliebenen:

Theodor Erb, Tapeziermeister Familie Ückler

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Lina Eckhardt, geb Reichhardt

Einspaltige Kleinanzeigen werden rum er« mäßigten Grund, preis von 5 Pf. für die Millimeter« teile veröffentlicht

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. April, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt

Kamps dem Verderb durch Kühlanlagen im Haushalt

Blellrn erifien lameiliM IS85 erweist am Mitt­woch ihrem lie­ben Kameraden Wilhelm Eckhardt die letzte Ehre. Antreten 14.45 Uhr vor d. Neuen Srtedhot. [2756D

Bei Ihrem Fahrrad ...

darf der Rückstrahler nicht fehlen. Er sorgt dafür, daß Ihr Fahrrad auch im Dunkeln gesehen wird. Ein Rückstrahler dient also Ihrem Schutze. Sorgen Sie für den richtigen Rückstrahler an Ihrem Fahrrad. Vorschriftsmäßig und billig gibt es Rückstrahler bei

y B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.

Ben freuj.

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sehr geringe Betriebskosten.

Rundfunkprogramm

Brand in der Alsfelder Hutfabrik.

* Alsfeld, 20. April, heule gegen 4 Uhr alarmierte die Feuersirene die hiesige Freiwillige Feuerwehr zur Bekämpfung eines in der Hut­fabrik Rockel & C o. ausgebrochenen Brandes. In dem Dachgeschoß eines Fabrikrau­mes, in welchem hauptsächlich Rohstoffe lagerten, war ein schnell um sich greifendes Feuer ausge­brochen. Als die Feuerwehr an der Brandstätte er­schien, stand der Dachstuhl und das Ober­geschoß des Gebäudeteiles in Hellen Flammen. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern, was ihr in einstündiger angestreng­ter Arbeit mit Hilfe mehrerer Schlauchleitungen der Rlotorsprihe gelang. Der Brand konnte auf seinen Herd beschränkt werden. ( ist ein größerer Teil von Rohstoffen für die Hutfabrikation verbrannt, einige Maschinen sind beschädigt worden. Der Betrieb der Fabrik wird voraussicht­lich nur eine geringe Unterbrechung erfahren. Die Ursache des Feuers ist unbekannt. Anhalts­punkte nach irgendeiner bestimmten Richtung liegen bis jetzt nicht vor.

Landkreis Gießen.

$ Steinbach, 20. April. Am 21. April feiern die Eheleute Landwirt Ludwig Balser II. und Frau Anna, geborene Horn, zu Steinbach das Fest der silbernen Hochzeit. Der Ehemann ent­stammt einem seit 1682 in Steinbach ansässigen

Feldbereinigungsamt Oberheffen nach Lauterbach verlegt.

LPD. Durch Beschluß des Reichsstatthalters

Ist die Ware auch frisch? Das ist wohl die am häufigsten im Lebensmittelgeschäft gestellte Frage. Die Hausfrau bekundet damit, daß sie den Wert frischer Speisen zu schätzen weiß. Wie diese Frische aber auf dem langen Wege vom Erzeuger zum Einzelhändler durch sinnvolle Kühlvorrichtungen er» halten werden muß, darüber macht sie sich meist dann erst Gedanken, wenn ihr selbst einmal die Milch sauer, die Butter ranzig, das Fleisch anrüchig und das Gemüse welk geworden ist. Die sog. Kühl­kette, also die Reihe der Kühlvorrichtungen, muß schon bis in die Spiesekammer der Hausfrau fort­gesetzt werden, sollen die dem Verderb bisher an­heimfallenden Nahrungsmittel für die Ernährung erhalten bleiben. Eine solche Erhaltung macht sich ja auch im Geldbeutel der Hausfrau bemerkbar. Die Tatsache, daß nicht weniger als für 750 Millionen Reichsmark Nahrungsmittel jährlich in den Haus­haltungen verloren gehen, d. h., daß in jedem haushalt jährlich etwa für 50 Mark Lebensmittel verderben, ist eindringlich genug, um die Haus­frauen von der Anschaffung von Kühlvorrichtungen zu überzeugen. Gewiß, nicht jeder haushalt hält größere Speisevorräte: in jeder Familie jedoch wer­den eine Menge wasserhalttge Nahrungsmittel im­mer einige Stunden oder gar Tage aufbewahrt werden müssen.

Einzelhändler, die nicht durch Kühlvorrichtungen für die nötige Frische ihrer Ware Sorge tragen, werden es im Inhalt chrer Ladenkasse bald zu spüren bekommen. Aber auch die Hausfrauen wer­den sich in größerem Umfange erst davon überzeu­gen müssen, wie sie durch einen eigenen Kühlschrank beim Kampf gegen den Verderb mitwirken können. Die deutsche Technik hat für jeden, auch den klein­sten Vorrat, geeignete Kühlschränke gebaut, deren Anschaffungs- und Unterhaltungskosten sich privat

uott dem Aiimacnugen nat es getanen, meinen mnigsigenenien Mann, unseren treusorgenden Vater, unseren lieben Schwieger­vater, Bruder, Schwager und Onkel

Hexrn Wilhelm Eckhardt

Bezirkszollkommissar

nach kurzem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 58. Lebensjahr zu sich in die Ewigkeit abzurufen

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Bücher»

Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk; Wetterberichte für Frankfurt, Kurhessen: Eifel- und Moselgebiet, Südbaden. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten. Erich Börschel Karl Schmitt-Walter. 15: Volk und Wirtschaft. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Kam­mermusik. 17.30: Sport zeitgemäß belauscht. An den Geburtsstätten deutscher Leibesübungen. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeit­funk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. Westlandfahrt. Ein Be­richt vom rheinisch-westfälischen Iugendherbergswerk. 20.45: Blauer Dunst. Ein beschaulicher Abend über das Rauchen. 22: Nachrichten (auch aus dem Sende­bezirk). 22.20: Kamerad, wo bist du?

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und volkswirtschaftlich durchaus bezahlt machen.

Beim elektrifcyen Kühlschrank werden zwei Arten von Kühlungen angewandt: Der Kompres­sionsschrank und der AbsorptionSschrarck.

Die verschiedenen Arten der Kälteerzeugung las­sen sich folgendermaßen klarmachen: Wer sich nach einem Bad in der Luft ttocknen läßt, erfährt eine erhebliche Abkühlung. Das Wasser auf dem Körper verdunstet, benötigt zu dieser Verdunstung Wärme und entzieht diese Wärme dem menschlichen Kör­per. Es ist also möglich, durch Verdunsten von Wasser Kälte zu erzeugen. Die Kühlung durch Ver­dunsten von Wasser ist indessen für eine systema­tische Kühlhaltung von Lebensmitteln nicht aus­reichend. Man wendet deshalb in der Kältetechnik andere Stoffe an, z. B. Ammoniak, Schwefeldioxyd, Methylchlorid, Aethylchlorid, Kohlensäure usw. Mit diesen Mitteln erreicht man eine wesentlich größere Temperatur-Absenkung. Die geringsten Betriebs­kosten verursacht eine Kälteanlage dann, wenn das verdampfte Kältemittel wieder zurückgewonnen wer­den kann. Das Kältemittel wieder zurückgewinnen heißt, es an einer anderen Stelle wieder konden­sieren, d. h. das verdampfte Kältemittel wieder zu Flüssigkeit verdichten. Eine Kühlanlage, die auf diesem Prinzip aufgebaut ist, ist eine Kompressions­kältemaschine. Sie besteht aus einem Verdampfer und einem Kondensator. Zwischen den beiden liegt ein Kompressor, der die Aufgabe hat, das bei niedrigem Druck verdampfte Kältemittel auf den hohen Druck zu bringen, bei des es im Kondensator wieder kondensieren kann. Von dem Kondensator fließt das Kältemittel dann wieder in den Ver­dampfer.

Die Wärme, die das flüssige Kältemittel zum Ver­dampfen braucht, nimmt es aus der nächsten Um­gebung. Der Verdampfer muß also in dem Raum

Bauerngeschlecht. 1682 heiratetJohannes Baltha­sar, Caspari Balthasars von Albach Sohn Anna Elisabetha, Valentini Arnolds Gerichtsschöffen ehe­liche Tochter". Don diesem stammen die Stein­bacher Balser ab. Die Schreibweise des Namens ist verschieden, neben der heutiaen und der obigen ersten kommt auch noch Baltzer und Balzer vor. Die FamiliH der Frau Horn ist seit 1620, dem Be- ginn unserer Kirchenbücher, in Steinbach ansässig. Die oben erwähnte Familie Arnold ist ausgestorben, die heutigen Arnold stammen nicht aus dieser Familie.

+ Beuern, 19. April. Gestern mittag ereig­nete sich auf der Straße BeuernAllertshausen im Walde beim Langholzfahren ein Unglücksfall. Als beim Anfahren der Zugmaschine der Beifahrer den Holzklotz am Vorderrad entfernen wollte, kippte die Ladung Holz auf dem Vorderwagen um und be­grub den Mann unter sich. Glücklicherweise war der Boden durch den anhaltenden Regen stark aufge­weicht, so daß der Verunglückte tief in das Erd­reich eingedrückt wurde und dabei weniger schwer verletzt wurde, als es vielleicht sonst der Fall ge­wesen wäre. Allerdings konnte der Verunglückte nur mit großer Mühe aus seiner verhängnisvollen Lage befreit werden. Nach erster Behandlung durch den herbeigerufenen Arzt wurde der Verunglückte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. Er hatte, soweit bisher festgestellt werden konnte, einen Armbruch erlitten.

gfs. Weitershain, 19. April. In unserer Ge­meinde richtet die NSV. einen Erntekinder­garten ein. Die Leitung ist der Lehrerin des Reichsmütterdienstes Schwester Jula Kliffmül - I e r übertragen worden.

allgemeine Lähmungen und De­cubitus. Das charakteristische Zei­chen ist die Störung der Bewe­gung; wenn der Kranke mit ge­schloßenen Augen steht, tritt Schwanken ein (Rombergsches Zeichen). Behandlung durch den Nückeuschmerzen, sind besonders bei Frauen während der Regel vorhanden; schmerzlindernde Ta­bletten leisten hier gute Dienste. Sind die Schmerzen stechend, be­sonders bei der Einatmung, so können Lungen und Brustfell er­krankt sein; zumArst gehen! Auch bei Gallensteinanfällen sind oft Rückenschmerzen, besonders im rechten Schulterblatt, spürbar, S. auch Kreuzschmerzen!

Rückfahrkarte, bei der Eisenbahn gleichzeitig für den Hin- und Rückweg gelöste Karten, die an Sonntagen und bei besonderen Gelegenheiten ermäßigten Preis haben.

Rückgrat (mhd. grat = die Fisch­gräte), Wirbelsäule.

Rückgratverkrümmung. Es kom­men vor Verbiegungen nach vorne (s. Lordorse), dann der sogenannte runde Rücken, entsteht dadurch, daß die Nackenmuskeln den vornübergeneigten Kops nicht nach hinten und gerade ziehen können. Wohl am häufigsten sind die seitlichen Verbiegungen, der Schiefwuchs oder schiefer Rücken (s. Skoliose). Ursachen dafür sind schwache Muskeln und Schwäche des Vandapparats, die bei der Aufrichtung der Wirbelsäule eine gewichtige Rolle spielen. Vor allem eine Folge der engli­schen Krankheit. Als Behänd-

untergebracht sein, der gekühlt werden soll. Der Verdampfer holt also die Wärmemenge aus dem Kühlraum und der Kondensator bringt diese Wärme weg. Den Umlauf des Kältemittels besorgt der Kompressor, der von dem Elektromotor angetrieben wird. Die zugeführte elektrische Energie wird bei dem Kompressionsschrank in mechanische Arbeit um­gesetzt.

Bei dem Absorptionskühlschrank wird nicht mecha­nische Arbeit, sondern Arbeit in Form von Wärme zugeführt. Auch der Absorptionskühlschrank enthält einen Kondensator und einen Verdampfer, als Kälte­mittel Ammoniak. Durch Anwendung von Wärme wird in einem mit Wasfer gefülltem Zwischengefäß das Ammoniak aus dem Wasser herausgetrieben, d. h. das Ammoniak verdampft. DSr Aufbau des Absorptionskühlschrankes ist einfacher als der des Kompressionskühlschrankes. Er enthält keinerlei be­wegte Teile. Reparaturen find deshalb an ihm fast kaum zu erwarten. Die Betriebskosten sind bei ihm jedoch höher, als beim Kompressionskühlschrank, weil die Erwärmung des Kältemittels mehr Energie er­fordert als beim Kompressionskühlschrank, den Kreis­lauf des Kältemittels zwischen Verdampfer unb Kondensator in Gang zu hatten.

Auf dem gleichen Vorgang beruht der gasbe­heizte Kühlschrank. Der Kühlapparat sitzt außer­halb des Schrankes; nur der damit verbundene Derdunstunasteil ragt in das Innere hinein. Hier tropft ein Kältemittel über eine Anzahl Scheiben, verdunstet und kühlt habet genau so die Lust im Schrank. Durch immer wiederholtes Verflüssigen und Verdunsten wird ein ununterbrochener Kreis­lauf des Kältemittels erzielt. Eine Wärmequelle sorgt für gleichmäßigen Dauerbetrieb. Als Wärme­quelle dient ein kleines, billiges Gasflämmchen, das in 24 Stunden nur Pfennige kostet. Verbrauch: 0,6 bis 1 Kubikmeter Gas täglich. *

Der neue große Gaskühlschrank L 30, der anläß­lich der Leipziger Frühjahrsmesse zum erstenmal auf dem Markt erschien, hatte einen außerordent­lich guten Start. Ungezählte Messebesucher erkundig­ten sich nach den technischen Eigenschaften, der Wir­kungsweise und den Betriebskosten dieses modernen Geräts, dessen Nutzraum von 90 Litern für große Haushaltungen und für Gewerbebetriebe voll aus­reicht. Dies um so mehr, als durch besonders prak­tische Einteilung der vorhandenen fünf Fächer die zur Verfügung stehende Abstellfläche nicht weniger als 6000 Quadratzentimeter, also mehr als doppelt lo groß ist als die des kleinen Kühlschranks L15, der 45 Liter Inhalt hat. Eine wichtige Neuerung des großen Kühlschranks bildet der selbsttätige Temperaturregler (Thermostat), der die Einstellung der gewünschten Jnnentemp^ratur und zugleich ihre dauernde Aufrechterhaltung ermöglicht. Ebenso wie die Type L15 verursacht der Gaskühlschrank L 30

i-ue, V-i kg 25 Pf., Aepfel 20 bis 45, Zwetschen- bnig 50, Blumenkohl, das Stück 30 bis 40, Salat 22 bis 25, Salatgurken 70 bis 80, Lauch 5 bis 10, Geüerie 10 bis 30, Rettich, alte, das Stück 10 bis 15, rue, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 12

6s 15 Pf.

** Abgabe von Fichtenschmuckreisig zu m 1. M a i. Wie im Vorjahre, werden auch dies- nol wieder Fichtenschmuckreisig und Fichtenbäurn- dun, nach vorheriger Bestellung und Barzahlung bim Städtischen Rechnungsamt (Stadthaus, Berg- staße) durch die Vermittlung dieses Amtes abge- gben.

** Eigene Erlebnisse im U-Boot- frieg. Der Kreisverband Gießen im Reichskrieger- bmdKyffhäuser" hatte seine Mitglieder zum Der» gngenen Sonntagabend zu einer Vorttagsveran- Haltung in das Katholische Vereinshaus eingeladen. Auch einleitender Marschmusik und herzlichen Wor­in der Begrüßung durch den Kreispropaganda- o: mann Köhres hielt Kamerad Kratz (Freien- fem) einen unterhaltsamen Vortrag über seine Er- lämisse im U-Bootkrieg. In lebendiger Schilderung nachte er seine Zuhörer zunächst mit seinem mili­tärischen Lebensgang bekannt, gab bann eine auf» st.lußreiche Darstellung über das U-Boot und seine technischen Einrichtungen, schilderte anschaulich den Sart eines solchen Bootes, die Tauchmanöver und it vielen Einzelheiten das Wesen des U-Bootkrieges.

schilderte vor allem die Gefahren, in denen sich b» U-Boote in den feindlichen Fangnetzen, im Be- riäch ihrer Wasserbomben, in Minenfeldern usw. bijanben und dabei immer nur beschränkte Möglich- fi t auf Rettung hatten. An eigenen Erlebnissen scilderte der Redner schließlich den Heldenmut, der fc* Kameraden im U-Boot erfüllen mußte, wenn st ihren schweren Dienst für das Vaterland tun rillten. Eine würdige Ehrung der gefallenen Hel» bn des Weltkrieges und der Bewegung schloß sich «u Im zweiten Teil seines Vortrags gab Kamerad Kratz an Hand von interessanten Lichtbildern eine Drrstellung der Skagerrakschlacht. Mit Musik, mit Q>m Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied und iri dem dreifachenSieg-Heil" auf den Führer fnb die Veranstaltung ihren Abschluß.

Große Strafkammer Gießen.

Nach viertägiger Verhandläng verkündete die Eoße Strafkammer gestern das Urteil gegen den £io Vorbach aus Friedberg und seine Ehefrau Hrsanna, geborene Nickel. Die Angeklagten wurden N gen betrügerischen Bankrotts im Sinne des § 239 Srjer 1 und 2 der Konkursordnung in Tateinheit Trit einem Vergehen der Gläubigerbegünstigung zu euer Gefängnisstrafe von je zehn M o - Unten verurteilt. Das Verfahren gegen den mit- «Keklagten Sohn Otto August Vorbach in Fried- tiug wurde auf Grund des Gesetzes über die Ge- Vihrung von Straffreiheit vom 23. April 1936

Die angeklagten Eheleute betrieben in Friedberg 'tr.e Farben- und Lackfabrik. Seit 1930 gerieten sie in starken Vermögensverfall, im April 1930 mußten fn ihre Zahlungen einstellen. Im Januar 1931 wbe das Konkursverfahren eröffnet. Sie haben <s verstanden, durch raffinierte Manipulationen in 6n Jahren 1930 bis 1935 ihnen gehörige Grund­stöcke und sonstiae Vermögenswerte und die Mtzungen aus biefen Vermögensgegenständen zu- Miften ihres Sohnes oder ihrer Verwandten dem ; 3- griff der Gläubiger systematisch zu entzichen.

Rudel

Rudel, Herde von Hirschwild oder Schwarzwild.

Rudern, aesunder Sport, der auf alle Muskeln und auch aufs Herz kräftigend wirkt. Rudern ist für Frauen ebenfalls sehr zuträglich. Rudolf, männlicher Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutungder berühmte Wolf". Abkürzung: Rudi.

Rübezabl, eigentlich Rübenzagel d.h. Rüoenschwanz. Berggeist des Riesengebirges, der in Vottssagen eine große Rolle spielt.

Rüböl, aus Raps und Rübsen gepreßtes fettes Öl, das als Schmiermittel, gereinigt aber auch als Speiseöl dient, beson­ders zum Backen von Kartoffel­puffern (Reibkuchen).

Rübsen, Rübsenraps, kleine Kör­ner, die Körnerfressern als Vogel­futter dienen.

Rückenmark, der in einem von der Wirbelsäule gebildeten Kanal aelegeneTeil des Zentralnerven­systems. Vom Rückenmark gehen Nerven aus, die sich im ganzen Körper verzweigen.

Rückenmark-Schwindsucht. Eine Spätform der Syphilis. Erschei­nungen: Blitzartige, in das Bein einschießende Schmerzen, die im Anfang oft fürReißen" oder Ischias gehalten werden. Storun­gen der Gefühlsempfindung, wie Ameisenlaufen, Gürtelgefühl; die Pupillen, die sich normalerweise bei Lichteinfall verengern, rea­gieren auf Licht nicht mehr; Dop­peltsehen, Abnahme der Sehkraft infolge Schrumpfens des Seh­nerven, Störungen der Harn- und Stuhlentleerung, schließlich