Nr. Ul viertes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Samstag, (5. Mai 1957
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Die Schwester des Dorfes
Ein Leben voller Hilfsbereitschaft und Selbstaufopferung.
Mit der Kinderschroester auf dem Spaziergang.
Fiebermessen am Krankenbett.
mit den mannigfachen Erfordernissen, wie Verbände- dörflichen Lebens sind.
Das „Wehwehchen" an der Hand wird auch von der Schwester verbunden.
Die Schwester bei drei Generationen.
Aufsicht und Spielgefährtin der Kleinen. (Aufnahmen |5|: Neuner, Gießener Anzeiger.)
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Es ist ein entsagungsvoller und doch schöner Beruf, dem sich die Schwester gewidmet hat. Aber es ist auch ein sehr schweres Wirken, dem sie ihre geistigen und körperlichen Kräfte dienstbar macht. Schon früh am Morgen beginnt ihr Werk. Tagsüber gibt es nur wenige Augenblicke der Ruhe und der Sammlung neuer Kräfte. Oft ist auch derAbend, an dem andere Volksgenossen von des Tages Mühen Erholung finden, für sie noch reichlich mit Arbeit ausgefüllt. Ja, selbst manche Nachtstunde steht sie unter dem Gesetz ihres Dienstes für den hilfsbedürftigen Nächsten, für die Gemeinschaft. Die Schwester kennt oft auch nicht das, was wir anderen unseren Sonntag nennen. Zwar ist an diesem Tage ihr Pflichtenkreis ebenfalls etwas enger gezogen, vor allem genießt sie in den Vormittagsstunden die seelische Ausspannung und Stärkung im Gottesdienst Aber wie oft heißt es für sie schon bald darauf wieder, selbst an den Sonntagnachmittagen auf dem Wege der Dienstpflicht zu fein. Da wird ihre Hilfeleistung für ein Kind in Anspruch genommen; dort mag ein alter Mann oder eine alte Frau nicht ohne ihre Hilfe bleiben; in einem anderen Falle bedarf eine junge Mutter ihres Beistandes; nicht selten wird sie gerufen, um die letzte Stunde eines Menschen durch ihre tröstende Hilfe zu erleichtern und das Abschiednehmen von dieser Welt friedlicher zu gestalten Bei alledem ist für sie auch kein Unterschied in den Jahreszeiten; ob die Sonne scheint oder ob schwerer Regen über das Land herniedergeht, ob der Herbstwind über die Aecker braust oder ob Schnee und Eis, grimmige Kälte und Glätte der Straßen den Aufenthalt im Freien wenig angenehm machen, stets ist die Schwe-
sorderungen ihrer späteren Jahre. Gewissermaßen spielend werden sie dort in den Ernst der Lebens- pflzchten eingeführt. Sie werden aber auch schon früh zur Gemeinschaft und zur Kameradschaft erzogen und dadurch vor mancherlei späteren Unliebsamkeiten eines „Einspänners" bewahrt. Sie lernen auch er-
für einzig und allein die Notwendigkeit der Hilfeleistung maßgebend ist, so fühlt sich doch jede Familie des Ortes gewissermaßen moralisch verpflichtet, durch ihren Vereinsbeitrag mitzuhelfen für die Schwefternstatlon Diese Hilfeleistung mmmt im Laufe eines jeden Jahres beträchtliche'Ausmaße an.
Die Zahl der in den Kleinkinderschulen betreuten Kleinkinder beläuft sich meist aus etliche Dutzend, die Tag für Tag morgens zu „ihrer" Schwester gehen und meist erst am Nachmittag oder am frühen Abend nach Hause zurückkehren. Die Mütter wissen ihre Kleinen bei der Schwester gut aufgehoben und können sich unbeschwert von ihrer mütterlichen Pflicht ganz ihrer Arbeit auf den Aeckern, im Wirtschaftshofe oder in der Haushaltung widmen. Die Kleinen lernen bei „ihrer" Schwester allerlei Spiele und nützliche Dinge für ihr junges Leben und erhalten zugleich einen guten Uebergang zu den größeren An-
So dient die Schwester auf dem Gebiete der Kinderbetreuung und der -erziehung stets opferfreudig und einsatzbereit dem Wohle der Gesamtgemeinde, so hilft sie in gleicher Weise auf dem Gebiete der Krankenpflege und der Förderung der Volksgesundheit durch ihr fachliches Können und Wissen und durch den vollen Einsatz ihrer Kräfte. Der Schwester gebühren mit Recht der von den Gemeinden gern bekundete Dank und die herzliche Anerkennung, die in der starken inneren Verbundenheit der Gemeinden mit „ihrer" Schwester zum Ausdruck kommen. So ist es heute in den Gemeinden, und so wird es immer bleiben, solange die Gemeinden und ihre Schwester eine aufs innigste verbundene Einheit des " ' " B.
ster für ihr Dorf oder auch für mehrere ihrer Obhut anvertraute Gemeinden unterwegs. Sie nimmt dabei auf sich die geringste Rücksicht, für sie kommt immer der hilfsbedürftige Mitmensch in erster Linie. Und sie ist die persönliche Bescheidenheit selbst. Sie kennt nämlich die Schwere des dörflichen Schaffens und Lebens. Sie sieht täglich aufs neue, unter welch' großen Mühen und mit welch' schweren Sorgen die bäuerliche Familie dem Boden das tägliche Brot für sich und die Volksgemeinschaft abringen muß. Vor ihrenAugen spielt sich täglich das harte Schicksal der Familien mit geringen materiellen Mitteln ab. Sie kann beobachten, wie oft in den Häusern Schmalhans Küchenmeister ist, wie sehr und Erfordernisse mitunter
Im Mittelpunkt des dörflichen Lebens stehen ständig nur wenige Personen. Eine von ihnen ist immer die Schwester Sie ist für jung und alt die Verkörperung steter Hilfsbereitschaft, unerschöpflicher Nächstenliebe, menschlicher Güte und aufopferungsvoller Dienstwilligkeit bei Tag und Nacht. In den Familien des Dorfes nimmt sie einen bevorzugten Platz ein.' Ja, im Laufe der Jahre verwächst sie seelisch mit der Dorfgemeinschaft so innig, daß sie mit ihrer Person kaum von den Einwohnern des Dorfes zu trennen ist. Alle Freuden und Leiden bewegen sie bis zum letzten, weil sie sich selbst als ein Teil dieser dörflichen Gemeinschaft fühlt. Vielfach kommt sie in jungen Jahren in das Dorf, das sie oft erst als Frau mit grauem Haar verläßt. Erst wenn die Kräfte des Körpers gar nicht mehr wollen, zieht sie sich, befriedigt von ihrem Lebenswerk, zu stiller Ruhe ihres Lebensabends in ihr Mutterhaus zurück. Für „ihr" Dorf aber bleibt sie noch viele Jahre lang „unsere" Schwester, denn sie hat sich ihren Platz in den Herzen der jungen und alten Volksgenossen des Dorfes unauslöschlich gesichert.
punkt als dem der Bescheidenheit gestalten würde. *
In kleineren Dörfern ist die Schwester sowohl für die Betreuung der kleinen Kinder, als auch für den Krankendienst zur Stelle. Größere Gemeinden werden meist von zwei Schwestern betreut, von denen eine die Kleinkinderschule versieht, während die andere als Krankenschwester tätig ist. In allen Dörfern ist es aber so, daß die Schwester jeden Tag alle Hände voll zu tun hat. Wir haben *m Gießener Anzeiger schon wiederholt über das Wirken der Schwestern in unseren nächsten Nachbarorten Klein- Linden, Lollar,' Daubringen und Mainzlar berichtet. In diesen Gemeinden haben sich aus den Reihen der Ortsbewohner Vereine gebildet, die ihre wirtschaftliche Kraft ausschließlich für die Zwecke der Kinoerschul- bzw. Krankenschwesterstationen bereithalten. Diesen Vereinen gehören in den Dörfern fast alle Familien der Volksgemeinschaft an. Das ist nur natürlich, denn jede Familie kann ja jeden Tag in die Lage kommen, die Hilfe der Schwestern in Anspruch nehmen zu müssen. Wenn diese Hilfeleistung auch nicht etwa von irgendeiner Vereins- mitgliedfchaft abhängig gemacht wird, sondern da
machen, Packungen, Temperaturmessen, Massagen, Elektrisieren, Waschen, Umbetten, Diätkochen usw., häufig auch in Nachtwachen, kurzum in all den Dingen der Krankenpflege, die von den auf diesem Gebiete meist ungeschulten Angehörigen nicht sachgemäß geleistet werden können. Wie sehr diese Verpflichtungen die Arbeitskraft einer Krankenschwester in Anspruch nehmen, wird dadurch erkennbar, daß beispielsweise die Krankenschwester in Klein-Linden in den Jahren 1935 und '1936 je über 3400 Hausbesuche zu leisten hatte. In den Gemeinden Lollar, Daubringen und Mainzlar, in denen die Krankenschwester insbesondere in dem Verein „Kinderfreund" ihren Rückhalt hat, sind die Jahreszahlen der Hilfeleistung u. W. etwa auf der gleichen Höhe. Es find also von der Schwester durchschnittlich pro Tag annähernd zehn Krankenbesuche zu leisten, wobei häufig die Hilfeleistung auch noch während der Nachtstunden erfolgt, trotzdem aber die Anforderungen des Tages in keiner Weife zurückstehen dürfen.
selbst dringende Wünsche
zurückstehen müssen hinter den harten drei Worten: es geht nicht? In dieser strengen Schule des Lebens würde sich die Schwester nicht wohlfühlen, wenn sie ihr Leben unter einem anderen Gesichts-
forderlichenfalls auf etwas verzichten, was dem anderen besser zukommt. Kurzum, sie erhalten die erste Grundlage für die großen Aufgaben, die ihrer später im Gemeinschaftsleben des Volkes nach der nationalsozialistischen Lebensverpflichtung harren.
Die Krankenschwester widmet sich dagegen mit dem Einsatz aller Kräfte der Betreuung der Kranken. Ihre Arbeit besteht in der Hauptsache im Pflegen
Skandal um Or. Vandergruen
Roman von Hans Hirthammer.
Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S.
41. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Gisch klopft an die Tür des Studierzimmers. Als keine Antwort kommt, tritt sie em.
Stefan Vandergruen sitzt am Schreibtisch, Über Bücher und Manuskripte gebeugt. Er hebt nicht einmal den Kopf, als Gisch vor ihm steht.
„Herr Doktor, der Kaffeetisch ist angerichtet. Wollen Sie nicht herüberkommen?"
Stefan mahlt mit den Kiefern „Ich muß Sie ein für allemal bitten", sagt er, ohne den Blick zu heben, „ich muß Sie dringend bitten, mich m Ruhe zu lassen."
Gisch sieht auf ihn nieder, sein wirres, ungekämmtes Haar erfüllt sie mit brennendem Mitleid.
„Aber — Sie müssen doch schließlich etwas essen, nicht!"
„Lassen Sie das meine Sorge fein!"
„Wie Sie wollen, Herr Doktor!" sagte sie, geht hinaus und bemüht sich, die Tür möglichst geräuschlos zu schließen
Wenige Minuten später kommt sie mit einem Tragbrett wieder herein. Sie stellt ihm die gefüllte Tasse auf den Schreibtisch, kurzweg auf em dickleibiges Buch, daneben kommt der Teller mit den belegten Brötchen.
„Ich hoffe, daß Ihnen der Zucker genügt Anderenfalls müßten Sie von draußen holen."
Dann öffnet sie beide Fensterflügel und sieht mit Behagen, wie der Tabaksqualm in dicken Schwaden entweicht. „Das ist ja nicht zum Aushalten hier!" entschuldigt sie ihr Tun
Dann nimmt sie das leere Brett unter den Arm. „Es ist mir selbst lieber so Ihr unrasiertes Gesicht hätte mir doch nur den Appctit verdorben."
Dabei erlebt sie die Genugtuung, daß er sich bestürzt ans Kinn greift.
Es ist ihr erster Sieg.
Draußen trinkt sie drei Tassen Kaffee und ißt vier Brötchen dazu. Ihre Augen ruhen ohne Unterlaß auf den Blumen, die sie durch die geöffnete Tür sehen kann.
Nachdem sie den Eßtisch abgeräumt hat, begibt sie sich auf ihr Zimmer und kleidet sich zum Ausgehen um. Man muß an das Abendbrot denken.
Während Gisch Amelung ihre Besorgungen macht, ist sie erfüllt von einem unbeschreiblichen Gefühl stillen Glückes. Alles ist so einfach geworden, es gibt keine Schwierigkeiten, keine Sorgen, keine Probleme mehr.
Selbst der Gedanke, daß> sie den „Berghof" verkaufen wird, birgt kaum mehr etwas Schmerzliches in sich. Sie hat ja das kleine Gärtchen hinter dem Hause, das wird ihr die grüne Freiheit von Hohenheim ersetzen.
Nein, sie wird nicht mehr nach Thüringen zurückkehren, ihr Platz ist hier, bei dem einsamen, verlorenen Mann, den sie liebt und dem sie gehören will.
Nicht um ihrer selbst willen, nicht um für sich selber die Kerzen des Glücks zu entzünden, sondern weil sie ihm helfen muß, seines Lebens wieder froh zu werden.
Gisch Amelung kehrt heim, mit einer stattlichen Zahl von Paketen beladen. Ja, mit einem starken, sicheren Gefühl empfindet sie dies Zurückkommen ins Haus, dies Türauffchließen, dies Eintreten in die dämmerige Kühle des Hauses als Heimkehr
„Jetzt bin ich wieder daheim!" sagt sie laut, fegt wie ein Husch durch die Diele und kommt vollbe- laden, wie sie ist, ins Studierzimmer, mit dem Ellbogen drückt sie die Tür auf und dann lehnt sie sich dagegen und macht eine drollige kleine Bewegung, und die Klinke schnappt ins Schloß
Da steht sie jetzt, an die Tür gelehnt, ein wenig außer Atem, in ihrem duftigen Sommerkleide, die weiße Baskenmütze keck übers linke Ohr gedrückt, und auf den ersten Blick sieht sie, daß Stefan Vandergruen alles aufgegessen hat.
Und das Fenster steht noch offen.
„Oh, hat es Ihnen ausgereicht? — Wenn ich Ihnen noch —"
Sie hält inne, denn der Mann hat mit einem jähen Ruck den Kopf gehoben ustd schaut sie an.
Er schaut sie an, er sieht dies junge prangende Leben, ihren hilflos zur Seite geneigten Kopf, wie sie an der Tür lehnt und seinen Blck aus verbun- kelten Augen erwidert.
Oh, Gisch merkt sehr gut, wie es in seinem Innern würgt und arbeitet. Wird es jetzt — geschehen? Wird er sie jetzt — an sich nehmen? Der Herzschlag stockt ihr
„Was — was soll das eigentlich alles bedeuten? Was wollen Sie eigentlich? Warum belästigen Sie mich? Warum gehen Sie nicht?"
„Ich gehe ja schon!" sagte sie mit einem kleinen, verspielten Lächeln. „Ich wollte Sie bloß fragen, ob es Ihnen recht ist, wenn ich das Abendbrot für acht Uhr fertig mache."
„Scheren Sie sich zum Teufel mit Ihrem Abendbrot! — Ueberhaupt sind Ihre Bemühungen zwecklos. Man merkt die Absicht, mein Fräulein!"
Das war häßlich, denkt Gisch aber es gibt nichts mehr, was ihre Sicherheit und chren Glauben erschüttern könnte. Sie will gehen bringt aber mit ihren beladenen Händen die Tür nicht auf „Wallen Sie — wollen Sie mir nicht öffnen, Herr Doktor?"
Mit einer unterdrückten Verwünschung arbeitet er sich aus dem Sessel empor.
„Danke!" gluckst sie, als er die Tür geöffnet hat. „Uebrigens — reizend sehen Sie aus!Ä
Stefan knallt die Tür hinter ihr zu.
27.
Am anderen Morgen.
Gisch reinigt das Geschirr von den Resten des Frühstücks.
Nein, es hat sich nicht das geringste seit gestern geändert. Das Abendessen hatte sich in ähnlicher Form abgespielt wie der Nachmittagskaffee Sie brachte ihm das feine ins Studierzimmer und aß das ihre allein.
Nach dem Abendbrot hatte sie endlich ihre Befangenheit überwunden und war in sein Schlafzimmer eingetreten.
Ein wüstes Durcheinander!
Das Bett war noch nicht gemacht Auf einem Stuhl lag ungeordnet, achtlos hingeworfen, ein
Anzug, während die Platte des Nachttisches mit zwei benützten Kragen, einigen Zigarettenstummeln und einem zerknüllten Taschentuch sich lieblich darbot.
Vor dem Bett lagen ein Paar Schuhe und unter dem Kleiderschrank lugte eine seidene Krawatte hervor. Gisch hatte sich dieses Idyll eines Junggesellenschlafzimmers nicht lange angesehen, sondern war auch hier mutig ans Werk gegangen.
Wie er nur überall diese dumpfe, abgestandene Luft aushalten konnte! Zunächst also die Fenster auf! —
Als sie mit allem fertig war, hatte sie aus dem Garten ein paar Blumen geholt und sie in einer flachen Vase auf den Nachttisch gestellt. Daneben kam ein Teller mit frischem Obst.
Das Fenster ließ sie offen.
Bevor sie sich auf ihr Zimmer zurückzog, war sie noch einmal zu ihm gegangen, um ihm eine gute Nacht zu wünschen.
Wieder hatte er alles brav und sauber aufgegessen, und da hatte sie die Bosheit gejuckt „Sehen Sie, Herr Doktor, wenn Ihnen schon meine Anwesenheit unerwünscht ist, dann hätten Sie alles, was ich Ihnen zu essen brachte, stehen lassen müssen. Das wäre der wirksamste Protest gegen meine Einmischung gewesen."
Da war zum erstenmal ein menschliches Bekenntnis von seinen Lippen gekommen. Es war wie ein kurzes Erwachen aus seiner starren Versunkenheit.
„Fräulein Amelung, ich weiß sehr gut, was Sie für mich tun. Aber begreifen Sie doch, daß dies alles zwecklos ist, daß ich Ihnen dafür nicht danken kann. Ich muß allein fein, ich will verlottern, ich will nichts mehr mit alledem zu tun haben, was mit der verfluchten Welt da draußen zusammen- hängt. Die Tote ruft mich"
„Jawohl, Herr Doktor, Maria ruft Sie, aber zum Leben! Sie ehren Marias Andenken schlecht, wenn Sie das, was sie erkämpft und aufgebaut hat, verlumpen lassen. Sie beschimpfen die Tote, wenn Sie Dinge tun, die Sie, solange sie lebte, niemals getan hätten. Auch ich habe Maria sehr gern gehabt und ich glaube, sie wird jetzt mit größerer Freude auf mich, als auf Sie schauen Denken Sie einmal darüber nach, Herr Doktor Vandergruen!"
(Fortsetzung folgt!)


