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Mensch zu Pflegen, kurzum ein gutes Stuck Arbeit in Dienste der Volksgemeinschaft aller deutschen Menschen und des Gemeinwohls zu leisten. Wie xan uns erzählte, waren bis zur Jahrhundert- cenbe (1900) diese Zusammenschlüsse nur auf die ?borenen Gießener beschränkt, die von auswärts igezogenen Männer, dieHergelaufenen", waren inon ausgeschlossen. Von 1900 ab ist aber auch iese Schranke gefallen, seitdem sind alljährlich die ÜnfZiger, dieGießer Bube" und dieHergelaufe- prn", in schönster Alterskameradschaft vereinigt.

Diese Gemeinschaft von Alterskameraden ver- xnigte sich am Samstagabend im Cafe Leib zu xner schön verlaufenen Kameradschaftsfeier. Die Veranstaltung hatte der jüngste Fünfziger-Jahrgang 1W/1937 aus Anlaß der Weitergabe der von dem ünfziger-Jahrgang 1879/1929 gestifteten und seit- ?m von Jahrgang zu Jahrgang weitergegebenen iinfziger-Fahne hergerichtet. Neben den Mitalie- >rn des jüngften Fünfziger-Jahrgangs (1887/1937) itten sich auch so viele Mitglieder der früheren ünfziger-Jahrgänge eingefunden, daß der Saal is Cafe Leib von den alten und jungen Fünf- gern voll besetzt war.

Zu Beginn erfolgte mit einer kurzen Feier die lleberreichung der Fünfziger-Fahne von dem Jahr­ring 1886/1936 an den Jahrgang 1887/1937. Im Hamen der vorjährigen Fünfziger sprach deren Vor- tztzender Karl Noll kurze Worte von Jahrgang m Jahrgang, denen der Vorsitzende des diesjährigen Jahrgangs Wilhelm Plank ebenfalls mit einer ftrzen Ansprache antwortete, in der er u. a. an je eingangs von uns erwähnte Tradition erinnerte, jie Ueberwindung derGrenzscheide" zwischen den ,Gießer Buben" und denHergelaufenen" in die (rinnerung zurückrief, zu allezeit guter Kamerad- jhaft und zu nationalsozialistischer Hilfsbereitschaft ,nd Einsatzfreudigkeit im Geiste des Führers auf» ref und schließlich dem Führer und Reichskanzler Ldolf Hitler das von den alten und jungen Fünfzigern freudig aufgenommene Treuegelöbnis jarbrachte. Im Namen aller früheren Fünfziger­kahrgänge richtete der Vorsitzende des Altersjahr- eangs 1884/1934 Adam Wehrheim einige herz­liche Worte an die Fünfziger-Junioren, in denen

be Versicherung der guten Kameradschaft der alten fünfziger zu den Jüngsten besonders herausklang.

Der weitere Verlauf der Feierstunde war der iohgestimmten kameradschaftlichen Geselligkeit ge- idmet. Die Musik unter Leitung von Musikmeister r e n g e l sorgte eifrig und ausdauernd für gute Musikalische Darbietungen. Die Angehörigen unse­res Stadtheaters Kurt Richter, Paul Nieren jiinb bas ebenfalls aus Theatermitgliedern be­gehende Quartett der Herren Schuster, Fra­ge rz, Kohl ermann und Uhl, am Klavier

Herr Kopp, erfreuten durch ihre ausgezeichneten Darbietungen als Sänger bzw. Rezitator bzw. Quartettsänger in hohem Maße. Diese Künstlerge­meinschaft setzte unter der sorgsamen Leitung von Kurt Richter ihr schönes Können eifrig zur Ver­schönerung der Stunden ein und bereitete damit den vielen Zuhörern eine lebhafte und dankbar begrüßte Unterhaltung. Heitere Gespräche und der Austausch von manchen köstlichen Erinnerungen unter den Alterskameraden füllten den weiteren Teil des Abends aus.

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Amt Feierabend.

Letzte Aufführung der OperCar- m e n". Wegen sehr starker Kartennachfrage für diese Vorstellung bringen wir die OperCarmen" zum letzten Male am Donnerstag, 25. März, im Gießener Stadttheater. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Die Eintrittspreise betragen 60 Pf., 1 Mark und 1,20 Mark. Die Betriebswarte geben möglichst umgehend die Bestellungen auf.

*

** Versammlung des Kolonialbunds, Ortsverband Gießen. Der Reichskolonial­bund, Ortsoerband Gießen, hielt am Samstag im Kolonialheim" im Burghof eine Versammlung des Ortsoerbandes ab. Der Ortsoerbandsleiter E. Schneider konnte an diesem Abend an die Alt- mitglieder Mitgliedskarten ausgeben. Er ermahnte die Mitglieder, weiterhin tatkräftig werbend für den Bund einzutreten. Erfreulich sei es, daß in vielen Verbänden und Gruppen der koloniale Gedanke gepflegt werde, daß der Reichskolonialbund jedoch die einzige beauftragte Stelle sei, die die Mittel für die kulturellen und sozialen Aufgaben aufzubringen habe. Hier mitzuhelfen, sei Aufgabe jedes Volks­genossen, der einigermaßen hierzu in der Lage sei. An Hand einiger Lichtbilder veranschaulichte der Redner die Tätigkeit der Schwestern in den einsti­gen deutschen Kolonien. Andere Bilder zeigten Kir­chen, Schulen und Missionsstationen. Im unter­haltenden Teil zeigte er noch Bilder vom Kriegs­gefangenenlager (Camp Aus) der Südwester-Schutz­truppe, wo diese nach ihrem Kamps auf verlorenem Posten vier Jahre ausharren mußte. Eine Neu­einteilung des Ortsverbands mußte infolge des Anwachsens des Ortsoerbands vorgenommen wer­den. Nachdem die Hauskapelle noch einige flotte Märsche zu Gehör gebracht hatte, wurde die Ver­sammlung geschlossen.

Großkundgebung mit Gauleiter Sprenger.

Am 16. März. 20.30 Uhr. spricht in der Volks- falle zu Gießen Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger in einer Großkundgebung der Hitler­jugend. Er spricht zur Elternschaft und daher

Partei- und Volksgenossen erscheint alle!

Zu der morgigen Großkundgebung um 20.30 Uhr ii der volkshalle sind alle Volksgenossen herzlich eingeladen. Der Führer des Ge­bietes Hessen-Nassau, Oberbannführer Brandt, wird die Kundgebung eröffnen. Gauleiter und Keichsftatlhaller Sprenger wird zur HI. spre- chen.

Eintritt frei. Die volkshalle ist gut geheizt.

Die Bann- und Jungbannführung 116.

Hitler-Jugend Dann 116 Gießen.

Sämtliche Gießener Einheiten müssen am 16. März um 19.55 Uhr an der Volkshalle angetreten sein.

Die Marine-HI. hat pünktlich 19 Uhr an der Dolkshalle anzutreten.

Die Mitglieder des Bannstabes müssen eben­falls 19.55 Uhr an dem Schützenhaus angetreten fein. Kommando Scharf. Karl Ludwig Müller.

Die Bann- und Jungbannführung bittet anläß­lich der HJ.-Kundgebung mit Gauleiter und Reichs­statthalter als Redner die Betriebsführer, am Dienstag, 16. März, die Hitler-Jungen ab 18.30 Uhr zu beurlauben.

Hitler-Jugend, Bann 116.

BOM -Gruppe 1/116 Gießen-Süd

Vetr. Kundgebung mit Gauleiter Sprenger.

Die Gruppe tritt nicht um 19.45 Uhr an, sondern pünktlich 1 9.3 0 Uhr am Schützenhaus.

Erscheinen jeder Jgn. ist Pflicht.

Jagdliche Arbeitstagung in Gießen.

Oie oberhessischen Kreisjägermeister und Leiter der staatlichen Iorstämter beraten in Anwesenheit des Landesjägermeisters.

angepaßt fein, einen gefunden und artenreichen, aber den Bedürfnissen der Land- und Forstwirtschaft Rechnung tragenden Wildstand zu schaffen. Das bedeutete in der Praxis, daß in manchen Revieren wesentlich mehr Wild abzuschießen war als seither, während andere eine größere Aufnahmefähigkeit für Wild zeigen konnten, das ja mithelfen soll an der Volksernährung und 1 v. H. unseres gesamten Fleischbedarfes deckt.

Es kommt nun darauf an, daß durch ganz ein­wandfreie, gründliche Bestandsaufnahmen der derzeitige Bestand an Reh- und Rot-, sowie Damwild festgestellt wird, um die Auswirkun­gen der seitherigen Abschuhpläne zu prüfen und daraus die Lehre zu ziehen, ob die Abschuhfest­sehungen in Art und Ausmaß richtig waren oder einer Abänderung bedürfen.

Diese sichere Grundlage zu schaffen, wird manchem vielbeschäftigten Jagdpächter nicht leicht fallen, weil Zeit dazu gehört, noch weniger wird es der können, der weit weg von seiner Jagd wohnt. Deswegen stellte der Chef der Landesforstverwaltung der Jä­gerschaft sein Forstbetriebspersonal zur Wildzählung 0ur Verfügung, das diese Bestandsaufnahme in Zu­sammenarbeit mit dem Jagdausübungsberechtigten durchführen soll. Die nötigen technischen Einzelhei­ten werden durch die Kreisjägermeister geregelt.

Nachdem der Gaujägermeister noch auf die Be­deutung der im November 1937 in Berlin stattfin­denden Internationalen Jagdaus st el- lung hingewiesen hatte, teilte er mit, daß

die Gautrophäenfchau in Gießen auf den

17. und 18. April verlegt

werden müsse. Er bat, überall für den Besuch dieses ersten Appells und dieser ersten Gesamtschau des Gaues 3U werben.

Abschließend bat bann der Landesjäger- meister, es möge überall dafür gesorgt werden, daß der Forstbeamte sich auch jagdlich betätigen könne. Wenn Wald und Wild zusammengehörten und der Forstmann auch Jäger fein solle und müsse, sei es notwendig, daß ihm die Möglich­keit au Jagen auch eröffnet werde. Dann werde er um so eher seine Ausgabe der Jagd gegenüber er­füllen können.

Ferner betonte der Landesjägermeister mit allem Nachdruck, daß es befremdend wirke, wie gering noch die Zahl der Uniformträger in der Jägerschaft sei. Wer in der Lage fei, sich eine Jagd ZU pachten, fei auch zur Beschaffung der einhelt- lichen grünen Tracht in der Lage. Der Jäger soll

Von der Pressestelle des Gaujägermeisters für bberhessen wird uns berichtet:

Am 10. März fand im Hörsaale des Universitäts- Forftinstituts in Gießen aus Veranlassung des Reichsstatthalters Sprenger in feiner Eigen­schaft als Landesjägermeister für Hessen, der selbst zugegen war, eine Arbeitstagung statt, an der sämtliche oberhessischen Kreisjägermeister und bie umtsoorftänbe der staatlichen Forstämter der Pro­vinz teilnahmen. Zum ersten Male also fanden sich, Die der Leiter der Tagung, Gaujägermeister Ober- prftmeifter Nicolaus, feststellen konnte, Jagd- unb Forstbehärben zu einer Tagung zusammen, leren Arbeitsgebiet rein jagdlich war.

Zunächst sprach der Leiter des gesamten Jung­jägerunterrichtes im Jagdgau Starkenburg- Rheinhessen, Oberstleutnant a. D. Trupp, über len Arbeitsplan, der in seinem Gau diesem Unter­richt als Grundlage gegeben wurde. Das Reichs- jagbaefetz setzt bei jebem, ber neu in die Reihen der deutschen Jäger eintreten will, voraus, daß er st in Wissen und Können in einer Jägerprüsung rachweist. Die Erfahrung hat gezeigt, daß nur die­jenigen Jungjäger, die im Jägerhaus aufgewachsen sind oder sonst reichlich Gelegenheit hatten, jagd­liche Beobachtungen zu machen und den Umgang mit der Waffe, die Führung des Hundes usw. zu lernen, den Anforderungen der Prüfung gewachsen sind. Da die Jägerschast aber aus einen vollwertigen Rachwuchs Wert legen muß, ist es Aufgabe Der Kreisjägermeister, für eine entsprechende Ausbil- iun-g der Prüflinge in Theorie und Praxis Sorge zu tragen.

Es ergab sich dabei, daß im 3agbgau Starken- burg-Rheinhessen die gleichen Wege begangen wurden wie im Iagdkreis Gießen, in dem z. Zl. der zweite Jungjägerkursus läuft. Die kreis- jägermeister der übrigen kreise des Iagdgaues Oberhessen wurden angewiesen, im gleichen Sinne zu verfahren.

Als weiterer Verhandlungspunkt nahm bie Äildzählung einen breiten Raum ein, bei des- stn Behandlung außer dem Versammlungs­leiter vor allem ber Landesjägermeister, ier Landesforstmeister Dr. Hesse und der Stabs- mter des Landesjägermeisters, Oberforstmeister Schlich, das Wort ergriffen. Seit Verkündigung tos Reichsjagdgesetzes ist nunmehr drei Jahre nach Ünem bestimmten Abschußplan für Schalenwird (nur plches wird gezählt) gejagt worden. Der Abschuß- slan mußte der Zielsetzung des Reichsjagdgesetzes

der Oeffentlichkeit gegenüber als solcher kenntlich fein. Sie verpflichtet ihn ihr gegenüber in feiner ganzen Haltung, sie verpflichtet ihn vor allem hin­sichtlich ber Art der Jagbausübung. Und sie zwingt ihn geradezu zur Kameradschaft zu dem Manne, ber bas gleiche Kleid trägt. Diese Kameradschaft ist aber unbedingt notwendig, um zwischen allen Revieren Verhältnisse zu schassen, wie sie dem Ge­danken des Reichsjagdgesetzes entsprechen.

Die kreisjägermeisler wurden daher ange- wiesen, auf die Anschaffung der Uniform mit

allem Nachdruck zu dringen und ferner die Jägerappelle in einer Form durchzuführen, die jedem Teilnehmer das Gefühl der Geschlossen­heit aufzwingt.

Die Pflege der zwangloseren, geselligen Kamerad­schaft soll auf dem anschließenden Kameradschafts- abend zu ihrem Recht kommen.

Der Gruß an den Führer schloß die für die kom­mende Zeit außerordentlich wichtige und ergiebige Tagung.

Wirtschaft.

Oer Aerwaltungebericht der Reichsbank für 1936.

Fwd. Der Verwaltungsbericht der Reichsbank gibt einen Ueberblitf über bie deutsche Gesamtwirtschaft, bie auch im Jahre 1936 unter dem Zeichen eines vor­nehmlich durch die großzügigen Maßnahmen der Reichsregierung bestimmten Aufstieges stand.

Am Geldmarkt gelang es, bie verfügbaren Mittel immer umfassender in den Dienst ber großen öffent­lichen Ausgaben einzuspannen unb daburch schädliche Rückwirkungen ber Zwischenfinanzierung auf die Gesamtwirtschaft hintanzuhalten.

Auf dem Kapitalmarkt wirkten sich die feit dem Jahre 1933 planmäßig und folgerichtig durchgeführ­ten Kontroll- und Einschränkungsmaßnahmen in der vorgesehenen Weise aus. Die Fundierung ber kurz­fristigen Reichsoerpflichtungen würbe erfolgreich fortgesetzt unb burch entsprechende Entlastung der Reichsbank unb des Geldmarktes deren Fähigkeit zur weiteren Zwischenfinanzierung öffentlicher Auf­träge immer wieder gewährleistet. Angesichts ber fortgesetzt günstigen Entwicklung der-Reichseinnah­men und -ausgaben ließ sich neben ber Funbierung eine verstärkte Tilgung der Reichsschulb aus lau­fenden Haushaltsmitteln ermöglichen. Die kapital­marktpolitischen Maßnahmen in ihrer Gesamtheit sind getragen von dem Vertrauen der Bevölkerung in die öffentliche Währungs- und Finanzpolitik. Dies kam insbesondere in der stetigen Kursentwick­lung der öffentlichen Anleihen und ber festverzins­lichen Werte überhaupt zum Ausdruck.

Die Devisenlage blieb im ganzen unverändert schwierig.

Wie aus der Bilanz ersichtlich, haben sich die Anlagen der Bank in Jnlandwechseln, Wertpapieren und Lombarddarlehen um 857 Millionen, d. h. von rund 5,2 auf rund 6,0 Milliarden Mark, erhöht.

Im ein^enen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um rund 1009 Millionen Mark zuge­nommen, dagegen haben sich die Bestände an Wert­papieren und Lombarddarlehen gegenüber dem Vor- jahre um rund 152 Millionen Mark verringert.

Der Reingewinn ist von 152,6 Millionen auf 170 Millionen Mark gestiegen. Von den Ausgaben ent­fallen 97 Millionen Mark auf die Verwaltungs- foften, in denen auch 2 Millionen Mark für die aus Anlaß des Geburtstages des Reichsbankpäsidenten begründeten Hjalmar-Schacht-Stiftungen enthalten sind. Der Reingewinn wird mit 40 Millionen Mark ausgewiesen. Davon fließen 4,0 Millionen Mark in den gesetzlichen Reservefonds, 18 Millionen Mark fallen dem Reich zu, 10 Millionen Mark werden zur Ausschüttung der Dividende von wieder 12 v. H. verwendet, und zwar gelangen 8 v. H. -- 12 Mil­lionen Mark an die Anteilseigner zur Auszah­lung, während der Rest von 4 v. H. - 6 Millionen Mark von Gesetzes wegen dem Anleihestock über­wiesen wird.

Die Gesamtumsätze der Reichsbank betrugen im Jahre 1936: 919 741 (i. V. 807 120) Millionen Mark, und zwar in den Hauptgeschäftszweigen bei der Reichsbank 491 302 (434 299) Millionen Mark und hei den Zweiganstalten 316 654 (299 643) Millionen Mark.

Der Zentralausschuß der Reichsbank ist für Dienstag, 16. März, 11 Uhr, einberufen worden.

Es handelt sich um eine der üblichen Sitzungen des Zentralausfchusfes, die im Anschluß ap die ordent­liche Generalversammlung der Anteilseigner stattzw- finben pflegt.

Rhein-Mainische Börse.

Still und uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 13. März. Auch die letzte Börse dieser Woche litt unter starkem Mangel an Kundschaftsaufträgen unb hatte dementsprechend sehr kleines Geschäft. Am Aktienmarkt mar die Kursentwicklung uneinheitlich unb stark vom Zufall abhängig. Im allgemeinen bewegten sich die Veränderungen innerhalb eines Prozentes. Durch­gehend) etwas schwächer lagen Montanaktien, wobei Klöckner 1,50 v. H. verloren auf 125, Mansselber 1 v. H. auf 153,50, Hoesch, Harpener unb Verein. Stahl gingen um je 0,75 v. H. zurück. Am Chemie­markt wurden vorerst nur IG. Farben mit 169 (169,25) und Deutsche Erdöl mit 147 (148) notiert. Auch Elektropapiere wiesen nur wenige Erstnotie­rungen auf, Akkumulatoren 210 (211,50), Siemens 194,75 (195,50). Etwas befestigt waren Reichsbank mit 204,75 (204,25), AG. für Verkehrswesen mit 130,25 (129), Westdeutsche Kaufhof mit 58,50 (58) und Zement Heidelberg in Weiterwirkung der Dividendenerhöhung mit 164 (163). Bemberg kamen mit unverändert 115,75, Daimler mit 126,75 (127) unb Südb. Zucker mit 200 (200,25) zur Notiz.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls ruhig. Etwas freundlicher lagen Kommunal - Umschuldung mit 91,45 (91,35), Reichsaltbesitz mit 120,25 und Städte- Altdesitz mit 123,50 blieben unverändert. Von zerti­fizierten Dollar-Bonds 6 v. H. Preußen 62. Die unnotierten Industrie-Obligationen lagen still und behauptet.

Im Verlaufe blieb die Geschäftstätigkeit am Aktienmarkt gering, auch die Kursveränderun- gen waren belanglos, meist konnten sich die An­fangsnotierungen behaupten, auch die erst später zur Notiz gekommenen Papiere wiesen keine stärke­ren Abweichungen auf. Schwächer waren jedoch RWE. mit 130,65 (132). IG. Farben leicht schwan­kend mit 168,75 bis 169,25 nach 169, AG. für 23er« 'hr weiter anziehend auf 131 nach 130,25. Der Schluß brachte eine Befestigung in Reichsbank, die bei größeren Umsätzen auf 207 nach 204,75 an­zogen. Der Kassamarkt lag überwiegend fester. (Sehr. Adt 62 (60), Faber & Schleicher 74 (72,75), Pfälz. Hyp.-Bank auf die Dividendenerhöhung 100,50 (98,75). Mez Söhne sollen am Montag auf der Basis von 130 (zuletzt 120) notiert werden, Dürr­werke Ratingen etwa 90 (I. K. 87).

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 15. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1086 Rinder (223 Ochsen, 142 Bullen, 577 Kühe, 144 Färsen), 607 Kälber, 54 Schafe, 4992 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 34 bis 44, Kälber 30 bis 65, Hämmel 48 bis 52, Schafe 40 bis 48, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zu- geteilt, Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft.

Hier ab schneiden!

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Specht

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Speiseröhre

Specht, in Höhlungen morscher Bäume nistender Klettervogel, der auf Baumrinden trommelt, um Insekten, die er verzehrt, zum Verlassen ihrer Schlupfwinkel zu veranlassen. Man unterscheidet verschiedene Spechtarten, wie Schwarzspecht, Erauspecht, Grün­specht, Buntspecht.

Speck, festes, unter der Haut fit­zendes Fett des Schweines, das meist gepökelt und geräuchert wird. Fetter Speck besitzt großen Nährwert.

Speckglanz, glanzende Stellen an Anzügen und Rockkraaen. Man entfernt den Speckglanz durch Bürsten mit verdünntem Sal­miakgeist.

Speckkäfer, Käferart, die als Un­geziefer Vorräte, Wolle, Pelz­waren und Sammlungen heim­sucht. Speckkäfer sammeln sich auf altem Käse,.jo daß man sie fan­gen und vernichten kann.

Speckstein, Mineral, das sich fet­tig ansühlt und aus dem Pfeifen­köpfe geschnitten werden. Speck­stein wird ferner als Schneider­kreide und als Poliermittel ver­wendet.

Spedition, ital., Bedeutung: Gü­terversand und Eüterversandae- schäft. Die Firmen holen Güter im Hause ab und rollen Güter an. Speichel, die Mundflüssigkeit ist ein Gemisch der Absonderung der Speicheldrüsen und der Mund­schleimdrüsen. Der Speichel ent­hält Fermente (s. d.). welche be­reits die Verdauung oer Speisen beginnen. Daher ist es wichtig, daß die Nahrung immer gut ein­gespeichelt wird. Das geschieht

durch Herumschieben des Bissens im Munde während des Kauens. Speichelfluß ist eine abnorm starke Speichelabsonderung, so daß der Speichel zum Munde her­ausläuft. Oft eine Begleiterschei­nung von Blödsinn, kommt aber auch bei nervösen Storungen und bei örtlicher Reizung vor. Spei­chelfluß in mäßigen Grenzen be­ginnt oft schon beim Anblick oder beim Geruch besonderer Speisen (Das Wasser läuft im Mund zu­sammen"). Manchmal läßt sich der krankhafte Speichelfluß bes­sern ob. sogar heilen durch zweck­mäßige Mundpflege.

Speiseeis, andere Bezeichnung für Gefrorenes' f. d.

Speisefette, zur menschlichen Er­nährung geeignete natürliche Tier- und Pflanzenfette sowie künstliche Mischungen wie Kunst- fette und Margarine.

Speisefolge, Reihenfolge unb Zu­sammenstellung ber Mahlzeiten soll nicht willkürlich sein. Die ein­zelnen Speisen müssen aufeinan­der abgestimmt werden, damit schwere und leichtere Gerichte, Fleischspeisen, Gemüse, Salate und Süßspeisen entsprechend ab­wechseln. Die allgemeine Speisen­folge Suppe, Hauptgericht, Nach- Usch mit Käje, Süßspeise od. Obst ist erprobt und erfüllt alle Erfor­dernisse einer gemischten Ernäh­rung.

Speiseröhre, ein etwa 25 cm lan­ger und 1 cm weiter Schlauch, der zwischen Wirbelsäule und Luft­röhre liegt, innen mit Schleim­haut ausgekleidet ist und die Be­förderung der Speisen vom Mund