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Nr 740 Zweites Blaff

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Donnerstag,4. Oktober |<)37

Bücheriisch.

Marschall Pietro Badoglio: Der abessinische Krieg Mit einem Vorwort von Benito M u s j o l l n i. Aus dem Italienischen über­tragen von Dr. E Dollmann, mit vier Pano­ramen. drei Tafeln, drei Faksimilia und neun Kar­ten der Kriegsschauplätze in Tasche Preis kart. 7 Mark, in Leinen geb 9 Mark Verlag C. H Beck in München. (237) Wir haben hier vor eini­ger Zeit das Kriegsbuch des Marschalls de Bono besprochen, das die Vorbereitungen zum italieni­schen Feldzug in Abessinien und die ersten Kampf­handlungen bis zur Schlacht von Makalle schildert. Das Buch des italienischen Generalstabschess Marschall Badoglio schließt sich unmittelbar an Es beginnt mit der Uebernahme des Oberbefehls in Ostafrika, entwickelt den operativen Grundgedanken des Marschalls, der einen lediglich hinhaltenden Krieg mit dem Ziel, den Gegner zu zermürben und zu zerstreuen, verwarf und stattdessen in einer großen wohlvorbereiteten Schlacht die schnelle und völlige Vernichtung des Feindes anstrebte. Das war auch schon aus politischen Erwägungen notwendig, um den von England inszenierten Sanktionsfeldzug des Völkerbundes sich nicht erst voll auswirken zu lassen und zu verhindern, daß Italien während noch seine Kräfte in Ostafrika festgelegt waren, sich in Verwicklungen mit europäischen Mächten hinein- aezogen sah. Wir alle wissen noch, mit welcher Kühnheit und welcher Energie Marschall Badoglio seinen strategischen Plan folgerichtig zur Durch­führung brachte. Das ist in diesem Buche bis ms einzelne mit der gleichen Offenheit und Klarheit, die wir schon tn dem Buch de Bonos bewundert haben, dargestellt worden von der ersten Schlacht in Tembien bis zum vernichtenden Schlag am Aschangi-See und dem Marsch auf Addis Abeba, der den Krieg in Abessinien so überraschend schnell und damit für die italienischen Waffen wie für die italienische Politik gleich erfolgreich beendete. Der Duce sagt in seinem Vorwort zu dem Buch des Marschalls:Badoglio gebührt Dank, daß er bis Zur Verwegenheit gewagt hat . . Dieser Krieg darf sich mit vollem Recht faschistisch nennen, denn geführt und siegreich beendet worden ist er in faschistischem Geiste: mit Schnelligkeit, Entschluß­kraft, Opferwillen, Mut und übermenschlicher Wi­derstandskraft." Das ist auch der Eindruck dieses Buches, das ganz schlicht und phrasenlos in dem klaren, einfachen Stil, der den großen Soldaten aller Nationen eigen ist, berichtet, wie eine schwie­rige strategische Aufgabe durch äußerste Entschlos­senheit glücklich gelöst wurde. Das ausgezeichnete, den Charakter der Landschaft ungemein plastisch und eindrucksvoll wiedergebende Bildmaterial, die in besonderer Tasche beigefügten Karten und viele im Wortlaut angehängte Armeebefehle des Mar­schalls unterstützen das Studium dieses für die mo­derne Kriegführung so lehrreichen Feldzuges.

Dr Fr. W Lange.

Walter von Hollander: Oktober. Roman 290 Seiten Brosch 3,80 Mark, Leinen 5 Mark Im Propyläen-Verlag, Berlin. (263). Dieser Roman, der zuerst unter dem TitelStimme aus der Tiefe" in der Zeitschrift «Die Dame" er­schien, ist, was seine äußere Form betrifft, nicht in der üblichen Art in Kapitel gegliedert, sondern merkwürdigerweise in Wochentage, das heißt, er schildert die Vorgänge vom 1. bis zum 31. Oktober: während dieses Monats Oktober (es ist kein Zufall, daß es gerade der Oktober ist, nicht März ober Juni) in einem beliebigen Jahr nach dem Kriege in Berlin erfüllt sich das Schicksal seiner Gestalten. Die wichtigste unter ihnen ist der Maler Zylvercamp; er steht aus der Höhe seines Könnens und Schaf­fens, er hat diesen äußersten Scheitelpunkt vielleicht sogar schon Überschritten, er steht an der Schwelle des Alters, aber überdies und dennoch zwischen zwei Frauen, zwei gleichermaßen geliebten und für ihn notwendigen ein ungewöhnlicher Mann ein Künstler von hohem Rang, eine ausgeprägte und eigenwillige Persönlichkeit, ein Mensch an der Wende, vor, der letzten großen Entscheidung seines Lebens Man kann hier wohl nur einen Umriß oder äußersten Grundriß der Fabel geben: der Leser muß das Buch auf sich wirken lassen.Der Mensch, dies ist" mit Hollanders Wortendie Lehre des Romans, wird vom Schicksal nach seinem Ver­mögen eingeschäßt und muß nach feinem Vermögen bezahlen Wer große Einsichten hat, tragt große Verantwortungen Wer viele Kräfte hat, der muß viel Kraft einseßen Das Tröstliche ist nur, daß, wenn der Menfch den Ruf des Schicksals versteht, wenn er die Mahnung und die Strafe annimmt wenn er fein Leben feinen innersten Gesehen gemäß zu führen beginnt, er auch aus dem dunkelsten Ab­grund wieder heraufgeholt wird " Hollander, den wir unseren Lesern vor einiger Zeit mit seinem Liebesroman" in der Unterhaltungsbeilage vor- gestellt haben ist ein kluger und kulticherter Er­zähler. ein Kenner der Menschen und des Lebens an der großen Stadt in der er zu Haute ist Auch In diesem neuen Buche wird man Svenen finden, welche die beste Berliner Romantradition aufzu­nehmen bestimmt scheinen- wer Fontane kennt und liebt, der wird auch Hollanders Stil, seiner Welt, feinen Menschen und ihren Problemen Verständnis unb Sympathie entgegenbringen. Hans Thvriot.

Günther Heid: Goethe als Mensch und Deutscher 74 Seiten Rütten und Loening Verlag, Potsdam. (262) Die kleine Schrift, die zuvor vom gleichen Herausgeber für die Ge­sellschaft der Goethesreunde in Hamburg zusammen­gestellt worden ist, betrachtet Goethe unter einem neuen Gesichtspunkt von unserer Gegenwart aus: m Hinblick nämlich auf eine gewisse, wohlverstan­dene Aktualität zahlreicher Aeußerungen von ihm wie über ihn, fein Werk und feine Persönlichkeit. Sie zeigt etwa, im ersten Teil, Goethes Ansichten iber Erziehung, zum Gedanken der Tat, über die Staatspflichten, über den Liberalismus, über die rrofee Zeit, Goethe als deutschen Menschen und Propheten kommender Ereignisse und Erscheinungen i- alles belegt aus mündlichen und schriflichen Aeuße- rungen, aus Gesprächen, Briefen und Werken. Der (Weite Teil ergänzt das so gewonnene heute noch

vielfach übersehene Bild im gleichen Sinne durch Aeußerungen über Goethe. Zeugnisse der Zeit­genossen wie der Nachgeborenen, von Eckermann, Schiller, Hölderlin und Beethoven bis zu Mussolini, Hitler, Goebbels und Rosenberg Das Ouellen- oerzeichnis, das in die Zusammenhänge der ange­zogenen Stellen einführt, wird manchen Leser zu neuer Goethe-Lektüre anregen. Hans Thyriot

Max Dauthendey: Die a ch t Ge­sichter am Biwasee Japanische Liebesge­schichten. Neuausgabe in Geschenkausstattung. 185 Seiten In Seidenlemen 2,80 Mark Verlag Albert Langen/Georg Müller, München 1937 (218) Das schönste Buch, das Dauthendey von seiner Reise um die Erde mit heimgebracht hat, ist die NovellensammlungDie acht Gesichter am Biwa­

see." Die japanischen Liebesgeschichten sind unmit­telbar aus dem Geiste und der Seele Japans her­aus entstandene Erzählungen, die überraschend zei­gen, wie sehr sich Dauthendey in das Wesen dieses Volkes versenkt hat Ein fernes Land der Träume und Wunder erschließen die zarten Bilder In den Stimmungen dieser Landschaft, dem flatternden Flug der Wildgänse über den Wassern dem sonnigen Himmel, der Musik des Windes oder dem Abend­rot über dem Biwasee, aus dem Gesang des Nacht- regens, dem Glockenklang der Tempel oder dem Leuchten des Abendschnees werden die Leidenschaf­ten und Schicksale dieses Volkes lebendig: Sagen von Liebesfreud und Liebesleid, Heldenlieder krie­gerischer Geschlechter, Märchen von seltenen Kün­sten und Anekdoten von schelmischen Abenteuern.

6 . A

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Oer Mensch und das Werk.

Wir blättern in e nem Bilderbuch der deutschen Arbeit.

Feinmechaniker bei der Arbeit an einem Mikroskop in den Werkstätten von Ernst Leitz, Wetzlar. (Aufnahme: Dr. Paul Wolff und Tritschler, Frankfurt a. M.)

Gin neuer Ailas.

Der Brockhaus-Atlas- Die Welt in Bild und Karte Preis in Ganzleinen 20 Mark, Halbleder 25 Mark. (Sonderausgabe als Atlasband desNeuen Brockhaus" für die Bezieher dieses Werkes bis zur Aufhebung des ermäßigten Vorbe­stellpreises 18 Mark in Ganzleinen, 22 Mark in Halbleder.) Verlag F A Brockhaus. Leipzig Mit über 10 000 Abbildungen und Karten im Tert und auf etwa tausend einfarbigen und bunten Taseln und Kartenseiten, sowie einem zerlegbaren Modell. (259) Man könnte überrascht sein, daß in einem auf nur 5 Bände insgesamt bemessenen klei­nen Konversationslexikon wenn man diesen ge­bräuchlichen Namen für den neuen Brockhaus der sichA l l b u ch" nennt einmal anwenden will für den Atlas ein ganzer dicker Band vorgesehen wurde: aber diese Einteilung wird sofort verständ­lich, wenn man einmal in' diesem Atlasband ge­blättert hat und daraus ersieht, daß er selbst tat­sächlich schon ein kleines Allbuch ist. Denn er gibt ja nicht nur die üblichen physischen und politischen Karten, die wir aus der Schulzeit gewohnt sind, in einem Atlas zu finden, sondern ganz ausführliche kartographische Darstellungen über die geologische Erdgeschichte über die Entstehung und Verteilung des Klimas, über Flora und Fauna auf dem ge­samten Erdball Er geht weiter ein auf wirt- schafts- und verkehrsgeographische Einzelheiten über die Handelsstraßen, Hauptverkehrslinien, Verteilung der Industrien, der Bodenbestellung, ferner der Be­völkerungsdichte, der konfessionellen, sprachlichen, volklichen Gliederung usw Außerordentlich ins ein­zelne gehend ist natürlich das Kartenmaterial für das Deutsche Reich. Hier sind besonders wertvoll die zahlreichen kleinen Spezialkarten für besonders häufig gebrauchte Landschaften, z. B. Reisegebiete, wie das Siebengebirge, Oberbayern u. a. und die großen Städte. Nebenbei lausen auch hier beson­dere Karten wirtschaftsgeographischer und statisti­scher Art. Bei den dem europäischen und über­seeischen Ausland gewidmeten Karten ist besonders wertvoll der häufige Hinweis auf die deutschen Siedlungen im Ausland, die oft in besonderen Kar­ten zur Geltung kommen. Eine Besonderheit zeich­net den Atlas vor allen anderen uns bekannten aus, er gibt zwischen den Karten auf Kunstdruck­papier hergestellte sorgfältig ausgewählte und rote» bergegebene Bilder die den Inhalt der Karten gleichsam im einzelnen plastisch uns vor Augen stellen. So wenn z. B. hinter den Karten über die Florareiche und die Pflanzendecke der Erde vier Tafeln mit Abbildungen über die verschiedenen Pflanzenformationen eingeschaltet sind, die uns nun im einzelnen sieben Bilder aus tropischen Wäldern, acht aus tropischen Savannensteppen und -wüsten, sieben weitere aus Wäldern der gemäßigten Zone und schließlich sechs Bilder aus Gebirge, Heide, Sumpfwald und Tundra zeigen Das ist eine Neue­rung, die wohl auf den ersten Blick hin über den Begriff, den man »m allgemeinen mit dem Atlas verbindet, hinausgeht, der jedoch »m Zusammenhang mit dem Zweck dieses Atlasbandes als Teil eines Gesamtlexikons, des sog. Allbuchs, durchaus sinnge­mäß erscheint und zweifellos eine Entlastung der übrigen Bände des Allbuchs bedeuten wird Be­sonders zu begrüßen ist noch ein historischer Teil des Atlasbandes, der ebenfalls reiches Bil- bermaterial als Ergänzung der einzelnen Karten bringt Auch hier bemerken wir mit besonderer Freude den Wert, den man auf eine ausführliche Darstellung des Auslandsdeutschtums gelegt hat. Aber auch die schönen Karten über die Entwicklung der verschiedenen großen Kolonialreiche und eine eindrucksvolle Erdkarte über die Entdeckungen ver­dienen besonders genannt zu werden. Der Weltkrieg mit seinen verheerenden politischen Folgen ist sehr ausführlich dargestellt worden. Auch eine Karte über die Entwicklung des Völkerbundes verdient unser Interesse. Zum Schluß finden wir eine Reihe histo­rischer Spezialkarten für die Entwicklung verschie­dener Reiche, darunter auch eine Karte, die das

In bielem Buche *), welches das einzige Wort Arbeit" als Ueberschrift trägt, ist ein großartiges und eigentlich unerschöpfliches Thema angeschlagen: das Wort hat in unfern Tagen einen neuen Klang und einen neuen Sinn bekommen: es kann als das einfachste Symbol des Wiederaufstieges in unferm Volke begriffen werden, es bezeichnet eines der großen Gemeinschaftsgüter der Nation, in dessen Besitz und dessen Segen alle untereinander ver­bunden sind, und erst vor kurzem hat der Führer auf dem Bückeberg mit diesem einen Wort alle Kraft und allen Reichtum Deutschlands umschrieben Den weitaus größten Teil des umfänglichen und gediegen ausgestatteten Bandes nehmen die ganz­seitigen Aufnahmen ein, die wir der Meisterhand des Frankfurter Photographen Dr Paul Wolff und seines Mitarbeiters Alfred Tritschler zu verdanken haben, es ist em Bilderbuch im schönsten und ernsthaftesten Sinne, ein Bildbericht auch, in dem sich die große und glückhafte Entwicklung unseres wirtschaftlichen Lebens vom Jahre 1933 bis heute spiegelt. Wir tun an der Hand des Licht­bildners einen Gang durch die tausend und aber tausend Stätten der Arbeit in Deutschland. Das Buch stellt, wenn man es so ausdrücken will, in seiner Bilderfolge eine sehr umfassende, künstlerisch und technisch vorbildliche Werkreportage dar: es führt den Begriff der Industrielandschaft dem staunenden Betrachter vor Augen, der auf diesen Blättern einen tiefen Blick in die Welt der moder­nen Technik und der modernen Maschinen tut. Aber entscheidend im Aufbau des Buches und im Ausschnitt der Photographien ist nicht die Industrie­landschaft an sich, nicht die Maschine als solche, so bemerkenswert, ja bewundernswert beide *für sich

*) Arbeit. Von Dr. Paul Wolfs und seinem Mitarbeiter Alfred Tritschler, 200 ganzseitige Tiefdruckbilder, 32 Seiten Text von Paul Ehr­hardt und Dr Paul Wolff, hochgeprägter Delament - Einband mit zweifarbigem Schutzum­schlag. 12,50 RM. Gemeinschaftsverlag H Bechhold Verlagsbuchhandlung, Frankfurt a M., Volk und Reich Verlag, (3 m. b. H., Berlin. (241)

und absolut betrachtet auch sein mögen sondern der Mensch in der Industrielandschaft, der Mensch an der Maschine, die von Menschengeist und Men­schenhand regierte und nutzbringend gelenkte Ma­schine, der Mann am Werk, im großartig gleich­bleibenden Rhythmus seiner Werte schaffenden, Segen bringenden Arbeit in der Fabrik, in der Werkstatt, im Labor. Wer dieses Buch durchblättert, tut einen Blick ins Gesicht des schaffenden Deutschen in allen Provinzen unseres Vaterlandes: da ist der alte Weber aus dem Riesengebirge (ein wundervoll eindringliches Porträt, mit dem die Bilderfolge an­hebt), der schwäbische Schuhmacher, der rheinische Küfer, der Edelsteinschleifer aus Jdar-Oberstein, der Porzellanmaler und der Drucker der Elfenbein­schnitzer aus dem Odenwald, der Wetzlarer Fein­mechaniker, die bayerische Spinnerei-Arbeiterin, der Werkmann an der Autobahn und am Ankermast desGrafen Zeppelin", der Kumpel im Ruhr­gebiet, der Autoschlosser und der Schwarzwälder Uhrmacher, die Spulenwicklerin in der Radiofabrik, die Laborantin und der Hüttenarbeiter Dies macht etwa, mit wenigen Worten, den Inhalt des Buches aus, dem der knappe Text Charakter und Richtung gibt: Paul G Ehrhardt schrieb die Einleitung und schlug den Ton an, auf den das Werk gestimmt ist. Dr. Paul Wolff berichtet in drei knappen und aufschlußreichen Abschnitten(Streit'", Gleichberechtigung",Wunder!" aus der Be­rufsarbeit vieler Jahre. Den Schlußtext bildet ein Auszug aus der Führerrede vom 30 Januar 1937 und eine Betrachtung von Dr Paul Wolff über das ThemaWerkphotographie, eine Zukunftsauf­gabe!" Wer das Ganze mit Aufmerksamkeit und Andacht auf sich wirken läßt, wird bemerken, wie Text und Bilder aufeinander abgeftimmt sind und sich zur Einheit fügen. Hier haben wir ein Buch, welches die Meisterschaft eines unserer besten Photographen in bestechender Form aufs neue be­stätigt, ein Werk, das uns tröstlich stimmt, uns stolz macht und voll Vertrauen der Zukunft des Landes entgegen sehen läßt. Wir wünschen es in viele Häuser und Hände. Hans Thyriot.

Vorbringen Frankreichs nach Osten zu zeigt, eine sehr eindringliche Illustrierung des französischen Hegemoniestrebens seit 700 Jahren. Berücksichtigt sind auch erfreulicherweise die geschichtlichen Ent­wicklungen Asiens und Amerikas. Auch die altameri­kanischen Reiche Südamerikas haben eine besondere Kartendarstellung gefunden. Fast das Wichtigste an einem Atlas ist das Namensverzeichnis. Soweit wir feststellen konnten, ist es zweckmäßig und übersichtlich angeordnet, so daß es den Ge­brauch der Karten wesentlich erleichtert. Das hand­liche Lexikonformat des Atlasbandes wird seinen häufigen Gebrauch in Beruf und Familie fördern.

Fr. W. Lange.

Für die Krau.

Das mit einem Geleitwort der Reichsfrauen- führerin G. Scholtz-Klink erschieneneDeutsche Frauenliederbuch" (Bärenreiter - Verlag, Kassel) 248 hat sich bereits in mehreren Auf­lagen praktisch bewährt und ist in über 100 000 Exemplaren verbreitet. Als Ergänzung zu der ein­stimmigen Singausgabe mußte eine Klavieraus­gabe, eine Chorausgabe und eine Hausmusikaus­gabe erscheinen, ferner ein billiges Tertheft zu 20 Rpf. Die Hausmusikausgabe (90 Rpf.) bringt eine sorgfältige Auswahl von Liedern der einstim­migen Ausgabe nach ihrer besonderen Eignung für vornehmlich instrumentalen Stil. Die Sätze (von Fritz Dietrich, Werner Gneist, Walther Hensel, Wal­ther Kiefner u. a.) sind leicht ausführbar für alle Melodieinstrumente, auch wenn ihre Spieler nur geringe technische Fertigkeiten besitzen Die Haus­musikausgabe ist für die musizierfreudigen Gruppen in Frauenschasten und Arbeitsdienst gedacht,

Nach den Vorschlägen des Beyer-Bandes 366 Wollenes für das Spielkind" (Beyer- Verlag, Leipzig-Berlin, Preis 0,80 RM.) ist es nicht schwer, auch wenn man nur wenig geübt ist, ein Kinderkleid selbst zu arbeiten. Die klaren Anleitun­gen machen das Arbeiten leicht Man findet in dem Heft, teilweise bunt dargestellt, alles, was Kinder von 2 bis 6 Jahren brauchen. Ein großer Schnitt- und Arbeitsbogen liegt dem Heft bei.

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