wachsen würde, so wünschen wir trotzdem keine wirtschaftliche Isolierung, sondern wir würden sie höchstens erleiden, und zwar gegen unseren Wunsch. Diese wirtschaftliche Isolierung aber muß ganz zwangsläufig in dem Augenblick kommen, in dem Europa bolschewistisch würde. Wir erleben allerdings das erheiternde Schauspiel, daß gerade die Presse der Länder, in denen man glaubt, uns immer zugunsten einer stärkeren Beteiligung an der Weltwirtschaft zureden zu müssen, sofort zu schreien beginnt, wenn z. B. bekannt wird, daß wir mit dem nationalen Spanien Geschäfte machen! Daß wir diesem nationalen Spanien Maschinen usw. liefern und dieses nationale Spanien uns dafür Rohstoffe und Lebensmittel zurückgibt. Ja hier tun wir das, was diese Weltwirtschaftsapostel dauernd wünschen! Weshalb nun plötzlich die Empörung darüber? Nein! Wir kennen die inneren Ursachen dafür nur zu genau. Es ist der Aeraer, daß wir nun einmal unter keinen Umständen bereit sind, in Deutschland als Handelsware jene marxistischen Jnfektionsstoffe wieder einzuführen, die uns schon einmal an den Rand des Abgrundes gebracht haben. Dieses Handelsgeschäft lehnen wir allerdings ab. Es ist der Aerger darüber, daß wir uns nicht nur nicht isolieren, sondern im Gegenteil, daß wir eine feste Anlehnung gefunden haben an Staaten mit ähnlichen Idealen und einer ähnlich denkenden und handelnden Führung. Ich kann aber hier nur wiederholen, daß für Deutschland eine andere Orientierung gar nicht möglich ist. Denn:
Wir sind an Europa mehr interessiert, als es vielleicht manche andere Länder zu fein brauchen. Unser Land, unser Volk, unsere Kultur, unsere Wirtschaft sind aus den allgemein europäischen Bedingtheiten herausgewachsen. Wir müssen Krher der Feind jedes Versuches sein, in diese europäische Völkerfamilie ein Element der Zersetzung und Zerstörung im einzelnen und gesamten hineinzutragen. Außerdem ist uns Deutschen der Gedanke, daß dieses Europa ausgerechnet von Moskau dirigiert oder regiert werden könnte,ein einfach unerträglicher. Denn in anderen Staaten eine solche Anmaßung als politische 'Forderung geduldet wird, dann können wir dies nur mit Erstaunen und Bedauern zur Kenntnis nehmen. Für uns jedenfalls würde aber schon die bloße Vorstellung, Direktiven aus einer so lief unter uns stehenden Welt entgegenzunehmen, ebenso lächerlich wie empörend sein. Außerdem ist der Anspruch einer unzivilisierten jüdischen bolschewistischen internationalen Verbrechergilde, von Moskau aus über Deutschland als alles Kulturland Europas zu regieren, auch noch eine Frechheit. Moskau bleibt Moskau und Sowjetruhland unseretwegen Sowjetrußland. Unsere deutsche Hauptstadt heißt aber
jedenfalls Berlin, und im übrigen bl-ibt Deutschland Gott sei Dank immer noch Deutschland!
Man soll daher auch über stwas Pch keiner Täuschung hingeben: Der Nationalsozialismus hat die bolschewistische Weltgefahr aus Dem Inneren Deutschlands gebannt. Er hat dafür gesorgt, daß nicht der Abhub volksfremder jüdischer Literaten bei uns über das Proletariat, d. h. den deutschen Arbeiter diktiert, sondern daß das deutsche Volk endlich seine Bestimmung begreift und seine Selbstführung findet. Er hat unser Volk und damit das Reich im übrigen immun gemacht gegenüber seiner bolschewistischen Verseuchung. Abgesehen davon wird es auch nicht zurückschrecken, jeder Wiederholung früherer innerer Eingriffe gegen die Souveränität unseres Volkes mit den entschiedensten Mitteln entgegenzutreten. Wir Nationalsozialisten sind im Kampfe gegen diesen Feind groß geworden. In über 15 Jahren haben wir ihn geistig, weltanschaulich und tatsächlich in Deutschland vernichtet. Weder seine unzähligen Morde und sonstigen Gewalttaten, noch die Unterstützung, die er durch die damaligen marxistischen Machthaber des Reiches erhielt, haben unseren Siegeszug verhindern können.
Wir werden heule sorgfältig darüber wachen, daß niemals wieder eine solche Gefahr über Deutschland kommt. Sollte sich aber jemand unterstehen, von außen diese Gefahr an Deutschland heran- oder nach Deutschland hereinzutragen, dann mag er wissen, daß der nationalsozialistische Staat f i ch auch jene Waffen geschaffen hat, um einen solchen Versuch blitzschnell niederzubrechen. Daß wir gute Soldaten gewesen sind, das wird die Welt sicher noch nicht vergessen haben. Daß wir heute noch bessere Soldaten find, das können sie uns glauben. Daß aber der nationalsozialistische Staat mit einem anderen Fanatismus für feine Existenz eintreten und kämpfen würde, als das bürgerliche Reich von einst, daran soll niemand zweifeln! (Stürmische Zustimmung, immer wieder aufbrausender Beifall.) Die Zeit der parlamentarischen Schwäche des deutschen Volkes ist vorbei und wird nicht mehr wiederkehcen. Wir alle haben den einen großen Wunsch, daß das Schicksal uns den notwendigen Frieden und alle die Zeit geben möge, die innere Regeneration und das Werk unseres großen inneren Aufbaues zu vollenden, und zwar in einem wieder zur Besinnung gekommenen Europa zu vollenden. Wir haben nicht die Absicht, irgend jemand anderem unsere Gedanken oder Ideale von uns aufzudrängen, möge aber auch niemand versuchen, uns feine Deinung aufzuoktroyieren! Vor allem möge es endlich der verbrecherische Moskauer Sowjetismus unter
lassen, feine Barbarei weiter auszubreiten, um damit, wenn möglich, auch uns unglücklich zu machen! Die Zeit, in der man einem wehrlosen
Volk alles zumuten konnte, ist vorbei.
Die Bomben, die auf unser Panzerschiff fielen, haben damals nicht nur dem Namen nach das Schiff Deutschland getroffen, sondern sie haben auch vom wirklichen Deutschland jene Erwiderung erfahren, die von jetzt ab jedem solchen Ver- s u ch sofort als Antwort zuteil werden wird. Vor wenigen Monaten noch hat England für diesen Akt der Selbsthilfe keinerlei Verständnis aufgebracht. Es ist für uns nun interessant, heute zu sehen, in welch kurzer Zeit die britische Oeffentlichkeit ihre eigenen Auffassungen über solche Vorgänge über Bord warf, um sich nun mit Grundsätzen zu befreunden, die w i r d a m a l s betätigten. Allerdings, dieses Mal find ja britische Schiffe Objekte der roten U-Boote gewesen.
Deutschland steht heute genau so hinter seiner Wehrmacht, wie seine Wehrmacht vor ihm steht. Es ist nicht mehr ein abstrakter Begriff, sondern es ist ein Deutschland, das von Millionen Menschen als heiligster Schutz und in gläubiger Liebe tief im Herzen getragen wird. Noch niemals in unserer Geschichte ist das ganze deutsche Volk in einem Reich einiger gewesen als jetzt. Immer gab es früher noch Differenzen oder Vorbehalte, die teils stammesmäßig, konfessionell oder dynastisch und später parteiisch begründet waren. Die Zeit dieser Vorbehalte ist beendet. Die Millionen unseres Volkes sind heute dem Nationalsozialismus und dem nationalsozialistischen Staat bedingungslos ergeben. Weltanschauung und nationale Disziplin treffen sich auf einer Ebene. Geistige Lenkung und politische Führung der Nation finden ihre Bekräftigung im politischen Willen.
Daß dies aber auch die notwendige Ergänzung durch die innere und äußere Haltung des deutschen Menschen gefunden hat, kann irgends besser bewiesen werden, als auf dem Parteitag zu Nürnberg. Acht Tage lang haben Sie hier eine lebendige Bestätigung erhalten für das Gelingen einer wahrhaft weltgeschichtlichen Arbeit und Leistung. Als wir vor zehn Jahren zum erstenmal in dieser Stadt uns anläßlich eines Parteitages als Nationalsozialisten trafen, waren wir eine kleine Gemeinschaft teils verkannter teils verschriener Idealisten. Uns schwebte damals ein neuer Staat vor, der der machtmäßige Repräsentant sein sollte für ein innerlich erneuertes deutsches Volk. Heute nach zehn Jahren sind Volk und Staat zur damals prophezeiten Einheit verschmolzen.
Während um uns viele Länder von den auch uns von früher her bekannten revolutionären Erscheinungen heimgesucht wurden, oder unter der Zerrissenheit und Unsicherheit ihrer Lebensauffassungen und damit Lebenszielsetzung leiden, hat dieses neue Deutschland nicht nur die Geschlossenheit seines staatlichen Einsatzes, sondern auch die lieber« zeugung von der Richtigkeit seiner voltlichen Gedankenwelt und Zielsetzung erhalten.
Schluß der Führerrede im zweiten Blatt Seife 2.
Kleine politische Nachrichten.
In Warschau wurde der 21. Internationale Antialkoholikerkongreß vor Vertretern der polnischen Regierung, der Geistlichkeit, verschiedener Behörden und etwa 300 Kongreßteilnehmern aus dreißig Staaten feierlich eröffnet. Anschließend wurde eine Ausstellung über die Schäden des Alkohols der Oeffentlichkeit übergeben. An den Sitzungen des Kongresses nahmen auch Vertreter Deutschlands teil.
Die Königin von Dänemark, die sich am Sonntag mit dem König nach ©tagen begeben hatte, mußte sich am Montagabend im dortigen Krankenhaus einer Operation unterziehen, die wegen einer Darmverschlingung notwendig geworden war. Die Königin ist eine Schwester des ehern. Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin und der ehern. Kronprinzessin* Cäcilie.
Der tschechoslowakische Altpräsident M a s a r y k ist heute früh um 3.29 Uhr auf Schloß Lana im 88. Lebensjahr geworben. Wir werden morgen eine Würdigung seines Lebens bringen.
Wetterbericht
Mit der Verlagerung des England-Wirbels auf das Festland hat sich für uns an feiner Vorderseite eine Zufuhr warmer Luft eingestellt. Sie kam an der vorgelagerten Kaltluft zum Aufgleiten und brachte daher in der Nacht zum Dienstag verbreiteten Landregen. Bei Irland ist ein neuer Wirbel in der Entwicklung begriffen, so daß nach anfänglicher Besserung im Zwischenhoch rasch erneute Verschlechterung nachfolgt.
Aussichten für Mittwoch: Vielfach dunstig ober neblig, sonst zunächst vielfach aufheiternd, bann erneute Verschlechterung mit Regenfällen. Mittagstemperaturen um etwa 15 Grad, Winde von Nord über West nach Süd drehend.
Aussichten für Donnerstag: Unbeständig und zu Niederschlägen neigend.
Lufttemperaturen am 13. September: mittags 13,6 Grad Celsius, abends 10,7 Grad; am 14. September: morgens 11,1 Grad. Maximum 14,6 Grad, Minimum heute nacht 10,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. September: abends 14,3 Grad; am 14. September: morgens 13,2 Grad. — Niederschläge 1,4 mm. — Sonnenscheindauer 3,4 Stunden._______
Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauvtschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 37: 9090. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange. K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Ps Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, sowie Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte, sagen wir herzlichen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Paul Leib.
Heuchelheim den 14. September 1937.
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Für die uns zum Ableben unserer lieben, unvergeßlichen
Anny
erwiesene wohltuende Teilnahme sagen wir herzlichen Dank.
Zimmermeister Philipp Winter
im Alter von 68 Jahren.
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