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Von jetzt ab wird in allen Milchgeschäften auch entrahmte Frischmilch zum Verkauf gelangen, deren Verbrauch in den Haushaltungen aus volkswirtschaftlichen Gründen gesteigert werden muß. Don der Jahresmilchleistung in Höhe von 24,2 Milliarden Liter werden 4,4 Milliarden Liter als Vollmilch und Sahne an die Verbraucher abgesetzt und etwa ebensoviel in der Landwirtschaft selbst verbraucht. 11,9 Milliarden Liter werden verbuttert und 2,6 Milliarden in der Tieraufzucht verwandt. Der Rest wird zu Käse und Dauermilch verarbeitet. Auf Grund dieser Verwendung muß im Jahr mit einem Anfall von rund 11 Milliarden Liter entrahmter Milch gerechnet werden, von denen bisher nur 350 Millionen Liter frisch verbraucht werden, während etwa 1,8 Milliarden Liter zu anderen Zwecken der menschlichen Ernährung verarbeitet werden. Es finden also noch nicht einmal 20 v. H. der entrahmten Milch für die menschliche Ernährung Verwendung. Bei der im Rahmen der Er- zeugungsschlacht angestrebten Erweiterung unserer Milcherzeugung um rund 3 Milliarden Liter im Jahr werden weitere 2,5 Milliarden Liter entrahmter Milch anfallen. Gelingt es, diese in möglichst großem Umfange dem menschlichen Verzehr zuzuiühren und dadurch andere Nahrungsmittel zu entlasten, so würde dies ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Ernährungssicherung sein.
Die entrahmte Frischmilch ist keineswegs minderwertig, wie infolge eines unbegründeten Vorurteils vielfach zu hören ist. Es sind ihr lediglich 3 v. H. Butterfett entzogen, während die übrigen Nährstoffe, insbesondere Eiweiß, Milchzucker und Mine- ralstoffe, in- vollem Umfang in der entrahmten Frischmilch vorhanden sind. Dabei ist die entrahmte Frischmilch außerordentlich preiswert, so daß ihre Verwendung die Haushaltskasse entlasten kann. Als Getränk eignet sich entrahmte Frischmilch besonders zu Milchmischgetränken mit erfrischenden Zusätzen von Früchten und Fruchtsäften. Außerdem
„Deutschland", Standort Gießen, Studentenheim, in der Zeit vom 1 bis 16 August 1937 zusammengeschlossenen einundvierzig Kämpfer der Bewegung gedenken ihres Führers in Treue und Dankbarkeit. Der Kameradschastsführer Hellwig." Daraufhin hat der Führer an die hier zufammen- aemßten Kämpfer seiner Bewegung aus allen Gauen Deutschlands folgende Antwort gesandt:
„Herrn Kameradschaftsführer Hellwig, z. Z. Studentenhaus Gießen.
Für das mir übermittelte Treuebekenntnis danke ich den dort versammelten Kämpfern der Bewegung und sende Ihnen aufrichtige Grüße!
Adolf Hitler."
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Die Hitler - Urlauber- Kameradschaft „Deutschland", die zur Zeit in Gießen weilt, hat in den Tagen ihres Hierseins schon mancherlei von Gießen, seiner Umgebung, der Wehrmacht, der Wirt- schäft und der Industrie, von Land und Leuten gesehen und kennengelernt. Wo die Urlauber auch hinkamen, überall waren sie gern gesehene Gäste, und mit gleicher Herzlichkeit wurden sie auch überall in Gießen ausgenommen.
Auf einer Stadtrundfahrt hatten die Männer der Bewegung Gelegenheit, unter Führung von Stadtbaurat Gravert die Stadt Gießen, ihre derzeitigeHei- mat, kennen zu lernen Im Oberhessischen Museum machte der Museumsassistent Dr. Jorns die Urlauber mit der Geschichte Gießens und Oberhessens vertraut. Hier waren es
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w a l d (Wiesbaden) übernommen. Reicher und herzlicher Beifall wurde den Künstlern für ihre Leistungen zuteil..
Der Führer der Hitler-Urlauber-Kameradschaft „Deutschland" Hellwig dankte den jungen Kameraden für ihre Darbietungen und sprach von dem neuen Geist und der neuen Kunstauffassung. Als junge Kameraden aus der Hitler-Jugend würden sie das Erbe der alten und bewährten Kämpfer weiter fortsetzen und vollenden Sein Gruß galt dem Führer und dem Vaterland.
Ein erlebnisreicher Nachmittag war zu Ende, als der Omnibus die Urlauber von der tausendjährigen Burg zurück nach Gießen holte.
0er Führer grützt die Aöolf-Hitler- Kameradschaff „Deutschland".
Von der Kreisamtsleitung Wetterau des Amtes für Volkswohlfahrt wird uns mitgeteilt:
Die in Gießen weilende Adolf-Hitler-Kamerad- schaft „Deutschland" hat nach dem bisher so schönen Verlaus ihres Urlaubes in unserem Kreis Wetterau ihren Dank für all das, was ihnen geboten worden ist, in einem Telegramm an unseren Führer Adolf Hitler zusammengefaßt, das sie am 10. August 1937 nach Berchtesgaden sandte:
die Funde der prähistorischen Abteilung, die mit großem Interesse besichtigt wurden. Auch dem Völkerkundemuseum wurde ein kurzer Besuch abgestattet. War man schon auf der Stadtrundfahrt an mehreren Erinnerungsstätten Liebigs vorbeigekommen, so wurde nicht versäumt, die Wirkungsstätte des bekannten Gelehrten im Liebigmuseum sich näher einmal anzusehen. Herr Schuster vom Verkehrsamt hob in kurzen Worten die Bedeutung der über 20jährigen Tätigkeit Liebigs in Gießen für die Entwicklung der chemischen Industrie und insbesondere für die Agrikulturchemie hervor.
Nachdem eine Fahrt zum Schiffenberg unternommen war, wo Baurat Gravert die Gäste der Stadt führte und besonders die Kapelle des alten Klosters erklärte, fand am gestrigen Donnerstagnachmittag ein Ausflug mit dem städtischen Omnibus zum benachbarten Gleiberg statt Bei herrlichem Wetter wurde im Freien Kaffee und Kuchen eingenommen Herr Schuster begrüßte die Urlauber und machte sie mit der Burg Gleiberg vertraut, wobei er von der engen Verbindung der Burg Gleiberg zur Universitätsstadt Gießen und der Studentenschaft sprach Wie in den letzten Jahrhunderten der Gleiberg in der Studentengeschichte eine große Rolle gespielt habe, so habe die Burg auch im neuen Reich wieder ihre Bedeutung durch das Schulungslager, das die Studentenschaft zusammen mit dem Gleiberg-Verein in dem Al- bertus-Bau eingerichtet hat. Auf einem Rundgäng durch die Burg wurden die verschiedenen Bauten und Mauerreste betrachtet, von dem Bergfried aus wurde der schöne Rundblick in die engere und weitere Heimat wahraenommen.
Eine besondere Ueberraschung wurde den Hitler- Urlaubern von den zur Zeit in dem Schulungs- laaer Gleiberg weilenden jungen Bühnenkünstlern geboten. Die jungen Kameraden ließen es sich nämlich nicht nehmen, etwas aus der Fülle ihrer Kunst den Urlaubern als willkommene Unterhaltung zum Besten zu geben Bühne war einmal der Balkon, wo verfchied-ne Künstler ihre Darbietungen boten, ein anderes Mal war es der Tanzboden im Freien, der den „Ring" zu einem urkomischen Barkampf darstellte. Als Ansager und Rezitator stellte sich Karl Heinz Rühl (Darmstadt) vor den Prolog aus „Bajazzo" und dm Figaro („Ich bin das Faktotum der schönen W"ll.. ") sang Heinz Geh - r i ck e , Eduard B u r ch a r d ^Wiesbaden) wartete mit drei Liedern: „Dunkelrote Rosen", „Es war einmal" und „Frühlina am Rhein" auf, die Klavierbegleitung hatte Kavellmeister Josef Dünn-
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Crielien.
Der Leiter des Verkehrsamtes der Stadt Gießen, Herr Schuster, erzählt den Urlauber-Kameraden aus der Geschichte des Gleibergs. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
In tiefer Trauer:
Familie Heinrich Opper Familie Heinrich Kreiling Familie Friedrich Eckhardt Familie Karl Spuck.
Wieseck. Gießen, den 12. August 1937.
Die Trauerfeier findet am Samstag, 14. August, mittags 12.30 Uhr, in der Kapelle des Neu n Friedhofs in Gießen statt - Kranz- und Blumenspenden dankend verbeten.
Für die überaus herzlichen Beweise inniger Teilnahme beim Heimgang unser- r lieben Entschlafenen
Frau Katharine Weber Wwe.
geb. Rinn
sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen
Heuchelheim, Gießen, Butzbach und Heckholzhausen, den 12. August 1937
„Gießen, den 10. August 1937. An den Führer Adolf Hitler, Berchtesgaden.
in der Hitler-Urlauber-Kameradschaft
Alfons Oeuischbein
Oberschirrmeister
und Frau Erna, geb. Schmitt
Heute verschied plötzlich und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater
Friedrich Opper
im 84. Lebensjahre.
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radier beim Ausweichen vor einer Frau in der Nähe von Ulrichstein gegen einen Baum. Dabei wurden die beiden Begleiter verletzt, während der Fahrer selbst mit dem Schrecken davonkam. Das Motorrad und der Beiwagen wurden schwer beschädigt.
Kreis Alsfeld.
I Alsfeld, 12. Aug. Dieser Tage fand wiederum eine Führung im Gelände der Reichsaut 0 - bahn i m Raume der Gemarkung Alsfeld statt, zu der sich zahlreiche Teilnehmer eingefunden hatten. Die Führung hatte der Vorstand der Kraftfahrbahn-Bauabteilung Alsfeld, Diplom- Ingenieur Erbau, übernommen. Die Besichtig gung galt diesmal der Herstellung des Fahrbahn- deckenbaues, die mit ihrer modernen Maschinerie bei allen Teilnehmern der Wanderung großes Interesse fand. Die Führung endigte an dem neuange- legten Materialbahnhof am Rainröder Pfad, von dem aus der Transport des Deckenmaterials erfolgt. An dem Bau der Reichsautobahn herrscht Hochbetrieb; an der Fertigstellung der Bauwerke wird, unter Ausnutzung der günstigen Witterung, mit allen Kräften gearbeitet. Das ganze wirtschaftliche Leben der Stadt steht unter dem Zeichen des Baues der Reichsautobahn und erfährt dadurch einen erfreulichen Aufschwung. — Im Zusammenhang mit der Erbauung der Reichsautobahn wird gegenwärtig die Erweiterung der städtischen Anlagen in den sog. Erlen zu einem Stadtgarten erwogen. Der Landschaftsgestalter der Reichsautobahn, der bekannte Wiesbadener Gartenarchitekt Wilhelm H i rf ch, hat kürzlich in ausführlichen Darlegungen an die Stadtverwaltung zu dieser Frage Stellung genommen. Er wird demnächst in einem Lichtbildervortrag den Gedanken des landschaftlichen Gartens, wie er sich im Laufe J der letzten Jahre entwickelt hat, in Verbindung mit dem Plan des Ausbaues der Erlen-Anlagen der Allgemeinheit erläutern.
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* Heuchelheim. 13. Aug. Am morgigen Samstag, 14 August, wird Frau Helene Rinn, geb. Siegfried, in der Brauhausgasse wohnhaft, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit 8 5 Jahre alt.
00 Klein-Linden, 13. Aug Am kommenden Samstag, 14. August, ist es den Eheleuten Kaspar R e u s ch 1 i n g und Frau Katharina, geb. Mohr, vergönnt, das Fest der goldenen Hochzeit zu begehen. Der Ehegatte ist 75 Jahre, die Ehefrau 72 Jahre alt. Beide erfreuen sich noch einer guten Gesundheit und sind in der Lage, bei der Arbeit fleißig mitzuhelfen.
£ Leihgestern, 13. Aug. Am nächsten Sonntag findet hier eine Trachtenhochzeit statt. Die Braut, geschmückt mit dem „Kringe", den sie als Kopfschmuck trägt, ist die letzte Trachtenträgerin in unserem Ort, da die Tracht von der weiblichen Jugend nicht mehr getragen wird. — An beiden kommenden Sonntagen' veranstaltet der Kleinkaliberschützenverein auf dem hiesigen Schießstand ein Preisschießen.
# Daubringen, 12. Aug. Die Haushaltssatzung der Gemeinde für" 1937 wurde in der letzten Gemeinderatssitzung vollzogen. Die Landesregierung genehmigte folgende Steuersätze: Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen 28,8 Pf. für je 100.— Mk. Steuerwert, für land- und ortstwirtschaftlich genutzten Grundbesitz auf je 100 Mark Steuerwert = 58,2 Pf.; Sondergebäudesteuer 350 v. H. Die Steuermeßbeträge für je 1.— Mk. des staatlichen Sondergebäudesteuersolls von Steuerwerten bis 7000.— Mk. = 9,15 Pf., über 7000 Mk. 8 Pf.; Filialsteuer 455 v. H. der gemeindlichen Gewerbesteuer; Bürgersteuer 500 vH.
> Saasen, 12. Aug. Ein Motorradsah- r e r von hier unternahm in Gesellschaft von zwei Mitfahrern im Beiwagen eine Fahrt in den Vogelsberg. Auf der Heimfahrt rannte der Motor
soll sie zum Kochen, Backen, Anrühren von Tunken ufw. herangezogen werden.
Durch die soeben ergangene Anordnung des Reichsnährstandes wird allen an der Trin^milch- versorgung beteiligten Molkereien und Verteilern die Verpflichtung auferlegt, die Verbraucher neben der Vollmilch mit entrahmter Frischmilch zu versorgen. Die Molkereibetriebe haben also entrahmte Frischmilch entsprechend den Anordnungen der Verteiler und Großverbraucher gleichlaufend mit der als Trinkmilch verteilten Vollmilch an die Verteiler oder Großverbraucher zu liefern. Molkereien, in denen die benötigte entrahmte Milch nicht in ausreichenden Mengen anfällt, müssen beim Milchwirtschaftsverband die Zuweisung einer entsprechenden Menge beantragen. Die Abgabe an die Verbraucher erfolgt grundsätzlich lose, ein Zuschlag für Abfüllen in Flaschen darf nicht erhoben werden. Es wird weiter vorgeschrieden, daß entrahmte Frischmilch genau so sorgfältig ausgewählt und behandelt wird, wie die für den gleichen Verwendungszweck bestimmte Vollmilch. Die Abgabe an den Verbraucher darf nur nach oorangegangener Pasteurisierung und Tiefkühlung erfolgen. Im übrigen gelten für die Pasteurisierung entrahmter Frisch- I milch bei Abgabe als Trinkmilch die entsprechenden I für Vollmilch erlassenen milchgesetzlichen Bestimmungen. Der Verteiler hat für entrahmte Frisch- milch, die zur Abgabe an den Verbraucher bestimmt ist, im Höchstfälle 8 Pfennig je Liter zu be- zahlen. Dazu kommt dann die für Vollmilch übliche Verteilungsspanne für den Verkauf, ab Laden und frei Haus. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß der Aufwand an Arbeit und Trans- Portmitteln bei beiden Milcharten gleich ist. Im einzelnen erfolgt die Festsetzung der Preise durch die zuständigen Preisbildungsstellen. Nunmehr ist alles geschehen, um dem Verbraucher nicht nur eine preiswerte, sondern auch eine haltbare entrahmte Frischmilch zu liefern.
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