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Hl 130 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Dienstag, 8. Juni 1937

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Reichsaußenminister KreiherrvonReurachinBelgrad

Vertiefung der guten Veziehungen zwischen Deutschland und Jugoslawien.

Trinksprüche Dr. Stojadinowitschs und Ireiherrn von Neuraths.

Ein herzlicher Empfang.

Belgrad, 7. Juni. (DNB.) Dem Reichsaußen­minister Freiherrn v o n N e u r a t h , der am Mon­tag im Flugzeug zu einem dreitägigen Besuch in Belgrad eintraf, wurde auf dem Flugplatz seitens der jugoslawischen Regierung ein grotzerStaats- empfang zuteil. Zu dem Empfang hatten sich u. a. eingefunden der Ministerpräsident und Außen­minister Dr. Stojadinowitsch, Kriegsminister General Mariisch, der Kommandant von Bel­grad' General Temitsch, die Gesandten Oester­reichs, Ungarns und Bulgariens, der deutsche Ge­sandte v. Heeren mit sämtlichen Herren der Ge­sandtschaft, der Landesgruppenleiter der NSDAP., Generalkonsul Neuhausen, die höheren Beam­ten des hiesigen Außenministeriums, die reichs­deutsche Kolonie in Belgrad sowie zahlreiche Ange­hörige der hiesigen deutschen Volksgruppe.

Die Begrüßung zwischen Dr. Stojadino­witsch und Reichsminister v.. Neurath trug sehr herzlichen Charakter. Eine Militärkapelle spielte das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied sowie die jugoslawische Hymne. Der Reichsaußen­minister schritt darauf in Begleitung von Dr. Sto­jadinowitsch sowie des Kriegsministers Ma­riisch und des deuischen Gesandien die Ehren­kompanie ab. Als besonderes Zeichen der Aufmerk- samkeii der hiesigen amilichen Stellen ist zu er­wähnen, daß zum Emfang des Reichsaußenministers auf besondere Veranlassung eine größere Mädchen­schar der hiesigen deuischen Volksgruppe in T r a ch i e n erschienen war und den Gast aus Deutschland durch Schwenken von jugoslawischen und Hakenkreuz-Fähnchen sowie mit Heilrufen be­grüßte. Ferner wurde dem Reichsminister von einem kleinen Mädchen ein Blumenstrauß über­reicht. Nach herzlichem Dank begab sich der Reichs- außenminister in Begleitung von Dr. Stojadino­witsch in die Villa, die ihm während seines Bel­grader Aufenthaltes von der jugoslawischen Regie­rung zur Verfügung gestellt wurde. Die Straßen der Stadt, durch die Außenminister o. Neurath seinen Weg nahm, sowie alle öffentlichen Gebäude waren neben den jugoslawischen mit Hakenkreuz­flaggen geschmückt.

Fruchtbare Zusammenarbeit.

Starke Anteilnahme der Belgrader Presse.

Belgrad, 8. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die heutigen Blätter veröffentlichen an leitender Stelle eingehende Berichte über das (Eintreffen des Reichs­außenministers Freiherrn v. Neurath und über den Verlauf seines ersten Besuchstages. In den Berichten wird heroorgehoben, daß der Besuch gro­ßes Interesse heroorgerufen habe, und daß der Empfang des Reichsaußenministers überaus feierlich gewesen sei. Die zwischen dem Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Stojadinowitsch und Herrn v. Neurath ausgetauschten Trinksprüche werden von den Blättern als herzlich gekennzeichnet.

Das halbamtlicheVreme" führt aus, Freiherr von Neurath komme als Bote des Friedens und als erster Relchsaußenminister nach Jugosla­wien. Der Führer und Reichskanzler habe als einfacher Soldat alle Schrecken des Krieges mit­erlebt, weshalb das Dritte Reich, dessen ruhmvoller Schöpfer er sei, keine Wiederholung des furchtbaren Geschehens wolle. Erst vor einigen Tagen anläßlich desDeutschland "-Zwischenfalls habe Deutschland dies durch die Tat bewiesen, indem es auf den Angriff ehrenhaft, aber auf eine Weise geantwortet habe, die alle weiteren Kom­plikationen ausschloß. Neuraths Freundschaftsbesuch ergebe sich als logische Folge der vieljährigen fruchtbaren Zusammenarbeit der beiden Staaten vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet. Er werde keine Sensationen mit sich bringen; doch werde er zweifellos von Nutzen für die Be­festigung der Politik der friedlichen Zusammenar­beit zwischen den Völkern sein Es schmeichle dem jugoslawischen Nationalstolz besonders, daß dieser erste Besuch des Reichsaußenministers in eine Zeit falle, in der das internationale Ansehen Deutsch­lands besonders groß fei, und in der das deutsche Volk unter Führung Adolf Hitlers auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken kann.

Das Blatt begrüßt den Reichsaußenminister als Vorkämpfer des' Friedens unter den Völkern, als Vertreter der Politik guter Beziehungen zu Jugo­slawien sowie als Vertreter einer stolzen Nation, die das jugoslawische Volk achte und mit der es eine freundschaftliche Zusammenarbeit wünsche.

Politika" würdigt den Reichsaußenminister als hervorragenden Diplomaten und Staatsmann.

Auf dem deutschen.Heldentriedbof

Belgrad, 7. Juni. (DNB.) Reichsaußenmini­ster Freiherr v. Neurath besuchte Montagnach­mittag in Begleitung des deutschen Gesandten von Heeren den deutschen Heldenfriedhof bei Belgrad, auf dem er einen Kranz niederlegte. Am Friedhof hatte sich die reichsdeutsche Kolonie Bel­grads mit öefh Landesgruppenleiter der NSDAP., Generalkonsul Neuhausen, an der Spitze ein- qefunben. Anschließend begab sich Freiherr von Neurath in Begleitung des deutschen Gesandten in das Außenministerium, wo er dem Ministerprä­sidenten und Außenminister Dr. Stojadino­witsch seinen ersten Besuch machte. Die Unter­redung zwischen dem Reichsaußenminister und Dr. Stojadinowitsch dauerte über eine Stunde. Dr. Stojadinowitsch erwiderte kurz darauf den Be­such des Reichsaußenministers in dessen Villa, wo­bei die Unterredung zwischen den beiden Staats­männern fortgesetzt wurde.

Belgrad, 7. Juni. (DNB.) Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitsch gab am Montagabend im hiesigen Gardekasino zu Ehren des Reichsaußenministers Freiherrn von Neu­rath einen großen Empfang, an dem u. a. die Mitglieder der jugoslawischen Regierung, die Begleiter des Reichsaußenministers, die Chefs der hiesigen ausländischen Missionen und die Mit­glieder der hiesigen deutschen Gesandtschaft teil­nahmen. Im Verlauf des Essens wurden zwischen Dr. Stojadinowitsch und Freiherrn von Neurath Trinksprüche gewechselt.

Ministerpräsident

Dr. Stojadinowitsch

führte aus:In dem Besuch Eurer Exzellenz sieht die Regierung Jugoslawiens und das ganze jugo­slawische Volk eine Bekrästigungder guten und freundschaftlichen Beziehungen, die schon zwischen unseren beiden Ländern bestehen, und den Ausdruck des Wunsches, daß sich diese Be­ziehungen noch weiter entwickeln und noch enger gestalten mögen. Die Regierung des Königreiches Jugoslawien ist glücklich, das Bestehen dieses Wun­sches auf feiten der Regierung des Deutschen Reiches feststellen zu können, und sie macht sich diesen Wunsch auch ihrerseits in vollem Umfang zu eigen. Denn dieser Wunsch entspricht auch der so oft zum Ausdruck gebrachten Zielsetzung der jugoslawischen Regierung, und ich kann Ihnen versichern, daß diese Zielsetzung vollkommen in Einklang mit den Grundgefühlen unseres ganzen Volkes steht, das bekannt ist wegen feiner Liebe zur Unabhängigkeit, wegen feiner Treue, mit der es zu dem gegebenen Wort steht, und wegen seiner Bereitschaft zu jeder friedliebenden Zusammen­arbeit. Die gegenwärtige internationale Lage ist ungewöhnlich verwickelt, reich an Pro­blemen, aber arm an Lösungen und voll schwerer Widersprüche. In dieser Lage glaubt die jugosla­wische Regierung, die sich in dieser Hinsicht in Uebereinftimmung befindet mit den Regierungen der ihr befreundeten Länder, eine fruchtbare Zusammenarbeit mit allen Ländern, mit denen eine solche Zusammenarbeit nützlich und möglich erscheint, Herstellen und nach Möglichkeit weiterentwickeln zu müssen. Eines der besten Bei­spiele einer solchen Zusammenarbeit, die nicht allein im beiderseitigen Interesse, sondern auch im Inter­esse des allgemeinen Friedens liegt, bietet uns die vorjährige umfassende und vielseitige Zusam­menarbeit unseres Königreiches mit dem großen Deutschen Reich, das sich unter der Leitung seines Führers auf dem Wege eines ständigen und sicheren Fortschrittes befindet. Es ist unser Wunsch, diese fruchtbare und nützliche Zusammenarbeit ebenso wie den Austausch wirt­schaftlicher und kultureller Güter fort^usetzen und zu entwickeln auf der Grundlage gegenseitigen Ver­ständnisses und gegenseitiger Freundschaft im Inter­esse unserer beiden Länder, im Einklang mit fried­lichen und konstruktiven Bestrebungen aller anderen Regierungen und in Uebereinftimmung mit den übernommenen internationalen Verpflichtungen. In dem Besuch Eurer Exzellenz in der jugoslawischen Hauptstadt sehen wir mit Befriedigung einen weite­ren Beitrag zu einer solchen günstigen Entwicklung unserer Beziehungen und ein glückliches Wahr­zeichen auf dem Wege, der zum Wohlergehen unse­rer Völker und zum allgemeinen Frieden in Europa führt.

Ich erhebe mein Glas zu Ehren des Führers und Reichskanzlers, Seiner Exzellenz Adolf Hitler, auf die Größe und den Fortschritt der deutschen Natton, und ich trinke auf die Gesundheit und das persönliche Wohlergehen Eurer Exzellenz!"

Relchsaußenminister Freiherr von Reurath

erwiderte:Es ist mir eine außerordentliche Freude, als Ihr Gast hier in Belgrad weilen zu dürfen, war es doch schon lange mein Wunsch, der jugo­slawischen Regierung und der Hauptstadt dieses Königreiches meinen Besuch abzustatten. Dieser Wunsch entspricht den besonders herzlichen Ge­fühlen, die der Führer und Reichskanzler und das gesamte deutsche Volk Ihrem jungen König und seinem Lande entgegenbringt. Mein Erscheinen soll ein sichtbarer Beweis für dieses Gefühl sein, und die Worte, die Eure Exzellenz soeben an mich ge­richtet haben, bestätigen mir, daß in Ihrem Volk gegenüber Deutschland die gleiche Gesinnung ge­hegt wird, und daß auch die Königlich Jugoslawi­sche Regierung hierin mit dem jugoslawischen Volk einig ist. Ich zweifle nicht, daß auf dieser Grund­lage gegenseitiger Zuneigung und aufrichtiger Ach­tung die guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren bei­den Ländern sich weiterentwickeln und vertie­fen werden. Die in der Geschichte erhärteten Cha­raktereigenschaften des jugoslawischen Volkes bieten uns jede Gewähr für die Dauerhaftigkeit der Freundschaft von Staat zu Staat, von

Volk zu Volk. Eure Exzellenz haben mit vollem Recht darauf hingewiefen, daß die gegenwärtige Lage reich ist an schwierigen Problemen. Um so mehr freut es mich, sagen zu können, daß kein der­artiges Problem zwischen unseren beiden Ländern besteht. Deshalb haben wir uns offen und freund­schaftlich ausgesprochen und haben die Methode und Ziele unserer Politik, die beiderseitig auf die E r - Haltung und Sicherung des Friedens gerichtet ist, darlegen können. Die Zusammenarbeit zwischen Jugoslawien und Deutschland, die in mei­nem Hiersein ihren sichtbaren Ausdruck findet, ist gerade angesichts der von Eurer Exzellenz geschil­dert allgemeinen Lage von großer Bedeutung. Denn diese fruchtbare Zusammenarbeit ist ein Fak­tor, der die Lösung mancher der bestehenden Schwierigkeiten erleichtern und beschleunigen kann.

Ich mochte gerade im Hinblick auf das deutsch- jugoslawische Freundschaftsverhältnis feststellen, daß die Politik des Führers und Reichskanzlers in den vergangenen vier Jahren in dem Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Staaten zielbewußt dem Frieden in der Welt ge­dient hat. Ich weiß, daß Eure Exzellenz meine Auf­fassung teilen. Seien Sie versichert, daß in diesem

Rom, 7. Juni. (DNB.) Zum letzten Tag der Besichtigung der italienischen Wehr­macht durch den Generalfeldmarschall v. Blom­berg war der größte Teil der italienischen Mittelmeerflotte mit zusammen 130 Schiffs­einheiten, darunter 72 U-Booten, zwischen Gaeta und Neapel zusammengezogen worden. Die Vor­führungen sämtlicher Schiffseinheiten und Verbände waren, wie schon bei der Besichtigung des Heeres und der Luftflotte wiederum durch die große Exakt­heit und Präzision ausgezeichnet. Die Angriffsübun­gen der Zerstörer und Aufklärer, das schnelle Aus­weichen vor den Torpedos und das gut geleitete Abwehrfeuer gegen Luftangriffe haben bei den deutschen Gästen und allen Zuschauern starken Eindruck hinterlassen. An Bord des Admiral­schiffes weilten außer Mussolini und General­feldmarschall von Blomberg noch Marschall B a d o g l i o , Außenminister Graf C i a n o , Mini­ster für Volkskultur Alfieri, Erziehungsmini­ster Bottai, die Staatssekretäre der italienischen Wehrmacht Pariani, Cavagnari und Valle, der Chef der Miliz Russo und Parteisekretär Starace. Von besonderer Schönheit war die Be­gegnung des 2. Geschwaders mit dem aus Neapel kommenden 1. Geschwader, während der zu Ehren des

Berlin, 7. Juni. (DNB.) Das englische Sonn- lagsblattSunbag Ehronicle" hat eine tolle £ ü g e in die Welt gefetzt, mit der es aber wohl bei keinem Vernünftigen Glauben finden wird. Es meldet in großer Aufmachung, daß Hitler (!) den Eingeborenen, die die italienische Herrschaft in Aethiopien bekämpften, große Wengen von Gewehren verkaufte. Die Waffen würden von arabischen Waffenschmugglern in Empfang ge­nommen und auf geheimen Wegen in das Land geschafft. Eine Sendung deutscher Wausergewehre seit kürzlich nach Aethiopien gebracht worden, und zur Zeit, so l ü g t das Blatt weiter, sei ein deutscher Frachtdampser mit Waffen im Werte von 100 000 Pfund Sterling auf dem Wege nach hodeida (Demen).

Soweit das Blatt, das, wie ersichtlich, zwischen Deutschland und Italien Mißtrauen säen will, sich hierfür aber des schlechtesten Mittels bedient; denn aerobe in Italien hat man bis in die breitesten Volksschichten aufrichtige Gefühle der Anerken­nung für das Verhalten Deutschlands in der äthiopischen Frage und wird eine derartige Presseverdächtigung mit offener Verachtung strafen.

Eine ähnliche hehmeldung bringt der Londoner Daily Herold", dem es aber ebensowenig ge­lingen wird, die Atmosphäre zu trüben. Der Daily herald" behauptet dreist, daß Italien Tausende von neuen Soldaten nach Spanien schicke, bevor Deutschland und Ita­lien in den Nichteinmischungsausfchuh zurück­gekehrt seien. Aus privater Quelle will das Blatt erfahren haben, daß die Zahl dieser

Werk der Befriedung die deutsch-jugoslawische Freundschaft eines der wesentlichsten Elemente dar- stellt. Natur und Charakter unserer beiden Länder ergänzen sich auf vielen Gebieten auf das Günstig­ste. Deshalb findet der von Ihnen, Herr Minister­präsident, ausgesprochene Wunsch auf Vertiefung auch unserer wirtschaftlichen und kultu­rellen Beziehungen auf deutscher Seite leb­hafte Zustimmung. Ich bin überzeugt, daß damit dem Wohl unserer beiden Länder aufs beste gedient wird.

In diesem Geist erhebe ich mein Glas und trinke auf das Wohl Seiner Majestät König Peters II., Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Paul und des Königlichen Hauses sowie der Mit­glieder der Hohen Regentschaft, auf das persönliche Wohlergehen Eurer Exzellenz sowie auf das Gedei­hen des ganzen jugoslawischen Volkes."

Im Anschluß an das Essen fand im Gardekasino ein großer (Empfang statt, an dem etwa 200 Per­sonen teilnahmen.

Das Großkreuz des Verdienstordens vom Deutschen Adler für Nr. Stojadinowitsch.

Belgrad, 8. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsaußenminister Freiherr von Neurath überreichte dem Ministerpräsidenten und Außen­minister Dr. Stojadinowitsch im Auftrage des Führers und Reichskanzlers das Großkreuz des Verdien st orde ns vom Deutschen Adler. Herrn von Neurath wurde gleichzeitig vom Prinzregenten Paul der jugoslawische Weiße Adler-Orden 1. Klasse verliehen. Die Begleiter des Reichsaußenministers, der deutsche Gesandte von Heeren und die Mitglieder der deutschen Gesandtschaft erhielten höhere jugoslawische Ordensauszeichnungen.

Generalfeldmarschalls von Blomberg von allen Schiffen die Salutschüsse donnernd aufblitzten, die Hakenkreuzflagge in den Toppen wehte und die beiden Geschwader in geringster (Entfernung passier­ten. Dabei grüßten die Mannschaften den Duce und seinen Ehrengast mit lauter Stimme. Den unver­gleichlichen Höhepunkt bildete die Anfahrt vor dem Golf von Neapel, die in zwei Reihen von je 36 U-Booten vorgenommen wurde, eine Ansammlung von U-Booten, wie sie wohl noch nirgends in der Welt auf einer ähnlichen Flottenübung erfolgt ist.

Befriedigung über die herzliche Aufnahme.

Generalfeldmarschall von Blomberg hat am Montagabend an Bord der JachtAurora" Neapel verlassen, um sich für einige Tage zur Erholung nach Sizilien zu begeben. Damit hat der offizielle Besuch des Reichskriegsministers feinen Abschluß gefunden. In einer dem Präsidenten derAgencia Stefani" abgegebenen Erklärung gab der Reichs­kriegsminister feiner großen Befriedigung über die herzliche Aufnahme Ausdruck, die ihm von feiner Majestät dem König und Kaiser und vom Duce zuteil geworden war.

Truppen, die Italien nach Spanien schicken wolle, zwischen 10 000 und 40 000 Wann be­frage.

Wie man sieht, ist auch hier eine gemeine Lügenphantafie am Werk. Der marxistische Schreiberling, dem es auf ein paar Zehntausende Soldaten mehr oder weniger gar nicht an kommt, geht lediglich darauf aus, das Einvernehmen in der Kontrollfrage zu sabotieren. Um dieses Ziel, das Moskau zur Zeit verfolgt, zu erreichen, ist ihm jedes Mittel recht, selbst wenn es von vornherein den Stempel einer faustdicken Lüge trägt.

*

Die hier miebergegebenen Meldungen einiger eng­lischer Blätter tragen das Merkmal böswilliger Verleumdung so offen an sich, daß kein Einsichtiger ihnen auch nur einen Augenblick Glauben schenken kann. Das gute Einvernehmen zwischen Deutschland und Italien kann durch derartig plumpe Verdächti­gungen so wenig gestört werden, wie durch ähnliche frühere Verleumdungen. Die Zahl derer, die heute noch immer die Geschäfte Moskaus glauben be­sorgen zu müssen und den Frieden Europas immer aufs neue zu stören versuchen, ist nicht gering; aber mit so bösartig verlogenen Machenschaften werden sie ihre hämischen Absichten nicht verwirklichen. Die Welt wird auch außerhalb Deutschlands und Italiens wissen, was von solcher Hetze zu halten ist; man kann nur wünschen, daß ihren Urhebern das Handwerk so schnell wie gründlich gelegt wirk

Reichskriegsminister von Momberg mit dem Duce bei der italienischen Mltelmeerflolte.

Starker Eindruck von den Hebungen. Erholung in Sizilien.

Dreiste Lügen in der englischen Presse.

Kein Einsichtiger kann ihnen Glauben schenken.