Donnerstag, 5. August 1937
Rr.iSO Zweites Blatt
(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffeu)
Gewaltdame Linienöffnung.
(Scheri-Bilderdienst-M.)
kein
qeftaltunq um die Petri kirche zeigt, wenn diese selbst auch nicht nach Regel des Angerdorfes auf dem tiefsten, sondern gerade auf dem höchsten Punkt des Angers liegt. Hier hatte der Flugsand eine stattliche Düne gebildet, die mit dem Gotteshaus geschmückt wurde Später ist alles eingeebnet worden Die A l t b e r l i n e r errichteten ihr Gotteshaus, die Ricolaikirche. gleichfalls auf einer Düne, bloß mit einer ganz anderen Absicht Don Rordösten her drohten Gefahren Deshalb mußte
Altberlin in der Gestalt eines Rundlings aus- gebaut werden, der eine Rückendeckung an der Spree besaß, seine ganze Kampfkraft aber nach Nordosten richten konnte Unter einem ähnlichen Gesichtspunkt ist auch die Stadterweiterung um die Marienkirche oorgenommen worden Sie liegt gleichfalls auf einer Düne $u ihr führt noch heute der Hohe Steinweg
Tatsächlich ist von Kämpfen um Berlin nichts Nennenswertes zu berichten Die Askanier fühlen sich vorsichtig von Westen nach Osten vor. Sie erwerben durch Kauf 1227 den Barnim wie den
Lösung der Schachaufgabe ..Ein kräftiger Gegenschlag-
Weiß: Kcl, Df4, Tdl. LH, Sc8, Se6, Ba2, c2, e5, f2, g'2. h4 (12). Schwarz: Kg8. Db4, Th8. Sd8, Se4. Ba6, b7, d5, f7. g7, h7 (11).
1 Dd4Xe4! Nach 1. . DXe4 käme fetzt 2. Sc8—e7 matt, und 1. .. d5-e4 scheitert an 2. TdlXd8+ Db4-f8. 3 Td8Xf8 matt. Auch 1. .. Da3+ 2 Kbl kann an der Sachlage nichts ändern. Weiß behält bei guter Stellung mindestens eine Figur mehr
1 Sf3Xe5 De7Xe5 2. Lb2Xd4 De5—f4 3. Ld4 Xb6. und Weiß gewinnt den Läufer d7 oder behält den Läufer b6. In der Partie geschah 3. . Ld7Xh3. wonach Weiß mit Lb6—e3 gar eine Figur mehr behielt__
Allgemeinbildung durch Hebung des Volksschulwesens. Aber so wichtig diese und andere seiner Reformen für das damalige Dänemark waren, die Hast der Durchführung und die „Starrheit" seines Regimes führte oft zu Verstimmung und Schwierigkeiten, und das Bild des Diktators war keineswegs überall von einem Glorienschein umgeben. Dazu kamen politische Verwicklungen mit Rußland, bei denen Struensees diplomatische Unerfahrenheit offenbar wurde Der letzte dänische Diplomat von Rang, Johann Hartwig Ernst Bernstorfs, mußte dem Rekormgeist weichen und zog sich verbittert und müde geworden auf seine holsteinischen Güter zurück. Mit dem Weggang dieses Freundes Rußlands wurde die Haltung der Zarin Katharina gegen Dänemark noch mißtrauischer.
Zu all dem erwies sich der König, der die einzige wirkliche Stütze Struensees war, bald durch seine Schwäche des Charakters und Geistes für Struen- fee selbst gefährlich. Wohl hatte Struensee durch die Abneigung gegen alle Regierungsgeschafte seitens des geistig verfallenden Christian VH. zunächst viele der Voraussetzungen für seine Unternehmungen ge= wonnen. Christian sagte zu allem ja, was sein Arzt und Minister verlangte. Run aber, da Struensee als Arzt des Staates nicht in allem so glücklich war wie in der inneren Reform, wurde man allmählich unruhig über die Dinge, die am Hofe vor- gingen, und Gerüchte, von Gegnern Struensees in Umlauf gesetzt, deuteten sogar auf die vollkommene Beherrschung des kranken Königs durch Struensee hin Es war ein merkwürdiges Schauspiel das sich jetzt entwickelte: der König immer mehr verfallend, Struensee immer hoher aufsteigend, von den einen verehrt, geliebt — von den andern gefürchtet und gehaßt- infolge seiner Reformen im In- und Aus- : land bestaunt, dabei außenpolitisch schwer bedrängt: jeder Einsichtige fühlte schon damals, daß das ganze als eine Traaöbie enden müsse: daß der Sturz von dieser Höhe schrecklich aber unvermeidlich " eintreten werde, sobald die Gegner ein Mittel ge- fanden, die Dolksstimmung gegen Struensee zu ' kehren. Die Lage war gespannt bis zum Bersten. ' Das Volk freilich hatte zunächst durch Struensee : allerhand Wohltaten erfahren, die immerhin nicht aleich überall in Vergessenheit gebracht werden
— In der neuesten Ausgabe der „Jllustrir» ten Zeitung Leipzig" gibt Dr. Johannes Stone in Bild und Wort einen Ueberblicf über die Geschichte Aegyptens unter besonderer Berücksichti- qung der jüngsten bedeutungsvollen Ereignisse. Ein ebenfalls mit guten Bildern versehener Aufsatz über die Flotte der USA schließt sich an, ferner eine Bildseite „Autostraßen unter der Erde. In Rocke- feller Center in Neunork" „Oesterreichilche Kunst auf der Weltausstellung Paris 1937" sowie ein sehr lesenswerter, hübfch bebilderter Artikel über die Löwenzucht im Zoologischen Garten zu Leipzig onn Direktor Dr. K. M Schneider.
Die abgebilöete Stellung entstand in einer Partie Müller - Zbikowski zu Königsberg. Weiß kann durch ein Opfer zu einem Angriff kommen, der zwangsläufig entscheidenden Materialgewinn herbeiführt
Was zieht Weiß am stärksten?
Kraftvoller Gegenangriff
Schach-Ecke
Gearbeitet von K. Helling.
Ein Amerikaner und ein Schotte gingen in den schottischen Bergen spazieren, und um seinem Be- sucher Eindruck zu machen, rief der Schotte ein Echo hervor, daß an dieser Stelle zu hören war und das weithin im Lande große Berühmtheit hatte. Als das Echo völlig klar nach fast vier Minuten zurückkehrte, wandte sich der Schotte an den Amerikaner und sagte: „Sehen Sie, so etwas haben Sie in Ihrem Lande doch nicht!" — „Ach, ich weiß nicht", sagte der Amerikaner, „ich glaube doch, daß wir das bester haben. Wenn ich in meinem Sommerlager in den Nockies bin und zu Bett gehen will, dann mache ich das Fenster auf, lehne mich hinaus und rufe laut in die Nacht: .Aufwachen! Zeit aufzustehen!‘ und ich sage Ihnen, genau a ch t Stunden nachher kommt das Echo und weckt mich."
Verhältnis zwischen Struensee und der Königin, das schicksalhaft hervorgegangen aus den Umständen. Struensee neben dem verfallenden König und zwischen den dienenden Höflingen der einzige charakterstarke Mann am Hofe wurde ihr nun zum seelischen Verhängnis und beide einander zum Schicksal. Jetzt ist den Gegnern die Gelegenheit für die Einwirkung auf die breite Bevölkerung gegeben: das Privatverhältnis zwischen Königin und Konz- ler wird zum Ausgang einer Staatsaktion gemacht, das Gerücht verbreitet, Struensee beabsichtige den Sturz der alten Dynastie, und die Königin Caroline Mathilde wolle sich mit Struensees Hilfe, wie in Rußland ehedem Katharina II durch den Fürsten Orloff, des Thrones bemächtigen.
Am Weihnachtsabend 1771 kommt es in Kopen- Hagen zu einem Militäraufruhr. Noch immer wagt niemand einen offenen Angriff auf Struensee selbst. Aber in der Nacht des 17. Januar 1772 bringen Verschwörer in die Gemächer des Königs, der Königin, Struensees und seiner Anhänger. Der geistesschwache König, zu Tode erschreckt, unterzeichnet die Haftbefehle gegen Caroline Mathilde und Struen- fee. Im April 1772 findet dann nach einem langen Prozeß die Hinrichtung des „Hochverräters" Struensee und seines besten Freundes, eines Gra- fen Brandt, statt. Die Königin stirbt landesver- wiesen ein paar Jahre später in Celle im Hannoverschen.
Die Nachfvlgereqierung behielt klug den wesentlichen Teil der Struenseeschen Reformen bei, betonte aber im übrigen unter Hinweis auf Struensee eine deutschfeindliche Haltung, die vielen Schaden in den natürlichen Beziehungen der beiden Nationen im 18 Jahrhundert hervorrief Struensee selbst aber wurde eine jener problematischen Gestalten der Weltgeschichte, deren Schicksal immer wieder Stoff zu Dramen und Romanen ist.
R A. Dietrich.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren Dom RedaktionStisch.
Die letzte Examensfrage.
Von dem Professor Hirzl, der sich zu seiner Zeit besonderer Beliebtheit unter den Studenten erfreute, wird berichtet, wie er noch kurz vor seinem Tode einen Kandidaten im Doktorexamen prüfte. Nachdem dieser eine Menge medizinischer Fragen zur Zufriedenheit beantwortet hatte, legte der Professor die Stirn in ernste Falten: „Und jetzt noch eine Frage aus der Physiologie: „Trinken Sie lieber Wein oder Bier?" Und als der Prüfling seine Vorliebe für Bier erklärte, ließ Hirzl — die Prüfung fand in seiner Wohnung statt — zwei Gläser aus der gegenüberliegenden Gastwirtschaft kommen und stieß mit dem glücklichen Prüfling auf den guten Erfolg seines de- standenen Examens an
Die Entschuldigung.
Als Bismarck in seiner Schülerzeit während der Ferien einmal in Schönhausen war, streifte er mit einer Schrotflinte im Park umher, schoß und traf einen steinernen Herkules an der Stelle, auf der man zu sitzen pflegt Die Untat wurde entdeckt, und der Vater fragte den Sprößling, nachdem er die Verletzung des Heros festgestellt hatte, ob er der Schütze gewesen sei Otto gestand es sofort offen ein, fügte'aber hinzu: „Ich dachte doch nicht, daß es ihm so weh tun würde; denn er hat gleich mit der Hand nach hinten gefaßt." Nun mußte der Vater herzlich lachen, und der Sohn kam so davon. Der Herkules aber hält noch heute die Hand an die verwundete Stelle.
Nicht zu schlagen.
konnten
Schließlich sand man das Mittel. Die Gegner der Struenseeschen Außenpolitik schoben die Gegner seiner inneren Reformen vor, deren es besonders beim alten Adel viele gab. Diese wiederum die Gegner seiner naturwissenschaftlichen Tendenzen, also vor allem die Theologenkreise Dann wurde „das öffentliche Aergernis" ins Volk getragen: em
Berlins Sniw Ölung, geographisch gesehen
3ur Giedenhundertjahrfeier Der Reichshauptstadt.
Von Or. Hermann Oreyhaus.
Wenn die Reichshauptstadt Mitte Auqust des ^°?^enkt an dem vor 700 Jahren einer ihrer nrfberh®feilUld)e Symeon von Cölln, auf einer Urkunde sich als „plebanus de Colonia", als Bürger oon Colin, bezeichnet und damit dokumen- tiert, daß der heutige Stadtteil Altkölln bereits da- mQt % Q>? * V ? l-e befe^en bat so feiert sie
mit Recht das Jubiläum als Stadt. Denn mit die- fer Urkunde tritt der zum Berliner Kerngebiet gehörende Stadtteil Altkölln, wie er in der Gegenwart benannt wird in das Licht der Geschichte, 1« ,n enger Verbindung mit dem
nördlich angeschlossenen A 11 b e r. . n, immer deut- lidjer adzelchnet, bis beide ein Gemeinwesen mit dem Namen Berlin werden, bis bald Hauptstadt des Kursurstentums Brandenburg wird oon dem aus das inzwischen hier wurzelest gewordene Geschlecht der Hohenzollern seinen Weg in die Geschichte des deutschen Volkes findet.
Die wichtigsten Gründe der glanzvollen Entwicklung liegen also unzweifelhaft in dem Umstand, daß Berlin die Hauptstadt eines Herrschergeschlechtes wurde, dem die Vorsehung eine der gewaltigsten Ausgaben der Weltgeschichte anvertraut hatte. Jedoch gab ihm diese Vorsehung auch Mittel an die Hand, die in Bezug auf Lage und Bodenwert des ihm anvertrauten Landes die Aufgabe zu gleicher Zeit erleichterten und erschwerten. Do die Hohenzollern jedoch das Gemeinwesen Berlin-Cölln in einer Ausprägung vorfanden, deren eigensinnige Willensgestaltung sie bekämpfen mußten, so liegt die Vermutung nahe, daß mindestens für die Frühzeit Berlins eine Kraft sich als wirksam erweist, die unabhängig von dynastischer Politik fich entfalten kann: die eigentümliche LageBerlins in demRaum der Mark Brandenburg und dem weiteren des Norddeutschen Tieflandes, dessen Mitte die Mark bildet.
Wenn heute das siebenhundertjährige Bestehen Berlins gefeiert wird, so ist man sich doch darüber klar, daß die S'edelung Berlin viel äl- t e r ist, älter auch als eine jüngst gefundene Urkunde, die Albrecht den Bären (1130—1170), den ersten brandenburgischen Markgrafen aus dem Hause der Askanier. zum Gründer der Stadt Bec- lin machen will Diese Tatsache kann man nicht durch Urkunden beweisen, hier bleibt einzig die geographische Erwägung, die sich im bescheidenen Maße auch auf Bodenfunde stützen kann Daß diese für die Zukunft keine Erweiterung versvrechen, liegt an der baulichen Erstarrung des größten Teils von Berlin die in absehbarer Zeit wohl kaum eine Auflockerung erfahren wird Nur der Bau von Untergrundbahnen könnte weiteren Aufschluß aeben, wie dies tatsächlich durch den Bau der Bahnen im Bezirk von Altberlin und Altkölln bereits geschehen ist
Hier ist die Behauptung, daß beide Gemeinwesen als eine Siedlung an einem wichtigen Flußüderganq anzusehen sind, bewiesen worden Danach ist Berlin uralt Man darf bis in die Steinzeit zurückgreifen, um eine Siedlung in Berlin rechtfertigen zu können. Die Eiszeit, in der zum ersten Male Menfchen mit Sicherheit nachweisbar find, hatte unser Norddeutsches Tiefland in großen Züaen so gestaltet, wie es heute ist. Natürlich waren Wasser- und Waldreich- tum großer Immerhin hoben üch schon die Umrisse der Landschaften ab, die für Berlin J^rffab haft aeworden sind, die beiden Sand- und Lehmrücken des Teltow im Süden und des Barmm im Norden Beide ^dämmen bilden Zwilch-m dem Sumpfqebiete im Osten, das oon der unteren O er und der mittleren Spree gebildet wird und d-mi im Westen, das sich aus dem H^velviereck^nach^Sude^
Johann Friedrich Girnenfee. Zu seinem 200. Geburtstage am 5. August
fen hinzuwirken, die damals unverheiratete Mutter noch zu gewärtigen hatten. Aber diese Tätigkeit war doch beschränkt durch die Umstände, in denen Struensee bis dahin lebte
Jetzt in die unmittelbare Nähe des Königs versetzt, der ihn bald zu seinem Vertrauten machte, formte Struensee all seine reformatorischen Regungen entfalten, und in einem unerhörten Ausstieg
ieltoro deren Siedlungen Berlin, Kölln und Spandau sie mit Stadtrechten versehen, wogegen der Besitz von K ö p e n > ck der Konkurrentin von Kolln im Nordsüdverkehr, erst später sichergestellt wird. Damit ist Berlin-Köllns Vormachtstellung für alle Zeiten gesichert, der Vorsprung bei der Stadt- werdung konnte nicht eingeholt werden und nicht die engere Beziehung zu der gestaltenden Kraft m den Landschollen des Teltow mb des Barmm Mit dem ständig kämpfenden Menschen des Sandbodens hat Berlin feine deutsche Aufgabe erfüllen können.
zur Nuthe erstreckt, ein breites Trockengebiet, das . einen unschwierigen Durchzug aus den Oft^elänbern gegen Thüringen hin gestattete Ueberlegt man nun. baß zwischen ber Mündung ber Weser unb ber der Ober die Riesenstemgräberkultur und in Thüringen die Kultur der Schnurkeramiker in ber Jungsteinzeit sich entwickelte unb daß biese nachweislich miteinander in Verbindung traten, so wird auch die Nordsüdverbindung über Berlin benutzt worden sein, und zwar m beiden Richtungen. Auf den ersten Blick scheint zwar das sogenannte Warschau-Berliner Urstromtal wegen seiner Breite ein gewaltiges Hindernis zu sein Tatsächlich müssen wir es uns in der damaligen Zeit so vorstellen wie etwa den heutigen Spreewald: neben der Spree als Hauptstrom des Tales gab es zahlreiche Nebenarme. deren jeder ein Hindernis darstellte. Aber ganz so schwierig ist die Lage nicht. Zunächst kommen sich Teltow und Barnim zwischen Kreuzberg und Prenzlauer Berg auf nur vier Kilometer nahe Dann finden sich zwischen diesen beiden Sandspitzen im Tale selbst Flußsandanhäufungen, die ziemlich genau in der Verbindungslinie liegen, so daß sich über die morastigen Stellen unschwer ein Knüppeldamm ziehen laßt, mit Ausnahme an den Stellen, wo die Flußströmung es verhinderte
Das war aber nur zweimal ober breimal ber Fall. Hauptsächlich an bem Hauptarm ber Spree, wo sie heute von bem Mühlendamm überschritten wird, daneben südlich davon am heutigen Mühlen- graben im Zuge ber Gertraubtenstraße unb wahrscheinlich auch am Alexanberplatz sm Zuge der Königstraße Der hier befindliche, ziemlich stark vermoorte Spreearm, Königsgraben genannt, diente seit der Zeit des Großen Kurfürsten als Festungsgraben wurde aber bei dem Bau der Stadtbahn zugeschüttet und von dieser überbaut Die Nordsüdverbindung überschritt das Urstromtal also, vom Tempelhofer Feld kommend, im Zuge der Belle Alliance-, Linden-, Gertraudten-, König- und Greifswalder Straße Diese Verbindung ist seit der jüngeren Steinzeit in zunehmendem Maße benutzt worden In der Bronzezeit fluteten Germanen und Illyrier hin- und herüber, bis in der Eisen- zeit die Westgermanen ihren Vormarsch gegen Rhein und Donau antraten und hier die Kesten verdrängten Gleichzeitig zogen die Ostgermanen östlich der Oder einem günstigeren Klima zu. so daß sich die Gebiete östlich der Elbe von Germanen entleerten und schließlich von Osten ber Slawen aufnahmen
Damit verlor Berlin an Bedeutung, weil die Verkehrsbeziehung von Norden nach Süden durch eine ostwestliche 'ersetzt wurde, die auch nicht verschwand als der deutsche Gegenschlag unter den Sachsenkaisern und den askanischen Markgrafen von Westen nach Osten erfolgte. Immerhin haben Berlin und Kölln damals wohl schon soviel Elgen- kraft besessen, daß sie mindestens den Binnenverkehr der Mark beherrschten. Dabei ist zu bemerken, daß noch heute im Stadtbild die politischen Beziehungen zu erkennen sind Die Verbindung nach dem Deutschen Reich ging nach Subwesten: beshalb hat Altkölln bie Gestalt eines Angerdorfes, wie noch die heutige Str aßen - ■ ” ’ * ’ ch e zeigt, wenn diese
des Angerdorfes auf
Die abgebildete Stellung entstand in einer Partie Buchty - Dr Schandalik zu Karlsruhe. Weiß ist am Zuge und kann durch eine zwingende Kombination den schwarzen Angriff auf der f-Linie brechen.
Wie gewinnt Weiß mindestens einen Turm?
Lösung ber Schachaufgabe „Die Mitte wirb gesprengt".
Weiß: Kgl, Dd3, Tdl, Tfl, Lb2, Sf3, Sg3, Ba2, b3, c2, e4, f2, g2, h3 (14) Schwarz: Kg8, De8, Ta8. Tf8. Ld8. Ld7. Sb6. Ba6, c7. c6, d4. e5. g7,
Der Vater — Abam Struensee - war
wieberum Medizin. UeberqJ^ nemei6 öa& er schon der Wettanschauunq an,og6n, wie
? iÖÄX“ "S“S. sä &
5K » Ss» «x— gelegen, nachhero unt^'d)hnDOn eine Gründliche und Bäder besucht, um davon "ne
Kenntnis zu erlangen sich , um sich dort lich Gederschen Leibarzt beg n Danach praktisch me'terzub ' yit na a[5 Probst
ter in das damals noc^tKinW ^«nn Friedrich berufen. In derselben S Stadtarzt tätig. 1768
-s”"
reich zu begleiten . Geschichte in Er-
Damit beginnt Strue s merkwürdige Gestalt, scheinung zu treten a 5 jene? ber Literatur
die noch bis auf unsere Tag, dänischen
zweier Nationen, &er ^nne sein Geist nicht immer wieder auftaucht, als könne mehr zur Ruhe kommen. $on DOn Anfang
Zweifellos steckte m f^^tur eines biederen her etwas anderes als Anhaltspunkte dafür Stadtarztes Es 9 bt ^mge Gemeinsam mit aus Struensees Altonaer L)e ^Qnninq gab er seinem Halleschen Schulfreund 45° ^ergnu-
hier eine .Monatsschnst zum R herrschen-
aen" heraus bie teils gegen <ßroteffionsunroe= den dänischen ..La nnsmue da der Medizin gerich- sen, teils gegen b'e Sd)arlatan besonders
tef war, die zu lener >1^'1 >' Struensee m häufig auftraten ei er 1 efferungen im Rah-
au einer Machtvollkommenheit, mie sie bisher Staatslenker innegehabt, wurde Struensee uun aroße umstrittene Persönlichkeit des Nordens, deren Neuerungen sogar Voltaire begeistert zusttmmte. Leibarzt des Königs - Etatsrat - Konferenzrat - Maitre des Requetes — schließlich Mmisterprasi' bent und in den Grafenstand erhoben und das cilles im Verlauf von knapp drei Jahren! Niemand beariff wie das mvchich war. |o sehr man auch d,° Kühnheit seiner Reformen bewunderte oder davon erDasd$r”gUramm Struensees tsoweit man be> der 'K^an°ch- Musen "Erichs- hkrausgab,'che°unpesähr Ä" Nerbältnisse änderten, überhaupt noch von
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