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Keitag, 5. März 195

187. Jahrgang

Schärssie Zurückweisung in der berliner presse

Jan Menschen aus jedem Gebiet e I Lebens sein.

Neuyork, 4. März. (DNB.) Der für seine Deutschfeindlichkeit sattsam bekannte jüdische Ober- bürgermeister von Neuyork Laguardia, dessen Reden schon mehrfach nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt unliebsames Aufsehen erregten, hat sich wieder einmal bewogen gefühlt, eine Rede zu halten, die eine Spitzenleistung aus dem Gebiet verlogen st er Hetze dar- stellt. Vor rund 1000 Frauen der Frauenabteilung des amerikanischen jüdischen Kongresses entblödete sich der jüdische Maulheld nicht. Deutschland zu be­schuldigen. dah es versuche, den Weltfrieden zu stören. In dem für die Weltausstellung vorgeschla­genen Gebäude der Vereinigten Staaten werde er eine Schreckenskammer einrichten, in der als Höhepunkt die Figur jenes ..braunhemdigen Fanatikers" gezeigt werde, der jetzt den Welt­frieden bedrohe.

davon Gebrauch macht, haben schon ähnliche Vor- älle aus früherer Zeit gezeigt. Wenn sich Laguardia erdreistet, das Oberhaupt eines 70-Millionen-Vol- kes derartig zu beleidigen, wie es jetzt geschehen isr, so muß er zum wenigsten moralisch verurteilt werden, da es tatsächlich nicht erfolgen kann. Joden- alls ist seine neue Hetzrede das Unerhörteste, was ich dieser Oberbürgermeister bisher geleistet hat. Deutschland soll den Weltfrieden stören? Nein! Solche jüdischen Hetzreden stürzen die Welt in die Katastrophe. Das wollen ja diese Kreise, um dabei ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die dumme Anpöbelei eines ausländischen Staatsoberhauptes darf in Washington nicht über­hört werden. Wir erwarten also entsprechende Maß-

London, 5. März. (DNB. Funkspruch.) Die von Deutschland und Italien ergriffenen bevölke­rungspolitischen Maßnahmen finden in der eng­lischen Presse starke Beachtung, da England sich vor die Lösung ähnlicher Fragen gestellt sieht. Daily Mail" weist auf die Abnahme der Geburten­ziffern in den meisten europäischen Staaten hin. Wenn dieser Abnahme nicht Einhalt geboten werde, dann sei die gesamte westliche Zivilisa­tion vom Zusammenbruch bedro h t. Das Bevölkerungsproblem sei für das britische Reich von gewaltiger Bedeutung. Wenn keine Maßnahmen er­griffen würden, dann werde die englische Bevölke­rung in hundert Jahren auf die Hälfte des jetzigen Standes gesunken sein. Das Ergebnis werde ein gewaltiger Mangel an waffenfähigen Männern und überhaupt ' " " t des nationalen

erklärte, die Aussprache habe gezeigt, daß im Un­terhaus die Notwendigkeit der Aufrüstung all­gemein anerkannt werde. Auf Zwischenrufe erklärte Chamberlain:Wir haben unter der Völ- kerbundssatzung keinerlei Verpflichtung, mit unseren Militärkräften andere Länder zu un­terstützen, die das Opfer eines Angriffes sein mö­gen. Die Opposition versucht immer, mehr aus der Völkerbundssatzung herauslesen, als darin steht. Das Schlagwortkollektive

Das Deutschtum Aeuyorls protestiert.

Annahme von Anzeigen fiu die Mittl^snummer bis 81 /.Uhr des Wrmitta gs

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regeln."

DieNachtausgabe" erklärt unter der UeberschriftDer Lümmel":Der sogenannte Ober­bürgermeister von Neuyork, Laguardia, der in Wirklichkeit nur der Auftraggeber übelster jüdischer Geschäftemacher der größten Stadt der Vereinigten Staaten ist, hat sich seit 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung und wegen seiner Geschäfte mit der jüdischen Unterwelt Neuyorks an die Spitze der Hetze gegen das nationalsozialistische Deutschland ge­stellt. Sein Schuldkonto bei seiner ununterbrochenen Tätigkeit gegen den Frieden ist außerordentlich groß. Er hat vielfach Deutschen, die sich in den Vereinigten Staaten betätigen wollen, einfach die Erlaubnis zur Eröffnung eines Gewerbebetriebes verweigert, nur mit der Begründung, daß es sich um Männer aus dem Reiche des Nationalfozmlls- mus handele. Sein Deutschenhaß geht soweit, daß er, nachdem der Bau einer Neuyorker Brücke einem deutschen Konsortium übertragen war, den Auftrag rückgängig machte mit der schriftlichen Begründung, daß die einzige Ware, die man aus dem Lande Adolf Hitlers importieren könne, der haß fei. La­guardia hat für die Störung des Weltfriedens schon in seiner bisherigen Tätigkeit so viel beigetragen, daß die für die Politik der Vereinigten Staaten verantwortlichen Männer jeden Anlaß haben, die neueste Hetze gegen Deutschland endlich mit einem scharfen Vorgehen gegen diesen Mann zu beant­worten. Lagurdia steht im Dienst jener geschäftigen jüdischen Kreise, die nur durch einen neuen Krieg verdienen wollen. Es ist selbstver­ständlich, daß das deutsche Volk die Beleidigung des Führers durch einen Mann in einer äußerlich so j maßgebenden Stelle nicht hinnehmen kann."

politisches Gangstertum oes jüdischen Bürgermeisters von Neuyork

Sicherheit" wird ständig dahin ausgelegt, als ob, wenn England die kollektive Sicherheit unter­stütze, es sich viele Rüstungen ersparen könnte. Mei­ner Meinung nach aber bedeutet dies nicht einen Rückgang an Rüstungen, sondern einen Zuwachs." Die Rüstung, so sagte Chamberlain, gelte nur der eigenen Sicherheit, und England werde froh fein, bei Aufrechterhaltung der eigenen Sicher­heit den Rüstungsstand herabsetzen zu können. Er glaube aber nicht, daß eine allgemeine Abrüstungs- maßnahme erwartet werden könne, solange eines der reichsten Länder der Weltabgerüstet" habe, weil dieses Land dann nichts für die Abrüstung der aOberen würde anbieten können. Daher sei nach seiner Meinung, die englische Aufrüstung ein Vor­läufer für die endgültige Abrüstung.

England

und die Gefahr des Bolkstodes

Amtlicher deutscher Protest.

Eine Aeutzerung des Staatssekretärs Hüll.

Washington, 4.März. (DNB.) Nachdem in Vertretung des abwesenden deutschen Botschafters Botschaftsrats Thomsen im Staatsdepartement gegen die unverschämten Aeußerungen Laguardias energisch protestiert hatte, wurde Staats­sekretär hüll von Journalisten über den Stand der Angelegenheit befragt, hüll erklärte, er werde sofort feststellen lassen, ob die Zeitungsmeldung den Tatsachen entspreche. Selbstverständlich sei es be­dauerlich, wenn ein Bürger der Vereinigten Staa­ten, gleichgültig, was er über die Innenpolitik eines anderen Landes denke, Aeußerungen tue, die als Beleidigung der Regierung des anderen Landes ausgelegt werden müßten, hüll wird sich, wie verlautet, alsbald mit Lagu­ardia in Verbindung setzen. Die Amtszeit L a - auardias läuft Ende dieses Jahres ab. Da er nicht der demokratischen Partei ange­hört, also auf die Unterstützung durch Roosevelts Parieimaschine nicht rechnen kann, so versucht er offenbar außer den Stimmen seiner republikanischen Parteigenossen möglichst a l l e j u d i sch en Stimmen für sich einzufangen Die em achste Mechode dabei erscheint ihm offenbar, sich Unver­schämtheiten gegen den Führer d^ Deutschen Reiches zu erlauben. Typisch jüdisch!

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Englands Ausrüstung dient der eigenen Sicherheit

Neville Chamberlain zum Abschluß der Mstungsdebatte.

Mr haben längere Zeit v,m Oberbürgermeister i der Stadt Neuyork nichts mehr gehört. Vielleicht 1 war ihm nach dem Flaggenzwischenfall auf der 1 Bremen" von Washington aus zu verstehen ge- geben worden, daß es sich für den Bürgermeister der größten Stabt der Welt nicht zieme, sich dem Deutschen Reich gegenüber wie ein Flegel zu be­nehmen. Aber diese Zurückhaltung scheinen ihm feine jüdischen Glaubensgenossen übel genommen zu haben. Sie haben ihn doch nicht ohne Grund zum Ehrenvorsitzenden der jüdischen Boykottliga von Neuyork gemacht. So hat Laguardia also er­neut ein Lebenszeichen von sich gegeben, das genau so ausgefallen ist, wie man es von diesem jüdischen Hetzapostel erwarten mußte.

Laguardia hat ja schon mehr als einmal seine amtlichen Stellungen'in unerhörter Weise dazu be­nutzt, um seinen Haß gegen das deutsche Volk und seinen Führer sich austoben zu lassen. So hat er jüdisch-kommunistische Demonstrationen gegen deutsche Schiffe, die die Reichsflagge führten ent­facht und durch die Entziehung des Gewerbescheines für einen Reichsdeutschen den deutsch-amerikanischen Handelsvertrag skrupellos verletzt. Was er sich nun abM an unverschämten Beleidigungen des deutschen Volkes und seines Staatsoberhauptes geleistet hat, übersteigt alles, was von diesem üblen Burschen bis jetzt an Deutschenhetze bekannt geworden ist. Eines der größten Kulturvölker der Welt, wie das deutsche, kann es sich nicht länger gefallen lassen, wie hier ein jüdischer Maulheld es sich her aus- nimmt, das deutsche Staatsoberhaupt anzupobeln und die Völker gegeneinander zu hetzen. Denn daß hier wiederum ein Subjekt immer der gleichen jüdisch-kommunistischen Kreise an der Arbeit ist, um den Weltfrieden zu stören, muß nun auch jenen einleuchten, die solche internationale Verhetzung bisher stets zu bagatellisieren suchten.

Deutschland jedenfalls ist nicht gewillt, diese un­verschämten Angriffe auf das Reich und seinen Führer sich länger gefallen zu lassen. Das Weiße Haus in Washington wird endlich ernstlich mit sich zu Rate gehen müssen, wie es diese Quertreibe­reien eines jüdisch-kommunistischen Klüngels unter­binden will, der unter Anführung des Oberbürger­meisters der größten Stadt der Vereinigten Staaten ständig darauf aus ist, die Friedenspolitik der ame­rikanischen Regierung durch skrupellose Hetze zu sabotieren, weil am Ende einer derartigen Wühlerei stets das für die internationale Judenschaft so ge­winnbringende Kriegsgeschäft steht. Will sich das Volk der Vereinigten Staaten, dessen Parlament so­eben erst durch die Annahme des Neutralitätsge­setzes sich zu einer Politik des Friedens und der Nichteinmischung in die Angelegenheiten fremder Völker bekannt hat, noch länger der Gefahr aus­setzen, von einer skrupellosen jüdisch-kommunistischen Clique in einen Konflikt hineingehetzt zu werden, der keinem der beteiligten Völker willkommen fern kann? L-

London, 4. März. (DNB.) In der dritten Lesung des Gesetzes über die Rüstungsanleihe billigte Winston Churchill als alter Rustungs- apostel das neue Wehrprogramm natürlich rückhalt­los. Er malte gewohnheitsgemäß die europäische Lage in düsteren Farben und sparte auch hinsicht­lich der Wiederaufrüstung Deutschlands nicht mit Uebertreibungen. Als die besten Garantien für die Sicherheit Englands bezeichnete er gute Beziehun­gen zu den Vereinigten Staaten und eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich in Form eines Verteidigungsbündnisses gegen unprooozierte An­griffe.

Die konservative Abgeordnete Lady Astor be­dauerte, daß England in der Außenpolitik Frank­reich gefolgt sei. Der Völkerbund sei von europäischen Mächten z u p 0 l i t i s ch e n Z w e ck e n mißbraucht worden und von keiner Macht mehr als von Frankreich. Wenn England die Fehler in der Welt hätte beseitigen können, so wurde, wie die Abgeordnete meinte, Deutschland heute noch im Völkerbund sein und die Dinge würden viel besser stehen. Daran sei England aber stets von Frank­reich gehindert worden. Man spreche von Deutsch­land immer als von demgroßen Angreifer". Der wirkliche Uebelftanb aber sei der, daß England viel zu sehr den Fußtapfen Frank­reichs gefolgt fei.

Gchatzkanzler Neville Chamberlain

eignung der Bauern hat große Gemeinwirtschaften geschaffen, die nichts mit der allrussischen Dorf- Verfassung zu tun haben. Es ist indessen wenig wahrscheinlich, daß in den nächsten Jahren diese sozialen Pläne Nehrus in Indien eine Rolle spielen, zumal sich zunächst einmal alles um den politischen Machtkampf drehen wird. Die indischen Nationa­listen (die Kongreßpartei) sind zwar bei den Wahlen als Sieger hervorgegangen, aber es ist noch nicht zu übersehen, wieweit die Kongreßpartei einig ist, wieweit sie überhaupt über starke partei- bildende Kräfte verfügt. Kongreßpartei nennen sich die Nationalisten, weil sie Jahr für JahrNational» kongresse" einberufen, also ein Vorgang, der sich als parteibildende Kraft nicht deuten läßt. Nehru hat durch Wort und Schrift immer schärfer zum Ausdruck gebracht, daß die von England gewährte Verfassung für Indien nicht als Abschlagszahlung, sondern als Kampfmittel benutzt werden soll. Für Nehru und seine Anhänger gibt es alsa keine Verfasfung in dem Sinne, um mit dem Vize-

liche Hetzrede. Es ist unglaublich, so heißt es in dem Telegramm, daß der Bürgermeister einer amerikanischen Stadt, die sich bei der Durchführung ihrer Ausgaben stark auf bie Mitarbeit des deutschen Elements stützt, sich erfrecht, das Oberhaupt einer befreundeten Nation zu besudeln und zu verleumden. Die Hetzrede Laguardias stellt eine schwere Beleidigung der deutsch­stämmigen Bürgerdes ganzen Landes dar, und diese sind nicht gewillt, diese Beleidigung

aufnehmen. . _

So hat sich für England der Verruf ausgewirkt, der von den indischen Nationalisten über die eng­lischen Erzeugnisse verhängt wurde, um durch diesen Druck das Verfassungswerk für Indien zu beschleunigen. Immer wieder muß es Bewunde­rung erregen, wie es die englische Staatskunst ver­steht, gewandt und geschickt in der Anwendung kolonialpolitischer Formen zu fein, um so Baustein auf Baustein in das Massenwerk des Imperiums einzufügen. Daß die englische Regierung im Kriege Indien und Aegypten eine Verfassung zusicherte, die an die Unabhängigkeit herankommen sollte, war außer politischen und wirtschaftlichen, vornehmlich durch religiöse Rücksichten begründet. Das Der- fassungswerk für Indien war und ist nicht so ein­fach, was sich in der Hauptsache aus der für euro­päische Begriffe fast unvorstellbaren Unausge­glichenheit des Landes und der Bevölkerung erklärt. Das gilt schon für die Bevölkerungsdichte, die bis zu 300 je Geviertkilometer anfteigt; das gilt für klimatische Verhältnisse: das gilt für die Bewässerung; das gilt endlich für die sozialen und religiösen Gegensätze. Wenn aus dieser Unausge­glichenheit eine nationale Bewegung sich entwickeln konnte, eine Bewegung, die immer schär­fer auf die völlige Unabhängigkeit los- teuert, so läßt sich das nur aus der Sonderheit Indiens erklären. Das auch erklärt, warum aus dieser Bewegung Männer hervorgegangen sind, die wieder selbst Gegensätze sind, wie Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru. Gandhi zog aus, um Salz aus dem Meere zu schöpfen, um mit dem Spinnrad die Urform wirtschaftlicher Ar­beit in Indien wieder aufzunehmen. Für Gandhi ist der untätige Widerstand die Hauptsache, miä Gandhi auch aus sozialem Gerechtigkeitsgefühl her- aus die Frage derUnberührbaren zu lösen sucht. Ganz anders Nehru, der heute an der Spitze der indischen Nationalisten steht und nach dem Siege der Kongreßpartei bei den Wahlen wohl die Per­sönlichkeit sein wird, die für Indien Schicksal be­deuten kann. Nehm hat 1936 eine Selbstbiographie veröffentlicht, die in England ebensoviel beachtet und gelesen wird, wie vor Jahren das berühmte Buch über dieVerlorene Herrschaft".

Merkwürdig, wie sich auch in Nehm Gegensätze offenbaren, sowohl in politischer, als auch in sozialer Hinsicht. Wenn er auf der einen Seite die Erneue­rung Indiens, sowie die nationale Befriedung von sozialistischen und kommunistischen Gedanken und Auffassungen erwartet, so läßt sich auf der anderen Seite nur schwer damit decken, daß Nehm selbst für Indien und für die indische Bevölkerung eine Stärkung und Untermauerung des Eigentumsbe­griffs erreichen will. Jedenfalls glaubt Nehm, durch eine Neuverteilung des Landbe­sitzes, durch Schaffung von Kleinbetrieben die ungeheure besitzlose Masse der Bevölkerung seßhaft machen und befrieden zu können. Aber gerade das steht im Gegensatz zum Kommunismus, wie er sich im Räte-Rußland durchgewirkt hat, denn die Ent-

B e r l i n, 4. März. (DNB.) Die Berliner Abend­blätter weisen die in ihrer jüdischen Unverschämt­heit nicht mehr zu überbietende Rede desOber- > bürgermeisters" von Neuyork, Laguardia, scharf zurück. Die Blätter bringen ausführliche Beschrei­bungen der Tätigkeit dieses ehemaligen Ga­noven, der jetzt mit seinen Hetzerbanden Neu­york beherrscht, und verlangen von Washing­ton endlich ein Einschreiten gegen diesen notorischen Friedensstörer und Dölkerverhetzer.

DerAngriff" schreibt:Don Fiorella H. Laguardia, dem Oberbürgermeister von Neuyork, hat die deutsche Oesfentlichkeit schon öfters Kennt­nis nehmen müssen. Seine Amtstätigkeit in Neu­york bestand seit viereinhalb Jahren hauptsächlich darin, jüdischen Boykottkomitee5 vorzusitzen und Deutschland zu beschimpfen. Die Schimpforgie vor den 1000 jüdischen Dirnen, die er sich von der Straße geholt hat, um ein applaudierendes Publi­kum zu haben, setzt aber allem die Krone auf. In feinem beschränkten Kaschemmenoerstand kann der jüdische Hetzapostel allerdings nicht ahnen, was es bedeutet, den Führer eines 70-Millionen-Volkes zu beschimpfen. Immerhin aber sollte man doch mei­nen, daß das Weiße Haus in Washington so viel Macht besitzt, um hochgetarnten Zuhältern zu ver­bieten, ihre Gemeinheiten statt einer, nun gleich 1000 Frauen zu erzählen. Im eigenen Land aber haben die Regierungsmänner scheinbar Angst vor den Revolvern der Neuyorker Unterwelt, die Ober­richter der Stadt ausgepfiffen haben und lassen den Judenlümmel schimpfen wie es ihm seine kräftige Phantasie souffliert. Wir haben allerdings nicht vor, in die Gosse hinabzusteigen, aus der Laguardia seine Schimpfwörter holt. Für heute genügt es, daß ein Zuhälter wie Laguardia Oberbürgermeister der größten Stadt Amerikas sein kann. Ein Mann, der als Dolmetscher aus Ellis Island von 1906 bis 1909 unzähligen Einwanderern erst dann die Ein­wanderungserlaubnis verschaffte, nachdem er sie : zuerst sexuell erpreßte, regiert in Amerika acht [ Millionen Menschen mit dem Terror der Revolver- unb Knüppelgarden seine Ganoven-Freunde. Neu­york, das mit drei Millionen Juden, noch dazu von solchem Kaliber wie ein Laguardia, gestraft ist, kann uns nur von ganzem Herzen leid tun."

DieDeutsche Allgemeine Zeitung nimmt wie folgt Stellung:Laguardia ist Ober­bürgermeister von Neuyork, immerhin eine Stel­lung, die gewisse Verpflichtungen auferlegt. Wie er

Kronjuwel Indien.

Von Or. 3. Eyssen.

So lange es ein allbritrsches Reich gibt, so lange wirb bas Kaiserreich Indien die Achse sein, um die sich auch die britische Politik bewegt. Was immer die Sorge um die Machtstellung und um die Verbindungsstraße im Mittelmeer bedeutet, was die Schlüsselstellung am Suezkanal angeht ober die Befestigung von Sinaapore, bas alles zielt aul Indien. Daß das Kaiserreich Indien, die Pro­vinzen und die Fürstentümer 7,5 Millionen Geviert­kilometer umfaßt mit einer Bevölkerung von rund 400 Millionen, die eine jährliche Wachstumsschnelle von 4 Millionen aufzeigt, das wissen mir Es ist auch bekannt, was Indien für das allbritische Reich finanziell und wirtschaftlich bedeutet, wobei nicht nur der Außenhandel in Frage kommt, sondern vielmehr die beträchtlichen Summen, die England aus der Verwaltung sowie aus der wirtschaftlichen Ausbeutung bezieht. Hier sind schon Wandlungen festzustellen, die gewiß noch keine Lockerung des Gefüges ausmachen, die aber doch zeigen, daß Eng­lands überragende Stellung in Indien doch nicht mehr unerschüttert ist. Vor dem Kriege kam die Gesamteinfuhr Indiens zu 65 v. H. aus England, während im Vergleich dazu auf Deutschland etwa 7 v. H., auf Japan 2,6 v. H. entfielen. Dies Ver­hältnis hat sich bis 1936 in der Weise verschoben, daß die Gesamteinfuhr aus England nur noch 38 v. H. ausmacht; die Einfuhr aus Japan 16,3 v.H., die Einfuhr aus Deutschland 9,2 v. H. Auf der anderen Seite hat zwar der Anteil Englands an der Ausfuhr Indiens etwas zugenommen, be­trägt indessen nicht viel mehr als 31 0. H., während Japan und die Vereinigten Staaten in von Jahr zu Jahr wachsendem Maße die indische Ausfuhr

_ _ Stellen-., Vereins-, gemein«

General-Anzeiger für Gberheffen UW

vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfilalsvuch- und Sleindnrckerel R. Lange in Gießen. §christlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabschiusse -taffei b

Neuyork, 4. März. (DNB.) Die Bereinig­ten deutschen Gesellschaften von Grotz- Neuyork haben am Mittwoch an den jüdischen Oberbürgermeister Laguardia ein Telegramm ge­sandt. Sie protestieren darin schärfste ns gegen dessen unverschämte deutschseind-' hinzunehmen.

Br. 54 (Erstes Blatt . - - - -

Giessener Anzeiger