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umwälzenden Neugestaltung des allgemeinen Weltbildes führte, fo wird sich aus der Blut- und Rassenlehre der nationalsozialistischen Be­wegung eine Umwälzung der Erkenntnis und damit des Bildes der Geschichte der mensch­lichen Vergangenheit und ihrer Zukunft erge­ben. Und dies wird nicht zu einer Ent­fremdung der Völker, sondern im Gegen­teil zum ersten Riale zu einem wahren gegenseitigen Verstehen führen! Es wird dann allerdings aber auch verhindern, daß das jüdische Volk unter der Maske eines bie­deren Weltbürgers alle anderen Völker innerlich zu zersetzen und zu beherrschen versucht.

Im Dienste des Sieges unserer Idee stand nun 4V2 Jahre lang d i e deutsche Gesetzgebung. So wie am 30. Januar 1933 durch meine Berufung zur Reichskanzlerschaft ein an sich schon bestehender Zustand seine Legalisierung erhielt, nämlich die da­mals ohne Zweifel Deutschland beherrschende Par­tei mit der Führung des Reiches und der Gestal­tung des deutschen Schicksals beauftragt wurde, so ist die deutsche Gesetzgebung seit diesen vier Jahren nur die Festlegung einer ideenmäßig geklärten und durchgesetzten Auffassung nach der allgemein binden­den rechtlichen Seite hin. Wie diese Blutgemeinschaft des deutschen Boltes damals staatlich verwirklicht wurde, wird uns allen wohl die schönste Erinne­rung des Lebens sein. In wenigen Wochen waren die staatlichen Rückstände sowohl als die gesellschaft­lichen Vorteile einer tausendjährigen Vergangenheit beseitigt worden. Oder kann man nicht von einer Revolution sprechen, wenn in kaum drei Monaten ein parlamentarisch - demokratisches Durcheinander verschwindet und an seine Stelle ein Regime der Ordnung, der Disziplin, aber auch der Tatkraft kommt, wie es Deutschland in solcher geschlossenen Einheitlichkeit und umfassenden Machtfülle noch nie besaß? So groß war die Re­volution, daß ihre geistigen Grundlagen selbst jetzt von der oberflächlich urteilenden Umwelt noch gar nicht erkannt worden sind. Man redet von Demo­kratien und Diktaturen und hat noch gar nicht be­griffen, daß sich in diesem Lande eine Umwälzung vollzogen hat, deren Ergebnis, wenn Demokratie überhaupt einen Sinn haben soll, im h ö chste n Sinne des Wortes als demokratisch zu bezeichnen ist. Mit unfehlbarer Sicherheit steuern wir auf eine Ordnung hin, die so wie im gesam­ten übrigen Leben, auch auf dem Gebiete der politischen Führung der Nation einen natürlichen und vernunftgemäßen Ausleseprozeß sicher­stellt, durch den die wirklich fähigsten Köpfe unseres Volkes ohne Rücksicht auf Geburt, Her­kunft, Namen ober Vermögen nur ge­mäß der ihnen gegebenen höheren Berufung zur politischen Führung der Nation bestimmt Derben.

Des großen Korsen schönste Erkenntnis, daß jeder Soldat den Warschallstab im Tornister tragen müsse, wird in diesem Lande die poli­tische Ergänzung finden. Gibt es einen herr­licheren und schöneren Sozialismus und eine wahrhaftigere Demokratie als jenen National­sozialismus, der es dank seiner Organisation ermöglicht, dah unter Millionen deut­schen Knaben jeder, wenn sich die Vor­sehung seiner bedienen will, den Weg finden kann bis an die Spitze der Ratio nl Dies ist im heutigen nationalsozialistischen Deutschland eine uns allen selbstverständliche Wirklichkeit. Ich selbst als der durch das Ver­trauen des Volkes berufene Führer komme aus ihm. Alle die Millionen deutscher Arbeiter, sie wissen es, dah an der Spitze des Rei­ches kein fremder Literat oder internationaler Revolutionsapostel steht, sondern ein Deut­scher aus ihren eigenen Reihen. Und zahlreiche einstige Arbeiter- und Bauernkinder, sie stehen in diesem nationalsozialistischen Staat heute an führenden Stellen.

Der Zweck der nationalsozialistischen Revolution war es nicht, aus einem bevorrechteten Stand für die Zukunft einen rechtlosen zu machen, sondern aus einem rechtlosen einen gleichberech­tigten. Wir haben nicht Millionen Bürge»- ver­nichtet, um sie zu Zwangsarbeitern zu degradieren, sondern unser Ziel war es, aus Zwangsar­beitern deutsche Bürger zu erziehen. Denn eines werden alle Deutschen verstehen: Revolutionen können als Gewaltakte nur von kurzer Dauer fein. Wenn sie nicht neues aufzubauen vermögen, wer­den sie als Erzesse das Vorhandene in kurzer Zeit verzehren. Auf dem gewalttätigen Akte der lieber* nähme der Macht muß sich in kurzer Zeit eine segensreiche Arbeit des Friedens ent­wickeln. Wer aber Klaffen beseitigt, um neue Klas­sen zu schaffen, legt den Keim zu neuen Revolu­tionen. Was heute Bourgeois ist und diktiert, wird morgen als Zwangsarbeiter in Sibirien wieder Proletarier fein und dann einmal genau so auf die Befreiung hoffen, wie der Proletarier, der erst un­terdrückt war und nun zu diktieren glaubt. Die na­tionalsozialistische Revolution hat daher nie beab­sichtigt, eine bestimmte Klasse des deutschen Volkes in den Besitz der Macht zu setzen, um eine andere auszuschalten, sondern im Gegenteil: Es war nur ihr Ziel, dem ganzen deutschen Volk durch ihre or­ganisatorische Erfassung der Massen die Möglichkeit nicht nur einer wirtschaftlichen, sondern auch einer politischen Betätigung sicherzustellen. Sie beschränkt sich dabei allerdings auf die zu unserem Volk gehö­rigen Elemente und lehnt es ab, einer fremden Rasse Einfluß auf unser politisches, geistiges oder kulturelles Leben zu geben ober ihm eine wirtschaft­liche Vorrangstellung einzuräumen. In dieser blut- mäßigen Verbundenheit unseres Volkes und in der durch den Nationalsozialismus erfolgten Erweckung des Verständnisses dafür, liegen die tiefsten Ursachen für das wunderbare Gelingen unserer Revolution.

Vor diesem neuen gewaltigen Ideal verblaßten alle staatlichen, dnnastischen, stammesmäßigen, aber auch parteilichen Idole und Rückstände der Vergan­genheit. Und als die symbolischen Zeugen deutscher Vergangenheit und damit deutscher Zerrissenbeit und deutscher Ohnmacht entfernt wurden, da geschah es nicht durch den Beschluß eines Komitees, das wie im Jahre 1918 ober 1919 wenn möglich durch Preisausschreiben, das neue Symbol des Rei­ches herauszufinden hatte, sondern durch die Flagge, die uns als Wahrzeichen der nationalsozialistischen Kampfzeit in die Erhebung hineinbegleitet hat und die nun seitdem zu Lande zu Wasser und in der Luft das Zeichen der Erhebung der Nation gewor­den ist!

Wie sehr aber diesen Wechsel und diese Wandlung das deutsche Volk begriffen und in seiner Bedeutung erfaßt hak. wird durch nichts mehr e»chärtet als durch d i e Z u st i m -

mutig, die die Ration uns seitdem so viele Male gegeben Hal. Denn von all jenen, die sich so oft und fo gerne bemühen, demokratischen Re­gierungen als vom Volk getragene Institutionen zum Unterschied der Diktaturen hinzustellen, hat keiner mehr Recht im Ramen sei­nes Volkes zu reden als ich!

Als das Ergbenis dieses Teiles der deutschen Revolution möchte ich folgendes fesiftellen:

1. Es gibt im deutschen Volk seitdem nur mehr einen Träger der Souveränität und dies ist das gesamte deutsche Volk selbst.

2. Der Wille dieses Volkes findet feinen Aus- druck in der Partei als der p 0 liti - fchen Organifalion dieses Volkes.

3. Es gibt entsprechend dem auch nur ei­nen einzigen Gesetzgeber.

4. Es gibt nur eine Gewalt der Exe­kutive.

Diese Umwälzung ist aber ebenfalls nur das Er­gebnis der Durchführung eines Grundsatzes der nationalsozialistischen Lehre, daß nämlich der ver­nünftige Sinn und Zweck alles menschlichen Denkens und Handelns nicht in der Schaffung oder Erhaltung einer von Menschen ersonnenen Konstruktion, Or­ganisation oder Funktion liegen kann, sondern nur in der Sicherung und Entwicklung des von der Vor­sehung gegebenen volklichen Bausteines an sich- Da­her wurde durch den Sieg der nationalsozialistischen Bewegung das Volk als das Seiende und das Blei­bende über jede Organisation, Konstruktion und Funk­tion gestellt. Sinn und Zweck der Existenz der von der Vorsehung erschaffenen Rassen vermögen wir Menschen weder zu erkennen noch festzustellen. Allem Sinn und Zweck der menschlichen Organisationen sowie aller Funktionen sind meßbar an ihrem Nutzen, den sie für die Erhaltung des bleibenden und seien­den Volkes besitzen. Daher ist das Volk das Primäre. Partei, Staat, Armee, Wirtschaft, Justiz usw. sind sekundäre Erscheinungen, Mittel zum Zweck der Er­haltung dieses Volkes.

Die Grundsätze derpartei wurden die Fundamente des neuen Reiches

In eben dem Maße, in dem sie biefer Aufgabe gerecht werden, sind sie richtig und nützlich. Wenn sie dieser Aufgabe nicht genügen, sind sie schädlich und müssen entweder reformiert oder beseitigt und durch bessere ersetzt werden. Ich möchte an einigen Beispielen die Bedeutung dieser Grundsätze erläutern, die sie in dem Moment erhielten, da wir sie im prak­tischen Leben anzuwenden begannen. Es wird für viele erst dann verständlich werden, warum wir von einer nationalsozialistischen Revolu­tion reden. Im Laufe einer langen Zeit ist teils durch Uebernahme fremden Gedankengutes, teils durch das Fehlen einer eigenen klaren Einsicht unferRechtslebenin eine Verwirrung geraten, die ihren prägnantesten Ausdruck fand in der Un­klarheit über den inneren Zweck des Rechtes an sich. Zwei polare Extreme kennzeichnen diesen Zustand:

1. Die Auffassung, daß das Recht als solches seine eigene Existenzberechtigung in sich trage und daher überhaupt keinerlei Prüfung über die Nützlichkeit im einzelnen oder im aesamten finden soll. Das Recht bestehe, selbst wenn die Welt darüber zugrundeginge.

2. Die Auffassung, daß das Recht im wesentlichen berufen sei, den Schutz des Individuums in der Person und in seinem Eigentum zu über­nehmen und zu sichern. Zwischen beiden meldete sich in verschämter Verbrämung die Vertretung größerer Gemeinschaftsinteressen zumeist nur als Konzession an die sogenannte Staatsräson an.

Die nationalsozialistische Revolution hat demgegen­über dem Rechte, der Rechtswissenschaft sowohl als der Rechtsprechung einen eindeutigen kla- renAusgangspunkt gegeben: Es ist die Auf­gabe der Justiz, mitzuhelfen an der Erhaltung und Sicherung des Volkes vor jenen Ele­menten, die sich als Asoziale entweder den ge­meinsamen Verpflichtungen zu entziehen trachten oder sich an diesen gemeinsamen Interessen ver­sündigen. Damit steht über der Person und der Sache auch im deutschen Rechtsleben von jetzt ab das Volk. Diel" kurze Feststellung führt in ihrer Berücksichti­

gung zu der größten Reform, die unser deutsches Rechtsleben und Rechtswesen bisher erlebt haben. Entsprechend dem Ausgangspunkt war die erste ein­schneidende Wirkung der Proklamierung nicht nur eines einzigen Gesetzgebers, sondern auch einer einzigen Rechtsausübung. Die zweite Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen, wird aber in wenigen Wochen der Nation verkündet. In einem neuen deutschen Strafgesetzbuch erhält zum erstenmal aus dieser großen Gesamtperspektive heraus die deutsche Rechtspflege jene Grundlagen, die sie für alle Zeiten in den Dienst der deutschen Volkserhaltung stellen wird.

Wie groß auch die Wirrnisse gewesen sind, die wir auf den einzelnen Lebensgebieten im Jahre 1933 vorfanden, so wurden sie doch noch übertrof­fen von dem Verfall der deutschen Wirt­schaft. Wir fanden als Dokument dieser Kata­strophe vor allem zwei Erscheinungen: 1. lieber sechs Millionen Erwerbslose, 2. einen ersichtlich zum Untergang bestimmten Bauernstand. Wie schwer diese Seite der deutschen Not damals empfunden wurde, können wir noch nachträglich daraus er­messen, daß ich mir gerade zur Behebung der Ar­beitslosigkeit sowie zur Behinderung einer wei­teren Vernichtung des deutschen Bauerntums die bekannte Zeit der vier Jahre ausgebeten hatte. Ich darf weiter hier feststellen, daß der Nationalsozia­lismus im Jahre 1933 nicht in irgendeine erfolgver­sprechende Handlung derer einbegriffen hat, son­dern, daß die Partei mit der Führung des Reiches erst in dem Augenblick beauftragt wurde, als auch die letzte Möglichkeit einer anderen Rettung als gescheitert angesehen werden mußte, als insbeson­dere alle Versuche einer Behebung der wirtschaft­lichen Not sich als Fehlschläge erwiesen hatten. Wenn ich heute nach vier Jahren vor das Angesicht des deutschen Volkes trete und auch vor Ihnen selbst, meine Abgeordneten, Männer des Deutschen Reichs­tages, Rechenschaft ablege, bann werden Sie mir und der nationalsozialistischen Regierung nicht die Bestätigung versagen, daß ich mein damali­ges Versprechen eingelöst habe.

Das Ergebnis der deutschen Revolution.

Anschließend zeigte der Führer an Hand ge­schichtlicher Beispiele, wie Deutschland und das deutsche Volk schon sehr schwerer Katastrophen Herr geworden sind. Freilich so fuhr der Führer fort es waren immer män­ner notwendig, um die dann erforderlichen Maßnahmen zu treffen und sich ohne Rücksicht auf Verneiner oder Besserwisser durchzusehen. Ein Haufen parlamentarischer Angsthasen eignet sich allerdings schlecht zur Führung eines Volkes aus Rot und Ver­zweiflung! Ich hatte den festen Glauben und die heiligste lleberzeugung. daß die Ueberwin- dung der deutschen Wirtschafts-Katastrophe in dem Augenblick gelingen wird, in dem man an die Unverganglichkeit eines Volkes glaubt und der Wirtschaft die Rolle als Dienerinam Leben des Vol­kes zuweist, die ihr gebührt!

Ich war kein Wirtschaftler, b. h. vor allem, ich bin in meinem Leben noch niemals Theoretiker gewesen. Ich habe aber leider gefunden, daß die schlimmsten Theoretiker sich gerade immer dort ein­genistet haben, wo die Theorie gar nichts und das praktische Leben alles ist. Es ist selbstverständlich, daß sich auch im wirtschaftlichen Leden im Laufe der Zeit nicht nur bestimmte Erfahrungsgrundsätze ergeben haben, sondern auch bestimmte zweckmä­

ßige Methoden. Allein alle Methoden sind zeitgebunden. Aus Methoden Dogmen ma­chen wollen, heißt der menschlichen Fähigkeit und Arbeitskraft jene elastische Kraft nehmen, die sie allein in die Lage versetzt, wechselnden Anforderun­gen mit wechselnden Mitteln entgegenzutreten und ihrer so Herr zu werden. Der Versuch, aus wirt­schaftlichen Methoden ein Dogma zu formulieren, wurde von vielen mit jener gründlichen Emsigkeit, die den deutschen Wissenschaftler nun einmal aus* zeichnet, betrieben und als Nationalökono* mie zum Lehrfach erhoben, und nur nach den Feststellungen dieser Nationalökonomie war Deutschland ohne Zweifel verloren. Es liegt im Wesen dabei aller Dogmatiker, sich auf das schärfste zu verwahren gegen ein neues Dogma, d. h. einer neuen Erkenntnis, die bann als Theorie abgetan wird. Seit 18 Jahren können wir das köstliche Schauspiel erleben, daß unsere wirtschaft­lichen Dogmatiker in der Praxis auf f a ft allen Gebieten des Lebens widerlegt worden sind, allein nichtsdestoweniger die praktischen lieber* minder des wirtschaftlichen Zusammenbruchs als Vertreter ihnen fremder und daher falscher Theo­rien a b l e h n e n und verdammen. Sie kennen ja den bekannten Fall, in dem ein Kranker seinem Arzt begegnet, der ihm zehn Jahre vorher nur mehr für sechs Monate bas Leben zusagte und der nun seinem Erstaunen über die trotzdem durch einen anderen Arzt erfolgten Heilung nur dadurch Aus­druck verleihen konnte, daß er diese unter solchen Umständen als eine sichere Fehlbehandlung erklärte.

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'Mast im Dienst der Volksgemeinschaft.

*

Meine Abgeordneten! Die deutsche Wirtschafts­politik, die der Nationalsozialismus im Jahre 1933 einleitete, geht auf einige grundsätzliche Erwägun­gen zurück. 1. In den Beziehungen zwischen Wirt­schaft und Volk gibt es nur etwas Unveränderliches, und dies ist b a s Volk. Wirtschaftsbetätigung aber ist kein Dogma und wird nie ein solches fein. Es gibt keine Wirtschaftsauffassung oder Wirtschafts­ansicht, die irgendwie Anspruch auf eine Heiligkeit erheben könnten. Entscheidend ist der Wille, der Wirtschaft stets die dienende Rolle dem Volke gegen­über zuzuweisen und dem Kapital die dienende Rolle gegenüber der Wirtschaft. Der Nationalsozia­lismus ist, wie wir wissen, der schärfste Gegner der liberalistischen Auffassung, daß die Wirtschaft für das Kapital da sei und das Volk für die Wirtschaft. Wir waren daher auch vom ersten Tage an ent­schlossen, mit dem Trugschluß zu brechen, daß etwa die Wirtschaft im Staate ein ungebundenes unkon­trollierbares und unbeaufsichtigtes Eigenleben füh­ren könnte. Eine freie, das heißt eine ausschließlich sich selbst überlassene Wirtschaft kann es heute nicht mehr geben. Nicht nur, daß dies etwa politisch untragbar wäre, nein, auch wirtschaft- l i ch würden unmögliche Zustände die Folge fein. So wie Millionen einzelne Menschen ihre Arbeit nicht nach ihren eigenen Auffassungen und Bedürf­nissen einteilen ober ausüben können, so kann auch die gesamte Wirtschaft nicht nach eigenen Auffas­sungen oder im Dienste eigensüchtiger Interessen

tätig sein. Denn sie ist auch nicht in der Lage, die Konsequenzen eines Fehlschlages heute noch selbst zu tragen.

Die moderne Wirtschafksentwicklung konzentriert ungeheure Arbeitermafsen auf bestimmte Er- werbszweige und in bestimmte Gebiete. Reue Erfindungen oder der Vertust der Absatzmärkte können mit einem Schlage ganze Industrien zum Erliegen bringen. Der Unternehmer kann ja vielleicht die Tore seiner Fabriken schließen, er wird möglicherweise versuchen, seinem Tätigkeitsdrang ein neues Feld zu öff­nen. Er wird auch zumeist nicht fo ohne wei­teres zugrunde gehen, und außerdem handelt es sich hier nur um wenige Einzelwesen. Die­sen gegenüber aber stehen hunderttau­sende Arbeiter mit ihren Weibern und mit ihren Kindern! wer nimmt sich ihrer an und wer sorgt für sie?: Die Volksgemein­schaft. Jawohl! Sie muh cs tun. Allein, geht es dann an, der Volksgemeinschaft nur d i e Verantwortung für die Kata­strophe der Wirtschaft aufzubürden, ohne den Einfluß und die Verantwortung f ü r jeden Einsatz und für jene Heber- wachung der Wirtschaft, die die Katastrophe zu vermeiden geeignet find?

Meine Abgeordneten! Als die deutsche Wirtschaft im Jahre 1932/33 endgültig zum Erliegen zu kom­men schien, da wurde mir mehr noch als in frühe­ren Jahren folgendes klar: Die Rettung unseres Volkes ist nicht ein Problem der Finanzen, son­dern ausschließlich ein Problem der Verwen - düng und des Einsatzes unserer vor­handenen Arbeitskraft einerseits und der Ausnutzung des vorhandenen Bodens und der Bodenschätze anderseits. Es ist damit zu aller­erst ein Organisationsproblem. Es han­delt sich daher auch nicht um Phrasen, wie z. B. Freiheit der Wirtschaft, sondern es handelt sich darum, durch alle vorhandenen Maßnahmen der Arbeitskraft die Möglichkeit einer produktiven Be­tätigung zu geben. Solange die Wirtschaft, d. h. die Gesamtsumme der eigenen Unternehmer dies aus Eigenem fertigbringt, ist es gut. Wenn sie dies aber nicht mehr können, dann ist die Volksgemein­schaft, d. h. in diesem Falle der Staat verpflichtet, ihrerseits für den Einsatz der vorhandenen Arbeite fräfte zum Zwecke einer nützlichen Produktion Sorge zu tragen bzw. die dazu nötigen Maßnah­men zu treffen. Und hier kann derStaat alles tun, nur etwa nicht, nämlich wie dies der Fall war über 1 2 000 Millionen Ar­beitsstunden Jahr für Jahr einfach ver­loren gehen lassen! Denn die Volksgemeinschaft lebt nicht von dem fiktiven Wert des Geldes, son­dern von der realen Produktion, die dem Gelbe erst seinen Wert verleiht. Diese Produktion ist die Deckung einer Währung und nicht eine Bank oder ein Tresor voll Gold! Und wenn ich diese Produktion steigere, erhöhe ich das Einkom­men meiner Mitbürger wirklich, und indem ich sie senke, vermindere ich das Einkommen, ganz gleich, welche Löhne ausbezahlt werden. Und meine Ab­geordneten! Wir haben in diesen vier Jahren die deutsche Produktion auf allen Gebieten außer­ordentlich erhöht. Und die Steigerung dieser Pro­duktion kommt den deutschen Menschen und ihrer Gesamtheit zugute. Denn wenn heute z. B. un­zählige Millionen Tonnen Kohle mehr gefördert werden, dann dienen sie nicht etwa dazu, um ein paar Millionären die Zimmer auf ein paar tausend Grad zu erhitzen, sondern um Millionen deutscher Volksgenossen die auf sie treffende Quote erhöhen zu können.

So hat die nationalsozialistische Revolution durch den Einsatz einer früher brachliegenden Millionenmasfe deutscher Arbeitskraft eine so gigantische Steigerung der deutschen Produktion erreicht, daß der Erhöhung unseres allgemeinen Rationaleinkommens derfachlicheGegen- wert gesichert ist! Und nur dort, wo wir diese Steigerung aus Gründen, deren Behebung außerhalb unseres Bemühens liegt, nicht durch­führen können, find von Zeit zu Zeit Verknap­pungen eingetreten, die aber in keinem Verhält­nis stehen zu dem Gesamtersolg der national- sozialistischen Wirkschaftsschlacht. Den gewaltig­sten Ausdruck findet diese planmäßige Lenkung unserer Wirtschaft in d-"- A u f st e l l u n g des Vierjahresplanes. Durch ihn wird be­sonders für die aus der Rüstungsindustrie wie­der zurückftrömenden Massen der deutschen Ar­beiterschaft eine dauernde Beschäfti­gung im inneren Kreislauf unse­rer Wirtschaft sichergestellt.

Es ist jedenfalls ein Zeichen dieser gewaltigsten wirtschaftlichen Entwicklung unseres Volkes, daß wir heute auf vielen Gebieten nur sehr schwer ge­lernte Arbeiter zu bekommen vermögen. Ich be­grüße dies aber aus dem Grunde, weil dadurch mit­geholfen wird, die Bedeutung des Arbeiters als Mensch und als Arbeitskraft in das richtige Licht zu setzen und weil dadurch wenn auch aus an­deren Motiven heraus die soziale Tätigkeit der Partei und ihrer Verbände auf leichteres Verständ­nis stößt und eine stärkere und willigere Unter­stützung erfährt.

So wie wir die Aufgaben der Wirtschaft in einem so hohen volklichen Sinn verstehen, wird von selbst die frühere Trennung in Arbeitgeber und Arbeit­nehmer hinfällig. Auch der neue Staat wird und will nicht Unternehmer sein. Er wird nur öen Einsatz der Arbeitskraft der Nation insoweit regeln, als es zum Nutzen aller notwendig ist. Und er wird den Arbeitsprozeß nur soweit be­aufsichtigen, als es im Interesse aller Beteiligten sein muß. Er wird dabei unter keinen Um­ständen versuchen, das wirtschaftliche Leben zu verbeamten. Jede wirkliche und praktische Initiative kommt in ihrer wirtschaftlichen Auswirkung allen Volksgenossen zugute. Der Wert eines Erfinders oder eines erfolgreichen wirt­schaftlichen Organisators ist im Augenblick oft für die gesamte Volksgemeinschaft gar nicht abzuschätzen. Es wird in der Zukunft erst recht eine Aufgabe der nationalsozialistischen Erziehung sein, allen unseren Volksgenossen ihren gegenseitigen Wert klar zu machen. Dem einen'zu zeigen, wie unersetz­bar der deutsche Arbeiter ist, den deutschen Arbeiter aber auch zu belehren, wie unersetzbar der Erfinder und der wirkliche Wirt­schaftsführer sind. Daß in einer Sphäre sol­cher Auffassungen weder Streik noch Aus­sperrung geduldet werden können, ist klar. Der nationalsozialistische Staat kennt kein wirtschaft­liches Faustrecht, lieber den Interessen aller Kon­trahenten steht das Gesamtinteresse der Nation, d. h. unseres Volkes!

Die praktischen Ergebnisse dieser unse­rer Wirtschaftspolitik sind Ihnen bekannt. Ein un­geheurer Schaffensdrang geht durch unser Volk. Ueberall entstehen gewaltige Werke der Produktion und des Verkehrs. Der deutsche Handel ist in einem Aufblühen begriffen wie nie zuvor. Während in anderen Ländern fortgesetzte Streiks oder Aus­sperrungen die Stetigkeit der nationalen Produk­tionen erschüttern, arbeitet in unferem Volk die Millionenmasse aller Schaffenden nach dem höch­sten Gesetz, das es für sie auf dieser Welt gibt, nach dem Gesetz der Vernunft.

Wenn es uns in diesen 4 Jahren gelungen ist, die wirtschaftliche Rettung unseres Volkes durchzu­führen, fo wissen wir, daß die Ergebnisse dieser wirtschaftlichen Arbeit in Stadt und Land auch g e - sichert werden müssen. Die erste Gefahr droht den Merken der menschlichen Kultur zunächst stets aus den eigenen Reihen, dann nämlich, wenn zwischen der Größe der menschlichen Leistun­gen und der Einsicht der sie schäftenden, erhalten­den und betreuenden Volksgenossen kein inneres Verhältnis mehr besteht. Die nationalsozialistische Bewegung hat dem Staate die Richtlinien für die Erziehung unseres Volkes gegeben. Diese Erziehung beginnt nicht in einem gewissen Jahr und endet nicht in einem anderen. Die menschliche Entwick­lung brachte es mit sich, daß von einem bestimm­ten Zeitpunkt an die Weiterbildung des Kindes aus der Obhut der engsten Zelle des Gemeinschaftslebens