eine so gute, so liebevolle, so geduldige, so herzliche Freundin zu haben.
„Ich habe Sie nun kennen gelernt", sagte er. „Ich habe Sie schätzen gelernt'. Ich kenne auch Martin; ich weiß, wie er ist."
Er war ein raffiniert schlauer Bursche, dieser Paul. Er setzte seinen Freund Martin keineswegs herunter, er lobte ihn sogar. Martins entschiedenen Standpunkt, Martins glattes „Entweder — Oder", das rühmte er hoch. Als sie nun trotzig sagte, soviel über diesen Menschen wolle sie gar nicht wissen, stimmte er ihr wie in Erleuchtung bei. Auch Martin, sagte er, habe ihm gegenüber jedes Interesse an ihr abgeleugnet.
„So so", sagte sie fuchsteufelswild, „so so, das trifft sich ja gut."
„Ohne Zweifel", bestätigte er, „das trifft sich ausgezeichnet."
Sie gingen dabei nebeneinander her mit etwas Abstand wie zwei Fremde, und das waren sie auch, gewissermaßen.
„Und Pfingsten?" fing er nach einer Weile an. „Was werden Sie zu Pfingsten unternehmen?"
„Gar nichts", sagte sie.
„Das ist wenig , bemerkte er. Dann hustete er, räusperte sich und kam mit dem Vorschlag heraus, da Pfingsten immerhin Pfingsten sei, und ob sie Pfingsten nicht gemeinsam...
„Ich meine", sprach er, „da Sie nichts anderes vorhaben —1"
Sie überlegte es rasch und war auch immer noch im Zorn.
„Ja", sagte sie, „gewiß. Weshalb nicht?
„Na also", sagte er sofort. „Nicht wahr? Weshalb nicht?"
Er war so aufgeregt, so glücklich, daß er nun immerfort über Pfingsten schwatzte. Ein liebliches Fest, sagte er, und endlich wird's roarm, hoffentlich wird es auch schön, und ich freue mich riesig. Er fühlte, daß er solche nachhelfenden Reden nötig hatte.' Völlig fest war die neue Freundschaft noch nicht. Es gab da zuviel Reste einer kalten Wut auf Martin.
„Also kann ich mich darauf verlassen?" fragte er.
„I<I. Am ersten Feiertag um neun Uhr morgens am Wasserhäuschen."
„Ich danke Ihnen, das ist ausgezeichnet.
Und ausgezeichnet befand er sich m Stimmung, all' die Tage lang. Er sah dabei täglich Martin,
aber was war ihm Martin? Martha war ihm mehr. So etwas Frisches, und nachher — wie er von Martin wußte — so etwas Liebes! Nur eben, daß sie, wie er nun ebenfalls wußte, vorsichtig behandelt werden mußte. Um so besser, dachte er, das ist Rasse und Klasse.
*
Inzwischen hatte Martin nun doch die Karte abgesandt. Es war schamvoll, aber es machte ihn selig. Plötzlich war alles wieder da, die alten Gefühle, die alte schöne Liebe und ein ganz neues, übermächtiges Verlangen dazu. Ein Prachtmädel, Martha, daß sie tapfer durchgehalten und nicht weich nachgegeben hatte. Es lebten nur noch eine Hoffnung und eine Angst in ihm: Würde sie feinen Pfingstgruß erwidern? — Wenn nein, so würde er große Buße tun und spätestens am Samstag auf sie warten, mündlich, das beschloß er im Innern jetzt schon. Aber das würde nicht schön sein. Schon wohl auch, aber nicht s o schön, als wenn sie ihrerseits ... Denn das würde alsdann die wahre Liebe bedeuten, die nach nichts fragt. Liebe, die uns frei entgegenkommt. Aber Martha? Er seufzte und sah sich am Samstag doch wohl hingehen. „Kannst du mir nicht wieder gut fein, Martha?"
Das war gestern fein Gedanke gewesen. Gestern hatte er die Karte eingesteckt, heute mußte sie angekommen sein, morgen mar Samstag. Es war teuflisch, wie die Stunden langsam hinkriechen können. Nicht vor sechs Uhr war der Dienst beendet. Er würde dann leer und allein nach Hause gehen. Es war kaum anzunehmen, daß sie heut schon würde geantwortet haben können. Und morgen?
„Heil Hitler!" hörte er endlich. „Feierabend?" Paul, neben ihm, rief: „Mensch, mach' Schluß. Genug für heute."
Sie gingen dann auch gemeinsam hinaus.
„Martin", sagte jemand, eine weibliche Stimme, und voll von Freude, von Liebe, von stiller Abbitte. Gleich am Eingangspfeiler hatte sie gestanden, und seine Postkarte hielt sie in der Hand. „Liebling", sagte sie, und mehr noch, aber alles in dem gleichen Stile. Es war ihm peinlich, er wurde ungeheuer rot, er wollte dann wenigstens Paul verabschieden. Er wandte sich um...
„Ach, den laß man sausen", riet Martha, während sie sich in seinen Arm bereits wonnig wohlig einnistete, ganz wie früher, nur daß es heute tausendmal schöner anzufühlen war als früher.
128 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefien)
Skagerrak-Geist
Von Kapitän zur See a. D. Professor v. Waldeyer-Hartz.
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21.0! te't'n. Man konnte in eine ganz große Stimmung M Edelmut und Weichheit geraten und auf jeg-
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Eine Aufgabe lautete, durch Abfangen einer spa- icken Silberflotte Subsidiengelder einzutreiben,
3m Verkauf der deutschen Geschichte ist es nur ;en dazu gekommen, daß sich unsere Kraft auf e in größerem Ausmaße mit fremder Kraft hat ssen müssen. Am 30. September 1681 kreuzte em ^brandenburgisches Geschwader unter dem Kom- xndeur Thomas Alders beim Kap St. Vincent.
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felbst durch starke feindliche Uebermacht vom Kampf- einsatz, nicht abhalten lassen. Nach dem Weltkriege mürbe* viel darüber geschrieben, künftig gebe es nur, noch Materialschlachten, die Kraft des Ver» teidigers sei ins Ungemessene gewachsen. Das Deutschland Adolf Hitlers hat sich von solchen Irrlehren ferngehalten. Bei uns lautet die Losung nach wie vor: „Angreifen, selbst bei Unterlegenheit — nur der Mutige zwingt das Kriegsglück an seine Seite!"
Auch im großdeutschen Freiheitskampf ist die deutsche Flotte der britischen zahlenmäßig nicht gewachsen. In ihr hat aber der Skagerrakgeist stolzeste Belebung erfahren. Er hat unsere Schiffe zu Taten befähigt, die ihresgleichen in der Seekriegsgeschichte nicht finden. Und so wird vollendet werden, was sich bereits am 31. Mai 1916 deutlich abzuzeichnen begann — die Brechung britischer Vorherrschaft auf See!
verholter Mahnung hartnäckig schuldig blieb, latt mit der Silberflotte stieß Thomas Alders i: vierzehn spanischen Kriegsschiffen zusammen. e er selber nur vier Fregatten befehligte, konnte e Kampf von vornherein nicht auf Sieg durchgehen werden. Nach zweistündigem Artilleriegehl zog sich das brandenburgische Geschwader in Her Ordnung auf Lagos zuruck.
Um 17. März 1864 dröhnte vor Iasmund in der tjee stundenlang schwerer Kanonendonner. Unter fehl des Kapitäns zur See Jachmann war ein lußischer Verband in Stärke von drei Schiffen e gelaufen, um die dänische Blockade aufzulockern, n die Mittagsstunde kam es zum Kampf mit em mehr als zweifach überlegenen Gegner. Das ifche Flaggschiff wurde derart hart getroffen, i es aus der Linie fiel und zurückblieb. Die
war der Ausgang der Schlacht derart, daß sich die Admiralität in London erst am 2. Juni abends zu einer Bekanntmachung über den Verlauf des Kampfes entschloß. Man empfand das Ergebnis als „sehr wenig schmackhaft" und versuchte daher, den großen Erfolg der deutschen Flotte auf das Gleis technischer Ueberlegenfjeit zu schieben. Aber auch damit hatten die Herren in London kein Glück. Warf doch der „Manchester Guardian" die bange Frage auf: „Müssen wir uns noch einmal der furchtbaren Gefahr unterziehen, aus der mir nur durch Gottes Vorsehung gerettet sind'?"
Unser kurzer geschichtlicher Rückblick hat uns gelehrt, daß sich von jeher deutsche Tatkraft auf See
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sseroerdrängung gegen 33 500 Tonnen auf deut- r Seite. Eine 3,7fache Ueberlegenheit an Ge- ßgewicht benötigte hier aber mehr als vier nden, um das deutsche Gros — „Scharnhorst" „Gneisenau" — niederzuringen.
uch die Schlacht an der Doggerbank wurde am 3anuar 1915 unter dem Zeichen britischer ma-
„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie" — dies uns durch Bettina von Arnim bewahrte, stolze und zugleich schwärmerische Beethovenwort von 1810 mag am Anfang unserer Betrachtung stehen, da in ihm, wie mit dem vollen Akkorde einer Beethovenschen Symphonie, der Ton angeschlagen wird, den im Grunde alle deutschen Großmeister der Musik durchgehalten haben.
Ganz allgemein darf gesagt werden, daß Musik uns Deutschen etwas Anderes, Tieferes, Heiligeres bedeutet als wohl den meisten anderen Nationen, und dieses Unterschiedes wird man sich gerade bann doppelt eindringlich bewußt, wenn Krieg die Grenzen sperrt und die Trennlinien verstärkt. Ferruccio B u f o ni hat das einmal auf die Formeln gebracht: die anderen Völker „hören gern oder ungern Musik", der Deutsche verlangt ein besonderes Musikalischsein, ober wenn er für unmusikalisch gilt, so ist es, als fehle feiner Seele ein wesentliches Organ, für bie anbern ist Musik vor allem ein „gesellschaftliches Vergnügen", bas gewiß mit höchstem Eifer genossen werben kann, für ben Deutschen ist sie eine „Staatsangelegenheit", eine Sache „auf Tod und Leben", die andern verlangen, daß eine Musik schön sei und halten deutsche Musik leicht für eine allzu „gelehrte mühselige" Angelegenheit, der Deutsche hingegen läßt sie nur gelten, wenn sie tief ist, — und schilt die bloß schöne gern als oberflächliches Geklingel. — Dabei stand Busoni selbst spöttisch mehr auf dem außerdeutschen als dem innerdeutschen Standpunkt und belächelte unsere „Dimensionen der Tiefe" als eine Art pedantischen Halbunsinns. Gewiß kann diese unsere Anforderung an Sinngehalt zu weit gehen, kann zu einer Art Unart auswuchern: eine von Weltanschauungsideen allzu belastete Musik, die vor Grübelei und Tiefsinn, vor lauter Drang nach Charakteristik häßlich und vor lauter gedanklichen Verknüpfungen unverständlich wird, hat nur auf kurze Zeiten der Volksfremdheit Anziehungskraft auszuüben vermocht und wird auch bei uns auf die Dauer nicht Geltung behalten. Gleichwohl: gedankenloser Schönklang steht bei uns noch fast geringer im Kurs, um nicht zu sagen: in mehr ober minber scharf ablehnenber Verachtung — wenigstens was bie „hohe" Kunst betrifft. Aber auch schon unsere doch meist ziemlich schroffe Zweiteilung in hohe Kunst unb bloße Amüsiermusik, bie bis in bie finanziellen Untertreibungen bes staatlichen Urheberrechts hineingreift, ist in diesem Grade eine deutsche Besonderheit, die tief in unsere nationalen Mufikanschauungen hineinblicken läßt.
Woher stammt nun eine solche Meinung über die Musik? Wenn nicht alles täuscht, ist schon in der Auffassung der alten Germanen etwas von diesem ernsten Anspruch zu verspüren, ist doch bie Musik in ben ältesten Märchen unb Sagas ein Zauber, ber verwunschene Schlösser ans Licht zieht, der Segen heilkräftig begleitet, der gottesdiestlichen Handlungen (nicht bloß als därnonenverscheuchender Lärm) zugeordnet ist, Giftschlangen vom Biß abhält unb bie Sterne tanzen macht. Sonne und Mond tönen, Licht „trompetet und posaunet", unb bies nicht erst bei Goethe ...
jtire seinen fähigsten Abmiral unb zwei seiner iuzplatis jti ksten Schiffe entsandt, um bie Scharte von Co- |B el auszuwetzen. Auf englischer Seite stauben
Solange im wesentlichen nur Vokalmusik nachprüfbar ist, wirb bereu Sinn naturgemäß weit- gehenb vom Text beeinflußt, unb zweckhaft gebun- bene Tanz- unb Marschmusik läßt sich nicht viel für ben Gesichtspunkt bes absoluten Werts ausschöpfen. Sobalb bagegen selbständige Instrumentalmusik in reicherem Umfang nachgeprüft werben kann, also etwa seit ber Mitte bes 16. Jahrhunberts, tritt ihr „seelischer Gehalt" bei uns Deutschen als wesentlich in Erscheinung. Der Großmeister Josquin Des- p r e s, ein Flame, ber eigentlich „Joske Van be Selbe" geheißen haben mag, hat ben Gebauten erstmals ausgesprochen, baß es eine „besondere Musik" (Musica riservata) gebe, bie nicht bloßes Formenspiel in Tönen barstelle, sondern geheime menschliche Bindungen besitze, und bezeichnenderweise ist es wieder ein Flame, der diese Lehre in Nürnberg 1555 veröffentlicht, Adrian Petit C o c 1 i ° c u s, ein Schüler des Josquin — übrigens ein sehr abenteuerlicher Mann, den auch Herzog Albrecht von Preußen in Königsberg ein paar Jahre lang beschirmt hat.
Der (Sebartfe entstammt, wie so viel Gutes in ber Renaissance, bem griechischen Altertum, es ist im Grunbe bie Auffassung Platos vom staatserzieherischen Ethos ber dorischen Musik. Die zweite Hauptwelle bes deutschen Humanismus, die von Winckel- mann zu Gluck führt, läßt ihn abermals aufleben, und nun ist vor allem Beethoven derjenige gewesen, der ihn in seinen Jnstrumentalwerken (Symphonien, Sonaten, Quartetten) auf das genialste verwirklicht hat, indem er sie zu Trägern zwar nicht von Programmen — dies nur ausnahmsweise —, wohl aber von elementaren Ideen, von wenigen menschlichen Grundphänomenen erhob. Man darf sagen, daß seitdem der Anspruch ber Deutschen an ihre Musik, sie müsse „menschlichen Gehalt", sittliche Durchdrungen- heit, seelische Trostkraft besitzen, nicht mehr stumm geworben ist. Mag auf ber einen Seite eine mehr extreme Richtung über Liszt unb Richarb Strauß ber Illustrationsmusik, der greifbar „programmatischen" Tonmalerei gehuldigt haben und sich darin mit der pittoresken Verstandsmusik der Franzosen berühren oder eine mehr formalistische Richtung über Brahms, Bruckner, Reger das „rein Musikantische" dem italienischen Standpunkt angenähert haben, so ist eine mittlere Linie, die etwa von Beethoven über Schumann und Wagner zu Pfitzner verläuft, als die vorbezeichnete zentraldeutscheste zu betrachten.
Selbstverständlich sind das Vereinfachungen, die nicht mißverstanden werden dürfen, als wollten wir einem Liszt und Strauß, einem Brahms, Bruckner, Reger ufro. die Deutschheit irgendwie bestreiten oder nur teilweise in Frage stellen. Auch bei jedem von ihnen läßt sich sogar die gegenteilige Musikauffassung 'spurhaft belegen, jeder von ihnen hält, auch noch anderen als ihren speziellen Hausästhetiken vollauf stand — darauf beruht nicht zuletzt bie Breite ihrer Meisterschaft, die Tiefe ihrer Auswirkung. Aber es ist boch wesentlich, zu beachten, bei welchem von ihnen ber Beethovensche Stanbpunkt der allgemein menschlichen Ideengehalte sich am geradlinigsten fortgeerbt zu haben scheint. Unterbewußt haben bie
oller Ueberlegenheit durchgefochten. Deutscher- s behaupteten sich 90 400 Tonnen Wasserver- igung unb 10 000 kg Geschoßgewicht der Brestleit n der schweren Artillerie gegen 132 000 Tonnen mt 20 000 kg beim Feinde. Die Engländer brachen
Kampf ab. Und „Sortiere della Sera" schrieb als schon: „Die deutsche Marine hat in ber I«, obwohl sie erst in unseren Tagen entstand, II Beweis erbracht, baß sie eine Schulung des ptrscmals zu ereichen wußte, bie berjenigen gleich- mt, bie bie englische Marine aus einer Erring Jahrhunderte alter Kämpfe unb von dem laren Charakter des Landes geerbt hat."
Unb bann kam der Skagerraktag am 31.Mai 1916? ihm triumphierten beutfche Manneszucht, deut- Ausbildung am Geschütz unb an ber Maschine, äsche Gefechtstaktik unb beutscher Angriffsgeist jnliner Weise, bie die Anerkennung des italieni- p Blattes noch weit hinter sich ließ. Dabei Md auch am 31. Mai 1916 die materielle Ueber- nheit ausgesprochen auf britischer Seite. Ad- Jphl Scheer hatte 22 Linienschiffe, 5 Schlacht- iimzer, 11 Kleine Kreuzer und 62 Zerstörer ein-- IflHtzen. Die britische Grand Fleet zählte hingegen
Linienschiffe, 9 Schlachtkreuzer, 8 Panzerkreuzer, Mleine Kreuzer und 81 Zerstörer. Trotzdem
Wen. ----- । |iunc ^uujiuicnyciuei trui.juutiutn,
Spaniens Krone bem Großen Kurfürsten trotz
|zvi Schlachtkreuzer, drei Panzerkreuzer unb ein iner Kreuzer mit insgesamt 71000 Tonnen
irtag: ,ußer Miete! | -ang: icio * J 90 bis M Ml jtfeiertag: ußer Miete* Male:
M
Leban । 90 bis 3.^1
bis 8.* 19.30-»*!
Was ist uns die Musik?
Von Profefjor D. Dr. Hans Joachim Moser.
| ken britischen Gegner bei Coronel aufs Haupt. ■ rfzig Minuten insgesamt waren erforderlich gc- n en, um bie Linie bes Feinbes zu zerschmettern. ■ i 8. Dezember folgte der Falklandtag. England
;ehen unb für beide Feiertage eine ganz genau ^ijriebene Vorerwartung haben. Die sich hoffent- ie Dann auch erfüllt, unberufen!
Hiber den Zank konnte man so und anders
Wozu ist Pfingsten da?
fe Liebesgeschichte von Felix Riemkasten.
.Fröhliche Pfingsten", schrieb er, „wünscht Dir ftht Martin." Abgebilbet auf bpr Karte war ein Menzweig, der so freudig überzeugt leuchtete, tfc müßte es über Pfingsten unbedingt schön sein iub bleiben. Diese Karte sandte er ab.
des alles hört sich einfach und simpel an, aber in tiefem Falle war es eine diplomatische Aktion m großer Bedeutung. Sie hatten sich nämlich zu öe n erst kennengelernt, Martha unb Martin, Platte ausgesehn wie ganz große Liebe, es halte siü auch so angefühlt, unb bann — plötzlich — M:n sie sich gezankt, und so saß er nun und wußte »ihl, was für ein Pfingsten bas werden würde. & sibt zweierlei Pfingsten. Das eine ist mit der ^’unft verwandt, mit Mannsleuten, Familie und lire n ärgerlich ziellosen Vergeuden des Tages unb W»id)önen Lebens. Das anbere bedeutet, daß mir ifä am Morgen schon mit Pfeifen unb Singen
he schaftH erständlicbn ien Preislagen lg) eugnisse. Sie nblickln die
ußischen Schiffe liefen unbehindert nach Swine- nde ein; „Arcona" mit fünf, „Nymphe" mit stehn Treffern im Rumpf.
anach gab erst der Weltkrieg ber deutschen tte Gelegenheit, im Geschwaderkampf Proben » , ;r Tüchtigkeit abzulegen. Am 1. November 1914 jftig da ostasiatische Kreuzergeschwader unter Ä i Befehl des Grafen Spee einen nahezu gleich
st ithes „Recht" verzichten, um sich dafür rein, auf jr3tellW' .. !?iibj zu besinnen... Man könnte in solcher Stirn» n:nj Lust verspüren, einen ausführlichen Brief 'N Nartha zu schreiben, direkt einen Liebesbrief, das nicht", warnte ihn Paul, fein Freund.
W kommst damit auf einen Platz so weit hinten, du bei ihr nie wieder .nach vorn aufrücken Wt. Laß sie mal 3 u e r ft schreiben."
00 etwas leuchtet uns ein. Er schrieb also ben ||epl: nten Brief nicht unb kam sich wie ein Mann ’cr. Inzwischen war Pfingsten näher herangerückt. j$ine Karte ist noch lange fein Brief. Man kann iOlann sein unb trotzdem klug.
^zwischen hatte Freund Paul die Sache längst i n die Hand genommen. „Ich möchte mich nicht drängen", sagte er zu Martha, „aber wenn ich |1 Hs Vermittler dienen kann —? Ich diene gerne.' sfr liihlte dann, wie er von Minute zu Minute l'pier mehr ein Diener der guten Sache wurde.
1 st Durde feurig unb rebete ihr so lange zu, bis l'e es einsah. Demnach war Martin es nicht wert.
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Gorch Fock starb vor 25 Jahren den SecmannsfoB Am 1. Juni jährt sich zum 25. Male der Todestag des am 22. August 1880 in Finkenwerder an ber Waterkant geborenen deutschen Dichters Gorch Fock, dessen Familienname Hans Kinau war. Sein bedeutendstes Werk „Seefahrt ist not" ist heute überall bekannt, wo die deutsche Stimme klingt. Seine Liebe zur See unb sein Kampf für eine große deutsche Seefahrt wurde sein Schicksal. In der Seeschlacht am Skagerrak fand er auf dem untergehenden Kreuzer „Wiesbaden" den Heldentod.
großen vorbeethovenschen Meister, wie Schütz, Bach, Händel, Haydn, Mozart dasselbe gewollt, wenn es sich auch häufig mehr in religiösen oder gesellschaftlich als in philosophisch-humanen Formen kundgetan hat.
Erwägt man dies alles, so ergibt sich, daß deutsche Musik auf Deutsche auch eine ganz andere seelische Rückstrahlungskraft besitzen muß als anderswo auf andere. Schon in der Geselligkeit — denn nicht nur „schwere Konzertmusik besitzt diese geheime Besetit« heit bei uns, sondern auch fröhliche, leichte Musik, soweit sie nicht bloßes Jndustrieerzeugnis darstellt, sondern aus wirklicher Künstlerschaft erwachsen ist. Da hat schon Luther ein köstliches Wort geprägt: „Alle anderen Zeitvertreibe gehen darauf aus, dcn Gegner mattzusetzen und enden so leicht bei Zank und Streit — die Musik dagegen beruht darauf, daß alle Teilnehmer sich gegenseitig ins freundlichste Einvernehmen zueinander setzen." Sie bezeugt also eine fittigenbe, reinigende Kraft schon in der Ebene der bloßen Unterhaltung. Wieviel stärker wohnt solche Gabe in den Gipfelwerken deutscher Tonkunst! Wieviel verkrampften Grimm unb geballten Schmerz hat sie linbernb und sänftigend erlöst, sei es durch die den Herzensbrand löschende Träne, sei es durch Erhebung über bie Unvollkommenheiten unb die tausend Quälereien des Alltags. Vielleicht sind es M 0 z li r t und Beethoven, Schubert unb Bruckner, denen am stärksten diese Fähigkeit innewohnt, uns hinaufzutragen in die Sternenwelt der ewigen Ideen.
IGut ausgenutzt ist auch gespart«
Wer sparen und zugleich eine bessere Wirkung erzielen will, soll den Herd nur dann putzen, wenn die Herdplatte noch handwarm ist, nicht kalt und auch nicht zu heiß» Es putzt sich dann leichter und sparsamer,
WEEN Herdputzpulver
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2 ist gut und ausgiebig.
„Unb zu Pfingsten unternehmen wir was?" fragte, sie eifrig. „Ja?"
„Klar", rief er in seinem Glück, „wozu ist Psingi sten denn da?"
Oer fremde Freund.
Der O-Zug brauste nach Osten, die Vierecke bet Aecker und Felder wurden größer, die Wälder dichter, ■ unberührter. Man glaubte den Geruch von Erde, moderndem Holz und ganz jungem ©ras zu spüren, den Geruch des Frühlings.
Ich mußte in Thorn umsteigen und wartete im Gang bei meinem Gepäck. Daß Thorn drei Bahnhöfe hat, erfuhr ich erst jetzt und hatte mich dahee auf meinen großen Koffer gefetzt in dem Bewußtsein, daß es wohl noch ein Weilchen dauern würde, ehe ich aussteigen konnte. Nun nahm ich mir auch die Zeit, mich umzusehen. Ich saß inmitten einer Menge Menschen, die genau wie ich warteten. Ein paar Soldaten, vom Urlaub zurück, ein paar Zivilisten und mitten drin ein Hund, ein braungefleckter Hühnerhund. Er saß ganz brav neben feinem Herrn und starrte auf die vielen Beine rings um ihn.
Wir fuhren eine gute Strecke so, und ich be- betrachtete den Hund. Seine goldbraunen Augen gefielen mir, die graubraune Franse ber Brauen, bie sie fast verdeckten, und fein schöner, kräftiger Wuchs. Plötzlich drehte er den Kopf zu mir unb sah mich an. Ich erwiderte feinen Blick und hielt stumme Zwiesprache mit ihm.
„Ja", sagte ich, „du bist ein feiner Hund! Ein ganz feiner Hund!" Er stand auf, setzte sich neben meine Füße, mich unverwandt mit großen, klugen Augen anblickend. Und dann legte er seine braune Pfote auf meine Knie, sehr behutsam, aber ganz selbstverständlich. Ich nahm diese Pfote, bie mir gereicht würbe und streichelte mit ber anberen Hanb seinen Kopf, bis der Zug hielt.
Ein kurzer Ruf: „Karo!" Ein schnelles Aufsprin- gen, unb Karo staub auf bem Bahnsteig. Aber im Laufen wanbte er noch einmal seinen Kopf zurück unb sah mich mit einem letzten Blick aus feinen gelbbraunen Augen an, bann war er verschwunden.
Sein Herr hatte nichts von allem gesehen. Karo und ich hatten die Begegnung ganz für uns allein, und nachdem er im Gewühl ber Reisenben untergetaucht war, schien es wir, als hätte ich einen Freund verloren. Christine Großmann.


