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General-Anzeiger für Gberhessen ^?ieften?5ch,l»raße7-y
Matsuoka auf der Fahri nach Rom
j ®cr japanische Außenminister am Brenner von einer iialienischen Sondermiffion begrüßt
ie letzten Tage in -er Reichshauptstadt
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geschmückten Bahnhof zu werfen. Dann setzte der Zug langsam in Bewegung.
Das Programm des römischen Besuchs.
to m, 29. März. (Europapreß.) Nach dem für !' Aufenthalt des japanischen Außenministers in
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Ibn in großen japanischen Lettern unter den vor- Wcackten Text.
Japan ist aus der Hut.
Japanische Betrachtungen zur strategischen Lage im Pazifik
bfltrtn Geiste der herzlichen Freundschaft, die beide !Bi)'er verbindet, geführt wurde und bei der auch Wneinsam interessierende wirtschaftliche Fragen Wandelt wurden, fand ein Empfang im fiel« iiitr Kreise statt. Neben dem japanischen Gast nah«
Mm Brenner, 31. März. (D)1B. Aunkspruch.) pi Sonderzug mit dem japanischen Außenminister Mnilf uofa ist heute vormittag 6.40 Uhr a m I Iren ner ci n g e I r o f f en. An der mit den jonischen, italienischen und deutschen Fahnen ge- jdiriidlen Grenzstation hatte sich eine Sonder- fl ision aus Rom dngefunben, um den japa- »ichen Außenminister zu begrüßen. Desgleichen [ter der japanische Botschafter in Rom hn japanischen Außenminister zum Brenner ent- | §kungefähren. Nachdem Matsuoka sich von der Üorbnung des Reiches verabschiedet hslle, nahm der Zug um 7.14 Uhr feine Fahrt
ji 5 dem mit Kirschblütenzweigen und roten und Hoi*n Hortensien reich geschmückten Mosaiksaal des kä'^hauses der Reichsregierung trug sich Matsuoka in ns Goldene Buch der Stadt Berlin ein. In der . .. llp ’ des Saales war ein kostbarer Empireschreib« ^7-:. - aufgestellt, und auf ihm lag der große Leder« PrH 0 ' bn mit dem Stadtwappen. Staatsminister Dr.
l ptflner als Hausherr und Bürgermeister Steeg IJJ oM i p n anwesend Matsuoka erklärte, daß er seinen "’S bjmthalt in Berlin für immer in schöner Erinne« liN®’ JIpi behalten werde. Dann zeichnete er seinen Na«
Freitagabend weilte der japanische Außen« Matsuoka beim Verein der Japaner in in der Kaiserallee. Matsuoka spricht hier der Begrüßung zu den deutschen Rund« ______ Am Mikrophon Hugo Landgraf. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Zn Potsdam.
in letzten Tage seines Berliner Aufenthaltes M' Außenminister Matsuoka mit seiner lr-ung der Stadt Potsdam einen Besuch ab. fahrt, auf der Außenminister Matsuoka vom t der Präsidialkanzlei, Staatsminister Dr. i; ner, und dem deutschen Ehrendienst de- M wurde, ging durch den Berliner Tiergarten, ^«runewald, vorbei am Olympia-Stadion, am hi*e und am Schloß Pfauen-Insel an den H '-en nach Glienicke und weiter nach Potsdam.
Ort des deutschen Lufteinsatzes zu erscheinen. Zwei verschiedene Wege — ein Ergebnis!
„Von der Seefahrt nach England genug."
Vervierfachte Reisedauer vom La Plata nach England.
Montevideo, 30. März. (Europapreß.) Die Gefahren und Unannehmlichkeiten einer Schiffsreise vom La Plata nach England schildert in der hiesi« gen englandfreundlichen Zeitung „El Plata" der uruguayische Staatsbürger Alfonso Acosta. Statt sechs Wochen für den Hin- und Rückweg braucht man jetzt für eine solche Fahrt nicht weniger als sechs Monate.
Acosta verließ Rosario (Argentinien) an Bord des griechischen Dampfers „Pantelli" am 1 3. Sepie m b e r vorigen Jahres und kehrte erst jetztnach Uruguay zurück. Zuerst mußte sein Schiff lange Zeit warten, dis ein Geleitzug aus zwanzig Schiffen gebildet war, aus dem bann trotz starker Bewachung vor der irischen Küste zwei Dampfer durch deutsche Flugzeuge oer- en ft wurden. In Liverpool erlebte Acosta einen schweren deutschen Luftangriff, in dessen Verlauf auch zahlreiche im Hafen liegende Schiffe versenkt wurden. Seine Rückreise begann i m Dezember von Eardisf aus. Wiederum wurde ein G e l e t t z u g gebildet, aus dem ein Dampfer durch ein deutsches U Boot herausgeschofsen wurde. Nach nur achttägiger Fahrtdauer wurde der Geleitzug aufgelöst, und die Schiffe setzten ihre Reise getrennt fort. Zusammenfassend erklärte Acosta nach diesen Erlebnissen, er habe von der Seefahrt nach England genug.
dent, daß die japanische Regierung die nordamerikanischen Vorbereitungen nicht mit verschränkten Armen angesehen hätte. Die Nordamerikaner müßten, bevor sie zu dem Ort eines entscheidenden Seetreffens gelangen könnten, eine Fahrt von 5000 Meilen zurücklegen. Westlich des 180. Meridians würden mindestens einige der nordamerikanischen Schice schon Opfer der ja- jonischen schnellen Einheiten geworden sein. Im Augenblick des Treffens aber wurden sich die Nordamerikaner weit von ihren Stützpunkten entfernt befinden, was sehr zu ihrem Nachteil ausgehen könnte.
Den Beitrag der Engländer für die angelsächsische Zusammenarbeit schreibt Ono nicht sehr hoch an. Italien halte die Hälfte der britischen Flotte im Mittelmeer fest. England würde durch Abzug von Einheiten seine Stellungen in Afrika und im Mittleren Osten gefährden. Hongkong und Colombo auf Ceylon hätten heute an Bedeutung verloren, die britisch-nordamerikanische Zusammenarbeit könnte sich nur auf S i n g a - pur stützen. Aber bei all seinen starken Anlagen leide Singapur an mangelnden Nachschubmöglichfeiten. Wenn die Malaiische Halbinsel von einem Heer abgeschnitten und die Straße von Malakka blockiert würde, wäre die Berteidigung Singapurs äußerst schwierig.
Zum Schluß stellt Ono nach Unterstreichung der grundsätzlich friedlichen Absichten Japans fest: Wenn die USA.-Flotte ihre Stützpunkte verlassen und sich über den 180. Meridian hinaus nach Singapur begeben sollte, würde der Status quo im P a« zifik dermaßen gestört, daß auch Japan sich nicht mehr verpflichtet halten würde, den Status quo in Ostasien zu achten.
England braucht mehr Flugzeugträger.
Rom, 30. März. (Europapreß.) Um die beutfefjen Luftangriffe gegen die englischen Geleitzüge wirk- sam abzuwehren, sollen Flugzeugträger das einzige Mittel sein, schreibt „Popolo bi Roma" Der Engländer Creßwell habe den englischen Bedarf an Flugzeugträgern auf der Grundlage des Jahres 1918 auf mindestens zwölf solcher Schiffe angegeben, um jeden Geleitzug auch Dur* diese Sicherung begleiten lasten zu formen. Fünf Flugzeugträger von den insgesamt acht der englischen Marine zu Verfügung stehenden würden jetzt den Mittelmeer st reitfräften zu geteilt, so daß für den Atlantischen Ozean und die übrigen Weltmeere nur drei übrigblieben. Das zeige, daß England, wenn es sich auf der einen Seite decken wolle, sich an anderen Stellen entblößen müsse. Während die deutsche Luftwaffe in wirksamer Weise gegen die englischen Schiffe eingesetzt werde, legten die italienischen Streitkräfte Die britischen Flugzeugträger fest und hinderten sie, am
Aei Reichsmarschall Göring in Karinhall.
»Reichsmarschall Göring empfing am Samstag |b japanischen Minister des Aeußeren Matsuoka in Wi nhall Noch einer längeren Unterredung -Wj ü Anwesenheit des deutsche Botschafters in Tokio,
Nom vorgesehenen Brogramm wird Matsuoka am Dienstagvormittag sich in die im Quirinal auf« liegende ^öesucherliste eintragen und das Grab des Unbekannten Soldaten, die Grabstätte der italienischen Könige im Pantheon und das Mal der gefallenen Faschisten ehren. Um 11 Uhr wird Matsuoka vom König und Kaiser in Audienz empfangen werden und im Quirinal frühstücken. Nachmittags werben im Palazzo Chigi und im Palazzo Venezia die ersten Aussprachen mit Außenminister Gras Ciano und dem Duce stattfinden. Dann wird Graf Ciano zu Ehren seines japanischen Kollegen im Scyachklub ein Abendessen geben. Am Mittwochvormittag wird der japanische Außenminister die Baudenkmäler von Rom besichtigen und im Klub der Wehrmacht an einem vom Duce gegebenen Frühstück teilnehmen. Am Nachmittag wird Matsuoka einer sportlichen Veranstaltung Der Jugendorganisation im Forum Mussolini beiwohnen. Für den Abend ist ein Empfang in der japanischen Botschaft vorgesehen. Am Donnerstagvormittag erfolgt die Abreise Matsuokas von Rom.
Dort wurden die Gäste vor der Garnison- k i r ch e von einer großen Menschenmenge mit jubelnden Zurufen empfangen. Arn Eingang der Kirche entboten Oberbürgermeister Generalmajor z. V. Friedrichs, Stadtkommandant Oberst von Wulfsen und der G e i st l i ch e der Garnison« kirche dem Gaste ein herzliches Willkommen. Feierliches Glockenspiel erklang, als die Gäste das Gotteshaus betraten. Der Stadtkommandant berichtete über die Geschichte der Kirche. Unter Orgetklängen betrat Matsuoka allein die Gruft, um die großen Toten nach japanischer Sitte durch tiefe Verbeugungen und einigen Minuten des Schweigens zu ehren. Nachdem Der Minister sich in das Goldene Buch der Garnisonkirche eingetragen hatte, ging die Fahrt weiter nach Sanssouci, an der historischen Mühle vorbei. Hier übernahm der Direktor der staatlichen Schlösser und Gärten, Gall, die Führung. Die Räume boten im Schimmer der Kerzen einen bezaubernden Anblick. Der Gast besichtigte mit Interesse die mit erlesenen Kunstwerken, Meisterstücken zeitgenössischer Malerei und kostbaren Porzellanen ausgeschmückten Räume, vor allem die kostbare Bücherei des großen Königs, lieber die Terrassen mit den noch vom König selbst angelcg«
Europäische Wirtschaft im Aufbau.
Daß Deutschland es verstanden hat, durch den Tauschverkehr die Kontrolle Der internationalen Finanzmächte und den gewinnbringenden kapitalistischen Zwischenhandel weitgehend auozuschalten, können uns die angelsächsischen Blutokraten nicht verzeihen. Gerade durch die englische Blockade der europäischen Küsten hat sich dieser so gefürchtete Tauschverkehr weiter ausgedehnt und allmählich zu einer Wirtschaftsordnung geführt, die kapitalistische Konjunkturschwankungen immer mehr ausschaltet und damit auch das internationale Allleihegeschäft, von dem in der .Hauptsache die Juden in London und Neuyork profitiert haben, zum Erliegen gebracht.
Auf der anderen Seite bot diese neue Wirtschaftsordnung den nationalen Volkswirtschaften der europäischen Länder die Gelegenheit, ihre heimische Wirtschaftskraft zu stärken. Dies hat sich in diesen Wochen sehr eindrucksvoll aus der Reichs- messe in Leipzig und auf den Messen in W i e n und Prag gezeigt, wo nicht nur die kolos. sale Kraft der deutschen Wirtschaft mitten in hem une aufgezwungenen Entscheidungskamps zur Geltung kam, sondern auch die Leistung vieler anderer Volkswirtschaften eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden konnte. 18 Länder waren in Leipzig mit ihren Erzeugnissen vertreten und die gegenseitigen Geschäfte, die abgeschlossen werden konnten, werden in dem einen und in dem anderen Land manche Versorgungslücke schließen. Geradezu bewundernd standen die ausländischen Besucher vor den Pavillon» der deutschen Verbrauchsgüter- und Maschinenindustriell, die durch Die überraschende Fülle ihrer Angebote bewiesen haben, daß die deut- |d)e Wirtschaft trotz aller Schwierigkeiten Im letzten Winter aus dem Posten gewesen ist und sich in den Stand gesetzt hat, auf vielen Gebieten bisher für unentbehrlich gehaltene außereuropäische Einfuhrwaren zu ersetzen. Deutschlands Wirtschaftskraft ist vor ganz Europa überzeugend unterstrichen worden. Unter den Besuchern Der Reichomesse und der beiden anderen großen Messen haben sich auch zahl- reiche französische Industrielle und Kaufleute befunden. Schon vorher ist durch den Abschluß des deutsch • französischen Verrechnungsabkommenv der Hanoelsverkehr zwischen den beiden Ländern wieder in Gang gefommen. Bon deutscher Seite aus sind viele Aufträge durch eine Sanunelftelle in Paris, an die französischen Behörden und von da an die Jndustriekreise herangebracht worden. Inzwischen hoben nun auch Rohstoffbesprechungen siattgefunden, weil von einer befriedigenden Regelung der Rohstoffversorgung die Wiederingang- setzung der französischen Industrie abhängig ist. An- aestrebt wird eine Zusammenarbeit zwischen den beiderseitigen Nohstoffstellen, was durch die Grün- düng besonderer Arbeitsausschüsse erreicht werden soll.
Bei einer Betrachtung der Leistungsfähigkeit der französischen industriellen Wirtschaft muß zunächst berücksichtigt werden, daß Frankreich seine wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland weitgehend eingebüßt hat. In der französischen Wirtschaft muß deshalb eine Umstellung auf den f o n tinental-europäischen Markt und auf solche Waren stattsinden, die von Frankreich leicht herge- stellt werden können und deren Produktion eine Entlastung und Stärkung der gesamt-kontinentalen Wirtschaft bedeuten. Frankreich hat außer der Vereinbarung mit Deutschland bisher seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Italien, Spanien, der Schweiz und Belgien geregelt. Schon heute farm cftgeftellt werden, daß insbesondere durch die deut- chen Auftrage in manchen Industrien Vollbeschäfti- ;ung herrscht und daß auch die Umstellung auf Dielen Gebieten gelungen ist.
Im Rahmen dieser wirtschaftlichen Zusammenarbeit fonntc am 16. Februar in Paris Der „Salon Technique et Industriel Alle- m a n d" eröffnet werden, durch welche Einrichtung die französischen Industriellen auf solche Erzeugnisse ausmerfsam gemacht werden, Die man in Äon- tinentaleuropa braucht und deren Absatz feine Mühe bereiten dürfte. Es werden den französischen Wirtschastsfreisen Produfte gezeigt, die in Deutsch.
j j m hieran die Herren der japanischen Delegation ' ,M der japanische Botschafter Generalleutnant K । 101 i m a sowie Mitglieder der japanischeü Bot- a’5f je, teil. Von deutscher Seite waren bei dem i8trauei5 jang u Q ^wesend Generalfeldmarschall Kes - Kl'ing, die Generalobersten Übet und Kel - Hl der General der Flieger Ieschonef, Gene- Hliutnünt B o d e n s ch o tz, ferner die Staatssekre- »( Körner und Neu m a n n , Generalforst- Mer Alpers, der deutsche Botschafter in Tokio C: sowie Ministerialdirektor Staatsrat Wohl- Mi Botschafter S t a h m e r, ^-Oberführer S t e n- jn„ Gesandter Korbt und Oberst M a tz k y, der He des Protokolls Gesandter v. Doernberg, Wmdter Schmibt, Gesandter Hewel sowie ^ hörige der näheren. Umgebung des Reichsmar-
ten Gewächshäusern ging es bann in den Park, dessen gärtnerische Gestaltung sich Außenminister Matsuoka eingehend erläutern ließ. Dann bestiegen die Gäste wieder die Wagen, um das dyinefi che TeelMis, die römischen Bäder, den Freundschasts- unb den antiken Tempel und endlich das Neue Palais zu besuchen. Hier wurde der Außenminister durch Reichsaußenminister von Ribbentrop begrüßt.
Herzlicher Abschied von Berlin
Am Sonntagnachmittag verließ der japanische Außenminister die Reichsyauptstadt und trat seine Weiterfahrt nach Rom an. Gegen 16 Uhr holte der Retchsminister des Auswärtigen von Ribbentrop Außenminister Matsuoka vom Gästehaus der Reichsregierung, Schloß Bellevue, ab, um ihn zum Anhalter Bahnhof zu begleiten. Vom Schloß Bellevue, durch den Tiergarten, über den Pariser Platz, die Wilhelmstraße herunter, über den Wilhelms- platz bis zum Anhalter Bahnhof standen unüber- fehbare Massen. An der Ecke Hedemannstraße war ein Fanfaren- und Musikzug des Reichsarbeitsdienstes, auf dem Bahnhofsvorplatz die Ehrenkompanie der Wehrmacht aufmarschiert. Den Eingang zum Anhalter Bahnhof hielten BDM. und Hitler-Jugend besetzt. Auf dem Bahnsteig selbst hatten sich mit den Vertretern der Reichsreigerung und den führenden Männern aus Partei und Wehrmacht das Diplomatische Korps, die Mitglieder der japanischen Botschaft und der japanischen Kolonie eingefunden. Nachdem der japanische Außenminister die Front der Ehrenkompanie abgeschritten hatte, betrat er unter stürmischen Heilrufen das Bahnhofsgebäude, wo ihm die deutsche Jugend eine herzliche Ovation bereitete. Auf dem Baynsteig selbst, dessen Ausschmückung im Lichte der Scheinwerfer wieder einen zauberhaften Eindruck vermittelte, verabschiedete sich Außenminister Matsuoka durch einen herzlichen Händedruck von allen zu seinem Abschied erschienenen Vertretern des Großdeutschen Reiches. Unter dem Schnellfeuer der Kameramänner verweilte er noch einige Augenblicke in angeregtem Gespräch mit dem Reichsaußenminister und bestieg bann mit feiner Begleitung und bem beutschen Ehrendienst den Sonderzug. Matsuoka trat sofort an das Fenster seines Wagens, um nochmals einige Worte des Abschieds und des Dankes an den Reichsaußenminifter zu richten und noch einen Blick auf den herrlich
Rom, 30. März. (Europapreß.) Im „Mestag- gero" vom Sonntag untersucht der römische Be- richterstatter der Tokioter Zeitung „Nicht N i ch i", Shichiro Ono, die strategische Lage im Pazifischen Ozean. — Durch die Erklärungen Roosevelts über die H i l f e l e i ft u n g der USA. für Tschiang- kaischek und die Ausführungen des Senators Wheeler, daß die 13 Australien und Neuseeland be- suchenden nordamerifanischen Kriegsschiffe zur Verstärkung des britischen Stützpunk« tes Singapur bestimmt seien, fei Japan im gegenwärtigen Augenblick zur äußersten Wach- famfßit verpflichtet.
Ono untersucht dann die Möglichkeiten des norlh amerikanischen Kriegsschisfsbaues sowie die Bedeutung der nordamerikanischen Flotten- stützpunkte im Pazifik, und zeigt die schwachen Stellen der Amerikaner auf. Die Nordamerikaner könnten wohl nach ihrer Eisenerzeugung und ihren Geldern den Bau von 400 Einheiten planen, je doch fehlten ihnen die notwendigen Industrie-Anlagen und gewisse Roh- taffe. Die befohlene Erweiterung der Schlacht- chiffswersten würde nicht vor 1 9 4 2 beendet ein. Außerdem fehle es den USA. an ausgebildetem Personal. Im Jahre 1940 hätte die USA. Marine einen Effektivbeftand von 176 000 Mann gehabt. Wenn aber alle geplanten Neubauten voll- endet fein würden, brauchten sie 460 000 ausgebildete Seeleute und Flieger.
Ono weist dann daraus hin, daß nach der Voll- enbung der in Gang befindlichen Erweiterungsbauten des Panamakanals Japan damit rechnen müsse, daß auchdie Atlantikflotte der USA im Pazifik auftreten könnte. Nicht nur die Haltung des nordamerikanischen Präsidenten, sondern auch die des neuen Oberbefehlshabers Der Flotte, Admiral Kimmel, fei japanfeindlich. Das zeiae sich auch in der Anlage der nordamerikanischen Lust st ü tz p u n f t e. Da, abgesehen von Den Stützpunk ten an der Westküste der USA., die anderen nur von Wasserflugzeugen benutzt werden könnten, so fei bann einer ber f chw achen Punkte ber nord amerikanischen Marine zu erblicken. Trotzbem könnten diese Stützpunkte aber als Vorpoft en st ellung für einen nordamerikanischen Marsch nach Asien dienen Die Kette der Stützpunkte von Hawai bis Singapur sei eine Einbruchslinie in die friedliche japanische wirstchaftliche Ausdehnung nach Süden. Jedoch seien Guam undManila schwache Stellen, da sie von Gebieten umgeben seien, die von Japan kontrolliert würden. Es sei daher wahrscheinlich, daß die USA. den Weg über 21 u ft r a l i e n vorziehen würden, wofür die gegenwärtige Kreuzfahrt der nordamerikanstchen Flotte als Probe angesprochen werden könnte. Trotzdem würde aber auch, wenn die nordamerikanischen Flotte nach Singapur gelangen könnte, ein Angriff von dort aus gegen Japan schwer' fein. Ohne Zahlen über die Flotte angeben zu können, meint der Äonejpon-


