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(9b Jahrgang Nr. 228

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Donnerstag, 25. September 1941

Ägpy d d vonnerrr

Gietzener Anzeiger

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vrühlsche Universttättdnlckerei L Lange General-Anzeiger für Oberhessen

Chaotische Verhältnisse unter den eingekesselten Bolschewisten.

Der Wehrmachtbericht.

D71B. Aus dem Führerhauplquarlier, 24. Sept. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Im Raum ostwärts Kiew wurden gestern weitere Teile des Feindes vernichtet. Der Rest Ist in zwei eng umschlossene Kessel zusammengetrie- ben, deren Luftbild chaotische Derhältnisse aufzeigt. Jn wenigen Tagen kann mit der völligen Befeiti- flung dieser Kräfte gerechnet werden.

In der K r o n st ä d t e r Bucht erzielten kampf- vnd Sturzkampfflugzeuge Bombenvolltreffer auf Schlachtschiffen und einem Zerstörer der Sowjets. Im Küstengebiet des weihen Meeres vernich­tete ein Kampffliegerverband ein Grohkraftwerk. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich wirksam Hegen militärische Anlagen in Leningrad und Moskau.

Im Kampf gegen Großbritannien bom­bardierten Kampffliegerverbände in der letzten Rächt Hafenanlagen am St.- Georgs-Kanal sowie der Südküste der Insel. Gröhere Brände, 41. a. in Wilfordhaven, liehen den Erfolg .dieser Angriffe erkennen.

Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs- Heblet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt.

Schlachten von

Gefangene

Panzer 3332 3205 401 570

Die Rekordzahlen von Kiew.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Noch niemals sind während des Weltkrieges und Les jetzigen Krieges so viele Gefangene gemeldet worden wie bei Kiew. Es wurden gemeldet nach den

Geschütze 1809 3120 1388 2100

350

Dialystok-Minfk (11.7.) 323 898

Smolensk (7. 8.) 310 000

Uman (9.8. bzw. 19.8.) 163 000

Kiew (23. 9.) 380 000

Tannenberg (31.8.1914) 93 000

Die höchste bisher erreichte Gefangenenzahl un

Vstfeldzug wurde in der Schlacht von Bialystok-

Minsk erreicht. Es war nicht die höchste Gefangenen- zahl, die in diesem Kriege überhaupt erreicht wurde. Im Vorjahr, am 3. Juni 1940, wurde be­richtet:Die im Zug der großen Dernichtungs- schlacht in Flandern und im Artois ge­fangenen Engländer und Franzosen haben die Zahl von 330 000 erreicht." Die große Umfassungsschlacht im Westen brachte also noch mehr Gefangene als die Schlacht von Bialystok-Minsk. Trotzdem hat der Wehrmachtbericht vom 11. Juli 1941 diese Schlacht die größte Material- und Umfassungsschlacht der Weltgeschichte" genannt. Und das mit Recht. Denn die Zahl der blutigen Verluste des Fein­des überstieg bei Bialystok-Minsk weitaus die ent­sprechenden Zahlen der Franzosen und Engländer im Juni 1940. Alle diese Ergebnisse sind über­trumpft durch die Schlacht von Kiew, wo sich die Gefangenenzahl bis jetzt auf rund 380 000 beläuft. Vier Armeen mit 50 Divisionen sind vernichtet.

Und nun kommen wir zu den B.eutezahlen, die überaus interessant und unterschiedlich sind. Dor allem fällt auf, daß die Zahl der bei Uman und im Gebiet von Kiew erbeuteten oder vernichteten Panzer gegenüber den Zählungen von Bialy­stok-Minsk und Smolensk sehr stark bis auf ein Sechstel oder gar Achtel! zurückgegangen sind. Hier machen sich die bisherigen Materialverluste bereits bemerkbar! Den größten Verlust an Geschützen haben die Bolschewisten in der Schlacht bei Smo­lensk erlitten. Hier sind sichtljch starke Reserven ein­gesetzt worden. Bei der Vernichtungszahl an Ge­schützen im Kiewer Raum sind zwei Umstände be­merkenswert: Einmal hat die Feldarmee Budjennys schon bei Uman und in den vorher gehenden Kämp­fen von Lemberg an schwerste Einbußen erlitten, auf der anderen Seite war das eigentliche Festungs­gelände von Kiew mit Artillerie reichlich garniert. Um diese neuen Verluste im richtigen Zusammen- hang zu sehen, seien die Angaben des Wehrmacht- berichte vom 22. August in Erinnerung gerufen. Er verzeichnete 1250 000 Gefangene, rund 14 000 erbeutete oder vernichtete Panzer, 15 000 Geschütze und 11 250 Flugzeuge. Rach dem Wehrmachtbericht vom 19. September erhöhte sich die Zahl der Sow­jetgefangenen aus 1,8 Millionen. Dazu kommen jetzt die Rekordergebnisse von Kiew.

3n erbitterten Kämpfen weitere Leite der Vesestigungsanlagen Leningrads genommen

des Vormarsches wichtige Bergstellung ist genom­men, deren Besatzung niedergemacht oder geflüchtet.

Die Nacht spendet kurze, wohlverdiente Ruhe. Kalter Wind schnaubt zwischen den Stämmen durch. In den Gräben sammelt sich Wasser. Irgendwo müssen die Sowjets einen Weg gebaut haben, aus dem sie ihre Panzer heranbringen konnten. Kaum ist es Tag, beschießen sie die ihnen entrissene Höhe. Doch haben sie nicht mit der Schnelligkeit unserer Fahrkolonnen gerechnet. AufWegen", die größtenteils quergelegten Baumknüppeln ihre Ent- tehung verdanken, wurde Pak nach vorn ge- i rächt. Sie macht drei Sowjetpanzer unschädlich und den Weiterweg für das Bataillon frei.

Nachmittag. Im diesigen Nebellicht schleicht ein feindlicher Spähtrupp, bestehend aus fünf Mann, an die vordere deutsche Linie heran. Da ist er schon in den Schußbereich eines MG.-Trupps geraten, der das Feuer eröffnet. Die Fünf antworten mit modernen automatischen Waffen. Vergeblich! Drei, darunter ein Oberleutnant, sind tot, die beiden an­deren ergeben sich.

Der folgende Tag sieht das Bataillon ein großes Stück weiter vorn in einem schwer durchdringlichen flachen Wald, in dem Banden erspäht werden sind. Das Waldstück wird in seiner ganzen Breite syste­matisch durchgekämmt. Eine Kompanie stoßt auf eine feindliche Vorpostenkette. Dahinter sind stärkere feindliche Kräfte. Im kühnen Entschluß wird sofort der Angriff votgetragen. Das Feuer der Maschi­nengewehre und der Granatwerfer zerhackt den auf so rasches Zupacken nicht gefaßt gewesenen Gegner. Wohl wehrt er sich verzweifelt, rufen sie auch hier wieder ihre Panzerkräfte zu Hilfe, doch ihre Kraft erlahmt zusehends. Nach zwei Stunden hartnäckigen Ringens ist der Feind auch aus dieser Stellung ge­wichen. Er hatte große Verluste.

Unsere Leute bauen die eroberte Verteidigungs­stellung aus, bereiten den gefallenen Kameraden eine würdige Ehrenstätte. Die Verwundeten werden auf langen beschwerlichen Wegen nach hinten ge­tragen bis zur Straße. Für die nächsten Tage über­nimmt die inzwischen herangekommene Einheit Die Führung im Vorgehen. Das Bataillon hat die ihm übertragene Aufgabe, tief in die Flanke des sich an der Straße festklammernden Feindes einzudnrn qen, in zwei siegreichen schweren Gefechten und nach tagelangen Marschen erfüllt. Die sowjetischen Der- teldigungsstellungen sind auf der ganzen Lime ins Wanken geraten. Ein großer deutscher Sieg ist an- gebahnt und wird im Zusammenwirken der plan­mäßig eingesetzten Truppenteile erkämpft Die Bresche im nordkarelischen Wakdland ist geschlagen. Der deutsche Stoß sitzt tief.

Sieg -ersittlichen Kräfte

Von Oberbefehlsleiter Erich Hilgenfeldt, Reichsbeauftragter für das Winterhilsswerk.

Mit heißem Herzen verfolgt das deutsche Volk in diesen Monaten das Ringen im Osten. Täglich erhalten wir Kunde von den glänzenden Helden­taten unserer Soldaten an allen Fronten, insbeson» dere von ihren heldenhaften Kämpfen und Siegen in der Weite des sowjetrussischen Landes. Stünd­lich wird dort von jedem einzelnen der ganze Mann gefordert! In diesem Kampf geht eo nicht um Augenblickserfolge, es geht um die Zukunft Deutsch­lands, wie um die Neugestaltung ganz Europas.

In einem opferbereiten Einsatz ohnegleichen hat der deutsche Soldat die Gefahr des kaltbrutalen bolschewistischen Dernichtungswillens gebannt, des­sen Durchsetzung bereits in umfassender Weise mit allen zur Verfügung stehenden militärischen und politischen Machtmitteln von den bolschewistischen Machthabern geplant und vorbereitet war. Dieser Vernichtungsstoß sollte das deutsche Volk bis ins Mark treffen, die Grundlagen unseres kulturellen Lebens zertrümmern, die Ordnung in Chaos, den Aufbau in Zerstörung verwandeln. Diese Gefahr ist gebannt, sie ist gebannt dank einer glänzenden und überlegenen militärischen Führung und dank der beispiellosen soldatischen Leistung der Truppen. Wenn man einmal tiefer die Frage durchforscht, auf welchen Voraussetzungen diese, die Welt immer wieder in Staunen und Bewunderung versetzenden Erfolge beruhen, so ergibt sich dabei, daß nicht allein die militärtechnischep Mittel unserer Sol- baten die Ueberlegenheit gegenüber einem auf reine Vernichtung eingestellten Gegner sichern, sondern, daß hieran auch die die Haltung des deutschen Sol­daten bestimmenden sittlichen Kräfte ihren wesent- lichen Anteil haben. So besitzt auch für unseren Kampf das Wort Scharnhorsts Geltung,daß zu allen Zeiten nicht nur die physischen Kräfte entschie­den, sondern daß es ebenso sehr auf die moralischen ankam". Die Liebe zu Volk und Heimat, die Ver­bundenheit des einzelnen mit der Schicksalsgemein, schäft seines Volkes, seine Stärke, sein Mut und seine Ausdauer, seine Einsatzfreudigkeit und Opfer­bereitschaft sind Faktoren, die ebenso wie die äußeren militärischen Machtmittel dann von be­sonderer, ja entscheidender Bedeutung sind, wenn ein Volk, wie unser Volk heute, zu einem Waifen- qang auf Tod oder Leben gezwungen wird. Diese sittlichen Kräfte zu wecken und sie im Leben un­seres Volkes in ständiger Wirksamkeit zu erhalten, hat sich die NSDAP, als eine ihrer Hauptaufgaben gestellt Ihre Organisationen mit den Gliederungen und angeschlossenen Verbänden dienen in ihren viel-

Degradierte britische Generale.

n

mußten.

Erfolgreiche Lustangriffe im Raum von Charkow.

Berlin, 24. Sept. (DNB.) In ununterbroche­nen Einsätzen wurden Eisenbahnlinien und Stra­ßen im Raum von Charkow angegriffen. Dabei wurden 38 Eisenbahnzüge getroffen und zum Teil zerstört, die Gleise unterbrochen, abgestellte Munitionszüge in Brand gesetzt. Eine große Anzahl beladener Eisenbahnwagen flog in die Luft, dabei wurden auch Bahnhofsgebäude und Lagerhäuser durch den .Luftdruck zerstört. Im gleichen Raum griffen Kampfflugzeuge sowjetische Panzer an. Zahl­reiche Panzer wurden vernichtet. Starke Verbände deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen wieder Artilleriestellungen und Feldbefestigungen sowie Bahnhöfe auf der Landbrücke zur Krim in rollendem Einsatz an. Starke Explosionen und Brände wurden beobachtet. Eine große Zahl von Geschützen wurde zerstört.

Verzweifelter Ausbruchsversuch

-er Sowjets gescheitert.

Durchstoß im nordkarelischen Waldland

Von Kriegsberichter Jos. G. Blattl.

Maisky warnt London vor vagen Hoffnungen.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

müssen. Keine leichte Sache bei der mangelnden Sicht. Eine besondere Gefahr bilden die Minem womit die Sowjets glaubten, unseren Vormarsch aufhalten zu können t Ä M t

Plötzlich Schüsse i m K l e f e r n d lck i ch t. Eine Kompanie steht am Fuß eines kleinen Berges, von dem aus der Gegner unser Vorwartskommen >u stören versuchte. Also gilt es: Hinaus. Der §emd schient aus Erdlöchern heraus und von den Kronen der Baume herab Wenn es ihnen nicht gelingt, un (ehten Augenblick noch das Weite zu suchen, wer- den sie erledigt. Aushalten können sie den Sturm n cht Vergeblich sucht« sich der F-.nd unsichtbar zu maeben Ihrerseits die Baumdeckung ausnutzend, arbeiten sich unsere Soldaten in das Bolschow,sten- nelt Im Nahtampf überwältigen sie den Gegner, der

M und erbittert wehrt. 2tS jur tue. Sicherung

neraf Winter" oderGeneral Dreck" oderGeneral Epidemie". DerDaily Telegraph" schreibt im An­schluß an die Feststellungen Maiskys:Es hat kernen Zweck, mit dem Nachlassen der Angriffe eines Fein­des zu rechnen, der immer noch furchterregend und gut ausgerüstet ist und sich heutzutage im Besitz eines beträchtlichen Teils der sowjetischen Hilfs­quellen befindet." _ ,

Mit der Degradierung englischer Lieblingsgene- rale ist es nicht getan. Das Problem ist sehr viel verzwickter. Die Amerikaner haben durch John Biggers, den Londoner Vertreter zur Durchführung der Englandhilfe, mitteilen lassen, daß die Vereinig­ten Staaten den Höhepunkt ihrer Nüstungserzeu- gung kaum vor 19 43 erreichen werden. Ange­sichts der dringenden sowjetischen Hilferufe ist diese Erklärung eine Katastrophe für die Engländer, die sich immer auf die Hilfe anderer verlassen Die Eng- tänber erzeugen an Stahl und Eisen nur die Halste besten, was die Sowjetunion als Höchstmaß produ­zieren konnte, nur ein Fünftel dessen, was der großen Leistungsfähigkeit Deutschlands auf Grund feiner europäischen Machtstellung möglich ist. In den unendlich wichtigen Werkzeugmaschinen ist aber England gänzlich auf die Vereinigten Staaten an­gewiesen. DieDaily Mail" sagt daher auch zu der Bitte Maiskys um mehr Flugzeuge und mehr Pan- zer, daß alles davon abhänge, ob d i e- a m e r 11 a nischenHersteller fähig sind,uns die Werk- zeuge, die wir benötigen, zu geben sobald sie ge­nau wissen, was wir brauchen. Ein Mitarbeiter be< schon erwähnten John Biggers bei der Durch­führung der USA.^ilfe an England verlangt aber nun seinerseits bessere Informationen aus Groß­britannien und erklärt, es sei besser, Gefahr zu laufen, dem Feind einige Informationen zu liefern, als den Partner uninformiert zu lassen. So wird die Verantwortung für die Lieferunsahigkeit von einem Teil dem anderen Teil zugeschoben.

Englische Geistliche versichern Maisky ihre Sympathie und Bewunderung.

Stockholm. 24. Sept. (DNÜH «Eiche der Anglikanischen Kirche aus der Grastchast Essex haben an den Botschafter der Sowjetunion m Lon- bon, den Juden Maisky, ein Schreiben gerichtet m bem es unter anderem heißt:In Anbetracht dessen, daß zwischen uns früher Unstimmig­keiten geherrscht haben, sehen wir uns heute ver- anlaßt, Ihnen jetzt u n s e r e S y m p a thien un d unsere Bewunderung für die ruhmreichen Taten der Sowjetarmee zum Ausdruck zu bringen. Wir sind dessen gewiß, daß uns in unserem gemein, famen Kampf gegen die heidnischen Kräfte des Faschismus der Sieg geschenkt wird und versprechen der Sowjetunion, die für die Kultur der Menschheit kämpft, unsere Hilfe mit Wort und Tat" Das Schreiben trägt die Unterschrift eines Bischofs, 14 Geistlichen sowie des Kirchenaltesten.

Berlin, 24. Sept. (DNB.) Nach heftigen Kämpfen vor Leningrad nahmen deutsche Truppen weitere Teile der Befestigungsanlagen. Eine Division Drang in tief ausgebaute und durch Bunker verstärkte Feldstellungen der Sowjets ein und eroberte nach harten Häuser-" und Straßenkämpfen einen grö­ßeren Ort vor Leningrad. Eine andere Division stieß mitten in einen sowjetischen Angriff hinein und erreichte einen Panzergraben am Rande einer Ortschaft. Andere Verbände eroberten in erbittertem Häuserkampf eine Ortschaft und Netzten im Nahkampf zahlreiche Bunker außer Ge­lecht. Eine starke Feldstellung, m der die Bolsche­wisten hartnäckigen Widerstand leisteten, wurde ge- nommen. Unter schweren Verlusten wurde-i die bolschewistischen Verteidiger aufgerieben, Einheiten Der deutschen Luftwaffe griffen an allen Stilen iber Front vor Leningrad erfolgreich in den CrD= ffampf ein und unterstützten das Vorgehen der In- ^Sehr'starke Kräfte der Luftwaffe konzentrier- tfen ihre Angriffe wiederum auf die tm Raum non Leningrad eingeschlosfenen Sowfettruppen. In »enden Einsätzen zerschlugen Kamps- und Sturz- -ampsslugzeuge bolschewistische Artillerie, und F-ld- sstellunaen Schlachtslieger und Jager gnssen gleich- lalls in die Erdkämpfe ein. In.den Fahrzeugpark- »er Sowsets wurden große Zerstörungen erzielt. Die blutigen Verluste der Sow,etoerbande muffen wieder sehr groß fein. Allein m diesem Kampsraum wurden am 23.9. in Lustkämpsen 25 S°w,et-Flug- 3-uge abgeschossen. Leningrad selbst und °n- Dere in der Nähe der Stadt hegende Orte wurden Lombardiert, wobei eine K a s e r n e n a nla g e von einer sehr schweren Bombe getroffen wurde.

Ein sowjetisches Kriegsschiff versuchte sich den deutschen Stellungen an der Küste der Insel Oesel zu nähern. Deutsche Küstenbatterien nahmendas Kriegsschiff unter Feuer. Mach mehreren Volltreffern geriet es in Brand und blieb bewegungsunfähig liegen.

PK. Der Morgen graut über den nordkarelischen Waldhügeln, als8 bie Spitze aufbrach. Sie umg g nördlich die Seenfperre und tauchte '"' Walde un ter. in gelockerter Marfchovdnung D. Baume stehen schütter, versenkt von den Einschlagen u lerer Geschütze. Der weiche Boden triest vor. Ih Zieht man die Schuhe aus dem Dreck. , . sie beim nächsten Schritt tm Gras wieder sauber spuren im Moos künden, daß g auf der Fährte des Feind e s n>etterten>egi. Es heißt fchars nach links und'S*5 iP ricf) die Flanke schützen, denn allzu leicht kann es sch um ein Scheinmanöver des zuruckgehenden 3 '°SMnde um Stunde geht der Marsch im Wald- kmb, zwischen Höhenzügen, ins erkundet w

Berlin, 24. Sept. (DNB.) Im Laufe des 23. 9. wurden bei verzweifelten Ausbruchsversuchen aus dem Kessel ostwärts Kiew wiederum starke sowjetische Kräfte vernichtet. In diesen Kämp­en fiel der Kommandierende General des 46. sowfe- tifdien Armeekorps. Die großen Erfolge un der Um- fassunqsschlacht ostwärts Kiew sind mit g e w a l - ! igen Marsch - und K a m p f l e l st u n g e n derJnfanterie verbunden. Eine hervorragende Leistung vollbrachte am 21. 9. ein Jnfanterleregl- ment, das kämpfend und marschierend eine Strecke von 90 Kilometern zurücklegte. Die Marschleistung wird vor allem dadurch unterstrichen, daß die Trup­pen sich auf schlechtesten Wegen und in tellwe, e wegelosem Gelände oorwartskampse

Der Londoner Sowietdotschafter, der Jude Maisky, hat in der Handelskammer der City sich beschwert über jene kümmerliche Propaganda, die mit immer neuen vagen Hoffnungen und unbe= timmten Stichworten von einem Tag zum anderen hüpft, die keine Wirtlichkeit und keine Leistung hin­ter sich hat, sondern mit Wortgeklingel die Leute bei der Stange halten will. Die Sowjets wissen, daß ihnen heute nurein Niagara-Fall" von Lieferun­gen aus England und den Vereinigten Staaten helfen kann. Sie waren zuerst grobe Förderer, dann bemütige Bittsteller. Jetzt brennt ihnen das Feuer derart auf den Nägeln, daß sie eine Sitzung Der Londoner Handelskammer zur Tribüne machen, um ihre Forderungen als das Gebot der letzten ötunbe hinauszuschreien. Maisky sagte:Das Schicksal der Menschheit durch viele Generationen hindurch wirb jetzt bei Leningrad und in der Ukraine entschieden. Zahlreiche Amateur-Strategen machen in wohlwollender Weise Propaganda für denGeneral Winter" und denGeneral b er aufgeweichten W e g e". Dies ist außer- orbentlich gefährlich. Das sowjetrusslsche Volk zieht es vor, den Tatsachen direkt in die Augen zu sehen. Die deutsche Kriegsmaschine ist stark und Die Sowjetunion befindet sich in einer harten und schwe­ren Lage. Der moderne Krieg hat Faktoren wie Die oben genannten aufgehoben. Ich glaube, daß Der General Winter" zum Oberst und derGeneral der ausgeweichten Wege" zum Leutnant b e g r a - b i e r t worden sind. Es wird kaum Ruhepau­sen im Kriege an Der Ostfront geben, selbst wenn ber Winter noch so hart werden sollte. Das Sowjet­volk setzt seine Hoffnung nicht auf Derartige Trö­stungen, sondern auf konkrete H i l f e.

UnD wie antwortet Die große englische Presse? Sie erscheint im Büßerhemd. DieTimes" nennt Mm,kys Rede eineneindrucksvollen und zeitgemäßen Auf­ruf" und sagt, daß es nicht mehr als recht fei, Den unangenehmen Tatsachen und ihren unausbleiblichen Folgen voll ins Gesicht zu sehen:Ein leichtlebiger Optimismus, der auf dem Glauben beruht daß die Sowjets für uns die Arbeit leisten, muß entschlossen beiseite gesetzt werden." Sehr richtig! England muß selbst auf die Schanze. Die urenglstchen Generale

Winter" undDreck" undEpidemie sind von Maisky schmählich degradiert. Nichts Schlimmeres konnte Der englischen Öffentlichkeit passieren als Die Feststellung des Sowjetbotschafters, daß der Winter keinen Stillstand der Operationen verbürge. Der Winter in Osteuropa fetzt relativ spät em, im Nor­den von Mitte ober Ende Oktober an und Dann fortschreitend bis in den Süden, wo er erst Ende Dezember seine richtige Kraft entfaltet Der Grund für diese Erscheinung ist einfach: Die Lust über der ungeheuren osteuropäischen Landmasse ist sehr trocken, so daß viele spätherbstliche Niederschlage, wie wir sie noch unter Dem Einfluß Der atlantischen ©inDftrömungen kennen, in Wegfall kommen. Aber nun lassen wir wieder den (Englärtbern Das Wort bei tzrec Iptentlage um die bewährten tzeljer «Ge°