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SeneraMmarschall Keitel empfängt den Honvedminister

der Thef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, gab zu Ehren des in ßerün weilenden ungarischen Honvedministers Bartha im Hotel Bristol einen Empfang. (Scherl-M.)

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Oer Wehrmachtbericht.

Beilin, 24.Jan. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Flugzeuge belegten im verlaufe der be­waffneten Aufklärung gestern kriegswichtige Ziele in einem Hafen der britischen Küste mit Bomben.

Fernkampfflugzeuge griffen zwei bewaff­nete Handelsschiffe mit zusammen 8100 BRT. im Seegebiet westlich Irland an und ver­senkten sie. Lin weiteres Schiff von 5000 BRT. blieb brennend mit Schlagseite liegen. An der eng­lischen Ostküste wurden auf einem Fracht­schiff von 12 000 BRT. nach Bombentreffern mehrere starke Explosionen beobachtet. Lin feindliches Flugzeug wurde im Luftkampf abge­schossen.

Der italienische Bericht.

Rom, 24.Jan. (DHB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

An der griechischen Front wurden bei Spähtruppunternehmungen Gefangene elngebracht und automatische Waffen erbeutet. Unsere Flug- zeuge haben feindliche Truppen mit Bomben be­legt.

3n der Lyrenalka hat unsere Luftwaffe feindliche motorisierte Abteilungen gründlich mit Bomben und Maschinengewehrfener belegt. Die feindliche Luftwaffe hat Der na bombardiert. 3m Westteil von Tobruk haben unsere Widerstands­nester den ganzen Tag durch hartnäckigen Wider- stand geleistet.

3n Ostafrika sind Kämpfe zwischen nuferen Einheiten und feindlichen motorisierten Verbänden an der Sudan-Froat sowie in Somali­land an der Kenia-Front im Gange, an denen sich unsere Luftwaffe stark beteiligte.

3m Aegäischen Meer überflogen feindliche Flug­zeuge in der Nacht zum 23. Januar die Stadt Rho­dos und warfen einige Sprengbomben ab. Es wurde leichter Schaden an einem Wohnhaus ange- richte?. Opfer sind nicht zu beklagen. Das deutsche Fliegerkorps hat erneut Ziele auf Malta ange- griffen. _________

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Ein-u.halbjährige Handels­fachklassen VolksscbulreifetL höherer Schulbildung, beiSekunda- oder Mittelschulreife ohne beson­dere Aufnahmeprüfung.

Anmeldungen für das neue Schul­jahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Gießen / Goethestr. 32. Ruf 2486.

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Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld. Budmgen. ^riedberq, Gießen und Lauterbach sowie des Over- bürgermeisters der Stadt Gießen.

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Auf den vom 13.1.41 bis 9.2.41gü(Hgen B stellschein der Reichseierkarte werden für jeden Ber^ sorgungsberechtigten

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ausgegeben, und zwar in der Zeit vom 27.1. ms

Als Rechtsnachfolgerin kündigen nur hiermit gemäß Nr. 4 der Anlehensbedingungen mmtliche noch um­laufenden und noch nicht verlosten Stucke der Lchulüverichreibungen der Baugenossen'maft des Evang. Arbeitervereins zu Gießen zur Rückzahlung Di? Erreichung der Stücke nebst den Zins- und Erneuerungsscheinen hat bei unserer Geichaftsstelle, Gießen, Aulweg 26, zu erfolgen.

Siir die Verjährung der Ansprüche >w.S der Anlechs gelten die aus den Wertpapieren ersichtlichen Be- stimmungen.

Gießen. den 25. Januar 1941.

Gemeinnützige Baugeuon enschaft 1894 e.G.m.b.H.,(Srenen

Hch. Schneider. Rudolf Hahn. mO

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Mne infame Lüge.

Berlin, 25. Ian. (DNB.) Nach einer Reuter- Meldung aus London stellte Luftfahrtminister Sin. c 1 a i r vor dem Unterhaus die dreiste Behauptung auf, daß im Fallschirm ab spring ende britische Flieger in mindestens 12 Fallen von deutschen Fliegern beschossen war. den seien. Diese Erklärung des britischen Ministers ist eine infame Lüge und eine unverschämte, nicht scharf genug zurückzuweisende Beschimp - fung der deutschen Soldatenehre. Deutsche Soldaten werden niemals auf einen hilflos gewordenen Gegner schießen. Darin hat die deutsche Wehrmacht seit jeher ein Grundgebot der sauberen Kriegführung und ein Gesetz der Mensch» lichkeit gesehen. Dagegen wird die britische Solda- tenehre für .alle Zeiten mit der Schande des B a r a l o n g". Falles und desA 1 t m a r k » Falles behaftet sein. Es ist aller Welt bekannt, daß die britische Agitation sich mit durchsichtigen Zweckmeldungen und lügnerischen Unterstellungen immer Vorbehalte zu schaffen bemüht, um heuch­lerisch ihre künftigen Verbrechen im Lichte einer angeblichen Vergeltung erscheinen zu lassen.

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Zapan vermittelt im französisch- thailändischen Konflikt.

Vichy, 24. Ian. (DNB.) 3n Vichy wurde fol­gende amtliche Verlautbarung herausgegeben: Am 21. Januar bot die japanische Regierung ihre Ver» mittlung an, um die Regelung des f r a n z o . sisch-thailändischen Konfliktes hin­sichtlich der gemeinsamen Grenze Jndo- chinas und Thailands zu erleichtern. Ob- wohl diese Fruge im Lause der letzten Woche bereits Gegenstand direkter Verhandlungen zwi­schen dem Geschäftsträger Frankreichs in Bangkok und der thailändischen Regierung war, hat tue französische Regierung unter Berücksichtigung der bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Japan, wie sie durch das französisch­japanische Abkommen vom 30. August 1940 fest« gelegt wurden, den Grundsatz der angebotenen Ver­mittlung angenommen. Der Botschafter Frank­reichs in Tokio wurde beauftragt, mit der japa­nischen Regierung alle Prozedurfragen hinsichtlich der Ausübung dieser Dermittlungsaktion zu regeln. Oie ^Campana" verschob ihre Ausfahrt

Buenos Arres, 24.Jan. (Europapreß.) Der französische DampferCampana", der am Donners­tag mit voller Ladung aus Buenos Aires nach Frankreich ausfahren sollte, hat die Aus­fahrt auf unbestimmte Zeit verschoben. Wie verlautet, wird in Buenos Aires am Freitag der englische KreuzerN e w c a st l e" erwartet, der zur englischen Südatlanükflotte gehört.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Bel- sein des Generalkommissars z. b. V. Schmidt den Leiter der nationalsozialistischen Bewegung in Den Niederlanden, Adrian Anton Mussert, zu einer längeren Unterredung. ,

Reichsjugendführer vxmann, in desien Gefolg­schaft Herbert Norkus in den Jahren des Kampfes marschierte, legte am Grabe und an der Mordstelle des jungen Blutzeugen der nationalso­zialistischen Bewegung einen Kranz nieder. Am Abend sprach der Reichsjugendführer über den Sinn des Opfers dieses jungen Mitkämpfers der Kampf- -eit.

Der Führer hat auf Vorschlag des ReHchsmi- nisters des Auswärtigen dem Ehef der Personal- (ibteÜung des Auswärtigen Amtes, MinrsteriaMrek. tor K riebe!, anläßlich der Vollendung seines 65. Lebensjahres die Amtsbezeichnung Botschafter - verliehen.

' Der Reichsminister für Volksaufklärung und Pro- paganda hat dem HeeresfilmDer Sieg im W e st e n", der demnächst zur Uraufführung gelangt, ' folgende Prädikate zuerteilt:Staatspolüisch wert- voll und künstlerisch wertvoll",volksbildend ,ju- gendwert",Lehrfilm und feierlagsfrei". ,

verschiedenen Kombinattonen, die im Zusammen­hang mit dieser Reise aufgetaucht waren, Stellung nahm. Der Honvodminister sei nach Deutschland ge­reift, so sagte Graf Teleki, um dort Besuche zu ma- chen, Besuche zu erwidern und mit der Führung 1 der deutschen Wehrmacht in Fühlung zu treten. Diese freundschaftliche Fühlungnahme zwischen der deutschen und der ungarischen Armee bestehe dauernd. Die Wiedereingliederung Nordsiebenbür­gens, so sagte er weiter, bringe große Ausgaben mit sich, die um so schwieriger seien, als die Heim­kehr der einzelnen Landesteile und nun Nordsieben, bürgens in rascher Aufeinanderfolge geschehen sei. Die außenpolitische Linie sei unverändert. Die Der- fassungsreform könne nur mit klaren Kopsen, reinen fänden, ungarischer Seele und mit völliger Ruhe gelöst werden.

Rumäniens innerpolitifche Lage.

Bukarest, 24. Jan. (DNB.) Staatsführer Ge­neral Antonescu hat sich in einem Aufruf an alle Rumänen gewandt, in dem er angesichts der verwickelten innerpolittfchen Lage, die sich auf Grund von Unstimmigkeiten zwischen Regierung und gewissen Kreisen der Legio­näre im Zusammenhang mit dem Wechsel in der Leitung des Innenministeriums ergeben hat, das rumänische Volk aufgefordert, sich fest hinter ihn als den unerschütterlichen Verteidiger des Landes zu stellen. Zusammen mit den Legionären würde eine Regierung zuverlässiger und fähiger Menschen gegründet werden.

Der Führer der Eisernen Garde, H o r i a S i m a, hat einen Tagesbefehl an die Legionäre erlassen, in dem er feststellt, daß sich die innerpolitische Lage zu klären beginnt. Im Interesse der Staatsautori­tät forderte er die Legionäre auf, ihr norma­les Leben unverzüglich wieder aufzunehmen und gab feiner Hoffnung Ausdruck, daß in kürzester Zeit im Lande wieder vollkommene Ruhe und Ordnung hergestellt seien.

In einem späteren Aufruf an das rumänische Volk konnte General Antonescu feststellen, daß die Autorität des Staate» überallher- gestellt rSäre. In einem Tagesbefehl an b t e Armee sprach General Antonescu feine Anerkennung für die Haltung der rumänischen

Truppen aus, welche die Ordnung im ganzen > Lande schnell wiederherstellen halfen. Durch ein - Dekret wurde die Ablieferung aller Waffen ange-

Gießen, den 24. Januar 1941.

Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Dudmgen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie den Over bürgermeister der Stadt Gießen:

Der Landrat des Landkreises Gießen: Dr. Lotz.

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Der ungarische Honved-Minister Bartha trägt i den Titeloitez". Das Wort bedeutet Held und 1 besagt, daß der Minister jener ungarischen Organi­sation von besonders verdienten Frontkämpfern an» gehört, die schon 1919 von Admiral Horthy in Szeged in ihren Uranfängen geschaffen wurde. Im Sommer 1938 wurden diese hervorragendsten unga- rischen Kämpfer auf den Staatschef vereidigt und i von diesem durch Schwertschlag zum Ritter geschla- gen.

Bartha kommt als ^onved-Minister nach Deutschland. Honoed bedeutet ursprünglich die be­waffnete ungarische Landwehr. Im neuen Ungarn versteht man jedoch darunter die gesamte Wehrmacht des Staates. Das Wort bedeutet' eigentlich Heimat- ßchutz. Der Reichsverweser, Admiral von Horthy, hat, wie aus der Geschichte des ungarischen Befreiungs, Sampfes bekannt ist, außerordentlichen Anteil an der Schaffung der ungarischen Wehrmacht. Sein erfolg­reichster Gehilfe war dabei der frühere. General- fftabshauptmann und spätere Ministerpräsident Ju- llius von Gömbös. Das Diktat von Trianon Ihatte seinerzeit die ungarische Armee auf nur 35 000 Mann beschränkt. Sie war eine Söldner-Truppe, der Io gar Lustschußmaßnahmen verboten waren.

Die Notwendigkeit der Abwehr kommunistischer «Gefahren bedingte die Einführung einer auf Frei- Willigkeit beruhenden Wehrpflicht. Im Dezem­ber 1938 wurde dann die neue Wehrvorlage an- «genommen, die von Honved-Minister Bartha ver- dreien wurde. Die Wehrpflicht umfaßt die Zeit vom 12. bis 70. Lebensjahr. Die eigentliche Wehrpflicht bauert drei Jähret mit Ausnahme der Fliegertruppe äst nach zwei Jahren die Ueberführung in die Re- lerve möglich, die in drei Altersstufen bis zum >60. Lebensjahr geführt wird.

Außer der Heeresdienstpflicht gibt es in Ungarn »eine Honved- Arbeitspflicht, die im Ernst- fall sämtliche ungarischen Staatsbürger, Manner und Frauen, vom 14. bis zum 70. Lebensjahr um­faßt. Innerhalb der gleichen Altersgrenzen liegt die .Luftschußpflicht. Für Militäruntaugliche gibt es eine Arbeitsdienstpfllcht.

Ltngarns politische Linie unverändert.

Budapest, 25. Jan. (Europapreß). Minister- Präsident Graf Paul Teleki hielt auf der Kon- serenz der Regierungspartei eine Rede, in der er auch auf die Reise des ungarischen Honvedministers Bartha nach Deutschland einging und gegen die

ortmet, Me sich lm Besitz von Avsiperson-n Befrfr den. Gleichzeitig wurden alle öffentlichen Dersamm- lungen und Zusammenkünfte verboten. Eine Verlautbarung des Generalstabschefs der Armee bezeichnet die Nachrichten einer gewissen Auslands­presse als plumpe Lügen, wonach Angehörigen der rumänischen Armee ihre Pflichten nicht erfüllt hät­ten. Inzwischen geht das Leben in Bukarest wieder seinen normalen Gang.

Die Llebersührung des Majors Döring.

Budapest, 24. Jan. (Europapreß.) Der Zug mit der sterblichen Hülle des in Bukarest ermor­deten deutschen Generalslabsmajors Döring, der a u f L e f e h l d e s Führers in das Reich über- geführt wurde, traf am Donnerstagabend in Buda­pest ein. Bei der Einfahrt des Zuges in die Bahn­hofshalle spielte eine Honvedkapelle die beiden Nationalhymnen und den Rakoczi-Marsch. Eine Ofjiziersabordnung der ungarischen Honoed und der Lustsahrt-AtbachS in Budapest hatten auf dem Bahnsteig Ausstellung genommen. Als erster legte der Vertreter der Honved einen Kranz am Sarge nieder. Es folgten Kränze der deutschen Wehrmacht sowie von Staatspräsident Stephan von Horthy. Nach dieser Ehrung wurde der Wagen wieder ge­schlossen, und kurz darauf setzte sich unter den von der Honved-Kapelle gespielten Klängen des Liedes Ich hatt' einen Kameraden" der Zug in Bewegung.

In Wien traf der Sarg, begleitet von vier Of­fizieren, am Freitag ein. Im Ostbahnhof war zum Empfang ein Zug des Wachbataillons Wien aus­gerückt. Der Sarg, der mit der Reichskriegsflagge geschmückt war, wurde auf den Leichenwagen ge­hoben, um seine Fahrt zum Zenttalfriedhos anzu- treten, wo am Samstag die Beisetzung stattfindet.

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