griechische Halbinsel hier auf etwa 120 Kilometer einschnürt. Lamia in der altgriechischen Landschaft Phtiotis ist heute eine rege Handelsstadt von etwa 15 000 Einwohnern. Tabak, Reis, Del und Kamele sind die wichtigsten Handelsgüter. In Lamia belagerten 322 v. Ehr. die Athener mit ihren Bundesgenossen nach des großen Alexanders Tode dessen Reichsverweser Antipater, der freilich entsetzt wurde und Athen zum Frieden zwana Rur etwa 20 Kilometer südöstlich von Lamia liegen die berühmten Therrnopnlen, der Engpaß der „heißen Tore", heute durch Anschwemmungen des Spercheiosflusses als solcher nicht mehr zu erkennen, aber im Altertum traten die schroffen Kalksteinhänge der Ausläufer des Deta so dicht an die Küste des Malischen Golfes heran, daß nur eine schmale Gasse blieb, in der im Jahre 480 v. Ehr. der Spartanerkönig Leonidas sich mit 1100 Hopliten der gewaltigen Uebermacht des Perserkönigs Xerxes entgegenstellte und, den Rückzug des Hauptheeres deckend, den Heldentod starb, „wie das Gesetz es gebot". Aber die heutigen Griechen haben mit den alten Spartanern nicht mehr viel gemein, und die Empiretruppen, Neuseeländer und Australier, die hier auf klassischem Boden die Ehre Englands verteidigen sollen, müssen vor dem Angriffsgeist deutscher Soldaten unaufhaltsam zurückweichen. Die Engländer selber überlassen' rücksichtslos nach bekannten Mustern Griechen und Dominiontruppen die ganze Last der Deckung des Rückzuges, wenn sie nur noch sich selbst mit möglichst viel Material auf die Schiffe retten können. Aber unsere Stukas machen diesem sauberen Plan einen dicken Strich durch die Rechnung.
Mit Lamia haben die deutschen Truppen bereits den Boden Mittelgriechenlands betreten. Bon der griechischen Nordgrenze bis Lamia sind es in der Luftlinie etwa 230 Kilometer, ein Mehrfaches darf man als Marschstrecke durch zum großen Teil gebirgiges Gelände für die deutschen Truppen rechnen, eine außerordentliche Leistung, die in steten harten Kämpfen mit griechischen und englischen Nachhuten erzielt wurde. Dabei besetzte eine linke Flügelgruppe den schon genannten Hafen Bolos am gleichnamigen geräumigen Golf, eine Stadt von 48 000 Einwohnern, als einziger Hafenplah an der sonst kaum gegliederten thessalischen Küste von großer Bedeutung für den Abtransport der britischen Expeditionsarmee, der durch die ständigen Ueberfälle deutscher Fliegerverbände schon ähnlich katastrophale Formen anzunehmen scheint wie der „siegreiche Rückzug von Dünkirchen". Dem Golf von Bolos gegenüber, an * der Nordostspitze der Insel Euböa, liegt das berühmte Vorgebirge Artemision, nach einem der Göttin Artemis geweihten Hain genannt, an ihm erwartete im Jahre 480 v. Ehr. die griechische Flotte das Herannahen der Geschwader des Perserkönigs, zog sich aber nach mehrtägigem unentschiedenem Kampf auf die Nachricht vom Verlust der Thermopylen weiter nach Süden hin zurück und schlug unter Themistokles bei Salamis vor dem Piräus, dem Hafen Athens, die Perser- flotte. In der Nähe, auf der dem Lande zugekehrten Seite der, langgestreckten Insel Cuboea liegt der vielgenannte Hafen Chalkis, der einen vernichtenden Angriff deutscher Kampfflugzeuge erlebte, bei dem englische Truppentransportschiffe versenkt wurden. Da Euboea vom Festlan'de nur durch einen kaum 35 Meter breiten Meeresarm getrennt ist, der in neuerer Zeit sogar durch Eisenbahn und Straße überbrückt ist, ist der Hafen Chalkis Luftangriffen wehrlos ausgeliefert, als Startplatz für die Flucht des britischen Expeditionskorps dürfte er also ausfallen. Es bleibt nur noch der Piräus, der Hafen der Hauptstadt Athen, der modern ausgebaut ist und mit feinen großen Kaianlagen und Becken auch größten Ozeanschiffen Raum bietet. Dreiviertel der Einfuhr Griechenlands gingen im Frieden über den Piräus, während in der Äusfuhr Saloniki den Vorrang behauvtete.
Die rechte Gruppe der durch Westmazedonien nach Süden herabgestotzenen deutschen Armee, die am 21 April das Pindosgebirge, das wie ein steil nach Osten hin abfallender Wall die Landschaft Epirus von Thessalien scheidet, über den Zygos- Paß in westlicher Richtung überschritten hatte, hat inzwischen Janina besetzt und bedroht damit die Hauptrückzugslinie der von den Italienern über die albanische Grenze nach Süden zurückgedrängten griechischen Truppen. Hier im unwegsamen Gebirge des nördlichen Epirus scheint sich also die Einkesselung und Vernichtung der hier auf engem Raum zusammenqedrängten griechischen
MAsmeimM.
Roman von Elisabeth ^oK.
Vorspiel.
Die ostjakischen Pelzjäger hatten die Spür der Zobeltiere nur durch Zufall gefunden — brausten auf der Steppe bei den alten Kurganen, wo schlau versteckt im Schnee die Fuchsfallen eingegraben waren. Nur ein Hase hing im Eisen: er quiekte noch, als die beiden Männer riesengroß und unförmig in Pelze vermummt über die schräge Fläche heraufwuchsen. Verdammt, nur ein Hase! Sie spuckten aus und fluchten, weil sie den weiten Weg umsonst gemacht hatten — bei zwanzig Strich unter dem Nullpunkt, auf dieser vermaledeiten Strecke zwischen vereistem Sumpf und Taiga, wo in den gefrorenen, lanzenstarr en Binsen verdächtige graue Schatten huschten. Wölfe? Schon im November Wölfe? Oder ist der Luchs mit seiner Tucht ins Schilf gegangen, um unter dem verfilzten, raschelnden Halmwerk nach etwas Genießbarem zu suchen? Es lohnt sich kaum, sich nach dem zuckenden Hasen zu bücken, der mit der Kraft höchster Verzweiflung die schwere Eisenfalle aus dem Schnee herausge- rissen hatte: aber weil das Eisen nun ohnedies wieder richtig eingegraben werden mußte, zog der Ostjake Kolok das klägliche Knäuel weißen Flaums aus der Falle und schlug es ein paarmal gegen den Stumpf einer abgebrochenen Birke, bevor er den Querschnitt über den Kopf machte und den seiden- dünnen Balg abzog. Das Fleisch mochte liegen bleiben, vielleicht nahm es der Fuchs als Köder an.
Während Kolok mit dieser Arbeit beschäftigt war, starrte Grischa mit gleichmütigen, stumpfen Augen über die verschneiten Sümpfe — aber mit einem Male öffneten sich die Lider unter den bereiften Wimpern weit wie Raubtierlichter. Diese Spuren dort drüben neben der gestürzten, verrotteten Birke, die wie eine Brücke über dem gefrorenen Sumpfstrich hinqeschlagen lag. Kleine Füßchen, kleine Tiere, eins — zwei — drei... „Schau", sagte Grischa und versetzte Kolok einen Rippenstoß, „was ist das?"
Der andere war nicht so llink im Begreifen: gehorsam stierte er in die angegebene Richtung, aber außer der zertretenen Fährte der Haselhühner, die hier unter Gesträuch und Beerenholz nach Nahrung zu suchen pflegten, war nichts zu sehen.
3m Hauptquartier am Geburtstag des Führers.
Nach der Uebermittlung der Glückwünsche gab die Musikkapelle des Führer-Begleitbataillons ein 'Standkonzert. Im Hintergrund der Befehlswagen des Führers. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Die Italiener auf griechischem Gebiet.
0er italienische Bericht.
Rom, 22. April. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front haben unsere Truppen in unermüdlicher Fortsetzung ihres siegreichen Vormarsches überall die albanische Grenze überschritten und sind in feindliches Gebiet eingedrungen.
Die Luftwaffe hat mit über 400 Jagd-, Bomben- vnb Sturzkampfflugzeugen das auf dem Rückzug befindliche griechische Heer weiterhin unermüdlich schweren Angriffen ausgesetzt. Kraftwagen- und Versorgungskolonnen sowie auf dem Marsch befindlich? Truppen wurden getroffen, wobei dem Feinde unzählige Verluste zugefügt wurden. Außerdem wurden die Häfen von Prevesa, Arta, Korfu und P a x o bombardiert uyd an den Anlagen sowie an feindlichen Schiffen Schäden verursacht. Ein Dampfer wurde in Brand geworfen.
Am 20. und 21. April haben deutsche Formationen im mittleren und östlichen Mittel
meer zwei feindliche Geleitzüge angegriffen und einen 8000-Tonnen-Tanker sowie einen mittelgroßen Dampfer versenkt. Weitere Dampfer wurden beschädigt.
Unsere Bomberformationen haben in Suda feindliche, vor Anker liegende. Schiffe und die Anlagen des Stützpunktes getroffen. Ein mittelgroßer Dampfer wurde versenkt.
In Nordafrika Artillerie- und Patrouillentätigkeit im Abschnitt von Tobruk, wo wir bei vereinzelten Ausfallversuchen feindlicher Panzerwagen einige Gefangene machten. Oestlich von S o l l u m wurde eine feindliche Kolonne, die versucht hatte, sich unseren Stellungen zu nähern, mit schweren Verlusten zurückgeschlagen.
In den frühen Morgenstunden des Montag haben feindliche Luft- und Seestreitkräfte eine Bombardierungsaktion gegen Tripolis durchgeführt. Ein feindlicher Bomber wurde abgeschossen.
In O st a f r i k a wurden die gegen unsere Stellungen im Abschnitt von Dessie vorgehenden feindlichen Kolonnen mit energischen Gegenangriffen zurückgewiesen.
Heeresteile zu vollziehen, ein Vorgang, wie er sich schon in Polen, dann in Flandern und nun wieder in Serbien immer wieder als besonders charakteristisch ■ für die Strategie im Zeichen von Motor und Panzerwaffe erwiesen hat und auch durch schwierigstes Gebirgsgelände nicht verhindert wird. Janina (auch \ Ioannina), die Hauptstadt von Epirus, hat 21 000 Einwohner und liegt schon außerhalb, des Gebirges, etwa 500 Meter hoch und nur noch etwa 50 Kilometer von der Küste des Ionischen Meeres entfernt, die hier freilich wenig brauchbare Häfen hat. Aber der Küste dicht vorgelagert an der griechisch-albanischen Grenze liegt die bekannte Insel Korfu (Kerkyra) mit dem gleichnamigen bedeutenden Hafen, den die Griechen ihren britischen Verbündeten als Flottenstützpunkt haben einräumen müssen. Epirus ist das Land der alten Molosser und des berühmten Königs Pyrrhus, der in der Schule der bedeutenden Feldherren Alexanders des Großen das Soldatenhandwerk gelernt hatte und als Bundesgenosse der Tarentiner mit seinen Elefanten die römische Reiterei in die Flucht schlug, aber in der Schlacht bei Benevent 275 v. Ehr. den Krieg verlor. Etwa hundert Jahre später wurde Epirus römische Provinz, 1430 fiel es in die Hände der Türken, erst 1881 kam der südliche Teil an Griechenland, 1913 im ersten Balkonkrieg eroberten die Griechen auch Janina. Fr. W. L.
„Dummkopf", knurrte Grischa und flieg mit lan- j gen Schritten über den faulenden Stamm. Hinter j der Birke hörten die kleinen Spuren auf, aber der Jäger ging weiter, über die dün-ne Eisdecke gefrorener Tümpel, die unter seinen Schneeschuhen knisterte, und durchs zusammengeschrumpfte Holzwerk der Heidelbeeren. Er hielt sich immer dort, wo gefallene Stämme lagen, oder wo das Buschwerk recht dicht stand. Kolok hörte ihn plötzlich mit der Zunge schnalzen und dann laut lachen. Da war die Spur wieder! Drei, vier... sie hatten gejagt, die kleinen Räuber, mit Erfolg gejagt. Als Kolok endlich nachkam, wies fein Gefährte stumm grinsend auf eine flache Mulde zwischen verrottetem Holz und überhängendem Gestrüpp, wo sich der Schnee nicht hatte festsetzen können. Dort lag ein Haufen blutbefleckter, gelbbrauner Federn und harter Vogelkrallen. Ringsumher war der dünne, flockige Schnee übersät mit den schmalen Fährten der kleinen Füße. Vom Wald herunter, von den hohen Kiefernstämmen der Taiga waren die Zobeltiere gekommen und den Haselhühnern nachgeschlichen, von Stamm zu Stamm, von Dickicht zu Dickicht, eine ganze Sippe blutgieriger, windschneller Mörder: schlau verteilt wie die Wölfe, hatten sie die Vögel umstellt und zerrissen.
Zobel! Die zwei Männer sahen einander gierig an und mieten grinsend die Zahnlücken! Sibirische Zobel zu Wintersanfang, gut im Fell, ausgewachsen und fehlerlos —, die erwischen, das bringt mehr als zehn Füchse. Wenn das Fell wirklich gut ist, wenn es das gewisse seidige Kastanienbraun bat, den dunklen Rückenstreif mit der winterlich bläulichen Bereisung, dann legt der Volkskommissar im Depot sechzig Rubel für das Fell auf den Tisch. Auf dem Markt in Gorki kriegt er dann schon das Doppelte, und wenn so ein Zobelbalg mit der Bahn weiter nach Moskau reift, dann kann kein Mensch mehr ausrechnen, wie fein Preis Werst um Werft anfteigt.
Aber erst muß man sie kriegen, die pfiffigen braunen Burschen, denn ihr Bau wird schwer zu finden fein. Bis zum Rand des nackten Buschwerks drüben geht's noch zur Not, aber wo die Taiga beginnt, wo die gewaltigen Kiefern und Espen aufragen, Stamm an Stamm, aus mannshohem Unterholz zu Kathedralenböhe, da ist die Spur nicht mehr zu halten. Vielleicht ein Hund — ja, vielleicht käme ein guter Windhund durch, aber was nützt das, wenn ihm kein Jäger folgen kann und er den Bau schließlich in einem hohlen Baum, fünf Meter hoch über dem Erdboden, auffpürt?1
Griechen und Cmpiretruppen decken den Rückzug.
N e u y o r k, 22. April. (Europapreß.) „50—80000 britische Soldaten versuchen sich den Rückzug nach den südgriechischen Einschiffungshäfen zu erkämpfen, während die griechische Infanterie diesen Rückzug decken muß", schreibt „N?w Pork Times. Nach Mitteilung des Blattes haben die australischen, neuseeländischen und schottischen Truppen aber nur wenig Aussicht, der deutschen Umklammerung zu entkommen, wenn es nicht gelingt, in Mittelgriechenland und im Peloponnes die Rückzugsgefechte hinzuzögern. Auf jeden Fall müssen riesige britische Materialbestände an Artillerie, Motoren, Munition und allen möglichen sonstigen Materialien als verloren betrachtet werden.
Der amtliche Bericht des brittschen Haupt- quartiers in Griechenland gibt zu, daß die Hauptlast des Widerstandes gegen die weiter erfolgreich vordringenden deutschen Truppen von den Griechen getragen wird. Aus dem linken Flügel der ariechisch-britischen Front steht keine britische Einheit mehr. Die Briten haben es vorgezogen, sich auf den rechten Flügel „rückwärts zu konzentrie-
| Sie werden Geduld haben müssen, die zwei, werden । auf der Lauer liegen in der eisigen Windstille jener Stunden, wo die Sonne als glühroter Ball, steigend oder sinkend, den Horizont berührt: kleine Fangeisen werden sie in die Erde und den Schnee unter vertrocknetem Moosbeerengestrüpp eingraben und mit stählerner Kette sichern, denn der Zobel zerbeißt die stärkste Lederschlinge wie einen Seidenfaden. Schrot wird man in die Flinte tun und nicht zu atmen wagen, wenn das Vogelvolk an feine leeren Beerenplätze kommt. Mißtrauisch und feinhörig sind sie, das Birkhuhn und die Haselhenne, beim leisesten Geräusch huschen sie blauschillernd und gefleckt ins Dickicht der Taiga zurück.
Vier Tage lauerten die zwei Jäger auf ihr Wild. Viermal sahen sie den Feuerball aus dem Dunkel aufsteigen und ins Dunkel versinken; rot war das endlose Gewelle der Schneefelder zu diesen Stunden, und die flechtenverhangenen Krüppeläste der Wetterkiefern am Waldrand sahen aus wie lodernde Fackeln. Es war kalt, es war grimmig kalt in dem Erdloch unter den kreuz und quer liegenden Hölzern, die halbversunken in Moos und rauhem Riedgras vermoderten. Und man durfte nicht einmal rauchen, nicht einmal ein bißchen Machorka durfte man .unter der kalten Nase anzünden, das war das Schlimmste. Die zwei Ostjaken fluchten. Sie sahen die braunen Haselhennen durch den Schnee heranspazieren, sahen das Schillern des Birkhuhns in den Binsen: vereinzeltes Rehwild kam ängstlich auf die freie Fläche heraus und ging wie der Blitz davon, wenn weit draußen im Grasmoor ein versprengter Bulle dröhnend den Tag begrüßte.
Oh, Gosvodi, wie bitter kalt ist es! Der Fuchs schnürte, schlau in Deckung bleibend, von irgendwoher kommend durch den gefrorenen Sumpf: er ließ sich nicht blicken, und nur wenn man sehr scharf binspähte, sah man hier und da ein Stückchen rote Rute um die Ecke streichen. Das war er, der Räuber, bei den Fallen an den Kurganen schnüffelte er herum, aber er ging nicht ans Luder, das hatte er nicht nötig, denn der Waldrand war voll von lebendigen Braten.
Oh, sie werden noch kommen, die Zobeltiere! ; Grischa hatte die Fährte zuerst gespürt, er, Grischa, j und nicht der schwerfällige, stumpfäugige Kolok Deshalb ärgerte es Grischa auch insgeheim, daß der andere bereits ganz selbstverständlich von „unseren" Zobelfellchen redete und überschlug, wieviel I der Kommissar im Depot wohl für gute Bälge I
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des harten Grases entdeckte.
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In diesem Augenblick steht Kolok plötzlich am- Er tut es nicht vorsichtig und langsam, nein, fl* räuschvoll und schnell stellt er sich auf die frost' starren Füße wie ein Bär, der das Winterlaqsk verläßt. Ist der Teufel in ihn gefahren? GrisO! hat den Fluch noch nicht zu Ende gesprochen, oller begreift, daß der andere gerade das Richtige tut- Die Zobel sind jetzt an die Fallen herangekommc^ in das Schnappen eines kleinen Tellereisens hineiü knallt Kolvks Gewehr — einmal — zweimal, flw streut sie ihre Schrotladunq, die leichte, moderir: Flinte, mit der der Kommisiar feine Pelzjäger ans« rüstet. Der Birkhahn ist entsetzt kollernd auffle* stiegen, er scheint auch etwas abbekommen zu habe^ schief hängt er in der Luft, wie er da gegen ov Taiga abstreicht. Aber wer fragt jetzt um das arrm' Leben eines Hahns? Grischa sieht etwas Brauns über einen schrägliegenden Stamm huschen, schießt, und dann ist das Braune weg. Hat er fl®1. troffen? Nein — da ist es wieder, das Brauns, und nochmals schießt der Ostjake.
(Fortsetzung folgt)
Ja, plötzlich waren sie da, keiner hatte sie kommen sehen, obwohl sie das Stück Boden zwischen 2ßaü) und Sumpf nicht eine Sekunde lang aus M Augen gelassen hatten! Lautlos biegen sich toif braunen Rücken um die starren Binsen, dunkel uiri seidigglänzend sind diese Rücken, wie frifdjgefalfcr! Kastanien, lang, regelmäßig und blaubereift schim« mert das Grannenhaar. Weiß der Himmel! Es M fehlerlose Bälge! Zwei — drei — nein, vier Tie-ie
Kleine politische Nachrichten.
Am 28. April, 7.30 Uhr, findet ein Reichsapp-ll der gesamten schaffenden Jugend statt. Aus einen Großbetrieb spricht der Leiter des Jugendamtes b» DAF., Oberbannführer Schröder Die Rede m/b auf alle Reichssender übertragen. Jungen und M' del der Großbetriebe hören die Rede in einem 3ii'
ctatet) Preß meldet aus Sydney, die schwierig Lage der australischen Truppen in Griechen!^ roert>e in Kürze z u einer politischen Kri e führen. Parlamentsmitglieder der Labour-ParH wollten die Regierung Menzies stürzei, nachdem der amtierende Premier F a d d e n zup« geben habe, daß das Kriegskabinett sich nicht nif dem ratgebenden Ausschuß, in dem die ßaböur«
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Partei vertreten ist, darüber verständigt hat, :b australische Truppen überhaupt nach ®rit- chenland geschickt werden sollten.
Argentinien nach wie vor neutral.
Buenos Aires, 23. April. (DNB. Funkspr.) Einem Vertreter der Zeitung „Nacion" erklärte bitj zur Zeit das Amt des Präsidenten ausübende Di.r> Präsident Argentiniens, Castillo, Argentinm werde nach wie vor neutral bleiben rb stets darüber wachen, daß diese Neutralität ni$ als Denkmantel für irgendwelche Handlungen 5i< nutzt werde, die die nationalen Interessen schädiM könnten.
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Istanbul, 23. April. (Europapreß.) Emmi, nuel Zuderos wurde mit dem Posten des gre« chischen Ministerpräsidenten betraut. Zuderos Bit bereits den Amtseid abgelegt. Er übernimmt glei^ zeitig die Ressorts für Außenpolitik, Finanzen iliIl Wirtschaft. Stellvertretender Ministerpräsident st nach wie vor Vizeadmiral A. Sakellariou.
Krise in Australien.
Neuyork, 23. April. (DNB. Funkspruch.) Ufo»
Des Führers Dank.
5ührerhauptquartter,22.April. (Djm Der 3 ü hrer gibt bekannt: „Z u m e l n e m 5 2.E,. burlsfag sind mir auch in diesem Jahr aus ally Gauen des Grohdeutfchen Reiches und aus dem Ar;, lande Glückwünsche und andere Zeichn des Gedenkens in so überaus großer An;ch zugegangen, daß ich auf diesem Wege allen, meiner an diesem Tage gedacht haben, meinen urf. richtigen Dank sage. Gez.: Adolf Hiller.
©er Führer empfing Außenminister Graf Ciano.
TB i en, 22. April. (DHB.) Der I ü h re r Hal o, 20.A-ril den zu einem kurzen Besuch in Wi,p weilenden königlich Italienischen Außenminis^ Graf Liano in Gegenwart des Reichsminisl^ des Auswärtigen von Ribbentrop empfang^ Graf Liano ist nach den Besprechungen, die er b Wien mit dem Reichsaußenminister hatte, roietn nach Italien abgereift.
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schleichen hinter dem alten Birkhahn her, der rin seiner hohen Zirbelkiefer heruntergeplumpst ist rrt abgesondert von den Hennen auf eigene Faust im Riedgras geht, ohne zu ahnen, daß er schon eiM' kreist ist von Mördern, die ihm keinen Platz flp lassen haben zu schnellem Abstrich. Rechts, lin und vor ihm haben sie sich verteilt, indes er unsi l; dem gefrorenen Moos arglos nach Beeren scharm- y Dabei geht er immerzu vorwärts, den Fallen lA । wie ein guter Hund führt er die Zobel dem Schl« i* elfen entgegen. Die Sonne hat schon ihr volles AM litz über den Horizont erhoben und ist vor bei Anhauch der Schneefelder verblaßt. Eine Rieke klo.1 am Waldrand, auf dem Stückchen Grasboden Z schen den Sümpfen prescht ein Hase lebenslusl J und unvernünftig dahin, kreuz und quer tollt davon, daß der Schnee stäubt.
ren", weil sie von dort aus am raschesten dieEi,» schiffungshäfen erreichen können. In bei. 1 selben amtlichen Bericht heißt es,-daß der Rückzig von australischen und neuseeländi. schen Truppen gedeckt werde.
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Zuderos neuer griechischer Mnisterpräsidenk
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Französisches Geschwader befreit französischen ©ampfer.
Vichy, 23. April. (Europapreß.) Ein an tar am afrikanischen Westküste patrouillierendes franz«!' fetHii sches Geschwader entdeckte den französischen FwG dampfer „Fort de Franc e", der von einen m englischen Kreuzer aufgebracht roori-n war. Der Kreuzer stand im Begriff, den frany- fischen Dampfer nach Gibraltar zu bringen. Infolge des Einschreitens des französischen Geschwade"S l eß der englische Kreuzer von seiner Beute -cb und der Dampfer „Fort de France" wurde von fr tu französischen Kriegsschiffen nach Casablania (Marokko) gebracht. Die Nachricht machte in VW einen starken Eindruck.
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