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Die Schlacht um Habbania

gegen Habbania durch. D u t

60 kann es nicht

aus:

24. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

- - ,wnvu um vnipiuiiqi \yciuu veil sich auf. besitznehmenden Griff seiner Arme imb die zärt- putzte, daß I liche Schwingung seiner Stimme wie einen Stoß.

Bagdad, 21. Mai. (Europapreß.) Der irakische Heeresbericht vom Mittwochnachmittag meldet: Die Schlacht um Habbania dauert an. Un­

sere Vorposten schlugen mehrere feindliche Patrouil­len zurück. Unsere Luftwaffe führte Dienstag 18.30 Uhr einen Angriff zende von Bo

Dann horcht er, aber es kommt nur ein schwacher Laut als Antwort. Wiederum empfängt Gerda den

Neue Erfolge Fauzi Kaukjis.

Bagdad, 22. Mai. (Europapreß.) Die Frei­scharen Fauzi Kaukjis erzielten große Erfolge im Guerillakriea an der transjordanischen Grenze. Es gelang ihnen, eine britische Polizei-

Das neue Kroatien.

Eine Ansprache des poglavnik König Tomislav II.

Aus den gelichteten Baumen rieselte am sachter Regen aus verfärbtem Laub, auf dem Kühler hatte sich Sin großes goldenes Linüenblatt zur Ruhe gelegt. Es war sehr still. Die Frau in der Wagendecke machte sich ganz klein und kämpfte tapfer mit einem nervösen Zittern. Gewiß, sie ist kein verantwortungsloses Mädel mehr, sie war's auch nicht an jenen trunkenen Abenden im August, als die Sterne und Clemens' Kopf so Dermirrenb nahe schienen. Bor einem Bauernhaus im Dorf blies einer auf dem Horn, und in den Haseffträu- chern am Ufer wachte ein Bogel auf und versuchte zu singen. Es waren nur ein paar schlaftrunkene verlöschende Triller, aber sie gaben den letzten An­stoß. ---Clemens würde nie verstehen, daß

Gerda ganz waffenlos, ganz bereit war, .zugeben, weil der dumme Bogel nicht wußte,

Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Wie aus Pa* lastina gemeldet wird, ist der gesamte Auto­verkehr im Lande von einer polizeilichen Son­dergenehmigung abhängig gemacht worden. Kem Auto darf künftig ohne Passierschein über - , - - -- --i den seltensten Fällen ge*

Oie USA. der Komplice Englands.

Rom, 21. Mai. (Europapreß.) Gilbert Rodfern, ein Mitarbeiter des ehemaligen Präsidenten Hoo­ver, ist von einem mehrere Monate dauernden Europaaufenthalt nach den Vereinigten Staaten zu- rückgekehrt. Er sollte dort die Vorarbeiten für den Hooverschen Plan zur Lebensmittelver« sorgungindenbesetztenGebieten durch­führen^ der aber inzwischen an beim Widerspruch Englands gescheitert ist. Rodfern führte vor der Neuyorker Presse aus, die Bevölkerung in den be­

setzten Gebieten verachte und verurteile die USA., weil sie sich zum Komplicen Englands bei dessen verbrecherischer Lebensmit­telblockade machten. Diese nordamerikanische Mit­wirkung sei ein unauslöschlicher Flecken auf dem Schild der USA. Die Behauptung, die Achsenmächte zögen vorläufig aus den Versorgungsmaßnahmen der* besetzten Gebiete Vorteile, wies Rodfern ent­schieden zurück. Auch General Pershing und Admiral Pratt seien mit Rodfern, so berichtet Tribuna", völlig einer Meinung.

Schwere Strafen

gegen de-Gaulle-Anhänger.

Vichy, 21. Mat. (Europapreß.) 56 Anhänger de Gaulles, Unteroffiziere und Mannschaften, wur-

unabhängig an der Seite freier und unabhängiger Nationen als Gleiche unter Gleichen. Die wichtigsten Grenzen unseres Staates haben wir be­reits sicherstellen können. In Kürze werden auch die anderen festgelegt fein. Schon heute ist der unab­hängige kroatische Staat weit größer, als er jemals im Laufe seiner Geschichte gewesen ist. Ich kann euch heute auch sagen, daß sich der Prinz aus dem Hause Savoyen an die besten kroatischen Traditio­nen in jeder Weise anschließen wird. Er wird den Namen Tomislav II. annehmen und in Du- oansko Polie gefrönt werden. Mit der Politik der persönlichen Interessen haben wir abgeschlossen. Unsere Parole ist Ordnung und Arbeit. Wir wollen auch in dieser Hinsicht dem Beispiel unserer Verbündeten folgen." Der Poglavnik schloß, auf der Grundlage der Arbeit und der Anerkennung des Bauerntums werde ein souveräner Staat entstehen, für den die Ustaschi-Bewegung das feste Bollwerk bilden werde.

Mit vielen Vorbehalten läßt sich die geistig­moralische Situation der USA. mit der des wil­helminischen Deutschlands vergleichen. Auf den Fachgebieten machen die Wissenschaften große Fort­schritte. In der Wirtschaft werden noch immer sehr beachtliche Ergebnisse erzielt. Allein, was bei uns hie berüchtigteReichsverdrossenheit" gewesen ist, das ist in den USA. von heute die soziale Jnstinkt- miast. Alle Kreise der Bevölkerung sind von einem " ifen Unbehagen^ gepackt und immer deutlicher

der einem den Atem nimmt. O ja er versteht etwas von den Frauen, dieser kühle, hochmütig m sich selbst zurückgezogene Mensch, sie kann es er- messen an der Zielsicherheit, mit der er sie umstellt hat, an der Unfehlbarkeit seines Angriffs, an ihrem narrisch veränderten Pulsfchlag, wenn sie über zehn Meter Entfernung hinweg seinen Augen begegnet, die grau sind wie der Stahl der Gewehrläufe.

fassen Sie mich los", verlangt Gerda ohne Ueberzeugung und weiß genau, daß dieses abge­hackte, zu nichts verpflichtende Gemurmel neben ihrem Ohr später hundertmal nachklingen wirb, daß sie hundertmal zurückflüchten wird in dieses Ge­fühl, das sie jetzt erfüllt, zurückflüchten wie auf eine glückliche Insel.

Aber plötzlich sagt Clemens ein Wort, das sie aufweckt.An wen denken Sie jetzt?" sagt er,an den Mann mit dem Potergesicht?"

Wer hat ein Potergesicht?"

Ich frage mich immer wieder", redet Clemens weiter, und sein Arm löst sich von chr,ob da ein anderer Mann im Weg steht? Oder liegt's an mir? Bin ich ein Stümper?"

"Sie haben meine Frage nicht beantwortet, ich will wissen, wer ein Potergesicht hat?"

"0h, Ähr unverwandter Kurmacher natürtidk Lassen Sie sich warnen, Gerda, der Mairn ist me- thodisch und herzlos, wenn er auch, das sei zuge- geben, derzeit ein bißchen verliebt in Sie ist. War­um kann er mich übrigens nicht leiden?"

Spüren Sie das?"

Immer!"

Beneidenswert", sagte Frau Maurer verwun­dert,er findet, Sie sehen aus wie eine Million Dollar."

Dr. Kempf zog die Oberlippe herauf.Sagen Sie ihm, daß seine Schätzung ungefähr stimmt."

Die junge Frau neben ihm setzt sich gerade. Genug mrt dem beziehungsvollen Unsinn, mit dem ver­deckten Geplänkel und den Settenhieben nach einem Abwesenden, der sich nicht verteidigen kann. Paul gehört zu den Leuten, die chr eigenes Schwerge­wicht am Schwimmen hindert. Er kommt nicht hoch Candreni Lom Konstanza. Er fällt von einem Balkannest ins andere, wie in Löcher. Wüßten Sie keine Stellung für mich, Herr Dok­tor?/ wollte sie unvermittett wissen.

' (Fortsetzung folgt.) z

den am Dienstag vom Mlitärtribunal der 13. Di­vision in Clermont-Ferrand in Abwesenheit ver­urteilt. Die Militärrichter sprachen sieben Todes­urteile wegen Fahnenflucht ins Ausland, Hochver­rats und Mitnahme militärischer Gegenstände aus. Acht Angeklagte wurden zu lebenslänglicher Zwangs­arbeit, die übrigen zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Das Militärgericht verfügte die Ein- ziehung des gesamten Vermögens der Verurteilten. Frankreich will Martinique verteidigen

Obrigkeitsstaat geblieben, nur mit der Abwandlung, daß ote Obrigkeit nicht repräsentiert wird durch einen Monarchen, sondern durch konkurrierende Hintergrundeinflüsse oft recht penetranter Art. Sich mit einem örtlichen Würdenträger in einem der ErnAelstaaten der USA.anzulegen", ist entschieden gefährlicher als eine kleine Majestätsbeleidigung im Bismarckschen Reich. Denn im Bismarckschen Reich gab es dafür eben eine entsprechende Gerichtsver­handlung auf Grund eines klar umrisfenen Straf­gesetzes. In den USA. tobt sich aber der ungezügelte Haß eines solchen örtlichen Tyrannen hemmungslos aus und ruht nicht eher, bis das schwarze Schaf die Weidegründe verläßt. Mit einem Wort: Ran- tihw und Willkür toben sich viel verheerender aus als ein Prozeß roeaen Majestätsbeleidigung.

Die Parteien in den USA. sind überständig. Die ursprünglichen Antriebe zu ihrer Bildung sind längst vergessen. Sie sind nichts anderes als der Kader für diese Ortsgewaltigen. Wenn wir heute lesen, daß die Roosevelffche Politik trotz der Wahlerfolge auf Älgemeine Gleichgültigkeit stößt, so ist das eben das Ergebnis des wesentlichen Tatbestandes, daß .zwischen Staatsführung und Volk eine breite Lücke klafft. Wer die Anfänge der Roofeveltschen Amts­tätigkeit verfolate, mußte schon 1933 darin die eigentliche Gefahr für sein Regime sehen. Und so ist >es auch gekommen. Dieneue Politik" (New deal) hat nut Mühe und Not die schlimmsten Kata­strophenwirkungen der damaligen Weltwirtschafts­krise überwunden, blieb aber immer umstritten und scheiterte gänzlich am Problem der Arbeitslosigkeit. Nr Gegenstück war übrigens eine ungeheure Der- ftyuldung des Landes.

Die eine Motivenreihe zeigt uns also Franklin Roosevelt als den verhinderten Reformator. Und hier liegt der Schnittpunkt mit der zweiten Mo- ttvenreihe: mit der Jnstinktfurcht des Amerikaners vor den neuen Problemen der sozialen Frage, die bisher für ihn nicht bestanden hat. Die soziale Frage bestand für die USA. deshalb nicht, weil bis 1910 immer neues Siedlungsland zur Ver­fügung war. Das hat aufgehört. Und seither ver­schärft sich die soziale Frage in einem unerhörten Tempo, well ganz plötzlich der große Puffer zwi­schen Arm und Reich weggefallen ist, weil nicht mehr die großen Aufstiegsmöglichkeiteneine Chance für jedermann" nieten.

mben wurden auf Hallen und Lagerschuppen abgeworfen und verur­sachten großen Schaden und Brände, deren Flam­men sehr wett zu sehen waren. Ein anderes Luft­geschwader bombardierte Micailla. Zwei feind­liche Flugzeuge versuchten aufzusteigen, wurden aber durch unsere Flieger abgeschossen, bevor sie Höhe erreichen konnten. Zwei feindliche Flugzeuge versuchten Dienstagabend unsere Stellungen zu überfliegen. Ein Flugzeug wurde abgeschossen, das andere in die Flucht geschlagen. Andere Luftge- schwader beschädigten durch MG.-Feuer zwei For­mationen englischer Flugzeuge auf dem Boden, und zwar handelte es sich um etwa 20 zweimotorige Apparate.

die aufziehende Helle über dem Mütscher Joch der Mond war und nicht die Sonne.

Jetzt lächelte sie den gelben Bäumen ein geistes­abwesendes Lächeln zu und sah dabei aus den Augenwinkeln Clemens' Profil, das geliebte, kühne, undurchsichtige Profil dieses Mannes, den eine gü­tige oder erbarmungslose Vorsehung sie getraute sich nicht, darüber zu entscheiden in ihren Weg geschleudert hatte, um chr ein kurzes Glück voll schmerzlicher Intensität und eine lange, lange Er­innerung zu geben, die niemals ihren Glanz ver­lieren würde. Clemens Kempf steht außerhalb chrer Bahn, und das, sagt sich Gerda vor und spürt seine Hand fest um ihre Finger geschlossen, das darf man nicht vergessen. Clemens vergißt es auch nicht. Ein Strom von Wärme geht von der großen, kno­chigen Hand aus und sammelt sich rings um ihr Herz.- Er soll sie nicht festhalten, er hat kein Recht, ihr das bißchen Kraft und Selbstbehauptung wegzunehmen, die sie so bitter braucht. Windge­jagte Herbstfäden sind noch in der Luft, einer kommt durch die heruntergeturbelte Scheibe herein und streicht eine Sekunde lang über ihr Gesicht. Es ist wie eine Liebkosung.

Feige, Gerda?" erkundigte sich Kempf halblaut.

Nicht feig vernünftig."

Er wendet den Kopf, die starke, einheitliche Linie fernes Profils zerbricht.Sie sind aber doch nicht vernünftig, Gerda--nicht vernünftig und nicht

überlegt. Sie sind alles das nicht, was sie so gerne spielen wollen. Sie müssen wissen, daß ich etwas von Frauen verstehe, und Sie sind von der Sorte, von der man nicht loskommt, weil sie so ungeheuer werblich sind. Sie müssen", stößt Kempf zwischen den aufeinandergebissenen Zähnen hervor,eine wundervolle Geliebte sein widerspenstig und zärtlich und füß." Seine Hand geht von ihren Fin- gern weg und schiebt sich zwischen Rücken und Polsterung. Der Wagen steht zwischen Herbstfäden und fallendem Laub--Clemens Mund liegt

wieder auf dem ihren--es ist so wie früher

mein Gott, so wie früher?Wie können Sie sich unterstehen, mir so zu Kops zu steigen? Ich bin entsetzlich in Sie verliebt!"

Der irakische Heeresbericht vom 20. Mai meldet: Mr haben die Stellungen in der Gegend von Basra und Kouatba bombardiert. Ein Offi­zier und mehrere Dutzend britische Soldaten sind in dem Gefecht bei Kouaiba getötet worden, lieber- läufer berichten, daß der Gegner infolge der schwe­ren Verluste, die er erlitt und die besonders für die Abteilung unter dem Befehl des Obersten Jerr fühl­bar sind, sich zurückziehen mußte. Hunderte von Verwundeten wurden nach Indien a6trans­portiert. Die Toten wurden in den Fluß geworfen. Unsere Flugzeuge bombardierten mit guter Wirkung das Lager Ginelderbane. Die englische Luftwaffe hat die Stadt Mossul angegriffen und dabei die Zivilbevölkerung mit Maschinenge­wehrfeuer beschossen. Der englische Heb.

Rom, 21. Mai. (Europapreß.) In dem festlich mit kroatischen, italienischen und deutschen Flaggen geschmückten Agram hielt der Poglavnik, Ante P a v e l i t s ch , seine erste Rede an das kroatische Volk. Bisher hatte der Poglavnik lediglich vor der Ustaschi-Bewegung gesprochen. Er grüßte mit aus- gestreckter Hand, während die Nationalhymne er­klang. Pavelitsch erschien in der Uniform der Ustaschi--Bewegung. Er entwickelte die Geschichte des nationalen Kampfes des kroatischen Volkes und er­innerte an die Vorläufer und Bekenner der Be­wegung.Man sagte, wir Ustaschi ständen im Solde des Auslands. Heute aber sind alle diejenigen, die damals diese Anklage gegen uns richteten, selbst Söldlinge des Auslands. Wir aber haben den un­abhängigen kroatischen Staat geschaffen. Unseren Kräften haben die beiden großen Führer Deutsch­lands und Italiens ihre Unterstützung angedeiyen lassen Unsere Dankbarkeit für diese Unterstützung wird immerwährend fein. Wir leben jetzt frei und

tiefen Unbehagen aepa spricht sich das Gefühl ______

wettergehen!" Extreme sozialpolitische, auch gerade­zu sozialrevolutionäre Forderungen tauchen auf, wie z. B. das Schlagwort:Jedem Mann über 60 Jahre seine Eier mit Speck!" Das ist nun auch eine Form, in der sich das Verlangen nach einer genügenden Altersfürsorge ausspricht.

In dieser geistigen Krise steht nun Roosevelt, der verhinderte Reformator. Er spielt diese Rolle deshalb, weil er zwar Probleme gesehen hat, sie aber grundsätzlich nur mit Methoden der amerika­nischen Vergangenheit und eines überlebten Jahr­hunderts bewältigen will. Etwa genau so wie die Sozialvolttik des Zweiten Deutschen Reiches nicht den Absprung zu einer neuen Gesamtschau fand. Die Amerikaner selbst halten Roosevelt für einen Revolutionär. Das ift er eben nicht. Er will das amerikanische Wesen einer überlebten Zeit mit ei­nigen neuen Mitteln erhalten. Aber er sieht nicht die neue Zeit. Er fühlt den Boden unter feinen Füßen schwanken. Und nun flieht er aus der Jn- fttnktangst vor dem eigenen sozialen Problem in die Kriegspsychose und neigt sein Ohr allen Kriegs­treibern gleicher oder ähnlicher Herkunft. Darum der große Lärm und die heftige Schaumschläaerei Roosevelts! Dr. Ho.

formation aufzureiben und über 20 Autos zu er­beuten. Zahlreiche feindliche Panzerspähwagen wurden zerstört. Die Freischaren erhalten ständig Zuwachs aus den Kreisen der nun offen gegen Emir Abdullah rebellierenden transjordanischen Beduinenstämme.

Der Jemen mit dem Irak solidarisch.

Damaskus, 21. Mai. (DNB.) Der Zustim­mung der jemenitischen Bevölkerung zum arabischen Freiheitskampf gibt die ZeitungAttman" Aus- druck.Atiman", die in Sana, der Hauptstadt des Landes, erscheint, ist die einzige Zeitung des Je­men. Der Name Irak, so schreibt das Blatt, ist ein heiliger Name geworden. Er ist Sym­bol des arabischen Wider st andes gegen die britische Tyrannei. Wir wünschen, daß die ira­kische Militärmission im .Jemen bleibt und uns schnell und gründlich lehrt, wie man das Schwert gegen England führt. Diese Militärmission ift uns Unterpfand der irakisch-jemenitischen Solidarität.

Oie Drusen unterstützen den Irak.

Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Das nationale Verteidigungskomitee in Damaskus veröffentlichte ein Manifest der Drusen als Antwort auf britische Rundfunkmeldungen, die behaupteten, daß die Drusen mit der irakischen Haltung nicht ein­verstanden seien. In dem Manifest erklärt Sultan Pascha Attache, der Leiter des Drusenaufstandes von 1925, die Drusen unterstützten den Irak in seinem Freiheitskampf. Der gegenwärtige Chef der Drusen, Mustafa Atrache, stellte eine Mitarbeit ferner Truppen an der Seite der französffchen Ar­mee in Aussicht für den Fall eines britischen An­griffs auf Syrien.

Gaudi-Arabien

erhebt Anspruch auf Akaba.

Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Wie aus Dschidda gemeldet wird, hat die saudische Regierung dem britischen Gesandten Sir Reader Bullard eine Note zugeleitet, in der der Anspruch auf den süd­lich der Sinai-Halbinsel am Roten Meer gelegenen Hafen von Akaba formell erneut vorgebracht wird.

, .ver­

fall forderte zahlreiche Opfer. Einen zweiten An­griff unternahmen die englischen Flugzeuge auf eine Ortschaft in der Nähe von Mössul. Auch bet diesem Angriff wurden Zivilpersonen getötet

Vornan von Elisabeth Holt.

ei nen eventuellen Angriff b er Der« einigten Staaten zu ergreifen. Die Befeftb gun ^arbeiten werden erweitert. Die französischen Behörden haben insbesondere beschlossen, die auf Martinique befindlichen Goldreserven du Bank von Frankreich zu verteidigen und nötigen­falls die Zitadelle in die Luft zu sprengen.

Frankreich kennt allein seine Interessen.

Vichy, 21. Mai. (DNB.) Dir Rede Roosevelts, in der Frankreich öffentlich beschuldigt wird, Deutschland das französische Kolonialreich zur Ver­fügung zu stellen, ist Gegenstand hefttger Reaktion in der französischen Presse.Actton $ran$aife" sagt, wo hören eigentlich die amerikanischen Interessen auf? Das Argument Herrn Roosevelts von der Gefährdung der amerikanischen Sicherheit ver, fd)leiere in Wahrheit bestimmte Gelüste. Die Mon. roe-Doktrin bedeute in der Auffassung des Herrn Roosevelt, daß sich Europa nicht mehr in ameri­kanische Angelegenheiten mischen dürfe, daß Ame­rika aber von nun an gedenke, sich in europäische Angelegenheiten einzumischen. Frankreich habe das Recht, allein zu beurteilen, wo seine eigenen Interessen liegen. Die französische Politik schließe keine Bedrohung Amerikas ein. Das ist der ©rurtb, weshalb bei uns jede unfreundliche Geste auf ab­solute Festigkeit stößt.

Vansittart zurückgetreten.

Stockholm, 21. Mai. (DNB.) Wie Reuter meldet, hat Sir Robert D a n s i 11 a r t den Wunsch ausgesprochen, sich von seinem Amt als diplorna- tischer Berater der Regierung bei Vollendung fei­nes 60. Lebensjahres im Juni zurückzuziehen. Der Staatssekretär im Außenamt habe das Rückttitts- gesuch angenommen, werde aber auch weiterhin auf den Rat Vanstttarts zurückgreifen. Sir Robert Vansittart werde an dem nächsten Geburtstags des Königs den Titel eines Barons erhalten.

Als Vansittart am 1. Januar 1938 zur Ent- lastung des damaligen Außenministers Eden zum diplomatischen Hauptberater der britischen Regie­rung ernannt wurde, war der von einem gewissen geheimnisvollen Nimbus umwitterte und daher ott alsgraue Eminenz" des Foreign Office bezeich­nete Beamte bereits als fanatischer Deutschenhasser bekannt. Obwohl er während der Olympischen Spiele 1936 sogar persönlich das neue Deutschland besuchte und heuchlerische Lobesworte für die mu­stergültige Durchführung dieses großen Friedens- festes fand, wußte doch alle Welt, daß Vansittart einer der eifrigften Kriegshetzer und verbissensten Feinde einer neuen Ordnung in Europa war.

Als er das Ziel seiner lahrelangen Kriegshetze erreicht hatte, hat er seinem Haß keinerlei Zügel mehr angelegt und Deuffchland in Reden und Zei­tungsartikeln bei jeder Gelegenheit in der gemein­sten Weise beschimpft. Er war es, der in seinem berüchtigtenSchwarzbach" einer Sammlung ver­schiedener Rundfunkreden, die deutsche Natton als europäische Schlächter" branbmarfte und die Deut­schen als »engherzige traurige Roboter" begeiferte. Wenn dieser üble Hetzer und Kriegsverbrecher jetzt offiziell hinter den Kulissen verschwindet, so ge­schieht dies zweifellos nur, um wieder wie früher in geheimnisvollem Halbdunkel seinen verhängnis­vollen Einfluß umso unauffälliger und nachhaltiger ausüben zu können.

Zahlreiche neue Verhaftungen in Aegypten.

Beirut, 22. Mai. (Europapreß.) Die ägypttschs Polizei hat unter britischem Druck Hunderte von Personen festgenommen, die angeklagt werden, mit Aasri Pascha, dem spurlos verschwundenen Generalstabschef, in Verbindung zu stehen. Eine Untersuchung wurde gegen fast alle Offiziere der ägyptischen Luftwaffe eröffnet. Sie wurden einstweilen vom Dienst suspendiert. Zwei englische Kompanien sind seit drei Tagen unterwegs, um uach dem verschwundenen ägypttschen Offizier zu suchen.

Wachsende Unruhe in Palästina.

Sie ist nach Hamburg zur Auktion gefahren, um sich den Zobel zu holen diesen Zobel, der damals in Zürich an der Lifttür gehangen hat, während Alwine unten im Parterre starb. Es ist allerhind nicht? Pola muß innen aus Gußeisen fein."

"Pst", der Professor hob einen warnenden Finger. Droben ging eine Tür, und dann schlenderte Dr. Kempf langsam über die Stiege. Seine linke Braue zuckte ein bißchen in die Hohe, er sagte: Hallo, Professor, schon zurück?" wahrend er Brix die Hand schüttelte. Er war bei Pola zu Besuch gewesen. Dabei suchte er mit den Augen nach seinem Hut und war kühl wie eine verschlossene Auster. Nachher horte man ein erstauntesOh" auf dem Treppenabsatz sehr mit ihren Handschuhen be­schäftigt kam Gerda und begrüßte den zurückgekehr- ten Professor. Dr. Kempf entschloß sich zu der Mit­teilung, er nehme Frau Maurer, die am Ring zu tun habe, in seinem Wagen mit.

Sie machen einen Umweg", sagte Gerda, als sie fuhren. Es machte ihr nichts aus, sie lag zurückge- lehnt im grauen Leder und atmete durch die herab- gelaffene Scheibe den feuchten Wind, der ein bißchen nach Rauch schmeckte. Irgendwo in der Nähe ver­brannte man Unkraut, lieber dem Kahlenberg feget, ten Wolken, der Laubwald an seinen Hängen war gelb und rot gefleckt, er bekam auch schon kahle Stellen. Ganz durchsichtig standen die Ränder in der sonderbaren Beleuchtung der roäfferigen Herbstsonne.

Schlechtes Wetter hier", sagte Dr. Kempf, ohne den Kopf zu wenden,kälter ist es auch bei uns oben in Hamburg nicht."

Frau Maurer hängte den Arm in den Leder- sHlupf. der von der Decke herunterbaumelte.Wollen öte nach Hause fahren?"

Nein, noch nicht. Ein oder zwei Wochen wird man mich hier noch dulden muffen.

Oh, von dulden kann doch feine Rede fein/*

Plötzlich blieb der Wagen unter einer Gruppe von wind,zerzausten Linden stehen. Dr. Kempf veränderte die Haltung.Gerda", sagte er,seit vierzehn Tagen versuche ich, mit Ihnen allein zu reden. Sie beneh­men sich nicht sehr fair. Schließlich sind Sie kein un° verantwortliches kleines Mädel mehr, sondern eine Frau ich muß es bet Ihrer Schönheit und Ihrer Art, mich hinzuhalten, annehmen, eine sehr erfahrene Frau." (Hier wurde Gerda rot und dachte tief in iljrem zornigen Herzen, daß Clemens ein Esel sei.)

Ihr Ellenbogen, verlockend vor Clemens Nase aufgehängt, gelangte in seine Hand, die Finger unter dem dicken Fahrhandschuh waren hart wie Eisen­klammern.In Mötsch, Gerda, hat es ein oder Mei Augustabende gegeben, an denen Sie weit ge­nug gegangen sind, um mich mehr erwarten zu lassen. Herrgott, was waren ©ie süß und weich und leicht, in Ihrem roten Kleid, wie Sie mit Steinen nach den Sternen in dem See geworfen haben ich glaube, Sie sind beschwipst gewesen damals. Ich war s beftimmt. Aber doch nicht jo trunken, um nicht beurteilen zu können, daß Ihre Küsse nicht leichtfertig waren. Ich wollte Ihnen Zett geben, ndtfjt drängen, verstehen Sie, Sie sind mir näher und näher gekommen furchtsam, wie meine Hirsche an Salz Herangehen. Und dann auf ein» mal Schluß. Gepackte Koffer, Depeschen Pola ift keine Frau, sondern ein Alarmapparat. Nie im Leben kommt sie mtt mehr ins Haus."

12. Kapitel.

Poris, 21. Mai. (DNB.) Die auf Martinique stationierten französischen Land-, See- und Luft- strettkräfte haben, wie derMatin" aus Fort de France metoet. Befehl erhalten, die notwendigen UUw vuti iuhihu Maßnahmen zur Verteidigung der Insel ge g'e n'Land fahren, der nur in