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22./25.Sebruarl941
llr. 45 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)
Hans Thyriot.
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Gießener Woche für Kunst und Literatur Feierstunde in der Reuen Aula.
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| Im Augenblick ist von alledem nicht mehr viel zu stehen. Wir wissen, daß sich zu unserer Rechten die ‘ ,roßen Schlachtfelder erstrecken, wir wissen, daß die ' Götzen nördlich vor uns die Forts von Vaux und Douaumont tragen. Wir wissen aber auch, daß It rst jetzt, 25 Jahre später, der große Kampf von Damals sein wirkliches Ende findet. Die zwei Jahr- ehnte waren nur ein Zwischenspiel, das eine Pause, iber keine Klärung brachte. Während wir nun ab- »ärts auf die Stadt Verdun zufahren, weisen uns Deutsche Schilder den Weg, und wir sehen, daß hier Deutsche Truppen, unauffällig und zurückhaltend, iber doch unzweideutig und bestimmt, diese Stadt m Besitz genommen haben, die gleiche Stadt, die wir damals nie zu sehen bekamen. Diese Stadt, um »ie jahrelang gekämpft wurde, fiel am 15. Juni 1940, in einem einzigen Tage, in deutsche Hand. Vom >1 Februar 1916 — dem ersten Tage des Groß- ingriffs auf die Festung, bis zum 15. Juni 1940 —, las ist ein weiter Weg. Aber es ist wohl wert, einen Rückblick auf diesen Weg zu tun, denn dieser
1 ° 5«,mesväry. Erle mit drei gestohlenen, matschigen Zwiebeln und einer CS raVeH als bewährten rührenden Räubergeschichte als lügenhafter flärni- kulturellen Gem-inlchaftswerk, scher Eulen,pi-g-l die Gemüter in Wallung bringt
— besonders auch dem Intendanten H. W. Klein, der sich um die künstlerische Ausgestaltung der Woche hervorragend verdient gemacht habe. — So möge uns die vom Alltag befreiende Feierstunde Kraft verleihen im gegenwärtigen Schicksalskampfe. Sieg-Heil unserm Volke — Sieg-Heil unserm Führer!
Der Teufelstanz von Josef Hellmesberger leitete über zu der Vorlesung von Rombach, der, von Beifall begrüßt, zunächst seiner Freude über die Einladung Ausdruck gab und, anknüpfend an eine Stelle aus feinem großen Roman „Der junge Herr Alexius", jene Tränen, die wir beim Lachen weinen, als die herrlichsten pries. Echter Humor sei mehr als der raketengleich verpuffende, schnell vergessene Witz', er müsse eine innere, wärmende Heiterkeit erzeugen, die zum Lächeln und zum Schmunzeln führt und die Dinge der Tragik entkleidet Er, Rombach, habe sich den Mut zum Humor ge^ nommen und er hoffe in seinen Büchern etwas vom Erbe seiner schwäbischen Heimat bewahrt zu haben, das man vielleicht Humor nennen könne.
ausbrach. Die Szene ereignet sich in einer Schenke einem sog. Comparitium, wo der Torfknecht Adrian
'Professor Eger, -
iund Stadtbaudirektor ©ran
erträgliche Spannung, doch entgingen wir der fahr, da er um ein weniges zu weit schoß.
Dann hackten die Maschinengewehre, unsere tillerie fuhr in den Forst viele hundert Meter
uns; eine breite Straße, deren Böschungen uns und den Franzosen Deckung bot, trennte uns vom Feinde, so lagen wir uns in dieser Nacht gegenüber. Mitunter, wenn sich irgendwo ein Licht brach, schossen wir, doch dann schwieg der Granatwerfer, die atmende Schwüle des Waldes verdichtete sich, dann ließ die Spannung nach, als wir fest an» gepreßt am Hang dem Feinde, ohne Sicht zu haben, gegenüber waren und noch Zeit hatten.
Als, vielleicht verirrt, e*ne schwere Granate nicht weit hinter uns einschlug, ohne uns zu schaden, flüsterte einer mir zu: „Der da gestern gefallen ist, den habe ich einmal beneidet wie nie wieder später
einen Menschen. Wir waren zusammen auf der Schule und zu einem Weihnachtsfest, wann, weiß ich nicht mehr, schenkte ihm sein Vater alle zweiunddreißig Bände Karl May.. Und jetzt kam es mir o an, da dachte ich gerade an ihn und dies, ob er wohl noch die Bücher gehabt hat —
Der Granatwerfer ließ wieder eine Bombenserie aus dem Himmel fallen. Sie suchten unser schweres Maschinengewehr.
Nach einer Weile wurde es still.
„Ach ja", sagte der Soldat, „diese Bücher. Heber- Haupt, weißt du, ich hatte selber eine ganze Menge und habe sie verschlungen. Du brauchst nicht darüber zu lachen, ich kann es nicht sehen, aber ich denke mir, daß du es nun tust.
Ich habe sie sehr gern gehabt. Den Buffalo Bill liebte ich besonders. Und Hadschi Halef ben Omar.
Sage auch nichts gegen die kleinen Hefte, dir wir unter der Schulbank lasen. Einmal wäre ich beinahe von der Penne geflogen, weil ich in der Chemiestunde Frank Allan schmökerte. Oder erinnerst du dich noch an Percy Stuart und Mae Hollister? Das sage ich dir, wenn ich diesen er« börmlichen Hollister einmal erwischt hätte ..."
Uitt — pfiff ein Querschläger vorüber.
„Du mußt leiser reden", sagte ich.
„Na ja", sagte er und nahm den Kopf weiter in den Dreck. „Als der arme Percy feine hundertzweiundneunzig Aufgaben, soviel waren es, glaube ich, erfüllt hatte, bloß weil er in diesen verrückten Ex- centric-Club kommen wollte, da sollte er doch angeblich die letzte Aufgabe nicht ganz gelöst haben. Und nun mußte er noch einmal soviel Aufgaben schaffen. Das war eine Sache, zumal wir ehrlich an die Wahrhaftigkeit dieser Dinge glaubten.
Jedenfalls hatten wir den Gewinn, daß wir immer auf der Seite des Guten standen. Gefährlich wurde es nur, wenn unser Lehrer die Hefte erwischte, er soll sie zwar immer verbrannt haben, doch bin ich davon heute noch nicht ganz überzeugt; er hat sie bestimmt gelesen, denn er bewies oft eine verblüffende Namen- und Sachkenntnis."
Er schwieg.
Nach einer Weile sagte er: „In vier Minuten greifen wir an. Wir wollen langsam die Handgranaten fertigmachen —"
Wie man Putzlappen spart . «
Zum Nachpolieren genügt beim Herdputz oft eine zerknüllte Zeitung an Stelle eines weichen Lappens. Zum Putzen selbst aber soll man stets einen feuchten Lappen nehmen, weil man damit weiter \ kommt.
WEEN Herdputzpulver
Der 22. Februar, der zweite Kampftag, brachte erneute heftige Kämpfe. Insbesondere waren sechs Diwisionen auf 10 Kilometer breiter Front etwa 2 Kilometer vorwärts gekommen, 3000 Gefangene waren eingebracht, dazu einige Geschütze. Aber auch die eigenen Verluste beliefen sich auf rund 3000 Mann' Am Ende des dritten Kampftages war die ganze erste feindliche Stellung in deutscher Hand. Der 25. Februar brachte dann die Wegnahme von Douaumbnt durch die kühnen Männer des II Bataillons des brandenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 24. Hier wurde ein Handstreich unternommen, der bis dahm eigenartig in der Kriegführung war, und der im wesentlichen der hervorragenden Verantwortung und Entschlußfreudigkeit selbständig handelnder Unterführer zu danken ist. Es sind vor allem die Namen des Hauptmanns Haupt, Oberleutnants v. Brandts und Leutnants der Reserve Radtke, die sich hier dauernden Kriegsruhm erwarben. Die brandenburgische Infanterie überschritt ihr Tagesziel und bekam die fast völlig unzerstörte Panzerfeste in ihre Hand, obgleich das Fort noch unter schwerstem eigenen Artilleriefeuer lag. Ein Versuch der Franzosen, das Fort in der Abenddämmerung zurückzuerobern, scheiterte blutig im Feuer der in größter Eile mustergültig verteilten deutschen Fortbesatzung. Die Siegesstimmung hielt auch in den nächsten Tagen noch an, und es bestand die Hoffnung, daß das III. Armeekorps auf das Zwischenwerk Thiau - mont und auf Fort Souoi11e Vordringen könne. Das V. Reservekorps erhielt den Befehl, Fort Vaux zu nehmen. Aber nun versteifte sich der feindliche Widerstand in der Mitte der Angriffsfront, und es gab für die deutschen angreifenden Truppen schwerste Verluste. Sechsmal versuchte der Gegner vergeblich, das Fort Douaumont wiederzugewinnen. In achttägigem schweren Ringen war die französische erste Linie auf der Nordostfront der Festung von der Maas bis in die Gegend von Haudiomont um durchschnittlich 8 Kilometer zurückgeworfen worden. Der nordöstliche Eckpfeiler des äußersten Fortgürtels war bereits gefallen. Jetzt aber hatte sich der französische Widerstand derart versteift,'daß gleich rasche Fortschritte künftig nicht zu erhoffen waren.
Als wir beim Anschleichen kaum mehr zu atmen wagten, da wir die Franzosen nicht fern von uns wußten, löste ein feindlicher Granatwerfer die
Bücher der Kindheit
Bon Ernst Heyda.
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Von Saarbrücken über Metz und Etain führt die -roße Straße nach Verdun. Im Laufe der Jahr- änderte ist diese Straße oft Zeuge der großen Kämpfe, der geschichtlichen Auseinandersetzungen Iveier Völker gewesen. Abseits dieser Straße gab . s wie jetzt in Lothringen auch Bilder friedlichen lzjiederaufbaues mitten im Kriege,Mber es gab zu ;en verschiedensten Zeiten auch Schlachtenbilder als in Beweis dafür, daß das alte Lothringen vom Schicksal dazu ausersehen • war, Kampfzeuge europäischer Geschichte zu sein.
Als der Wagen auf die Höhe der Cotes Lorraine iiommt, pfeift ein Eissturm über Straßen und Wäl- )er, Schneeflocken wirbeln im Nebel und verhindern ede Fernsicht. Es ist das gleiche Wetter, wie es ) amals inr Februar vor 25 Jahren herrschte, ds das große Ringen, die blutigste Schlacht der Weltgeschichte, der Kampf um Verdun be-
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Unser rechtes Bild zeigt den Eingang in das Fort Douaumont nach der Eroberung durch die deutschen Truppen am 25 Februar 1916. Links: die Reichskriegsflagge auf dem französischen Siegesdenkmal nach der Einnahme der Festung Verdun im Juni 1940.
• (Scherl-Archiv und PK.-v. d. Piepen. — Scherl-M.)
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Rückblick gibt uns Auskunft über die Frage, warum i das alles so kommen mußte.
Um die Jahreswende 1915/16 hatte sich die Oberste ' Heeresleitung schon mit dem Plan eines Großangriffs im Westen befaßt, und der General Schmidt von Knobelsdorf, der Chef des Generalstabs der V. Armee, hatte schon im Dezember seinen Angriffsplan gegen Verdun vorgelegt. Der Chef des Generalstabs des Feldheeres, General von Falkenhayn, war zuerst mit diesem Plan nicht einverstanden. Aber nachdem sich auch der Oberbefehlshaber der V. Armee, Generalleutnant Kronprinz Wilhelm, der von seinem Ge-, neralstabschef vertretenen Auffassung anschloß, kam es nach Besprechungen in Berlin dazu, die Vorbereitung des Angriffs streng geheim vorzunehmen. Das Ziel war, „die Festung Verdun in beschleunigtem Verfahren fortzunehmen".
Verdun bildete zu Beginn des Weltkrieges den nördlichen Eckpfeiler der zusammenhängenden französischen Befestigungsfront zwischen der luxemburgischen und der schweizerischen-Grenze. Seine örtliche Bedeutung lag in der Deckung der zahlreichen Maasbrücken in seinem Bereich sowie des Knotenpunktes, der Bahnen Paris—Metz und St. Mihiel—Sedan. In bald nach 1871 begonnener ununterbrochener Arbeit hatten die Franzosen den Platz nach neuzeitlichen Gesichtspunkten zu ihrer stärksten Lagerfestung mit einem Gesamtumfang des äußeren Fortgürtels von 50 Kilometer aus-gebaut. Bereits im August und September 1014 hatte Verdun die Operationen beeinflußt. Nach ihrem Abschluß lag es der deutschen Front, insbesondere der unentbehrlichen Nachschub- und Verschiebebahn Diedenhofen—Sedan so bedrohlich nahe, daß die Wegnahme der Festung in der zweiten Oktoberhälfte vorbereitet wurde. Diese Vorbereitungen mußten jedoch angesichts des Kräfte- *ipb Munitionsverbrauchs in Flandern am 31. Oktober eingestellt werden. Seitdem hatte an der Front um Verdun, abgesehen von heftigen örtlichen Kämpfen im Südosten der Festung im Frühjahr 1915, fast' völlige Ruhe geherrscht.
Mit dieser Ruhe sollte es jetzt zu Ende fein. Monatelang sollte die Luft von Geschützdonner erschüttert werden, wie das vordem in der Weltgeschichte niemals der Fall gewesen war. Die deutsche Führung wußt-e zwar, daß die Werke der Hauptverteidigungsstellung nach den neuesten Befesttgungsgrund- scitzen mit Eisenbeton und Panzer oder durch Anlagen im gewachsenen Fels schußsicher waren. Aber man kannte die Kampfkraft der deutschen Truppen, und in der Tat hat sich ja auch gezeigt, daß in diesen Kämpfen Befestigungen genommen wurden, die bis dahin für völlig uneinnehmbar gegolten hatten. Bor der Hauptoerteidigung befanden sich noch vorgeschobene Stellungen und Feldstellungen, die ebenfalls stark gesichert waren Um die Jahreswende 1915/16 umschloß die deutsche Front die Linie der Festungswerke in einem Abstand von etwa 6 bis 8 Kilometer in einem nach Südwesten offenen Drei»
und den lüsternen Blumenhändlern märchenhafte Angebote entlockt.
Zum guten Ende: zwei rhodische Schwänke aus dem über 1100 Seiten starken Roman „Der junge Herr Alexius". Hier hat ein Volkserzähler zur Unterhaltung der Seefahrer auf einem ägäischen Schiff das Wort, und auch die bmnenländischen Hörer ergötzte die Geschichte von dem Kapitän, den ein In- eftenftid) vom Kurs zu bringen droht, und von der zoldenen Laus im Kloster; noch schöner schien uns las witzig pointierte, zuletzt an Situationen bei Boccaccio erinnernde morgenländische Reifeabenteuer des Despoten, des Diakons und der hübschen Witwe, bei der sie unterwegs einkehren. — Die Hörer spendeten, herzlich erheitert, vielen Beifall.
Das Scherzo aus der 7. Symphonie von Schubert, vom Städtischen Orchester unter Führung von Kapellmeister Söll ne r mit schöner dynamischer Gliederung und breiter Klangentfaltung gespielt, ließ die Feierstunde ausklingen, die von Kreisleiter Backhaus mit dem Gruß an den Führer be«
viertelkreis. Die Oberste Heeresleitung entschied sich nach mancherlei Ueberlegungen für den Angriff gegen die Nordfront. General von Falkenhayn hatte jedoch abgelehnt, den Angriff auf beiden Maasusern zu führen.
In aller Stille, und wirklich vom Feinde unbemerkt, wurden die Angrisfsvorbereitungen durchgeführt. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß diesmal die Luftwaffe zum ersten Male eine Verwendung fand, die ihrer Bedeutung entsprach. In Ausklärungsflügen war das genaue französische Stellungssystem so weit wie nur möglich im Lichtbild sestgelegt. Die Kampfgeschwader waren dazu bestimmt, wichtige Erdziele, z. B. Eisenbahnknotenpunkte, zu bombardieren, und neben den Fliegern sollten noch Heeresluftschiffe bei günstiger Wetterlage eine aufs Höchste gesteigerte nächtliche Angriffstätigkeit entfalten. Nach dem Angriffsbefehl sollte am 12. Februar 1916, 5 Uhr nachmittags der erste Infanterie-Angriff erfolgen. Die Schützenlinie sollte durch Flammenwerfer und Handgranatentrupps verstärkt werden. Da der Gegner allem Anschein nach von den Vorbereitungen nichts gemerkt hatte, so schienen alle Umstände für das Gelingen günstig, bis auf einmal die Wetterlage einen dicken Strich durch die Rechnung machte. Bereits vor dem 12. Februar war das Wetter ungünstig gewesen. Trotzdem standen an diesem Morgen die Angriffstruppen in den vordersten Gräben bereit. Die Artillerie hatte das Einschießen vollendet, aber darüber prasselte Regen mit Schnee vermischt hernieder. Heber dem Ängrisfsfeld lag ein Dunst, der jede Weitsicht unmöglich machte. Schweren Herzens entschloß sich infolgedessen das Armeeoberkommando den Feuerbeginn um einen Tag hinauszuschieben, da die Wirkung, besonders der schweren Artillerie, auf der das Angriffsverfahren beruhte, nicht gewährleistet werden konnte. Aber am 13. Februar und in den folgenden Tagen wurde das Wetter nicht besser, und so wurde der Angriff von Tag zu
Dürfen Rheumatiker Fleisch essen?
Noch vor gar nicht so langer Zett glaubte man, bah tzleischgenuh eine der hauptsächlichsten Ursachen von Rheuma und Gicht darstelle. Heute wissen wir, daß dies doch nur sehr bedingt richtig ist. Zu rcut^ licher ^letschgenuh ist sicher ungünstig, aber völliges yortlasien von Fletsch und anderen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln führt nur in seltenen Ausnahme. Sllen zur Heilung. Ter Mehrzahl der Rheumatiker adet ein mäßiger Fleischgenutz nicht, wenn nur die Hauptnahrung aus reichlich Gemüse, Obst, Salaten und dergleichen besteht. Wichtig ist eine, im ganzen knappe und mäßige Kost und das Fortlassen aller Reizmittel.
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fahterie war froh, daß die lange Zeit des Wartens vorüber war und verließ die Graben.
reichen Stellen gelang es auch, beträchtliche Erfolge zu erzielen, an anderen Stellen allerdings, besonders dort, wo die Franzosen in den Wäldern lagen^ hatte bie Artillerie ihr Vernichtungswerk nicht voll- enden können, und hier erhielten die Angreifer chweres Feuer. Die deutschen Luftstreitkraste besaßen am ersten Kampftag die volle Heberlegenhett zur Lust. Die französischen Fliegerabteilungen waren vom Schlachtfeld verdrängt und durch 21 r« tiUeriefeuer aus ihren Häfen vertrieben. -Miet deutsche Nachtluftschisse waren gestartet, um Bomben abzuwerfen, aber nur eines konnte insgesamt 1500 Kilogramm Bomben auf Nancy abwerfen, em zweites wurde bei Revigny abgeschossen, die beiden anderen tarnen unverrichteter Sache zurück.
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8 ist gut und ausgiebig.
Die schon traditionell gewordene Feierstunde der Gießener Kunstwoche sand gestern abendm Der festlich geschmückten Aula statt. Nach dem Scherzo von Psitzner, vorgetragen vom Städtischen Orchester unter Leitung von Otto Solln er, er- gob sich der Vereinsleiter des Goethe-Lundes, Dr. Otto Henning, zu einer Begrühung^an- i'prache; er erinnerte an ein Wort von Relchsmim "ter Dr. Goebbels, der gelegentlich des ^mstchkon- Sert-Jubiläums des Rundfunks Humor und Musik als die besten Helfer zur Stärkung der feehfd)en Kräfte im Freiheitskampfe des deutschen Volkes bezeichnete Dies fei das schönste Motto auch für bie den Meistern des deutschen Humors gew drnete Kunstwoche, die aus der Fülle deutschen Humor^ oals einet unversieglichen Kraftquelle der Nation schöpfe. Die heutige Feierstunde^stehe wie alliahr ch ihn Mittelpunkt der Woche für Kunst und Ltteratu^ «ihm, Dr. Henning, sei aufgegeben, alle Ehrengäste caus Staat, Partei und Wehrmacht, aus den Be työrben und dem kulturellen Leben herzlich wmkom imen zu heißen. Reg.-Rat Dr. cf man Propagandaministerium, der in der fr üher Humor als Wesensausdruck der deutsche Seele im Schrifttum habe sprechen frollen. habe su [feinem Bedauern in letzter Stunde krankhel vhalb nbfagen müssen. Dagegen habe er dw Freude, Den Dichter Otto Rombach, dessen .®ud)er uns heb mnd wert feien, bei uns zu begrüßen. Di 6 stunde solle ein Bekenntnis zur beutj^en Kultur Hm allgemeinen und zur Kulturpflege uns , im besonderen fein. Eine Ehrenpflicht |e J J iOberbürgerme.Jer Ritter, der lss.der erkrankt sei für das der Woche entgegengebrachte Verstandn^. mnd tatkräftige Förderung Dank ?bZustatttn
-so gelte fein Dankesgruß dem Kreisletter Pg. Back- Ihaus, weiterhin den Herren Pg. J
Tag verschoben.
Endlich brachte der 20. Februar strahlend klares Wetter, und nun eröffnete um 5 Hhr nachmittags die deutsche Artillerie ihr Feuer auf die Bahnlinie Chä- lon—Verdun. Bald darauf erzitterte der Bahnhof von Verdun unter den Bombenwürfen deutscher Flieger. Aehnliches hatte sich schon früher ereignet. Man brauchte darin nicht notwendigerweise den Beginn eiges ernsthaften Angriffs zu sehen. Aber der folgende Tag brachte auch den Franzosen völlige Klarheit über den deutschen Angriff. Denn bis dahin hatten sie auch noch mit einer Offensive gegen das Elsaß oder auf Lille gerechnet. Am Morgen des 21. Februar herrschte gute Sicht, und nun kam der Befehl zur Feuereröffnung.
Die zuversichtliche Stimmung von Führung und Truppe wuchs von Stunde zu Stunde. Auch meldete die Luftaufklärung Volltreffer auf Eisenbahnen und Forts sowie Brände in Verdun. Die Angriffs- front reiche von Consenvoye bis Azannes. Die In-
Verdun vor 25 Jahren und heute
Von Karl Brammer.
Zum Zeichen deffen hörten wir zuerst die schwäbisch-behaglich ausgesponnene und oorgetragene Schelrnengeschichte vorn Wemschiss und von den beiden versoffenen Taugenichtsen Kunz und Brosarn die der Schultheiß eines Neckardorfes, um die unliebsamen Kerle loszuwerden, mit einer Wemladung 2U Schiff nach Holland schickt. Rombach schildert, an die Art der wegkürzenden Reise- und Rollwagengeschichten der Renaissance erinnernd, wie die bei- ben Stromer unterwegs den Wein ausjaufen, zwar vom schlauen Schultheißen übers Ohr gehauen sind, aber dennoch eines Nachts de- und wehmüttg wieder im Neckardörschen cinpaffieren und um gut Wetter bitten.
Danach hörten wir das Kapitel „Die Herzogstulpen der Tante" aus Rombachs Roman „Adrian, der Tulpendieb", der. vor 400 Jahren spielend, den Leser und Hörer in die Zeit versetzt, da mit der Einführung der Tulpenzwiebeln aus dem Orient eme Art von Tulpenrausch m den Niederlanden
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