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Metzener Anzeiger

Sieder 20 englische Jagdflugzeuge abgeschossen

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der von dort wie auch von Athen aus

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kommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen haben deutsche Unterseeboote im Rotb­unt) Mittelallantik in zähem Angriff aus stark ge­sicherten Gelelkzügen fünfgroßebewaffnete

handel sschiffe mit zusammen 31 933 versenkt.

land, getroffen wurden.

Mit der Machtergreifung des Nationalsozialis-

Fünf große Handelsschiffe von U-Booten versenkt.

Berlin. 17. 3uni. (DBB.) Bad), beim

Als Beitrag zur Geschichte der britischen Politik der Kriegsausweitung auf dem Balkan, sowie als Beweis der unermüdlichen An­strengungen der Reichsregierung, den Frieden in diesem Teil Europas zu er­hol t en und Jugoslawien und Griechenland vor dem Schicksal der anderen von Großbritannien ge­opferten Staaten zu bewahren, verdient dieser amt­liche Dokumentenband die Beachtung aller, die sich von den Ereignissen dieses Frühjahrs und ihren größeren Zusammenhängen ein Bild machen wollen.

Berlin. 17. 3unt (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Jagdflugzeuge erzielten auch am Diens­tag bei Luftkämpfen über dem Kanal außerordent- liche Erfolge. In den Abendstunden wurden bei Linflugversuchen des Gegners an der K a n a l k ü ft e 20 englische Jagdflugzeuge von deut- schen Jägern abgeschossen. Diesem schweren Schlag gegen die britische Luftwaffe steht der Ver­lust eines einzigen deutschen Flugzeuges gegenüber.

Vom 13. bis 16. Juni 53 Flugzeuge abgefchoffe«.

Fortdauer der Kämpfe an derSollum-Front

Berlin. 17.Juni. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In Rordafrika dauern die Kämpfe an der Sollum-Front unter Einsatz starker Kräfte auf bei­den Seiten an. Verbände der deutschen und italie­nischen Luftwaffe griffen wirkungsvoll in den Erd­kampf ein. Sturzkampfflugzeuge zersprengten bri­tische Fahrzeugkolonnen und Truppenansammlun- gen. Kampf- und Zerstörerflugzeuge bekämpften einen britischen Panzerverband in der Bereitstel­lung. Die Verluste des Feindes an Panzerwagen haben sich beträchtlich erhöht.

Die Luftwaffe bombardierte mehrere Häfen an der englischen Südwest - und Südost- k ü st e sowie an der O st k ü st e Schottlands. Kampfflugzeuge belegten in der letzten Rächt meh­rere britische Flugplätze mit Bomben. Bei Ply­mouth wurde ein Handelsschiff von 3000 BRT. durch Bombentreffer vernichtet, an der schottischen Ostküste ein weiteres Handelsschiff schwer beschädigt.

Versuche britischer Flugzeuge, bei Tag in die Deutsche Bucht und in die besetzten Gebiete einzu­

fliegen, brachen unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. In Luftkämpfen und durch Flak- arlillerie wurden 15, durch Vorpostenboole zwei britische Flugzeuge abgeschossen.

Der Feind warf in der letzten Rächt an einigen Orten in Westdeutschland Spreng- und Brand­bomben. Mehrere Zivilpersonen wurden gelötet, andere verletzt, in Wohnvierteln Häuser zerstört oder beschädigt. Auch einzelne Industrie- und Bahnanlagen wurden getroffen. Nachtjäger fchosfen neun britische Flugzeuge ab.

In der Zeit vom 13. bis 16. Juni verlor der Feind zusammen 53 Flugzeuge, hiervon wür­ben 48 Flugzeuge durch die Luftwaffe und fünf durch die Kriegsmarine abgeschossen. während der gleichen Zeit gingen 22 eigene Flugzeuge verloren.

Schwere Verluste britischer Panzerverbände bei Sollum

Berlin. 17. Juni. (DRV.) Im bisherigen Ver­lauf der Schlecht bei Sollum wurden britifche Pan- zerkräfle in Stärke eines Regiments vollständig aufgerieben. Andere Panzerverbände, die fchon während ihrer Bereitstellung von deutschen Kampf­fliegern entdeckt und durch Bombenangriffe zer­sprengt wurden, erlitten gleichfalls schwerste V e r l u st e.

Die Belgrader Sabotage des deutschen Friedenswerks.

Aufschlußreiche Dokumente in einem neuen deutschen Weißbuch.

Berlin, 17.Juni. (DNB.) Amtlich wird ver­lautbart: m L t

Als kurz nach der Unterzeichnung des Protokolls über den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt die von Wien nach Belgrad zurückgekehrten jugo­slawischen Staatsmänner durch die Offiziersver­schwörung des Generals Simowitsch gestürzt und verhaftet wurden, mußte sich jeder fragen: Wie war diese unerhörte Herausforderung möglich? Seit Krieasbozinn hatte die deutsche Politik auf dem Balkan nur das eine Ziel verfolgt, dort den Frieden zu sichern und die bekannten Plane seiner Gegner, hier eine neue Front gegen Deutsch­land aufzurichten, mit allen Mitteln zu vereiteln. Dem diente die gemeinsam mit Italien durchge­führte friedliche Schlichtung der territorialen Streit­fragen zwischen Rumänien einerseits sowie Ungarn und Bulgarien anderseits, dem diente ebenso die Ein­beziehung dieser drei Länder in den Dreimächtepakt, -der auf dem Grundgedanken beruht, der britischen Politik der Kriegsausweitung einen fest geschlossenen Machtblock entgegenzustellen

Als sich nun im Marz d. I. auch die damalige jugoslawische Regierung entschlossen hatte der Staa­tengruppe des D r e i m ä ch t e p a k t e s beizutreten, wie konnte da dieser Schritt, der Jugoslawien end­gültig vor einer hiyeinziehung in den Krieg ge­sichert hätte, über Nacht von einer verbrecherischen Offiziersclique zunichte gemacht, und wie konnte so eine Entwicklung herbeigeführt werden, deren un­heilvolle Folgen für Jugoslawien von vornherein auf der Hand lagen? In die Hintergründe dieses Belgrader Staatsstreiches und

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schen Marineluftstreitkräfte am Sonntagabend um 7 Uhr auf. Unter dem Schutz der Jagdflugzeuge konnten sie trotz heftiger Abwehr der Engländer das englische Geschwader vollkommen zerstreuen. Zwei englische Zerstörer wurden, wie schon kurz gemeldet, schwer getroffen. Die französischen Land­streitkräfte, die damit von dem Druck der Beschie­ßung durch die englische Flotte befreit waren, konn­ten erfolgreich ihre Erkundungsvorstöße gegen ihre Gegner vornehmen.

namhaftem Geländegewinn geführt. Auch die rück­wärtigen Berbindungen der Engländer seien stän­dig den Bombenangriffen der französischen Luft­waffe ausgesetzt, besonders südlich von Damaskus und bei Deraa. In der Gegend zwischen dem Djebel Drus und dem Hermon-Massiv und im südlichen Libanon wurde, wie der Bericht des Kriegsministeriums vom Dienstagabend besagt, der Gegenangriff der fran­zösischen Abteilungen fortgesetzt. Langs der Küste seien die englischen Streitkräfte, die jetzt nicht mehr ooif der seit dem Morgen des 16. Juni zu­rückgezogenen Flotte unterstützt würden, nur noch schwach. Bombenangriffe auf die Flugplätze Rayak und Homs hätten weder Personen- noch Sachschäden angerichtet. Am Montagnachmittag ist die Stadt Merj Ayoun von den französischen Truppen nach sehr heftigen Kämpfen wieder einge­nommen worden. Merj Ayoun liegt in unmittel­barer Nähe der palästinensischen Grenze, die an dieser Stelle nördlich des Tiberias-Sees weit nach Norden vorspringt und den {»genanntenHand­schuhfinger" bildet.

lieber den französischen Luftangriff auf ein eng­lisches Flottengeschwader vor Beirut am Sonntag­abend werden jetzt weitere Einzelheiten gemeldet. Ein französisches Erkundungsflugzeug habe, so heißt es in dem Bericht, den Standort des eng­lischen Flottengeschwaders am Sonntagnachmittag festgestellt. Daraufhin fliegen schwere franzö­sische Bomber sowie Flugzeuge der franzosi-

Bemühungen, das bis dahin gespannte Verhältnis mit Belgrad zu bessern. Bemerkenswert ist vor allem das deutsche Entgegenkommen in Wirt­schaftsfragen. Darüber hinaus gibt die Reichs- regierung der jugoslawischen Regierung poli­tische Freundschaftsbeweise, die beim Empfang des jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinowit'sch durch den Führer im Ja­nuar 1938 auf das freimütigste bekräftigt werden. Kaum ist jedoch der damals führende jugoslawische Staatsmann ausgezeichnet, da ereilt ihn das gleiche Schicksal, wie später Zwetkorvitsch und Cinrar Mar-

" chq, 18. Juni. (Europapreß.) Nach den in k letzten Tagen erfolgten ©egenangriffen der krmzössichen Truppen in Syrien scheint na® oe kitten Meldungen eine gewisse Ruhepause m den Stationen eingetreten zu sein, zumal auch an der kf'te infolge des energischen Einsatzes der fran- si'i schen Luftwaffe seit dem Sonntag die Uitter- -zung der englischen Krieasschiffe für die austra- Iscven Truppen fehlt, die längs der Libanonkuste it),zugehen versuchten. Die Franzosen sollen; b eto n - hs in der Gegend von Kissoue sowie im südlichen Ü cmon heftigen Widerstand leisten. Die ftanzo- !t»en Erkundungs- und Jagdflugzeuge unterstütz, kr ihre Aktionen sehr wirkungsvoll. In der Gegend Ki Kissie fjabe ein französischer Gegenangriff zu

rernwrechanschluß 2251 vruck und Verlag:

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nommenen Versuche, den groß angelegten britischen Plan der Kriegsausweitung auf dem Balkan in die Tat umzusetzen, bringt das soeben erschienene Weiß­buch Nr. 7 des Auswärtigen Amtes neues Licht. Eine Sammlung von nicht weniger als 14 4 diplomatischen und militärischen Dokumenten, von denen ein großer Teil wäh­rend des Frankreich-Feldzuges in deutsche Hand ge­fallen ist, wird hier der Oeffentlichkeit übergeben. Die Dokumente zeigen die unablässigen Bemühungen der Reichsregierung um die Erhaltung des Friedens auf dem Balkan, zeigen demgegenüber das unehr­liche Doppelspiel der Belgrader Po­litik und belegen in allen Punkten die Feststel­lungen, die in Den Memoranden der Reichsregie­rung vom 6. April, dem Tage des Vormarsches der deutschen Truppen gegen Jugoslawien und Griechen-

kowitsch nach ihrer Rückkehr aus Wien. Stojadino- witsch muß gehen.

Bald nach Kriegsausbruch zeigt sich bann das die Alliierten begünsttgende Verhalten der maßgeben­den Kreise. Die Dokumente weisen nach, daß bet dem geplanten englischen Saloniki-Un­ternehmen weitgehend mit einer aktiven Be­teiligung Jugoslawiens gerechnet wurde. Obwohl dies den Achsenmächten bekannt war, er­öffneten sie Jugoslawien die Möglichkeit, dem Drei­mächtepakt unter Bedingungen beizutreten, die eine glückliche Zukunft des Landes sicherten, ohne ihm irgendwelche mllitärischen Verpflichtungen aufzuer­legen. So wird in dem Weißbuch eine bisher nicht veröffentlichte Note der Reichsregierung vom 25. Mai 1941 bekanntgegeben, die Jugosla­wien ausdrücklich von der in den Bestimmungen des Dreimächtepaktes vorgesehenen militäri­schen Beistandsleistung entbindet. Das weitere Dokument, ein Telegramm des deut­schen Gesandten in Belgrad vom 26. März, zeigt, daß unmittelbar nach dem Empfang dieser deutschen Note die Besprechungen der Verschwö- r e r über den K r i e g s e i n t r i 11 Jugoslawiens an der Seite Großbritanniens beginnen.

Nicht geringeres Interesse beansprucht der Teil des Weißbuches, der der Vorgeschichte des Krieges mit Griechenland gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht hier eine Unterredung, die der Reichsminister des Auswärtigen dem griechischen Gesandten im August 19 40 in Fuschl gewährte. Im Verlaufe dieses Gespräches legte Reichsaußen- minrfter von Ribbentrop dem griechischen Gesandten in der freundschaftlichsten und eindringlichsten Weise nahe, seine Regierung zu einer Aenderung ihrer achsenfeindlichen Politik zu veranlassen. Die im Weißbuch enthaltenen Dokumente des Oberkomman­dos der deutschen Wehrmacht, die die Nachrichten über das Eintreffen britischer Streit­kräfte in Griechenland wiedergeben, führen

Oer englische Borstoß gegen Syrien

Von unserem H. J.-Korrespondenlen.

Siezen wirzu viel"?

Von Helmut Sündermann

Stabsleiter des Reichspressechefs.

Im Zuge ihrer verzweifelten Bemühungen, dem britischen Volke irgendwelcheSilberstreifen" am düsteren Horizont der Zukunft aufzuzeigen, greifen die Propagandisten Churchills zu jedem Mittel und schrecken auch vor den dümmsten Phantasien nicht zurück.

Seit die These vombequemen" Krieg in den Tagen des Norwegen- und Frank­reichfeldzuges endgültig aufgegeben werden mußte, werden sie nicht müde, rosige Erklärungen der für England katastrophalen Entwicklung der Kriegslage zu erfinden. Aus ihren vernichtenden Niederlagen konstruieren sie ohne jeden Skrupel ,/siegreiche Rückzüg e", aus jedem Versagen ihrer Führungüberlegene Operationen", nach jedem schmählichen Davonlaufen erklären sie,wertvolle und nützliche Erfahrungen gesammelt" zu haben und dergleichen lächerlichen Unsinn mehr, zum eisernen Bestand dieses Entschuldigungsgestam­mels nach stattgefundener Niederlage gehören auch ./strategische" Betrachtungen über dieNach­teil e", die Deutschland jeweils aus seinem Siege erwachsen seien und dieDurchkreuzungen", die die Pläne des Führers dadurch erfahren hätten.

Nach dem Polen feld zug wußten sie zu be­richten, wie sehr die deutsche Schlagkraft dadurch geschwächt sei, daß nunmehr große Gebiete im Osten unter militärischer Besetzung gehalten werden muß­ten. Der Sieg in Norwegen ließ sie in ge­heuchelte Freude über dieVerlängerung der Front­linie" ausbrechen, zu der die Deutschen gezwungen worden seien. Der Zusammenbruch Frankreichs war diesen lyrischen Dichtern ein Beweis für die endgültige Verzettelung der deutschen Kräfte". Nach dem B a l k a n f e l d zug faselten sie von einemGuerilla-Krieg" in den Schluchten des Bal­kans, in dem die stolzesten deutschen Regimenter sich verbluten würden.

Jetzt freilich, nach dem gelungenen kühnen Schlag gegen Kreta, der der britischen-Herrschaft im Mittelmeer den Todesstoß versetzte, erkannten sie selbst, daß mit solchen Ammenmärchen auch der Dümmste nicht mehr zu überzeugen sei. Wenige Tage, nachdem sie laut die strategische Bedeutung Kretas und ihre Entschlossenheit verkündet hatten, es bis zum letzten Mann zu verteidigen, konnten sie nicht einmal mehr dem englischen Zeitungsleser die übliche Mär Darüber vorsetzen, wieabträglich" dieser Sieg für die deutsche Sache sei.

Trotzdem bleiben sie der gewohnten Walze treu und spielen das alte Lied weiter, freilich mit neuer Melodie. Sie schreiben nicht mehr von einer Schwä­chung der deutschen Kriegsmaschine, nicht mehr von durchkreuzten deutschen Absichten und von verschlech­terten strategischen Positionen, sondern jetzt werden sie mystisch, verkünden ganz allgemein, die Deut­schen hätten,zu viel" Erfolge, und sie ent« blöden sich nicht, bombastisch zu erklären, die Deut- schen würden sich nochzu'Äode" siegen.

Für ganz Summe unter dem angelsächsischen Publikum mag diese These manchen Reiz besitzen. Denn in der Geschichte fehlt es nicht an Beispielen, Die Dartun, Daß tatsächlich mancher gewonnenen Schlacht Der endgültige Erfolg versagt geblieben

Nachdem jetzt mehr als eine Woche seit dem Be­ginn Des englischen Angriffes auf Syrien verflossen ist, stellen Die französischen Blätter mit besonderer Genugtuung die glücklichen Ergebnisse der franzö­sischen Gegenwehr und Des Einsatzes Der aus Dem Mutterland aefommenen Luftverstärkungen fest. Die in Lyon erscheinende ZeitungL'Effort" schreibt, daß Die Meldungen über die Luftkämpfe der letz­ten Tage und Die erfolgreichen Angriffe gegen die englischen Flottenverbände das beste Dementi Der Prahlereien Der englischen Pro­fi a g a n D a Darstellten. Aus den vorliegenden Nach­richten ergebe sich der Gesamteindruck, daß man volles Vertrauen haben könne in die Aktionsmittel, über die Frankreich zur Verteidigung der Integri­tät Der unter feinem Mandat stehenden Gebiete ver­füge. Die Eindringlinge feien vollkommen desorientiert und müßten sich neu grup­pieren und verstärken. Besonders hebt das Blatt den Luftkampf bei Erzaa-Saida her­vor, wo sechs französische Jagdflugzeuge achtzehn englische Flugzeuge angriffen und zersprengten, wo­bei drei oder vier englische Flugzeuge abgeschossen wurden.

I st a n b u l, Juni 1941.

Der Vorstoß der Engländer gegen Syrien nimmt irategisch genau den gleichen Verlauf wie der des Wahres 1918, als britische Truppen unter dem da- | r.aligen General AIlenby nach neunmonatiger orbereitung von derselben Basis aus am 18. De- dnber die Offensive gegen die verbündeten tür= tjchen und deutschen Streitkräfte begannen, heute riß Damals sind Drei Richtungen Des Angriffes zu mterscheiden:

Zuerst versuchten englische Kräfte aus Palästina, ft e Küste Des Libanon entlang in Syrien przugehen. Die Küstenstraße ist gut ausgebaut, unb owohl Die Engländer hier, unterstützt von ihren fceftreitfräften, Saida genommen haben, sind sie icht weiter vorwärts gekommen. Auch 1918 konn- iit sie erst nach der Einnahme der Stadt Damas- r s von dort aus Beirut besetzen.

Der zweite englische Vorstoß, ebenfalls von Pa- üftina aus, richtete sich gegen das Bekaa- ; al, das zwischen dem Libanon und dem Anti- j.banon entlangführt. An dieser Front spielten sich fci Merdayun, das nur wenige Kilometer von Lr palästinensischen Grenze entfernt liegt, heftige fampfe ab. Ziel dieses Angriffes ist offenbar, das bbanon-Gebiet von Syrien abzuschneiden und so ftnell wie möglich Den wichtigen Eisenbahnknoten- finft Rayak am Nordende des Bekaa-Tales zu i setzen. Bei Rayak, das auch einer der wichtigsten siugstützpunkte Syriens ist, zweigen die Eisenbahn- liien BeirutDamaskus und BeirutAleppo von- inander ab. Von großer strategischer Bedeutung ist r diesem Tal auch die Straßenkreuzung Beirut | tomastus und BeirutAleppo, die südwestlich von I Aayak unweit der Stadt Zahle liegt.

< Die dritte Angriftsrichtung, Die, wie bei dem t: rigen Krieg, ebenfalls genau wie 1918 verläuft, n»ßt aus Transjordanien durch haran und den jebel Drus direkt gegen Damaskus vor.

5ie Offensive begann 100 Kilometer südlich von Hämastus bei Der StaDt Beraa, Die an Der trans­sonischen Grenze auf syrischem Gebiet liegt unD (i wichtiger Eisenbahnknotenpunkt ist. hier zweigt nn Der großen Nord-SüD-Bahn, Die, aus Der Tür- tu fommenD, über Damaskus nach Der transjor- dmischen hauptstaDt Amman führt unD schließlich ; es hedschas-Bahn weiter süDlich bis Aegypten ccht, Die wichtige Strecke nach Haifa ab. Von $=raa aus richteten auch 1918 Die EnglänDer ent« hng Der Eisenbahnlinie ihren Hauptangrift gegen £grkn unD konnten nach zwölftägigem Vormarsch n 1. Oktober Damaskus erreichen, von Dort haben si Beirut eingenommen, nachdem Der Hafen der { t:dbt bereits von Einheiten Der französischen Flotte ' bisetzt worDen war.

Bei Der jetzigen englischen Offensive kommen aber L'ch zwei neue Angriffsrichtungen hinzu: Moto- rnette Kräfte sind von Osten her, aus Dem Irak hnmenb, gegen den Teil Syriens vorgestohen, der in Norden längs der türkischen Grenze und wettet sidlich entlang Dem Euphrat liegt. Der n tdlichen Angriffslinie kommt strategisch keine be- flidete Bedeutung zu, während die Offensive Durch bis Euphrat-Tal sich gegen das syrische hauptoer- fnrgungsgebiet um Aleppo richtet. Die übrigen lile des Landes sind landwirtschaftlich nicht so riich, daß sie die Ernährung einer kämpfenden k mee mit übernehmen konnten.

Vor 20 Jahren noch, als die Engländer zum r tenmal gegen Syrien zogen, wäre ein Angriff Din Osten völlig unmöglich gewesen. Damals gab ts dort nur eine Wüste, die heute von vorzüglichen aßen durchzogen wird, heute liegen an dieser Strafe gut ausgebaute Stützpunkte, die Nachschub Dtib Verpflegung leicht möglich machen: Am Euphrat lügen Die StäDte MerD ayun unD Der-ez-

D r, Deren Einnahme Die (EnglänDer in Den Atzten gen gemeldet hatten. Die 23erteiDigungsmogli®= leiten gegen die Angriffe aus dem Osten sind, wie iteraü in der Wüste, außerordentlich schwierig.

Das Ziel, das die Engländer mit der Besetzung Serien5 anstreben, ist offenbar, die Verteidigungs- isjp Aegyptens zu verbreitern. Während nam- ci ein Angriff gegen Aegypten von Westen her bcch eine unwegsame Wüste führt, ist der Angriff i^en den Suezkanal von Osten her durch Palästina eJr viel leichter. Durch die Wüste Sinai gibt es tire vorzügliche Straße und eine gute Eisenbahn- Me. Napoleon schon nannte Syrien DenSchlus- hu Aegypten". Daneben haben Die (EnglänDer sicher cch Den Hintergedanken, die in den andauernden Verlagen gesunkene Kampfesmoral ihrer Trup- unD ihres Volkes durch den Sieg über einen achen Gegner aufzuwecken. .

Die wichtigsten Luftstützpunkte in Syrien D das bereits erwähnte Rayak, der Flughafen ti)afs, Homs-Aleppo, ferner Damaskus und Der- Zor am Euphrat und Algiras (zwischen Tripolis 3 Der irakischen Küste an Der Delleitung). "der fi) Dann wenn es Den Engländern gelingen sollte, nrien zu besetzen, haben sie im östlichen ^fttel- isr keine entscheidende Wendung herbeigefuhrt, chweige denn den Kriegsverlauf selbst geändert.

Oie französische Gegenwehr.

General-Anzeiger für Gberhesfen «iehen^Zchulstratze 7-9

il oer u/cacylergreliung ue» viiuiuuu4.ivjiui.ip- , vor Äugen, in welcher frevelhaften Weife diese beginnen die dokumentarisch belegten deutschen j Warnung von Der Regierung in Athen überhört * ' v '----k- wurde.