Die völkische Eingliederung der Oberkrain
Wichtigste Aufgabe des neuen Reichsstatthalters von Kärnten.
den
an
per Svinhufvud 80 Jahre
Klagenfurt, 16. Dez. (DNB.) Reichsmimfter Dr. Frick führte Gauleiter Dr. Rainer in fern neues Amt als Reichsstatthalter des Reichsgaues Kärnten ein. „Ihre wesentliche Aufgabe wird", so führte der Minister aus, „es sein, die neuen Gebiete Südkärntens und Oberkrains restlos einzugliedern und sie zu wertvollen gleich- mertiaen Teilen Ihres Gaues zu machen. Die
ordnungen hinaus ist das slowenisch-windifche Volk in Oberkrain rassisch mit dem deutschen Volk eng verbunden. Deutsches Mut ist seit über einem Jahrtausend in erheblichem Umfang fortlaufend hier versickert. Bereits unter den Karolingern erwarben bayerische Kolonisten als erste Land in der Kram. In den folgenden Jahrhunderten sind es besonders die Bischöfe von Freising und Brixen gewesen, die mit einer deutschen Besiedlung größeren Ausmatzes
haben, nachdem sie ihm so schnöde den Rücken gezeigt hatte. Er drehte sich hin und her, rutschte wieder vom Sitz herab und lutschte ein bißchen an der Stange über der Brüstung; aber das schmeckte nicht. Den Kops konnte man 'auch nicht hindurchstecken — vielleicht ein bißchen daranhängen? Tante Lotte zog ihn zurück und klappte den Sitz herunter. Ah, oas Geräusch, das dabei entstand, rief eine Gedankenverbindung wach, der er Worte gab: „Tante Lotte, ich muß mal ..."
„Höre nur, was Rotkäppchen sagt", ersuchte sie leise abzulenken. Das interessierte Hansel nicht im mindesten. Er blieb mit dem Rücken zur Bühne stehen, klappte — füht — füht — füht — den Sitz auf und nieder und beharrte noch lauter als zuvor: „Ich muß mal." laute Lotte erglühte. „Warte, nachher", flüsterte sie, „gleich kommt der Wolf — paß auf." Hansel guckte. Es kam kein Wolf. Einen Augenblick schwieg er, dann rief er laut: „Ist jetzt nachher?" „Rein." „Wann denn?" „Wenn Pause ist", tuschelte Tante Lotte in sein Ohr und fühlte, wie Schweiß auf ihre Stirne trat. „Wann ist denn Pause?" fuhr Hansel unbeirrt fort, „ich muß mal." Und als keine Antwort kam, rief er, daß es durch das Haus schallte: „Ich muß mal." Alles lachte. Das gefiel Hansel ausnehmend, er lachte mit, er lachte am lautesten, und zwischendurch krähte er von neuem: „Tante Lotte, lch muß." —
„Sst— Sst — Sst—" rief jemand. „Ruhe?" gebot eine sonore Stimme. Hansel war kein Außenseiter, o nein, er tat sogleich mit: „Pst — Ruhe — Still!" rief er und dabei lachte er hell und durchdringend. Das Gelächter schwoll an, aber Hansel übertönte alle. Er jubelte, quietschte, schrie „Ruhe! Pst! Still!", lachte weiter, tobte und schlug so den Wolf in die Flucht, als der gerade auftreten wollte. Das Licht flammte auf, alle Blicke richteten sich auf den kleinen Störenfried, der entzückt über dieses herrliche Vergnügen um sich schaute. Da faßte Tante Lotte, die einer Ohnmacht nahe war, einen raschen Entschluß; sie packte den Jungen und lief mit ihm hinaus. Die Garderobe warf sie sich über den Arm und stürmte mit Hansel die. Treppen hinab. Erst unten setzte sie ihn nieder und zog ihn und sich an. Hansel hatte sich von seiner Verblüffung erholt. „Tante Lotte, das war aber fein!" lachte er. Die aber fuhr ihn an: „Du bist rjn ganz
ungeheurer Begeisterung aufgenommen. Der ßtirh? der NSB, Mussert, bat, dem Führer den Dail : der NSB. zu übermitteln. Ihm, der deutsclM Wehrmacht und ihren Verbündeten danke Eunn heute sein Bestehen. Mussert rechnete mit der Wahi« sinnspolitik der ehemaligen holländischen Regierui^ und der ehemaligen Königin Wilhelmine ah, Bit [ heute Japan den Krieg erMrte und dadurch i derländi sch-Indien aufs Spiel setze. Heute sei önüI | holländischen Volke die Gelegenheit gegeben, als > freies germanisches Volk sich an dem Wiederaufb'.il, Europas zu beteiligen, ja mehr noch, die Nied«' lande seien bereits in dieses neue Europa aufce« | nommen. Diese Tatsache müsse von der gefamiltil niederländischen Nation gewürdigt werden.
Das Ritterkreuz.
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Der Führer mb Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh ai| | Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eiftre
Zeitschriften.
— Ein reichhaltiges Heft legt der Verlag & Bruckmann in München mit der Dezember-Rum^ seiner Monatsschrift „Die Kun ft vor. Zuno:H' ist dem Heft eine schöne farbige Reproduktion Nf Gemäldes „Marie Gräfin zu Schaumburg-Lips< von Johann Georg Zisenis (1716 bis 1777) von» gestellt. Zum 100. Todestag des Bildhauers IoW Heinrich Dannecker gibt Ewald Bender eine trachtung vom Leben und Schaffen dieses feiner hochberühmten Künstlers. Ulrich Christoffel ged^ Angelika Kauffmanns zu ihrem 200. ©eburtsti» Im zweiten Teil des Heftes fesselt die Bildfalge w einem stattlichen Wohnhausbau der Architekten g? bert & Höhne in München. Ein reizvolles M familienhaus am Bodensee hat den Archuell^ Heinrich Palm (Herlingen) zum Erbauer. Der wm- nachtlichen Zeit wird das Heft gerecht mit autm kunsthandwerklichen Arbeiten, die zu Geschenken a regen: edle Gold- und Silberschmiedearbeiten m Franz Valentin (München); reizendes neugeittiiw Spielzeug der Fucker-Werkstatt in Gotha; baue liche Puppen von Lotte Höper sowie formjagf Gläser der Staatlichen Fachschule für GlasmduM und Holzschnitzerei in Zwiesel nach Entwürfen ; Professor Bruno Mauder. - -
begannen.
Bei dem starken Vorherrschen des deutschen Elementes während eines Zettraumes von 1000 Jahren ist es nicht verwunderlich, daß das Deutschtum Jahrhunderte hindurch führend war. Diese Taü fachen geben uns den klarenRechtsanspruch auf dieses Land. Wenn der Führer dieses von deutschen Truppen wieder eroberte Gebiet demnächst in das Reich zurückgliedern wird, so beseitigt er damit nur ein Hnrecht, das im Jahre 1918 diesem Lande und dem ganzen deutschen Volke zugefügt worden ist." Dr. Frick betonte, die rassisch einwandfreie und mit deutschem Blutanteil so reich versehene Bevölkerung von Oberkrain müsse es möglichst bald lernen, nicht nur deutsch zu fühlen, sondern ihren Gefühlen auch deutsch Ausdruck zu verleihen.
roertigen Teilen Ihres Gaues zu machen. Rechtsangleichung der befreiten Gebiete an alten Gau Kärnten wird besonders sorgfältiger Pru- fung bedürfen. Der Verwaltungsaufbau ist mit der Schaffung von drei lebensfähigen Kreisen bereits zu einem gewissen Abschluß gebracht worden. Die äußere Angleichung an das Reich ist schon soweit vorangeschritten, daß die formelle Eingliederung der besetzten Gebiete in das Reich demnächst erfolgen kann. Die völkische Eingliederung des Landes südlich der Karawanken muß stets die Richtschnur Ihres Handelns sein. Denn ohne die Schaffung eines Walles von deutschen Menschen in diesem Lande und ohne die politische Aktivierung dieser deutschen Menschen wird jedes noch so schöne Verwaltungsgebäude bald zusammenbrechen. X
Die völkische Wiedereinverleibung ist erst im Werden. Heber die einstige Reichszugehörigkeit und die fortwirkenden Formen gemeinsamer Sehens*
noch hoher gehen." Nun, Treppen sind das Beste in einem Hause. „So, da sind wir!" Hansel sah sich um und entdeckte eine weißhaarige Garderobenfrau. „Ist- das die Großmutter?" „Jawoll, mein Junge, ich bin auch ’ne Großmutter. Gib mir mal deinen Mantel und deine Mütze." Hansel hatte starkes Mißtrauen, denn die Großmutter trug weder eine Haube noch eine Brille wie auf den Bildern, und hi einem Bett lag sie auch nicht. Stattdessen wollte sie seine Sachen haben! Aber weil Tante Lotte ihre Sachen auch gab, ließ er sich auch dazu herbei; doch nicht, ohne den sehr nachdrücklichen Wunsch zu äußern: „Aber wiedergeben, hörst du?" Ein kleines Mädchen, das ein rotes Sammetmützchen trug, erregte ihn. „Da ist Rotkäppchen", rief er und lief auf die Kleine zu. Die aber wehrte ab: „Na, du! laß das!" und drehte ihm den Rücken. Hansel stand enttäuscht, dann kam er entrüstet zurück: „Die will nicht mit mir spielen! Wir wollen nach Hause gehen!" Tante Lotte zog ihn schnell fort. Sie hoffte, daß der Theaterraum einen besonderen Eindruck machen würde. Er machte auch Eindruck, aber nicht so, wie Tante es sich gedacht hatte. Hansel staunte einige Augenblicke die Menschen an, die da alle nebeneinander saßen und in den Keller guckten. „Was machen die denn da in dem Keller?" „Das ist die Bühne", war die nicht ganz zutreffende Antwort; denn Hansel hatte das Parkett gemeint. „Sieh mal, ist das nicht schön?" Tante Lotte deutete auf das Vorhangbild. „Nee", meinte Bübchen, meine Bilder auf dem Baukasten sind viel schöner." Das Stimmen der Instrumente war das erste, was ihm Spaß machte. „Dort unten ist das Orchester", belehrte Tante Lotte. „Da sitzt die Musik." Hansel sprang auf. Musik hatte er gern, aber daß die auch sitzen muß ... „Wo denn?" „Da unten, das Blanke, das ist eine Trompete, und das dort —" — „Nee, wo die Musik sitzt?" Es klingelte. „Nun kommt wer." Es kam niemand, stattdessen wurde es dunkel. — „Da hat einer das Licht ausgedreht", stellte Hansel entrüstet fest. Das Vorspiel begann. — „Komm, setz dich", sagte Tante Lotte. Hansel wollte das tun, aber er konnte nicht; es war nichts zum Sitzen da. „Nun haben sie mir meinen Stuhl weggenommen", klagte er. Staunend sah er, wie Tante Lotte den Sitz hinzauberte. ■ Da ging der Vorhang auf. Hansel sah verwundert hinab. Da waren'Bäume, richtige Bäume! Hnd dann kam Rotkäppchen» Mit d?x woM er aber Vichts zu hm
Berlin, 15.Dez. (DNB.) Der Führer sprach dem ehemaligen finnischen Staatspräsidenten Svinhufvud zu seinem 80. Geburtstag auf telegraphischem Wege seine herzlichsten Glückwünsche aus.
Per Edvin Svinhufvud wurde am 14. Dezember 1861 als Sohn eines finnischen Seekapitäns und Gutsbesitzers gehören. Er studierte Rechtswissenschaften und rückte bis zum Prokurator des Senats, d. h. zum höchsten Justizbeamten des Landes auf. Als Oberhaupt feines Geschlechtes wurde Svinhufvud außerdem Mitglied der Adelskammer und nahm dort sofort lebhaften Anteil an dem politischen Kampf gegen die russischen Gewalthaber und ihre Russifizierungspolitik. Dieser Kampf gipfelte vor allem in einem passiven Widerstand, in dem Svinhufvud bald eine führende Rolle inne- hatte. Als Mitglied des Obersten Gerichtshofes in Abo wurde er deshalb mit sechzehn Kollegen ohne vorangegangenes Verfahren abgefetzt. Er lebte dann 12 Jahre lang auf feinem Gute, ohne wieder eine Staatsstellung zu erhalten, ließ aber nicht nach in feinem Kampfe gegen zaristische Willkür und war bis 1913 Präsident des finnischen Landtages, weshalb er mit Kriegsausbruch nach Sibirien verbannt wurde.
Nach Ausbruch der Märzrevolution kehrte er nach Finnland zurück und setzte sich für einen sofortigen Friedensschluß mit Deutschland ein. Nach der Erklärung der Selbständigkeit Finnlands, Auflösung des finnischen Landtages durch Kerenski und erfolgten Neuwahlen, wobei die russisch orientierten Elemente in der Minderheit blieben, wurde Svinhufvud zum Präsidenten der provisorischen Regierung Finnlands erklärt. Mit dieser entwich er bei Ausbruch des von Rußland genährten Januar-Aufstandes der finnischen Bolschewiki 1918 nach Wasa und ging von hier weiter über Schweden, wo ihm Hilfe versagt wurde, nach Deutschland. Seine Verhandlungen in Berlin führten zur schnellen Niederwerfung des Aufitandes durch deutsche Truppen unter General Graf von der Goltz zuf ammen nut dem Nord finnischen Schützenkorps unter General Manner heim.
Nach Schluß des Freiheitskrieges im Frühjahr 1918 wurde er Staatsverweser Finnlands, zog sich aber schon im Herbst desselben Jahres zugunsten von General Mannerheim zurück. Als im Laufe der Jahre infolge Hneinigkeit der bürgerlichen Parteien die Kommunisten tn Finnland wieder im ganzen Land eine aufreizende Propaganda trieben, erwachte eine scharfe Gegenbewegung, ausgehend von den am Bottnischen Meerbusen sitzenden Lappo-Bauern unter Führung Vih- tori Kosolas. Da die Regierung die Forderungen der Bauern auf gänzliche Hnterorückung des Kommunismus in Finnland im Reichstag nicht durchsetzen konnte, trat sie noch vor einem großen Zug von 12 000 Lappo-Leuten nach Helsingsors zurück. Der Staatspräsident berief darauf Svinhufvud zur
Hansel geht ins Theater.
Von Editha Taeppe.
Dante Lotte hatte es sich ausbedungen, als Hansel noch in den Windeln lag: sie wollte den Jungen in die heiligen Gebiete der Kunst und Wissenschaft einführen. „Zur gegebenen Zeit natürlich", hatte sie den sprachlos staunenden Eltern beruhigend versichert. Tante Lotte war nach ihrer eigenen Meinung eine geborene Pädagogin und hielt sich deshalb nicht nur für berechtigt, sondern für verpflichtet, tätigen Anteil an der Erziehung ihres Neffen zu nehmen. Die gegebene Zeit war nach Tante Lottes Meinung gekommen, als Hansel drei Jahre alt wurde. Zu (einem Geburtstag erhielt er, außer einem Spielzeug, zwei Theaterkarten, d. h. eigentlich nur eine Theaterkarte für die Nachmittagsvorstellung von Rotkäppchen. Am nächsten Tage begrüßte Hansel seine Tante Lotte jubelnd, hauptsächlich, weil er ihr Kommen mit weiteren Geburts- tagsfreuben in Verbindung brachte. Die Enttäuschung kam schnell. Mitgehen? Nein, er wollte lieber mit der Eisenbahn spielen. Seine Einwilligung war schließlich nur eine Gunst, die er gnädig gewährte, und das auch nur, weil Tante Lotte Muttis Frage: „Gibst du ihm nachher eine Tasse Schokolade?" bejaht hatte.
Auf der Straße versicherte er sich aber noch einmal: „Gibst du ihm auch eine Tasse Schokolade?" Dann erst ging er weiter. Unterwegs rief Tante Lotte die (Erinnerung an das Märchen wach, das sie ihm öfter erzählt und durch bunte Bilder und Zeich- nungen erläutert hatte. „Und nun wollen wir uns das Rotkäppchen anfehen", schloß sie.
Hansel wurde neugierig, er wollte wissen, ob der Wolf auch richtig tot wäre. „Nein, den macht der Jäger erst tot." „Nochnzal?" „Ja, im Theater." „Wohnt da die Großmutter?" „Die Großmutter ist auch da." „Wo ist denn der Wald?" „Den sehen wir auch." Bübchen war zufrieden.
Sie waren angelangt. Aber Hansel sträubte sich einzutreten: „Nein, ich will zu dem Wald!" Tante Lotte geriet in Bedrängnis. ,^)ier ist doch das Theater, Hansel", beschwichtigte sie. Ach so, Theater — so hieß ja das Haus von der Großmutter. Hansel bequemte sich, hineinzugehen. „Wohnt hier die Großmutter?" fragte er im L Rang. „Mr müssen
als nur symbolische Bedeutung. Gewiß weiß jedermann, daß die europäischen Mächte keine territoria- len und machtpolitischen Ambitionen auf der westlichen Erdhälfte verfolgen. Die Frontenerklärung bedeutet aber umgekehrt das eindeutige Bekenntnis jener Länder zur gemeinsamen europäischen Sache, die künftig durch keinerlei fremde Einflüsse und Querschüsse mehr sabotiert werden wird.
Man muß an die Anfänge dieses Krieges zurück- denken, als das kapitalistische Denken der Briten und ihrer nordamerikanischen Handlanger allen Ernstes zu so wahnwitzigen Ansprüchen Anlaß bot, daß beispielsweise die rumänischen Erdölvorkommen restlos vernichtet und unbrauchbar gemacht werden müßten, um sie der europäischen Sache zu entziehen. Das bedeutet also nichts anderes, als daß auf Grund der kapitalistischen Durchdringung dieses Zweiges der rumänischen Wirtschaft mit englischen und amerikanischen Gesellschaften ein Hauptzweig des rumänischen Volksvermögens zerschlagen werden sollte, weil die englisch-amerikanische Allianz hier keine „Wirtschaftsprovinz" für ihre eigenen ausbeuterischen Tendenzen mehr zu finden in der Lage war.
Dieses besonders sinnfällige Beispiel steht aber keineswegs allein. Die Ausdehnung der völkerrechtswidrigen britischen Blockade auf jedes Land, das mit den Mächten der europäischen Neuordnung aus eigenstem Interesse in aktive Zusammenarbeit trat, entspringt der gleichen Wurzel. Wohl am krassesten hat das besiegte und von seinen vormaligen Alliierten schmählich verratene Frankreich die Skrupellosigkeit jener britischen Methode zu spüren bekommen. Aber auch sonst sind die Erfahrungen mit dem britischen Krämergeist in Europa allgemein verbreitet. Hnd jedem weiterschauenden Beobachter mußte es klar werden, daß ängesichts der jüdischen Verfilzung zwischen den beiden großen Feinden eines starken und freien Europa, zwischen englisch- amerikanischer Weltplutokratie und sowjetischem Weltbolschewismus, das Ränkespiel dieser Mächte von den letzten ihnen verbliebenen europäischen Bastionen aus kein Ende nehmen würde, bis sie sämtlich in ihre Schranken verwiesen wären.
Das ist' nun der Fall. Kein Secret Service und keine Dvnvvans werden mehr ihr dunkles Handwerk auf dem europäischen Festland betreiben. Ungestört wird sich von innen heraus die Kraft der europäischen Idee entfalten. Hnd zum ersten Male nach einer jahrhundertelangen Geschichte der tragischen Zerrissenheit bahnt sich so für alle Zukunft der Grundsatz seinen Weg: Europa den Europäern!
H. M.
Die außerordentliche Reichstagssitzung in Tokio.
Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Die am Montag begonnene außerordentliche Sitzung des Reichstages stellt die Presse in Gegensatz zu den bisherigen Tagungen. Während die letzte Sitzung im November im Schatten des heraufziehenden Gewitters stand und deshalb wirtschaftliche, innenpolitische und militärische Vorbereitungen traf, stehe der Zusammentritt jetzt im Zeichen der erstaunlichen ersten Siege. Die Presse betont, daß es die Aufgabe dieser Sitzung sei, den Siegeswillen Japans zu bekunden. „Nichi Nichi" schreibt: „Der Reichstag soll die eiserne Entschlossenheit und die brennende Begeisterung kristallisieren, die britisch- amerikanische Vorherrschaft zu brechen und Ostasien zu befreien." „Pomiuri Shimbun" betont die Not-- wendigkeit, die Gesetzentwürfe reibungslos zu verabschieden. Der Reichstag muffe ebenso wie die heldenmütig kämpfenden Truppen feine Pflicht tun. Im Mittelpunkt der Regierungsvorlagen steht neben dem Kriegsversicherungsgesetz ein neuer Notetat von 2,8 Milliarden Den. Zwei Milliarden davon find für die Erfordernisse des Heeres und der Marine bestimmt, 800 Millionen für den Reservefonds.
Oie britischen Truppen in Thailand zurückaedrängt.
Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Eine amtliche thailändische Verlautbarung besagt, daß die über die Süd-, West- und Nordgrenze Thailands eingedrungenen britischen Truppen schrittweise zurück- gedrängt würden. Weiter wird aus britischer Quelle verzeichnet, daß es den japanischen Truppen, die von Thailand aus auf Burma im Vor- marsch sind, gelungen ist, in das Gebiet von Victoria einzudringen. Es handelt sich um das Gebiet, das an der Südspitze Burmas am Isthmus von Kra liegt.
Das Torpedoflugzeug.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Cs mußte von vornherein sehr reizvoll erscheine^ die Torpedo waffe aus einer Seewasfe * eine Luftwaffe zu verwandeln. Die (Englänb« haben nach Versailles mit solchen Versuchen b*. gönnen, die sehr bald auch von den Italiener ausgenommen wurden. Auch Deutschland hat Verruf seiner Nachrüstung Versuche mit Torpedz. flugzeugen unternommen. Am meisten aber man von dieser neuen Waffe in den italienisch^ Wehrmachtberichten gelesen. So griffen von Sau dinien aus diese Luftlibellen am 27. Septemch, einen englischen aus Gibraltar ausgelaufenen leitzug an, wobei ein leichter Kreuzer sofort unter, ging, während "ine große Einheit und zwei m?;, tere leichte Kr er Treffer erhielten. Weitere Wel. len italienischer Torpedoflugzeuge setzten diese Ai. griffe von Sizilien aus fort, wobei sie mit Tor. pebofcjoten und Torpedozerstörern zusammen arbeiteten. Nachträglich stellte sich heraus, daß bjg beschädigte Schlachtschiff die 34 000 Tonnen gr&j8 „Nelson" war, die mit einem großen Leck ®ibrch tar aufsuchen mußte. Auch in den Seekämpfen, Üe jetzt die englische Offensive in Libyen begleitet, haben die Italiener Torpedoflugzeuge eingefetf. Hnd nun haben die Japaner mit ihnen dy Vogel abgefchossen.
Das Torpedoflugzeug kann einen, manchmal ß, gar zwei Torpedos bei einer Eigengeschwindigkü von TSO bis 250 Stundenkilometer mitnehmen. hat die Vorteile der Luftwaffe überhaupt: Berfjftt« nismäßig geringen materiellen und personellen Eü> satz, große Beweglichkeit und einen riesigen (& scbwindigkeitsüberfchuß gegenüber den ©eeftrefe kräften. Es kann durch Flugzeugträger auch in raumweiten Gewässern zum Einsatz gebracht den, ja es ist mit Httfe von Flugzeugträgern fognt sein Masseneinsatz beim Angriff möglich, wie ig jetzt im Femen Osten geschehen zu sein schein Masseneinsatz ist natürlich auch denkbar von feftai Flugplätzen aus, wie sie etwa in Französfich-Jnd^ china zur Verfügung gestanden haben könnten. Angriff der Torpedoflugzeuge ist aber technisch rech schwierig. Die Abwurfhöhen des Torpedos lieget, wie der Nauticus von 1939 verzeichnet, nur 20 bis 40 Meter über d e n Wafserfäulet, die die Granaten der Abwehrartillerie aufmerfa, Die Schußentfernung darf mit Rücksicht auf iii Langsamkeit der Torpedos nur sehr gering fein, un Ausweichbewegu ngen des angegriffenen Schiffes in, möglich zu machen. Ein Flugzeugtorpedo hat Üe ungefähren Abmessungen und die gleiche Sprenz« ladung wie die Schiffs- und H-Boot-Torpedos. Öe Abwurfgeschwindrgkett beträgt aber 150 Stunde« filometer, während die Eigengeschwindigkeit ta Torpedos in seiner Wasserbahn auf eine (Entfernung von 2000 Meter mit ungefähr 80 Kilometer zu Der« anschlagen ist.
Eine interessante Erläuterung zu dem großen Er« folge der japanischen Luftwaffe bei ihren Angriffni auf englische und amerikanische Schlachtschiffe giii der Tokio-Korrespondent i^r DAZ. Der jopanW Wehrmachtbericht meldete: „Neun Flugzem haben sich selbst zerstört", wofür das japanilpe Wort „Iibak u" gebraucht wurde, das ungefähr so viel wie „S e l b st b o m b e" bedeutet. Es |dl vermutlich besagen, daß der Flugzeugführer feine Maschine mit den an Bord befindlichen Bomfat oder Lufttorpedos auf das feindliche SchlachWs fallen ließ, um sein Ziel mit voller Sicherheit st erreichen.
Bildung einer rein bürgerlichen Reaierung, was ihm bereits am 3. 7.1930 gelang. Die Lappo-Fuhrer traten dem neuen Kabinett nicht bei, versprachen aber wohlwollende Hnterstützung bei Durchführung ihrer Forderungen. Es erfolgte dann das Verbot der Kommunistischen Partei. Am 16.2. 1931 wurde Svinhufvud im dritten Wahlgang mit den Stimmen der Nationalen Koalitionspartei, der Schwedischen Dolkspartei und des Landbundes zum Präsi- deuten der Republik Finnland für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt.
Seitdem wurde Finnland von einer starken Hand geleitet, die auf Ruhe und Ordnuna im Lande hielt. Die im Februar 1932 neu auSbrechenden Hnruhen, von der Lappo-Bewegung ausgehend, unterdrückte Svinhufvud ebenso, wie er dafür sorgte, daß der Kommunismus nicht wieder sein Haupt erheben konnte. Hnd so fertigte sich die Ordnung im Lande immer mehr, so daß Finnland in dieser Hinsicht zu den ruhigsten Ländern der Welt gehört. Auch der materielle und geistige Fortschritt hat sich während der Regierungszeit Svinhufvuds bedeutend gehoben. Die äußere Politik des Landes wurde in sichere Bahnen geleitet. Trotzdem konnte Svinhufyud nicht verhindern, daß die Linksopposition wuchs. Die Sozialdemokraten waren es dann, die Svinhufvud bei der am 15.2.1937 stattgehabtest Staatspräsidenten wähl zu Fall brachten. Im zweiten Wahlgang ging mit ihrer Hilfe der bisherige Minister- präfident und Landbundführer Kallino mit absoluter Mehrheit durchs Ziel. Svinhufvud ^at sich seitdem aus der aktiven Politik seines Landes zurückgezogen.
In einer Adresse, die Staatsprästdent R y t i und die Regierung an Svinhufvud zu seinem 80. Geburtstag gerichtet haben, wird er der wirkliche Lande svater genannt, dessen Persönlichkeit bereits ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit im Volk erweckt habe. Svinhufvud erhielt zu seinem Geburtstag eine überaus große Zahl von Glückwunschschreiben und Telegrammen aus allen Teilen des Landes sowie auch aus dem Ausland.
Oie Jahresfeier der RGB.
Den H a a a, 15. Dez. (DNB.) In Htrecht wurde der zehnte Jahrestag der Gründung der niederländischen nationalsozialisttschen Bewegung (NSB.) begangen. Auf einer Kundgebung der alten Kämpfer gab Reichskommissar Dr. Seyß-Jnquart bekannt, daß es als Beweis seiner unverbrüchlichen Kameradschaft zu Mussert sein Entschluß sei, in den Niederlanden nur noch eine politische Willensbildung zu dulden, und zwar die der nationalsozialischen Bewegung unter ihrem Leiter Mussert. Er habe daher verfügt, daß alle anderen Vereinigungen und Bewegungen politischen Charakters, die in den Niederlanden noch vorhanden seien, ab heute zur Auflösung gebracht werden.
Diese Worte des Reichskommissars wurden mit
ungezogener Junge." Hansel war nermuiüen Ungezogen? Warum beim? Er hatte doch M nicht —.
Dann fiel ihm ein, was ihn eigentlich zum W gehen bewogen hatte: „Gibst du ihm jetzt eine Tv« Schokolade?" „Ja." Sie saßen lange in der Sir.- ditorei und gingen bann sehr langsam nach Haui(!<
„Seid ihr schon wieder da?", begrüßten M Eltern die Heimgekehrten. „Es hat nicht lange dauert", erwiderte Tante Lotte doppelsinnig. wie war's, Bübchen?", forschte der Vater. „Fein!" „Hast du Rotkäppchen gesehen?", n>o Mutti wissen. — „Och — die — , meinte Hans« wegwerfend, „und die Großmutter hat alles genommen; aber nachher hat sie's roiebergegebtn. — „Weggenommen?" Die Eltern lachten. „M auch Musik da?" „Ja, die sitzt im Keller, wo Bäume sind, und der Stuhl, der war immer M und, Mutti, ich muß nu aber mal — aber goenj richtig."


