Vonnerslaa.lK.INaiMI
Netzen« Anzeiger (General-Anzeiger fSr Gderhesien)
ltr.114 Swetter Blatt
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Landkreis (Rieften.
Die Vorschlußrunde zur Fußballmeisterschaft
Verdunkelungszeit
15. Mai non 21.10 bis 5.27 Uhr.
Lauder vollendet am Freitag, In Mal, vei ivner Gesundheit jein 8 0. Lebens > ah r. Dem Jubilar gellen auch unsere Glückwünsche.
Gchwarzblechdosen sparen Zinn.
Ilund 7000 Tonnen Zinn werden jährlich für andere Zwecke frei.
• Gründern, 15. Mai. Mehrer I. R Georg ~ 16. Mai, bei guter
Kreis Alsfeld. .
... Homberg, 12 Mai. Die gestrige Wanderung des hiesigen W o n d e r n f r e l n * , eines Zweigverelns des Oderhessischen G-dtrAsnereins, an der 30 Personen teilnahmen, ging non. hier aus an Appenrod vorbei bei schöner Fernsicht noch Maul- dach wo die Wanderschar längere Aast dielt. Dann ging die Wanderung weiter an dem Pager des Reichsarbeitsdienstes vorbei und durch die ausgedehnten Waldungen bis zur Hauptstrasse Nieder- Gemünden—Homberg, an Wäldershausen nordet, wobei man sich an den Schönheiten der LanHichaft erfreuen konnte. Im Adendsonnenschein erfolgte die Rückkehr nach Homberg.
i n t schl u ß stimmt dich froh, du siehst dich bereits ;:jfttt)anbeln durch die im ersten Frühlings schmuck : rcingende Anlage, in der der Morgenchor der gc- ederten Sänger ertönt.
Es zeigt sich jedoch pm anderen Morgen, daß das Beharrungsvermögen eine zähe Lebensfähigkeit be- ht. Vorsorglich hast du den Wecker vorgestellt, aber 15 er eifrig zu rasseln beginnt, erinnerst du dich nid) sofort, daß der Zeitvorsprung eine halbe ctunde beträgt. Die Kräfte der Beharrung begin- icn ihre Wirksamkeit. Sie zwingen dich geradezu, attische Ueberlegungen anzustellen. Ist es nicht ein lnsinn, in aller Frühe aus dem Hause zu rennen, nenn man es gar nicht nötig hat? Wenn man durchaus spazierengehen will, kann es ja auch am L'benb geschehen. Das Liegen im Bett hat feine Annehmlichkeiten, und versäumter Schlaf läßt sich ■ii schnell nicht einholen. Der gute Vorsatz löst sch wie eine leichte Wolke in Nichts auf. Wohlig ufseufzend hast bu bich auf bie andere Seite ge- r gt, und schon fallen dir wieder die Augen zu. Erst us dem Wege zur Arbeitsstätte, wo dich die angenehme Morgenluft umfächelt, denkst du wieder an leinen guten Vorsatz und bedauerst es, ihn so Schnöbe aufgegeben zu Haden.
| Das ist das Schicksal vieler guten Vorsätze. Hand Wilfs Herz: es gibt eine Menge guter Vorsätze, die ßn Laufe der Zeit gekommen und gegangen sind ■nie Ebbe und Flut, ohne verwirklicht zu werden. i‘ad) einem Sprichwort englischen Ursprungs ist der jÄ3eg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert. Man könnte nachdenkliche Betrachtungen darüber Instellen, wieso gerade die Engländer zu dieser Er- ivnntnis gelangt sind, auf jeden Fall aber ist es 1 -ützlich. sich gelegentlich im stillen selber nach den i mten Vorsätzen zu fragen. Es wird sich dann her- । 'Usstellen, daß sie nicht immer nur Schiffbruch er- ■ Üben an d^n unausrottbaren Mängeln der men sch- | Ichen Natur. H. W. Sch.
Dornotize«.
Tageskalender für Donnerstag.
|* Die Deutsche Arbeitsfront NSG. ,straft durch fireude": Stadttheater 19 Uhr „Zweimal klopfen".
Gießener Konzertring 1940/41: Universitäts-Aula ».30 Uhr Solistenkonzert Vasa Prihoda. — Kunst- pissenschaftliches Institut, Ludwigstr. 34: 18 Uhr Vorlesung Professor Rauch: „Die Kunst Venedigs". — Gloria-Palast (Selterswea): „Die schwedische - Nachtigall". — Lichtspielhaus (Bahnhofstr.): „lieber des in der Welt". — NSRL.-Bezirkssührung Gie- fen: Unteres Bootshaus der (9'91(8. 19.30 Uhr film-Abend.
Der Vogelhändler" als Sonder-Fremdenvorsiellung im Sladllheater Gießen.
rost usw. Wie bei jeder Vergiftung, ist sofort für ,ründliche Entfernung aus Magen und Darm zu orgen, auch der Arzt sofort zu Rate zu ziehen. In jedem Zweifelsfall wende man sich vor dem Genuß der Pilze an die nächste Pilzberatungsstelle, an die Reichsarbeitsgemeinschast Sck-adenverhütung oder an die Pilz-Beratungsstelle in Darmstadt. Berichte über Pilzvergiftungen erbittet die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt.
w.hnlicher Körpergröße hier gehaust haben. Ihm hätte der Riesenschrank, ein Monstrum seiner Art, gehört, der jetzt als Museumsstück in dem Vor raum bc« oberen Albertusbaues das Auge des Vurgbe- suchers auf sich lenkt. Die entsprechend lan^e Bettstelle hierzu sei leider schon twr längerer Zeit in Abgang geraten.
Eine Zeitlang beherbergten die Schloßräume in der Mitte des 18. Iahrmindert» ein Brüderpaar mit seinem kleinen Landwirtschaftsbetrieb. Es müssen zwei Originale gewesen sein, denn sie führten voin immer treffsicheren Volksmund ge- münzte Beinamen. Der eine hieß „der alte Fritz" und der andere „der dicke W i l h e l in'. lieber beide ist folgendes Geschichlckxn in dem Gästebuch der Burg vom Jahre 1883 niodergeschrieben:
„Komm schnell. Wilhelm, schnell, ich habe den Teufel an den Hörnern!", so ries um die Mitte de» vorigen Jahrhunderts in dunkler Nacht der damalige Verwalter dieses Schlosses, der „alte Fritz" genannt, seinem unverheirateten Bruder, dem „dicken Wilhelm", der bei ihm In diesen Ruipen wohnte. Wilhelm {taub eilig auf, schlug Feuer, zündete ein Del- licht an und kam aus der nächsten Stube zur Hülfe herbei. Fritz hielt eine K u h krampfhaft an beit Hörnern fest, bie schnaufend und mit den Augen funkelnd sich zu befreien suchte. Sie hatte sich in ihrem SWl von ihrer Krippe loogcrnacht und war durch metiirerc ossenstehende Türen an das Bett ihres Hern» und Gebietes getappt, vermutlich ohne die Absicht, ihn in solch? Angst zu versetzen.
(Dfcrftener IDod)cnmcirflpreHc X
* Gießen, 15. Mai Aus dem heutigen Wochen^, markt kosteten'. Molkereibuiter, ü kg 1,80 RM, Matte 30 Rps, Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 46, gelbe Rüben, '» kg 10, rote Rüben 10, Spinat 9 bis 16, .Zwiebeln 18, Meerrettich 40 bis 60, Rhabarber 15, Feldsalat, 10, Lauch, * ■ kg 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 21 bis 30, Salatgurken, H kg 70 Rpf.
•• Aus G (eßien - KIein - LindeN. (Befreiter Walter 'Weller von hier, wohnhaft Frank- furtcr Straße 158, wurde zum Unteroffizier befor- bert; Fahnenjunker Unteroffizier Walter Jung, Wetzlarer Straße 70, würbe zum Felbwebel be- förbert. \
Zchwelnemarkl In Grünberg.
• Grünberg, 15. Mai. Aus dem heutiges Schweine markt rouueii 203 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 25 bis 30 RM., 6 bis 8 Wachen alte 32 bis 35 RM., 8 bis 13 »Wochen alte 36 K'io 40 RM. das Stuck. Marktverlaus lebhaft. Es verblieb geringer Ueber-
Der VfL. 99 Köln, der als erster Teilnehmer an der Vorschlußrunde der beutichen Fuß- b p l l m e i st e r f ch a f t feststeht, erhält am Sonn- tag Gesellschaft: im Tressen zwischen Rapid Wien und 1860 München wird der Sieger der Bereichsgruppe 4 ermittelt, der ebenfalls in die Runde der letzten Vier" einzieht. In den unterteilten Gruppen 1 und 2 bestreiten Dresdner SC. — V.-R Gleiwitz und Schalke 04 — Hamburger SV. die ersten Entscheidungsspiele, denen acht Tage spater die Rückspiele folgen. Wenn sich hier nach den beiden Spieltagen nicht gerade Punkt- und Torgleichheit ergibt (was weitere Entscheidungsspiele zur Folge hätte), dann ist am 25. Mai alles klar zur Vorschlußrunde. Der Spielplan für Sonntag lautet:
Gruppe 1 in Dresden: Dresdner SC. — Vorw.-Raf. Gleiwitz.
Gruppe 2 in Dortmund: Schalke 04 — Hamburger SV.
G r u p p e 3 in E f f e n : Helene Essen — BsL. 99 Köln: in 6 f f c n b a d) : Kickers Dffenbad) — FC. 93 Mülhausen. _
Gruppe 4 in Wien: RapidxWien — TSV 1860 München: in Mannheim : VfL. Neckarau — Stuttgarter Kickers.
Im Süden - des Reiches interessieren in erster Linie natürlich die letzten Spiele in den Gruppen 3 und 4 und hier wiederum besonders die Begegnung zwischen Rapid Wien und 1 860 München, bie die Entscheidung in der Gruppe 4 bringt. Das Wiener Praterstadion wird sicher einen Groß- kampf erleben. Rapid möchte die knappe Münchner 1:2-Niederlage wettmachen und fid) damit gleichzeitig den Gruppensieg sichern. Den Wienern genügt übrigens schon ein Unentschieden zum Endsieg, denn ihr Torverhältnis ist wesentlich besser als das der Münchener „Löwen", die somit vor der Notwendigkeit stehen, gewinnen zu müssen, wenn sie den Wienern noch den Rang ablaufen wollen. Allgemein gilt der Dstmarkmeisler als Favorit, der sich in heimischer Umgebung kaum eine Blöße geben wird. — Das zweite Trefsen dieser Gruppe zwischen dem VfL Neckarau und den Stuttgartei: Kickers ist praktisch ohne Be- deutuckg: selbst im Falle eines Sieges können die Mannheimer Vorstädter vom letzten Platz nicht mehr wegkommen. .
Auch In der Gruppe 3 kann, ganz gleich wie bie letzten Spiele ausgehen, die Tabelle, wenigstens was die Rangfolge anbetrifft, nicht mehr berichtigt werden. Der VfL. 99 Köln, der am Sonntag bei TuS. Helene Essen zu Gast ist, steht als Gruplpensieger bereits fest und der Südmestmenter Kickers Offenbach, der den Clsaß-Meister FC. Mülhausen empfängt, ist vom zweiten Platz nicht mehr zu verdrängen. Köln wird wenn bieEssener keinen größeren Ehrgeiz entwickeln als zuletzt gegen Offenbach, auch in Attenesien die Ober-
Die Durchführung bes Vierjahresplanes hat auch an die Packmittelinbustrie die Forderung gestellt, neue Möglichkeiten zu suchen, um entweder nicht zur Verfügung stehende ober für andere Zwecke dringend gebrauchte Rohstoffe durch heimische Werkstoffe zu ersetzen oder aber mit den vorhandenen Materialien so sparsam wie nur möglich zu wirtschaften.
Wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, daß bei der Blechpackungsinbustrie jährlich etwa 7000 Tonnen Zinn für bie Konservierung von Nahrungsmitteln verbraucht wurden, so erkennt man die iiroftc Bebeutung dieser Forderung nach Austausch- taffen auch gerade auf diesem Gebiete. Nock) im September 1939 wurde zur Herstellung von Blechbüchsen auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft nur Weißblech, d. h. feuerverzinntes Blech, »erarbeitet, da man allgemein glaubte, daß auf diesem Sektor Weißblech einfach nicht zu ersetzen sei. Man ging höchstens dazu über, sparverzinntes Blech zu verwenden, und zwar mit einer galvanisch auf Schwarzblech niedergeschlagenen Zinnauflage von 12 bis 15 Gramm je Quadratmeter. Damit wurde immerhin schon eine 50prozentige Zinneinsparung erreicht, aber einen völligen Verzicht auf Zinn, das wir nur aus Ueberfee beziehen können, ließ auch dieses Herstellungsverfahren nicht zu.
Dank der gemeinsamen Anstrengungen der Blechpackungsindustrie, der Walzwerke und der Lack- industrie konnte jedoch auch dieses Ziel bald erreicht und schon bei Kriegsbeginn mit der Großfabrikation
brauchshundevereins als letztes Zeichen des Dankes Kränze niederlegte. Zum Schluß sprach noch ein Vertreter der Verwaltungsorgane der Zuckerfabrik Wetterau in Friedberg, deren Vorstand und Auf- ichtsrat der Verstorbene lange Jahre angehört hatte, herzliche Worte des Dankes und Abschieds, und legte einen Kranz an der Bahre nieder.
Trotz Krieg technischer Fortschritt in der Elektrotechnik.
«Bor ben Mitgliedern des DDE. im NSBDT (Nationalsozialistischer Bund Deutscher Technik) sprack) am Dienstag der Fachgruppenmalter, Pg. Dr.-Ingenieur Schliephake, über Kontakt-Um- former. Einleitend wies er darauf Hin, daß der Ingenieur bie Verbindung mit der Weiterentwick. l.ung in der Technik nicht verlieren dürfe und die Möglichkeit hierzu im NSBDT. gegeben ift. Die starke augenblickliche Anspannung im Beruf läßt meistens nicht genügend Zeit zur Weiterbildung, die jedoch sowohl für Den einzelnen, als auch für Die kriegsentscheidenden wichtigen Aufgaben, die der Technik gestellt sind, gerade im Kriege erhalten und gefördert werden miuß. An Hand zahlreickier Skizzen und Lichtbilder zeigte dann Dr. Schliephake die zahlreichen Schwierigkeiten, die der Entwicklung des Kontakt-Umformers ensgegenftanden, die aber nach dem neuesten Stand als überwunden angefehen werden können. In Bezug auf Mate- rialerfparms, Wirkungsgrad und Einfatzmoglichkeit ist der Kontakt-Umformer den bisherigen Umformern derart überlegen, daß sich technisch und wirt- schaftlich große Vorteile ergeben. Eine rege Aus- spräche über aktuelle Probleme schloß sich an den Vortrag an.
Achtung! (Erflnbcrbcrahinfl!
Auf der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 15b werden 14tägig montags von 10 bis 12 Uhr Sprechstunden zur Erfinderberatung durch- geführt. Die Sprechstunden im 2. Vierteljahr finden tatt am 19.5., 16.6. und 30. 6.1Y41.
Kleine Geschichten vom Aleiberg.
Der Riefe, der „alle Fritz" und der „dicke Wilhelm" auf Schloß Gleiberg.
Fast am Ende des Dreißigjährigen Krieges, im Jahre 1646, fiel das stattliche Ritterschlvß der Gle • berger Oberburg der Zerstörung anheim, wahrend die neueren Gebäude der Unterburg, der Nassauer- und Albertusbau, wie durch ein Wunder von der verheerenden FeuerAbrunst — wohl durch die oier Meter dicken Ruinenmauern des ältesten viereckigen Turmes vor dem Brandherd geschützt verschont blieben. Sie dienten teilweise den Grafschaftobeam- icn als Wohnsitz, doch waren sie manche Zeiten and) von anderen Bediensteten der Nassau-Weilburger Grafen bewohnt. So soll einmal, so erzählt dir Ueberlleferung, ein Niese von ganz unge-
Vorsicht beim Sammeln von Maipilzen.
Meist Im Mai und Juni erscheint an grasigen Wald- und Wegrändern, auf Wie|en und ainmchen Plätzen der eßbare Maipilz. Sein Hut wird meist bäum breiter als 10 cm. Alle Teile des Pilzes: der Hut, die Blatter auf der Hutunterfeite und der Stiel sind weißlid) bis rahmgelblich. Auffallend ift der Geruch nach Mehl. Man hüte sich ledoch vor Verwechslung des Maipilzes mit Rißpilzen, ins- besondere mit dem lebensmsiahrlichen ziegelroten Rißpilz- Der ziegelrote Rißpilz, der wiederholt schon Menschen ums Leben brachte, wachst eben- falls im Frühsommer auf grasigen Platzen. Er bleibt meist kleiner als der Maipilz, kommt aber ebenfalls mit weißlicher ober gelblicher Färbung aus dem Boden, gan.) ähnlich wie der Maip.lz, und wird später, insbesondere beim Liegen des Pilzes, mehr ober weniger ziegelrötlich. Sein Hut reißt vom «tonbe her rissig -in. Daher der Name. Im Gegensatz zürn angenehmen Mehldusi des Mai- Pilzes hat er einen viel strengeren Geruch, der gerade für den ziegelroten Rißpilz charakteristisch ist Im Gegensatz zu ben weißlichen Blättchen des Maipilzes werben die Blätter auf der Hutunterfeite des Rihpilzes bald mehr oder weniger braun- lich ähnlich wie beim Angerling (Champignon). Vor derartigen gefährlichen Verwechslungen muß ebenfalls gewarnt werden. Der Champignon hat einen angenehmen Duft und einen charaktenstifchen Schleier bzw Ring am Stiel, tue sowohl bem Riß- pilz als auch bem Maipilz fehlen. Vergiftungen durch den Rißpilz äußern sich durch Schweißaus- bruch, Uebeiteit, Erbrechen, Sehstörungen. Schüttel-
Hand behalten: von den zu spät in Fahrt flefom- menen Kickers ist ein glatter Sieg über den alsässi- chen Gast zu erwarten. , K ,Q A 1
Das erste Entscheidungsspiel in der Gruppe 1 führt in Dresden den Dresdner SC. mit V o r- w'a r t s / R a s. Gleiwitz zusanimei,. Gegen ben schlesischen Meister wird man den DSC. sicher w e- der in alter Frische am Werk sehen, und da sollte der Ausgang nick)t zweiselhast sein, zmnal die Sd>le- sier auf eine ganze Reihe ihrer bekannten Spieler verzichten müßen. — Für das rheinisch-wesisalische Industriegebiet ist natürlich das erste Tressen Mischen dem großdeutschen Meister Schalke 04 und bem trabitionsreichen Hamburger SB. da» Ereignis des Tages. Der HSV. ist Zwar seit vielen Monaten unbesiegt, aber in der Dortmunder Kampfbahn, wo bie Schalter mit ihre größten Siege erfochten, wird ihn wohl das Schickfal ereilen. Schalke ist in diesem Treffen der große Favorit.
4:1 für Italien.
Fräuen-Ienniskampf In Florenz beendet.
Im deutsch-italienischen Frauen-Tennislander- kampf In Florenz konnte Deutschland am Schlußtag noch den Ehrenpunkt buchen. Der 'Berlinerin Margarete Köppel gelang es, die frühere deutsche Spitzenspielerin Anneliese B o s s i - U 11 st e i n in einem langwierigen Gefecht mit 7:5 3:6- 6:4 zu schlagen. Den vierten Punkt für Italien holte an- schließend Wally San Dann i no mit einem 2:6, 9:7, 6:1 über Gertrud Rosenthal, die Im zweiten Satz nur etwa» Mehr Glück braudjtc, um zum Sieg zu kommen. So endete der Länderkampf mit einem 4:1-Sieq der italienischen Gastgeber, die vor Jahresfrist mit dem gleichen Ergebnis gegen die deutsche Vertretung verloren hatten.
Handball in Wahen''orn.Steinbera.
Tv. Watzenborn 1. 3flb. — Io. tang Gön» 1. 3flb. 12:9 (6:3).
Am Sonntag konnte der Tv. Watzenborn den vorjährigen Bannmeister Lang-Gö-ns zu einem spannenden Handballkampf bet sich sehen. Kurz nach Spielbeginn mar es den fungen Watzenbömem möglich, ben Führungstreffer durch Schmanbt zu erzielen. Wenige Minuten später schoß der Mittel- flürmer das 2. Tor. Inzwisd-en kam die Gästemann- Ichaft sehr gut aus, so daß das Spiel nach einigen Minuten 2:1 stand. Durch weitere Angriffe der Watzenbörner war es möglich, mit einem 6:3-Reful- tat in die Halbzeit zu gehen. In der zweiten Hälfte hatten die Gäste den Wind als Bundesgenossen, so daß es ihnen möglich war, den Ausgleich herzu- stellen. Aber die Gastgeber vereitelten immer wieder schön vorgetragene Angriffe. So kam ein Endergeb- INS von 12:9 Toren zustande.
Tv. Watzenborn 1. Schüler — Tv. Grüningeli 1. Schüler: Endergebnis 1:1 (1:1),
Arn Sonntag, 18. Mai, wird im Stadttheater Hießen als Sonder-Fremdenvorstellung Karl Zel- I rs große, bekannte und beliebte Operette „Der itogelhändler" ausgeführt. Von Intendant Hans kalter Klein inszeniert und unter der mufita- jchen Leitung von Arthur A p e l t hat dieses Bert, das für diese Spielzeit vollständig neu aus- pftattet wurde, in einer großen Anzahl ausver- iufter Vorstellungen seine Beliebtheit und Zug- aft immer neu bewiesen. Die Intendanz des ('tabttheaters gibt nunmehr auch den auswärtigen 2ljeaterfreunben und den Gießener Besuchern, die be Abendvorstellungen seither nicht besuchen kann- Im, Gelegenheit, die Zellersche Meisteroperette 3U Men. Die Vorstellung beginnt bereits um 18 Uhr iinb endet gegen 21 Uhr.
Abschied von Oekonomierat Hoffmann.
Eine zahlreiche Traueraerneinde nahm am gestri- pm Mittwochnachmittag in der Kapelle des Neuen ksriedhofs Abschied von dem tm 88. Lebensjahr her verstorbenen Oekonomierat Carl Hoff' n a n n. Pfarrer Becker stellte, dem letzten Wun- she des Entschlafenen entsprechend, seine Gedenk- vAsprache unter oas Wort: „Unser Leben währet 74 Jahr und wenn's hoch kommt, so sind's 80 Jahr inb wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen." Er schilderte den Verstorbenen Qis den Mann der unermüdlichen Arbeit, als den mit dem deutschen Boden eng verbundenen Men- kjen, als vorbildlichen Diener der Gemeinschaft uib als den beispielgebenden echtdeutschen Mann. 2iuf dieser Grundlage urnriß er das Lebensbild dis um die heimische und die deutsdie Landwirt- k>aft hochverdienten Mannes. Anschließend wür- bfite Universitätsprosessor Dr. S ess ous im Warnen des Lehrkörpers der Landwirtschaftswiffen- haft an unfefer Universität bas Wirken des Ent- küafenen und sein allezeit hilfsbereites Förderer- hm zum Besten der Landwirtschaft und der Land- irirtschaftswissenschaft. Als letzten ®ru& Jc9tc cr ihnen Kranz an der Bahre nieder. Kamerad B o p f d: nkte namens der Kameradfcha'ft der ehemaligen Darmstädter weißen Dragoner dem Heimgegan- 'pmen als dem Mitgründer und treuen Kameraden b<r Gießener Kameradschaft mit herzlichen Worten uib einem Kranz als letzten Gruß. Ggu- und Kreis- jcßermeifter Beigeordneter Nicolaus widmete b m Verewigten als dem Nestor der deutschen Vigerschaft im Kreise Gießen und m Hessen und »'treuen Ekkehard des Jagdwesens namens per higertoaft und bes Iagb Gebrauchshundevereins Cierljeffen herzliche Worte des Dankes für fern fbts tatfrohes und opferbereites Wirken im Clnter- kle der Jägerei. Des treuen Weidkameraden ge- dlchte die Iägerfchaft am Schluffe der ffit dem Halali der Jagdhörner, wahrend der Spre 4er im Auftrage des Landesjägermeisters und der Ägerfchast. zugleich auch namens des Iagd-Ge-
Prüfung in Kurzschrift und Maschinenschreiben.
Am Sonntag fanden in der Städtischen Han- delslehranftalt die Prüfungen in Kurzschrift und Maschinenschreiben der Industrie- und Handels- kaminer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach statt. Es war dies die erste Prüfung, in der neben der Prüfung in Kurzschrift auch Stenotypistenprüfungen und Prüfungen im Mchcht- nenschreiben abgehalten wurden.
Bei den Ergebnissen konnte die Prüfungskommission wieder feststellen, daß die 10-Fingerschreiber (Blind, chreiber) den Tippern weit überlegen sind, und daß jeder Maschinenschrerber nur noch blindschrei- ben sollte. Es kann immer wieder allen jungen Leuten nur dringend empfohlen werden, sich das amtliche Zeugnis der Industrie- und Handelskam- mer über ihre Befähigung im Schnellfchreiben zu erwerben, denn bei den groszen Anforderungen, die heute im Schriftverkehr gestellt werden, ist die Zlurzschrift und das Maschinenschreiben eine treue Helferin, mit der es nur möglich ift, die Riesen- direibarbeit zu bewältigen.
Bestanden haben folgende Prüflinge: Stenotypisten 200 Silben: Hildegard Henning Heuchel- heim; Kurzschrift 200 Giften: Adeihetd »h oft, Gießen- Kurzschrift 150 Silben: Karl Delling, Beuern'; Kurzschrift 1.50 Silben: Sofie Wagester, Bernshausen bei Sdsiitz; Kurzschrift 120 Silben: für Anfänger: Gertrud Kuhl, Gießen.
von lackierten Schwär,zblechdosen, die völlig frei Zinn sind, begonnen werden. Die größte Schwierigkeit, die sich bei der Herstellung der Schwarzblech- dosen ergab, lag darin, laß sich Sck>warzblech nicht löten läßt, während nach den damaligen Bersahren der Rumpf der Dose nur_ burd) Lötung zusammen- gefügt werden konnte. So versah man denn zu- nächsi das Sd>warzbled) mit einer Zinnkante, die das Löten möglich machte. In dem Bestreben, auch das hierfür noch notwendige Zinn zu sparen, ging man dazu über, die Dose zu falzen. Bei Lötrand- dose und Falzdose besteht jebod) die Schwierigkeit, daß die Lackierung vor der Fertigung der Dose aus- getragen werden muß. Das schließt nun die Gefahr in sich, daß die Lackfdsicht, die das Füllgut vor den schädlichen Einwirkungen des Eisens sd)ützt, beim Verarbeiten beschädigt wird.
In mühevoller Enttvicklungsarbe-it ist es nun gelungen, Verfahren heranzubilden, bei denen die Rumpfteile zusammengeschweißt werden und zugleick) die Oberslad-enbehandlung — also der Lackauftrag — erst bann erfolgt, wenn die Dose twllfoimnen fertig- gestellt ift. Damit ift eine hochwertige Konserven- dose geschaffen worden, die fid) für die Konservierung von Fie-isch, Fleischwaren, Fett und mildem Gemüse bestens eignet. Die zur Zeit noch laufenden Versuche lassen darüber hinaus erkennen, daß bet Verwendung von besonderen Speziallacken in Zukunft sogar auch saure Füllgüter, wie Gurken, Sauerkraut und Senf in solche Dosen gefüllt werben
Aus -er Stadl Gießen.
Oer gute Vorsatz.
Jeden Morgen auf dem Wege zur Arbeitsstätte lenkst du wieder daran. Die Luft ist angenehm mild, ]ic Büsche in den Vorgärten grünen verkeißungs- ioll, und das Helle Morgenlicht glänzt freundlich «on Dächern und Giebeln. Es wäre wahrhaftig eine lüft, um diese Zeit spazieren zu gehen. Leider ruft >>doch die Pflicht fo dringend, daß du dich sputen nußt, wenn du pünktlich im Büro sein willst, f schade, sehr schade. Aber besteht nicht die Möglich- leit, trotzdem den Genuß auszukosten? Natürlich !lcsteht sie, du brauchst ja nur eine kleine halbe »Stunde früher von zu Hause fortzugehen. Was ift |J(inc halbe Stunde? Sie ist gar nichts im Vergleich ;u der Köstlichkeit eines Morgenfpazierganges, .berlegft du, und nimmst dir fest vor, am nächsten Morgen die Probe aufs Exempel zu machen. Dieser


