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Belgrad, die Hauptstadt Serbiens

(Nachdruck verboten.)

39. Fortsetzung.

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mußte.

Frau.Ich bitte Sie! Ich will ihn ja nicht gleich

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bedeckt. Sie rührte sich auch nicht, als Hanne gernb eintrat.

Er warf einen Blick voller Mitgefühl auf Frau, dann sah er fragend auf Charlotte, und

sie kein Wort sprach, glaubte sie einen Vorwurf auf seinem Gesicht zu erkennen. Er näherte sich Iockeles Mutter, legte ihr eine seiner breiten schweren Hände auf die Schulter und beugte sich zu ihr nieder. So weinen Sie doch nicht!" flüsterte er ihr zu, und seine Stimme klang so weich, wie Charlotte es ihm nie zugetraut hatte.Wer wird denn so weinen! Es wird ja alles wieder gut werden!"

Genau so sprach er mit Jockele, wenn der mit seinen Schmerzen zu ihm kam. Charlotte fühlte sich plötzlich von ihm im Stich gelassen. Ihr war, als

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Unser Bild gibt einen interessanten Ueberblick über die an Save und Donau gelegene serbische HauptsE (Aufnahme: Scherl-Bilderdienst.)

Sie überlegte nicht, welch unliebsames Aufseh^ sie erregen würde, wenn sie mit Jockele in OschM eintraf; sie hatte nur einen Gedanken, nur ein De» langen: Peter wird helfen!

haben, denn ich kann ihn noch nicht sofort zu mir nehmen. Aber ich habe eine kleine Wohnung ge­funden und auch eine Arbeit, die ihn und mich er­nähren wird. Wenn^ ich mich erst eingelebt habe, will ich ihn wiederhaben!"

Charlotte wendete sich zu chr um und winkte ihr mit dem Kopf. Langsam stand die Frau auf und kam ans Fenster. Charlotte wies hinaus:Sehen Sie ihn? Wie er lacht, wie er sich freut, wie, glück­lich er ist? Und Sie wollen ihn von hier wegneh­men? Ihn von neuem den mrsicheren Verhältnissen ausliefern? Das wäre noch lmmütterlicher, als wenn Sie ihn zum zweitenmal aussetzten!"

Zwei Stunden später befand sie sich schon in ri» nem Zuge, der sie zurück in die Heimat bracht*.

Erst als sie Breslau schon saft erreicht halt*, dachte sie mit Schrecken an die Möglichkeit, daß ihn in Oschnitz verfehlen könne, weil er sich

sollte. Flüchtig dachte sie an Frau Rothe, oder sw war sicher, daß auch Hanne sofort auf den Gedanken kommen werde, sie habe dort Unterschlupf gefuchii. Ihr zweiter Gedanke war: Peter!

Sie gab jetzt offen zu, daß das Kind chr eine Last war. Es bei sich zu behalten, war unmöglich. Sie gab es zu Bekannten auf das Land, kehrte selber in die Stadt zurück, um weiter ihrer Arbeit nachzugehen. Unablässig aber forschte sie nach Jok- keles Vater, wendetet sich an Behörden, an Ber­liner Bekannte, aber es fand sich lange keine Spur von ihm, bis ein Zufall ihr zu Hilfe kam.

Er war einem gemeinsamen Bekannten in den Weg gelaufen, und dadurch erfuhr sie. wenn auch erst'nach Wochen, wo sie mit ihren Nachforschungen wieder beginnen konnte. Diesmal hatte sie Erfolg. Sie schrieb an ihn, und er antwortete. Sein erster Brief war so unklar, daß sie nicht viel daraus ent­nehmen konnte. Er bat sie mit bewegten Worten um Verzeihung. Es sei nicht seine Schuld, daß er so lange geschwiegen habe. Er sei vom Unglück ver­folgt worden und habe sich entschlossen, erst dann wieder die Verbindung mit ihr aufzunehmen, wenn er ihr und dem Kinde ein gesichertes Dasein bieten könnte. Dies glaube er ihr nun versprechen zu kön­nen, und wenn sie wolle, möge sie kommen.

Erst später> als sie wußte, daß er sie belogen hatte, Erkannte sie, wie verdächtig dieser Brief war. Als sie ihn empfind, zweifelte sie an keinekn Wort, sondern holte Jockele von dessen Pflegeeltern, kün­digte ihre Stellung.und fuhr nach Berlin.

Jetzt klagte sie sich selber wegen ihrer Leicht­gläubigkeit an; damals aber war sie wirklich fest davon überzeugt gewesen, daß Iockeles Vater sie heiraten-pnd ihr Leben endlich in Ordnung kommen werde.

Er schickte einen Bekannten zur Bahn, der ihn entschuldigte und sie mit so schamlosen Andeutungen ängstigte, daß sie völlig den Kopf verlor. Ihr Ver­lobter sei überhaupt nicht in Berlin, sagte der Mann, es sei auch ungewiß, wann er zurückkommen werde; jedenfalls habe er für Quartier gesorgt, und sie möge ihm folgen. Sein Auto wartete vor dem Bahnhof. Leichtsinnigerweise hatte sie ihrem Der- lobten nicht geschrieben, daß sie Jockele gleich mit­bringen werde, und nun wagte sie nicht, den Jun­gen zu erwähnen.

Heute konnte sie selber nicht mehr angeben, tote

Diplomatische Niederlage Roosevelts.

Die Auffassung in Rom.

Rom, 14. April. (Europapreß.) Der Abschluß des russisch-javanischen Neutralitätsvertrages wird von der römischen Presse als ein wichtiger Faktor zur Sicherung des Friedens im Fernen Osten gewertet. Der Außenpolitik Roosevelts sei damit ein neuer, schwerer Hieb versetzt worden. Der Pakt setze den anglo-amerikanischen Ränken ein Ende, durch die London und Washington die russisch-japanischen Be­ziehungen immer wieder zu verschärfen suchten. Durch die Erklärung, die Integrität der mongoli-

Jockele hinüber, und ein Lächeln glitt über ihr Ge­sicht. Plötzlich griff sie an den Fensterriegel, und

Peter versprach ihm, vorsichttg zu fein. In seines Bett lag er noch lange wach. Unten wurde irgend eine Familienfestlichkeit mit beachtlicher ßautftara begangen, es wurde gesungen und getanzt; a» Schlaf war nicht zu denken. Peter überlegte, wr-1 er morgen vorgehen sollte. Es kam darauf an. I, alten Mathesius zu bekehren, ihm die tBoreinge? nommenheit auszureden, die ihn gegen die Gatows Lebensgemeinschaft zu dritt gepackt hatte. mußte nett und ehrbar sein, durfte sich feinesnwp aufs hohe Pferd setzen oder ihm gar zu verstey^ geben, daß er zum alten Eisen gehöre und von em" handfesten Kameradschaft nichts verstand. mußte ihm Zugeständnisse machen und ihm reo? geben, wenn er mehr ckder minder deutlich V schimpfen begann.

(Fortsetzung folgt)

Neutralitätspakt zwischen Japan und der Sowjetunion

sprach, zog sie ihm fein Mäntelchen an, stülpte ihm feine Kappe über, kleidete sich selber an und verließ wenige Minuten später mit ihm auf dem Arm das Haus. Sie mußte schnell laufen, um den Omnibus zu erreichen, der nach Berlin hineinfuhr.

Jockele, der leidenschaftlich gern in diesem Omni­bus fuhr, jauchzte vor Vergnügen, als sie einsttegen. Sie fand einen Platz und überlegte nun zum ersten­mal, was sie jetzt tun, und wohin sie sich wenden.

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Roman von Otto lleOlt».

ehe Charlotte es verhindern konnte, hatte sie das Fenster geöffnet, beugte sich weit hinaus und rief laut über den Hof hinweg:Jockele! Jockele!"

Der Junge stutzte, richtete sich auf und sah ver­dutzt herüber. Charlotte versuchte, die Frau vom Fenster zurückzuziehen. Aber sie setzte sich mit lei­denschaftlicher Kraft zur Wehr und rief immer von neuem Iockeles Namen. Da tauchte drüben m der

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Werkstattür Hanne auf. Er schob Jockele beiseite, rief dem Lehrjungen etwas zu und kam rasch auf das Haus zu.

Es war Charlotte endlich gelungen, das Fenster wieder zu schließen. Die Frau atmete so schwer, daß es sich wie ein Stöhnen anhörte. Sie hatte das Gesicht wieder abgewendet und es mit den Händen

Tokio, 14. April. (Europapreß.) Die japanische Presse erklärt, die japanische Oeffentlichkett begrüße den Paktabschluß als einen großen diplomati­schen Sieg Japans. Rach der erfolgreichen Vermittlung im thailändisch-indochinesischen Konflikt sei der oftasiatische Großroumgedanke weiter kon­solidiert morben Die vielgelesenePomiuri Shim- bun" schreibt u.a., die Vereinigten Staaten versuchten augenblicklich, die Anwendung des Eng- landhilfe-iAesetzes auszubauen. Gerade in diesem Augenblick sei mit dem japanisch-sowjetrussischen Neutralitäts'bündnis ein Schritt vorwärts getan zur Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwi­schen Den beiden Ländern.Asahi Shimbun" sagt: Die augenblickliche Weltlage läßt Reibungsflächen zwischen Japan und der Sowjetunion im Osten be­deutungslos werden. Ärn Gegenteil ist die Zusam­menarbeit zwischen den beiden Mächten das Gebot der Stunde, auch im Hinblick auf die Schaftuna einer neuen Weltordnung. Die Annäherung hat auch größte Wichtigkeit für die künftige Wirtschafts­aufteilung in vier Großräume. Die wirtschaft­liche Zusammenarbeit zwischen Ja pap und der Sow­jetunion wird weiter vertieft werden. Daher ist der Pakt ein Beitrag zur Lösung des Weltwirtschafts- Problems."

Moskau, 14. April (DNB.) 3m Ergebnis von Verhandlungen zwischen Volkskommissar Molo­tow und dem japanischen Minister des Auswär­tigen M a l s u o k a wurde am 13. April ein Neutralitätspakt zwischen Japan und der Sowjetunion unterzeichnet. Gemäß Artikel I ver­pflichten sich die vertragschließenden Parteien fried­liche und freundschaftliche Beziehungen unterein­ander aufrechtzuerhallen und gegenseitig die terri­toriale Integrität und Unantastbarkeit der anderen vertragschließenden Partei zu achten. Artikel II be­stimmt, im Falle eine der vertragschließenden Par­teien Objekt kriegerischer Handlungen einer oder einiger dritter Mächte wird, die andere vertrag­schließende Partei während der ganzen Dauer des Konfliktes Neutralität bewahren wird. Der Pakt ist zunächst für die Dauer von fünf Jahren vorge­sehen. Der Austausch der Ratifikationsurkunden soll in Tokio erfolgen.

Gleichzeitig wurde eine Deklaration unter­zeichnet, in der in Einklang mit dem Geist des Neu­tralitätspaktes die UdSSR, und Japan zur Ge­währleistung der friedlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern feierlich er­klären, daß die UdSSR, sich verpflichtet, die terrl- toriale Integrität und Unantastbarkeit Maad- f ch u k u o s zu achten, und Japan sich verpflichtet, die territoriale Integrität und Unantastbarkeit der mongolischen Volksrepublik zu achten.

*

Mcttfuoka hat am Sonntag die sowjettussische Hauptstadt verlasien. Zu seiner Verabschiedung hat- ten sich Stalin und Außenminister Molotow eingefunden. Ferner waren der deutsche Botschafter Graf von der Schulenburg, der italienische Bot­schafter und die Gesandten und Luftattach6s der Dreierpaktstaaten erschienen.

Freudiges Echo in Tokio.

(Mit! öniflin - nannt

es dahin gekommen war, daß sie ihr Kind im Sttch ließ. Ihre einzige Entschuldigung war, daß sie nicht mehr ein und aus wußte, und hoffte, Charlotte werde sich Iockeles annehmen.

Ihren Verlobten hatte sie nie zu Gesicht bekom­men. Alles, was sie über ihn in Erfahrung bringen konnte, war, daß er wegen eines Betruges von der Polizei gesucht wurde und flüchtig war. Man hatte ihn gerade wieder aufgestöbert und aus feinem Schlupfwinkel vertrieben. Vor einigen Wochen war er in Hamburg dingfest gemacht worden.

Da sie nicht die Mittel hatte, nach Hause zurück­zukehren, nahm sie die erstbeste Arbeit an und schlug sich durch, so gut es ging. Sie mußte schreck­liche Not gelitten haben, obwohl sie nicht darüber sprach. Und in dieser Zeit wurde zum erstenmal die wahre mütterliche Sorge um Jockele in ihr wach. Sie litt unter dem, was sie getan hatte, ebensosehr wie unter der Einsamkeit, in der sie hier lebte.

Während sie sprach, stand Charlotte am Fenster und sah hinaus auf den Hof. Von Zeit zu Zeit wurde Jockele in der Tür der Werkstatt sichtbar. Er spielte mit Petz und bewarf ihn mit kleinen Holzstücken, nach denen der Hund im Spiel schnappte

Sie fing ihn auf und hob ihn zu sich empor.Still"

I flüsterte sie ihm zu.ßei ganz still! Wir gehen weg!' Die Frau hörte kaum auf sie. Sie starrte zu Es muß ganz rasch gehen! Nur still mußt du sein, .l *rsxi «« Jockele, hörst du?" Während sie noch auf ihn ein»

scheu Republik wie Mandschukuos zu refpeftieren, Die beide dem Lebensraum Rußlands bzw. Japans angehören, höre die Amur-Linie auf, eine der dramatischstenStörungslinien für den Welt­frieden" zu sein. Mit diesem Abkommen ver­schwinde die Hauptursache der bisher bestehenden russisch-japanischen Reibungen. Der russisch-japanische Vertrag, so schreibtPopolo di Roma", sichere dem Fernen Osten eine fruchtbare Periode der Zusam­menarbeit. Ferner befeitige er eine Anzahl von Feindseligkeiten und Mißverständnissen, die von den Engländern und Nordamerikanern künstlich ge­schaffen worden seien. Er stelle auch einen klaren Erfolg aller dem Dreiervertrag bei getretenen Völ­ker dar, die sich bemühten, die Kriegsherde in der Welt soweit als möglich zu begrenzen. Zweifellos fei dem Herrschaftssystem der englisch-jüdischen Plu- tofratie ein schwerer Schlag versetzt worben. Der Vertrag, so sagtfiaooro Fascista", gebe Japan freie Hanb in China und in den Angelegenheiten bes Stillen Ozeans. An der Grenze Mandschukuos mit Rußland erscheine die Lage Japans erleichtert und befestigt.

Oie Italiener im Vormarsch gegen Koritza.

Rom, 14.April. (DNB.) Der italienische Wehr­machtsbericht hat folgenden Wortlaut:

In Jugoslawien geht der Vormarsch un­serer 2. Armee weiter, deren Kolonnen G o s p i c hinter sich haben. Die Truppen von Zara haben nach Ueberminbung starken feindlichen Widerstandes den Eisenbahnknotenpunkt von Knin erreicht und angegriffen, wobei Gefangene gemacht uno sehr reiches Material erbeutet wurde, und haben die Inseln Sestrugno, Eso, Raviane und Puntadura besetzt.

In Albanien wurde im Norden des Gebietes von Skutari ein feindlicher Angrift von. unseren Truppen im Keime erstickt, die im Gegenangrift dem Gegner sehr starke Verluste beibrachten, über 500 Gefangene, darunter zahlreiche Offiziere, mach­ten und eine große Menge Kriegsmaterial er­beuteten. Bei diesem Unternehmen zeichnete sich besonders bas 31. Leichte Infanterie-Regiment der Division Centauro aus.

An der griechischen Front geht die 9. Ar­mee nach Ueberminbung bes feindlichen Wider­standes seit gestern gegen den Raum von Koritza vor. Die zurückgehenden griechischen Ko- können liegen unter dem unaufhörlichen Maschinen» gewehrfeuer der Jagdflugzeuge, während Verbände von Kampfflugzeugen ihre Angriffe gegen Stel­lungen, Barackenlager und Verbindungswege des Feindes richten. Die Brücke von Perat wurde zer­stört.

Unsere Kampffliegerverbände haben hintereinan­der Angriffe gegen die militärischen Ziele voä Ca-ttaro gerichtet. Im Arsenal entstanden meh- rere Brände und Explosionen. Das Brennstoff­lager wurde zerstört, em Dampfer in Brand gewor­fen und ein Zerstörer schwer getroffen. Im Norden von Sentori wurden feindliche Truppen mit Spreng- und Splitterbomben und Maschinengewehrfeuer be­legt. Der Flugzeugstützpunkt von M o ft a r wurde wiederholt mit besonderer Gründlichkeit von unseren Kampfflugzeug- und Jagdverbänden angegriffen. Zwei Flugzeughallen und ein Brennstofflager wur­den in Brand gesetzt und die Anlagen des Flug­platzes beschädigt. 62 feindliche Flugzeuge wurden zerstört und weitere 15 beschädigt. Der Wasserflug- stützpuntt von D i v u l j e ist von unseren Jägern erneut angegriffen worden. Ein feindliches Wasser­flugzeug wurde versenkt. Im Verlaufe von Luft- kämpfen ist ein Gloster-Flugzeua abgeschlossen wor­den. Eines unserer Flugzeuge Ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt.

In der Nacht zum 13. April und der darauftol- aenden Nacht zum 14. haben Flugzeuge des deut­schen Fliegerkorps Flugplätze und Flottenstützpunkte auf Malta bombardiert. Ein Zerstörer wurde getroffen, ein Hurricane-Flugzeug abgeschossen. In Den frühen Morgenstunden des 14. haben Jagd­

verbände den Flugplatz von Micabe mit Maschinen- gewehrfeuer belegt, wobei zahlreiche Flugzeuge am Boden beschädigt wurden.

In Nordafrika haben die italienischen und deutschen Kolonnen 23 a r bi a besetzt unb die Oft - grenze der C y r e n a i f a erreicht, die da­mit nach 12 Tagen harter, siegreicher Kämpfe wie­der besetzt wurde. In Tobruk hält sich noch eine englische Garnison, die von unseren Trupven be­lagert und fortgesetzten Angriffen der Luftwaffe ausgesetzt ist. Die Einbringung der Gefangenen geht weiter. Die Beute an Waffen und Material ist bedeutend.

In O st a f r i k a nichts von Bedeutung.

Kleine politische Nachrichten.

Im Leitaufsatz vom SamstagDa s freie Kroatien" mar die Rede von historischen Land­schaften (nicht Landkarten) und im weiteren ge­schichtlichen Rückblick von Slawonien (nicht Slo­wenien). *

Englische und serbische Flugzeuge haben in der Nacht zum Montag einen Bombenangriff auf nichtmilitärische Ziele in Sofia durch geführt. Die Opfer sind gering. Alle Maßnahmen zur Wieder­gutmachung der angerichteten Schäden sind gettof- sen worben. König Boris hatte sich unmittelbar nach dem Entwamüngszeichen in Begleitung des Kriegsministers und des Innenministers in den vom Flugzeugangrift betroffenen Stadtteil begeben, wo er von der Bevölkerung stürmisch begrüßt wurde.

Irlands Premierminister de Valero forderte das irische Volk auf, am 25. Jahrestag des bluti­gen Osteroufttondes sich bereitzuhalten, feine Heimat gegen einen neuen Angriff zu verteidi­gen. Nach einer Parade marschierten 20 000 Sol­daten der irischen Armee in voller Kriegsausrüstung durch die Straßen, an den Veteranen des Aufstan­des von 1916 vorbei.Wenn Eire", so sagte de Va­lero,gezwungen ist, seine Neutralität gegen einen Angriff vor irgendeiner Seite zu verteidigen, wird des Leiden und den Tod für viele bedeuten."

*

Die irakische Nationalversammlung in Bagdad erklärte den Thronoerlust des geflohenen ehemali­gen Regenten Emir Abdillah, der England er­geben war. An dessen Stelle wurde einstimmig unter großem Beifall als Regent Scherif S ch a - r a f, der ehemalige Gouverneur des Hedfchas ge­wählt.

Die Ernennung des neuen chinesischen Außen­ministers Qu o t a i ch i wurde von der Regierung in Tschungking befanntgegeben. Gleichzeitig wurde Mitteilung gemocht von dem Ausscheiden Dr.

Wangtschunghuis aus der Leitung des Üh henministeriums und feiner Bestellung als General, sekretär des Obersten Nationalrates.

lieber 20 000 Tschungking-Soldaten, die im Gren-, gebiet der Provinzen Schontung-Kiangsu seit zwij Jahren einen Bandenkrieg führten, sind mit gwii Generalen zurNangking-Regierungübei, gegangen. *

Durch Verordnung wird ein weiterer Prisen, hof mit dem Sitz in Berlin errichtet. Er ist zu, ständig für den Bereich des Mittelländische Meeres.

*

SA.-Obergruppenführer von Ulrich beging seinen 65. Geburtstag. Stabschef Lutze überbracht» dem seinerzeitigen Generalinspekteur der SA. uiti jj und heutigen Oberpräsidenten der Provinz Sach, fen in Magdeburg die Glückwünsche des Führer« der dem verdienten SA.-Führer sein Bild überreicher ließ und ihm dos Kriegsverdienstkreuz I. Klasse vei. lieh. *

Der Führer hat dem Staatsschauspieler Dtb Treßler in Wien aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Ve dienste um die deutsche Schauspielkunst die Goethe M e d a i l l e für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Reichsleiter Dr. Ley hatte mit dem Leiter der Berufswettkampfes, Reichsjugendführer Axmanr, eine Besprechung über alle laufenden Fragen d« Berufswettkampfes und der Begabtenförderung.

Aus aller Wett.

Lrpresserpaar zu acht Jahren Zuchthaus verurteist

Vor dem Landgericht Leitmeritz hatten sich de? 28ma{ wegen Betruges und Diebstahls vorbestraft« 46jährige Fritz Alois Beran und die ebenso ch vorbeftrofte 39jährige Franziska Boudo wegen Er. Pressung, Betruges im Rückfälle, Amtsanmaßung und schwerer Urkundenfälschung zu verantworten Die b eiden hatten b ezu gsch e inpsl i chttge Le be ns mitiis und andere Waren verkauft. Kurze Zett danach er« schien Beran bei den Käufern, gab sich als ftrinri nalpollzeibeamttr aus und drohte mit An zeig? wegen Hehlerei. In erpresserischer Weise verschaff er sich auf diese Art von verschiedenen Personen größere Geldbeträge, wobei er von der Boudo uw terstützt wurde. Das Gericht verurteilte die beidni zu je acht Jahren Zuchthaus. Bei Beran, der noch ärztlichem Gutachten ein schwerer Psychopath ist wurde die Unterbringung in eine Heilanstalt unge­ordnet, do er als Gewohnheitsverbrecher eine Ge­fahr für die Volksgemeinschaft bildet.

hätten die beiden sich gegen sie verbündet, und aber- nieder auf der Rückreise befand.' |

Caffe^&^ m^^n roenjgft'ns ^en" frat btej Di- beiden hörten es nicht, aber für sie mar diese ^fen'fpät in der Nacht angctommen und W " w,n ,hn nfp1* kleine, rufende Stimme wie em Signal. Sie warf verabredet, daß Peter im Laufe des nächsten 23oip

einen Blick auf Hanne, der noch immer neben der mittags im Werk vorsprechen sollte.Aber rerratei Hb.it Frau stand und ihr.Beruhigungsworte zuflusterte, bem alten Herrn um Gottes willen nicht, daiz und ging leise, rückwärts schreitend, zur Tur, die C9 gewesen bin, der Sie hergeschleppt hot!" bot* offen geblieb en war. Unbemerkt von den beiden schwor ihn Gert.Erfährt er," daß ich aus her schlüpfte sie hinaus. Noch war sie sich keineswegs Schule geplaudert habe, fliege ich hier auf Nimm«»' klar darüber, was sie tun sollte. Sie wußte nur, Wiedersehen zum Tempel 'raus!" daß sie sich selber und Jockele in Sicherheit bringen- mußte. Sie handelte ohne Befinnen, überstürzt und

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in nervöser Hast.

Jockele, der sie im Hauseingang bemerkt hatte, kam mit ausgestreckten Armen auf sie zugelaufen.

Ich muß zu ihm! dachte sie, und ihr war, als gof nüge allein seine Gegenwart, um alle SchwieriF' feiten aus dem Wege zu räumen. Hatte er nW n schon damals, in den ersten Tagen ihrer Bekomtt' ein schäft, aus jeder Verlegenheit einen Ausweg g«' , p rite mußt, und war er es nicht gewesen, der dafür g«- Nie sorgt hatte, daß sie Jockele hatte behalten btirfeia!

Er würde auch diesmal wissen, was getan werdet , Uw muhte. j . W