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Montag,14.ZUM-U

@icficncr Anzeiger <Senerai-Anzeiger fflt Sberheffen)

t. 165 Zweites Blatt

Zahresiagung Der Gießener HochschulgeseWafi

und Bankdirektor B 1 e y e r

öJ.-fport

Vereichs-Kurzflrelken-Kanu-Regaiialy4l

experimentellen

überProbleme d e r experimentellen gut. Drgam|atori|d) hatte man oie ^eramiauung Zellforschung". Don den vielen Fragen, die ausgezeichnet vorbereitet. Dor beginn de? Wett, das Forschungsprogramm der experimentellen Zyto- kämpfe richtete 5larl Rohn von der Paddle^ilde loaie bilden behandelte der Vortragende Hauptfach- Gießen herzliche Begrußungsworte an alle Wett- jich diese: Gelingt es, die Eigenschaften und Wir- kämpfer, Wettkämpferinnen und Zuschauer.

** Silbcrnc Hochzeit. Arn morgigen Diens- lag 15. Juli, begehen der Maschinenmeister Bruno

war

Die

kungsweisen der lebendigen Substanz der Pflanzen- zellen, die die erblich gegebene Voraussetzung aller an ihnen wahrgeiiommenen Lebenserscheinungen ausmachen, oder dieplasmotifche Konstitution der Zellen" künstlich zu verändern? Der Redner sprach zunächst von denjeiiigen Fällen, in welchen im Ex­periment kernlose Zellen entstehen, d. h. Zellen, welchen der sonst stets vorhandene und zur nor­malen Entwicklung der Zklle unentbehrliche Zellen- fern abgeht: es hat sich zeigen lassen, daß viele Le- bensäußerungen auch den fernfreien Zellen noch möglich bleiben, andere ihnen unmöglich werden, die Lebensdauer der Zellen mehr oder weniger ab­gekürzt wird usw. Eine Bermehrung der Kernsub- tanz, d. h. eine Verdoppelung des Besitzes ber Zellenkerne an Chromosomen und anErbmasse" ist in den letzten fünf Jahren an sehr vielen Objekten durch die Behandlung der in Teilung begriffenen Hellen mit Colchicin, dem Giftstoff der Herbstzeit, losen, gelungen; sogar Pflanzen herzustellen, die im Gegensatz zu normalen Gewächsen der gleichen Art durchweg aus Zellen bestehen, die mit verdop­pelter Chromosomenzahl belastet find, ist für zahl­reiche Arten möglich geworden. Dieses Experiment ist nicht nur von großer Wichtigkeit für den Bio-

war glücklich. Ich sah Johanna am Flügel, rote sie die Hände auf die Tasten legte. Den Kopf hatte fie ein wenig geneigt, als lausche sie nach etwas. Das Licht der Lampe legte einen warmen Schein in ihr blondes Haar. Ich hörte ihr zu.

Den schweren Hammer in der Hand zu halten; das glühende Eisen mit der Zange zu packen und auf den glatten Metallrücken des Ambosses zu legen, und dann den Hammer zu schwingen über die Schul« terhöhe hinaus und auf das hitzespeiende Eisen nie- dersausen zu lassen, daß die Funken-sprühen. Schlag für Schlag nimmt das weiche und sich krümmende Eisen die gewünschte Form an. Und bann bas ge­hämmerte Eisen mit einem jähen Stoß in bas Was- sergesäß halten zischcnb steigt ein weißer Dampf- strahl auf.

enbart sich bas Wunber bes Ledens.

Vornotizen.

Mancherlei Wonnen.

Von Anton Schnack.

Die Wonnen bes Anglers.

kein Schulkind ist zu fein, Altstoffe mit zur Schule zu nehmen, jeder hilft mit, foulet in feinen Kräften steht!

Musik aus einem Haus

Von Olaf Hinz.

Wir marschierten durch die Dunkelheit, öom Wege sahen wir nichts, wir blickten auf den Rucken >es Vordermannes, der sich vor uns bewegte. Am

Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen (Gießener Hochschulgesellschast) hielt am Samstag unter Leitung ihres Vorsitzenden, Landrat Dr. Lotz, ihre Iahrestagung ab. Als Vertreter des Rektors der Universität nahm Prof. Dr. Rauch an der Tagung teil, ferner waren zahl­reiche Angehörige des Lehrkörpers und Mitglieder aus dem Kreise der alten Freunde unserer Ludo- viciana zugegen.

Oie Hauptversammlung

im Sitzungssaale des Landratsamtes Gießen wurde von dem Vorsitzenden mit Grußworten an die Gäste und Mitglieder eingeleitet. Dann verwies Landrat Dr. Lotz auf den Jahresbericht des Vorstandes, aus dem wir am Samstag bereits die wichtigsten Mitteilungen berichtet haben. Einstimmig wurde danach dem Vorstand und Verwaltungsrat

Entlastung erteilt.

Bei den Wahlen handelte es sich zunächst um die Ergänzung des Vorstandes. Als neue Mitglieder wurden Fabrikant Sch unk, Oberingenieur Kurz ~ ..... ~ ' durch Zuruf in den

Die von Mückenschwärmen und springenden Fischen unruhige Dämmerung am langsam bahin- roallenden Fluß.

Das stetige Rauschen der Wehre; ber abgrünbige Mittagsschlaf ber Teiche: ein träger Karpfenschwarm bewegt bic Blätter ber Wasserrosen.

Das Sitzen auf sonnenheißer (Erbe. Der von ber Hitze ausgekochte Duft der Minze.

Der auf dem Wasser treibende Kork.

Der vom Fischmaul in das Wasser niedergezogene Schwimmer.

Das erregende Gefühl eines Anbisses.

Der gelungene Anhieb.

Der an der Angel hängende und zum Ufer ge­drillte Hecht.

Der aus der Küche duftende Fischsud aus Lauch und Sellerie, Essig und Lorbeerblättern.

Der Teller voll knusprig gebackener Weißfische.

Die Wonnen des Jägers.

gend z. B. die Einzelküren von Trn sn a und Stephan (Kassel) mit einer Reihe schwierigster Sprünge und Pirouetten. Oder die verschiedeneir Paarlaufen von Völker/Geist (Hanau), B a n tele/Trysna (Kassel) und vor allem der Klein­sten, S t e p h a n / L ü t k e m e i c r, die großen Beifall ernteten. Helle Freude riefen zwei humori­stische Intermezzi hervor. Flotte, beschwingte Tänze im Foxtrott-, Tango- und Walzertakt rundeten die Vorführungsfolge zu einer Sck)au bester Rollschuh« lauftunft ab, wie wir sie in dieser Vollendung in Gießen noch nicht gesehen haben.

Der Sonntag nachmittag brachte mit dem Kür­laufen sämtlicher Klassen den Höhepunkt der Wett­bewerbe. Bezirksführer Stein, der zusammen mit Dr. Pfeffer die Veranstaltung vorbereitet hatte, konnte hierbei u. a. als Ehrengäste Kreisleiter Backhaus, den Standortältesten Oberstleutnant Kühne, den Kommandeur der Schutzpolizei Major H e l l w e g e - E m d e n und als Vertreter der Stadt den (Erbauer der Gießener Rollschuhbahn, Stadt- baudirektor Grave rt begrüßen.

Die Leistungen waren wieder ganz vorzüglich und fanden den verdienten Beifall der Zuschauer. Erwartungsgemäß setzte sich in ber Meisterklasse ber schon bei ben Pflichtübungen führenbe beutsche Jugenbmeister Walter Stephan (Kassel), unge­fährdet durch. Auch Sigrid Sänger (Kassel), ließ sich den ersten Sieg bei den Frauen nicht entreißen, wenn auch hier gegenüber ihren Klubkameradinnen ber Punktvorsprung w.sentlich geringer war. Zur Freube ber Einheimischen konnte Lotte Eckel (Gießen, in ber Klasse C burd) einen guten Kür- lauf ihre Wertung in ber Pflicht sehr verbessern und noch ben ersten Platz belegen, während bei den Männern ber Gießener Helmut Glock seine An­hänger enttäuschte unb nur auf ben 3. Platz kam.

silbergrauen, von Duft behauchten Morgen- ftunben am Seeufer.

Imschau. .

Aha, bort oben im Lindengezroelg, bort ift bas test! Unb schon klimmt einer ben Stamm hinauf, ifrig das Dogelkind in seine Heimstatt zu bringen. Üe andern helfen mit festen Stößen nach, bis die rfte Astgabel sichern Halt gibt und das kleine Wunber hinaufgereicht werben kann. .

Dann schlendern bie Soldaten weiter in ben ellen, strahlenben Tag, ein jeber seinen eigenen kbanfen unb Träumen hingegeben. Ueberall of- A. n.

Lazu er hätte als Grohstäbter so ein Dingel och nie unter bie Augen bekommen. Der gelbe xhnabel, ber weiche Feberflaum, bie großen Dogel- ugen, bas alles ist wie eine Entdeckung, die fad)- idj festgestellt wird. Dann halten bie Soldaten

ben Vorsitzenben Professor Dr. .B ü r f e r unb bem bisherigen Schatzmeister Bankbirektor Grieß­bauer, für ihre unermübliche unb tatfrohe Mit­arbeit im Interesse der Hochschulgesellschaft und da­mit zum Besten unserer Universität. Gleichzeitig machte er die Mitteilung, daß Professor Dr. Eger in das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Hochschulgesellschaft berufen wurde. Hinsichtlich ber Ergänzung bes Verwaltungsrates würbe zunächst ber überroiegenbe Teil ber Mitglieber, beren Amtszeit abgelaufen war, soweit ihre Mitglieb- chaft nicht mit einem Amt in Verbinbuna ftanb, auf brei Jahre rviebergewählt. Hinsichtlich ber Er­gänzung bes Derwaltungsrates erklärte sich bie Hauptversammlung mit bem auf Grunb einer Vor- tanbs- unb Derwaltungsratssitzung gemachten Vor- chlag bes Vorsitzenben einoerftanben, wonach ber Derwaltungsrat aus einer bestimmten Gruppe von Herren aus Partei, Staat und Wirtschaft ergänzt werben soll; bie Entscheidung barüber rourbe bem Vorstanb überlassen. .

Am Schlüsse ber Hauptversammlung bankte ber Vertreter bes Rektors, Professor Dr. .Rauch, ber Hochschulgesellschaft unb ihrem Vorstanb unb Ver- roaltungsrat, insbesondere ihrem Vorsitzenben Lanb- rat Dr. .Lotz, mit herzlichen Worten für bie reiche Förberung ber Arbeit unserer Universität auch mäh- renb bes verflossenen Jahres, mit ber bie Hochschul- gesellschast zugleich auch wertvollen Dienst für unsere Volksgemeinschaft geleistet habe.

ßanbrat Dr. Lotz schloß hierauf bie Sitzung mit dem Hinweis barauf, baß in bem gegenwärtigen Kriege auch alle Kräfte ber Heimat eingesetzt werben müßten für ben beutschen Sieg, beim ohne ben beutschen Sieg werde es auch keine deutsche Wissen­schaft geben. Er grüßte unseren Führer unb Obersten Befehlshaber ber Wehrmacht, wie unsere siegreichen Solbaten mit herzlichen Worten bes Dankes unb huldigte bem Führer als bem großen Staatsmann unb Felbherrn unseres Volkes, aber auch als bem Betreuer unb Freund ber beutschen Wissenschaft, bem bie Versammlung ihren Gruß barbrachte..

Im Anschluß an bie geschäftliche Sitzung fanb im Hörsaal bes Botanischen Instituts

Die wissenschaftliche Sitzung

statt die vor einer sehr großen unb stark inter­essierten Zuhörerschaft einen außerorbentlich fesseln- ben Vortrag brachte. . \

Nach einleitenden Begrüßungsworten bes Vor- sitzenben, ßanbrats Dr. L o tz, an bie Besucher sprach ber Direktor bes Botanischen Instituts ber Universität

Pros. Or. Küster

Regen. Wir standen und warteten auf die Befehle unserer Führer. In jedem brannte bie Hoffnung hier möge ber lange Marsch ein Enbe haben für ein paar Stunben, benn wir waren sehr mübe unb nah, unb wir sehnten uns nach Rast.

Gustav unb ich ftanben einem etwas größeren Hause gegenüber. Die Tür war offen. Auch bieses Haus schien leer zu sein wie alle. Ein Fensterflügel würbe vom Winb hin und hergeworfen, und eine Gardine wehte in den dunklen Raum hinein.

Da tarnen leise, zaghaft, Töne zu uns. Es war nicht zu vernehmen, von wo sie kamen, aber wir hörten Klavierspiel, vorsichtig, als wolle ber Spieler bie Stille ber Nacht nicht stören. Doch klar, rem, klang bie schlichte Melobie unb mir lauschten unb merkten ben Regen nicht unb bie schwere Mubigkeit es waren für uns Töne aus einer ganz fremden Welt, die weich und zärtlich durch bie Luft kamen Das Forellenquintett ... Wer spielte bas? War es eine Frau, bie vielleicht zurückgeblieben war in biefer totenstillen Verlassenheit? War es em Solbat, der mit Kameraben m biesem Dors ern- quartiert war? Unbegreiflich war biese schyne Melodie an diesem einsamen Ort.

Es war ganz still geworden zwischen uns Män­nern. Wir hörten alle und empfanden das gleiche Wunder. .

Da mußten wir weiter, im nächsten Dorf er t sollten mir etwas Ruhe finden für bie letzten Racht- ftU(SsCmar, als fetzten alle ihre Stiefel vorsichtig auf das Pflaster, um bas Spiel nicht zu stören unb um noch lange zu hören.

Dann biteben bie bunklen Häuser hinter uns, unb der Boben würbe wieder tief.

Doch meine Müdigkeit mar fort. Ich hörte die Musik noch immer in mir klingen, und ich sah grüne Wiesen dichtes Gras, blank vom Tau, auf bem hier und.da ein weißer Schmetterling faß mit bebenden Mügeln. (Einen See sah ich, im Walde, unb em Boot, das, am Ufer festgemacht, sachte vom Wasser bewegt würbe. Zwischen ben hohen Stammen ber Bäume kam bas erste Morgenlicht hervor. Ich horte Kinberstimmen unb helles Frauenlachen unb ich

Die Rennen wurden in rascher Reihenfolge hin- tereinanber abgeroirfelt. Den zahlreich erschienenen Zuschauern auf beiden Seiten ber Regattastrecke ist ein interessanter unb in manchen Rennen spannen- ber Kanusport geboten worben.

Im Rahmen biefer Wettkämpfe führte bie HI. ihre. Dergleichsroettkämpfe ber Gebiete 13 (Hessen- Nassau) unb 14 (Kurhessen) burd). Zwischen ben Kanuwettkämpfen trug die Marine-Gefolgschaft Gie- ßen der HI. einen Kutterrees aus, an dem je eine Mannschaft der Schar I unb von ber Führernach- rouchsschar teilgenommen haben, ©tabsobcrfelb- webel Heinemann von ber Kriegsmarine wür­digte bie ßeiftungen ber Jungens burd) Uederreichung eines Buches vom ßeben unserer Kriegsmarine an alle Teilnehmer.

Die Wettfahrtleitung lag in ben fachkunbigen

Der burd) ben Hals geschossene unb auf bas-Stop- pelfelb nieberstürzenbe Fasan.

Das geisterhafte Meckern her Märzschnepfe.

Der urwesthafte Brunftschrei der Hirsche im Hoch­wald.

Aus bem Hochsitz bie veilchenblasse Dämmerung erwarten: ein starker Rehbock tritt sichernb in die ßid)tung.

Der ßärm der Treibjagd: der erste Hase über­schlägt sich im Schrothagel..

Die bittere Wildheit ausgekochten Kiesernharzes eines in der Hitze knisternden Heidewaldes. Aus der Ferne gurrt die Wildtaube.

Das vielfache Echo des Schusses in ben Bergen- ber feiste Gamsbock bricht auf bem ©rasbanb zu­sammen.

Die Fährte bes Keilers im Schnee.

Wärmenben Wacholberschnaps in ber Herbstfrühs trinken.

Die Heimkehr vom Wölbe: aus bem Rucksack starren bie ßäufe eines Rehbockes.

Der Hasenpfeffer mit Klößen, gewürzt mit Jä­gerlatein.

Der schäkernbe Griff an bie fleischigen Arme bet Wirtstochter.

Die Sammlung von Rehgehörnen an ben Wänden des Jagdzimmers.

Die Wonnen des Schmiedes.

Aus Oer Stadt Gießen.

Wunder des Lebens.

Jetzt führen alle Wege hinaus ins Freie. Unb überall begegnet uns das Wunder des ßebens. Picht nur, daß die Sonne groß und klar die Hoch. Zeit des Jahres feiert, nicht nur, daß der Gesang der Vögel unseren Morgen unb Abend umgolbct unb baß rings bie Natur mit frohem Blühen ihrem mütterlichen Ziele entgegenreift. Unser Herz erlebt die Welt als neue Wirklichkeit.

Ja, bas ift bas Wunber bes ßebens. Es umgibt uns wie ein wacher, lebenbiger Traum. Ein Traum, der uns nicht auf leichten Wolken bavonfchwimmt, sondern schauen wir nur näher zu bie Ge­stalt unb (Eigenform, bie Einziaart jeber, auch bes geringsten Dinges hell in bie Augen eingehen läßt.

Wer hätte sonst vielleicht bes kleinen halbflüg­gen Vogels geachtet, ber, allzu vorwitzig, aus bem Pest gefallen ist unb nun mit ängstlichem Piepsen Über ben Weg hüpft unb mit ben noch reichlich nackten Flügeln um sich schlägt?

Eine Gruppe bienftfreier Solbaten hat ihn er­späht, unb schon hält ein junger Unteroffizier ben unfreiwilligen Ausreißer behutsam in ben Händen. Jie Kameraden bestaunen bas kleine lebenbige Wunder, das, wie vom Himmel gefallen, ihren Weg kreuzte. Einer bekennt und einige nicken

Bereichsmeisterschast im Rollkunstlauf.

Pünktlich zur vorgesehenen Zeit konnten am Samstagnachmittag bie Wettkämpfe am Schwanen- leid) nach ber Flaggenhissung ihren Anfang nehmen. Die gemelbeten Läufer waren ausnahmslos am Start, lieber ein Dutzend stellten sich in ber OKlasse ben Kampfrichtern zur Erlebigung ber sechs Pflicht­übungen. In Achtern, Dreiern unb Schlangenbogen bewiesen alle, baß sie im ßaufen bieses Jahr fleißig gearbeitet hatten. Denn bie Pflichtübungen finb ja in erster Linie ein Ausweis für sorgfältiges Trat- ning unb aufgeroanbten Fleiß.

Die 8-Klafse, bie am Sonntagmorgen ihre Pflicht erlebigte, hatte wesentlich höheren Anforberungen zu genügen. So war benn auch zu beobachten, baß manche Klippe ben Läufern zum Verhängnis würbe, wodurch Note unb Siegesaussichten beeinträchtigt würben. Allgemein war festzustellen, baß sich bie Kasseler Läufer, bie allerbings erst gerabe von einem achttägigen Training in Frankfurt kamen, in aus­gezeichneter Form vorstellten. Wenn auch bas End- ergebnis burd) bie Pflicht allein nicht bestimmt wirb, so bürsten ihnen boch bie ersten Plätze sicher' sein.

In ber Meisterklasse überragte Patter Stephan (Kassel) seine Mitbewerber beträchtlich. Höchstens G e i st (Hanau) konnte ihm noch gefährlich werben. Bei ben Frauen lief Sigrib Sänger (Kassel) eine ausgezeichnete Pflicht, bie für bie Meisterschaft gut war.

Das Schaulaufen

am Samstagabend gab ben zahlreich erschienenen Zuschauern einen Einblick in bie Kunst des Roll­schuhlaufes. In Tanz, Einzel- unb Paarlauf gab cs zum Teil prächtige unb beschwingte, musikalisch entsprechend untermalte Darbietungen. Hervorra-

Wir spürten bie Dunkelheit nicht mehr so lastenb, unb wjr kamen bald in bie Nähe bes nächsten Dor­fes. Als wir einzogen in bie schmalen Straßen, faßte mich Gustav am Arm unb fragte mich leise, ob auch ich die schöne Musik noch höre. In seinem Gesicht eine stille Freude.

Die Gießener Paddlergilde war auch in diesem Jahre wieder mit der Durchführung der Bereichs- Kurzstrecken-Kanu-Regatta für den Bereich XII (Hessen) in Verbindung mit einer Jugend-Kurz- strecken-Regatta der HJ.-Gebiete 13 (Hessen-Nassau) und 14 (Kurhessen) beauftragt worben. Aus Zweck- mäßigkeitsgründen hatte man biesmal bas Boots­haus bes Gießener RuberclubHaffia" von 1906 als Zielplatz gewählt. Insgesamt nahmen 11 Ver­eine an ber Regatta teil, sämtliche ausgeschriebenen 24 Wettkämpfe würben ausgetragen. So mar benn auch bie Beteiligung über jebe (Erwartung hinaus gut. Organisatorisch hatte man die Veranstaltung

logen unb seine Vorstellungen von ber "Wirkung ber Teile im ganzen, fonbern hat fick) als eine bc- sonbers wertvolle Gabe für bie Forjchungsaufgaben bes Pflanzenzüchters erwiesen. Poliiptoibe Pflanzen, b. I). solche, bereu Zellen mit bvppeltem, vierfachem ober noch höherem Chrvmosomengchalt ausgestattet finb, haben im allgemeinen größere Zellen als bie normalen, ihr Wuchs wirb stattlicher, ber Gehalt ihrer Organe an mandjerj Stoffen reicher; Blüte unb Frucht erfolgen meist verspätet, bie Fertilität ber Polyploiden ist geringer als bei bem Ausgangs- material. Aufgabe bes Pjlanzenzüchters wirb es fein aus bem neuartigen Material, bas ihm die experimentelle Zytologie zur.Verfügung stellt, burd) Auslese unb Kreuzung Fonven zu gewinnen, bie für bie Praxis wertvoll zu werben versprechen. Be- sonders aussid)tsvoll versprech«« die den Allopoly- ploiben geschenkten Bemühungen zu werden, d. h. denjenigen neuartigen Formen, bie aus Bastarbeir nach Berboppelung ber Chromvsomenzahl entstau­ben finb. _ _

Der aufschlußreiche Vortrag munde von ber Hörer- fd)aft mit starkem Beifall aufgenammen. Professor Dr. Rauch sprach dem Vortragenden im Namen aller Hörerinnen unb Hörer herzlichen Dank fiir seine sesselnben Darlegungen aus. .Im Anschluß an ben Vortrag fanb unter Führung des Assistenten, Dozent Dr. H e y b t, noch ein Runbgang burd) ben Botanischen Garten statt.

h i 11 e 1 unb Frau Rosa, geb. Hof, Grbtauterweg 20 wohnhaft, bas Fest ber silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch.__

Tageskalenber für TUonfag.

Öffentliche Vorführung über bie Löschung unb .Bekämpfung von Branbbomben: 20 Uhr am Os- lalbsgarten. Gloria-Palast, Seltersweg:Hallo lanine". 20 Uhr: Ein Meisterabenb froher Unter- altung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Dschungel ruft".

Aufruf von Eiern.

NSG. Auf den Abschnitt a der Reichsei erkürte i Derben ab Montag, 14.7.41, als erste Rate zwei ; ber zur Ausgabe gelangen. Die Gier sind bei Aus- ; tuf noch nicht alle in den Einzelhandelsgeschasten rorhanden. Der Aufruf mußte jedoch infolge ber leihen Witterung sofort erfolgen. Gs wirb er­wartet, baß bie Hausfrauen für diefe Lage 25er- i fiändnis haben. Die Gier werben in jebem Fall geliefert.

Schorf an Taubncffclbiütcn gedeckt.

NSG. Der Gausachbearbeiter der Rcichsarbeits- Gemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpstan- . renbeschaffung e. V., Gauabteilung H^^u-Rasfau |l ind Kurhessen, teilt mit: Der Sammelfleiß der | »eutschen Schuljugend hat den Bedarf an Bluten ter weißen Taubnessel, Lamium album, bereits ge­leckt. Diese regelmäßig in nicht geringen Mengen iebrauchte Droge ist so wertvoll, daß einerseits au ;re Sammlung viele Mühe und Sorgfalt verroen- et werden müssen, anderseits aber vor einem Zu- Eiel dringend gewarnt werden muß, damit der

»ammcleifer durch zu gewärtigende Absatzschwie- gteiten bei Ueberangebot keine Einbuße erleidet.

Vorstand gewählt.. Auf drei Jahre roiedcrgewählt wurden nach Ablauf ihrer bisherigen Amtszeit Landrat Dr. Lotz, Fabrikant Bänninger, Fa­brikant Rinn, Buchdruckereibesitzer L a n a e und Professor Dr. Ege r.. Der Vorsitzende, Landrat Dr. Lotz, dankte sodann dem früheren Vorsitzenden Dr. Meesmann, dem seitherigen stellvertreten-

"lande ber Landstraße standen in Abständen Baume, las Laub mar nicht zu erkennen, aber der Stamm eigte mit vielen Armen zum Himmel, an dem kein Gtern mar. An weiten Bodenflächen zogen mir rorbei, nur selten stand etwas Schwarzes darauf, in verfallener Stall ober ein kleines verlassenes hautlos faulen die Stiefel in den weichen Boden.

Das Umhängen bes Gewehres.

Die vom Hühnerhunb gestellte Rebhuhnkette uni Kleefeld. *

CUUUU!» JUIUCII UlC - ' - ' rrrx

. Unsere Beine waren müde von bem langen Weg, tinb wir wußten nicht, wie weit er noch sein wurde.

Wir gingen unb waren still. .

Neben mir war Gustav, mein Freund seit Kriegs- teginn. Lange hatte er froh vor sich eher nun war sein Mund verschlossen. Kem Scherz toort tarn mehr über seine Lippen. Gr sah vor sich l)in und marschierte hinter seinem Bordermann.

Keine Stimme kam zu uns aus dem fremden Dunkel, kein Laut grüßte von irgendwo.

Je weiter wir gingen auf den unbekannten Stra­ßen, um so zwingender wurden die Gedanken, Die Mich nach Hause führten. ,

Gin feiner Regen fiel, wir duckten unsere Kopfe, i lnsere Füße schmerzten, aber wir gingen und dach­en. Gustav faßte in seine Manteltasche und reichte nir wortlos ein Stück Brot. n

Der Boden wurde nun härter unter ben Futzen, iinfere Schritten klappten auf Steine. Wir waren cuf einer Straße, bic uns einer kleineren Ortschaft »führte. Häuser tarnen schattenhaft auf uns zu, mmer bichter standen sie zusammen, aber es war i tumm in ihnen. Die Stuben waren leer, bie Fen , ter standen offen und waren ohne Glas. Es yaure aut, als wir vorbeimarschierten. m

Auf einem kleinen Platz, es mochte der Markt M gewesen sein, madjtcn wir halt. Dann unD Dann blendete für kurze Zeit bas Licht von Taschen­lampen auf, in ihrem Schein sahen wir den dichten