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r. 139 Zweites Blatt

U./I5.3uni 194t

Gtetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderhessen)

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H direkten Fühlungnahme zunächst gescheitert.

+ "|nRaior i. G Heinrich kehrte baraüfhin zum i|fitsftanb des Generalkommandos zurück Auf

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Verbindungen zu dem Presles Herstellen Damit gewaltiges Häusermeer

er Artillerie-Aufmarsch begann, auf den Flug- tzen standen die Fliegerformaticmen startbereit alles harrte nur des Befehls zum Antreten, um ch die Festung Paris, den Schlüsselpunkt der azen Seine-Stellung, mit stürmender Hand zu inten. So verging der Tag, ohne daß er eine end- tige Klärung der Lage brachte Am Abend wurde annt, daß sich das Oberkommando der Wehr- cht, um die Stadt vor gänzlicher Vernichtung zu ahren, zu einem letzten Versuch entschlossen te. Ein Parlamentär sollte noch einmal fragen, sich die Stadt ohne Kampf ergeben wollte, an- nfalls mit dem Augriff begonnen werde. Der rlamentär, der diese Aufforderung überbringen te, war der Mafor i. G Heinrich. Er durch- itt gegen 20 Uhr die vordersten Linien des ^vs, erhielt aber dann aus den französischen llungen heraus Feuer, trotz Parlamentärflagge

einem Schlag sämtliche Verbindungen getrennt. Es erhebt sich ein wüstes Geklingel an Hunderten von Leitungen, aber die Pariser bekommen vorerst keine Anschlüsse. Jetzt wird der ganze Gebäudekomplex planmäßig durchsucht. Vorbereitete Sprengladungen, die man allenthalben an den maschinellen Einrich­tungen vorfindet, werden sorgfältig entfernt und unschädlich gemacht; angstvoll zitternde Beamte wer­den hinter den Pulten hervorgeholt und in einem Saal unter Bewachung gestellt. Um 11 Uhr trifft der neu ernannte Nachrichtenkommandant von Paris, Oberst Schrader, mit seinem Stabe von Offizieren und Beamten ein. Ihm können Fern­sprechamt und Verstärkeramt unbeschädigt über­geben werden. Die Nachrichten-Abteilung 48 hat ihren Auftrag ausgeführt.

Währenddessen jagen die Panzerspähwagen in Richtung Versailles; bei ihnen beenden sich die für den Ausbau des neuen Korpsgefechtsstandes befohlenen Funk- und Fernsprecheinheiten unter Führung von Leutnant Roske. Der zu diesen Ein­heiten gehörige FF-Kabelzug unter Führung von Leutnant Teusner hat sich ganz vorn eingeglie-

Es waren vielseitige Aufgaben, die an die Nach­richtenabteilung 48 herantraten, und es bedurfte der ganzen Tatkraft aller, um diesen Aufgaben gerecht ZU werden. Um 4 Uhr meldet die Funkkompanie, daß Leutnant Fritsche mit der Funkstelle in Sar- celles funkbereit für den deutschen Parlamentär stehe. Hier mußte die Entscheidung fallen. Von hier aus wird der Funk die Nachricht hinaustragen, ob Paris, gegen das 1914 die deutschen Heere vergeb­lich anmarschiert waren, jetzt in deutsche Hand fallen würde.

Es ist 5 Uhr morgens und damit die Zeit, zu der verabredungsgemäß der Kommandant von Paris in Sarcelles eintreffen sollte. Aber die Zeit geht weiter, der Kommandant kommt nicht. Sollten sich die Franzosen anders entschlossen haben? Soll­ten sie wirklich die Millionenstadt verteidigen und so der Vernichtung preisqeben wollen? Der deutsche Parlamentär, Major i. G. Heinrich, übergibt Leut­nant Fritsche einen Funkspruch für die Armee mit dem Inhalt:Französische Unterhändler 05.20 Uhr noch nicht eingetroffen." Die Funkverbindung klappt ausgezeichnet. Schnell wird der Spruch auf be­sonderen Befehl im Klartext durchgetastet.Wieder wartet alles, obwohl in den nächsten Minuten die deutschen Geschütze ihre harte Sprache sprechen ober ob neue Weisungen vom Oberkommando der Wehr­macht eintreffen werden. Da es schlägt 6 Uhr wird von der Straße gemeldet, daß ein großer Personenkraftwagen qiit weißer Flagge sich den deutschen Linien langsam nähere. Es ist der Kommandant von Paris! Und jetzt klärt sich auch die Verzögerung auf. Man hatte den Kommandanten von Paris nach deutscher Zeit, d. h. nach der Sommerzeit, erwartet? während die Franzosen ihre Zeit dem Zusammentreffen zu­grunde gelegt hatten.

Unverzüglich beginnen die Verhandlungen. Und während drinnen in dem kleinen Chateau verhan­delt wird, ziehen draußen auf der Straße ober- schlesische Regimenter vorüber. Die frischen Sol­datenlieder haben wohl die letzten Zweifel der Fran­zosen beseitigt. Als die braven Schlesier den fran­zösischen Kraftwagen mit weißer Flagge und die

ni'ibo der Wehrmacht von dem Ausgang des Un- Wehmens unterrichtet. In den späten Abend- stsden brachte ein Fernschreiben des Oberkomman-

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Generalleutnant von Apell nimmt auf dem Konkordienplatz den Vorbeimarsch ab. Neben ihm Oberstleutnant Lyncker. (Teschenüorf-PK.-Weltbild.)

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Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

französischen Offiziere durch die geöffneten Fenster manch harten Witz mit anhören. Fast hat man den Eindruck, als ob es den Soldaten gar nicht lieb fei, wenn Paris. zur offenen Stadt erklärt würde. Immer wieder hört man Aeußerungen wie ,Heute noch sind wir brinn, fo ober fo", ober ,Zhr habt wohl gewußt, baß bie Schlesier kommen."

Um 7.55 Uhr finb bie Verhanblungen beenbet. Leutnant Fritsche erhält zur Weitergabe ben Funk­spruch:7.45 Uhr abgeschlossen, Gouverneur Paris garantiert für Ruhe im mitgeteilten engen Raum unb versucht Verbinbung mit bem fränzösischen Ge­neralstab, um unsere Bebingungen auf geforberten Raum auszubehnen." Im Klartext wird auch die­ser Spruch mit der Annahme der Bedingungen dem Oberbefehlshaber übermittelt.

Jetzt ist der Weg nach Paris frei. Der Komman­deur der Aufklärungsabteilung, der den Verhand­lungen beigewohnt hat, erscheint auf der Freitreppe und ruft dem wartenden Offizierskorps feiner Ab­teilung zu:Motor! Ab nach Paris!" Wie ein Lauffeuer pflanzen sich diese Worte fort. Ein Jubel- schrei und ein dreifaches Hurra! Krachend fliegen die Straßensperren beiseite, die Männer springen auf ihre Fahrzeuge, die Motoren heulen auf und hinein geht es nach Paris! Hinter den vorder­sten Panzerspähwagen folgt gleich die Vorausab­teilung des Hauptmanns Kammerer. Schnell find die Vorstädte durchquert. Nach dem Wege braucht man nicht zu fragen, kaum braucht man auf ben Stabtplan zu sehen, man hat ihn in ber Nacht fast auswendig gelernt Dann öffnet sich ein weiter Platz, dann noch eine Straße und schon steht man vor dem großen Gebäudekomplex des Fern­sprechamtes und Derstärkeramtes Die Tore werden aufgestoßen, deutsche Soldaten stürmen die Treppen empor, krachend fliegt die Tür zu dem großen Femsprechsoal auf, ein Angstschrei aus Hun­derten von Mädchenkehlen ertönt deutsche Nach­richtenmänner haben das Pariser Fernsprechamt in der Hand! Erschrocken eilt der Direktor herbei: .Aber, meine Herren, die Deutschen wollten doch erst morgen kommen."

Einer Erklärung bedarf es nicht Der ganze Mädchenschwarm wird in den Gängen zusammen­getrieben Tränen können zunächst nicht berück­sichtigt werden und während die geöffneten Fen­ster bie Parfümwolken hinauslassen, werden mit

, , Fernsprechverbindungen

nicht zu erbringen waren, in seiner ganzen Aus­dehnung funkerisch überbrückt Die Betriebskompa­nie sollte zunächst den Fernsprechbetrieb vom Korps­gefechtsstand Presles weiterhin abwickeln, gleich­zeitig aber Betriebseinheiten nach vorn schicken, um den neuen Korpsgefechtsstand Versailles einzu- richten.

dert, denn er muß zur Erfüllung seines Auftrages: Rechtzeitig Fernsprechverbindungen

die Hakenkreuzflagge hißt. Das Bild, das sich von. oben bietet, ist unfaßbar schön.

Zur selben Zeit, als Hie Vorbereitungen für die Parade am Arc de Tkwmphe getroffen werden, macht sich aijch die Nachrichtenabteilung 48 zum Einmarsch fertig. Die Monturen werden in Ord­nung gebracht, und ein gewaltiges Schrubben an den Fahrzeugen hebt an. Währenddessen fährt der Kommandeur nach Paris hinein. Unterwegs trifft er Leutnant Schulte, der als Nachrichtenoffizier bem vorausgesandten Personal bes Generalkom­mandos zugeteilt ist. Leutnant Schulte berichtet, baß ihn nichtsahnende Pariser als Englänber be­grübt hätten unb gar nicht glauben wollten, tat­sächlich einen beutschen Offizier vor sich zu haben. Als ber Kommandeur bie Front abschreitet, sieht er trotz aller zurückliegenden Anstrengungen kein mißmutiges Auge, fonbern froh unb stolz schauen ihn seine Männer an, in bem Bewußtsein, baß es für sie einen großen Vorzug betreutet, ben Tag bes Einzuges in Paris miterleben zu können. All­mählich werden bie Straßen breiter, man erreicht bie großen Boulevards, bann öffnet sich ber Place be l'Etoile in feiner ganzen Große vor ben jetzt boch erstaunten Augen ber Nachrichtenmänner, mau er­lebt bie Straße ber Chnmps Elysees in ihrer strah» lenben Breite unb erblickt alles überragenb bis kühne Silhouette bes Eiffelturms. Unb als man bann unter ben Augen bes Kommanbierenben Ge­nerals an bem gewaltigen Triumphbogen, von besten Dach herab jetzt bie Hakenkreuzfahne über ber bezwungenen Stabt weht, vorbeifährt und der Blick weithin Über Kirchen und Paläste schweift, da gibt es wohl niemanden, ber nicht von ber Größe bes historischen Augenblicks gepackt wird.

omph e". Stolz kann jetzt Oberleutnant Osterroth feinem Kommandeur melden: Paris ist in seiner gewaltigen Ausdehnung funkerisch überbrückt dem Kommandierenden General außerdem Möglichkeit gegeben, vom Arc be Triumphe Korps burch Funk zu führen.

Am Arc be Triumphe herrscht Hochbetrieb __

fperrposten ziehen aus, Panzerabwehrgefchütze gehen auf bem Platz in Stellung, Musikkorps ber Wehr­macht treffen ein jetzt kommt auch ber Korn- manbierenbe General mit feinem Stabe und nimmt am Triumphbogen Aufstellung. Dis Funkzentrale bekommt tüchtig zu tun. Die Armee will über bie Lage unterrichtet werben. Die Aufklä­rungsabteilung melbet Kämpfe am Rande von Ver­sailles. Antworten werben auf bem Funkwege hin- ausgefanbt, neue Sprüche empfangen und ent« schlüsselt. Währenddessen beginnt ber Vorbeimarsch. Der Truppführer eines Funktrupps entdeckt einen Fahrstuhl, mit dessen Hilfe dienstfreie Männer auf das Dach des Triumphbogens gelangen, wo ein Schütze der Panzerjäger an der höchsten Stelle

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Wenn auch die Kapitulation und Besetzung von >aris nicht die Entscheidung des Feldzuges gegen irankreich brachte, so war doch der Fall von Paris ir das Empfinden des deutschen Volkes von sym- ühaster Bedeutung und wird so als einer der pbepunfte des ganzen Krieges m der Erinnerung «Heben Die Nachrichten-Abteilung 48 ' stolz darauf, daß sie in diesen Tagen dort ge- inben hat, wo bie Entscheidung fiel, und ;.ß sie im Rühmen des Armeekorps das leisten rfte, was bei der Vorbereitung unb Durchfüh- ,na der Besetzung von Paris auf dem Gebiete des ichrichtenwefens gefordert wurde Am 12. Juni tte das Korps in harten Kämpfen den Uebergang er bie Oise erzwungen. Damit war zwar bie hutzstellung von Paris burchbrochen, Paris selbst er noch nicht bezwungen. Auslänbische Nach- hten besagten, daß sich Paris bis zum letzten ;ann oerteibigen würde unb baß, falls bie beut­en Truppen in bie Stabt einrücken sollten, sie r noch einen Trümmerhaufen vorsinben würben, derseits verachteten sich bie Gerüchte immer hr, baß bie Franzosen ihre Hauptftabt boch nicht

r Vernichtung preisgeben wollten, fonbern sie 7 offenen Stadt zu erklären beabsichtigten. Dies ren Fragen, bie alle bewegten, als bie Abteilung Presles, fast schon am Stadtrand von Paris, terkunft bezog.

weiter geht es entlang ber Seine. Der Führer der Panzerspähwagen macht Leutnant Teusner barauf aufmerksam, baß es für ihn unb feine Jänner jetzt bester sei, zurückzubleiben, ba er sonst Gefahr liefe, in Kämpfe verwickelt zu werben.Das weiß ich", lautete bie einfache Antwort,aber bafur ist es nun mal Krieg!" So barf er auch weiterhin mit feinen Einheiten dicht hinter ber Spitze folgen. Man hat jetzt bie große Straße erreicht, bie breit ausgebaut schnurgerade nach Versailles führt. Plötzlich ein Stopp. Hinter einer Straßensperre erkennt man französische Infanterie, bie sich zur Verteidigung eingerichtet hat. Als ber Panzerspähwagen auf sie zurollt, kommen sie mit hocherhobenen Armen aus ihrer Deckung heraus und geben sich gefangen. Sie hatten keine Ahnung baoon, baß Paris zur offenen Stabt erklärt worben war, unb vermuteten bie Deutschen noch an ben Ufern ber Oise. Auch in bem neben ber Straße liegenben großen Park erkennt man jetzt Franzosen Währenb ber Panzerspäh­wagen mitten in ben Park hineinfährt, kämmt Leut­nant Teusner mit feinen Männern bas buschige Ge- länbe aus.

Ein Kradmelder kommt von ber Seine her an« gebraust unb meldet französische Panzer. Mit hoher Fahrt geht die Panzerjägerkompanie nach vorn. Da hört man schon heftiges Schießen. Dann kommt die Meldung:Französische Panzerwagen zurückge­schlagen, Versailles vom Feind frei!" Nun geht es wieder vorwärts, und bald sieht man vor sich als Abschluß ber Straße bas riesige K^nigslchloß von Versailles. Ein unvergeßlicher Anblick! Die Nach­richteneinheiten marschieren auf bem Schloßhof auf. Der letzte deutsche Posten staub hier im Januar 1871, als das Zweite Reich gegründet wurde unb König Wilhelm von Preußen in Begleitung von Bismarck und Roon unb sämtlichen beutschen Für­sten bieses Schloß betrat, um es als Deutscher Kai­ser roieber zu verlassen. In bem berühmten Spiegel­saal läßt ein geschichtskundiger Unteroffizier in leidenschaftlichen Worten bas Bild ber beutschen Kailerkrönung, so wie wir es von bem Gemälbe Anton v. Werners her kennen, vor ben ergriffen lauschenben Nachrichtenmännern lebendig werden. Das Innere bes Schlosses selbst macht sonst einen oben Einbruck. Troßdem bleibt bre großartige Wir­kung ber weiten Säle bestehen.

Inzwischen sind bie Kabeltrommeln ab geladen, es

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Der Tag von Paris

Von Oberstleutnant von Etzdorf.

Links: Ein unvergeßliches kleines Erlebnis an der nördlichen Stadtgrenze von Paris (Le Bourget), das den Soldaten unseres Gießener Regiments dort begegnete: Die erste Pariserin eine kleine, etwa sechsjährige Französin in leuchtend weißem Kleidchen begrüßt die einrückenden Soldaten vor ben in aller Eile unb doch vergebens errichteten Straßenbarrikaden, die Paris zur befestigten Stadt machen sollten (und damit unzähligen solchen Kindern und Zivilpersonen das Leben gekostet hätten). (Zeichnung aus dem Hauptarchiv der NSDAP.) Rechts: Die 5./116 beim Vorbei­marsch. (Aufnahme: Woweries.)

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ichen W | 022 A»W 1| . s-Mi föi&i limar gelungen, sich auf funktelegraphifchem Wege n;$ dem Kommandanten von Paris in Verbindung Z egen, und dieser hatte um Einleitung von Ver-

»MttunNl*^Iun9en gebeten. Major i. G. Heinrich erhielt te , J 'bin Auftrag, sich am nächsten Morgen um 5 Uhr Vijl dem Kommandanten von Paris in Sarcelles, ehreriD. 1)) Meter hinter der Straßensperre von St. Denis, tte-,'i treffen Das Ergebnis sollte sofort auf dem Funk- igenSie^, n:c dem Oberkommando der Wehrmacht gemeldet SnejR n .ien. Also anscheinend doch Kapitulation!

ic'Veleid^ M 6 eg en 1 Uhr nachts wird der Kommandeur der lelche Üchrichten-Abteilung, Oberstleutnant v. Etzdorf, Chef des Stabes, Oberstleutnant i. G Stein- *&[ gerufen.Voraussichtlich kapituliert morgen Lnet/ ThP Paris, Einmarsch des Armeekorps über St. iitbacfr *4 Ms. Kommandierender General wird den Dor- iöiocbe111') b inarfd) am Arc de Triomphe abnehmen. Dorthin iHit toerbinbung zur Armee unb zur Aufklärungs- Mlk. ,,, Talung, bie ben Einmarfchweg frei macht unb Wert. Nächster Korpsgefechtsftanb Versailles. Dort un^ Fernsprechverbinbung wie bisher. Lasten

kann mit bem Bau ber FF-Kabelleitungen be« gönnen werben. Ein Unterwachtmeifter eilt seinem Trupp voraus, um bie Baustrecke zu erkunden. Eine bem Schloß gegenüber liegende Kaserne muß durchquert werden. Er betritt das erste Gebäude, macht eine Tür auf und prallt überrascht zurück. Vor ihm in der Wachstube fitzen braune tunesische Schützen, die ihn unbeweglich anftarren. Schnell sind bie Männer bes Bautrupps herbeigerufen. Den Söhnen afrikanischer Erbe, bie ber beutjche Vor­marsch nichtsahnenb in ihrer Kaserne überrascht hat, wirb bebeutet, sich auf ber Straße zu sammeln. Willig lassen sie alles mit sich geschehen und werben oon Männern ber Aufklärungsabteilung abtrans« portiert. Dann geht der Bau weiter.

Umsichtig organisiert währenddessen Leutnant Roske die Funk- und Fernsprechzentrale, für den Korpsgefechtsstand. Eine Funkstelle baut auf und sendet ihren Spruch über Paris hinweg zum Korps- gefechtsstand Presles. Dort wartet schon seit den frühen Morgenstunden der Funkkompanie-Chef, Oberleutnant Osterroth, auf das Zustandekom­men ber Funkverbindungen. Erleichtert atmet ep auf, als bie Funkzentrale Versailles sich melbet und gleich barauf auch von Leutnant Fritsche ber Spruch burchgetastet wirb:Stehen am Arc be tri-

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trauten erwarten die Kompaniechefs ihren Kom- prfceur zur Befeblsausgabe Zunächst nur ein brt, aber bieses Wort zünbet:Nächster Korps« tosftnnb Versailles!" Die Funkkompanie hat .^Funkbetrieb oon bem Korpsgefechtsstanb Pres- Sonntag I le* ^as zunächst noch aufrecht zu erhalten, gleich- eine Funkverbinbung für ben beutschen Par- il l(8n ntär in Sarcelles ficherzustellen und, nachbem l3(p22.3° b<? Tin marsch freigegeben ist, eine Funkzentrale für ^oisc* bei Kommanbierenben General am Arc be Tn- 6>rje einzurichten. Weiterhin sollten Funkeinheiten , Wch Versailles voraus fahren unb von bort Funk- iccio £