der Erkenntnis, daß viele der Gedanken, die vor 150 Jahren über das Zusammenleben der Menschen überlegt und ausgesprochen wurden, manchen Fingerzeig zur Erkenntnis des Weges nach der wahrhaften und natürlichen Ordnung beigetragen haben. Und auch in der Erklärung jener „Men- schenrechte", die einst von Pariser Literaten aus- O wurden, finden sich in ihren Hauptpunkten ätze, die den nationalsozialistischen Erkenntnissen ebenso nahestehen, wie sie von der britischen Privilegienphilosophie durch eine ganze Welt getrennt sind: „Die sozialen Unterschiede können nur auf den allgemeinen Nutzen gegründet werden." — „Das Prinzip aller Souveränität liegt dem Wesen nach bei der Nation. Keine Gesellschaft und kein einzelner kann ein« Autorität üben, die nicht ausdrücklich von ihr ausgeht." —• „Da alle Bürger vor dem Gesetz gleich sind, sind sie auch in gleicher Weise zu allen Würden, Stellen und öffent- lichen Aemtern zugelasien, je nach ihrer Fähigkeit und ohne anderen Unterschied als den ihrer Tugenden und ihrer Talente."
Diese Formulierungen der „Menschenrechte" von 1789 zitieren — das allein heißt schon beweisen, wie weit btt britische Gesellschaftsordnung von den Parolen entfernt ist, für die die Kriegshetzer von der Themse prahlerisch zu kämpfen vorgeben. Wir brauchen nur an die unbestrittene Tatsache zu erinnern, daß der Milliardenreichtum des britischen Weltreiches in die Taschen weniger tausend Familien flieht, um zu erkennen, wie merkwürdig sich in der englischen Praxis die Forderung auswirkt, dah die sozialen Unterschiede „nur auf den allgemeinen Nutzen gegründet werden". Wir haben uns nur der Farce des britischen Parlamentes zu erinnern, dessen Sitze nach einer kürzlichen Darstellung der ßonboner „Picture Post" mir solchen Bewerbern erreichbar sind, die etwa 15 000 RM. jährlich und zusätzlich noch 20 000 RM. in jedem Wahlkampf aufzubringen in der Lage find — um zu wissen, wie sehr in England die Souveränität „bem Wesen nach bei der Nation" liegt. Und ein Blick auf die Statistik, die den Anteil von „Eton"- und ,Harrow"-Boys an den führenden Posten des ganzen Empire ausweist, genügt zur Aufklärung darüber, wie die führend« Schicht hn England von 1941 „ot)ne anderen Unterschied als den ihrer Tugenden und ihrer Talente" ausgewählt ist!
So merkwürdig diese Beiträge der englischen Wirklichkeit zu den so laut verkündeten Idealen der einstigen französischen „Menschenrechte" zu werten sind, so traurig und brutal enthüllen sich die Phrasen vom «Kampfe Englands für die Menschheit", wenn sie gemessen werden an den Prinzipien, die sich als die wahren Fundamente eines glücklichen Lebens der Völker erwiesen haben und um die der deutsch-englische Kamps heute geht. Wenn wir es unternehmen wollten, diese Grundlagen einer wahrhaft natürlichen Ordnung als „Rechte" zu formulieren, dann schiene uns zum Beispiel d a, Recht des freien Wettbewerbes unter den Völkern eines der wichtigsten Gesetze zu sein. Denn es ist allein di« ,,G l e i h e i t d e r Bedingungen" — wie Dr. Dietrich kürzlich formulierte —, di« die Entfaltung wahrer nationaler Leistung und menschlicher Größe herbeizuführen vermag. Sie fordert aber gebieterisch den Sturz jener Prinzipien, mit denen das britische Weltreich Jahrhunderte hindurch den schöpferischen Kräften des europäischen Kontinents den Wettbewerb auf dem Felde der übrigen Welt versagt hat. Wie es unsinnig und verbrecherisch ist, im eigenen Vokke durch starre Standesgrenzen dem Tüchtigen den Aufstieg xu den Aufgaben zu verwehren, zu denen feine Leistung ihn berechtigt, so bedeutet es einen unheilvollen Verstoß gegen das Grundgesetz jeder menschlichen Ordnung, wenn eine Gruppe von Machthabern für sich den Anspruch erhebt, drei Mer- tel der Welt zu besitzen und jeden mit Krieg überzieht, der — pochend auf seine Leistung und seine Kraft — nichts anderes fordert als das gleiche Recht zum Wettbewerb!
Dieses Recht hat England bisher jedem bestritten, der es forderte. Ob es Japan ist, das im Fernen Osten kraft eigener Leistung fein Reich zu errichten beginnt, ob Italien im Mittelmeer seinen Platz an der Sonne fordert ober ob Deutschland entschloßen ist, im Kreise der Nationen feinen Platz einzunehmen, auf den es dank feiner Leistungen für die Menschheit Anspruch hat — immer ist es die herrschende Kaste in England, die auf das ver- gilbte Papier angemaßter Privilegien pocht und ie Hilfe der ganzen Welt herbeiruft, um mit der Gewalt der Waffen einen friedlichen Wettbewerb unter den Nationen ebenso zu verhindern, wie es ibn auch im eigenen Volke immer unterdrückt hat.
Denn was das Recht auf den Wettbewerb unter den Dottern ist, das ist d a s R e ch t a u f s o z i a l e Ordnung innerhalb der schaffenden Gemein- schäft. Die Forderung nach der „gleichen Chance für jcben", nach dem „Erfolg für den Tüchtigen" und nach dem Anteil aller an der Entwicklung der nationalen Lebensführung schlägt dem kapitalistischen Feudalsystem ins Gesicht, sie ist aber gleichwohl bie Voraussetzung jedes menschlichen Fortschrittes. Sie stürzt die Throne der Geldherrschaft, und sie sprengt die morschen Festungen des Kasten- 9elftes. Im Geiste der Schillerfchen Forderung: „Was du ererbt von deinen Vätern haft — erwirb cs, um es zu besitzen" errichtet sie eine Gesellschaftsordnung, die nicht Ansprüche aus der Vergangenheit, sondern nur Leistungen der Gegenwart anerkennt. Dieses Recht auf soziale Ordnung legt das Lebensschicksal des einzelnen in seine eigene ganb — es ist der alleinige Schlüssel zu irdischem Gluck nnb innerer Zufriedenheit. Die Verweigerung dieses Rechtes istdieUrsacheallersozialen Revolutionen der Menschheitsgeschichte — auch jener Umwälzung auf der englischen Insel, bie der Londoner Privilegiertenklüngel durch den Krieg von 1939 zu verhindern versuchte, und die nun um so tiefgreifender sich vorbereitet.
Zu diesen Prinzipien des freien Wettbewerbes der Völker und der sozialen Ordnung in der mensch- lichen Gemeinschaft glauben wir auch jenes Ersor- berms rechnen zu müssen, das — feit es ein Zusammenleben der Menschen gibt — Gegenstanb der vielfältigsten Experimente gewesen ist: Die Orga. nisierung d ex staatlichen Ordnung. Für sie kennen wir Nationalsozialisten nur eine Forde- rung und ein Recht der Volksgenossen: das Recht auf eine Führung, bie vom Volke kommt undnurbemVolkedient! Auch dies ist eine Forderung, bie in Deutschland heute eine Erfüllung gefunden hat, wie niemals zuvor in seiner ganzen Geschichte. Wir haben nichts gemein mit der eng- lischen Methode, bie sich im Parlament jene verlogene Institution geschaffen hat, bie bem Volk ein Theater vorzufpielen hat, um es über die wahren plutokratifchen Machthaber hinwegzutäufchen. Dem deutschen Volke, das lange genug die parlamenta- rischen Irrwege beschritten und davon nichts an- deres in Erinnerung behalten hat als den Ekel vor brr polittschen Geschästemacherei, kann man mit
und grelle Theatervorhänge
hinter denen sich
Bulgarien und -er Krieg
könne
„Seelische Planung" in Ungarn
Von unserem Dr. Sch.-Korrespondenten.
Sofia, 12. Febr. (DNB.) Das Regierungsblatt „Dncs" schreibt, die bulgarische Außenpolitik werbe nicht vorn Zufall ober von der Einstellung gewisser Parteien und Gruppen desttmmt, sondern vom Willendes ganzen Volkes,da sie seinen Lebensinteressen entspreche. Ueberbies fei sie die Politik eines Volkes, das in der Vergangenheit ein ferneres Unrecht erlitten und stets mit Offenheit und Klarhett auf Wiederherstellung der Gerechtigkeit bestanden habe bei gleichzeitiger Bereitschaft, für feine Lebensinteressen einzutreten. Diese Politik könne keinen Einflüssen unterliegen, die Voll und Staat abträglich seien. Sie werde auch in Zukunft verfolgt werden.
Der ehemalige Minister Smiloff weist in der Zeitung „Utnr darauf hin, daß bie bulgarische Politik im Augenblick ihr Hauptaugenmerk auf ben Krieg lenken müsse. Die schicksalhaften Ereignisse, bie Europa und Bulgarien erlebten, müßten in ihrer ganzen Tiefe richtig beurteilt njerden. Der gesunde historische Geist des bulgarischen Volkes werde alter
erreichten Rekordbesuch von über 7000 Besuchern auf, bie in der Mehrzahl mit.ihren schmucken alten deutschen Volkstrachten erschienen waren. Der Schwabenball ist ein echter Dolksball. auf dem alle Unterschiede und Schranken, die trennend wirken könnten, aufgehoben sind, auch in diesem Sinne zugleich Kundgebung und Symbol der völkischen Zu- sammenaehörigkett der Deutschen in Ungarn. In diesem Jahre nahmen erstmals an ihm die Volks- deutschen der rück gegliederten Siebenbürger Landesteile mit einer großen Abordnung teil, um auch auf diese Weise ihre Zugehörigkeit zum großen deutschen Volk zu bekunden. Die deutschen Volksgruppen aus Jugoslawien, Rumänien und der Slowakei hatten sich mit eigenen Abordnungen eingesunden. Es war em Ehrenfest des Deutschtums, das jeden volksbewußten Menschen mit Stolz unb Bewunderung erfüllen mußte.
OasOeutscheWiffenschastliche Institut in Budapest.
Budapest, 12. Febr. (Europapreß.) In der Aula der Budapester Universität fand die Eröff- nuna des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts durch den deutschen Gesandten Dr. v. Erdman n sd o r f statt. Als Ehrengäste nahmen teil Ministerpräsident Graf Teleki, Kultusmini ter Dr. H o m a n und der Präsident der Ungari ch- Deutschen Gesellschaft, v. Tasnady-Nagy, ferner der Rektor der Universität Budapest sowie Vertreter der italienischen Gesandtschaft und des italienischen Kulturinstituts. Von deutscher Seite waren zugegen der Präsident der Deutschen Akademie :n München, Ministerpräsident Siebert, der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Generalmajor a. D. o. Massow, der Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft Berlin, General- leutnant a. D. Glaise v. Horstenau und die Rektoren der Universitäten Berlin, Wien, L e i p z ig und Breslau. Gesandter von Erd- mannsdorf dankte den ungarischen Stellen für ihre entgegenkommende Mithilfe bei der Errichtung des Instituts. Gesandter o. Twardowski übermittelte die herzlichen Wünsche des Reichsaußen- minifters. Nach Ansprachen des Rektors der Universität Budapest, des Staatssekretärs im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung unb Volks- bilbung Dr. Zschintzsch unb des Kultusministers Dr .H o m a n hielt der deutsche Gastprofessor an der Universität Budapest und Leiter des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts, Prof. Dr. Frey er, einen Vortrag über „Gemeinsame Probleme der deutschen und der ungarischen Wissenschaft". Die Feier schloß mit bem Gesang bet beutschen unb ungarischen Nationalhymnen.
Das neueröffnete Deutsche Wissenschaftliche Jnsti- tut steht in erster Lime ben an der deutschen Wissenschaft interessierten ungarischen Kreisen zur Der- Fügung. Eingegliedert ist eine Sprachadtei - l u n g unter der Leitung des Universitätslektors für deutsche Sprache, Dr. Häckel, mit der Aufgabe, bie Kenntnis der deutschen Sprache in Ungarn zu verbreiten, vor allem durch Abhaltung von Sprachkursen unb Einrichtung von Sprachschulen. Die be- schränkten Möglichkeiten zur Fortbilltung in der beutschen Sprache werden sich dadurch wesenttich erweitern, womit bie Voraussetzungen vertiefter kultureller Annäherung geschaffen nrrten. Hier schaltet sich die Deutsche Akademie ein, indem sie bie notigen beutschen Sprachlehrer zur Verfügung stellt.
Dinge abwarten. In diesem Kriege hieße es: Jetzt ober nie! Und seine Folge sei bie endgültige Beseitigung des Versailler Systems.
Die Zeitung „Sora" sagt, es fei für jedermann verwunderlich, bah Churchill von Bulgarien wünsche, es solle seine Neutralität verlassen unb an Seiten der- j e n i gen zur Waffe greifen, die bas bulgarische Volk ausgeplünbert unb entehrt haben. Der englische Ministerpräsident habe viele marine Worte gefunden, um Hoile Selassies Unglück zu bedauern, von Bulgarien spreche er mit einer unerklärlichen Erbitterung. Man könne erwarten, baß Churchill bie Wiedergutmachung der Ungerechtigkeiten verspreche, indessen aber stoße er Drohungen aus. Das, was er wünsche, fti die Einmischung Bulgariens in ben Krieg auf Seiten Großbritanniens. Bulgarien solle das erreichen, was Großbritannien mit seinen Verbündeten unb den 100 Divisionen, bie den Demokratien auf dem Balkan zur Verfügung gestanden hätten, nicht zustande- gebracht habe. Wenn von Bulgarien verlangt werde, daß es gegen Deutschland antrete, so fei das gleichbedeutend mit dem Wunsch es solle Selbstmord begehen.
Hatten etwa jemals die Angelsachsen Gelegenheit gehabt, in großen Volksabstimmungen zu den Fragen chres Schicksals unmittelbar Stellung zu nehmen, wie es im verlästerten Reich der Unbulö» fomfeit innerhalb von einigen Jahren nicht weniger als viermal der Fall gewesen ist? Kann etwa im England der „freien Meinungsäußerung" ein einfacher Volksgenosse zu denen gehen, bie sein Schicksal gestatten — unb sei es auch nur ein kleiner Beamter — unb offen von dem sprechen, was ihn bedrückt, wie es bei uns bei allen verantwortlichen Männern — von der Ortsgruppe bis zu den führenden Persönlichkeiten des Reiches felbstverständ- licher Brauch ist? Das offene Wort von Mannzu Mann ohne Standesunterschieb durchzieht unser ganzes nationales Dasein. Die Lords freilich verstehen nur bie Sprache des Gelbes, nach dem sie ttachten, nicht die des Volkes, das sie beherrschen! Gewiß, der „freie Engländer" bars sich im Hydepark auf einen Stuhl stellen unb eine Rede halten — aber niemand hört i h m zu!
Auf welchem Gebiete auch immer wir Englands Kriegsparolen antreffen — überall erweisen sie sich als eine traurige Farce, als leere Trompetenstöße
Ferner wird im Institut die akademische wü kulturelle Abteilung, bie praktisch öü Nachfolge des schon bisher bestehenden Austausch d i e n st e s antritt, ihre Wirksamkeit aufnehmen unj darüber hinaus bas deutsche kulturelle Leben, d<u sich im Lande um bie Sprachkurse herumgrup pierer soll, durch Theatervorstellungen, Konzerte usw. gonifieren.
„Eine verlorene Schlacht."
Rom zum Abbruch der Beziehungen zwischen England und Rumänien.
Rom, 12. Febr. (Europapreß.) „Der Abbruch der diplomarischen Beziehungen zwischen Rumänien uni Großbritannien sowie Der Auszug bet restlicher- Briten aus Rumänien bedeutet, daß die eolibaritä: der europäischen Völker mit der Achle sich nunm-fr quer durch Europa vom Schwarzen Meer b-= zum Atlantik ausdehnt", so äußert sich „Teuere" zu den Ereignissen im Südosten. , Wer in dieser vorher nie erreichten Einheit nicht bie Doraestal. tung der neuen friedlichen Ordnung sieht, hat kein Verständnis." „Die Abberufung bt= englischen Gesandten aus Bukarest", schreibt saggero", „gleicht einer von England auf b e m Balkan verlorenen Schlacht." Unterdessen fänden eilige Beratungen der diplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten, der Türkei und Griechenlands in der rumäni'chen Hauptstadt statt; diese Beratungen nahmen oft einen sehr erregten Der- lauf.
Abberufung des rumänischen Gesandte« in London.
D u karest, 13. Febr. (DNB. Funtspruch.) Di, rumänische Presse veröffentlicht am heutigen Don. nerstag eine amtliche Mitteilung, nach der die rumänische Regierung ihre Gesandtschaft London abberufen hat.
Admiral Oarlan.
solchen Phrasen nicht mehr kommen. Ihm ist der Politische Leiter der nationalsoziaUftischen Partei, der sich um seine Sorgen unb Wünsche kümmert, schon ganz bebeutenb lieber als ein Parlamentarier, ber nur alle vier Jahre zur Mahlzeit austaucht, große Töne redet, Sttmtnen tauft unb sich bann wieder seinem parlamentarischen Kuhhanbel widmet.
Doch da wir selbst erst unter schweren Bitternissen unsere Erfahrungen zu sammeln hatten, sinb wir Deutsche keineswegs erpicht darauf, anderen Völkern ihr innerpolitffches Lehrgeld zu ersparen und wir bekennen uns hier zu dem friberizianischen Gounbsatz, baß jeber „nach feiner Fasson selig werben" möge. Daß es in ber Welt Leute gibt, die uns da letztere nicht zugestehen wollen, ist ein besonderer Beweis für bie Richtigkeit ber deutschen Methode. Es sind bas nämlich bie gleichen, bie mit der Schwäche des parlamentarischen Deutschland ebenso umfangreiche wie unsaubere Geschäfte gemacht haben. Daß sie dieser gewinnbringenden deutschen Demokratie nachtrauern — dafür mag menschliches Verständnis am Platze sein, unsere Nation aber hat nur empörte Verachtung dafür.
Wenn wir diese Betrachtung über bie „Menschenrechte", wie Englanb sie auffaßt, abrunben wollen — eine Betrachtung, die auf Vollständigkeit nicht Anspruch erhebt, wohl aber einiges Wesentliche herauszustellen sich bemüht — so dürfen wir ben frechsten Schwindel ber britischen Welt nicht vergessen: die Lüge von ber „M e i n u n g s f r e i h e i t", die drüben gelte unb der „U n d u l d f a m k e i t", die bei uns bas Tageslicht verdunkle. Sie tun heute, als ob in ben vergangenen Jahrzehnten nichts geschehen, nichts emhüllt worben wäre über das wahre Gesicht dieser „Meinungsfreiheit", über die korrupten Hintergründe ihrer Presse, als ob sie diese nicht selbst schon so treffenb als eine „Dirne des Geldes" charakterisiert hätten! 1
inneren und äußeren Schwierigkeiten Herr werden imb bem Lande den morgigen Tag sichern. Deshalb Bulgarien mit Ruhe die Entwicklung ber
Bubapest, Februar 1941.
In bem ersten großen innerpolitlschen Ereignis des neuen Jahres in Ungarn, einer großangelegten Rede in Miskolc, hat Ministerpräsident Graf Teleki im Zusammenhang mit gewissen Schwierigkeiten des täglichen Lebens und Derbrauchsein- schrünkungen neben ber wirtschaftlichen Planung von etwas gesprochen, was man „seelische Planung" nennen könnte. Nicht nur geeignete Organisation ber Erzeugung unb bes Verbrauchs könnten ben aufgetretenen Mängeln abhelfen, es müsse auch eine entsprechende unb bas heißt bem Sinn unb ber Bedeutung tiefer Zeitläufte entsprechende, seelische Umstellung hinzukom- men. „Wer seinen Kaffee mit einem Würfel Zucker trank, soll jetzt einen halben Würfel nehmen, unb statt in einem Zimmer mit 22 Grad Wärme zu sitzen, soll man nur • bis 15 Grad Heizen". Es ist nicht allzuviel verlangt. Aber — unb wer sich ohne Fehler weiß, ber werfe ben ersten Stein — gerade dieser innere seelische Umschwung, diese Aufnahme des durch äußere Notwendigkeiten Gebotenen in ben eigenen Willen, fallen den meisten Menschen am allerschwersten.
In Ungarn, unb besonders in der Landeshauptstadt Bubap e ft, bas muß anerkannt werden, sind bie Sparmaßnahmen mit gutem Humor, jedenfalls mit Gleichmut unb ohne mehr als unbebingt unerläßliches Meckern, Nörgeln und Raunzen aufge» | nommen worben. Seit Mitte Dezember ist bie Straßenbeleuchtung wesentlich vermindert, unb einmal wöchentlich, an jebem Donnerstag, ist E i n- topf tag. Die in das gewohnte Leben der Budapester „einschneidendste" Maßnahme ift aber die Vorverlegung ber Polizeistunde in den Kaffeehäusern, bie nun pünktlich um Mitternacht ihre Pforten schließen müssen. Und in diesem Zusammenhang hatten sich unerfreuliche Umgehungsversuche gezeigt, denen Graf Teleki mit seinen Worten über bie „seelische Planwirtschaft" vorbeugen wollte.
Eine neue Erscheinung im Leben der Hauptstadt ist bie in ben letzten Wochen ungewöhnlich große Zahl von Besuchern und Gästen aus ben Lan- desprovinzen. Die ungarische Fremdenindustrie, burch ben eingeschränkten Verkehr mit bem Ausland beengt, hat es verstanden, ber Einbuße, im Fremdenverkehr abzuhelfen, indem man mit ganz großzügigen unb sehr geschickten Werbeakttonen an bie Anländer selbst herantrat unb sie zum Besuch ber Landeshauptstadt bei besonders günstigen und bequemen Bedingungen einlud. Diesem Wunsche kam auch die Tatsache zugute, daß in letzter Zeit neue Gebiete bem Mutterland wiedergewonnen würben, deren jüngere ®e Iteration bie zurückgewonnene Urheimat und deren Landeshauptstadt überhaupt nicht kannte. So geht hier der Wunsch des Sich- kennenlernens und der neuen seelischen Fühlungnahme unb Bindung Hand in Hand mit dem wirtschaftlichen Interesse der Volksgemeinschaft.
Im Zeichen ber inneren gefühlsmäßigen Wieder- verknüpfung ber Bewohner neugewonnener Landesteile mit den Siedlern der alten Heimat stand auch der diesjährige „S ch w a b e n b a l l", ben man schlecksthin ben Ball ber Deutschen in Ungarn nennen könnte. Der Ball, ber vor 18 Iah- ren von bem damaligen Führer ber Volksdeutschen Ungarns ins Leben gerufen worden war. findet feit- ber regelmäßig alljährlich, meist in ber Ofener Re- bouie, statt. Auf ihm treffen die Deutschen aus allen deutschen Siedlungsgebieten des Landes zusammen. In diesem Jahr wies ber Ball einen bisher noch nie
nichts anderes verbirgt als ber Schutthaufen einer vergangenen Welt, der nur noch ber Aufräumung bedarf. Wo — so fragen wir — ist in England auch nur eine Ordnung durchgeführt, auf bie der Mensch ber Gegenwart Anspruch erheben darf? Wann haben jemals Englands Macht- ! Haber einen Beitrag zum Glück der Völker, ja nur 3um Gluck feines eigenen ganzen Volkes geliefert? Das Wort von ben „Menschenrechten" jebenfalls hatten die englischen Lords besser nicht in ben Mund genommen. Sie haben damit begonnen, ihre eigene Grabrede zu halten!
Marschall Pötaln hat — «ie schon gemeDet — eine Berfa ssungsakte unterzeichnet, durch bie bem Flottenadmiral Sarian bie Funktion des Nach- folgers Pstains als Staatschef übertragen wird, wenn ber Marschall aus irgendeinem Grunde vor der Ratifizierung ber neuen Verfassung durch die Nation daran gehindert ist, die Tätigkeit bes Staatschefs auszuüben. — (Scherl-Bilberbienst-M.)
Englischer Truppentransporter versenkt.
Neuyork, 13. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nach Mitteilung aus Neuyorker Marinekreisen wurde der britische Dampfer „Orford" (20 043 BRT.) durch feindliche Aktion versenkt. Der Dampfer, ber als Truppentransporter im Dienst stand, wurde 1928 erbaut. Er war in 0ft a f i en eingefetzt. Wie Associated Preß weiter meldet, ist auch der englische Küstenfrachter „San (Tarins* (2395 BRT.) versenkt worden.
Britischer Lnffterror gegen die holländischeZivilbevölkerung.
Amsterdam, 12. Febr. (DNB.) Wie von zu- ständiger Stelle mitgeteilt wurde, hat di« engllfche Luftwaffe in ber Nacht zum Dienstag zahlreiche Spreng- unb Brandbomben in verschiedenen Teilen bes Landes abgeworfen, wovon ein bedeutender Teil auf offenes Feld fiel. Bei ber Willkür, mit der bie Englänber ihre Bomben abwarfen, konnte es nicht Ausbleiben, daß Wohnhäuser in verschiedenen Orten getroffen wurden und daß Opfer unter der Zivilbevölkerung zu verzeichnen waren. Zahlreiche Wohn- und Gewächshäuser wurden beschädigt. Ferner wurde eine Schule vernichtet, Brandherde konnten'schnell gelöscht werden.
Neubau einer deutschen Schule in Kopenhagen.
Kopenhagen, 12. Febr. (Europapreß.) Nach Plänen des Erbauers des Reichssportfeldes, Prof. March, soll in Kopenhagen eine neue deutsche Schule erbaut werden, die das veraltete, zum größten Teil von dänischen Schulpflichtigen besuchte Institut ersetzen wird. Der Neubau wird auf das Modernste ausgestaltet und u. a. mit umfangreichen Sportanlagen unb einem großen Schwimmbecken versehen werden. Man sieht in Kopenhagen dem Schulneubau mit allgemeiner Spannung entgegen.
Neuer Generalstabschef der Noten Armee.
Moskau, 13. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die das Verordnungsblatt der Sorojetregierung befannt- gibt, ist der bisherige Oberbefehlshaber des Kiewer Mlitärbezirks, Armeegeneral G. K Schpkow, unter gleichzeittger Ernennung zum stellverttetendcn Volkskommissar ber Verteidigung, zum Chef bes Generalstabes der Roten Armee berufen worden. Der bisherige Generalstabschef, Armeegeneral K 2L Merezkow, der feit Mai 1940 die Leitung des Generafftabes der Roten Armee innehatte, bleibt stettoerttetender Volkskommissar der Verteidigung und wurde mit der Leitung des Truppenausbil- dungswefens betraut.
Geleitschutz auch für japanische Handelsschiffe, lot io, 12. Febr. (DNB.) Mi „Nitschi Nitschi' berichtet, ist dem japanischen Parlament ein Gesetzesentwurf vorgelegt worden, der den Schutz japanischer Handelsschiffe durch Kriegsschiffe für


