6reltag,12. Dezember Ml
!tr. 205 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)
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und — da, wie
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das Schlachtschiff „K i n
3 m 0 fl e n wurden dem Gegner bei der Abwehr
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Fuß zu fassen, und zwar bei Kuantan, das etwa ör((i, ^„griffe schwere Verluste zugesügt. »auf halber Strecke zwischen Kota Lahru und Singa- > cuftroaffe unterstützte die kämpfe des l
Die Luftwaffe uaterslühte die kämpfe des Heeres
pur liegt. Auch dort hätten die Engländer starre
(Nachdruck verboten.)
11. Fortsetzung.
gebraucht. kann und darf lachen, dann eolche '/.Ahne dürfen tlrh ruhen iaeeen I
Verlust um handelt, ein fi^e^ichfalls en mut-
Kaspar zusammen?"
Nein." Karla wußte nicht, was diese Frage be- zweckte und mußte lächeln Brachte man sie viel- leicht mil Onkel Kaspar in Verbindung, der in Vaters Alter stand? Das wäre unsagbar komilch „Zuerst waren wir zusammen. Dann zogen sich die Herren ins Rauchzimmer zurück und kamen erst wieder zum Vorschein, als das Abendbrot eingenommen werden solle."
Schwosterschiff des ,,, im Jahre 1939 vorn Stapel gelaufen, rnaßliche aber noch nicht bestätigte Versenkung von Domei gemeldet wurde. In London muß der Ver- lust einer weiteren großen Einheit der britischen Ostasienflotte bekannt geworden sein.) Das Kvm- mando über das Fernost-Geschwader übernimmt an Stelle des mit der „Prince of. Wales" unterge-
„Sie können demnach nicht bekunden, ob Herr Kaspar bis um acht Uhr dauernd im Hause geblieben ist?"
Japanische Landung auch im Güdieil der Insel Luzon.
Schanghai, 11. Deg. (DNB. Funkipruch.) In Singapur wird zugegeben, daß die englischen Trup- ven im Norden der Malaiischen Halbinsel Jturf- schlage erlitten hätten, die eine „Umorganiste- rung" notwendig machten. Auch im Zentrum der Halbinsel seien schwere Tanks ge landet worden. Am Mittwoch früh sei es zudem den Japanern gelungen, an einer weiteren Stelle
Nach einer United-Preß-Meldung aus ton ist der 1.18-^.'Botschafter in Vichy, Admiral William Lea Hy, abberusen worden.
Görings Schlußworte im Reichstag
Wehrmacht und Volk ein granitener Block.
Explosion inRaumS
Roman von H.C. Hansen
Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Cröbenxell b.MUndien
gangenen Admirals Sir Thom Philipps öis auf weiteres Sir Geoffrey L a y t o n.
USA.'Einladung
an die 21 amerikanischen Staaten.
Berlin, 11. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Washington gemeldet wird, hat die Regierung der Vereinigten Staaten in einer Note eine Konferenz der Außenminister der 21 amerikanischen Staaten beantragt. Die Konferenz soll in der ersten Januarwoche in Rio de Janeiro stattfinden.
General Cunningham abaeseht.
Stockholm, 11. Dez. (DNB.) Wie Reuter mitteilt, wurde der Oberkommandierende der britischen Streikkräfte im L i b y e n f e l d z u g , Sir Allen Eunningham, von General Auchinleck, dem Oberbefehlshaber im Mittleren Osten, seines Postens enthoben und durch Generalmajor N. h. Ritchie ersetzt. Eine weitere Reutermeldung besagt, daß sich Eunningham jetzt „infolge Ueberanstrengung auf Krankenurlaub befindet".
Oer Wehrmachtberichi.
DNv. Aus dem Führerhauptqnartler, ll.Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sieg fein wird. Ihre Führung und Ihre Soldaten I>aben den gewaltigsten Kampf ausgenommen, einen Kampf, den — das dürfen wir mit Stolz sagen — keine andere Wehrmacht der Welt hätte bestehen können.
Unbegrenzbar ist unser Vertrauen, glühend unser Dank und unerschütterlich unsere Treue. 'Wehrmacht und Volk sind ein granitener Block, auf dem Sie fest stehen können, mein Führer! Was auch immer Sie fordern: es wird erfüllt werden! Jedes Opfer, das sein muß, wird gebracht, bis der Sieg erreicht ist. Daß wir die Zuversicht dieses Sieges in uns tragen, genau wie Sie, mein Führer, daß jeder Einzelne Ihres Volkes siegesbewußt ist, das wissen Sie, stärker als je zuvor, und daß Sie, mein Führer, der Garant dieses Sieges sind, das haben wir Ihnen schon oft zujubeln dürfen. Und jetzt bleibt uns nur noch eines zu tun: Von der Allmacht zu erflehen: Gott segne unseren Füh- | rer, Gott schütze unseren Führer und unser Reich!"
vormiriag n uijr i , und diese Angaben l (Fortsetzung folgt.)
Kobelt protestierte energisch und erklärte aufge- Ibracht, daß er sich für seinen Teilhaber völlig ver- lbürgen könne. Diesmal fragte er auch unumwunden, tob Denn überhaupt die geringsten Beweise gegen ^dT Konunissar gab nur beschränkte Auskunft 'und kam dabei auf die Frage des Tllibt ju sprechen. Dieser Punkt löste neue Erregung be. dem iFabrikanten aus. „Meine Frau und meine Tochter fsind bei der Geburtstagsfeier gewesen. Sie brau- 'chen also nicht bis morgen zu warten, sondern Hönnen sich schon hier überzeugen, daß Herr Ka,par •am Abend des 11. Mai zu Hause gewesen ist-
Kammin überlegte nicht lange. „Ich mochte zu- machst Ihre Frau hören." ♦
Eine Minute darauf stand Frau Kobelt vor dem Kommissar und setzte sich in nervöser Ungewißheit Iber kommenden Dinge in einen Sessel, wobei sie Iden Beamten nicht aus den Augen ließ. ~
„Sie sind anläßlich des Geburtstages von Frau Kaspar am 11. Mai deren Gast gewesen, gnädige
„Ja", sagte sie und atmete erleichtert auf. Das twar ja eine ganz harmlose Angelegenheit.
'ungefähr um halb fünf Uhr nachmittags mit meiner Tochter hingekommen." . . '«.«
„Wissen Sie noch, welche Leute dort waren?
Sie gab erschöpfenden Bescheid und nannte genau Hie gleichen Namen, die auch der B-rhasleie °"> (Begeben hatte. Der Kommissar machte sich (sprechende Notizen und schien völlig unbew g. , „Um wieoiel Uhr kam Herr Kaspar nach Hauser „Das weiß ich einigermaßen genau. Ich L
Rückschläge erlitten und versuchten jetzt, wieder Herr der Lage zu werden. Zur Verstärkung der englischen Truppen in Singapur seien Soldaten ‘ , zugegeben wird, die englische Luft' waffe dort schwere Verluste erlitten hätte — auch Flieger au s Niederländisch-In dien ein-
Reichsmarschall Göring dankte dem Führer im Namen des Reichstags und im Namen des ganzen deutschen Volkes für seine Entscheidung. Ein Welt- krieg ist ausgebrochen im wahrsten Sinne des Wortes — so sagte er — ein Krieg zwischen zwei Welten: der Welt des Aufbaues und der Welt der Verwesung.
Mein, Führer! Wir kennen Ihre einzigartigen großen Gedanken sowohl für die Führung dieses Kampfes wie auch für die gewaltige Rüstung, die Sie für diesen Freiheitskampf geschaffen haben. Ich selber kenne vielleicht auch besser als jeder andere Ihre unvergleichlichen großen Sorgen. Ich kenne auch die in Ihrem Leben wohl schwerste Sorge, die Sie damals vor die Entscheidung stellte, der gewaltigsten Macht der Zerstörung entgegenzutreten, nicht nur, um Deutschland zu retten, sondern auch Europa vor dem Untergang zu bewahren. Ihr starkes Herz und Ihr Genie sind dieser Bedrohung entgegengetreten, und wir wissen, daß mit Ihnen auch der endgültige
Plötzlich riß der Schleier vor dem Vernehmungo- ziel. Sie begriff und strengte ihr Erinnerungsvermögen jetzt scharf an. „Wahrscheinlich doch. Herr Kaspar spielte mit zwei anderen Herren Skat, mit dem Diplomingenieur Wille und dem Arzt Doktor Tücher. Ich weiß das deshalb, weil ich einmal ins Rauchzimmer ging, um mir eine Zigarette zu holen Das war vielleicht eine Viertelstunde nach dem Weggang meiner Mutter. Später, als ble Herren sich wieder zu uns Damen gesellten, erzählte Doktor Tücher lachend, er habe es fertiggebracht, in knapp einer Stunde Spielzeit über 600 Points zu sammeln, während Herr Kaspar hemmungslos in den Keller geschlittert sei." Karla lächelte noch in der Erinnerung und fügte hinzu: „Wenn Sie den Zeitpunkt kennen, an dem Herr Kaspar gekommen beziehungsweise meine Mutter gegangen ist, und wenn Sie berechnen, daß sich Herr Kaspar ungefähr eine Viertelstunde bei seinen Gästen aufhielt, bevor er ins Rauchzimmer ging, können Sie sich ausrechnen, wie lange er dort gespielt hat. Von da an mar ich mit ihm in einem Zimmer, habe mich auch mit ihm unterhalten und war Zeuge seiner Erregung, als telephonisch die Nachricht von der Explosion kam, der Herr Wand zum Opfer gefallen ist."
Kammin überrechnete diese Angabe schnell. 17.45 Uhr war Kaspar zu Hause gewesen. Ungefähr um 18 Uhr hatte er sich zum Skatspiel hingesetzt und dieses um 19 Uhr beendet. Um 19.30 Uhr war der Anruf gekommen, der ihm das Unglück meldete. Wenn Karla Kobelt» Angaben stimmten, war Kaspar wirklich die ganze Zeit über zu Hause gewesen. Er schüttelte leise den Kops und sah sich unvermittelt einem weit schwierigeren Problem gegenübergestellt, als er bisher erwartet hatte. Er erhob sich und ging zur Tür. „Darf ich Sie bitten, gnädige Frau, und Sie, Fräulein Kobelt, morgen vormittag 11 Uhr auf dem Präsidium zu erscheinen
■ ■ ■ • — ' । zu Protokoll zu geben?"
konnte ich aus Huflubkeit nicht unterlassen.
eine Stunde nach meiner Ankunft bei Kaspars wollte ich gehen, wurde aber gedrängt, noch etwas zu bleiben. Als bann Herr Kaspar anlangte, benutzte ich die Gelegenheit der allgemeinen Be- grußung, um heimlich zu verschwinden Ich war Punkt sechs Uhr zu Hause. Unser Mädchen wun- berte sich, daß ich schon so früh zuruckkam, und nannte diese Zeit, als sie mir den Mantel abnahm. Weil es von der Wohnung der Familie Kaspar bis zu meiner ungefähr fünfzehn Minuten Fahrweg sind, muß ich also etwa um 17.45 Uhr dort weg- gegangen sein, zur gleichen Zeit, da Herr Kaspar o^Kommin verbarg seine Enttäuschung Gerade über das Wesentlichste des Abends wußte Frau Kobelt nichts. Er dankte ihr für die Bekundungen und bat, das junge Mädchen heremzurufen und selbst draußen zu warten, bis er sie rufen wurde.
Karla setzte ein unfdhbar hochmütiges Gesicht auf als sie in dem Sessel Platz nahm, den ihre Mutter innegehabt hatte. Ihr Mund wav schmal geworden, und die Augen gingen mit verletzender Nichtachtung über den Kommissar hinweg. Kammin merkte das sofort und witterte vpn vornherein Widerstand. Dergleichen hatte er nie geduldet, weil e9 einmal den Interessen seines Berufes und der strafenden Gerechtigkeit widersprach, und zum zwei, ten weil sein harter Wille sich an Schranken noch m DerTon der ersten Frage wurde darum weit schärfer als die bisherigen Erkundungen m diesem Hause. „Sie haben Ihre Frau Mutter am 11. Ma, 3u der Geburtstagsfeier von Frau Kaspar be- ^C*3a." Die Antwort kam wie aus der Pistole 9e'umemi.Diel Uhr sind SI. hln«ek°mm.n?"
Ilm halb fünf ungefähr. Sie beschloß, zwar 3u"aiuroorten. aber alle Feind,ettgketten in Kurze und Wort zu legen.
„Wie lange blieben Sie?
Bis gegen acht Uhr."
^Welche Gaste waren außer Ihnen da?
Tokio, 12. Dezember. (DRV. Funkspruch.) wie dos Kaiserliche Hauptquartier bekanntgibt, find Ein- helfen der japanischen Armee und Marine in engster Zusammenarbeit am Freitag in den frühesten Morgenstunden auch im südlichen Teil von Lu zon, der Hauptinsel der Philippinen, erfolgreich gelandet.
Die militärischen Objekte in der Nähe von Manila wurden, wie National Broodcastina Eom- pany nach einer Europapreßmelduna aus Lissabon mitteilt, erneut von der japanischen Luftwaffe bombardiert. Japanische Sturzkampfflugzeuge griffen Manila an und zerstörten eine beträchtliche Anzahl von Häusern. Der Luftalarm dauerte über 8 Stun den. Auf dem 25 Kilometer von Manila entfernten Flugplatz Nichols wurden Volltreffer erzielt. Die Flugzeughallen wurden in Brand geworfen. Der Flottenstützpunkt Cavite in der Nähe von Manila wurde auch schwer mitgenommen. Der Luftan griff dauerte mehrere Stunden. Zahlreiche Handels- schiffe, die sich in den Hafen geflüchtet hatten, mürben versenkt.
National Broadcasting gibt bekannt, daß es den Japanern gelungen sei, weitere Truppen bei Apar- ria am Nordostende Luzons zu landen. Zwischen Äigan und Apari sowie in der Nähe von Iiigue- gara seien heftige Kämpfe zwischen japanischen Landungstruppen und amerikanischem Militär im Gange. Die Stellung der Amerikaner werde besonders dadurch erschwert, baß große Bevölke- rungsteile den Japanern indirekte Hilfe leisten. So sei festgestellt worden, daß in einigen Städten und Dörfern den japanischen Flugzeugen, Truppen und Schissen durch Lichtsignale die günstigsten Angriffs- punkte angezeigt worden seien. 38 000 nordamerikanische und philippinische Truppen sind zur Verteidigung der Philippinen bereitgeftcUt. Den Oberbefehl hat General MacArthur. Die Philipp»' nen sind militärisch in drei Wehrbezirke,> in Nord- und Süd-Luzen sowie Mindanao eingeteilt.
Wachsende Besorgnis in Singapur.
Verstärkungen auö Niederländisch-Indien herangezogen.
gegen Engelland", „Deutsche Panzer in Afrika" und „Das Lied vom Feldzug im Osten".
6 Jahre Zuchthaus für eine Heldpostpäckchenräuberin.
Im November 1940 wurde die Elfriede Selferh bei der Reichspost in Fritzlar eingestellt, um im. Innendienst wie auch als Zustellerin beschäftigt zic werden. Sie begann bereits nach einer brelmona-» tigen Tätigkeit Päckchen, hie Wehrrnachtangehörigo an ihre Verwandten geschickt hatten, auszuplünderu. Dieses verbrecherische Treiben setzte sie fort, bis fiö Im August ertappt wurde. Als man in ihrer Wohnung eine Haussuchung vornahm, wurde ein regel« rechtes Lager von Gegenständen entdeckt, die sämtlich aus Feldpostpäckchen stammten. Dao Sondergericht verurteilte sie zu sechs Jahren Zuchthaus.
Der Gruß aus Belgrad.
Die Wellen des Belgrader Senders haben blj einschmeichelnde Volksmelodie: „L 11 i M a r I e e n längst in alle Lande hinausgetragen Ungezohltu Briese laufen Tag um lag beim Belgrader oeithor- ein. Sie kommen von allen Fronten und aus allen Ländern. Es schreiben junge Mädchen und alte! Mütterchen, und es schreiben die Frontsoldaten ebenso herzlich, mltgeriflen, begeistert und dmik« erfüllt wie die brauen Soldatenfrauen In der Hei« mol Es ist etwas Rührendes, Ergreifendes, Er. hebendes, etwas Wunderbares und Wundersame ans diesen Briesen bergn-zulesen: ein starkes, uu^ ichtbares Band, da-' sich non der Front zur Heimat knüpfte. Durchschnittlich kommen täglich 2000 solchen Grüße, manchmal schwillt die Brlesjlut sogar uns 4000 an
Das ist wohl das Sttzäiche und Einmalige out Sender Belgrad: Wan kannte bisher die Gruße von! der Heimat zur Front, die alle deutschen oenben übermittelten und die schließlich im sonntäglicheiK Wunschkonzert des Deutschlandst-nders ihre Vollendung und tiefste Sinngebung fanden, ober nun, konnte nicht die Grüße von der Firont (uir Heimat, mell es keinen Sender gab, der an der Front sieht. Belgrads Sender steht an der Front! Er wird van Frontsoldaten geleitet, seine Sprach» Ist die Sprache der Front, sein Wesen von Sol. baten geformte. Wie anders hätte es aifd) [ein können, als daß Soldaten das Lii«d für öolbateix fanden?
Die große Anzahl von Briesen und die damit verbundene Bitte um llebermlttlung von Grüßen non der Front und an die Front hat jetzt die Leitung des Senders veranlaßt, her bekannten Sendung des „Jungen Wachtposten" kurz vor dem zweiten Abendnachrichtendienst von 21.50—22 Uh'* eine weitere Sendung hinzuzufügen. Dee Sender Belgrad bringt täglich von 0.00 bis 1.00 Uhv die Sendung „S t u n b e des Jung e u W a dj < - p o ft e n", In der er versucht, den Hörerwünschen In bezug auf die Grußübermittlung gerecht zu mer^ den Demi man bdfontt, wievielt Btwft biltti Belgrader Sender einlaufen, bann wird man begreifen, welch einer umfassenden Organisation es bebai । und w-lche Müh ‘‘H' inbi(•Uuna flfot n muß, um In gedrängtem Rahmen einer Stunde alle diese Wünsche zu erfüllen, ohne bloß die Namen auszusagen, sondern für jeden irgendein persönliches, kaineradsd>aftliches Wort zu haben. Es ist keine Frage, daß auch diese Sendung bald zu den be- liedtesten gezählt werden kann, die wir In deutscher Sprache haben und daß fortan alle Freunde des „Jungen Belgrader Wachtposten" auch In her Zeit zwischen 24 und 1 Uhr um deu Laiitsprecher sitzen- und den Grüßen aus Belgrad lauschen. Front und Heimat aber danken dem toenber Belgrad, der mit fleißiger und liebevoller Hand das Band weiterknüpft, das alle verbindet, ble deutscher Zunge find.
Pnt/ Sixl.
Es folgte eine eintönige Aufzählung der Kammin bereits bekannten Namen.
„Wann haben Sie Herrn Kaspar zuerst ge- sehen?"
„Zwischen fünf und sechs Uhr."
„Wissen Sie das nicht genauer?"
„Nein. Bei Kaffeedeluchen pflege ich nicht ständig auf die Uhr zu fel)en.J
Kammin biß sich auf die Lippen. Er wußte'nicht, wie er sich verhalten sollte, und spürte mit einem Male das Gefühl aufkeimender Unsicherheit. Sie wuchs aus dem zarten Parfüm, aus der Nähe, ans d,n Augen und den Worten des jungen Mädchens hervor und begann ihn förmlich zu umnebeln. Mit einem gewaltsamen Inneren Ruck machte er sich davon frei und fragte mit leidenschaftsloser Stimme weiter.
„Haben Sie auch keinen Anhaltspunkt dafür? War es nach Beendigung der Kaffeetafel, vor dem Abendbrot ober bei sonst einer Gelegenheit?"
Zum erstenmal feit ihrem Eintreten in das Zimmer war die Antwort freundlicher. Karla Kobelt spürte, daß sie gesiegt hatte. Mit einem leichten Neigen des Kopfes antwortete sie zuerst und ergänzte die stumme Mitteilung freundlich.
„Meine Mutter benutzte die Ankunft von Herrn Kaspar, um nach House zu fahren. Ich blieb, weil meine Mutter es wünschte."
„Danke", murmelte Kaspar. „Das gibt mir genügend Anhaltspunkte. Sie sind bann noch bis gegen acht Uhr geblieben. Waren Sie in der Zett- spanne zwischen dem Aufbruch Ihrer Frau Mutter der mit Herrn Kaspars Ankunft zusammenfiel und dem Ende Ihres Besuches dauernd mit Herrn
getroffen.
Aerlust eines weiteren englischen Gchlachtsch'ffes?
Stockholm, N. Dez. (D'Ji'8.) Die „Timea" schreibt: „Es liegen noch keine Einzelheiten vor, und man weiß hier nur, daß ein neues Schlachtschiff durch Luftangriffe versenkt worden ist." — (Es ist anzunehmen, daß es sich bei dem von der
angeführten neuen Schiff« 1 i n g (B e o r g V.
„Prince of Wales'
durch erfolgreiche Angriffe auf feindliche Kolonnen, Zanzeranfaminlungen, befestigte Stellungen und rückwärtige Verbindungen.
3n )lordafrika fanden gestern keine größeren Kampfhandlungen statt. Deutsche Kampsslugzeuge zersprengten Panzer- und krastsahrzengansaminlun- gen. Vor der nordasrikanischen Küste wurden ein britischer Kreuzer und ein Zerstörer durch deutsche und italienische Flugzeuge angegriffen und schwer beschädigt.
Hauptmann Münchenberg errang seinen t>0. custsieg.
Meine politische Ttochrtchten.
Wie der italienische Wehrmachtln-richt meldet, dauerte der feindliche Druck an der Sollum-Front an. Im Süden und Südwesten von Tobruk kam es zu örtlichen Kämpfen, in deren Verlauf die Division „Trento" 25 feindliche Panzerwagen und viele andere Kraftfahrzeuge zerstörte. Deuisch-italienische Sturzkampfbomberverbände griffen die Hasenan lagen von Tobruk sowie Ansammlungen feindlicher Truppen und Kampfmittel im Gebiet von To- bruf an.
In Lissabon hat der noi-damerikonische Konsul die Staatsbürger der Vereinigten Staaten In Por. nigal aufgefordert, so schnell wie möglich in Ihre Heimat zurückzukehren. Ein im Hasen Lissabon liegender nordamerikanischer Dampfer soll diese USA.« Staatsbürger an Bord nehmen.
Das nordamerikanlfche Krieasdeportement gab bekannt, daß das Transpazifik-Kabel nach Hongkong von den Japanern durchschnitten worden ist. Es handelt sich um das einzige Kabel, das die Vereinigten Staaten mit Hongkong verbindet.
In Buenos Aires nahin das Stadtparlament den ?inii m, im. nwmich die öffentlichen Gebäude sowie das Elektrizitätswerk, die Telephon-, Verkehrs- und Postzentralen Luftschutzanlagen erhalten sollen.
Der britische Botschafter in der Türkei, Sir Hugh Montgomery K n u d t ch b u l l - Hugessen, hat Mittwochnacht mt dem Taurus-Expreß die ttirki'sche Hauptstadt in Richtung Syrien verlassen, lieber Zweck und Ziel seiner Reise roHöben feine Einzel- Helten mitgeteilt.
König Michael von Rumänien und die Königinmutter, die vor kurzem in Florenz eingetroffen waren, haben Rom besucht.
Au« aller Wett.
Norbert Schultze.
Im Rohmen der sonntäglichen Sendereihe, in der der Großdeutsche Rundfunk seine Hörer jeweils zu einem Besuch bei Unterhaltungomusik-Kompcmisten einlädt, wird dos Mikrophon am 14.12.41 ouch Norbert Schultze, dem Komponisten des Lle- des „Litt Marleen" einen Besuch abltatten. Soeben ist ein neues Lied dieses Komponisten erschienen: „Lieber Hein, auf das Wiedersehen kommt'- an!" Nachdem Norbert Schultze seine Studien an der Hochschule für Musik in Köln beendet und praktische Erfahrungen als Korrepetitor am Kölner Opernhaus, als Opernkapellmeister in Heidelberg und Darmstadt, als Hauskomponist der „Vier Nachrichter" und als Aufnahmeleiter der Telefunken- Platten gesammelt hatte, erhielt er 1033 den Auftrag vom Reichssender Frankfurt, den „Struwelpeter" zu vertonen. Aus dieser Anregung wurde das Tanzsplel „Struwelpeter" in Orchesterfassung, dessen Uraufführung Weihnachten 1937 in Ham- bürg stattfand. Weihnachten 1936 war seine Oper „Schwarzer Peter" von der Staatsoper Hamburg urauf geführt worden. Ein weiteres Tanzspiel „Maria im Walde" wurde mit den Wiener Sänger- fnaben Weihnachten 1940 an der Wiener Staats- oper aufgeführt. Seit 1938 arbeitet Norbert Schultze auch für den Tonfilm. Die bisher wichtigste Arbeit auf diesem Gebiet ist die Musik zu „Feuertaufe". Die Filmmusik enthält auch das Kampflied gegen England „Bomben auf England". Im Austraa des Rundfunks entstanden auch die Lieder „Wir fliegen


