Theater der Universitätsstadt Gießen
H5®. Auf der monatlichen Arbeitstagung der (luamtsleiter und Kreisleiter behandelte Gauleiter
® Dh vrj Reichsstatthalter Sprenger aktuelle, Volks- 'N Mrende Fragen und Aufgabenstellungen der Par- yUi }ei Im besonderen befaßte er sich hierbei mit der yiE, 5!>rsoraungslage des Gaues und gab, unter bi» H^ücksichngung ihrer durch natnrbedingte Schwie» r feiten gesetzten Begrenzung, A n we i s u n g e n c? , jr ihre Sickerung. Die Partei Hobe im Ein-
Appelle der alten Soldaten
sächlich in finanziellen Schwierig,An-' W .Uhr verlassen haben. Diese Avssage ist scheinend gibt es nerWtebenefflrÜT^ dasu^B« Sie da- behaupten? Ich
(Nachdruck verboten.)
Lf. Fortsetzung.
grüßt, sich unter irgendeinem
Wand sei durch eine schwere Explosion völlig ver
tierte einen neuen Teil des Protokolls.
f ine Vorgesetzten pflogen.
(Fortsetzung folgt )
Earl Willy -ahn hat einfache, für Kinderohren vertraute Melodien zur musikalischen Begleitung verwendet. Herr Löffler hat die Bühnenbilder entworfen, welche im Weihnachtsmärchen von jeher eine wichtige Rolle spielen: er versteht sich darauf; am schönsten war die wahrhaftig märchenhaft mit Würsten und Speckseiten bestückte Küche gelungen, wo sich auch die entscheidenden Szenen vollziehen. (Die böse Fee Hilde Kneip saß in der Speise- kammer, zu der kein Mensch den Schlüssel sinken konnte.) Herr V o l ck, nach altem Brauch, hatte das Ganze mit lieb-evoller Sorgfalt vorbereitet und ein- tudiert; erschien auch als Weihnachtsmann persön- ich vor dem Vorhang, erzählte, was zu wissen nötig war, und wußte über den Lebenswandel verschiedener Kinder verdächtig gut Bescheid. Die Kinder hörten es aber gerne und antworteten mit stürmischer Zustimmung. Herr D o l p e r t hatte die Tanzgruppe mobil gemacht, und es gab als lustiae Einlagen einen von Lehrer Seiß dirigierten hessischen Sckulkindertanz und einen Reigen der Küchenbuben. Käte Jaenicke war ein liebliches, blondes und munteres Dornröschen wie aus dem Märchenbuche, Herr Schmidt ein stattlicher Prinz, Ines Rassl und Herr Roux das besorgte königliche Elternpaar, leutselig durch die Küche wandelnd. Als kecker Küchenjunge präsentierte sichVaieska La n ge, (kditho Thomas war ein wunderbar einfältiges Küchenmädchen, und Günter Ei nbrodt der fteche, klein« Friß. Die dankbarste Rolle in diesem Märchen hat jedoch überraschenderweise der Koch, der feiste, großartig volkstümliche Küchenmeister Herr Heck, der mit einheimischem Dialekt und vielen drolligen Gebärden Groß und Klein zum Lachen brachte; es war sehr komisch. Zum guten Schluß wurde unterm Ebri-stbaum mit dem gemeinsamen Gesang „0 du fröhliche" Verlobung gefeiert, und wenn sie nicht aestorben sind, dann leben sie nach heute. — Die Kleinen klatschten begeistert Beifall und gingen befriedigt heim.
Minuten fyater war. Mehr auf keinen Fall.
„Sie bleiben also bei dieser Behauptung?
„Natürlich." Kaspar schwankte zwischen Aerger und Belustigung. ,Zch kann es auch nachweisen.
„Wie wollen Sie das?"
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„Das wäre die Frage Ihrer Zeitangaben. Nun etwas anderes. Welche Beziehungen^ bestehen zwi- schen Ihnen und Fräulein Barkow?"
„Meinen Sie meine Sekretärin?" Diesmal öu» 1 Kaspar noch mehr verblüfft als bei den ersten
^Die scharfe Entgegnung ließ Kaspar ruhig n>er* , _1 ’ ; 1. ____k __mihner, nm nie*
secks Uhr war Kaspar erneut in \ --- ....
getroffen. Es war also möglich, daß er ungefähr
15 Minuten vor sechs die Gäste seiner Frau be-
Kom^sars ' Sie haben in dem Prozeß gegen den Werkmeister Erich Möller eine falsche Aussage ge°
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,®as stabe ich?" Kaspar ritz die Augen auf.
.Sie staben unter Eid bekundet, baft Sie am
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den besten Ruf. Aber mir kam es
V merkwürdig vor, als ich feststellte, daß er
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im a- arm e, länif^ ezei^ 8-fA antj,. 1939,'B “U ü .bedrch ! töt k
Mangellagen mrden gemeinsam ertragen
Der Gauleiter »uf einer Dienstbesprechung der Partei.
stört worden"
„Sie behaupten demnach, daß Sie entweder um ' ___— « f t ______ .ima Ui i 11 71 I
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Die Zinsen zahlt er pünktlich. Don einer Seite erfuhr ich, daß er mit einer Bürgschaft für einen Jugendfreund hereingefallen ist, und von anderer Seite wurde ich darauf aufmerksam gemacht, daß Ka par unsinnig viel Geld für altes Porzellan ausgibt Sammlerdrang. Immerhin ist fein Vermögen viel höher als die Schuldsumme. Sem Anteil an der Fabrik übersteigt den Betrag bei der Bank um ein Vielfaches. Nur halten seine laufenden Em- nahmen mit den Ausgaben Nicht Schritt
„Ein Motiv wäre also vorhanden , stellte Doktor
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I Das war gegen halb acht Uhr. Wir waren gerade
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Tagesstuicken! M , v , m
Irrläufer bringen nicht nur den Reisenden in Der- legenheit, sie bringen auch der Deutschen Reichsbahn unnötige Mehrarbeit. Deshalb beim Packen des Kof- ferts alle alten Beklebungen entfernen, die vor- schriftsmäßigen Anhänger mit deutlicher Handschrift ausfüllen und sicher am Gepäckstück befestigen! In jedes Gepäckstück einen Zettel mit der vollständigen Anschrift des Absenders einlegen oder noch besser einkleben. „ . .... ,
Reiseaepack sicher vervacken! Koffer gut schließen und prüfen, ob die Schlößer nicht aufspringen! Stark vollgepockte Koffer nötigenfalls noch ver- schnüren! ., . . . ,
Diejenigen Gebrauchsgegenstände, die sofort nach der Ankunft benötigt werden, möglichst m einem Handgepäckstück bei sich führen? Bei großem Andrang an der Gepäckausgabe das aufgegebene Ge- väck erst später abholen! Tagelanges Zögern mit der Abholung ist jedoch zu vermeiden, meU per Lagerraum der Geväckabfertigung für neue Gepäck- stücke benötigt wird. _ ,_f.
Jeher Reisende, der sich an diese Ratschlage halt, entlastet nickt nur die Deutsche Reichsbahn, er er- spart auck sich selbst Unbeguemlichkeiten und Aerger.
Mr ein Derkaufssonniag.
Wie der Reichsstatthalter in Hessen — ßmAes* reajerung — bekanntmacht, wird für den Berkaus vor Weihnachten 1P41 nur ein Sonntag, 14. 3) e • zember, treiaeaeben Mit Ausnahme der Lebens- und Genußmittelgeschofte und der Konlenhanv- lnnaen d-aben alle Geschäft« an dielem Tage mre Verkaufsstellen von 13 bis 17 Uhr offen zu halten. Den Geiolgschaftsmitgliedern, die an dem freige- nebenan Sonntag beschäftiat werden müssen, ist als Ausgleich eine entsprechende Freizeit zu gewahren.
unsere Verwundeten.
In der verflosienen Woche fand in zwei La za- retten durch Singgruppen des BDM unter Leitung der Führerinnen Standfuß und Faber em vorweihnachtliches Singen statt^Am gestrigen^Sonn- tag erfreute der Sing- und Musikkreis der NS- Frauenschaft unter der Stabführung von Frau Lem Kasten in einem Lazarett mit dem Vortrag von vorweihnachtlichen Liedern. -"Durch Bermittttlng der Kreisfrauenschaftsleiterm W r e d e überbrachten die Ortsftauenschaften von Bersrod, Beuern Göbelnrod, Saasen und Winnerod eine reichliche Kuchenspende für die hiesigen Lazarette, die dankbar an genommen wurde.
Explosion inRaumS
Roman von H.C. Hansen
«pyrlght by Prometheut-VeHei Dr.Eld»ad«r, Cr6b<nxdl b.M6n*en
decken könne. Aber Kammins Züge waren völlig unbeweglich. Michel jedoch hielt den Atem an. Ihm kam diese Geschichte mehr als settfam vor. Wer loa hier eigentlich? Schon neigte er dazu, Kaspar für unschuldig zu halten.
Mitten in seine Ueberlegungen hinein begann der Kommissar mit dem Diktat des Protokolls. Er ließ sich jedesmal von Kaspar die Formulierung eines Satzes bestättgen, bevor dieser niedergeschrie-
jönig Leopold III. bat wieder qeheiratet Brüssel, 8. Dez. (Europapreß.) Am Sonntag nirbe in den belgischen Kirchen ein vom Kardinal- -LMchos von Mecheln unterzeichneter Hirtenbrief
Briefen, in dem verkündet wird, daß König Leo- pld III. die Ehe mit Fräulein Mary Lilian B aeis «Ilzogen hat. Die Gemahlin des Königs ist die dichter des früheren Ministers Hendrik Baels. Die Die wurde bereits am 11. September in aller Sttlle h der Kapelle des Schlosses Laeken geschlossen, wo sh der König als deutscher Kriegsgefangener be- Met. In dem Hirtenbrief wird der belgischen [ sfentlichkeit bekanntgegeben, daß diese Heirat Siniq Leopolds ausschließlich fein Privatleben be- tl s t.und keine öffentlich-rechtlichen Folgen hat. Die httin des Königs, die den Titel einer Prinzessin tun Rethy führen wird, hat ausdruckttch auf den i Yang der Königin verzichtet und erklärt, daß die eltl. Nachkommenschaft aus dieser Ehe keine Anrechte cif den Thron haben soll.
Kleine politische Nachrichten.
Britische Flugzeuge bo-mbardierten in der Nacht um 6.12. Neape l. Es sind sieben Tote und un- cüähr 40 Verletzte zu beklagen. Es wurde be- tächtlicher Schaden an nichtmilitärischen Gebäuden r gerichtet. Verschiedene Brände wurden sofort gelacht. Nachtjäger haben ein Flugzeug abgeschosfen.
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Der Duce empfing kürzlich den Großmufti Ion Jerusalem Sayed Amm el Hussem. Im i Erlauf der herzlichen Unterredung wurden bejon- i !us die Zukunft der arabischen Länder des Nahen ; ! tens betreffende Fragen behandelt. ________
^°Tja^ein Motiv Der Teufel hole solche Mottve! Wie kann ein Mensch deshalb einen Mord be- gehen?" Der Ausbruch war heftig und kurz. Theo Kcnnmin entwickelte manchmal mehr Temperament, als man seiner Figur zu trau en konnte.
fassen Sie Kaspar hierheicknngen! befahl Der Kriminaldirektor Michel.
Minuten später stand Kaspar m dem yimmer. Michel chob ihm einen Stuhl hm, den per Der- haftet« aber verschmähte. Anscheinend hatte er m den Stunden seines Aufenthaltes in der Zelle eine Menae Zorn angesammelt.
Ich muh doch sehr darum bitten, endlich zu erfahren, warum^ich eigentlich verhaftet bin. Ich ftnde °°„Spa?°^ Sie sich Ihre Erregung" Kammin machte eine wuchtige Bewegung nut der Hand. „&e erhalten fofort Auskunft. Wir nerhaften memand. wenn nicht ausreichende Gründe Dafür vorhanden
Pcteldigungsminister Traynor: „Wenn das Sälimmste eintreten sollte, werden unsere Derteidi- fiutgriruppen und Organisationen ihre Pflicht er- fiien und für Irland kämpfen. Wir müßen Lf das Schlimmste gefaßt fein, wir miffen uns in den Dienst der Nation stellen."
Weihnachtsmärchen: »Dornröschen^.
Die große Schwierigkeit jedes Weihnacktsmärchen. jpieles für Kinder auf dem Theater besteht — so- fern es sich nicht um freit dichterische Neuschöpfungen handelt — darin, das in altüberlieferter, gültiger Sprachform Bekannte, immer wieder Gehörte und Gelesene in lebendige Bilder und bewegte Handlung umzusetzen; die Probe Darauf, wieweit dies gelungen ist, wird immer und unfehlbar vor Dem mit Kindern besetzten Parkett abgelegt: wenn sie unruhig sind, husten und schwatzen, ist es verfehlt; wenn sie den Atem anhalten oder selber mitzuspie- len anfangen, rst es gelungen. Das Märchenspiel „Dornröschen" in Drei Bildern von Robert B u r f • ner hat sich nicht auf Den von vornherein aus- idjtsloftn Wettstreit mit Den Brüdern Grimm ein- gelassen, sondern sich Darauf beschränkt, einige we- entliche Augenblicke des Märchens sichtbar zu machen — Denn es ist zu bedenken, daß Kinder bis zu einem bestimmten Alter weit mehr mit Dem Auge als mit dem Ohr aufnehmen — die Vor- geschichte und die notwendigen Zusammenhänge zu erzählen und im übrigen mit Ständchen, Tänzchen und allerlei Spaß, der Die Kleinen zum Lacken bringt, zwei Stunden kurzweilig vergehen zu lassen.
.Kriminalpolizei. Sie sind verhaftet, Herr Kaspar „Verhaftet?" Ungläubiges Staunen spiegelte sich ciif dem Gesicht des Faorikanten wider. „Das i|t »ich sicher ein Irrtum " , , t . -
„Nein. Der Verhaftungsbefehl lautet auf Den Waten des Fabrikbesitzers und Ingenieurs Martin fafpar. Bitte, nehmen Sie Ihren Hut und kommen C*ie ohne Aufsehen mit."
„Aber warum Denn? Ich habe doch nichts ...
„Wir können Ihnen keine Auskunft über Die
(rrünbe geben." „ .. Qf, fn
Kaspar hatte sich gefaßt. Er zuckte Die Achseln, t rschlotz seinen Schreibtisch, klingelte Die Sekre- tn-in herein und erklärte ihr, er müsse gehen. Sie elhalte noch Bescheid, wann er wieder zuruckkomme. lann folgte er Öen decken Beamten und gmg zwi- fw?n ihnen durch Das Haus, über Den Hof und an dir Pförtnerloge vorbei, ohne daß lemand ahnte,
Artillenstenkameradsckasti1S9SGießen
Zum letzten diesjährigen Monatsappell der Artilleristenkameradschaft 1895 Gießen hatten sich am Samstagabend viele Kameraden im Kameradschafts- Heim „Hessischer Hof" versammelt. Kameradschafts, fübrer Müller erinnerte in seiner Eröffnungsansprache zunächst an Den „Tag Der Barbara", Der Schutzpatronin Der Artillerie, und wies in diesem Zusammenhang auf Die hervorragenden Leistungen der deutschen Artillerie im Kriege 1914/18 und in dem jetzigen Ringen an allen Fronten hin. Er gab dabei der Dankbarkeit der Heimat für Die unvergleichlichen Siege und Waffentaten unserer Wehrmacht Ausdruck und begründete hiermit Die starke Verpflichtung aller Deutschen in der Heimat zu jeder Zeit und an jedem Platze mit aller Kraft rnitzu- arbeiten für Den vollen Sieg unserer Waffen. So- bann gedachte er mit dankbarer Erinnerung Der beiden großen Toten unserer Luftwaffe, des Gene- ralobersten Übet und des Obersten Molders,
fir ihre Sickerung. Die Partei habe im Gin- L auf diesem Aufgabengebiet mit ihren Maßnah. i JtBi stets dafür zu sorgen, daß eintretende Mangel- U.en niemals von einigen wenigen ausgenutzt, ; ö-bern daß sie durch gleichmäßige Be- i je [tu n fl jedes einzelnen gemeinsam ertragen Pro en und sich somit gerecht auswirken. Das Der- tzindnis aller, die sich zum Gesetz Der Dolksgemein- Eaft bekennen, werde Dabei auf Seiten Der Partei En. Die Dienfkbespreckung schloß mit Referaten
kom. Leiters des Amtes für Volksgesundheit, Zöckler, über die gesundheitsführenden Auf- mben des deutschen Arztes und Des Leiters Des Affenpolitischen Amtes, Gauamtsleiter Dr. Kranz, Ü!»r rasten- unD bevölkerungspolitische Fragen Des
vus oorgefaUen war. ,vn., , .
Die folgenden Stunden durchlebte M'ch-< 'n emer Agenden Unruhe. Er ließ sich mittags Esiegauf I in Zimmer holen, las Akten und Zeitungen, r achte nervSs und ftuchte heimltch, dah es nicht chäglich war, den Kommissar herbeizuschassen. Die k»chmittagsstunden vergingen trage und langsam. Cift kurz nach fünf Uhr wurde er endlich erlo(t Jnmmin war zurückgekommen und hott« aus se kchrechtisch den Zettel gesunden, den Doktor Ball ihm hatte hinlegen lassen.
Minuten später waren die ^meil
r*n. Sie saßen im Zimmer Des Kommisiars, wen b» Vernehmung hier stattfinden sollte. M. cke envartungsvoll Den Deckel der Schreibmafch . . t •
cril er Das Protokoll zu schreiben hatte; Er spann e ^be id)?« Kaspar riß Die Augen auf.
dze Bogen ein unD lauschte desi Erörterungen, ' 6je h^n unter EiD bekunDet, Daß Sie am '' .c «unjqcptui FH“»-’ . , Ner Mann elften Mai Dieses Jahres, dein Tage Der Explosion
„Tolles Ding", stellte Kammin fest. „Der Mann i Werkstatt von Herrn Wand, btt Der dieser Den besten Ruf. Abermir kam, es heute ^fchon no ^en gekommen ist, Ihre Fabrik um halb
die durch ihre ruhmreichen Taten für Führer, Volk und Vaterland unsterblich in Die deutsche Geschichte eingegangen sind und besonders unserer Jugend allezeit leuchtende Beispiele des deutschen Soldaten- tttms sein werden; in dieses Gedenken wurde auch Die Erinnerung an alle für Deutschland gebliebenen Kämpfer eingeschlosten. Sodann gab der Kamerad» schaftsfiihrer Anordnungen der Reichskriegerführuna bekannt, ferner machte er davon Mitteilung, daß an die im Felde stehenden Angehörigen der Käme- radschaft und an Die unter den Waffen stehenden (Snhno nnrt Kameraden eine große Anzahl Feldpost»
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Morgenfeier: Oer unbekannte Mozart.
Die gestrige Morgenfeier war, zum 150. Todes» tage. Dem unbekannten Mozart gewidmet. Im Mittelpunkt stand die Festansprache von Professor Dr. Rudolf Gerber, Direktor des Musikhistorischen Instituts Der Universität. Professor Gerber gab in klarem, sehr übersichllich gegliedertem Ausbau em ausgezeichnetes, lebendiges und vertieftes Bud des Menschen und des musikalischen Genius Mozart, der von Der Nachwelt noch vielfach falsch oder einseitig gesehen wird. Dem meteorhast glanzvollen Aufstiege des Salzburger Wunderkindes stellte Der Vortragende den tragischen Ausklang eines kampf- erfüllten Lebens von kaum dreieinhalb Jahrzehnten gegenüber. (Noch heute ist die letzte Ruhestätte Mozarts, der im Massengrab beerdigt wurde, nicht mit Sicherheit festgestellt.) Irrationale Mächte regierten Anfang und Ende seines irdischen Wandels. Nach den Reifejahren der Kindheit und Jugend, die von Triumph zu Triumph führten, begann um 1780 fern Dasein sich zu verdunkeln im unaufhörlichen Ringen um menschliche Würde und nackte Existenz. Unter bitteren Schmerzen erzwang sich Mozart die Unabhängigkeit vom Salzburger Erzbischof. Gerade auf der Höhe feines Schaffens begannen Die Fundamente feines äußeren Lebens zu wanken. Dennoch sind die Schöpfungen diefer Zeit von unbegreiflicher Heiterkeit und Tranfzendenz. Leben und Derk sind als Einheit bei Mozart nicht 3u trennen. Professor (Berber betonte gegenüber der noch immer verbreiteten Auffassung des apollinischen, ewig heiteren Götterlieblings und feiner problemlos-spielerifchen Kunst die metaphysische Tiefe in Mozarts Weri, die meist unterschätzt wird. Gerade des Erlebnis des Todes hat ihn früh fchöpferifch bewegt; schon ftüh regt sich auch das persönliche ßebensge» fühl Durch die Erschütterungen seiner Sturm-und- Drang-Zeit C^Domeneo", Mannheim, Paris) gelangt er zur höchsten klassischen Reife. Professor (Berber schilderte Mozart als einen der genialsten Dramattker aller Zeiten, in dessen Gestaltungen sich Ernstes und Heiteres, menschliche und schönheitttche Elemente zur schlackenlosen Einheit verschmolzen, Mozart den Deutschen, der über die glatte Form und die pseudotragische Typisierung Der Italiener weit hinauswuchs, wie an einer so knappen wie überzeugenden Deutung der großen Opemwerke dorgelegt wurde. Wir müßen uns davon frei machen, in Mozarts Musik nur die schöne Melodie zu erleben; sie ist in ihrer Beseelung und Dergeistt» gung heute, nach 150 Jahren, lebendig wie je und wird es immer bleiben — unauslöschlich und unvergänglich.
Prof. Gerbers Darlegungen wurden vorzüg- lick illustriert durch Den schön profilierten, geholt- vollen und ausgearbeiteten Vortrag verhältnismäßig selten gespielter Werke. Wir hörten das c-moll-Quintett für zwei Violinen, zwei Stolen und Violoncell (K. D. 406) aus Den Jahren 1782 bis 1786 und das Adagio aus dem g-moll-Qmntett i (K. V. 516) von 1787. Es spielten Die Herren Ker- i zisnik, Einbrodt, Gaubatz, Murrle i und Schneider vom Städtischen Orchester. Die > erfreulich zahlreiche Moraenfeiergemeind« dankte [ mit lebhaftem Beifall für Die ausgezeichnet bargebotene Dortragsfolge. Hans Thynot.
„oie oujuupun v..» — ----- lieber diese Frage entspann sich noch ein kurzes
17.45 ober 17.50 nach Hause kamen und bis 19.30 $in urrl> Her. Kammin versuchte noch einige Kniffe, Uhr Ihre Wohnung nickt verlassen hoben? um Kaspars Aussage zu erschüttern mußte cwer
^Jawohl. Zeugen Dafür stehen in ausreichender balb einsehen, daß Dies zu nichts führe, und Dir- Menge zur Verfügung." Das klang ein wemg hohn- - - - ~
voll. Kaspar prüfte Das Gesicht des Komnnsiars daraufhin nach, ob er Zeichen Der Verlegenheit ent-1
wüschen Empires.
©aef Ritterkreuz.
B c r I i n, 6. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Ksehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag Oberbefehlshabers des Heeres Das Ritter- fieuz an: Generalleutnant M a 11enklo11, Dinmondeur einer Infanterie-Division; General- ntjor Wandel, Kommandeur einer Infanterie» Hoision; Hauptmann En gb recht, Bataillons- Mmanbeur in einem Infanterie-Regiment; Haupt- n nn Ewert, Dataillonskommandeur in einem ^anterie-Regiment; Oberleutnant Gruen er, ijtinpanieführer in einem Panzer-Regiment, und Ctierleutnant Adam, Batteriechef in einer Sturm- gichützabteilung; ferner an: Oberstleutnant Pfei- fit, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; ß-erftkutnant Fall ey, Kommandeur eines In» fciterie-Regiments. Oberstleutnant Dr. Mauß, !kriaillonskommandeur in einem Schützen-Regiment; Djor Weber, Bataillonskommandeur in einem 5 fanterie-fRegiment, und Oberleutnant Book, K mpanieführer in einem Infanterie-Regiment.
„Der 11. Mai ist Der Geburtstag meiner Frau. Wir hatten Gäste. Don Der Fabrik bis zu meinem Hause fahre ich mit dem Wogen Durchschnittlich i fünfzehn Minuten .Ich muß also um 17.45 ober ^ra^€n ,
17.50 zu Hause angekommen fein. Unser Besuch Sekretärin, Fräulein Aenne Barkow,
saß noch am Kasfeettsch. Minuten nach mir traf in < „Beziehungen ist bestimmt ein falsches Wort. Sie meiner Wohnung auch Der BruDer meiner Frau, । eine meiner Angestellten."
Rechtsanwalt Dr. Sober, ein. Der mit Dem Zuge । ^ehen Sie zu ihr nicht in einem vertrauteren aus Bremen gekommen ist. bin also durchaus! Verhältnis, als es gemeinhin zwischen Chef und in Der Lage, nachzuweisen. Daß meine Aussage vor Sekretärin besteht?"
Gericht sttmmt." I mein 3* muß Doch sehr bitten." Kaspar wurde
„Wie tarnen Sie Denn bozu, Fräulein Barkow te «einer «trau oe- in Ihrem Wagen Durch Die Stadt zu fahren? 3m grüßt, |tct) un„r ,rgenueu.e... Soraanb zurückg-. attgemeinen tialten Gte doch zt-müch-n Abst°nd von emetH bi.” Fohr« »um W-rk angetan Ra,par5 rnurdr
hotte „Acy, £»5 wiyen 01er nuipis
Wieviele Minuten sind Sie Denn bei Ihren schrof und rauh „Em einziges Mal ist Fraulrin Gälten aeblieben?" ! Barkow in meinem Wagen gewesen. Nach der
9 Bis Ich Die Nockricht von Dem Unglück erhielt. Verhandlung gegen unseren Werkmeister Moller, ' ’ - - " " ---------*• hen ich von vornherein für unschuldig geholten
habe, obwohl Die hohe Polizei Das absolut nicht glauben wollte, erwartete mich Dringende arbeit in meinem Büro. Ich Hobe Fräulein Barkow mu- genommen, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren und meine Post schnell diktieren zu können.
Aus der Stadt Gießen.
Ratschläge der Reichsbahn.
Wer in diesen Wochen eine Reise antreten will, muh zunächst gewissenhaft prüfen, ob Diese Reise unbedingt notwendig ist und nicht durch Briefe oder Ferngespräche erspart werden kann. Wer unbedingt reisen muß, beachte folgende Ratschläge: Fahrkarten rechtzeitig lösen. D-Züge nur für weite Reisen benutzen. Ueberlaftete Zuge vermeiden. Die hierauf bezüglichen Hinweise Der Auskunftsstellen beachten. Den Reichsbahnbeamten alle entbehrlichen Fragen ersparen, daher die Aushänge und Schilber beachten. Im Zuge Die Gänge nicht mit Gepäck versperren. Zum ungehinberten Aus- und Einsteigen Die Türen der Wagen frei halten. Das Nachlösen von Fahrkarten vermeiden. Niemand darf eigenmächtig in Der höheren Wagenklasse Platz nehmen.
Wie Die Zahl Der Reisen eingeschränkt werden muß, so muh auch Der Gepäckverkehr möglichst entlastet werden. Jeder Reisende kann hierzu beitragen, wenn er versucht, mit dem Handgepäck auszukommen, das er im Gepäcknetz über feinem Sitzplatze unterbringen kann.
Für das Reisegepäck, das bei Der Gepäckabfertigung aufgegeben werden muß, werden Die folgenden Hinweise zur Beachtung empfohlen:
Als Reisegepäck werden nur Gegenstände zugelassen, die zum Gebrauch des Reisenden bestimmt und in Reisekoffern, Reisekörben, Reisetaschen, Reisesäcken, Rucksäcker, oder Hutschachteln, handlichen Kisten oder dergleichen verpackt sind. Gegenstände, Die in handliche Kisten ober auf ähnliche Weise verpackt finb, werben als Reisegepäck nur bis zum Einzelgewicht von 50 kg angenommen.
Kleine Koffer und dergleichen, die bequem als Handgepäck mitgeführt werden können, sollten heute nicht als Reisegepäck aufgeliefert werden.
Kurz vor Abgang des Zuges ist jede GepackabferN- gung besonders überlastet. Reisegepäck deshalb immer rechtzeitig vorher aufliefern, am besten schon einen Tag vor Neisebeginn in den verkehrsschwachen
Päckchen als Zeichen der treuen und dankbaren irr»


