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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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diesen Kampf auf andere Länder und andere Erd­teile auszudehnen. Aus den deutschen Dokumenten- veröffenttichungen ist die unheilvolle Rolle der Vertrauensmänner Roosevelts hinreichend klar ge­worden. Er war es. der schon P ä l e n bestärkte, das Reich herauszufordern. Er gab England undFrankreich seine hilssversprechen. Er lieh, nachdem er seine Wahlzusagen meineidig gebrochen hatte, das amerikanische Volk die finanzielle vürde des englischen Krieges übernehmen. Roosevelt schickte seinen öondergesandten D o n o v a n Ansang dieses Jahres in die Hauptstädte des Südostens und beschwätzte diese Länder zu ihrer unüberlegten Haltung, von blindem hah gegen das Reich Adolf Hitlers getrieben, schickte er Waffen und Material nach den britischen Aufmarschgebieten und gab schließlich seiner Flotte den Schießbefehl gegen deutsche Kriegsschiffe. Run ist der Krieg, dem Roose­velt so lange nachgelaufen ist wie ein Besessener, auch im Stillen Ozean entbrannt. Der Dol­larimperialismus hat gesiegt über die klare Ver­nunft weiter Kreise des nordamerikanischen Volkes.

Lleberraschende japanische Landung auf der Malayen-Halbinsel.

vnlck und vertag: vrühtsche UniversttätrdruckereM. Lange

inzuzetteln. und zielbewuht hat er durch seine rlgenten und Mittelsmänner darauf hingearbeitet.

Tokio. 8. Dezember (DRV. Funkspruch.) wie »as Kaiserliche Hauptquartier bekanntgibt, haben «panische Armee- und Mariuestreitkräfte am Mon- !«gfrüh in engster Zusammenarbeit eine über- 7aschende Landung an einem bestimm- l en Abschnitt der Malayen-Halbinsel »vrchgeführl. Wie weiter verlautet, nehmen diese Militärischen Operationen einen günstigenver- lauf.

Angriff auf Hongkong.

Tykio. 8. Dezember. (DRB. Funkspruch.) Die Armeeabteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers ! eilte mit. dah der Angriff gegen die britische Kron­kolonie Hongkong begonnen hat.

Sondersitzung

des japanischen Kabinetts.

Der Marineminister berichtet über die ersten Kampfhandlungen.

Tokio. 8. Dez. (DRV. Funkspruch.) In der Amtswohnung des Ministerpräsidenten sand Montag irüh unter dem Vorsitz Tojos eine Sonder- 'ihung des sapanischen Kabinetts statt, wobei Ma- rlncmmifkr Schimada über den bisherigen Ver- .auf der kriegerischen Auseinandersetzungen gegen­über englischen und nordamerikanischen Streitkräften berichtete. Die Regierung fahte daraufhin über die weiter zu ergreifenden Mahnahmen Beschluh. An- !chliehend begab sich Tajo zum Tenno zur Be­richterstattung.

Der Außenminister wurde noch vor der heutigen Sondersitzung des Kabinetts vom Tenno zur Be- irichterstattung in Audienz empfangen. Anschließeno Ebegab er sich zu einer Besprechung mit dem Pre­mierminister.

Erste Zusammenstöße in Ostasieu.

Berlin. 7.Dez. (DRB.) Als Ergebnis der sich ia den letzten Wochen dauernd steigernden Kriegs- fehe des amerikanischen Präsidenten Roosevelt ist heute in Ostasien zu den ersten Zusammen- ^Shen zwischen japanischen und U8A.-Slreilkräften rekommen.

Tokio erklärt den Kriegszustand mttLlSA. und England

(ORB.) Tokio, 8. Oez. 1941. Wie der Gender Tokio miiieili, gibt das japanische militärische Hauptquartier bekannt, [ » von Montag morgen 6 Lthr ab der Kriegszustand zwischen Japan und den englischen und LlGA.-Gtreit- lräften im Stillen Ozean besteht.

Dazu schreibt das Deutsche Rachrichtenbüro: Kriegsbrandstifter Roosevelt hat endlich sein ! Ziel erreicht, auch den Fernen Osten in Flammen n sehen. Reben Churchill isterderhauptver- int wo etliche, der diesen Krieg entfacht hat. Seit Jahr und Tag war er bemüht, den Krieg der Zuden und Plutokraten gegen das durch die Revo-

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191 Jahrgang Nr. 291

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Roosevelts Provokation.

Tokio. 7. Dez. (DNB.)Wenn Großbritannien und Amerika versuchten sollten, Thailand ge­waltsam außerhalb der Prosperitäts-Sphäre zu hal­ten, so würde schon diese Tatsache allein d en Frre­den in O st asien gefährden , schreibtNitscht Nitschi Schimbun".Wenn Amerika weiter versucht, die phantastischen Prinzipien, die es zur Grundlage der Verhanolungen mit Japan gemacht hat, durch militärische und wirtschaftliche Maßnahmen zu er­zwingen, gibt es keine Hoffnung mehr auf eine friedliche Einigung."

Roosevelt ist ein Werkzeug der zudi chen Inter­nationale", so schreibtHotchi Schimbun . Selbswer- ständlich habe Deutschland niemals die Eroberung Amerikas beabsichtigt, aber der Zusammenstoß der beiden Länder sei damit zu erklären daß der Na­tionalsozialismus und das Judentum schärfste Gegner sind. Die jüdischen Freimaurer sahen sich m ihren Weltherrschastsplänen durch den Nationalsozialismus behindert. Die Juden wollten auch Ostasien beherr­schen und deshalb könne Roosevelt, der zum Werk­zeug der Juden herabgesunken ist, die gerechten ja­vanischen Forderungen nicht annehmen Japan müsse daher entschlossen Handeln, um zu verhindern, daß die jüdische Politik Roosevelts auf Generationen sortwirkt.

Japan übernimmt die Internationale Niederlassung in Schanghai.

Schanghai, 8. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die japanischen Marinekommandostellen gaben am Mon­tag früh bekannt, daß die Japaner.am gleichen Tage die Internationale Niederlassung m Schanghai übernehmen.

Englische Nervosität in Fernost.

Schanghai. 6. Dezember. (Europapreß.) Eine immer stärker werdende Nervosität der englischen Behörden in Singapur macht sich in einer weiteren Verschärfung der S i ch e r h e i t s o o r k e h r u n- gen bemerkbar. So wurde mit sosorkger Wirkung allen Personen, die nicht die britische Staatsange-

Man-Land und Leute-

Don dem Reich unseres japanischen Verbündeten macht man sich im allgemeinen bei uns eine falsche Vorstellung. Man weiß zwar, daß es sich um eine Inselgruppe handelt, mit einem arbeitsamen und kulturell hochstehenden Volk besiedelt, das ebenso notwendig Lebensraum benötigt wie das deutsche oder italienische, aber sonst hat man höchstens etwas von dem Fujijama, dem höchsten Berg, in sich aus­genommen, erinnert sich wiederholter Erdbeben m den letzten Jahren und weiß schließlich, daß die ge­nügsamen Bewohner sich vorwiegend von Fischen und Reis ernähren. _ ,

Der Name Japan, in der Landessprache Nippon, stammt aus dem Chinesischen und heißt dortjch- pen", d. h. Sonnenursprung", weil dieses Reich im Osten des Festlandes liegt, also dort, wo die Sonne aufgeht. Symbolisch zeigt sich dies auch in den Lan­desfarben, der weißen Fahne mit dem roten Son­nenball, wobei in der Kriegsflagge von der nach halblinks gerückten Sonnenscheibe sechzehn verschie­den lange rote Strahlen an die Kanten des Flag­gentuchs führen.. ,

Japan umfaßt 681020 Quadratkilometer Flache, von denen 382 314 auf das eigentliche Kernland dieses widerum sind nicht weniger als 1080 Inseln! _ entfallen, 298 706 Quadratkilometer auf die Außenbesitzungen Korea, Formosa, Süd-Sachalm, Kwantung und die Südseeinseln. Im eigentlichen Jnselreich leben rund 72 Millionen Menschen, was einer Bevölkerungsdichte von 189 auf den Quadrat­kilometer entspricht, in den Außenbesitzungen dreißig Millionen, bei einer Dichte von 99 auf den Quadrat­kilometer. Zum Vergleich seien hier Deutschland mit 132 Köpfen auf den Quadratkilometer und Ita­lien mit 143 angeführt. Der Religion nach sind die Japaner vorwiegend Buddhisten, an zweiter Stelle folgen die Shintoisien und schließlich ein kleiner Prozentsatz Christen. Unter japanischem Schutz be­finden sich schließlich ein noch nicht fest umrissener Teil Chinas und ferner das Kaiserreich Mandschukuo von 1,3 Millionen Quadratkilometer Größe und 39,4 Millionen Einwohnern. .

Die Hauptinsel liegt etwa in der Mitte des Rei­ches, sie heißt Nippon, Hondo oder Honshu und hat' 228 000 qkm Fläche: nördlich von ihr liegt Hokkaido oder Jesso mit 78 000 qkm, südlich Schi- koku (17 760 qkm) und Kyushu oder Kiuschiu (35 660 qkm). Die Halbinsel Korea, die 1905 den Ruffen in hartem Kampf abgenommen wurde, hat 220 740 qkm Bodenfläche, die Inseln Farznosa oder Taiwan 35 570 qkm und Karafuto (Sudfachalin) 36 000 qkm. Die japanischen Inseln sind durch zahl­reiche Meeresbuchten reich gegliedert und in ihrem Innern außerordentlich gebirgig. Der höchste Berg ist der schon erwähnte Fusijama von 3776 m Hohe, doch erreichen die nördlich von ihm gelegenen Ket­ten noch mehrfach die Höhe 3100 bis 3200 m (die Zugspitze ist 2963 m hoch!). Auf der Insel Formosa gibt es sogar vier, den Fujijama überragende Spitzen, als höchste den 3950 m hohen Nntaka. Auch an Flüssen und Seen ist das Jnselreich kei­neswegs arm, die beiden längsten ströme sind der shinano mit 369 km und der Jshikari mit 365 km Länge, was etwa der Länge des Neckar entspricht.

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Oie Stützpunktpolitik

-er USA.

Von Konteradmiral a. D. BriininghauS.

Im Hinblick auf die ersten Kriegshand­lungen zwischen Streitkräften der USA. und Japans im Pazifik verdienen die folgenden Ausführungen unseres marinepolitischen Mit­arbeiters besondere Beachtung.

Seitdem die Amerikaner, in Abkehr von der Monroe-Doktrin, angefangen haben, _ sich auch außerhalb Amerikas politisch und militärisch einzu­mischen und sich an den Auseinandersetzungen in anderen (Erbteilen, zu denen in jüngster Zeit, zu­nächst allerdings nur als Wunsch des Präsidenten Roosevelt, sogar Afrika getreten ist, zu betätigen, hat die von ihnen verfolgte Stützpunktpolitik einen immer aggressiveren Charakter angenommen. Das Absinken der englischen Seemacht hat offenbar beim amerikanischen Präsidenten und seiner Gefolgschaft man könnte auch sagen, bei der Wallstreet und ihrer Gefolgschaft einschließlich Roosevelt den Ge­danken wachgerufen, mit dem Erbe des englischen Imperiums zugleich jene Seemacht zu erwerben, die England jahrhundertelang innegehabt hat. -

Zur Seemacht gehört zweierlei: eine starke Flotte und sichere Stützpunkte. Die USA. sind durchaus in der Lage, ihr Riesenschiffsbauprogramm rein technisch durchzuführen. Personell wird die Besetzung der zweiten Flotte ihnen allerdings sehr erhebliche Schwierigkeiten machen. Schließlich können Schlacht­schiffe, um es überspitzt auszudrücken, nicht von See­kadetten geführt werden, wenigstens nicht mit Aus­sicht auf Erfolg. Es ist bekannt, daß die amerika­nische Marine schon heute viel Mühe hat, die bereits in Dienst befindlichen Schiffe einigermaßen kriegs­mäßig zu besetzen. Verdoppelt sich diese Marme in etwa vier bis fünf Jahren, so wachsen diese Schwierigkeiten ins Ungemessene.

Die amerikanische Stützpunktpolitik, die man auch I als Imperialismus bezeichnen kann, datiert von der

Tokio, 6. Dez. (Europapreß.) lieber schwindende Prestige der Holländer in Niederländisch-Jndien berichtet das Mitglied des japanischen Auslandsinstituts, Moriyasu, in einem Artikel derHochi Shimbun". Die Kriegsniederlage Hollands habe der Freiheitsbewegung der Eingeborenen von Niederländisch-Jndien neue Energien verliehen. Die in dem Kampf gegen Deutschland erwiesene militärische Schwäche Hol­lands habe zu einer Neueinschätzung der Eigen­kräfte der Eingeborenen geführt. Seit dem Som­mer 1940 fänden in vielen Teilen von Java, Suma­tra und Celebes zahlreiche Terrorakte statt, die obgleich sie selten größeren Umfang annähmen die holländischen Behörden doch in Unsicherheit und Furcht versetzten. Außerdem habe eine ganze Reihe von Zusammenstößen zwischen Chinesen und der Eingeborenenbeoölkerung stattgefunden, weil die chinesischen Kaufleute das Ausbleiben der billigen japanischen Fabrikate dazu benutzten, die Einge­borenen zu übervorteilen. Der Einsatz von Trup­pen gegen die Eingeborenenbeoölkerung habe Ver- timmung sowohl unter den malayischen Soldaten als auch'unter der Zivilbevölkerung heroorgerufen.

Don den Binnenseen ift der Biwako ober Biwa» see der größte, er weist eine Fläche von 675 qkm auf (Gesamtfläche des Bodensees 539 qkm). Zwi­schen den verschiedenen Inseln liegen Meerengen von recht unterschiedlicher Breite; während z. B. die Straße von Korea eine geringste Breite von 140 km hat, weist die Enge von Schimonoseki, zwi­schen Kiuschiu und Hondo oder Nippon, nur eine solche von 300 m an der engsten Stelle auf. Bei der Bodenbeschaffenheit des japanischen Inselstaates sind Erdbeben häufig, die Zahl der erfreulicher­weise durchweg leichten Beben übersteigt im Durch­schnitt die Zahl von 1500 im Jahre. Außerdem be­sitzt Japan etwa 300 Vulkane, von denen jedoch fast 240 erloschen sind. Das Klima ist unterschied- lich, während es im Süden subtropisch heiß ist, fin­den wir im Norden eine kühlgemäßigte Zone. In den Gebirgen finden wir reiche Niederschläge, im Winter zum Teil Schnee. Die Hauptstadt ist Tokio mit 5 563 000 Einwohnern, ihr folgert Osaka mit 2 723 000, Kioto mit 1052 000, Nagoya mit 1 018 000, Kobe mit 854 000 und Yokohama mit 704 000 Einwohnern. Etwa dreißig weitere Städte haben über 100 000 Einwohner, sind also in un­serem Sinne Großstädte. , .

Fast die Hälfte der Einwohnerschaft ist in der Landwirtschaft tätig. Am meisten wird Reis ange­baut, wovon die Ernte im Jcchre 1939 über 12 Mil­lionen Tonnen erbrachte. Nur China und Britisch- Jndien nannten noch höhere Zahlen. An Weizen wurden 1 6 Millionen Tonnen geerntet, an Gerste mit dem Ertrag Koreas rund 3 Millionen Tonnen. Auch Kartoffeln, Gemüse und Bohnen (Sojabohnen) werden in starkem Maße angebaut, bedeutend sind daneben der Teeanbau und die Seidenraupenzucht, stellenweise Lackbaumkulturen, im südlichen Teil der Inseln Zuckerrohrs Früchte und Kampfer. Der Bergbau dient der Gewinnung von Kohle, Erdöl, Eisen und Kupfer, doch ist Japan hier noch Ein- suhrland gewesen. In Mandschukuo und China sind dagegen starke Vorkommen in japanische Hände gelangt. Die Viehzucht der Japaner erstreckt sich vorwiegend auf Geflügel, unerschöpflich sind die Er­gebnisse der Fischerei an den Küsten und auf hoher See.

Ausgeführt werden von Japan industrielle Halb» und Fertigwaren, vor allem Textilien und Fabri­kate der Metall-, Maschinen- und Fahrzeugindustrie (Fahrräder), Lackwaren und Paprerer^ugnisse, Fischkonseroen usw. Eingeführt werden vornehmlich Eisen und andere Rohstoffe, Erdöl, Gummi und Maschinen. In den letzten Jahren ist besonders die Autarkie auf dem Gebiete der Versorgung mit Nah­rungsmitteln gefördert worden, man errechnet hier einen Hundertsatz der möglichen Selbstversorgung von 95 v. H., wodurch etwaige Blockadeplane an­derer Staaten illusorisch sein dürften. Bei Groß­britannien beträgt dieser Hundertsatz für die Insel beispielsweise 25 o. H. Ms reiner Inselstaat hot Japan natürlich eine zahlenmäßig sehr starke Han­delsflotte, nämlich rund 3400 Schiffe mit 5,3 Mil­lionen BRT. Dem Schutz dieser Schiffe bient eine entsprechend starke Kriegsmarine.

Hörigkeit besitzen, die Ausreise aus den Malayischen Staaten verboten. Ein nach Bangkok ausgelau­fener Dampfer, der einige Japaner an Bord hatte, wurde von den (Engländern nach Singapur zurück­beordert, wo die Japaner samt ihrem Gepäck von Lord geholt wurden.

Thailands Hauptstadt verlegungsbereit.

B a n g k o k, 8. Dez. (Europapreß.) Alle Vorberei­tungen zur Verlegung der thailändischen Hauptstadt von Bangkok an einen anderen Ort sind für den Notfall getroffen worden, erklärte der thai­ländische Innenminister Major Jouang Javengsag Songgram, lieber den in Aussicht genommenen neuen Sitz der thailändischen Hauptstadt wird strengstes Stillschweigen bewahrt..

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