Japanischer Protest gegen englische llebergriffe
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Italiens Kampfenlschloffenheit unerschüttert
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Rom. 7. Ian. (VVV) Der llaNenlsche Wehr- Machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:
Die letzten Stellungen, die noch in B a rdia widerstand leisteten, sind am Abend des 5. Januar gefallen. Unsere Truppen haben 25 Tage lang mit nicht zu übertreffendem Heldenmut gekämpft und dem Feind schwere Verluste zugefügt. Schwer waren auch unsere Verluste an Material, Gefallenen, Verwundeten und Vermißten. 3m Verlauf eines Einfluges auf Tobruk sind zwei Flugzeuge von der Marine-Flak brennend z u m A b- sturz gebracht worden.
An der griechischen Front haben wir uns durch einen erfolgreichen Handstreich einer wichtigen StellunL.bemächtigt, wo uns vom Feind zurückgelassene aulomatische Waffen und Munition in die
Hände fielen. 3n einem zu unseren Gunsten ausgegangenen Gefecht zwischen Streifen haben wir einige Gefangene gemacht. Feindliche Flugzeuge haben einen unserer Stützpunkte angegriffen. Eine Blenheim wurde von der Flak abgeschosfen. Line auf Streifenflug befindliche 3agdformatlon schoß beim Zusammentreffen mit feindlichen Fliegern drei davon ab. Eine andere unsere Formationen hat trotz ungünstiger WitterungsverhStlnisse wichtige feindliche Ziele bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.
3n Ostafrika sind feindliche motorisierte Elemente von unserem Artilleriefeuer in die Flucht geschlagen worden. An der übrigen Front Slreifen- und Artillerietätigkeit.
nen Schritt nachgeben, denn die neue Ordnung in Ostasien sei für Japan eine Frage auf Leben und Tod. Es liege acmz im Interesse Japans, sich gegen einen Angriff der Vereinigten Staaten bereitzuhalten, weil es nur so einen Krieg im Stillen Ozean vermeiden könne. Würde Japan dagegen eine zu nachgiebige Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten einnehmen, dann würden diese ihre Macht zu sehr ausnützen, und ein Zusammenstoß wäre unvermeidlich.
Aach hartem Kamps die letzten Stellungen von Bardia gefallen
Das Echo in Madrid.
Eine Episode ohne Einfluß.
Madrid, 7. Jan. (Europapreß.) „Die Einnahme von Dardia ist eine Episode, die durch das Zusammentreffen zahlreicher Ursachen herbei- gssichrt wurde und tsiverlei ginjUB au| die
würden die starke Stellung Japans verkennen, wenn j ~ v 1----"wirtschaft
lichen Druck schwächen zu können. Die Annahme der Vereingten ©taten sei irrig, daß Japan alles tun werde, was sie wollten. Tokio dürfe kei -
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ort, wahrend das Handelsschiff wohlbehalten in feinen Heimathafen einlaufen konnte.
„Popolo d'Jtalia" schreibt, die englische Regierung konzentrierte seit "zweieinhalb Monaten alle ihre Anstrengungen gegen Italien in der unsinnigen Hoffnung, Italien und Deutschland getrennt schlagen zu können. In Libyen, Abessinien, Albanien und im Mittelmeer seien alle Hilfskräfte des britischen Weltreiches mit Ausnahme derjenigen Kanadas systematisch gegen Italien zusammengezogen worden. Die Front von Singapur sei fast ganz entblößt worden. Es fei der ehrgeizige Plan Churchills, die Italiener aus Albanien und Libyen zu vertreiben, um im Mittelmeer eine strategisch günstige Lage für England zu schassen, gewissermaßen als Ansaleich für die Verschlimmerung der Lage in 7)er Nordsee. Auf Grund einer falschen Einschätzung des italienischen Volkes und des deutsch-italienischen Verhältnisses fei die britische Regierung auf den Gedanken gekommen, Italien um jeden Preis besiegen zu müssen, um sich so eine Entlastung zu verschaffen. Die Engländer vergäßen aber, daß die Italiener in elf Jsonzoschlachten und irn Kampfe gegen die Sanktionen ihre Fähigkeit bewiesen hätten. Gerade in schwierigen Verhältnissen fänden die Italiener ihre Kraft. Wenn man ihren Stolz verletze, schlössen sie sich um so enger zusammen.
Agenzia Stefan! stellt fest, daß eine Besserung der Lage für England durch die Aufgabe des italienischen Widerstandes in Bardia nicht erreicht worden sei. hätten die Italiener bei ihrem Vorstoß gen Osten hunderte von Kilometern Wüstensand hinter sich gehabt mit allen sich hieraus ergebenden Versorgungsschwierigkeiten, so seien es jetzt die Engländer, die bei ihrem Vormarsch mit allen Er* schwerungen einer Operation im Wüstengebiet zu rechnen hätten. Die italienische Kampfkraft fei von den Geschehnissen in der Marmarica nur zu einem sehr bescheidenen Teil berührt worden, es fei hervor« zuheben, daß die Streitkräfte, über die es verfüge zu einem großen Teil noch nicht in den Kampf ' getreten feien.
illegalen Akt darstellten, der die Rechte von Staatsbürgern Japans, einem neutralen Lande-, empfindlich verletze. Der Außenminister forderte, daß die britische Regierung sofort zufriedenstellende Schritte zur Beilegung des Falles unternehme.
Japanisch statt englisch.
Tokio, 7. Jan. (DNB.) Der Sprecher des In. forma tionsbüros des Kabinetts eröffnete die Kon-
geblieben wäre und nicht an den Ereignissen teilgenommen hätte, die das Schicksal der Völker bestimmen oder wenn sich Italien vorzeitig aus dem Kriege zurückgezogen hätte.
Tokio, 7. Jan. (Europapreß.) Die Haltung Japans gegenüber dem englischen Navicert- System wurde von dem Sprecher des japanischen Außenamtes auf der Pressekonferenz klargestellt. Er betonte, daß die japanische Regierung jene Prinzipien nicht anerkennen könne, die die Rechte der neutralen Mächte beeinträchtigten. Er bezog sich dabei auf die Untersuchung und Warenwegnahme von zwei japanischen Schiffen durch die englischen Behörden in Durban und Colombo vor wenigen' Wochen. Er erklärte, daß beide Fälle noch nicht beigelegt seien. Die Beraubung mehrerer japanischer Zivilisten, die über die Vereinigten Staaten nach Berlin fuhren und denen auf den Bermudas von den englischen
Berlin 7. Jan. (DNB.) Am 6. Januar versuchten britische Flugzeuge in der Nord- ,ee ein Handelsschiff sowie ein Bewachungsschiff der deutschen Kriegsmarine mit Bomben an- j,uöreifen. Obwohl die britischen Flieger ihre Angriffe mehrmals wiederholten, verfehlten sämtliche Bomben um Hunderte von Metern B^de Schiffe blieben völlig
chadigt. Das Wachschiff setzte seinen 2öi
Rom, 7. Jan. (Europapreß.) Der Minister- rat hat eine Entschließung angenommen. Darin heißt es: „Der Ministerrat richtet einen Gruß vol- ler Bewunderung an die Kommandanten und Truppen der Armee, der Marine, der Luftwaffe und der faschistischen Freiwilligenmiliz, die heldenmütig an den verschiedenen Fronten gegen die Kräfte des britischen Imperialismus und seiner Trabanten kämpfen. Gegenüber den feigen Manövern und widersinnigen Drohungen der feindlichen Propaganda diesseits und jenseits des Ozeans bestätigt der Mini- fterrat feierlich die unerschütterliche Treue für Italien, den Achsenpakt und den Dreimächte, pakt und die nicht weniger unerschütterliche Entschlossenheit, den Kampf bis zum Siege fortzusetzen, um Italien feinen gerechten Platz zu sichern sowie die Welt von der heuchlerischen Unterdrückung der britischen Pluto- fratie zu befreien. Der Ministerrat gibt seiner unbedingten Ueberzeuaung Ausdruck, daß die Volks, massen des faschistischen Italiens der Erhabenheit der Ereignisse zu jeder Zeit gewachsen fein werden."
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer ehrte den Gauleiter der bayerischen Ostmark und Reichswalter des NS-Lehrerbunoes W ä ch 11 e r anläßlich feines 50. Geburtstages durch die Ueberfenbung eines Bildes mit Widmung. Reichsmarschall Göring, zahlreiche weitere füh- rende Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehr, macht sowie viele Erzieher und Schulklassen über, mittelten telegraphisch ihre Glückwünsche.
Mit der Leitung vonLrontbühnen be- auftragt wurden vom Reich^propagandaministerium im Rahmen der Truppenbetreuung der Intendant Friedrich Na dolle, Berthold Ebb ecke, Hel- muth Hansen, Werner Oe l sch lager und Georg h o e l lg e r. Diese Frontbühnen wurden m Frankreich, Belgien und Norwegen eingesetzt. Sie bringen unseren Soldaten ernstes und heiteres von Buhne und Film.
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In Washington wurde das demokratische Senats- mitglied Pat Harrison zum vorläufigen Senats- Präsidenten gewählt. Der Kandidat der Republi- kaner, Senator Vandenberg, blieb demgegenüber stark in der Minderheit.
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3n Schanghai wurden wiederum drei B o m- ben gegen das Gebäude der tfdjungfingtreuen chinesischen Zeitung „Shunpao" geworfen, nachdem sich schon vor wenigen Tagen ein solcher Anschlag eignet hatte. Eine Bombe verletzte fünf Personen, fönt verdächtige Person wurde verhaftet.
Bombenabwürfe aus Irland
Erbärmliche englische Lügenagitation.
Berlin, 7. Jan. (DNB.) Ausländische Blätter haben in den letzten Tagen wiederholt gemeldet, daß in den Nächten vom 1. auf den 2. und vom 2. auf den 3. Januar Flugzeugbomben über irischem Gebiet abgeworfen worden seien. Bei einigen dieser Bomben sollen die Sprengstücke deutsche Herkunft erkennen lassen. Die britische Lügenagitation ist nun am Werke, diese Behauptung als eine planmäßige deutsche Herausforderung Irlands erscheinen zu lassen. Es wirkt dies besonders erbärmlich, wenn man sich daran erinnert, wie die britischen Luft- ftreüfräfte selbst immer wieder über Marseille, Genf, Zürich, Basel usw. systematisch fremdes Hoheitsgebiet verletzt und dort Zerstörungen angerichtet haben.
Trotzdem hat sich nun die deutsche Regierung gewissenhalt bemüht, festzustellen, ob irgendeine, etwa durch Witterungsumstände bedingte versehentliche Verletzung irischen Hoheitsgebietes durch deutsche Flugzeuge überhaupt stattgefunden haben könnte. Es find zu dem Zweck sofort alle erforderlichen Ermittlungen angestellt worden: diese Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Es steht aber schon jetzt fest, daß deutsche Bombenab- abwürfe über Dublin in der Nacht vom 2. auf den 3.Januar von vornherein ausge- schlossen gewesen find. Es liegt hier im Gegenteil wie im Falle „Athenia" der Verdacht nahe, daß es sich um englische Bombenwürfe mit provokatorischen Absichten nach Churchillscher Methode handelt. Die irische Regierung hat wegen der Bombenabwürfe bei der deutschen Regierung am 6. Januar einen Schritt unternommen und habet Einzelangaben gemacht. Auch diese Angaben werden zur Zeit noch nachgeprüft. Sollte sich hierbei auf Grund etwaiger weiterer Unter- suchungsergcbnisse Herausstellen, daß deutsche Flug- zeuge durch ein bedauerliches Versehen an den Vorfällen in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar auch nur beteiligt gewesen fein könnten, so würde die deutsche Negierung nicht zögern, hierfür ihr Be- dauern auszusprechen und Schadenersatz anzubieten.
Gegen Alarm-Melvungen • vom Balkan.
Sofia, 8. Jan. (Europapreß.) In den letzten Tagen waren in Bulgarien Alarmnachrichten über bevorstehende militärische Ereignisse auf dem Balkan und insbesondere in Bulgarien von eng« lisch-nordamerikanischer Seite verbreitet. Von zuständigen bulgarischen amtlichen Stellen wird diesen Gerüchten entschieden entgegengetreten. Sie werden als jeder Grundlage entbehrend bezeichnet.
In diesem Zusammenhang hat in der Oeffentlich- feit eine Berliner Meldung des Blattes „Slovo" große Beachtung gefunden. Darin heißt es, Deutschland habe nach wie vor bep Wunsch, den Südosten vom Kriege femzuhal- ten, es gedenke jedem Versuch Englands, Unruhe in diesem Gebiet zu schaffen, entgegenzutreten. Das Blatt hebt die großen Anstrengungen der deutschen Diplomatie, den Frieden am Donau- und Balkanraum zu erhalten, hervor. Wenn der Balkan mit Ausnahme von Griechenland und Albanien bisher vom Kriege verschont geblieben sei, so verdanke er dies einzig und allein Deutschland, das auf dem Balkan gegen jede englische Intrige erfolgreich vor- gegangen fei.
Nahas Pascha fordert Neuwahlen in Aegypten.
Beirut, 7. Jan. (DNB.) Der Führer der ägyptischen Wasdpartei Nahas Pascha hat in einer Botschaft an König Faruk um die Ausschreibung von Neuwahlen in Aegypten gebeten. Die Wahl soll „das Volk einigen" und dem Lande eine klare Antwort Englands über das Statut Aegyptens nach dem Kriege sichern, da der Anglo-Aegyp tische Vertrag von 1936 wohl den Interessen Eng- lands biene, aber die ägyptischen schädige.
ergeben sich unvorhergesehene Situationen; und so entstehen die „Engpässe", wo plötzlich der eigentlichen Kriegsproduktion Hemmungen auferlegt sind, weil in einem Vor- ober Nebenstadium die Leistungsfähigkeit mit den Ansprüchen nicht Schritt hält. Und daraus entwickelt sich wieder der Drang nach einheitlicher Planung und Lenkung — im schärfsten Gegensatz zu dem liberal-kapitalistischen System, wo jeder Betriebsführer „Herr im Haus" bleiben will.
Nun verstehen wir erst, warum in den USA. die Aufrüstung begleitet ist von fo heftigen Aus- einandersetzungen des Kapitals mit dem Präsiden- ten auf der einen, mit der Arbeiterschaft auf der anderen Seite. Wenn der Führer einer englischen Wirtschaftsmission, der in London recht angesehene Sachverständiger L a y t o n , jetzt eben nach seiner Rückkehr sagt, daß die amerikanische Hilfe England in diesem Frühjahr „nicht in nennenswertem Umfang zur Verfügung stehen", sondern erst im Laufe des Sommers beginnen kann, so ist dieses Zeugnis im allgemeinen glaubwürdig, aber vielleicht noch etwas zu optimistisch. In dasselbe Ka. pitel gehört es, wenn der „News Chronicle" schreibt: „Eine große Industrienation auf die Pslich- ten des Krieges umzustellen, ist eine gigantische Aufgabe. Nur jener Ansporn, der aus dem Gefühl für eine nahende Gefahr kommt, Kontrolle und Planwirtschaft, kann die wunderbare Zusammenarbeit ermöglichen, die ein totaler Krieg erfordert." Engländer und Amerikaner haben von ihren kriegswirtschaftlichen Bemühungen. jahrelang geschwätzt. Die Wahrheit ist, daß die furchtbaren Krisen, die die USA. durch die Fehlspekulationen im Weltkrieg erlebt haben, die privatwirtschaftliche Unternehmungslust zur Erweiterung und Moderni- sierung der Betriebe unterband und daß sich Vie amerikanische Rüstungsindustrie erst nach dem Mai 1940 auf die Grvßerzeugung umzustellen begann.
Dr. Ho.
Knappe Kaffe in USA.
Washington, 7.Jan. (Europapreß.) Den ungewöhnlichen Tiefstand der Barbestände m der Kasse des USA.^vchatzamtes beleuchtet eine Erklärung des Schatzamtssekretärs Henry Mor- ?e n t h a u , wonach noch im Januar zwecks Auf- üllung des Kassenbestandes auf eine Milliarde Dollar Schuldverschreibungen eine erste Rate von etwa 500 Millionen Dollar ausgegeben werden sollen. Den Fragen nach den Plänen der Regierung hinsichtlich der Finanzierung des gewaltigen 2luf- rüstungsprogramms für USA. und England wich Morgenthau aus.
weitere Entwicklung des Krieges der Achse gegen England hat", schreibt das führende Madrider Blatt „ABC" zu den Ereignissen auf dem lybisch-ägyp. tischen Kriegsschauplatz. „Ein Kolonialkrieg" so fährt die Zeitung bann fort, „ist ein ewiges Vor- und Zurückgehen. Der Tag von heute verwandelt sich leicht in eine Niederlage von morgen und um- gelehrt. Eine Zusamrnenfügung großer Truppenmassen z. B. in Verbindung mit einer überraschenden Handlung mit Ausnutzung günstiger Umstände können einen Sieg herbeiführen. Aber der Sieger befindet sich nur allzu leicht in der Lage, nach einem Siege von vorne beginnen zu müssen, weil er keinerlei definitive, feste und unabänderliche Erfolge erreichte. Und das ist der Fall in den Kämpfen. die sich jetzt an der libysch-ägyptischen Front abspielen."
Das Falange-Organ „Arriba" betont, noch nie sei ein Imperium ohne Rückschläge erobert worden. Graziani habe schon in seinem Rechenschaftsbericht an den Duce die Möglichkeit eines Verlustes von Bardia durchblicken lassen. Um so heroischer sei die Haltung der faschistischen Soldaten angesichts einer verzweifelten militärischen Lage gewesen. Eines jedenfalls habe Bardia deutlich gezeigt, die Opferbereitschaft der italienischen Truppen.
Wo stehen die Araber?
Kopenhagen, 8.Jan. (Europapreß.) „Ser- lingske Aftenavis" wirft in Verbindung mit dem Fall Bardias die Frage nach der weiteren Entwicklung in Nordafrika auf. Hierbei fei die Stellung her arabischen Welt im Kampf gegen die englische nicht ohne Bedeutung, und es bestehe kaum Grund anzunehmen, daß die arabischen Stämme in Zukunft besondere Vorliebe für England zeigen würden. Dagegen sei eine ausgesprochen antisemitische Stimmung in der arabischen Welt schon lange festgestellt worden. An den Plätzen, wo es den Arabern gelungen sei, ihre Selbständigkeit wiederherzustellen, bewegten sich Staatsform und Lebensform der arabischen Stämme unzweifelhaft weit stärker auf der Linie Deutschland-Italien als im Stil der demokratischen Länder.
Oie Aufstandsbewegung in Palästina.
Rom, 7. Jan. (Europapreß.) „Die Aufstands- bewegung der Araber in Palästina nimmt zu", fo schreibt „Popolo di Roma". Neue Gruppen von Aufständischen hätten sich jenen Arabern angeschlossen, die schon in ben vergangenen Tagen den englischen Truppen arg zu schaffen gemacht hätten. Die Zusammenstöße zwischen Arabern und eng- fischen Truppen seien heftigster Natur. Sehr oft würden englische Lastkraftwagen durch die ausge- fegten Minen in die Luft gesprengt, die englischen Bewachungsmannschaften angegriffen und die Verkehrswege bedroht. Der Same, den England vor wenigen Wochen in die arabische Welt geworfen habe, um deren Mißtrauen und Haß gegenüber den Achsenmächten zu nähren, sei aufgegangen. Die Frucht dieser Aussaat sei aber ganz anders geartet, als sie London erwartet habe, nämlich Blei für die Engländer. Da die Waffe der Lüge nichts erreicht habe, werde nun England brutal jene blutige Unterdrückung zu wiederholen versuchen, auf der es immer feine Herrschaft über die farbigen Völker begründet habe.
Festtage in Teiuan.
Madrid, 7. Jan. (Europapreß.) Am 8. Januar beginnt in Tetuan wieder das alljährliche Fest des Aid e l K e b i r. Es verspricht, diesmal besonders glanzvoll zu werden. Entsprechend einer vom Caudillo eingeführten Sitte ist eine große Zahl von Hämmeln, die dem spanischen Staatschef als Geschenk dargebracht worden waren, unter die Bevölkerung verteilt worden, ebenso große Mengen Fleisch und Brot. Am ersten Tage des Festes wird der Kalif Muley Hassan traditionsgemäß einen Hammel opfern und sich dann zum Gebet in die Moschee begeben. Eine Festbeleuchtung der Stadt Tetuan ist außerdem vorgesehen. Der 9. Januar gilt als allgemeiner Gebetstag der Moslem. Gleichzeitig werden Stiere geopfert. An die Kinder wird Spielzeug verteilt. Schließlich stehen Theater- und Sport- Darbietungen auf dem Festprogramm. Zum Zeichen der guten Beziehungen zwischen der Bevölkerung Marokkos und den spanischen Verwaltungsbehörden wurde dem Oberkommissar Spaniens, General Asencio, ein prachtvolles Album überreicht, das unter dem Titel „Marokko 1940" die Ereignisse des vergangenen Jahres schildert.
Mißglückter Lustangriff auf deutsche Schiffe.
ferenx der Auslandspresse mit der Mitteilung, daß künftighin der Sprecher stch grundsätzlich n u r n o ch der japanischen Sprache bedienen werde anstatt wie bisher der englischen. Er komme -damit her verständlichen Forderung verschiedenster japanischer Kreise nach, ganz abgesehen davon, daß auch in anderen Ländern die Landessprache auf den Pressekonferenzen angewandt werde.
3apan und die WA.
Tokio, 7. Jan. (Europapreß.) In einer Erklärung, die Admiral Nomura dem Blatte „Hochi Shimbun" gab, betonte er, die Nordamerikaner
„Giornale d'Jtalia" betont, die Entschließung des Minifterrates habe Italiens Position in diesem entscheidenden Augenblick des Krieges unzweideutig festgelegt. Italien verfüge heute und in Zukunft über alle nötigen Mittel an Menschen und Material, um den Krieg an allen übernommenen Fronten mit unverminderter Energie fortzuführen und immer größere Kräfte des Feindes auf jene Kriegsschauplätze zu binden, auf die er alle feine materiellen Kräfte konzentriert hat. Dies feien die Tatsachen, zu denen noch ein moralischer Faktor hinzukomme, nämlich der Stolz der Nation, die auch auf die weniger glückliche, aber nicht entscheidende Stunde mannhaft zu reagieren wisse. Das italienische Volk werde sich nur um so entschlossener für das Vaterland und seine Ziele in diesem Kampf der Armen gegen die Vorherrschaft des Reichen Einsetzen. Vergeblich seien daher die Versuche der englischen Propaganda und ihrer Lautsprecher, Italien — das man als deprimiert darstellen wolle — feinem Verbündeten und den sich selbst gesteckten Zielen abspenstig zu machen. Italien kämpfe für seine nationale Freiheit und Freiheit seiner Ar« beit, die ihm bisher fogar im Mittelmeer von den Demokratien verweigert wurde. Diese elementare Wahrheit habe auch her einfachste italienische Arbeiter erkannt. Zur Verwirklichung hieser Ziele muß Italien Opfer bringen, aber Italien hatte fahr- zehntelang noch größere Opfer bringen müssen wenn Us dem an ftuzen Grenon tobenden Kriege fern-
Behörden Briefsachen und Geld im Werte von i ...
über 5000 USA.-Dollar abgenommen wurden, feiJic glaubten, Japan durch einen w ebenfalls noch nicht beigelegt. Der Außenminister^' -•
erhob gegenÜDer dem britischen Botschafter strengen Protest, wobei er hervorhob, daß „die von Den britischen Behörden ergriffenen Maßnahmen einen Mißbrauch der Kriegsrechte und einen
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