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Der britische Rückzug in Nordafrika
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* iÜhen Geschäft. Gleichzeitig begannen sich die Ver- 1 Tj-j’» : d’igten Staaten zu einer pazifischen Macht im '-HienNchen Sinne zu entwickeln. 1898 bemächtigten inotgunj ji( ohne sich um den Protest Japans zu käm
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Minister Vizeadmiral Teianliro Tayoda ernannt. Zum Präsidenten des Planungsamtes der japanischen Regierung wurde Generalleutnant Teishi Suzuki berufen, bisher Präsident des Amtes für China-Angelegenheiten. Der seitherige Handelsminister Kobayashi und der bisherige Vizepräsident des Planungsamtes, h o r i n o, wurden zu Mitgliedern des japanischen Oberhauses ernannt.
eigenen Meldung auch Benghafi geräumt.
Angriffe der Luftwaffe auf Schiffsziele i m Seegebiet um England und im Mittelmeerraum hatten auch gestern guten Erfolg. Vor der schottischen Ostküfte versenkten Kampfflugzeuge zwei Handelsschiffe mit insgesamt 10 000 VRT. und beschädigten zwei weitere große Schiffe schwer. Westlich Kreta wurde ein durch Flakkreuzer und Zerstörer stark gesicherter Geleitzug angegriffen. Ein großer Transporter geriet nach zwei Bomben Volltreffern in Brand. Seine Vernichtung ist wahrscheinlich.
3m Zuge bewaffneter Aufklärung wurden Jlug- plähe der britischen 3nsel wirksam mit Bomben belegt. Stärkere Kampffliegerkräfte bombardierten in der Rächt zum 4.4. abermals die Hafenanlagen von B r i ff o L Eine Reihe großer Hjänbc konnte beobachtet werden. Weitere wirksame Angriffe richteten sich gegen kriegswichtige Anlagen an der Süd- und Ostküste der Insel. Das Verminen englischer Häfen wurde planmäßig fortgesetzt. Der Feind flog auch gestern weder bei Tage noch bei Rächt in das Reichsgebiet ein. Bei den letzten Erfolgen gegen die britische handelsschiffahrt haben sich die Unterseeboote unter Führung von Kapitän- leutnant Rosenbaum und Oberleutnant zur See Endraß besonders ausgezeichnet.
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Seitdem haben sich die Gegensätze zwischen Wa- iiigton und Tokio mehr und mehr zuges'^itzt. iurd) Aufhebung des Lansing-Jshi-Abkommens »urbe die Anerkennung der besonderen Rechte Ja- öits in China widerrufen, England wurde verfaßt, das Bündnis mit Japan aufzugeben. 1924 |errten die Amerikaner durch den „Immigration
nach Tfchungking entsandt, um mit einem
Stab von Beamten Marschall Tschiangkaischek bei
Berlin, 4. April. (DRB.) Der Londoner Korrespondent der United Preß stellt eindeutig fest, daß die Räumung der vor wenigen Wochen nach schweren Kämpfen und unter großen Verlusten genommenen größten Stadt der Cyrenaika Bitterkeit und Mißmut in London hervorgerufen habe. In der britischen Hauptstadt habe man sich immer eingebildet, daß die Operationen der deutsch-italieni-
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mein sich im Pazifik. Japan läßt sich durch diese Manöver weder in seiner Ruhe noch in dep entschlossenen Verfolgung seiner Ziele stören. Der stellvertretende japanische Kriegsminister erklärte kürzlich vor dem Retchstagsausschuß in Tokio, daß die Regierung fest entschlossen sei, jede Unterstützung der Regierung des chinesischen Widerstandes in Tfchungking, von wem sie auch ausgehen möge, wenn nicht anders mit Gewalt zu verhindern. Roosevelts Drohungen würden die japanischen Armeen nicht auf ihrem Vormarsch aufhalten. Der stellvertretende Marineminister fügte dieser Erklärung hinzu, daß Japan die Kriegsvorbereitungen seiner möglichen Gegner im Stillen Ozean sehr genau beobachtete, und daß es für alle Eventualitäten vorbereitet sei. Erst kürzlich hat Roosevelt einen neuen Botschafter mit ganz bestimmten Aufträgen
schen Streitkräfte in der Nähe von Agheila und Agedabia nur unbedeutender Natur gewesen seien. Jetzt müsse London plötzlich einen Mißerfolg f e st st e l l e n , im gleichen Augenblick, wo die Situation auf dem Balkan für England immer ernster werde. Englische Militärs versuchten, den für England eingetretenen Rückschlag in diesem Raum mit der Behauptung zu entschuldigen, die großen Entfernungen in Nordasrika könnten stets unvorhergesehene Ueberraschungen mit sich bringen. „Herold Tribüne " schreibt jedoch, man müsse die Schlußfolgerung ziehen, daß die Engländer Benghasi nicht freiwillig aufgaben. Es sei das ein Rückschlag. Diejenigen, die vor zwei
Stils handeln, die geeignet sei, an die Verteidigung Aegyptens zu denken. Aus allen Sendungen geht hervor, daß die englische Regierung überrascht und beunruhigt ist und die öffentliche Meinung auf das schlimm st e vorbereitet.
„Blitzkriea artige Kabinettsveränderungen", so bezeichnet die japanische Presse die Ernennung eines aktiven Generals und Admi-
Ncrnfvrechanschluß 2251 vruck und Verlag:
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►5 verstärkte das japanische Mißtrauen gegen die reinigten Staaten, da sie es verhinderten, daß pan eine Kriegsentschädigung erhielt, deren kio. bei seinen zerrütteten Finanzen dringend beste. Schließlich erfuhr man in Japan auch die Dingungen eines Geheimvertrages, den x früherer Bundesgenosse England am Juli 1911 mit Washington geschlossen hatte. Lon- |t hatte sich darin verpflichtet, in keiner Weise n in dem Falle eines Konfliktes mit Norderi ka beizustehen, wogegen Washington England r Hilfe im Falle eines Krieges mit Deutschland 'sprach. — Nach dem Weltkriege mußte Japan
der Verwendung der USA.=2)oüar gegen Japan behilflich zu sein.
Tage der Entscheidung stehen in Europa und in Asien bevot, eine neue Epoche im Weltgeschehen meldet sich an. Ihr Kommen ist unaufhaltsam. Die Frage ist nur noch, ob der europäische Kriegslärm, auch in den Pazifik übergreifen wird.
Totale Kriegswirtschaft in Japan.
Kabinettsumbildung in Tokio.
Tokio, 4. April. (Luropapreh.) Im japanischen Kabinett wurden einige Veränderungen vorgenommen. Zum Handels - und Jndustriemini- ft e r wurde der bisherige ffellverfrefende Warine-
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Nachlässe:
Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengemtaffel B Plavvorschrtft (vorherige Vereinbarung) 25"/« mebr
Oer Wehrmachtbericht
Neber 88000 BRT. von U-Booten im Atlantik versenkt.
Berlin, 4. April (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Unterseeboote versenkten im Rordatlantik 88 61 6 BRT. feindlichen Handels- schiffsraumes, davon wurden allein aus einem nach England bestimmten stark gesicherten Geleitzug zehn Schiffe mit 58 000 BRT. herausgeschossen und versenkt. Außer diesen Erfolgen wurde ein Schiff von etwa 12 000 BRT. schwer beschädigt.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde die Verfolgung der in Rordafrika bei Warsa el Brega durch deutsche und italienische Verbände geworfenen Engländer am 2.4. fortgesetzt. Agedabia ist genommen und Z u e t i n e erreicht. Der Gegner befindet sich im eiligen Rückzug nach Rorden. Die Zahl der Gesänge- nen sowie die Beute an gepanzerten und ungepanzerten Kraftfahrzeugen sind beträchtlich, die eigenen Verluste außerordentlich gering. Am 3.4. haben die deutsch-italienischen Truppen im weiteren Vorgehen Gheinines erreicht. 3m Verlauf seiner Rückzugsbewegungen hat der Feind nach seiner
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Unter Dem Eindruck her Räumung Venghasis
Verlegenheit und Enttäuschung in London und LlEA.
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mrden, proklamierte der amerikanische Staatssekre- M hay den Grundsatz der offenen Tür in tjbina und sicherte sich so seinen Anteil am chine-
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Wehrmacht die Führung der totalen Kriegswirtschaft in die Hände zu geben. Die totale Mobilisierung in dieser für Japans Zukunft entscheidenden Kriegszeit setze die Bereinigung von Wehrmacht und Wirtschaft voraus. Die Tatsache, daß aktive Militärs zur Verstärkung des Kabinetts heran- gezogen werden, beweise, daß Konoye sich der Schwere der Zeit bewußt und entschlossen sei, sie mit allen Mitteln zu meistern. Mit dem Entschluß, Japans neues Ostafien im Rahmen des Dreierpaktes aufzubauen, sei die Selb st Versorgung innerhalb des Wirtfchaftsraumes der Fernostvölker ein vordringliches Problem, nachdem Amerika seinen Wirtschaftskrieg auszudehnen entschlossen sei. Deshalb sei die Reorganisation der Wirtschaft unter staatlicher Lenkung notwendig, wobei die planmäßige Erhöhung der Produktion an Kohle, Eisen, Stahl und Del unumgänglich sei. Folgerichtig sei daher, daß der Wehrmacht als „größtem Konsumenten" entscheidender Einfluß auf die Kriegswirtschaft eingeräumt werde.
Revision in Afrika.
Als nach dem Vorstoß der Italiener auf (SiBi et Barani und Marsa Matruch der Oberkommandierende der britischen Orientarmee General Waoell in Westägypten eine gewaltige Streitmacht zusarn- menzog, wozu ihm von dem damaligen Kriegsminister Eden nach dessen Besuch in Kairo australische, neuseeländische und südrhodesische Truppen bereitwillig zur Verfügung gestellt wurden, geschah es nicht lediglich, um die verhältnismäßig schwachen italienischen Kräfte von einem Durchstoß zum Suez< tonal, immer noch einer der empfindlichsten Stellen im Verteidigungssystem des Empire, abzuhalten, vielmehr hatten die Engländer einen erheblich weiter greifenden Plan, der durchaus offensiv gedacht war. Sie wollten dem Gegner die Initiative entreißen und nun ihrerseits den Italienern Tripoli- tanien fortnehmen. Nach den schweren politischen und militärischen Niederlagen, die sie im vergangenen Frühjahr hatten einstecken müssen, brauchten sie einen Erfolg um jeden Breis. Und sie suchten ihn dort, wo Jie ■ hoffen durften, auf den naturgemäß schwächsten Widerstand zu stoßen. Der Duce selbst hat in einer feinen letzten Reden erläutert, warum Italien nicht in der Lage war, in seiner nordafrikanischen Kolonie Truppenmassen zu konzentrieren, die einer starken, mit allen modernen Kampfmitteln ausgerüsteten Offensivarmee Trotz zu bieten vermocht hätten. Zudem erschwerte die Weite des Raumes eine Verteidigung ungemein und schließlich bot das durch die Natur des Landes in dem schmalen Küstenstreifen zusammengedrängte Verkehrsnetz — im Grunde nur die von Balbo angelegte Autostraße und einige wenige kurze Schienenstränge — der britischen Mittelmeerflotte die Möglichkeit, mit ihren schweren, weittragenden Schiffsgeschützen außerordentlich wirkungsvoll in den Kampf namentlich um die als Rückgrat jeder Verteidigung der Kolonie wichtigen Hafenorte einzugreifen. Edens und Wa- vells Anschlag auf Tripolitanien bot also für eine erfolgreiche Durchführung die besten Voraussetzungen. Ohne diese wäre er auch gewiß nicht unternommen worden, denn für Englands Prestige war eine weitere Belastung nur schwer tragbar. Das Ansehen des Empire in der arabischen Welt, durch die katastrophalen Ereignisse des vergangenen Jahres schwer erschüttert, mutzte wiederhergestellt werden. Man wollte Rückenfreiheit für Unternehmen im östlichen Mittelmeerraum gewinnen und zudem hoffte man, durch den Vormarsch in Tripolitanien mit der Besetzung der italienischen Gegenküste eine Operationsbasis von unschätzbarem Wert für einen Angriff auf das Mutterland Italien in die Hand zu bekommen. Weitgesteckte strategische Ziele also, für die der ungeheure Einsatz sich lohnte, den man aufbot, da Eden vielleicht auch damit rechnete, daß bei einem Gelingen seines Planes die nordafrikanischen Kolonien Frankreichs in ihrer Treue zu Marschall Petain wankend würden, womit dann die in London viel beredete „zweite Front" Aussicht auf Verwirklichung haben würde.
Wir wissen, welche gewaltigen Anstrengungen General Wavell unternommen hat, um die ihm von Eden gesteckten Ziele zu erreichen. Wir haben ver-
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Von unserem UST.-Berichterstatter.
ju „M u n i t i o n 5 m i n ist e r n ", die eine grundsätzliche Umstellung der Wirtschaft auf die Kriegszeit bedeute und die zwangsläufige Folge der internationalen Lage insbesondere im Pazifik und des englisch-amerikanischen Wirtschaftskrieges sei. Mit „Blitzkrieg" bezeichnet die Presse den raschen Entschluß Konoyes, Ogura und Vertretern der
Monaten die Einnahme bejubelt hätten, könnten jetzt kaum etwas anderes behaupten. „New Port Times" meldet aus London, daß die Räumung Benghasis in der englischen Oessentlichkeit Verlegenheit und Enttäuschung ausgelöst habe. „Es sei nicht klar, was diese Räumung bedeute." (!) Das Blatt, das sich ebenso wie die übrige .O8^.-Presse die englischen Ausreden und Beschönigungsversuche zu eigen macht, tröstet schließlich damit, Benghasi fei' zu weit entfernt, um als Angriffsbasis auf Aegypten zu dienen.
Wie es im Londoner Rundfunk hieß, verfolgen die Briten bei ihrem Rückzug — natürlich — nur die Absicht, bessere und stärkere Positionen zu beziehen. Cyrill Laykin verstieg sich in einem Kommentar zu dem Satz: „Warum sollte eine ruhmreiche Armee nicht ein wenig von ihren großen Eroberungen abgeben?" Trotzdem muß man den Rückschlag zugeben. Im Wüstenkrieg seien nun einmal hier und ba^leinere Mißgeschicke möglich. Von erstaunlicher Offenheit ist eine amtliche Londoner Meldung, in der zugegeben wird, daß man bie Stärke der feindlichen Streitkräfte unterschätzt habe. „Immerhin", so wird dann gesagt, „bedeutet die Räumung Benghasis für uns einen Rückschlag, und man muß an die Warnung des Premierministers denken, daß wie sowohl mit Siegen als auch mit Rückschlägen zp rechnen haben". Am ehrlichsten war der anglo-amerikanische Radiodienst in Schanghai, der die Räumung Benghasis durch die Engländer mit der Vorbemerkung bekanntgab: „Eine schlimme Nachricht".
Reuter ist angesichts der Schwere des Verlustes Benghasis darauf bedacht, die öffentliche Meinung auf eine mögliche Weiterentwicklung vorzubereiten. Er erklärt, daß man erst ein Urteil über die Lage abgeben könne, wenn man die Stärke von Mannschaft und Material, mit denen der Vormarsch durchgeführt werde, kenne, sowie das Ausmaß der britischen Verluste. Die italienisch- deutschen Stteitkräfte unternähmen ein Wagnis. Es könne sich jedoch um eine Operation großen
— Tolemaide
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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tokio, Mitte März 1941.
Was sind China und Japan für die Vereinigten Maaten und für England gewesen? Ausbeutungs- pjehe, Kaufaelegenheit für Kuriositäten, Stativ» un für die Ausbreitung ihrer Machtstellung im fernen Osten in militärischer und in kultureller Begehung. Man hat diese Einstellung selbstverständlich leder in London und noch weniger in Washington igeben wollen, man betonte die große Kulturmis- an der anglosächsischen Völker im Fernen Osten, ren erzwang weitgehende Privilegien und man iar ehrlich verwundert, daß man in Peking und in ünfio nicht reinen Dank und Unterwürfigkeit für dese aufopfernde Tätigkeit erntete. Nach dem Sturz dr Mingdynastie war man in den Vereinigten (Staaten unfähig, die tatsächliche Lage zu erkennen, ran beurteilte die Dinge nach den in Amerika festigenden politischen Prinzipien.
"Als sich China in endlosen Bürgertriegen und E-irren unter dem Kommando von käuflichen Verölen und Marschällen verlor, als sich ganze rmecn in Räuberbanden verwandelten und bas inb verwüsteten, frohlockten die Amerikaner, daß r* Chinesen jetzt, ebenso wie sie selbst vor 150 Jah- n für die Republik kämpften. Ihre großen Handl sniederlassungen in Schanghai und in Tientsin achten unterdes glänzende ' Geschäfte, indem sie in verschiedenen Rebellen Waffen und Munition vrkauften. Sie förderten und unterstützten den 'tijapanischen Boykott in China, um ihre eigenen rdienstmöglichkeiten zu steigern, ohne sich aber in rem Hochmut der Gefährlichkeit ihrer Haltung belaßt zu sein. War es nicht der amerikanische Admi- i Perry gewesen, der im Frühjahr 1853 mit er Kriegsflotte im Hasen von Tokio erschien und rd) eine Salve Japan dazu zwang, seine Tore Welt zu öffnen? Hat Washington Japan durch nicht zu ewiger Dankbarkeit verpflichtet? Es ft als ein feststehender politischer Grundsatz, daß nna und Japan am Gängelbande der Anglo- sen ihren Gang durch die Weltgeschichte zu voll- n hätten.
Der rapide machtpolitische Aufstieg Japans wurde den Vereinigten Staaten mit einem gewissen ßoergnügen aufgenommen, zumal da die rivali- enden Großmächte nach dem Frieden von imonofefi China in Interessensphären aufzutei- begannen. Rußland erwarb Konzessionen in r Mandschurei, England setzte sich im Pangtse-Tal , Frankreich im südlichen China und Deutsch- itb erwarb, oder richtiger, pachtete Schantung. Um n der Gefahr zu begegnen, von dem Mitbestim- ngsrecht über den Fernen Osten übergangen zu
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„Eine sehr hübsche Rückzugsleistung."
Der Eindruck tu Südamerika.
Buenos Aires, 4. April. (DNB.) In Buenos Aires hat die Wendung in der militärischen Lage auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz ungeheures Aussehen hervorgerufen. Mit großen Schlagzeilen berichten auch die Boulevard-Zeitungen über die Räumung Benghasis, das angesichts des schnellen Vormarsches der deutschen und italienischen Truppen unhaltbar geworden sei. Die Sensation ist um so größer, als die argentinischen Zeitungen seit Wochen täglich Berichte über die Lage in Nordafrika veröffentlicht hatten, die auf alles andere als auf eine solche Wendung der Lage schließen ließen. Bezeichnend ist, daß sogar das Blatt der englischen Kolonie zugeben muß, daß die Räumung Benghasis durch die britischen Truppen ein „bitterer Rückschlag" sei. Auch in Rio de Janeiro wird die Meldung von der Räumung Benghasis sehr stark beachtet. Die Zeitungen sprechen von einem blitzartigen Vordringen der deutschen und italienischen Panzerkräfte „Gazeta de Noticias" weist darauf hin, daß die Engländer innerhalb von zwei Tagen 2 4 0 Kilometer zurück- geschlagen seien, was einem Tagesdurchschnitt von 120 Kilometer gleichkomme. Das sei für die Engländer eine „sehr hübsche Rückzugs- l e i st u n g".
Bor der Räumung alle Lebensmillelvorräle vernichtet.
Berlin, 4. April. (DNB.) In einem Reuter- Kommunique über die Räumung Benghasis heißt es, daß vor Antritt des Rückzuges alles, was in der Stadt an Lebensrnitteln vorrätig war, zerstört wurde. Die in Benghasi verbliebene Zivilbevölkerung ist also dem Hunger überantwortet worden, bzw. die Sorge um ihre Verpflegung wird dem Feind überlassen. — Genau so haben sich die Engländer in Holland, Belgien und Nordfrankreich verhalten. Später hat die britische Propaganda freilich geleugnet, daß englische Truppen es waren, die entgegen den Grundsätzen des Völkerrechts Hand an die Lebensmittelvorräte der Zivilbevölkerung legten. Die Schwierigkeiten, die in der Ernährung der besetzten Gebiete Westeuropas auftraten, wurden vielmehr den Deutschen in die Schuhe geschoben. Das Reuter-Communigu6 nagelt jedoch dis Verantwortlichkeit der Engländer für immer fest. ,
General-Anzeiger für Oberhessen ^«iebrn^ch-Ntratzkr-,
Bclriction Act" für Japan die Einwanderung in ^Vereinigten Staaten, und Staatssekretär Stimson, ? jeitc Kriegsminister, versuchte durch die Unterzeich- iiung des sog. Neunmächtepaktes eine Front gegen Cap an zustandezubringen. Tokio ließ sich aber nicht ein chüchtern, cs setzte unbeirrt seine Politik auf dem „tsic tischen Kontinent.fort und glaubte, daß nach dem |tu>brud) des europäischen Krieges die Stunde der fitqültigen Verwirklichung der „neuen Ordnung lslisiens" gekommen sei. Der Zusammenbruch :! ?rcnfreid)3 und der Rückzug Englands aus Ost- tfiin bestärkten cs in der Verkündung des groß- attischen Doktrin. Es trat dem Dreimächtepakt bei, ler vom Fürsten Konoye und vom Außenminister ^ctsuoka als unumstößliche Grundlage der Politik Cif ans anerkannt und bestätigt worden ist.
' 3 ie Vereinigten Staaten wurden vor eine vollere Tatsache gestellt. Der Pakt an sich ist, rote e- Außenminister Matsuoka immer betonte, ein Iri-benspaft. Er enthält keinerlei Spitze gegen die Peinigten Staaten, sofern sie davon absehen wol- Japan feinen Lebensraum streitig machen zu Molen und die Befriedung Chinas zu stören. Man i m Washington mit dieser These nicht einverstan- im Man droht und man rüstet, unfreundliche 9o:$n werden gewechselt und die in Nordchina und i lapan ansässigen Amerikaner haben von ihren I iüfulen die Aufforderung erhalten, das Land zu I irnassen. Der große amerikanische Dampfer „Pre- |eit Coolidge" verließ bereits vor einigen Wochen . ChTinghai mit mehr als tausend Amerikanern an f I 3ri) mit dem Kurs nach Osten. - Die Garnisonen r ff den Philippinen wurden verstärkt, die ameri- (sschen Geschwader besuchten Australien und sam-
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mm, Hawais und, der dazu gehörenden Jnsel- Httppe, und wenige Monate später erwarben sie, iicch dem Sietze über Spanien, die Philippinen.
Der Friede von Portsmouth vom 5. September
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Gießener Anzeiger


