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Aus dem Weg zum Familienlastenausgleich

Gutes Licht macht zufriedene Mitarbeiter

LAM PEN

Roosevelt bestätigte die Meldungen, nach denen der USA.-Botschafter in Tschungking, Nelson T. I o h n - s o n, demnächst auf einen anderen Posten versetzt werden soll. Das Staatsdepartement will einen jüngeren Mann nach China schicken. Der USA.. Botschafter in Australien. Charencee Gauß, soll für den Posten in Tschungking ausersehen sein.

Aus Kairo wird gemeldet, daß der Präsident der Liberalen ägyptischen Partei und frühere Mini­sterpräsident Mohamed Mahmud Pascha plötzlich verstorben ist. Mahmud Pascha war als Ministerpräsident im Jahre 1938 der Amtsvor. gänger von Ali Mäher Pascha.

Der Führer empfing in der Neuen Reichs, kanzlei in Gegenwart des Reichsministers des Aus­wärtigen von Ribbentrop den von seinem Berliner Posten scheidenden Kaiserlich Japanischen Botschaf­ter K u r u s u zur Verabschiedung.

Reichserziehungsmin-ister Rust empfing die Teil« nehmer des 2. deutsch-italienischen Kulturkongresses

Berlin. 3. Febr. (DNB.) Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Reinhardt, gibt in derDeutschen Steuerzeitung" einen Ueberblick über die Erfolge der nationalsozialistischen Finanzpolitik. Die volkswirtschaftlichen und die daraus sich er. gebenden finanzpolitischen Erkenntsnisse des Nativ- nalsozialismus haben sich als unbedingt richtig er. wiesen. Das Steueraufkommmen des Rei. ches hat sich von 6,6 Milliarden RM. im Jahre 1932 auf 27 Milliarden RM. im Jahre 1940 er- höht. Die Finanzierung des Krieges ge- schieht nicht durch Inanspruchnahme der Noten­presse. sondern nur durch Inanspruchnahme des­jenigen Teiles des deutschen Volkseinkommens, das nicht für Zwecke der privatwirtschaftlichen Bedarfs, deckung gebraucht wird. Der Finanzbedarf des Rei. ches. der über die Einnahmen an Steuern, Der- waltungseinnahmen und dem gegenwärtigen Kriegs- beitrag der Gemeinden hinaus besteht, hat bisher stets ohne Schwierigkeit durch Ausgabe von Schuld- titeln des Reiches gedeckt werden können. Das wird bei der Ordnung im deutschen Geld- und Kredit­wesen auch in Zukunft so sein. Wie günstig die Lage am Geld- und Kapitalmarkt ist und wie ge­sund die Finanzen des Reiches sind, wird eindeutig dadurch bewiesen, daß im Jahre 1940 mit der Senkung der Zinsen für Schuldtitel des Reiches hat begonnen werden können.

Der Umlauf an Zahlungsmitteln in Deutschland hat am 1. September 1939 13,3 Mil­liarden RM. und am 15. Januar 1941 15,8 Mil­liarden RM. betragen. Die Zunahme von 2,5 Mil­liarden RM. ist zurückzuführen auf die Eingliede­rung der Ostgebiete, auf den verstärkten Betriebs­mittelbedarf der Wehrmacht und auf die Zunahme der Umsätze und der Einkommen in der deutschen Volkswirtschaft. Die Finanzierung des Krieges ist daher durchaus gesund und wird ohne Ruck- sicht auf die Dauer des Krieges so bleiben. Die Verschuldung des Reiches beträgt einfchl. der Steuergutscheine heute rund 79 Milliarden RM ein Betrag, der, gemessen an der Größe und Leistungskraft der deutschen Volkswirtschaft, nicht besonders groß ist. Die Finanzkraft des Reiches und die deutsche Währung werden durch die Dauer des Krieges nicht beeinträchtigt werden.

Die Wirtschaft wird nach Beendigung des Krieges sich in Ausmaßen aufwärts entwickeln, die alles bisher Dagewesene übertreffen werden. Die Folge wird eine weitere erhebliche Aufwärts­entwicklung des Steueraufkommens fein, trotz Beseitigung des Kriegszu- f ch l a g e s zur Einkommensteuer und trotz einiger anderer steuerlicher Erleichterungen. Es wird nicht nur der Anleihedienst des Reiches ohne Schwierig­keiten erfüllt werden können, es wird auch die Finanzierung der Maßnahmen möolich sein, durch die das soziale und das kulturelle Leben ber deut­schen Bevölkerung gesteigert werden wird.

Zum Schluß macht Reinhardt Ausführungen zur Frage des F a m i l i e n l a st e n - A u s g l e i ch e s : Ab1 Januar 1941 wird jedem -aushaltsvorstand lausende Kinderbeihilfe für das dritte und jedes weitere minderjährige haushaltszugehörige K'.nd ge­währt. Bold nach Beendigung des Krieges rotrb allen Einkommensempfängern nut nicht mehr als 2400 Reichsmark Jahreseinkommen laufende Km-

an jeden Werkplah eine Sonderleuchte mit einer bO'Wan-Osram.MLampe.

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Am Montagnachmittag wurden in Schanghai Handgranatenanschläge auf zwei ver­schiedene Gerichtsgebäude verübt. Der erste Anschlag erfolgte auf das Kriminalgericht des ersten Distrik­tes an der Weihaiwei-Straße in der Internationalen Niederlassung; wenig später detonierten Handgrana- ten im Gebäude des Special First District Court an der Chekiang-Straße. Die Täter sind unerkannt entkommen.

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Staatssekretär Reinhardt über die Finanzierung des Krieges und Aufgaben der Zukunst.

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September 1940 wurde mit der Umwandlung der Uolkegruppenorganisation des Kulturverbandes der Deutschen Litauens in eine Umsiedlungsorgani- ation begonnen. Sie stellt ein Netz von Mitarbei- ern dar, das bis zu den entferntesten Winkeln, wo Deutsche wohnen, hinreicht. Mit den Vorbereitungen ur Umsiedlung sind gleichzeitig umfangreiche Dor- Bereitungen zur Ansiedlung getroffen worden, rin Stäb aus den besten und erfahrensten Mit­arbeitern in der Bolksgruppenorganisation setzt sich cus Sachverständigen aller Wirtschafts- und Ge- verbezweige zusammen. Er wird wertvolle Unter­agen bei der Ansiedlung im Meich liefern. Dank er mustergültigen Vorarbeit der Deutschen Volks- pruppenorganisation konnte das deutsche Umsieb- angskommando sofort nach Ankunft in Litauen in er' Nacht zum 23. Januar mit der Registrierung »er unrsiedlungswilligen Volksgenossen und den 1 anstiyen Umsiedlungsarbeiten beginnen.

I ren Teil auch aus Pommern und Branden- I urg, die vorwiegend dem bäuerlichen, daneben habt, \ iber auch dem handwerklichen Stand angehörten.

1 Das Deutschtum Litauens ist seiner sozialen und virtschaftlichen Struktur nach ein B a u e r n v o l k. kleinere und mittlere Bauernwirtschaften bis 50

Hektar überwiegen Ihr Bodenbesitz beläuft sich iuf rund 65 000 Hektar und beträgt im Durch- chnitt etwa 15 Hektar je Bauernfamilie, was -ach den litauischen Verhältnissen eine Acker- nahrung bedeutet. Nach dem Bauernberuf ist beim litauischen Deutschtum auch das Handwerk gut vertreten. Unter den selbständigen Handwerkern *inb Schlosser, Fleischer und Tischler am häufigsten;

agegen sind die freien Berufe, wie Aerzte, Rechts- :nwälte und Ingenieure nur schwach vertreten.

Die Vorbereitung zur Umsiedlung der Deut- chen aus Litauen ins Reich wurde bereits im No- lember 1939 in Angriff genommen. Die Ver- nögensbestandsaufnahme wurde im Mai 1940 ab­geschlossen. Nach den ausgewerteten Vermögens- 'ogtzn ist ein Gesamtvermögen, das in die Hunderte pon Millionen Lit geht, festgestellt worden. Im

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j teben besteht noch eine stattliche Anzahl von Ab- ?ömmlingen aus völkischen Mischehen mit Deut­schen, die vorwiegend aus dem städtischen Deutsch­tum hervorgegangen sind. Ihre Zahl kann heute nicht einmal annähernd geschätzt werden. Bereits I Dor 600 Jahren kamen Deutsche, von den litauischen Sroßfürsten gerufen, als Kaufleute und Handwer­ler ins Land, die, mit den Privilegien des Magde- buraer Städterechts ausgerüstet, das ihnen eigene Aerichtsbarkeit, Verwaltung, Zunft- und Steuer- rechte einräumte, in der Entwicklung der litauischen Städte führend gewesen sind. Nach 300jähriaem Be­tehen trafen jedoch dieses in kraftvollem Aufstieg jur schönen Blüte gelangte Frühdeutschtum Litau­ens schwere Schläge: Wilna und Kaunas wurden Ig55 im Kriege gebrandschatzt, fast alle deutschen flohen deshalb nach Ostpreußen, und nur wenige von ihnen kehrten zurück. 1710 wütete un- ;er den Verbliebenen d i e P e st und 1731 wurde ast der gesamte deutsche Besitz durch einen Rie ° enbrand vernichtet, so daß vom einst blühen- ^en Deutschtum Litauens nur noch ein geringer Heft verblieben war. Seit dem Ende des 18. Jahr- | jbunderts begann aber eine neue Einwande­rung von Deutschen nach Litauen, die den eigent- chen Grundstock der heutigen deutschen Volksgruppe n Litauen gelegt haben. Es waren vorwiegend iluswanderer aus Ostpreußen, vor allem Salzburger Kolonisten, zum nicht gerin-

.Zichochinas Friedensbereilschast.

Tokio, 3. Febr. (Europapreß.) Die höchsten Re- sierungsbeamten Jndochinas hielten unter dem Vor- ftz d-es Gen-eralgouverneurs, Mnniräl Decoux, fine Konferenz in Saigoon ab, um die indochinesische Haltung bei den bevorstehenden Friedensverhand- Lingen in Tokio festzulegen.Yomiuri Shimbun" neidet, in politischen Kreisen Jndochinas zeige man 'ch im Einvernehmen mit der französischen Regie- mng in Dichy zu einer Annäherung an i>apan geneigt. Die Behörden Jndochinas seien jgar bereit, Japans politische und wirtschaftliche irührung im Fernen Osten anzuerkennen. Ran hoffe, durch eine solche Einstellung künftig Lriegshandlungen mit Thailand zu vermeiden und nit Hilfe der Freundschaft Japans die nord- - m e r i k a n i s ch - e n g l i s ch e n B e st r e b u n - -en in Jndochina sowie die subversive Tätigkeit les früheren französischen Generals de Gaulle zu vereiteln.

Wie in Tokio verlautet, wird die thallän- Nsche Delegation zu den Friedensverhand- lüngen zwischen Thailand und Jndochina am Don- rerstag in Tokio erwartet. Nach der Ankunft nerben die Verhandlungen unverzüglich aufgenom- = nen werden.

Bessere Bedingungen für die Minderheiten in Ungarn.

Budapest, 4. Febr. (Europapreß.)' Die unga- r fche Regierung veröffentlicht eine Verordnung über b?n Volksschulunterricht der nationalen Minderheiten. Es wird festgesetzt, daß in den Mm- dfcheitenschulen für alle gewünschten Lehrgegen- stände die Unterrichtssprache die Mut ter f Prache Iift. Mnisterpräsident Graf Teleki erklärte, es sei de Pflicht des ungarischen Staates, die Bürger an­derer Muttersprachen in ihren Dolkstumsbestrebun- S-n zu unterstützen. Die Regierung werde mit Der lrößten Energie dafür sorgen, daß die Eltern ihrem - Billen hinsichtlich des Unterrichts ihrer Kinder in der Muttersprache frei ©eltung verschaffen rön­nen.

Kleine politische Nachrichten.

Heissleiter Alfred R ° fe n b - r « fproch vor ben I Ehrern der Waffen-ff über den Smn des gr°tz-n Sütnpfes unserer Zeit. Selten fei fo erklärte der Heissleiter - in der Weltgeschichte eine derartige üiicheit zwischen Idee. Wille und Macht gewesen wie heute in Deutschland. Alte deutfche_S°l,

derbeihilfe auch für das erste und zweite minderjährige haushaltszugehörige Kind gewährt. Sie wird in M i e t z a h l u n g s s ch e i n e n gewährt werden. Es wird dann auch den kleinsten Einkommensteuerzahlern finanziell möglich fein, Wohnungen zu mieten, die den gefundheits- politifchen und bevölkerungspolitischen Richtlinien entsprechen, die der Führer bekanntgegeben hat. Ferner wird eine stärkere Berücksichtigung des Fa­milienstandes bei der Einkommensteuer, in Zusammenfassung mit den laufenden Kinderbei­hilfen erfolgen. Die Familienlastenerleichterung wird tatkräftig fortentwickelt werden, bis schließlich ein vollständiger Ausgleich der Familien­lasten erreicht sein wird.

Die Ehefrau im Erwerbsleben.

In der Zeitschrift der Akademie für Deutsches Recht" untersucht Prof. Dr. B o e h m e r, Freiburg, die Formen des Familienunterhalts und ihre Neu­regelung im kommenden Volksgesetzbuch. Die Vor­schläge des Referen-ten gehen davon aus, daß privat­rechtlich hn neuen Volksgefetzbuch bei den Fragen des Vermägenrechts, also des Unterhalts, der Schlüs­selgewalt usw., gleiches Recht und gleiche Pflichten auch für die Ehefrau gegeben werden sollen. Daß in erster Linie der Mann zu beruflicher oder gewerblicherAußenarbeit" ver­pflichtet ist, ist auch vom bisherigen Bürgerlichen Gesetzbuch bestätigt worden. Dagegen ist die Frau bisher zwar zur Mthilfe im Geschäft oder Beruf des Mannes schon dann verpflichtet, wenn das nach den Lebensverhältnissen der Ehegattenüblich" ist, zu eigenerAußenarbeit" aber erst bei Versagen sämtlicher Hilfsmittel des Mannes. Die Frau soll berechttgt sein, auchständesüdliche" Mithilfe dann zu verweigern, wenn sie die Erfüllung ihrer häus­lichen, insbesondere mütterlichen Pflichten beein- trächttgen würde. Auf der anderen Seite ist ihre weitgehende Befreiung von jeder außerhäuslichen Erwerbspflicht nicht mehr zeitgemäß, da die Be­lange der Volksgemeinschaft dringend die Ergän­zung der Mannes- durch Frauenarbeit verlangen. Die' Arbeitspflicht der Frau muß einsetzen, wenn nach den sozialen Verhältnissen der Ehegatten die sittliche P'licht vorliegt, dem Manne die Ausbrin­gung des Familienunterhalts durch eigenesZuver- dienen" zu erleichtern. Die einzige Schranke dieser Pflicht liegt im Vorrang der Hausftau- und Mut- terpflicht. Der so erweiterten Pflicht der Frau zur 2lußenarbeit muß ein gleiches Recht entsprechen, d h. der Mann durfte in Zukunft nicht mehr das Recht besitzen, nach Gutdünken in das Arbeitsver­hältnis der Frau einzugreifen. Beide Ehegatten müssen dieeheliche Gemeinschaft" im Rechtsverkehr vertreten können und nicht mehr nur der Ehemann, jedoch sollte die Mithaftung des anderen Ehegatten stets von dessen ausdrücklicher Zustimmung zu dem Geschäft abhängig gemacht werden bei Abzahlungs­geschäften und' ihnen wirtschaftlich gleichstehenden Kreditgeschäften.

Aufrüstunq ve- Deutschen Dorfes.

NSG. Auf Grund der vom Reichsminister Darr6 in seiner Rundfunkrede zur zweiten Kriegserzeu- gungsschlacht am 14. Dezember 1940 gemachten Mit­

teilung, daß für die Zeit nach dem Kriege eine Auf­rüstung des Deutschen Dorfes geplant sei, gehen zahlreiche Zuschriften ein, in welchen Vorschläge für die Aufrüstung des Deutschen Dorfes gemacht werden. Um eine schnelle und planmäßige Bearbei­tung sicherzustellen, wird gebeten, solche Zuschriften unmittelbar dem Ministerbüro des Reichs- Ministers für Ernährung und Landwirtschaft, Ber­lin W 8, Wilhelmstraße 72, unter dem Kennwort Aufrüstung des Deutschen Dorfes" zuzuleiten.

Wichtige Verbesserungen in der Sozialversicherung.

Die Reichsregierung hat ein Gesetz über weitere Maßnahmen in der Reichsoersicherung aus Anlaß des Krieges beschlossen. Für alle Dersicherungs« zweige, auch die Arbeitslosenversicherung, gilt die Bestimmung, daß alle Verjährungsfristen und Ausschlußfristen für die Anmeldung von An­sprüchen frühestens mit dem auf das Kriegsende folgenden Kalenderjahr ablaufen. In der Kran­kenversicherung läßt das Gesetz die Gewäh. rung von Mehrleistungen, die nach den Notverord­nungen erheblich eingeengt waren, wieder in einem vom Reichsarbeitsminister zu bestimmenden Um­fange zu. Wer von der Versicherungspfliäst befreit war, konnte bisher nicht fteiwilliges Mtglied einer Krankenkasse werden, das neue Gesetz ermöglicht dies jetzt. Bereits von der Dersicherungspflicht be­freite können noch bis zum 30. Juni 1941 bei der zuständigen Krankenkasse die Weiterversicherung be­antragen. Versicherte, die an einer ansteckungsge­fährlichen Geschlechtskrankheit leiden, erhalten eben­so wie ihre berechtigten Familienangehörigen un­begrenzte Krankenpflege und freie Krankenhausbe­handlung. Die Kosten für Arznei, Verbands- und kleinere Heil- und Hilfsmittel werden von der Kran­kenkasse in vollem Umfahge getragen. Eine Kran- kenscheingebühr oder ein Arzneikostenanteil sind nicht zu entrichten. In der Rentenversicherung ist Voraussetzung eines Rentenanspruches die Erhal- tung der Anwartschaft. Sie gilt als erhalten, wenn beim Eintritt des Versicherungsfalles die Hälfte der Versicherungszeit mit Beiträgen belegt ist (Halb- deckung). Das neue Gesetz bestimmt, daß für die Halbdeckung die Zeiten, in denen der Versicherte während des Krieges Sanitäts- ober ähnliche Dienste leistet, nicht mitgezählt werden, wohl aber die etwa hierfür entrichteten Beiträge. Dom 26. August 1939 bis zum Ablauf des auf das Kriegsende folgenden Kalenderjahr erlöschen die Anwartschaften nicht. Während Versicherte, die eine Invalidenrente be­ziehen wollen, die Erfüllung einer bestimmten Wartezeit nachweisen müssen, gilt nach dem neuen Gesetz bei Versicherten, die während des Krieges als Soldaten gestorben ober infolge einer Beschäbigung bei besonderem Einsatz ober einer Wehrbienstbeschä« bigung Invalide geworden sind, die Wartezeit als erfüllt. Renten, die wegen Invalidität ober Berufs­unfähigkeit gewährt worben sinb, bürfen nicht des­halb entzogen werden oder ruhen, weil der Bercch- ttgte während des Krieges erneut eine Tätigkeit ausübt. Ist der Versicherte nach dem 25. August 1939 gestorben, so beginnt bie Rente mit betn Ablauf des Sterbemonats.

Vergütung für den Bereitfchastsdrenst.

Ein Erlaß bes Reichsluftfahrtministers stellt fest: Din Bereitschaftsbienst aus Luftschutzgrünben kann nur von einem zur Luftschutzbien st pflicht herangezogenen Gefolgschaftsmitglieb ver­langt werden. Die Inanspruchnahme eines ande­ren Gefolgschaftsmitgliedes zu einem Bereitschafts. bienst im Luftschutz entbehrt der Rechtsgrundlage. Sie hat daher zu unterbleiben. Danach ist es selbstverständlich, daß allen zum Bereitschaftsdienst im Luftschutz eingesetzten Gefolgschaftsmitgliedern auch die in § 12 ber Ersten Durchführungsverorb- nung zum Luftschutzgesetz genannten Dergütun- gen bei Dorliegen der sonstigen Voraussetzungen zustehen.___

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der Studenten. Der bevollmächtigte Vertreter des Reichsstubentenführers, Dr. Kubach, stellte bem Mi­nister bie italienische Delegation vor, an ber Spitze ben italienischen Stubentenführer Nationalrat Dr. Salvatore Gatto.

Auf Einlabung des Reichskommissars Terboven trafen 14 führende Persönlichkeiten ber norme« gischen Gewerkschaften in Berlin ein. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat eine Deutsch- lanbreife zusammenstellen lassen, burch bie bie nor­wegischen Gäste Gelegenheit haben werden, einen praktischen Einblick in bas soziale Leben Deutsch- lanbs zu nehmen. *

DieFinancial Times" hat auf Grunb einer eigenen Jnberderechnung eine Uedersicht über bie Steigerung ber britischen Großhan­bei s p r e i s e seit Kriegsausbruch bis zum Enbe bes Jahres 1940 gegeben. Daraus geht hervor, baß sich gegenüber bem Stanb vom August 1939 bie britischen Großhanbelspreise bis Enbe Dezember 1940 bei Lebensmitteln um 46,8 v. H. unb bei inbuftriellen Rohstoffen um 42,9 vom Hunbert erhöhten.

batentrabition habe sich bem modernsten Gedanken unseres Jahrhunderts vermählt. Dieser Kampf werde einst als die große deutsche Revolutton in die Ge­schichte eingeben.

Am 1. Februar beging der braunschweigische Ministerpräsident, ff - Gruppenführer Dietrich Kl a g g e s , seinen 50. Geburtstag. Ass einer ber ersten Mitkämpfer bes Führers hat Klagges schon lange vor der Machtübernahme unentwegt für die Durchsetzung der nationalsozialistischen Idee im Lande Braunschweig gewirft. Der Führer richtete an den Ministerpräsidenten ein in herzlichen Wor­ten gehaltenes Glückwunschschreiben.

Dem Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reichsminister Freiherrn von Neurath, sinb zu seinem Geburtstag aus allen Teilen bes Reiches so zahlreiche Glückwünsche zugegangen, baß es ihm zu seinem Bebauern nicht möglich ist, jeben einzel­nen persönlich zu beantworten. Er bittet baher, sei­nen aufrichtigen Dank auf biesem Wege entgEn- zunehmen.

In München, ber Stadt seines Wirkens vor ber Berufung als Reichsjustizminister, wurde am Montagvormittag Reichsminister Dr. G ü r t n e r auf dem Walbfriedhof, zur letzten Ruhe geleitet. Unter ben Trauergästen aus Partei, Staat unb Wehrmacht sah man auch ben Ministerpräsidenten Siebert, ber an der Bahre bes Toten einen Kranz der bayerischen Landesregierung nieberlegte.

Am Sonntag fanb im Kaiferin-Augusta-Diktoria- Krankenhaus in Berlin-Westenb die erste Re.ichs- tagung von Säuglings- unb Kinber- schwestern unter ber Leitung ber Generaloberin Ranke vom Reichsbunb ber Freien Schwestern unb Pflegerinnen e. V. unb der Fachgruppenleiterin bes Bundes, Oberin von Litzing, ihren Abschluß. Es nahmen über 150 Oberinnen, Stationsschwestern unb Schwestern der nachgehenden Fürsorge der NSV. teil.

Willkie bringt es an den Tag.

Um zu wissen, welches Maß von Kriegshilfe nötig ist, um ben Tobeskampf bes englischen Piraten­staates so lange wie möglich auszubehnen, müssen bie norbamerikanischen Weisen natürlich genau wissen, wo bie Grenzen ber enalischen Selbstver­teidigung und vor allem ber englischen Probuktions- fraft liegen. Wenbell Willkie hat sich beshalb nicht mit seinem Lonboner Aufenthalt begnügt, son­dern ist auch in bie Kriegszone an ber Kanalküste gefahren unb hat sogar bie schwer heimgefuchten Mib 1 anbs besucht. Es heißt, daß ihm in Birmingham ein pomphafter Empfang bereitet worden fei. Die Bevölkerung habe ihm zu­gejubelt unb ihn hochleben lassen. Das ist auch ver- ftänblid), benn ein Volk, bas von seiner eigenen Regierung keine Rettung mehr erwarten kann, greift nach jebem Strohhalm. Willkie seinerseits zeigte sich weniger begeistert. Er war, wie Reuter berichtet, sehr überrascht über bie Ausbehnung ber Bombenschäben in Birmingham, bie in gewisser Hinsicht berjenigen von Coventry gleichkomme. Denn fo fügte Willkie hinzunichts, was in ben amerikanischen Zeitungen veröffentlicht würbe, hat auch nur ein Bilb ber Schöben in Bir­mingham gegeben." Wir wissen nicht, ob Willkie wirklich überrascht war ober nur ben Ueberraschten spielte. Bemerkenswerter ist bie Tatsache, baß bas offizielle Reuterbüro jetzt selber seine frühek geübte Vernebelungs- unb Verschweigetaktik zuglbt. Das geschieht freilich nicht aus Wahrheitsliebe, sondern damit Herr Willkie nachher als Augenzeuge und Wahrheitsforscher in ben USA. auftreten und so­mit die Dringlichkeit ber amerikanischen Kriegshilfe glaubhaft machen kann. Ev.

Erhältlich für

O_ 40,60,75 unb

100 Wan.