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Maßnahmen Vorschlägen, die das ganze Gesetz ent­kräften, aber es pro forma bestehen lassen. Und nun kommt Knox und plaudert aus, was Roosevelt wirklich zu tun beabsichtigt. Daß dabei verschiedenes Porzellan in die Brüche ging, kümmert Knox nicht.

Also er sagte, nur eine gerecht geführte fried­liebende Macht, selbstverständlich die von Roosevelt und Knox, könne die Welt vor der Selbstvernich, tung retten. Diese Macht müsse die Kontrolle über die Meere haben und deshalb müßten die deutsä>en Piraten aus dem Nordatlantik weggefegt werden, damit die USA.nach England die Produkte zur Ablieferung bringen können, die aus dem Arsenal kommen, das in den USA. errichtet wurde". Die Niederlage der totalitären Mächte bilde jetzt einen

Teil der nationalen Politik, die USA. würden den Legionen der Achsenmächte Deutschland und Italien sowie Japan die Niederlage zufügen. Ganz abge­sehen davon, daß Knox hier wider Roosevelts Taktik verstößt, Japan augenblicklich nicht zu erwähnen, spricht Knox bereits, als ob die USA. im Kriege wären, als ob Roosevelt den Kongreß dazu ge­zwungen hätte, die Kriegserklärung an die Achsen­mächte zu bewilligen. Und weiter: Knox stellt die Gewaltpolitik, die Roosevelt beabsichtigt, als Teil eines Messias-Programms hin, wobei der Messias natürlich Roosevelt heißt.

Wir müssen sagen: ein solcher wilder Marme- minister ist Roosevelts würdig. Das amerikanische Volk aber? Das Repräsentantenhaus? E. S.

3m Kessel von Kiew.

Das haben die Sowjets aus dem schönen Kiew gemacht.

In Kiew, der schönen Hauptstadt der Ukraine, hat sich der Dernichtungswahnsinn der Bolschewisten ausgetobt. Ganze Häuserblocks wurden zerstört und in Brand gesteckt. (PK.-Funck-Scherl-M.)

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Berlin, 2. Okt. (DNB.) Die Schwere der bolschewistischen Meterlage im Kessel ostwärts Kiew und die gewaltigen Verluste, die die Bol­schewisten bei der Vernichtung mehrerer Armeen hatten, zeigen sich jetzt in ihrer vollen Auswirkung. Nach den bisherigen Zählungen wurden auf dem Kampffeld im Dnjepr-Desna-Bogen mehr als 15 000 sowjetische Kraftfahrzeuge von

den deutschen Truppen erbeutet oder vernichtet. In dieser Zahl sind die vielen zerschossenen Fahrzeuge der Bolschewisten, die in dem unübersichtlichen Wald- und Sumpfgelände lieaengeblieben und noch nicht ausgefunden worden sind, nicht enthalten. Außerdem wurden bisher 8000 sowjetische Pferde aufgegriffen und den Sammellagern zu- geführt.

Die Front für den Bolschewismus.

Moskau erhebt den Führungsanspruch. - Wer Hilst wem?

Berlin, 2. Oktober. (DNB.) Die Moskauer Be­sprechungen zwischen den Vertretern der Sowjet­union und ter Plutokraten Englands und USA. sind mit einem Schwall phrasenreicher Freund- schastsbeteuerunaen und Hilfeversprechungen zu Ende gegangen, die das innige Einvernehmen zwischen den verbrecherischen Spießgesellen erneut bestätigt haben. Von dem nunmehr im Wortlaut vorliegen­den wut- und haßerfüllten Gestammel, das der miß­tönende Lautsprecher bolschewistischer Agitations­phrasen, Genosse Molotow, vor den staunenden Gentlemen aus England und USA. zum Besten gab, verdient ein Satz besondere Beachtung, der in erfreulicher Deutlichkeit enthüllt, um was es nach dem Willen der Moskauer Machthaber bei dem Kamvf gegen diefaschistischen Mörder" eigentlich in Wirklichkeit geht.

Eine geeinte Front der freiheitsliebenden Völker", so deklamierte Molotow,mit der Sow- jetunion an der Spitze hat sich erhoben, England und die USA. haben sich dieser Front a n a e s ch l o s s e n." Da sich keinerlei Widerspruch vonseiten terfeinen" plutokratiscken Bundesgenos­sen regte, ist somit als feststehend die ungeheuer­liche Tatsache zu vermerken:

Der Krieg, den England verbrecherisch gegen Deutschland und die anderen jungen und auf­strebenden Völker heraufbeschworen hat, ist zum Kampf für den Bolschewismus gewor­den. Die plutokratlen sind in diesem Kampf, der unter Führung des bolschewistischen Regi­mes in Moskau geführt wird, offiziell wie Molotow dies offen ausspricht nichts ande­

res mehr als Helfershelfer der blu­tigen Verbrecherclique im Kreml.

In vollem Bewußtsein dieser leitenden Rolle, die dem Bolschewismus in dieser unheiligen Allianz zu- gestanden wurde, kann es sich der als Stalins willfährige Kreatur zur Macht gelangte kleine Sow­jetfunktionär Molotow auch leisten, die Ver­treter der früher so stolzen Plutokratien dreist und schonungslos an ihre Pflichten zu erinnern. Er ver­langt, daß die schon begonnenen Lieferungen von Kriegsmaterial an die Sowjetunion einenum­fangreichen und systematischen" Charakter annehmen mühten. Die Sowjetunion, so betonte Molotow mit herausfordernder Deutlichkeit, trage gegenwärtig die ganze Bürde des Kampfes. Es sei daher zu ver­stehen, daß die Hilfe schnell und in immer größerem Ausmaß erfolgen müsse. Aus dem aufdringlich for­derndem Ton des bolschewistischen Schnorrers klingt also deutlich die bange Sorge heraus: Wird die Hilfe überhaupt geleistet werden, wird sie aus­reichend sein und wird sie überhaupt und vor allem rechtzeitig eintreffen?

Daß diese Befürchtungen Molotows zum minde­sten nicht ganz unberechtigt sind, ergibt sich aus der Antwortrete des USA.-Vertreters Harriman. Gewiß, auch er spricht in verbindlichen Worten da­von, daß die Konferenz beschlossen habe, der Sow- jetreaierung all das zur Verfügung zu stellen, was von den militärischen und Zivilbehörden der Sow­jetunion angefordert würde. Aber gleich darauf folgt ter plutokratische Pferdefuß, d i e Sowjet- union werde, so behauptet wenigstens Harriman, Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit einer großen Menge von Roh­

Oer Teufel hält Winterschlaf.

Von Hans Friedrich Blunck.

Einmal hat der kleine Igel Stickelpickel Unglück gehabt. Er steht sich nicht gut mit dem Teufel ich erzälte schon einmal, warum das so ist: er hatte ihm ja einmal einen Klumpen Gold angenommen. Seitdem meidet er ihn, wie jeder Gerechte ihn mei­den sollte. Aber der Böse, von dem ich rede Bellhorn heißt er, hat einen Hof irgendwo in unserem ßahd, und dem kleinen Stickelpickel stößt es zu, daß er sich eines Tages, gerade als er sich einen Schlafplatz für den Winter sucht, schnaufend und polternd zwischen des andern Scheunen verirrt. Hui, ist Bellhorn auch schon über ihm und freut sich mächtig, daß er den Igel, mit dem er doch eine lange Rechnung hat, in seine Gewalt bekam.

Sttckelpickel weiß auch gleich, um was es geht. Aber er faßt sich, ist höflich, so sehr ter Böse grinst, sagt, er sei aus Versehen hier, und fragt so neben­hin nach dem Weg zum nächsten Pfarramt.

Bellhorn lacht schadenfroh; er freut sich auf den Klumpen Gold, den er an den Igel verwettet hat und den er jetzt wiedergewinnen wird. Vorher aber will er sich an der Angst des armen Stickelpickel weiden; eigentlich wundert er sich, daß der Kleine nichts von seinem Schrecken merken läßt. Stickelpickel tut, als sei es die allereinfachste Sache der Welt, über des Teufels Hof zu laufen.

Ja, mehr als das:Du hast es hier eigentlich ganz gut", sagt er zum Teufel, recht wie ein alter Gönner,ich finde, man bietet seinen Freunden etwas an, wenn man es danach hat."

Entschuldige sehr", antwortet Bellhorn verblüfft, öffnet eine Tür und lädt den Gast in seine Stube. Weil aber bekannt ist, daß Stickelpickel gern einen Schluck aus der Flasche nimmt, zaubert der Böse ihm, während der Gast über die Schwelle tritt, rasch eine Butte mit Schnaps vor die Füße. Der arme Gast fällt mit ter Nase mitten hinein. Aber er kann ja allerhand vertragen.Hoppla", sagt er, steht auf und schluckt und schluckt.Schmeckt fein, danke schön!"

Das hat Bellhorn ja nicht erwartet.Du bist doch ein Baskerl, Stickelpickel", faat er neidisch.Wie hältst du dich nur so gut bei Gesundheit?"

Oh, knurrt der kleine Stickelpickel, geht an des Teufels Brotschrank und findet auch noch einen Zipfel Wurst. Gut essen, trinken und gründlich schlafen, damit bleibe man jung. Er grinst ein wenig, er schläft nämlich den halben Winter, und der Böse hat es zu arg mit seinem Gewissen und bleibt meist ohne Schlummer.

Am Essen und Trinken lasse er es nicht fehlen, sagt Bellhorn.Aber wann kommt unsereins wohl zum Schlafen! Hätte ich nicht selbst die Augen auf- gehabt, wärst du mir unbesehen durch den Hof ge­laufen. Zugleich bietet er Tabak und reißt Feuer an für Stickelpickels Pfeife. Der Kleine muß einige Male niesen, das kommt wohl von des Teufels star­kem Tabak. Dazwischen nickt er höflich zu allem, was der andere vorbringt.Gut essen, trinken und schlafen", rät er wieder. Dann sieht er sich noch einmal neugierig in der guten Stube um und tut, als möchte er mit einem Kratzfuß zur Tür hinaus.

Aber so leicht geht das ja nicht. Da man einmal beieinander sei, beginnt der Locker, könne man ja über einige alte Wünsche roden. Er zum Beispiel hätte drei davon auf dem Herzen. Ob er sie aus­sprechen dürfe?

Gewiß", sagt Stickelpickel, und es tut ihm leid um den Klumpen Gold, den der Böse ietzt zurück- verlangen wird. Um die Sache indes hinzuhalten, fängt er nach der Art kleinerer Leute zu handeln an. Zwei Wünsche täten es vielleicht auch, meint er so obenhin; ja, vielleicht dürfe er selbst auch einen Wunsch anmelden, und was der Worte mehr sind.

Der Böse anroortet nicht, er weidet sich an Stickel­pickels Ausflüchten, und dem armen Gast wird nun bo* heiß und kalt zu Mut.

Nun, wenn er keinen Wunsch tun dürfe, so sei's ihm auch recht, sagt er. Er habe ja, was er wolle, nämlich gut essen, gut trinken und gut schlafen. IUnb ob es nicht am besten sei, jetzt nach dem Esten mit dem Schlaf anzufangen?

Stickelpickel hat das Gespräch eigentlich nur hin-

stoffen beliefern, die diese Länder ohne Verzug benötigen. Die Frage der Transportmöalichteiten sei geprüft worden, und man habe Pläne für einen größeren Umfang der Lieferungsräume nach allen Richtungen ausgearbeitet. Hiervon allerdings hat Genosse Molotow mit keinem Wort gesprochen.

Wie man sieht, haben auch die Moskauer Be­sprechungen über die Frage, wer eigentlich wem helfen soll, keine Uebereinftimmung ge­bracht. England hat zwar in verbrecherischer Auf­opferung aller sonst im Munde geführten Kultur­ideale Europas dem Bolschewismus überlasten. Es verzichtet jetzt ganz offiziell auf seine angemaßte Schirmherrschaft über diesen Kontinent", für den London noch vor gar nicht so langer Zeit sogar phantasievolleNeuordnungspläne" wälzte. Ob aber diese Option auf einen Erdteil, der sich unter Deutschlands und Italiens Führung zu einem sei­ner politischen und wirtschaftlichen Zusammenge­hörigkeit bewußten Machtbereich entwickelt, dem un­ter den Schlägen der verbündeten Truppen wan­kenden Bolschewismus noch irgend einen Nutzen bringen kann, ist füglich zu bezweifeln. Wenn man in Moskau vielleicht dieHilfe" vergessen haben sollte, die England und die USA.-Kriegshetzer den von ihnen ins Verderben gehetzten kleinen Staaten gewährt haben, so sollte die letzte Churchill-Rede

den Machthabern im Sfteml doch zu denken geben. Die Transportwege, die das für die Sowjetunion bestimmte Kriegsmaterial gehen muß, sind lang und unsicher, und die Nonsens-Offensive der britischen Luftwaffe bringt den Engländern zwar laufend schwere blutige Verluste, den Bolschewisten aber keinerlei greifbaren Vorteil. Die einzige wirkliche Entlastung wäre eine tatsächliche wi ll torische Ak- Hon Londons. Diese Möglichkeit hat i°d°ch Churchill in der ihm eigenen brutalen Offenheit mit dem Satz abgeschnitten, daß England niemals eine starke Armee gehabt habe und daß es sie auch tn Zukunft wohl nicht haben werde. So ergibt sich als End­ergebnis der mit so viel Vorschußlorbeeren bedach- ten Moskauer Besprechungen nur das klägliche Schauspiel betrogener Betrüger.

Botschaften Churchills

und Roosevelts an Stalin.

Stockholm, 3. Oktober. (Europapreß.) Lord Beaverbrook und A. Harriman, die Chefs der englischen und nordamerikanischen Delegation für die jetzt beendete Moskauer Konferenz, haben persönliche Botschaften Churchills und Roose- velts an Stalin überbracht, wie am Donners­tag aus Moskau gemeldet wird.

RooseveltsFreiheit der Meere".

Knox lüstet den Schleier.

Berlin, 2. Oktober. (DNB.) Auf der Tagung des nationalen Verbandes ter amerikanischen Rechts­anwälte in Indianapolis erftbien, wie aus Neuyork gemeldet wird, nach Patterson, dem Unterstaats­sekretär in Roosevelts Kriegsministerium, auch der Marvnemimster Knox, um im Auftrag des Kriegs­hetzers Roosevelt dessen Gedankellgänge über oie Freiheit de r Meere", wie das Judentum und der USA.-Präsident sie auffaßt, von sich zu geben.

Dabei ist recht interessant, daß Knox er­klärte, eine st arte Seemacht, die natürlich in erster Linie die Vereinigten Staaten (und nicht Großbritannien) (!) zu stellen habe, sei das hauptpolizeimittel, um die Freiheit der Meere zu sichern. Knox ging sogar noch weiter und verlangte, daß diese starke Seemacht die­jenigen, die sich etwa erdreisten sollten, nach der Beendigung des Krieges gegen diese Frei­heit der Meere von U8A.-Polizeignaden zu opponieren, zum Frieden gezwungen werden müßten.

Knox gibt hier mit erfrischender Klarheit einmal preis, was sein Herr und Meister im Auftrag des Weltjudentums plant: d i e Unterwerfung der Welt unter die jüdische Botmäßigkeit.

Der U8A.-Marineminister hat uns damit endlich einmal einwandfrei bestätigt, wohin der Karren des Herrn Roosevelt laufen soll. Wir sind ihm dankbar dafür, wenn er uns auch im Grunde nichts Neues verrät. Die anderen Staaten, die ebenso wie Deutsch- lan und feine Verbündeten um dieFreiheit der Meere" willen blockiert werden wir meinen in

erster Linie Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Spanien und Schweden, wissen nun wenigstens, woher der Wind in Washington weht.

Knox unterstrich die imperialistischen Pläne Roose- velts noch, indem er die Hoffnung aussprach, daß mindestens für die nächsten 100 Jahre die See­herrschaft in den Händen von USA. und (last not least) auch Großbritanniens bleibe. Er verriet auch gleich das Rezept dafür und erklärte, die beste Ver­teidigung der Herrschaft der beiden Staaten in der Welt und auf dem Meere sei der Angriff. Die USA. sollten daherbeschließen", den Krieg auf fremdem, nicht auf eigenem Boden auszutragen. Nur so konnte man einen eisernen Ring um Deutschland und seine Verbündeten schließen.

Die Vereinigten Staaten würden, so kündigte er weiter an, eine Maßnahme nach der anderen ergreifen, bis die Vernichtung Deutschlands und seiner Bundesgenossen Italien und Japan voll­bracht sei.

Die nordamerikanische Nachrichtenagentur Associa­ted Preß unterstreicht diesen letzten Satz in ihrem Kommentar besonders, denn weder Roosevelt, noch andere Kabinettsmitglieder hätten bisher Japan bei ihren Angriffen gegen die Achse einbegriffen. In der Tat, Knox hat mit seinen Ausführungen gegen Japan seinen Ruf als Enfant terrible aufs neue bestätigt und, indem er den Schleier von Roosevelts bisher sorgsam geheim gehaltenen Plä­nen riß, den Japanern Aufschluß darüber gegeben, l was hinter den schonen Worten verborgen ist, die ab und zu von Washington über den Pazifik nach Tokio gerichtet werden.

(Sin Panzerzug wird lahmgelegt.

Am Südwestrand der großen Einkreisung im Raum von K. ani Dnejepr machen uns die Sowjets das Leben schwer. Mit allen ihnen zur Verfügung «en Mitteln versuchen sie ihre Einheiten über

zu retten. Artillerie funkt seit Tagen in unseren Abschnitt, immer wieder sind Panzer an- gesetzt, die unsere vorstoßende Artillerie aufzuhalten versuchen.

Hier steht auf der Bahnstrecke TK. auch ein Panzerzug der Bolschewiken, dessen Vorhandensein uns in unseren Operationen hemmt, und den zu fassen uns bisher nicht gelungen ist. Die Artillerie hat sich schon vergeblich bemüht, und auch die Pak hat es nicht geschafft. Was ist zu tun?

Da kommt der erlösende Gedanke: Man muß dem Panzerzug die Bewegungsfreiheit nehmen! Eine echte Pionieraufgabe. Gegen Mittag des strahlen­den Septembertages wird der Befehl zur Sprengung des Schienepstranges erteilt. Seit Tagesbeginn hat der Feind für einen Panzerausfall vorbereitendes Artilleriefeuer geschossen, während wir in unseren Lochern hockten und uns darüber wunderten, wie genau und präzis die Sowjets schossen. Und mitten in die gespannte Erwartung platzte für unsere Gruppe der Befehl:Schienenstrang der Linie T.K. möglichst weit feindwäkts ist zu sprengen!"

Nach kurzer Vorbereitung geht es los. Erst durchs

Dorf und dann unbemerkt heraus. Aber kaum, daß wir uns den letzten Häusern nähern, da geht ein Höllentheater los. Der ganze Dorfausgang liegt, unter Feuer, jeder Schritt auf die Straße bedeutet sicheren Tod. Kurzes Ueberlegen. Links von uns geht ein Bachlauf da hinein müssen wir. Es gibt keinen anderen Weg, und auch hier zwingen uns die naheliegenden Einschläge zu voller Deckung im Schlamm. Zum Ueberfluß tauchen auch noch zwei feindliche Doppeldecker auf, jedoch auch ihr MG.» Feuer kann uns nicht zur Umkehr zwingen. Ran an die Bahnlinie! Der Gedanke treibt uns vor­wärts. Aber schon wieder liegt das Feuer der Bol­schewiken vor unserem Weg. Teufel auch! Kann man denn hier keinen Schritt tun, ohne vom Gegner gesehen zu werden?

Zwischen den einzelnen Einschlägen kommen wir weiter. Wir wechseln nach rechts in einen anderen, einen tiefer geschnittenen Bachlauf. Das Artillerie- Feuer der Sowjets wird planloser und es gelingt uns, einen großen Teil der Strecke im Dreck des Bachgruntes hinter uns zu bringen. Plötzlich taucht ein weit vorgeschobener Spähtrupp unserer In­fanterie vor uns auf. Eine Unterhaltung mit ihm. über die Feindlage nimmt uns ein sowjetischer Panzer übel. Er steht nordostwärts und schießt mit Sprenggranaten nach uns. Sie heulen über dich

ziehen wollen. Als der Teufel aber wieder vom ruhigen Schlafen hort, schwillt ihm der Neid so sehr, daß Tisch und Uhr in seiner Kammer zu schwelen und zu rauchen beginnen. Und er denkt, daß er den Goldklumpen ja immer noch verlangen kann.Als erstes wünsche ich mir", brüllt er, ,daß wir für ein Jahr unfern Schlaf tauschen." Und er stoßt bas Fenster auf, weil das Zimmer nach seinem Jähzorn riecht.

Der kleine Stickelpickel ist traurig, er gibt viel auf seine Gesundheit. Aber was bleibt ^hm anderes übrig?Nun", sagt er,es ist schade drum, aber wenn du durchaus willst, sollst du meinen Schlaf haben." Und er gähnt und streckt sick seufzend, da muß auch der Bose gähnen und sicy strecken und merkt, daß chm schon erfüllt wurde, was er wollte. Dann versucht er, den zweiten und den dritten Wunsch wegen des Goldklumpens zu finden.

Aber er kommt nicht mehr dazu; Bellhorn kann sich auf nichts Rechtes mehr besinnen und hat nur das Bedürfnis, noch einmal lang aufzuseufzen und es sich auf der Ofenbank warm und bequem zu machen.

Erst im Frühling hat ihn die Sonne geweckt, und er hat sich unter furchtbarem Zorn auf alles besonnen. Dabei ist ihm auch eingefallen, daß er noch zwei Wünsche an den Igel hatte, er ist mit einem Wutgebrüll aufgesprungen und hat gemeint, der Nachbar sei eben erst aus der Tür.

Aber der war längst über alle Berge. Und er hat sich wohl gehütet, dem Bosen noch einmal über den Hof zu laufen. Er hat sich vielmehr gemütlich in meinem Stall eingerichtet, draußen auf dem Mölenhoff, und ich stehe mich gut mit dem Igel Stickelpickel. Wenn ich indes die Rede einmal auf feinen versteckten Schaß bringe, kriecht er zwischen Die Kühe, als sei ich's selbst, dem er den Goldklum­pen abgewettet hat. Aber so viel hab ich nie bei­sammen gehabt, und wenn ich's hätte, würde ich ja nicht so dumm wie der Teufel sein und die Wette mit Stickelpickel verlieren. Oho, das kann unfereinem ja nicht zustoßen!

Merkwürdige Aerztehonorare von einst.

Die Frage der Aerztehonorare hat schon früheö eine große Rolle gespielt. Für die Aerzte des alten Babylonien hatte sie der König Hammurabi, ter vor 4000 Jahren regierte, persönlich festgesetzt. Da hatte ein Arzt zum Beispiel für eine Operation des Grauen Stars, die mit Hilfe eines Bronzelöffels ausgeführt wurde, einen Anspruch auf 10 Silber­sekel, wenn der Patient reich war; aber er durfte nur drei verlangen, wenn er einen Armen behan­delte. Um zu ermessen, wie viel das war, muß man. wissen, daß ein Landarbeiter in jener Zeit einen. Monat arbeiten mußte, um einen Sekel zu oerdie- nen. Aber die Ausübung des Berufs war für den Arzt nicht ohne Gefahr: wenn der Patient öafr Auge verlor, ließ König Hammurabi dem Arzt dit rechte Hand abschneiden.

Für die indischen Aerzte waren die Bezahlungen sogar von dem heiligen Buch der Weda festgesetzt. War der Patient ein Priester, so mußte der Arzk sich mit feinem Segen begnügen. Hatte er den Gou- verneur einer Provinz zu behandeln, fo konnte er vier Rinder fordern, während seine Belohnung für die Behandlung ter Frau des Gouverneurs nt einem Kamel bestand. In einer Stadt bezahlte her Gouverneur den Arzt bei feiner eigenen Behand­lung auch mit einem Pferd, bei der feiner Frau mit einer Eselin auf die Dauer mußten die indischem Aerzte sich auch als Viehhändler betätigen...

Da ging es ihren Kollegen im alten Rom erheb­lich besser. Plinius erzählt, daß Quintus Stertimue, der als Arzt verschiedener vornehmer Familien tä­tig war, 600 000 Sesterzen im Jahre verdiente. Auch die andern Aerzte wurden gut bezahlt, und die, die sich nebenbei mit der Herstellung von kosmetischen Mitteln, Pomaden gegen die Glatze, Liebeselixieren usw. befaßten, konnten große Vermögen aufhäufen.

(Ban$ im Gegensatz hierzu liegt aus dem Mittel­alter ein Erlaß Friedrichs II. aus Sizilien vor, im dem angeordnet wird, daß die Behandlung der Ar­men umsonst erfolgen mußte, während der Tarif für die anderen Patienten 60 Pfennige täglich be« trug. C.K- i

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