dann gleich wieder
kehrte er in ein benachbartes Lmrrsyaus ein uno erfuhr dort ohne viel Schwierigkeiten, daß Charlotte
Mittwoch. 2. AprilMI
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für (Vderhesien
Ar.r8 Sweties Blatt
1595D.J
vor der Sonne auf.
18., Neumond am 26. April.
immen
I KrUmenlÄä
,Das werde ich ebssn nicht tun! Ich werde ihm
du?
er-
ei-
so-
andere Steine bürdest du ihm
g folgt.)
werdenden Sommerwettercharakters Luftwirbel aus, 3ie im willkürlichen Wechsel mal dieser, mal jener Wetterform den Vorrang geben Es kann im April 309 Wetter innerhalb weniger Minuten so kraß
Bezug für Haustrinkkuren durch Jean Weisel, Gießen, Sonnenstr.6Jel.3888 sowie durch alle Apoth. u. Drog.
raße]
IM,
verdunkelungszett
2. April von 19.58 bis 6.56 Uhr.
rre(te er und wischte sich über die Sttrn, auf der Ikchweiß stand. „Es stimmt wahrhasttg! Ich have i-tzt das Foto ebenfalls gesehen! Ich hab' es bet wir! Es stimmt wahr und wahrhaftig, sie hat ein Nnd und wohnt mit einem Tankstellenwarter zu-
kaufe zu tätigen.
Gert hatte mit kriminalisttschem Spürsinn so lange nachaeforscht, bis er die Quelle der Gerüchte über Charlotte entdeckt hatte. Darauf hatte er Falscher gestellt. Der leugnete zwar, verschwor sich hoch und heilig, keine Ahnung zu haben, aber Gert mar seiner Sache sicher und redete Fraktur mit ihm. Allem Anschein nach war die Unterredung nicht mehr weit von einer Prügelei ^entfernt gewesen oder hatte sogar schon dahin geführt. Gert drückte sich über diesen Stand seiner Nachforschungen ziern-
genannt.
Den südlichen Teil des Fimmels beherrscht das schöne Sternbild des Großen Löwen mit dem Königsstern Regulus. Im Westen sehen wir von den Wintersternbildern noch Prokyon, die Zwillinge Kastor und Pollux- und die hellstrahlende gelbe Ka- pella im Fuhrmann, anschließend im Nordwesten
21. April um 23.30 Uhr Sommerzeit. Der Himmelswagen im Großen Bären nähert sich seiner Zenitstellung. Am Südhorizont finden wir rechts unterhalb der Spika das Sternviereck des Raben, den Becher und die lange gewundene Sternreihe der
Hydra.
Don den Planeten können Jupiter und S a * turn noch kurze Zeit abends über dem westlichen Horizont beobachtet werden. Ihr scheinbarer Abstand hat sich in den letzten Wochen erheblich vergrößert. Merkur und Venus bleiben unsichtbar. Mars ist am Morgenhimmel im Sternbild des Steinbocks zu sehen;' er geht etwa zwei Stunden
zu; die Tageslänge wächst von 13 aus 15 Stunden. Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: erstes Viertel am 5., Vollmond am 11., letztes Viertel am
Das ist die geringste Sorge."
„Ein Wunder, daß der alte Herr noch nichts
„Behauptet Felschsr."
„Es ist rätselhaft!" . .
„Es wird für alles dies eine sehr einfache Erklärung geben, Gert, die wir nur noch nicht kennen."
„Ja, aber welche?"
„Das wirb sich bald Herausstellen."
„Und ganz Oschnitz steht Kopf!"
„Es wird schon wieder auf die Beine kommen!
Niere und Blase
Schriften durch die Kurverwaltung Bad Wildungen
„Willst du das wirklich tun?"
Gert geriet in Bedrängnis. Mit einem Versprechen nahm er es sehr genau, besonders, wenn er es seinem Vater gegeben hatte.
,Zch mutz es ihm sagen, Lis? Es geht nicht anders. Natürlich werde ich ihm nicht alles erzählen —
In keinem Monat ändert sich das Bild des abendlichen Fixsternhimmels so rasch und auffällig wie im April. Die uns vertrauten Wintersternbilder Stier, Orion, Großer Hund und Sirius, welche schon im März stark nach Westen gerückt waren, verschwinden in der abendlichen Dämmerung, während im Osten dafür die Sommersternbilder Jungfrau, Bootes, Herkules und Leier emporsteigen. Der lieber« gang vom Winter- zum Sommerhimmel vollzieht sich mit überraschender Schnelligkeit, und es ist für ben Sternfreund von hohem Reiz, diese Wandlung im einzelnen zu verfolgen. Daß die Wintersternbilder in der zweiten Hälfte des Monats so rasch verschwinden, ist darin begründet, daß die Dunkelheit täglich zwei Minuten später einsetzt, während anderseits die Fixsterne täglich vier Minuten früher
hn fasse!"
Einige Tage lang ließ er sich nicht mehr sehen, ^e aber noch eine Woche vergangen mar,/am er Eines Abends zu ihr, völlig erschöpft, erschutteri und ianz außer Atem. Stefan war zufällig nicht zu
diese verrückte Geschichte .
„Dor allem möchte ich gern wissen, von wem du
„Das wäre ja gelacht! Du wirst sehen! Ich bringe sie mit! Wenn sie auf feinen sonst hört; auf mich
ASSlÄ.’» SÄ SfÄttl Äfi 8 MrÄWj.«
3d) hatte mir gleich denken tonnen va» v ' Oschnitz dokumentarisch be- Erlaubnis abrtngen, sie zu besuchen. Gibt er fein
o£r5 M zu Weit, um V d°ßCh°rl°tt° ihr erlaubte, sie nut dem Jungen zu be-^-mde .n. Feuer.
fahren hat."
„Wirst du es ihm sagen?"
„Unter gar keinen Umständen... das heißt, gentlich mußte ich es ihm sagen!"
„Weshalb?" ~
„Weil ich ihm mein Wort gegeben HGe, ihn . fort zu benachrichtigen, sobald ich von Lolotttz Aufenthalt etwas erfahren habe."
Aus der Stadt Gießen.
Oer unberechenbare Monat
Heber Aprillaunen noch Worte zu verlieren, hieße Stilen nach Athen tragen. Doch es muß bei dem um ingenehmen Charakter, den das Aprilwelier zuweilen — namentlich in der ersten Monatshälfte — an» nimmt, immer wieder betont werden, daß ein ungebärdiger April-das beste Vorzeichen des beginnen« Den Sommerhalbjahres ist. Nur dann werden die Launen des April so sprunghaft und extrem, wenn 3er Gegenspieler, die Sommerwärme, zum Antritt hrer jahreszeitgemäßen Rechte sich vorbereitet. Es Öfen sich durch den Aneinanderprall des sterbenden winterlichen Wettertyps und des immer kräftiger
AWWlMlMW.
Roman von (Otto üenftlSl.
!9. Fortsetzung (Nachdruck verboten.)
Gert hob die Faust. „Ich komme dem Halunken
:uf die Spur! Und dann wird er mir Rede und
Intwort stehen, und Gnade ihm Gott, wenn ich
ung hterB.
Nom Winter- znm Sommerhimmel
Sternschau im April 1941.
Von Dr Erwin Kossiima.
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hört sie!"
„Du wirst sie nicht mitbringen! erklärte Lis nachdenklich und nahm noch einmal das Foto zur . Hand, das vor ihr auf dem Tisch lag. „Mach dir keine vergeblichen Hoffnungen. Sie bleibt, wo sie ist.
Sie erste Reichskleiderkarle
weiterhin Kundenausweis für Schuhmacher.
Bei Einführung der zweiten Reichskleiderkarte war die Gültigkeit der ersten Reichskleiderkarte, die ursprünglich nur bis 31. Oktober 1940 Geltung besitzen sollte, bis 31. 3.1941 verlängert worden. Nach- dem dieser Termin inzwischen verstrichen ist, besitzt die erste Reichskleiderkarte für Einkäufe von Spinn, stoffwaren keine Geltung mehr. Sie gilt jedoch weiterhin als Kundenausweis für Schuhmacher und ist für diesen Zweck sorgfältig aufzubewahren.
Gebt Ostersendungeri jetzt zur Post.
Man wartet nicht erst den letzten Zeitpunkt ab, sondern liefert seine Ostersendungen — Pakete, Päckchen und namentlich Feldpostpackchen — schon in diesen Tagen, aber nicht später als am 3. April zur Post, wenn sie rechtzeitig den Empfänger erreichen sollen.
Händels „Feldherr" unter Prof. Temesväry in Offenbach.
In Offenbach a. M. wurde dieser Tage, wie man uns mitteilt, unter der Leitung von Professor Dr. Temesväry (Gießen) „Der Feldherr" von Händel (in der Bearbeitung von Prof. Stephini, Marburg) mit großem Erfolg aufgeführt. Ausge- zeichnete Leistungen boten auch die Solisten Heilwig. Rolofs, Berlin (Sopran), Erna Stolls Frankfurt a. M. (Alt), Heinr. B e n d i n g, Frankfurt Ue- nor) und Gustav Bley, Gießen (Baß). — Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß das Werk in den nächsten Wochen auch in Gießen unter der Leitung von Professor Temesväry im Gießener Konzertring aufgeführt werden wird.
Obst- und Gartenbauverein Gießen.
Der Obst- und Gartenbauverein Gießen hielt im „Burghof" eine gut besuchte Versammlung ab. Der- einssührer Junker eröffnete . fie mit dem Treugruß an den Führer und einem Gruß an die ein- berufenen Mitglieder. Zunächst wurde die Sarnen- beschaffung und die Aufzucht der Iungpflanzen besprochen. Der Dereinsleiter wies darauf hin, daß mit dem Samen wirtschaftlich verfahren werden muß. Es kommt darauf an, von vornherein so zu säen, daß die Pflanzen nachher genügend Licht und Luft erhalten, damit sie sich entsprechend entfalten können. Er gab eine Reihe von Pflanzensorten an, die besonders praktisch für die Verwertung im Haus« halt sind und dje jetzt für die Gartenbestellung in Bettacht kommen. Anschließend gab er praktische Vorschläge für das Umsetzen der Pftanzen, wobei er darauf aufmerksam machte, daß junge Pflanzen, deren Stiel nicht stark genug ist, Schaden an ihren Wurzeln erleiden und im Wachstum stark gehemmt werden. Sodann wurde die Behandlung der Erdbeeren im Frühjahr, vor allem aber die richtige Düngung besprochen. In der anschließenden Aussprache wurde auch auf die Behandlung der Obst- bäume Bezug genommen. Stadtgärtner Lange stellte fest, datz die Obstbäume innerhalb des Stadtbereiches viel zu wünschen übrig lassen, vor allem bemängelte er den nicht sachgemäß ausgeführten Schnitt der Bäume. Er erklärte sich bereit, eine Gartenbegehung vorzunehmen und durch praktische Vorweisungen den Interessenten das richtige Schneiden der Bäume und deren Pflege vorzuführen. Dieser Gartenrundgang soll baldigst vorgenommen werden. Der Vereinsleiter teilte noch mit, daß Fichteiistangen als Baumpfähle, Stutzen usw. zur Verfügung stehen und auch Kali, einiger Volldünger und Stachelbeersträucher an die Mitglieder abgegeben werden können. Dann fand noch eine Freiverlosung von Gartengeräten, Dünger und Topf- blumen für die Mitglieder statt.
„Du möchtest sicher gern etwas Kaltes trinken, fcert?" erkundigte sich Lis schonend
„Ja, gern! Aber wenn du meinst, td) rebe irre, bann bist du auf dem Holzweg. Du kannst das Foto selber sehen. Es Oft nicht besonders gut gttro ftn oder daß es Lolott ist, daran gibt es g«r keinen Zweifel. Und sie hat ein Kind auf dem Arm. Da,
Mte* aus seiner Brieftasche eine kleine Lieb- hiderfotografte, die nicht ganz fd)arf mar.
bitte recht das junge schlanke Madel, das da mit einem Kind auf dem Arm neben der Benzinpumpe stand und frohgemut lächelte, war Charlotte.
„Toll!" sagte Lis. Und nach einer W-lle: „Außer dem ganz unwahrscheinlich und...
„Nicht wahr? Es ist natürlich nicht i.h ?ür wie alt hältst du das Gor? Drei Jahre.
„Nein, so alt ist es nicht. Höchstens zwei.
Otta Söllner. Spielleitung: Max Schwartze a. G. Bühnenbild: Karl Löffler. 25. Mittwoch-Miete.
Ortszeit für den 3. April.
Sonnenaufgang 6.58 Uhr, Sonnenuntergang 20.01 Uhr. — Monduntergang 1.28 Uhr, Mondaufgang 10.38 Uhr. Mond in Nordwende.
Sprechstunde des Kreisleiters.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 3.4.41, von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt.
Die deutsche Handelsmarine rüst.
Die deutsche Handelsmarine hat in den uns aufgezwungenen Kampf gegen England Aufgaben von kriegsentscheidender Bedeutung. Es ist deshalb eine nationale Pflicht jedes seebefahrenen Manntzs, sich der Schiffahrt wieder zur Verfügung zu stellen. Die Seeschiffahrt ruft daher die vielen in den weiten deutschen Landen verstreuten ehemaligen Seefahrer auf, soweit sie noch körperlich leistungsfähig sind, sich wieder zum Einsatz in der Handelsschiffahrt zu melden und ihre Anschrift mit kurzen Angaben über Fahrzeit, Ausbildung und Alter der Reichsausgleichsstelle für Arbeitseinsatz in der Seeschiffahrt beim Arbeitsamt Hamburg in Hamburg 11, Steinhöft 3, mitzuteilen.____________________________________
I peratur bleibt mit 4300 Grad allerdings erheblich ' hinter der Sonnentemperatur (5900 Grad) zurück. | Während aber die Sonne wegen ihrer sehr hohen j Dichte den Höhepunkt ihrer Entwicklung bereits überschritten hat, befindet sich Arktur im aufsteigenden Äst seiner Entwicklung, wo die Strahlungstem- I peratur noch zunimmt. Wega steht tief im Nord- : osten; sie ist nächst Sirius der hellste bei uns sicht- । bare Fixstern, dem sie auch im Spektrum und in , der bläulich weißen Farbe sehr ähnelt. Zwischen Wega und Arktur finden wir die halbkreisförmige Nördliche Krone und das große Sternbild des Herkules, rechts vom Arktur eine aus schwächeren Lichtpunkten bestehende Sternreihe, Haar der Berenike
wechseln, als tauschten sich Winter und Sommer ms, die Temperaturen können innerhalb 24 Stun- >en zwischen 15 bis 25 Grad schwanken, als fände ; me Verwechslung der Klimazonen statt. Aber alles Ms ist nur echter April.
Trotzdem nimmt dieser Monat in der gartenwirt- chaftlichen Arbeit und in der Vorbereitung des 5rntejahres die ausschlaggebende. Stellung ein. Be- ktzer eines Kleingartens dürfen sich in diesem Mo- iat nicht von den äußeren Wetterverhältnissen leien lassen, sondern müssen alle Aussaaten vornehmen, die für den Gemüsegarten in Frage kommen. Insbesondere müssen die Setzpflanzen jetzt gesteckt »erden, gleichgültig, ob es tagsüber noch Schnee- chauer gibt oder ob vorsommerlich warm die Sonne cheint. Lediglich die Frühkartoffeln sind am besten ;rft in der zweiten Monatshälfte zu legen, da dann ’aum noch Gefahr besteht, daß tiefer in den Erdboden eindringender Frost aufkommt. Im übrigen ind natürlich die jungen Aussaaten und Pflänzchen, )ie u. U. an einigen warmen Tagen sich sehr schnell entwickeln können, bei rückfälligem Wetter ins Kalte mb bei Nachtfrostgefahr peinlichst zu schützen. Es oirb in klaren Aprilnächten immer angebracht fein, liefe Saaten und Pflänzchen leicht zu Überbecken. Sofern der erste Teil des April schon eine stärkere sind längere Wärmewelle bringt — was klimatisch durchaus im Bereich der Möglichkeit liegt — und ich damit eine schnelle Entwicklung der Blüten- 'nofpen von Beeren- und Kernobst ergibt, ist für ►en Fall, daß diese Sträucher und Bäume bis kurz ?or Entfaltung der Blüte kommen, in kalten und unfreundlichen Wetterperioden unbedingt für ihren Schutz zu sorgen. Eine primitive Sackleinendecke cder sonstwie unbrauchbare Lumpen genügen, um lie empfindlichen Dlütenknospen vor Nachtfrostein- lusi'en zu schützen. Diese Vorsichtsmaßnahmen haben n diesem Jahre namentlich die klimatisch begünstigen Teile Gryßdeutschlands wie der. Rhein-Main- ;au, die Bergstraße und die Ebenen der Ostmark u beachten, denn sehr wahrscheinlich wirb bei dem gegenwärtigen Stand der Vegetation es in den ge« 'annten Gebieten Anfang oder Mitte April zur Baumblüte kommen Bei der Wetterwendigkeit, die erab-e bem biesjährigen Frühling wieder eigen zu ein scheint, sind aber auch für diese Zonen noch tachtfröste zu erwarten, und es wäre sehr bebauer« .d), wenn die Aussicht auf eine gute Dbfternte, die öir nur begrüßen können, durch Fahrlässigkeit Der« lüchtet würde.
Für gewöhnlich kann im Laufe des April die Äinterheizung der Oefen aufgegeben, Zumindest cber auf ein geringes Maß reduziert werden. Mei- cens läßt es sich in der dritten Monatsdekade ichon hne Heizung auskommen, namentlich in nach I foüben gelegenen Zimmern. In der Dersandwlrt- 'chaft sind, mit Ausnahme für den äußersten Osten,
„Aber weshalb, zum Donnerwetter? Offenbar hat sie dem Kerl, diesem Lasard, den Laufpaß gegeben, und was soll fie jetzt noch zurückhalten?"
Lis schüttelte den Kopf. „Wie sie lächelt! Wie sie das Kind ansieht! Nein, Gert! So sieht nur jemand aus, der ganz glücklich ist! Du bringst sie nicht mit nach Hause! Die haben wir verloren!"
jetzt kaum noch besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig, da auch in den kältesten Aprilnächten die Temperatur nicht so weit sinkt, daß eine Beeinträchtigung der überwinterten und aus ihren Großlagern zur Verteilung kommenden Lebensrnittel zu befürchten ist. Die Kellervorräte sind jetzt in erhöhtem Maße gegen eindringende Wärme und Licht zu schützen. Besonders die Kartoffeln verlangen sorgsamste Betreuung, weil sie bei mehr als 5 Grad Wärme und Lichteinlaß sogleich stark zu keimen beginnen und damit schnell an Nährwert verlieren.
So bringt der April, trotz aller Launenhaftigkeit, den Frühling und die Ueberleitung zu vorsommerlichem Wetter. Darum ist es erforderlich, daß im April die letzten gartenwirtschaftlichen Vorarbeiten für das laufende Erntesahr erledigt werden.
Bor.wtkzen
Tageskalender für Mittwoch.
Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Madame Butter- siy". ___ Gloria-Palast, Seltersweg: „So gefällst du mir". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mutter und Kind". — Oberhessischer Kunstverein und Winterhilfswerk: 17 bis 19 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.
Sladtthealer Gießen,
Am heutigen Mittwoch wird Puccinis Oper „Madame Butterfly" wiederholt. Musikalische Leitung:
kanz außer zuem. ölciuh u-u. J 7 ur
Hause, weil er einen auswärtigen Kunden nach Lreslau begleitet hatte und erst spät in der Nacht gurüiferroartet wurde.
Gert ließ sich in einen der Korbsessel fallen, die
M Der lerrajfe ftanben. „Cs i « erfahren, daß d-r jung- F-l-
scher mit einer Berliner Freundin einen Autoausflug nach Potsdam unternommen hatte und bei dieser Gelegenheit zufällig auf eine Tankstelle ge« stoßen war, bei der er ein bekanntes Glicht entdeckt hatte. Es war Charlotte Mathesius. Er glaubte seinen Augen nicht zu trauen, war auch seiner Sache keineswegs sicher, weil Charlotte sich nicht bei der Tankstelle selber, sondern in dem Hause dahinter befand Das Fenster stand offen, er sah in eine Bauernstube, und hier saß die junge Frau, in der er Charlotte Mathesius wiederzuerkennen glaubte. Er setzte seinen Ausflug fort, aber die Sache ging ihm nicht mehr aus dem Kopf, und er richtete es so ein, daß er auf der Rückfahrt abermals vor derselben Tankstelle seinen Brennstoif erneuerte.
Er hielt sich im Innern des Wagens nerboraen, schickte seine Freundin hinaus und hatte das Glück, Charlotte diesmal deutlicher zu Gesicht zu be- beTtfa^Ünb^^r^ein™ b*! NÜrbas Nötigste. E- macht sich i°
oem iu«. u v I I ______ biKor fiuhnnPon und Soraen. der alte Herr. Nur
Gert machte eine ärgerliche Handbewegung, ließ sich aber in keinen Streit ein. Er nahm das Bildchen schließlich wieder an sich und verabschiedete sich bald. Als er nach Hause fuhr, faßte er den Entschluß, sofort mit seinem Vater zu sprechen. Vielleicht war es möglich, morgen schon nach Berlin zu fahren und die verdrehte Geschichte in Ordnung zu bringen. Es war eine heikle Unterredung, die ihm bevorstand, und über den Ausgang wagte er noch 1 keine Mutmaßungen, aber fest stand, daß er fein Wort halten mußte und seinen Vater keinen Augenblick zu lange in Ungewißheit lassen durfte.
Von Frau Triebsch erfuhr er, daß sein Vater vor einer halben Stunde aus dem Werk nach Hause gekommen war und sich in feinem „Kabinett" befand. Dies „Kabinett" war eine Art Arbeitszimmer, m bem jedoch niemand arbeitete. Es enthielt die alten wurmstichigen Möbel, zwischen denen der Begründer dem Hauie lag. unc ne luyii« euren utuitu mui^hi -----. - • ■ - der Mathesius-Werke vor fast hundert Iahrcn ge»
an der Hand Mit dem Eigentümer der Tankstelle selber Gedanken und morgen der alte Herr. Nur w hatte ^lus Gründen der Pietät war das uralte -
schien sie auf sehr vertrautem Fuß Zu stehen. Sie anmerken läßt er sich nichts davon, aber i H weiß Mobiliar aufbewahrt und genau so aufgestellt wor- | fmnne". es. Ihm siele ein Stein vom Herzen, wenn ich ihm & roie e5 einst in dem kleinen, schuppenartigen
,’Jtem, io air qi es s • bürgerlicher Name war übrigens Hans endlich sagen kann, daß Charlotte sich wieder an« Gebciude gestanden hatte, das die Keimzelle des heu-
.Hast du irgendeine vernünftige irnaru g Westphal Ilm nähere Nachforschungen anzustellen. gefunden hat." tigen großen Verwaltungsgebäudes war.
r- ßUfrftfchte? • t Xiyqipyui. uin , ) t t miA.t'______s I llnh »in ma/ii» nnhsro Steins burdett DU tnm 3 °
। fotografieren.
Das war alles.
Gert bekam feine eisgekühlte Selter und tränt sie in burftigen Zügen aus.
„Nun sage mir, um alles in der Welt, ßis, was hältst du von der Geschichte?"
„Mit zwei Männern chaust sie zusammen, sagst
untergehen.
Mit den Sommerfternbildern sind drei besonders helle Fixsterne heraufgekommen, die unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken: Spika in der Jungfrau, Arktur im Bootes und Wega in der r—7 .... m-v----- - . - .. . ...
Leier. Die weiß strahlende Spika finden wir . Perieus und Kassiopei-a. Der optisch veranderttche gegen 22 Uhr Sommerzeit in verhältnismäßig ge- Stern Algol im Perseus, dessen Licht durch den ringer Höhe über dem südöstlichen Horizont. Neuere ihn umlaufenden Begleiter in regelmäßigen Abstan- Untersuchungen haben ergeben, daß Spika ein sehr den teilweise abgeblendet wird, hat günstig zu beod- enqer Doppelstern ist, dessen Sonnen sich fast be- achtende Lichtminima am 1. April um 22 Uhr unö rühren. Jede von ihnen hat etwa die tausendfache ***** 09 Qn dr »»"»«* «•
Leuchtkraft unserer Sonne bei einer Entfernung von rund 300 Lichtjahren. Die beiden Sonnen kreisen in vier Tagen um den gemeinsamen Sck-werpunkt. Aber kein noch jo großes Fernrohr vermag sie zu trennen, immer sehen wir nur einen blendend weißen Punkt. Nur die regelmäßige Verschiebung der Spektrallinien verrät uns die wahre Natur dieses riesenhaften Doppelsterns. In auffallendem Gegensatz zur weißen Spika ist der höher stehende Arktur von tief gelber Farbe. Dieser schöne Stern, dessen wunderbare Leuchtkraft schon im griechischen Altertum die Aufmerksamkeit der Dichter auf sich lenkte, nimmt in der Entwicklungsreihe der Fix- > vui uci vu.u« “**■• _ . . .,
fterne eine besondere Stellung ein. Arktur ist ein Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im April gelber Riesenstern von gewaltiger Größe, aber nur 1 um 10 Grad oder 19 scheinbare Sonnendurchmesser geringer Dichte. Bei einem Abstand von 38 Licht- I jähren oder 360 Billionen Kilometer besitzt Arktur ben 27fachen Durchmesser und die hundertfache Leuchtkraft unserer Sonne. Seine Oberflächentem-


