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Oie Rückeroberung Viipuris.

Oie Hauptstadt Kareliens wieder in finnischer Hand.

DNB. Aus dem Aührerhauplquartier, 51. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: x

wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben finnische Truppen in schweren Kämpfen die sowjetischen Kräfte im Raum um Viipuri oerichtend geschlagen und am 30.August die Stadt selbst zurückerobert. Gleichzeitig stießen finnische Verbände auf der Mitte der karelischen Landenge mit großem Raumgewinn in Richtung Leningrad vor.

An der, britisch en Ost käste bombardierten Kampfflugzeuge in der letzten Rächt verschiedene Hafenanlagen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze in Mittclengland. Einheiten der Kriegsmarine schossen an der holländischen Küste acht, Jäger an der norwegischen Küste drei britische Flugzeuge ab. Einzelne britische Bomber drangen in her letzten Rächt in Rordwestdeutschland ein. Flakartillerie brachte eines der feindlichen Flug- zeuge zum Absturz.

An zehn, ja hundert Stellen verglüht heute abend das letzte Blatt der jahrhundertealten ®e- lchichte Wiboras, heute, am 18. Februar, dem vonntag der Zerstörung. Und unter den Wunder» ten von Ruinen wurde der Wiborgsche Geist be>

Einschränkungen des 18. Jahrhunderts gefallen waren, über die Grenzen dieser seiner neuen Vater- tadt hinaus und baute ein ganzes System von Sägewerken in Karelien und anderen leiten des Landes aus. Unter seinen Nachfolgern galt die Firma bald als bahnbrechend auf diesem Gebiet und trug wesentlich dazu bei, Wiborg seinen bedeu­tenden Platz im wirtschaftlichen Leben Finnlands u sichern und damit den wirtschaftlichen Grund ür die kulturelle Wiedereroberung Ostfinnlands zu legen.

Als sich besonders um die Jahrhundertwende das kulturelle Leden dieser einst etwas vergessenen Stadt ju hoher Blüte entwickelte, hatte daran auch das reutsche Element, das sich harmonisch in die Bür­gerschaft der Stadt eingegUedert hatte, noch seinen ruchtbaren Anteil. Wenn fast zwei Jahrzehnte päter die Schläge der deutschen Armeen gegen das damalige Zarenreich und bald darauf auch die un­mittelbare deutsche Waffenhilfe gegen die bolsche- wistifche Schreckensherrschaft dazu beitrug, Finn, land freizumachen, so bedeutete dies eine logische Fortsetzung der alten engen deutsch-finnischen Ver­knüpfung, wie sie gerade in einer Stadt wie Wi­borg ihren so sinnfälligen Ausdruck gefunden batte. Und es liegt auf der gleichen historischen Linie, wenn heute das neue Deutschland dazu mithalf, diese Stadt, die vorübergehend gegenüber dem roten An­turm hatte auf gegeben werden müssen, wieder mit lern Mutterland Finnland zu vereinigen.

Das im Moskauer.Frieden" verlorene Gebiet zurückerobert.

Berlin, 31. Aug. (DRB.) Rordoftwärts des Ladogasees haben die finnischen Truppen

an allen Stellen die frühere finnisch-sow­jetische Grenze erreicht und teilweise schon überschritten. In oftmals schweren Kämpfen haben die finnischen Truppen damit das ganze Ge­biet wieder erobert, das sie im Moskauer Frieden" von 1940 an die Sowjets hatten ablreten müssen.

Das Ritterkreuz fürFeldmarschattMannerheim

DNB. Aus dem Führerhauptauartier, 30. Äug. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat aus Anlaß der E i n n a h m e von Vn i p u r i an den Oberbefehlshaber der fin- nischen Wehrmacht, Feldmarschall Manner h e i m, folgendes Telegramm gerichtet:Der Befre-iungs- kampf Finnlands hat heute in der Einnahme von Viipuri eine Krönung gefunden. Mit mir nimmt das deutsche Volk, insbesondere die deutsche Wehr- macht, voller Bewunderung für die Tapferkeit Ihrer Soldaten, an der stolzen Freude des finnischen Vol­kes teil. Als äußerliches Zeichen für die Verbunden- heit der deutschen lind der finnischen Wehrmacht im gemeinsamen Schicksalskampf und in Würdigung Ihrer und Ihrer Trupven Tapferkeit verleihe ich Ihnen namens des deutschen Volkes mit beu Span­gen zum E.K. I und II von 1914 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Gez. Adolf Hitler."

Gleichzeitig hat der Führer an den Präsi­denten der Republik F i n.n l a n d , Risto R y t i, folgendes Telegramm gerichtet:Eurer Exzellenz spreche ich zur Einnahme der Stadt Vii­puri durch die -finnischen Truppen meine und des ganzen deutschen Volkes herzlichsten Glückwünsche aus. Dieser große Erfolg ist ein bedeutsamer Mark­stein auf dem Wege zur vollständigen Befreiung Finnlands vom Feind und zum endgültigen Sieg über den völkervernichtenden Bolschewismus. Gez. .Adolf tytler."

Tage des europäischen Giegeswillens.

Von Hcllmnl Sündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs.

Stets sind die Stunden und Tage denkwürdig, an denen der Führer und der Duce sich treffen, um gemeinsam die Probleme des Kampfes au erörtern, der um die Zukunft Europas lind das Schicksal der jungen Völker seit langen Jahren politisch und feit 1939 auch militärisch entbrannt ist.

Schon erscheinen uns viele dieser Zusammen» fünfte im Nimbus historischer Erinnerung. Ob es das erste Treffen der beiden großen Führer ihrer Völker in Venedig, ob es die stolzen Festtage der Achsenfreundschast während des Duce-Besuches im Reich und der Führerfahrt nach Rom gewesen sind, die wiederholten Treffen in München, am Brenner, auf dem Obersalzderg oder in Florenz jedes der Ereignisse haftet nicht nur in der Erinnerung derer, die es als Zeuge miterlebten, sondern hat auch seinen Platz in der politischen Geschichte unserer Zeit. Als besonders markantes und hervorragendes Ereignis aber wird den Völkern das in diesen Tagen abgeschlossene erste Treffen der beiden gro» ßen Männer nach Ausbruch des europäischen Kamp­fes gegen den Bolschewismus in Erinnerung bleiben.

Fern vom Jubel der Massendemonstrationen, ohne die Feierlichkeit offizieller Empfänge und un- belastet von der Veranstaltungsfülle amtlicher Staatsbesuche stand diese Zusammenkunft allein im Zeicheü des großkn Ringens, das heute alle euro­päischen Völker eint.

Der kleine Bahnhof einer Nebenbahn war Zeuge dieses Wiedersehens des Duce mit dem Führer nach dem Ausbruch des großen Kampfes im Osten, und die nüchterne Atmosphäre des Hauptquartiers war der äußere Rahmen der Besprechungen, Über

Der Duce-Besuch an der Gowjetsront

(Scherl-Bl

krieg von 1939/40 mit als der Bevölkerung die Stadt

Acht Britenflugzeuge beim Einflug in das Reichsgebiet abgeschoffen.

Berlin, 1. Sept. (DRB. Funtspruch.) Britische Flugzeuge warfen in der Rachl zum 1.9. in West - und Süddeutfchland eine Anzahl Bomben. Der angerichtete Schaden ist unbedeutend. Rachtjäger schossen a ch t der angreisenden Flugzeuge ab. Einige der über die Ostsee einfliegenden Feindflugzeuge versuchlen Berlin anzugreifen, drehten aber be­reits vor Erreichen des äußeren Sperrgürtels der Reichshauptstadt ab.

Hnfor (Rifh »»int Führer mit dem Duce im Führe,Hauptquartier. Hinter ihnen der Ches des WÄLLiwto nischen Wehrmacht, Armeegeneral C a v a l l e r o. Ganz links. Oberst Sch mu n v t.

1 (Presse-Hof smann-M.)

sowjetische und der britische Nachrichtendienst behaup­tet hatten, er sei gefallen erstattete der Kom­mandeur des italienischen Expeditionskorps dem Duce Meldung über den bisherigen Einsatz der ihm unterstellten Divisionen. Mit erhobener Rechten grüßte der Duce seine Soldaten, die nun zum Kampf abrücken, und fuhr gemeinsam mit dem Führer die Front der Division ab. Am Abend die­ses Tages verabschiedeten sich der Führer und der Duce nach einer letzten abschließenden Besprechung auf .das herzlichste nach vier Tagen gemeinsamen Erlebens und gemeipsamer Arbeit, die im Zeichen des Aufbaus eines neuen Europa stand.

Oer Duce an den Führer.

R o m, 30. August: (DNB.) Der Duce hat dem Führer folgendes Telegramm übermittelt:Führer! Die ereignisreichen Tage, die wir zusammen in Ih­rem Hauptquartier verbracht haben, und die Be­suche bei unseren im Kampfe gegen den Bolschewik MUS stehenden Truppen werden, wie ich Ihnen sagte, in meinem Geiste eine unauslöschliche Erinne­rung bleiben. Was die Sowjetunion anbelangt, so habe ich f^stgestellt, daß sich unwiderleglich die ge­schichtliche Tragweite unserer Revolutionen offenbart, die die europäische Zivilisation vor der tödlichen bolschewistischen Gefahr gerettet haben. Ich kehre nach Italien zurück mit dem unauslöschlichen Ein­druck von den unternommenen großen Werk und mit der mehr denn je absoluten Gewißheit seiner siegreichen Beendigung. Nehmen Sie meinen lebhaftesten Dank für die mir von Ihnen inmitten der tapferen, unermüdlichen deut­schen Streitkräfte gebotene herzliche Gastfreundschaft entgegen, und empfangen Sie meine herzlichen ka­meradschaftlichen Grüße. Gez. Mussolini."

graben ... Wiborg ist gestorben; der Scheiterhaufen «noch lange durch die Februarnacht und sen- rghohe Flammen gegen den südöstlichen Himmel, von wo aus früher schon so viele Mal Feuerbrände gegen seine Mauern geschleudert wur­den." So schilderte einer, der im fin n i s ch" sow­ie t i s ch e n Wirnterkrieg von 1939/40 mit als einer der letzten von der Bevölkerung die Stadt verlieh, seine Eindrücke beim Abschied von feiner Vaterstadt, den er damals als einen Abschied für immer ansehen mußte.

Es ist anders gekommen. Schneller, als auch die hoffnungsfreudigsten Finnen ahnen konnten, i Wiborg oder Viipuri, wie die Stadt auf finnisch heißt, in die alte Heimat zurückgekehrt. Damit hat Finnland seinen bedeutendsten östlichen Hafen, übrigens einen der wichtigsten Holzumschlagplätze des Ostens, wiedererhälten. Mannigfache Schicksale hat dieser Ort, der um das wehrhaft-stattliche Schloß herumgebaut worden ist, im Laufe seiner Geschichte erlebt. Es war auch nicht das erstemal, daß er damals, kurz vor dem Abschluß des Winter­krieges, an allen Ecken brannte; lag er doch als eines der östlichsten Bollwerke zum Schutze vor der Dampfwalze des Riefenreiches, gegen die das fin­nische Volk unzählige Male während der letzten Jahrhunderte um seine Existenz kämpfen mußte, an der Grenze.

Auch eine nicht unbedeutende, deutsche Ge­schichte wenn man es so nennen darf, hat die Stadt Wiborg gehabt. Einstmals gehörte sie zum mächtigen Stadtebund der Hanse und besaß eine starke deutsche Bürgerschaft, die zeitweise das ge­samte öffentliche Leben der Stadt beherrschte. Noch in der Mitte des 17. Jahrhunderts war die Burger- schäft Wiborgs fast ganz deutsch, da das Finnentum damals noch kaum eine Rolle in den Städten spielte und die Schweden zum Teil sogar emge- oeutscht waren. Zu jener Zeit waren dort Namen wie Weckrooth, Jaenisch, Laube, und wie sie sonst alle hießen, maßgebend, es gab deutsche Schulen, deutsche Vereine und Zünfte, und auch die erste Zeitung der Stadt hat in deutscher Sprache ihren

Weg begonnen. _ r

Auch als der deutsche Einfluß in diesem Umfang längst verschwunden und ein großer Teil der deut­schen Familien im Schweden- und Finnentum auf­gegangen waren, wurde noch durch einen Deutschen das damals größte Handels- und Industrieunter­nehmen des Landes aufgebaut. Es handelt sich um die ursprünglich recht kleine Holzfirma Hack- mann, deren 150jährige Geschichte einer der be­deutendsten jüngeren Dichter des schwedischen Finn­lands, Oernulf Tigerstedt, in einer kürzlich er- schienenen Monographie geschildert hat- Der Deutsche Hackmann ging, als die wirtschasUlchen

Berlin, 30. Aug. Zur Zusammenkunft Hitler- Mussolini schreibt ein Sonderkorrespondent des Deut- chen Dienstes aus dem Führerhauptquartier:

Vier Tage währte das Beisammensein des Duce mit dem Führer: Es waren Tage, die ebenso ehr im Zeichen der kameradschaftlichen Aussprache der beiden Staatsmänner unter vier Augen stan­den wie auch mehreren Einzel- unb Gesamtbespre­chungen mit ihren militärischen und politischen Mitarbeitern dienten. Dazwischen lagen stunden­lange Flüge ober Fahrten mit Eisenbahn und Kraftwagen. Die Ueberroinbung ber weiten Räume des Ostens stellte ber Organisation ber Reise auf beiden Seiten - nicht geringe Aufgaben. Ein genau burchbachter militärischer unb politischer Nachrich­tenapparat sorgte bafür, baß ber Führer unb ber Duce währenb ber ausgebehnten Fahrten stets un­mittelbar über jebes wichtige Ereignis unterrichtet würben. Ein genaues Arbeitsprogramm regelte den Ablauf dieser denkwürdigen Tage.

Unmittelbar nach ber Ankunft hatten ber Führer und ber Duce eine e r ft e Besprechung, an die sich ein militärischer Lagevortrag burch ben Chef des Oberkommandos ber Wehrmacht, (Seneral- felbmarschall Keitel, anschloß. An bem barauf- folgenben Mittagsempfang, ber einzigen offiziellen Veranstaltung währenb des ganzen Be­suches an ben übrigen Tagen würbe an ber Feld­küche gegessen nahmen außer bem Führer unb dem Duce von italienischer Seite Botschafter A l - fiert, General Cavallero, Kabinettschef A n- j u s o , die Generale M a r r a s unb ®anbin, ber Chef des Protokolls, Gesandter C e l e s i a und ber Privatsekretär bes Duce, Präfekt Cesare, von deutscher Seite Reichsminister v. Ribben­trop, Generalfelbmarschall Keitel, die Reichs­leiter Dr. Dietrich unb Bormann, Botschaf­ter v. Mackensen, bie Generale Jobl, B o - ben schätz und v. R inte len sowie die Abju- tanten bes Führers, Gruppenführer Schaub unb Oberst Schmibt, teil.

Oie Gowjettruppen 160 Kilometer vor Teheran.

Teheran, 31. Aug. (DNB.) In den Abenb- stunden bes Samstags gingen in Teheran bie eng- lisch-sowjetischeä Waffenstillstanbsbedingungen ein, worüber jetzt laut Kommunique ber iranischen Re­gierung mit den Vertretern Englands und ber Sow­jetunion verhandelt wird. Gutunterrichtete Kreise wollen wissen, daß die Sowjettruppen etwa 160 Kilometer nordwestlich von Teheran stehen. Wie aus Regierungskreisen mit­geteilt roirt), befindet sich ber Schah nach wie vor in seiner Sommerresidenz Saadaliad In dem Teheraner Bergvorort. Auch der Kronprinz resi­diert in seiner Sommerresidenz. Wie bekannt wird, haben die Sowjets bei ihrem Einmarsch in T ä b r i s. 22 Personen hingerichtet. Sie behauteien dabei, die Gemordeten seienFeinde der Sowjet­union" gewesen.

Am Nachmittag stattete der Duce in Begleitung des Führer- dem Hauptquartier des Oberbefehls­habers des Heeres, Generalfelbmarschall v. B r a u- chitsch, einen Besuch ab, wo ber Duce einen aus­führlichen Ueberblirf über bie Arbeit des deutschen Oberkommandos und bes Generalstabes bes Heeres erhielt. .

Der Abenb war einer Bespreck>ung un klei­nen Kreise im Arbeitsraum des Führers Vor­behalten. Zur gleichen Zeit waren die übrigen Her­ren ber Begleitung des Duce, bie an der Reise teilnehmenden höheren Offiziere ber italienischen Wehrmacht, die Vertreter des italienischen Auswär­tigen Ämtes und ber italienischen Botschaft in Ber­lin mit ben Angehörigen bes Führerhauptquartiers zu einem kameradsci-aftlichen Abenb vereint.

Der zweite Tag galt einem gemeinsame n Flug des Führers unb des Duce mit ihren militärischen Stäben zu einem besonders mar. kanten und hart umstritten en Punkt ber Kämpfe im Osten, wo nach einem Vortrag über bie Eroberung dieser Festung durch den dortigen Armeebefehls­haber eine Besichtigung des Geländes uorgenom- men wurde. Nach einem Feldküchen essen auf dem Flugplatz wurde der Rückflug in das Führerhaupt- quartier angetreten, wobei der Duce als passionier­ter Flieger zumeist in der Pilotenkanzel beim stän­digen Flugkapitän des Führers, ^-Oberführer Baur, weilte. Ein Besuch im Hauptquartier des Reichsmarsck)alls und Oberbefehlshabers der Luft­waffe, Hermänn Göring, gab sodann dem Duce und seinem militärischen Stab Einblick in den Füh­rungsapparat der deutschen Luftwaffe, die an den Erfolgen der deutschen Wehrmacht im Osten so her­vorragenden Anteil hat.

Am vierten Tag begaben sich der Führer und der Duce im Flugzeug zur Besichtigung einer italienischen Division in bas Operations­gebiet ber S ü b f r o n t. Nach einem einführenden Lehrvortrag durch Generalfelbmarschall v o n !R u n b« ftebt, von bem gerabe in ber Nacht vorher ber